Sexualität
Peinlich, peinlicher, am peinlichsten.
Eine Runde angegrauter Damen und Herren, die auf dem Niveau beschwipster Pubertierender über die Geschlechtlichkeit parlierte und mit der Moderatorin im Verhältnis 5:1 gegen einen Bischof antraten. Es war einfach nur peinlich. Von Leonhard Hoffmann.
(kreuz.net) Am 30. Mai 2006 lief – zum Glück nach 22.45 – im ‘Ersten Deutschen Fernsehen’ die Sendung „Menschen bei Maischberger“. Ich wurde darauf hingewiesen, weil der Weihbischof von Salzburg, Mons. Andreas Laun, zu dieser Sex-Diskussionsrunde eingeladen worden war.

Weitere Teilnehmer: Sophie Freud, Enkelin des Wiener Psychoanalytikers Sigmund Freud; die Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich, der Sex-Journalist Oswalt Kolle und ein Homo-Filmemacher.

Das Diskussionsthema „Freud ist schuld: Schluß mit dem Sexwahn?“ wurde leider völlig verfehlt.

Frau Sandra Maischberger zeigte mehr Interesse an den ziemlich unmaßgeblichen Meinungen des Sex-Journalisten und des Filmemachers als an Sigmund Freud oder an dem kenntnisreichen Weihbischof. Vielleicht glaubte sie, das dem Fernsehpublikum zu dieser späten Stunde schuldig zu sein.

Die wiederholte Beschwerde des Salzburger Weihbischofs, die kostbare Zeit nicht am Thema vorbeistreichen zu lassen, fanden kein Gehör.

Im übrigen unterbrach der Homo-Filmemacher in rosa Schirmmütze die Sprechenden fortwährend mit seinen vielen Behauptungen – vorlaut, undiszipliniert, ungehörig, kaum erträglich und auch ekelhaft.

Gezielt fiel er vor allem dem ausgerechnet neben ihn plazierten Weihbischof ins Wort. Die überforderte Moderatorin Maischberger schien das nicht zu stören. Immerhin gab der Homo-Filmemacher den Zuschauern eine Anschauung von Geduld und Langmut des Weihbischofs.

Der Eindruck war offensichtlich, daß hier ein Vertreter von Vernunft und Kirche durch das ‘Ersten Deutschen Fernsehen’ als Alibi mißbraucht wurde. Denn unter Einschluß der parteiischen Moderatorin stand die öffentlich-rechtliche Ausgewogenheit bei Quote 5:1.

Ich hätte es dem Weihbischof nicht verübelt, wenn er aufgestanden wäre und diese wieder und wiedergekaute Orgasmus-Quatschrunde und peinliche verbale Pornosendung verlassen hätte. Besonders enttäuschend war Frau Mitscherlich, die Sigmund Freud wiederholt als großen Denker verehrt sehen wollte. Eine Art Altersstarre schien ihren Blick für die Realitäten zu trüben.

Auf dem Niveau von Frau Mitscherlich bewegte sich auch die Enkelin des berühmten Freud. Der inzwischen etwas in Vergessenheit geratene Sex-Journalist Kolle scheint sich immer noch für einen begnadeten Sexualaufklärer für Jung – inzwischen vornehmlich für Alt – zu halten, auf den die Welt unerklärlicherweise bis zu den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte warten müssen.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie die Menschheit bis dahin ohne ihn ausgekommen ist und dabei sogar noch wußte, wie man Kinder auf die Welt stellt, was längst in Vergessenheit zu geraten scheint.

Meiner Frau und mir kamen diese erblindeten Aufklärer wie eine Strafe Gottes vor. Sie ließen keinen Zweifel darüber, daß sie unfähig sind, die an die Wand gemalten Zeichen der Zeit zu deuten, geschweige denn zu erkennen, was sie mit dem befreiten Unterleib alles angerichtet haben.

Das sterbende Europa, die europäische Kultur und die finsteren Zukunftsprognosen für unsere Länder – Dinge, die dem Weihbischof am Herzen lagen – interessierten diese Runde nicht.

Man zog es stattdessen vor, das linke Märchen von der „Überbevölkerung“ aufzutischen. Daneben offenbarte der Homo-Filmemacher sein geistiges Niveau, als er Frau Christa Meves ein „Arschloch“ nannte. Er hasse diese Frau…

Frau Maischberger ließ auch solche Haßtiraden durchgehen. Vorausgehend hatte der Weihbischof auf die Kompetenz von Frau Meves bei der Frage hingewiesen, ob Homosexualität krankhaft und therapierbar sei.

Als Bischof Laun das Wort Treue erwähnte, erzählte der Homo-Filmemacher, daß er mit seinem „Freund“ seit dreißig Jahren zusammenlebe. Früher hätten sie fünf Jahre zusammen Sex gehabt. Jetzt nicht mehr. Beide würden inzwischen homophile Kontakte mit anderen haben. Interessant, was da einem Homo-Ideologen zum Stichwort Treue einfällt. Auch mit dem Wort „Liebe“ in Verbindung mit Sexualität konnte dieser Filmemacher nichts anfangen.

Er glaubt felsenfest, nicht die Homosexuellen verhielten sich pervers, sondern die Verhältnisse seien es, unter denen sie lebten.

Peinlich war auch, daß der unbeherrschte Filmemacher keine Schamgrenze gegenüber der vergleichsweise jungen Moderatorin (40) zeigte, die grinste, als sie auf ihre persönlichen Sexerfahrungen angesprochen wurde.

Der Weihbischof kam nie richtig zum Zuge, was wohl von Anfang an beabsichtigt war; denn der Unterleibswahn muß bis zum bitteren Ende weitergehen. Er schafft ja in der modernen Dienstleistungsgesellschaft auch viele Arbeitsplätze. Nicht nur „Prostitution als Beruf bzw. Sexarbeit“ wird besteuert, Pille und Kondom auch. Geld stinkt bekanntlich nicht.

Bei dieser Sendung konnte niemand auf die beachtliche Karriere der Moderatorin schließen.

Es war nur peinlich.
      
133 Lesermeinungen
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#136   Artois †   15:40:54 | Freitag, 11. August 2006
@hodopöppel
_________c. beides
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#135   Stephanus   16:59:22 | Montag, 12. Juni 2006
kolle kolle kolle
wenn es kolle und co nötig hätte, dann wären sämtliche karnickerassen schon ausgestorben.
mir scheint die hauptfrage ist noch nie gestellt worden: was treibt menschen wie kolle zu ihrem tun????
antwort: 1. von was das herz voll ist, davon quillt der mund über und 2.scheinbar handelt es sich um wenig begabte und ziemlich fantasielose menschen die nur sehr wenig im kopf haben über das zu lohnt gesprochen zu werden.
ich habe mehrere kinder und trotzdem noch andere hobbies, ich könnte meine mitmenschen tagelang damit zulabern wie man einen schönen garten anlegt, oder wie man ohne chemiekeule wohngesunde häuser baut, oder wie die eisenbahn funktioniert oder wie gute bücher auf den leser wirken (sollten) und 7777 andere mehr oder weniger interessante dinge. haben sie mal ein maigrünes hainbuchenblatt im sonnenlicht betrachtet, einfach klasse… und über sex wüsste ich auch das eine oder andere, wie gesagt, wir haben ja mehrere kinder…
arbeite in der antiabtreibungsbewegung mit und auch sogenannte menschenrechtsfragen interessieren mich genau so wie der unterschied zwischen frau von der leyen und einer gewöhnlichen mutter mit sieben kindern…und wissen sie was, ich bin mir fast sicher, der alte kolle hätte zu vielen der vorgeschlagenen themen nichts beizusteuern. dem lieben gott sei dank,das der kolle schon so alt ist.
ach übrigens, was waren das übehaupt für schöne tore, die die deutsche nationalmannschaft da geschossen hat …
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#134   Freinsberg   14:25:33 | Montag, 12. Juni 2006
@aphrodite
Das wäre eine Erklärung. Jedenfalls tat Augustinus seine sexualpessimistischen (und andere spinnerte) Äußerungen erst, nachdem er seine Freundin verlassen hatte. Das sag ich auch den Studenten. :-)
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#133   aphrodite †   21:55:10 | Sonntag, 11. Juni 2006
Augustinus
Ich als Expertin ;-) glaube auch nicht, dass Augustinus ein Sexualneurotiker war. Schließlich hat er ja mehr als die Hälfte seines Lebens seine Sexualität exzessiv ausgelebt. Und so lange die Personen, mit denen er das getan hat, nicht Geschlechtsteile hatten, die den seinen sehr ähnlich sind bzw. falls schon, dann eben solange dieser Umstand nicht bekannt wurde, ist das für die Seite hier doch kein Problem.
Meine These, die von der kulturwissenschaftlichen Augustinusforschung – von der es leider zu wenig gibt – sicher noch bestätigt werden wird: Irgendwann hat Augustinus die Manneskraft verlassen und er dachte sich: „Wenn ich nicht mehr Spaß haben kann, dann sollen die anderen auch keinen Spaß mehr daran haben!“ >:)
Und schon hatte er Erbsündenlehre und Ehezwecklehre erfunden, betätigte sich als o^/ und man hielt ihn fortan für O:)
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#132   Hódmezövásárhelykutasipuszta   21:47:29 | Sonntag, 11. Juni 2006
@Artois
hoffe, ich hab ihren namen richtig geschrieben.
Da hat der hl. Augustinus, der allerdings alles andere als ein Neurotiker war, völlig recht.
Könnten sie bitte noch ausdifferenzieren, womit er recht hat:
a. dass auf keine andere Weise Kinder entstehen
b. dass sex in der ehe sünde ist
c. beides
Ist recht wichtig, ich muss ja wissen, wie vehement ich ihnen widersprechen muss.
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#131   Artois †   17:52:21 | Freitag, 9. Juni 2006
hl. Augustinus
Da hat der hl. Augustinus, der allerdings alles andere als ein Neurotiker war, völlig recht.
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#130   Freinsberg   15:46:33 | Freitag, 9. Juni 2006
@Methusalix
Wieso war Paulus Sexualneurotiker? Dann doch eher Augustinus! Für den war Sex auch in der Ehe schlecht – erlaubt nur, weil auf andere Weise keine Kinder entstehen.
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#129   aphrodite †   14:00:11 | Freitag, 9. Juni 2006
@antonius @anorexia cerebralis
Sie haben bei der letzten Aussetzung wohl zuviel Weihrauch inhaliert?! :-]
Er ist vermutlich Ketten-weih-raucher … :-)
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#128   DDL   08:05:18 | Freitag, 9. Juni 2006
@Benedikt
Weit draußen leben die Tungo-Insulaner – auf Tungo, einem Inselchen im Pazifik, das nie sonst jemand entdeckt hat. Die Tungolaner haben sich nie für Seefahrt interessiert – ihre Welt endet an der Küste. Dennoch spekulieren Sie seit Jahrhunderten darüber, wie die andere Seite der Welt aussieht.
Einigkeit besteht so weit, dass dort ein Riese lebt, der einst ihre Insel an ihre jetzige Position ins Meer geworfen hat und der – auf mystische Weise – auch der Stammvater der Tungolaner sei.
Worüber man sich streitet, ist die Farbe seines Bartes. Die einen behaupten, er habe einen schwarzen Bart. Die anderen machen sich für einen weißen Bart stark. Wieder andere reden von „blond“.
Seit Jahren aber behauptet die Gemeinde derer, die von einem roten Bart ausgehen, die Mehrheit. Heute verweisen Sie darauf, dass der Riese offenkundig einen roten Bart haben müsse, denn immerhin sei es doch sonst sehr sonderbar, wie die Rotbartanhänger aus einer unbedeutenden Mindermeinung eine florierende, beständige Glaubensgemeinschaft hätten werden können.
Erwähnen muss man noch die in jünster Zeit beängstigend wachsende Zahl von Ketzern, die so Unerhörtes von sich geben wie etwa, dass noch kein Mensch diesen angeblichen Riesen je gesehen hätte, und dass die Farbe seines Bartes einerseits wurscht sei und andererseits ganz sicher keine Rechtfertigung für die diversen Gesetze der Rotbärtlinge darstelle, die z.B. Bartlose aus der Inselversammlung ausschließen und das Rasieren unter Strafe stellen.
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#127   Benedikt   00:46:10 | Freitag, 9. Juni 2006
@ methusalix
Richtig Benedikt, leider nur allzuwenige Rückschlüsse auf naturwissenschaftliche Inhalte, dafür umso mehr Rückschlüsse auf politische und psychologische Inhalte.
Ach, cih wäre ja froh, wenn unsere Politiker derart opferbereit wären, dass sie für ihre Ideen auch mal Wahlniederlagen in Kauf nehmen. Aber eine politische Vereinigung, die 250-jährige Verfolgung in Kauf nimmt und dabei bloß auf einige Fischer von einem winzige See in einer röm. Provinz zurückgreifen können…von so etwas habe ich noch nichts gehört. Von poltischen Ambitionen der Apostel ist auch nichts bekannt. Es ist also fraglich, in wie weit ihr Rückschluss auf politische Inhalte die Ausbreitung des Christentums erklären kann.
Die Ausbreitung des Christentums ist vor allem auf die christliche Lehre zurückzuführen. Das war schon den damaligen Regenten klar, die wie Julian Apostata teilw. versuchten, das zu kopieren.
Zum Beispiel der Art, dass es sich beim guten Paul, früher Saul, um einen Sexualneurotiker ersten Ranges gehandelt hat.
Klar, dass Sie auch hier nicht an Ihrem Lieblingsthema vorbei kommen. Mit dem hier Besprochenen hat das allerdings gar nichts zu tun.
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#126   methusalix †   00:36:22 | Freitag, 9. Juni 2006
@Benedikt
Benedikt: @ DDL

Das Faktum, das aus einem kleinen Laden von jüdischen Fischern und der von Ihnen verkündeten Lehre die weltumspannende Kirche entstehen konnte lässt ebenfalls gewisse Rückschlüsse zu…
Richtig Benedikt, leider nur allzuwenige Rückschlüsse auf naturwissenschaftliche Inhalte, dafür umso mehr Rückschlüsse auf politische und psychologische Inhalte. Zum Beispiel der Art, dass es sich beim guten Paul, früher Saul, um einen Sexualneurotiker ersten Ranges gehandelt hat. Leider hat er und nicht Jesus die „Richtlinien der katholischen Religion“ bestimmt; sonst hätten unsere Sexualtheoretiker und Wahrheitsverkünder nicht solche Probleme mit Frauen.
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#125   derfux   00:33:56 | Freitag, 9. Juni 2006
Hatder Verfasser des Artikels die Sendung gesehen?
Daneben offenbarte der Homo-Filmemacher sein geistiges Niveau, als er Frau Christa Meves ein „Arschloch“ nannte. Er hasse diese Frau…
Frau Maischberger ließ auch solche Haßtiraden durchgehen.
Diese Aussage ist schlichtweg gelogen!
Frau Maischberger hat ihn für diese Aussage zurecht gerügt.
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#124   Benedikt   00:10:18 | Freitag, 9. Juni 2006
@ DDL
„wenn das stimmt, müssten wir dies und jenes finden – WENN wir etwas finden“
Also, wenn man etwas findet, so kann man daraus weitergehende Schlüsse ziehen. Gewisse Fakten erlauben demnach Rückschlüsse auf ein früheres Geschehen.
Das Faktum, das aus einem kleinen Laden von jüdischen Fischern und der von Ihnen verkündeten Lehre die weltumspannende Kirche entstehen konnte lässt ebenfalls gewisse Rückschlüsse zu…
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#123   DDL   22:01:18 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Benedikt
Naturwissenschaft und Geschichte sind natürlich zweierlei, und richtig: Da sitzen wir (fast) im selben Boot. Aber doch nicht so ganz, denn ordentliche historisch-archäologische Forschung erlaubt ja auch Prognosen i.S.v. „wenn das stimmt, müssten wir dies und jenes finden – WENN wir etwas finden“. Das berühmteste Beispiel dafür dürfte Schliemann sein. Und auch da sieht’s für die Theologie dann wieder vergleichsweise finster aus, denn im absolut besten Fall finden Sie für all die berichteten Wunder Belege des sehr unwunderbaren, weltlichen Kontextes. Die Wunder selbst beleiben sich treu und wunderbar unbelegt. Das muss man dann halt glauben – oder nicht.
@Theophil
Darf ich ‘mal fragen, was der Unfug mit dem Artensprung soll? Wenn ein Artensprung vorliegt, dann findet man entweder Überreste der ursprünglichen oder der späteren Art, weil der „Sprung“ in aller Regel so vegleichsweise schnell vonstatten geht, dass es ein irrwitziger Zufall wäre, ausgerechnet eine Übergangsform zu finden.
Bei langsameren Entwicklungen ist das sehr viel wahrscheinlicher und pasiert auch laufend – aber damit ist Ihresgleichen natürlich nie zufriden, speziell beim Menschen nicht.
Das Spiel geht so: H1 und H2 seien zwei deutlich unterschiedliche hominide Fossilien. Nun reklamiert man das Fehlen des „missing links“ H1.5. Aber, siehe da, der wird gefunden – und *schwupps* deklariert man den – nicht gefundenen – H1.25 zum „missing link“ (zwischen H1 und H1.5). Ein Spiel mit unendlicher Näherung.
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#122   Breze   20:33:12 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Was ist linkslinks?
@ Benedikt
Danke… :-)
@ Anorexia Cerebralis:
Würden Sie mir mal erklären was Ihr seltsamer Allgemeinplatz „linkslinks“ wohl zu bedeuten hat? Sind alle „linkslinks“, die Ihre Meinung nicht teilen? Wenn alle anderen „linkslinks“ sind, sind Sie dann „rechtsrechts“?
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#121   Artois †   18:15:04 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@D-D-L
Ich habe ganz klar gesagt, daß ich die Sendung nicht gesehen habe, daß ich sie mir auch nicht ansehen würde. Ich würde mich mit diesem Dreck auch nie beschäftigen und habe den Bischof nur kritisiert, weil er überhaupt dorthin gegangen ist und so die hl. Kirche dem Gespött ausgeliefert hat. Ob die „Dame“ „Maischberger“ oder „Safthügel“ oder sonstwie heißt ist mir ebenfalls schh…egal. Wohl dem, der nicht wandelt den Weg der Gottlosen, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz Gottes und sinnt darüber nach (meditiert, wenn Sie wollen) Tag und Nacht! MAcht euch nicht gemein mit dem Dreck dieser Welt, – das sind nicht meine Worte, sondern Worte der hl. Schrift.
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#120   EinChrist   17:20:31 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Benedikt
…dem stimme ich wiederum zu.
Es grüßt,
EinChrist
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#119   Benedikt   16:53:56 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@ anorexia cerebralis
Gerade von ihnen hätte ich mir mehr Aufrichtigkeit und so etwas wie „Fahnentreue“ erwartet.
Und genau die habe ich mit meinem Beitrag bewiesen. Das Sie meine Beiträge offenbar kennen, wissen Sie auch, dass eine Wortwahl, wie Sie sie leider pflegen vor mit nicht gerade bevorzugt wird.
Aber ich denke, sie haben sich mit der begeisterteten Zustimmung zu Breze selbst etwas in die Verwirrung stürzen lassen, oder nehme ich da eine Linkswende wahr?
Lenken Sie doch nicht ab. Es geht hier allein im Ihre Ausdrucksweise, die auch von Breze kritisiert wurde. Politische Richtungsstreitigkeiten sind ein ganz anderes Thema.
Gerade ihre (früheren?) Postings waren es doch, die immer wieder in die selbe Kerbe schlugen und – sprachlich natürlich auf höherem Niveau als meine – viel dazu beigetragen haben, dass die Stimme der Vernunft und der Wahrheit nicht vollständig in der linkslinken Hetze untergegangen ist.
Danke für das Komliment aber ich bin eben nicht der Meinung, dass man mit Beiträgen wie dem Ihrigen unten etwas erreichen kann. Wenn doch, dann alerhöchstens das Gegenteil.
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#118   anorexia cerebralis †   13:44:09 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@Benedikt
Lieber Herr Benedikt!
Gerade von ihnen hätte ich mir mehr Aufrichtigkeit und so etwas wie „Fahnentreue“ erwartet.
Aber ich denke, sie haben sich mit der begeisterteten Zustimmung zu Breze selbst etwas in die Verwirrung stürzen lassen, oder nehme ich da eine Linkswende wahr? Gerade ihre (früheren?) Postings waren es doch, die immer wieder in die selbe Kerbe schlugen und – sprachlich natürlich auf höherem Niveau als meine – viel dazu beigetragen haben, dass die Stimme der Vernunft und der Wahrheit nicht vollständig in der linkslinken Hetze untergegangen ist.
… irgendwie enttäuscht mich das!
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#117   Parzifal2 †   00:57:43 | Donnerstag, 8. Juni 2006
@ methusalix
Mit dieser Einstellung werden Sie aber hundert Pro in die Hölle kommen!
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#116   methusalix †   00:45:00 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Schön Theophil,
Ergo müssen wir einfach immer mit einem aktuellen Kenntnisstand leben und mit Paradigmenwechseln. So einen Paradigmenwechsel sehe ich in der Evolutionsbiologie durchaus heraufziehen, …
wenn es so weit ist, schreiben Sie einen Beitrag in kreuz.net. Bis dahin werden wir bei der besseren Erklärung von Charles Darwin und seinen Nachfolgern bleiben und die Fortschritte der Evolutionsbiologie nicht in den Sclhriften von Ratzinger und Schönborn, sondern in SCIENCE und NATURE nachlesen.
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#115   Bruder Theophil   23:55:32 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Parzifal 2
Dann treten Sie doch einfach 20cm zur Seite, und lesen mein Posting nochmal – pssst…besonders den Satz in der Klammer – dann müsste die Leitung wieder funktionieren.
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#114   Parzifal2 †   23:52:46 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Theophil
Pardon, aber ich fürchte ich sitze gerade etwas auf der Leitung. Was meinen Sie?
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#113   Bruder Theophil   23:50:06 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Parzifal2
Sie lassen kein Stöckchen aus, oder ?
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#112   Parzifal2 †   23:46:51 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Theophil
Meinen Sie damit einen Paradigmenwechesel innerhalb der Naturwissenschaft oder einen Paradigmenwechsel insgesamt?
Denn wenn man die Paradigmen des 13. Jhr. und der heutigen Zeit vergleicht dann muss man feststellen dass der Unterschied vor allem darin besteht dass das Weltbild des 13.Jhr. hautsächlich von Theologen geprägt wurde, während das heutige Weltbild hauptsächlich von Naturwissenschaftlern geprägt wird.
Wie ist ihre Hoffnung auf einen Paradigmenwechsel also gemeint?
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#111   Bruder Theophil   23:33:14 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ methusalix
Meine Wissenschaftsskepsis begründet sich auf folgendem Sachverhalt: Wenn man führende Wissenschaftler des 13 Jh. nach dem Universum gefragt hätten, dann hätten wir ein fachlich fundiertes und dicht geknüpftes Argumentationsnetz für die Erde als eine Scheibe bekommen. (Ich hoffe Sie springen jetzt nicht über das Stöckchen mit der Kirche…)
Wenn wir uns mit den Wissenschaftlern des Jahres 2500 unterhalten könnten, bin ich mir sicher, dass die ziemlich kopfschüttelnd über unseren Erkenntnisstand dastehen würden und uns für ziemlich mittelalterlich halten.
Ergo müssen wir einfach immer mit einem aktuellen Kenntnisstand leben und mit Paradigmenwechseln. So einen Paradigmenwechsel sehe ich in der Evolutionsbiologie durchaus heraufziehen, wo vielleicht noch ein paar Grundpfeiler stehen bleiben, aber doch einiges von dem Kartenhaus einfallen wird, weil eben Artensprünge und Affen-Links fossil nicht belegbar sind und alles zusätzliche Material, das gerade zu Tage gefördert wird, in die gewohnten Raster leider nicht mehr so gut reinpassen.
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#110   methusalix †   23:15:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Theophil
Bruder Theophil: @ methusalix Man kann den Spiess leider…
…nicht beliebig oft umdrehen. Denn im Moment sind Sie es, oder DDL, der den Beweis erbringen muss, … Ich sperre mich nicht gegen Beweise. Wenn es sie gibt.
Ihr Beitrag zeigt nur, dass Sie Wissenschaft nicht verstehen können oder wollen. Sie sagen: „Wenn ihr mir Artensprünge, Makroevolution und sonstnochwas nachweisen könnt, dann glaube ich…“
Wissenschaft funktioniert aber nicht mit der Beliebigkeit eines Dogmas. Da sagt man „Maria ist leiblich in den Himmel aufgefahren!“ und „Beweise dafür gibt es nicht. Du musst daran glauben.“ Den Inhalt des Dogmas kann man nach Belieben ändern, da nicht nachprüfbar.
In der Wissenschaft ist es so, dass man eine Entdeckung macht und versucht, diese in den Kontext der bisherigen Erkenntnisse (=Entdeckungen) einzubinden.
Am besten gelang das bisher bei dem bestehenden naturwissenschaftlichen Befund eben Charles Darwin und seinen Nachfolgern mit der Evolutionsbiologie.
Die australische Kröte ist ein Mosaiksteinchen in dem Bild.
Wenn Sie es wegen eines fehlenden Steines nicht erkennen können, sind Sie eben blind. Das macht nichts. Das Mosaik ist trotzdem da.
Das ist eines der Mosaiksteinchen (oder ein Dutzend davon). www.spiegel.de/…,1518,409989,00.html
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#109   Benedikt   23:03:55 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Breze
Dem kann man nur zustimmen :)3
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#108   Antonius   22:49:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@anorexia cerebralis
Oh je, Sie bezeichnen alles, was Ihnen argumentativ nicht in den Kram passt als linkslinke Hetze? Das ist bedauerlich, spricht es doch nicht gerade fuer Ihr Unterscheidungsvermoegen. Aber das muss man ja auch gar nicht besitzen, wenn man die Wahrheit hat, gell? Sie haben bei der letzten Aussetzung wohl zuviel Weihrauch inhaliert?!
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#107   Parzifal   22:40:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Im Grunde geht es doch bei der Frage
von Zufall oder Absicht der Evolution nur um die alte Frage ob die Welt determiniert ist oder ob der Mensch frei ist.
Auch handelt es sich um eine Vermischung von philosophischen Positionen. Die Wissenschaft geht von einem positivistischem Weltbild aus. Sie isterssiert sich nur für das was sie messen, wiegen, zählen, sehen usw kann. Ob es darübr hinaus noch ein Ding an sich gibt interessiert sie per Definition nicht. Also kann sie die Frage was hinter der Evolution steht nur mit „Zufall“ beantworten. Der Versuch der Religion der Wissenschaft hier einen „Dogmatismus“ vor zu werfen hat nur die Absicht die philosophischen Postionen der Wissenschaft selbst zum Einsturz zu bringen. Aus diesem Grund liefern sich beide heftige Auseinandersetzungen. Es geht auch um die alte Frage: dominiert die Religion über die Wissenschaft?
Im Grunde sind diese Diskussionen schon hunderte Male geführt worden. Man muss nur Kant erwähnen oder Schopenhauer.
Möglicherweise ist das menschliche Gehirn gar nicht dafür geschaffen die „volle“ Wahrheit zu begreifen. Genauso wie Kant Raum, Zeit oder Kausalität als reine Spiegelfechterei aufgezeigt verhält es sich möglicherweise auch bei evolutionärem Zufall oder Absicht.
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#106   Cypripedium †   22:21:25 | Mittwoch, 7. Juni 2006
METHUSALIX, bitte!
Helfen Sie Theo endlich durch Klärung seiner evolutionären Ungewissheit – über das Missing Link sucht er doch nur eine Lebensform, zu der er endlich einmal Papa sagen kann!
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#105   Breze   22:10:02 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ anorexia cerebralis
Liebe(r) anorexia cerebralis (Was ist das nur für ein Nickname, geht es Ihnen gut?)
Wenn ich Ihr posting mit denen von den auch hier schreibenden Freigeistern und Homos vergleiche, unterscheiden sie sich nicht voneinander, sind Sie wirklich Christ oder religiöser Fundamentalist? Sie und manch andere hier schreibenden „Tradis“ werden mir langsam unheimlich, ich habe manchmal echt die Befürchtung, dass nicht mehr viel fehlt, und Sie oder einer Ihrer „Mitbrüder“ steigen mit einem Sprengstoffgürtel bewaffnet in einen vollbesetzten Bus. Wenn die katholische Kirche wirklich so wäre, wie Sie sie sich wünschen, wäre die Kirche tatsächlich so überheblich und voller Hass gegenüber allen Menschen, die einfach Gott noch nicht begegnet sind, ich wäre schon längst ausgetreten. Und Sie und Ihresgleichen wären unfähig mir das Evangelium (frohe Botschaft!) zu verkündigen, weil Ihre Herzen voller Hass sind! Ich danke Gott, dass ich in dieser Kirche, die die Wahrheit verkündet, Menschen getroffen habe, die mir mit Strenge aber mit Liebe (!) den Weg zu Jesus Christus gezeigt haben. Sind Sie sich nicht bewusst, dass Sie auch Sünder sind, und jeden Tag der Barmherzigkeit Gottes bedürfen? Urteilen Sie nicht über andere! Überlassen Sie das Gott! Sie werden mit dieser Überheblichkeit keine einzige Seele retten!
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#104   anorexia cerebralis †   21:23:37 | Mittwoch, 7. Juni 2006
unter uns
Liebe christgläubige mitbrüder!
Ich verstehe eines nicht.
Wir sind doch hier bei kreuz.net und es müsste jedem der diese Homepage klar sein, worum es eigentlich geht.
Wenn jemand an dieser Art Nachrichten nicht interessiert ist, dann soll er doch auf eine andere Seite gehen.
Es gibt genug linkslinkes Gesindel in der römisch-katholischen Kirche und das hat auch genug internetseiten, auf denen man sich dort mit seinesgleichen treffen kann, wenn man sich unbedingt einbildet, solche einstellungen zu haben.
Ich verstehe nicht, was linkslinke hetzer wie aphrodite, Antonius und deepthought hier auf dieser seite machen, oder hüpermegatollintellektuelle obergscheite wie centesimus annus.
ich geh ja auch nicht auf irgendein forum von einer linkslinken studentenvereinigung auf irgendeiner fakultät und gebe dort meine positionen zum besten, weil ich weiß dass die nachkonziliare linke die wahrheit sowieso nciht verträgt!
warum tun die das dann hier ständig???
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#103   Bruder Theophil   21:13:13 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ methusalix Man kann den Spiess leider…
…nicht beliebig oft umdrehen. Denn im Moment sind Sie es, oder DDL, der den Beweis erbringen muss, dass es fossile Funde gibt, die Artensprünge, also Makroevolution nachweisen können. Und selbst der Sprung vom Affen zum Menschen, da ja noch nicht so lange her sein soll, lässt mit seinen vielfältigen Funden menschenähnlicher Fossilien den Schluss nicht zu, dass es ihn gegeben hat. Ich sperre mich nicht gegen Beweise. Wenn es sie gibt.
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#102   methusalix †   20:57:10 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Es hat keine Sinn Theophil,
Jetzt bin ich aber gespannt, wie Sie Evolution reproduzieren können. Ich warte.
Sie müssen zu jedem Nachweis, den die Wissenschaft erbringt, nein sagen, sonst bricht Ihre Mauer der Ablehnung zusammen. Sie können jeden Beweis volkommen überzeugt ablehnen, weil Sie ihn einfach nicht verstehen (ob können oder wollen sei dahingestellt).
Wenn Sie sich einmal wirklich mit dem wissenschaftlichen Nachweis der Evolution beschäftigen wollen (ich fürchte, das wollen Sie nicht, siehe oben), dann empfehle ich Ihnen das Buch des vor etwas über einm Jahr verstorbenen Nestors der Evolutionsbiologie, Ernst Mayr: Das ist Evolution, Orig.: What evolution is.
Zum Einstieg die Geschichte mit den Amphibien (es sind Kröten, nicht Frösche). www.spiegel.de/…,1518,401145,00.html
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#101   Bruder Theophil   20:33:12 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ DDL
Wissenschafts“gläubige“ vertrauen auf die Wissenschaft, weil sie eben NICHT daran „glauben“ müssen, sondern prinzipiell jederzeit die gemachten Erkenntnisse reproduzieren können.
Jetzt bin ich aber gespannt, wie Sie Evolution reproduzieren können. Ich warte.
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#100   Benedikt   20:23:44 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ DDL
Sicher, da haben Sie recht, das ist nicht 100% dasselbe. Ähnlichkeiten aber sind vorhanden:
SIE glauben an etwas, weil Ihnen – mangels Beweisen – gar nichts anderes bleibt.
wird zu:
Glauben an etwas, weil einem – mangels eigener Überprüfungsmöglichkeiten – gar nichts anderes übrig bleibt.
Das betrifft die Naturwissenschaft. Bei der Geschichte sitzt man schon wieder im selben Boot. Die Existenz etwa Ramses II. lässt sich ebenso wenig überprüfen wie die Existenz Petri oder Jesu. Sie sind dazu verdammt, anhand vorliegender Fakten an die Existenz Ramses’ II. zu glauben oder eben nicht.
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#99   Bruder Theophil   20:16:03 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ methusalix …Wenn Sie besser lesen könnten…
…hätten Sie mitverfolgen können, dass ich die ganze Zeit zwischen Mikroevolution und Makroevolution strikt unterscheide. Das Erstere ziehe ich überhaupt nicht in Zweifel. Jedoch das Zweitere ist nicht fossil belegt, und deshalb weder in der heutigen Zeit oder einer vergangen Zeit nachweisbar.
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#98   methusalix †   20:04:01 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Theophil
Bruder Theophil: @ DDL Evolution ist nicht überprüfbar…
…weil zum einen niemand dabei gewesen ist…
Ach Bruder, wie einfältig muss man sein, um das zu glauben. Die Evolution spielt sich direkt vor unseren Augen ab. Bestimmte Frösche in Australien zum Beispiel, die es dort erst seit den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gibt, haben ihre Beinlänge angepasst. Die längeren Haxen haben jetzt auch die jungen Amphibien. Glauben Sie die Eltern flüstern denen ein, dass Sie ihre Beine länger wachsen lassen sollen? Das ist Evolution hier und jetzt.
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#97   Bruder Theophil   19:20:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ DDL Evolution ist nicht überprüfbar…
…weil zum einen niemand dabei gewesen ist. Zum anderen fossile Funde keine Artensprünge hergeben. Weiterhin Mutationen, die zur Spezialisierung (survival of the fittest) führen, immer mit genetischer Verarmung und somit mit potenziellem Extinkt einhergehen. Es so viele „Zufälle“ es gar nicht geben kann, dass ein Herz-Kreislaufsystem, ein Auge oder ein Gehirn (auch Ihre persönliche Mutation dessen) plötzlich durch Mutation, oder Radioaktivität entsteht. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist, falls sie überhaupt existiert, so groß, wie wenn über die nächsten 1000 Jahre jedes Wochenende die gleichen Lottozahlen mit Superzahl gezogen werden.
Und noch Mal. Die zunehmenden fossilen Funde menschenähnlicher Knochen tragen eben nicht dazu bei das Darwinsche Muster zu bestätigen. Genau das Gegenteil ist der Fall.
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#96   DDL   18:13:55 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt
Den Glauben im religiösen Sinne und den „Glauben“ an Wissenschaft als gleichartig und -wertig nebeneinanderzustellen, könnte Ihnen so passen ;O)
Hier der relevante Unterschied: Wissenschaftliche Theorien sind veri- bzw. falsifizierbar. Sie erlauben Prognosen, die ihrerseits überprüfbar sind. Korrekt ist, dass ich nicht jede Theorie persönlich überprüft habe und in der Tat ein gewisses Vertrauen in lediglich Berichtetes setze – aber ich KÖNNTE sie überprüfen! Und Menschen, die eine Wissenschaft studieren, TUN es.
Und jetzt machen Sie dasselbe ‘mal mit einem Dogma :O)
Sprich: SIE glauben an etwas, weil Ihnen – mangels Beweisen – gar nichts anderes bleibt. Wissenschafts“gläubige“ vertrauen auf die Wissenschaft, weil sie eben NICHT daran „glauben“ müssen, sondern prinzipiell jederzeit die gemachten Erkenntnisse reproduzieren können. Ich kann z.B. jederzeit einen Apfel in die Luft werfen und die Prognose verifizieren, dass er wieder herunterfallen wird.
Jetzt Sie ;O)
@Artois
Ihre intime Kenntnis der Sendung, die Sie legitimieren könnte, ein solches Urteil zu fällen (allerdings auch dann nicht in diesem peinlichen Duktus), veranschaulichen Sie deutlich, indem Sie nicht einmal den Namen der Dame wirklich kennen. Sie heißt „Maischberger“.
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#95   Artois †   17:52:04 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Pünktchen
Falls Sie die Ansicht vertreten, unser oberster Lehrer hätte mit den „Zöllnern und Sündern“ einen demokratischen Diskurs geführt, dann irren Sie sich gewaltig. Er hat die Sünder, wie Sie richtig sagen „gerufen“, – zu sich nämlich und zwar mit Autorität, und ihnen nicht in modernistischer Manier überlassen, zu glauben und zu denken, was sie für richtig halten.
Wenn er die Sünder gerufen hat, dann hat er sie zur UMKEHR gerufen und nicht dazu, im Geplappere der Heiden und in der Heuchelei der Pharisäer zu verbleiben. Ich habe die Sendung leider nicht gesehen und kann das Verhalten von Laun nicht weiter analysieren, scheußlich genug ist es auf jeden Fall, daß ein Bischof sich überhaupt in eine derartige Situation und in eine derartig lügnerisch-perverse Sendung wie „Maisberger“ begibt. Von einem klugen Verhalten, wie es der Heiland angeraten hat, ist Laun jedenfalls meilenweit entfernt.
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#94   Breze   17:44:34 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Nicht minder peinlich
Einige Diskussionsbeiträge hier sind nicht minder peinlich als die beschriebene Sendung, und zwar von beiden Lagern!
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#93   EinChrist   17:38:47 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@deepthought: „Schöpfung Gen 1.1ff
Also ganz so gut wie sich es sich vorzustellen scheinen, passt die Schöpfungsgeschichte nicht zu den heutigen Erkenntnissen und dem modernen Weltbild:
Also ich würde mal behaupten: Ohne Sonne kein Licht.

Ja ja, endlich geht es der Hl. Schrift an den Kragen.
Die Liste der logischen Fallstricke, Fehler und Wiedersprüche in der Bibel liesse sich fast beliebig fortsetzen.
Ja ja, sicher ohne Ende…nur für die, die in der Oberfläche rumkrebsen.
Gut lesen wir gemeinsam was die Hl. Schrift in Genesis schreibt:
Lassen wir vorab mal die xxx-tage außen vor, und lesen was in der Hl. Schrift steht:
Gen 1.1 schreibt:
„Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.“ Punkt – Ende von Satz 1
Dieser Satz hat es gewaltig in sich, warum, weil hier Himmel und Erde bereits hinsichtlich ihres Werdens von Gott geschaffen sind.
D. h. Gott hat „IM ANFANG“, noch vor jedem (zählbaren-)Tag „Himmel und Erde erschaffen.“
Das wiederum erklärt auch der 2. Satz von Gen 1.f.
Erst im dritten Satz wird aus dem Werden die Schöpfung an sechs Tagen ins Sein gesetzt durch das Wort:
Gen 1. 3 = Da sprach Gott: Es werde…
Vielen ist die Bedeutung und die Tragweite von Gen 1.1. nicht klar, und es wird mit den sechs Tagen wüste abenteuerliche Spekulationen betrieben, die völlig daneben liegen.
Erst wird geschaffen, dann wird ausstaffiert (in Tagen).
Es grüßt,
EinChrist
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#92   deepthought   17:17:02 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt: Zufall & Co.
Ich nehme an, Mitose und Meiose sind ihnen aus dem Biologiunterricht ein Begriff (sonst einfach mal Google fragen).
Bei diesen Vorgängen kommt es zu Brüchen in den DNA Strängen, diese werden Repariert, wobei es allerdings zu Fehlern kommt. Dies dürfte Vermutlich die häufigste Ursache für Mutationen sein. Daneben gibt es natürlich auch noch weitere Faktoren die zu Mutationen führen, z.B. Radioaktivität.
Falls Sie davon ausgehen, dass Gott den Zeitpunkt des Zerfalls jedes einzelnen Atoms steuert oder vorherbestimmt hat, dann ist es legitim Anzunehmen, dass es keine zufälligen Mutationen gibt und alles was sich da ändert von Gott geplant und gewollt ist. Aber eben, jeder von uns, ist eine Mutation.
Wenn Sie, so wie ich, von einem zufälligen Atomzerfall ausgehen, dann ergeben sich daraus ebenso zufällige Muationen, für die Gott nicht verantwortlich ist.
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#91   Antonius   16:04:23 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Grundsaetzliches zum Verhaeltnis von Naturwissenschaft und Bibel
Von den biblischen Schrifttexten her sind keine naturwissenschaftlichen Erkenntnisse abzuleiten; darum ist es dem AT auch nie gegangen. Schliesslich gibt es dort 2 Schoepfungsberichte (einen priesterschriftlichen in Gen 1,1-2,4a und einen jahwistischen in Gen 2,4b-3,24), die einander in ihrem erzaehlten Ablauf nicht entsprechen. Im 1. Schoepfungsbericht wird zuerst die Welt geschaffen, dann der Mensch, im 2. Schoepfungsbericht umgekehrt. Die biblischen Schoepfungserzaehlungen haben keinen anderen Sinn, als die besondere Beziehung zw. Gott und Mensch hervorzuheben. Sie sind daher Glaubensbekenntnisse, sie sprechen vom Sosein der Schoepfung, von ihrer goettlichen Bestimmung und ihrer Korrumpierung durch die menschliche Suende. Sie wollen troesten, ermutigen und zum Lob des Schoepfers motivieren. Insofern sind sie keine Grundlage fuer naturhistorische Spekulationen. Entsprechend koennen naturwissenschaftliche Erkenntnisse biblische Erzaehlungen nicht widerlegen, genauso wie die Bibel naturwissenschaftliche Ergebnisse nicht in Zweifel ziehen kann.
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#90   deepthought   15:54:03 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Bruder Theophil:
Das Argument mit dem Auge musste ja kommen und es ist so alt, dass es schon fast einen Bart hat.
Es behauptet wohl niemand, dass das Auge ein heutiger Form einfach so mal spontan entstanden ist. Es gab und gibt auch heute noch eine lange Kette von Zwischenstufen die zum heutigen Auge geführt haben.
Seeigel haben z.B. eine sehr primitiver Variante von Auge. Sie können keinerlei Bild o.ä. wahrnehmen, da sie nur über einen einzigen Sehnerv verfügen, der sehr rudimentär zwischen Hell und Dunkel unterscheiden kann. In der Meeresbiologie (ist halt ein kleines Steckenpferd von mir), findet man auch weitere Besipiele für noch simplere Augvorfahren, aber auch Varianten die bereits etwas komplexer (mehrere Sehnerven) sind.
Ganz am anderen Ende der Skala befindet sich übrigens der Fangschreckenkrebs der über Augen verfügt die vereinfacht Ausgedrückt eine Kombination aus dem Auga a la Mensch und dem Facettenauge a la Insekt sind. Jedes Auge hat allein eine 3D Wahrnehmung (wir brauchen 2 Augen dafür), hat eine extrem hohe Auflösung und nimmt auch Licht im Infrarot- und Ultraviolettbereich, sowie die Polarisierung des Lichts wahr.
Nur weil nicht alle Zwischenstufen zwischen der Primitivvariante und dem Hightech-Auge a la Fangschreckenkrebs bekannt und erforscht sind, heisst dies noch lange nicht, dass es sie nicht gibt oder nie gegeben hat.
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#89   Benedikt   15:47:45 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ deepthought
Warum ist die Sache mit dem Zufall ein Problem?
Weil die Kirche und die Gläubigen davon ausgehen, dass Gott Schöpfer der Welt und des Menschen ist. Insofern kann es also nicht der Zufall sein. Wenn Methusalix hiergegen einwendet, der Zufall könne doch von Gott, der allmächtig ist, beauftragt worden sein, so ist das ein Widerspruch in sich, denn ein Zufall, der auf einer gesetzten Ursache beruht ist eben kein Zufall, sondern eine gewollte Aktion.
Nur so nebenbei: Für mich ist es etwas unpassend eine Theorie, die mittlerweile doch durch ein einiges an Forschung untermauert wurde, als Dogma zu bezeichnen.
Der Vergleich bezog sich nicht darauf, was ein Dogma objektiv ist, sondern was mit em geschieht, der gegen ein Dogma aufbegehrt. Insoweit ist die Situation durchaus vergleichbar.
Sonst würde sich auch der Glauben an ein Dogma erübrigen (Tatsachen sprechen für sich selbst und müssen nicht als Glaubensatz verkündet werden)
Sie glauben ebenfalls an die Evolutionstheorie, oder vielmehr auf die Richtigkeit der Ergebnisse der Forscher, die sie vertreten. Oder haben Sie sich die Mühe gemacht, sie selbst zu beweisen? Solange Sie das nicht tun, glauben Sie „nur“. 99% Ihres Wissens besteht nur aus Glauben bzw. Vertrauen in die Zuverlässigkeit der Ihnen zugänglichen Informationen.
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#88   DDL   15:47:10 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt
Die „anhaltende Verweigerung“ bezog sich auf die Vergangenheit. Heute wird die ET ja weitgehend anerkannt, ausser von einigen Ultratradis. Im übrigen ist mein „Irrtum“ keineswegs so, wie Sie ihn beschreiben: Es lag von jeher auf der Linie der Kirche, den Menschen als Zentrum der Erde und diese im Zentrum des Universums zu sehen. Der Gedanke, Menschen könnten aus affenähnlichen Wesen entstanden sein, stellte für viele Theologen eine Gotteslästerung dar – für ein paar sogar heute noch.
Ich persönlich habe übrigens – wie viele Wissenschaftler auch – nicht das geringste Problem mit „Zufall“. Man muss sich allerdings ‘mal mit den Zahlen beschäftigen, die diesem „Zufall“ zugrundeliegen.
@Theophil
Diese Ihre Argumentation (zur ET) ist bekannt und wurde z.B. im ausgezeichneten Buch „The Blind Watchmaker“ zertrümmert. Gerade die alte Fabel mit dem Auge nimmt Richard Dawkins darin auseinander, weil sie immer wieder bemüht wird. Verkürzt gesagt: „Ein halbes Auge ist besser als kein Auge“. Und „halbe Augen“ sind vielfach belegt. Wir wissen heute sehr genau, wie dieses Organ entwicklungsgeschichtlich gereift ist zum heutigen, komplexen System. Wenn sich ein evolutionärer Prozess nicht aus Fossilien belegen lässt, ist eine von mehreren Erklärungen ganz einfach die, dass er relativ zügig vonstatten ging (Saltation) und eben nur wenige Zeugnisse hinterließ. Evolution ist kein Uhrwerk, das regelmäßig ablaufen muss, ganz im gegenteil.
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#87   ekstase   15:44:40 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@beobachterin
daran erkennt man wahre Extremisten, die nur aus Hass handeln. Sie nennen ‘Argumente’ und wenn die Gegenseite dann die Argumente widerlegen kann und sie eventuell sogar zu ihren eigene Gunsten auslegen kann, dann sind die Argumente ganz furchtbar und man muss zu persönlichen Beleidigungen greifen.
Es waren doch gerade die Gegner von Homosexualität, die immer behauptet haben, in der Tierwelt gäbe es so etwas nicht. Und wenn man ihnen dann das Gegenteil beweisen kann, weil es Homosexualität nicht nur in der Tierwelt gibt, sondern eine hoch entwickelte Art sogar Sex zur Konfliktbewältigung einsetzt und das unabhängig vom Geschlecht, dann ist das Argument ganz furchtbar und kann nicht gewertet werden, weil die Tiere zu wenig Hirn hätten.
Wenn die Argumentation eines zeigt, dann vor allem eines: die Verlogenheit und intellektuelle Armut der hier selbst ernannten Homogegner
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#86   domenicus †   15:42:45 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Es ist schon witzig
wie man Homosexuellen die Natürlichkeit ihres Aktes absprechen will und dann – wenn man den Menschen mit der übrigen Natur vergleicht – wieder irgendwer dahergerannt kommt und meckert, dass man Widernatürlichkeit durch Beispiele aus der Natur widerlegen will. Es ist natürlich auch interessant, dass immer das Beispiel mit der Gottesanbeterin oder anderen kannibalistischen Tieren kommt, man aber dabei vollkommen vergisst, dass es auch unter Menschen Kannibalismus gab und gibt. Aber wie schon mal gesagt: Im populistischen Häuserkampf ist jedes Mittel recht, nicht wahr?
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#85   Beobachterin   15:35:21 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Vergleiche aus dem Tierreich
Es ist schon witzig, wie immer die guten Bonobos als Anwälte der Homosexuellen herhalten müssen.
Lassen Sie die lieben Tierchen doch aus ihren Argumenten heraus. Es gibt doch auch Tiere, die ihre Artgenossen fressen. Es wäre sehr blöd, wenn man das als Vorbild für Menschen nehmen würde. Und selbst ein Affe hat noch weniger Hirn als ein Homosexueller, also stellen Sie sich doch nicht mit denen auf eine Stufe!
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#84   Bruder Theophil   15:32:01 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ deepthought Mutationen und Artensprung…
…sind verschiedene Paar Schuh. Artensprung lässt sich auch aus Fossilien nicht belegen. Denn es gehören zur Entwicklung eines Auges oder gar eines Herz-Kreislauf Systems nicht einfach ein paar kleinere hintereinander gelagerte Mutationen. Auch das alte Argument: Ja, aber es war ja soooo lange Zeit, zählt da nicht. Tut mir leid. Das ist eine wissenschaftliche Sackgasse.
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#83   deepthought   15:20:41 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Theo:
Natürlich verschwinden Arten wieder, wenn sich ihr Lebensraum wandelt. Dies gilt vor allem bei schnellen und sprunghaften Veränderungen. Z.B. die Geschichte mit dem Meteoreinschlag und den Dinosaurieren. Bei langsamen, schleichenden Veränderungen kommt es hingegen zu Anpassungen. Dabei geht die ursprüngliche Art häufig Unter, aber es überleben manchmal eine oder sogar mehrere, mutierte Varianten die irgendwann auch wieder Untergehen und die Welt den von ihnen abstammenden Mutanten hinterlassen werden.
Auch der Homo Sapiens wird als Art einmal den Weg aller anderen Arten gehen und verschwinden (Ausser für die Menschheit selber ist das auch nicht tragisch). Ob es eine oder mehrere neue vom Menschen abstammende Arten geben wird, lässt sich nicht voraussagen. Höchstwahrscheinlich werden die Menschen keine Art wie Hai oder Krokodile sein, die hundertemillionen Jahre überstanden haben.
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#82   Bruder Theophil   15:08:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ deepthought / methusalix …Leider nein…
…denn optimale Anpassung an eine entsprechende Umwelt führt nachweisbar zu genetischer Verarmung. Das bedeutet, dass diese angespasste Spezies auch wieder die erste ist, die verschwindet, wenn sich dieser Lebensraum erneut wandelt.
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#81   deepthought   14:35:58 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Methusalix
Erkenntnis „Survival of the fittest“ in „Survival of the best capacity for teamwork“ (im sinne der Selektion) zu wandeln.
Korrekt, :)3
aber letztlich läuft IMHO auch „Survival of the best capacity for teamwork“ auf „Survival of the fittest“ raus. Es geht um möglichst optimale Anpassung an die Gegebenheiten und da ist auch Teamwork eine, aber nicht die einzige, Art von Fitness.
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#80   ekstase   14:35:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
kleiner Nachtrag zu meinem Statement weiter unten
Die Titel der Sendung war: „Freud ist schuld: Schluß mit dem Sexwahn?“. Mit ‘?’ am Ende und nicht mit ‘!’. Wenn Bischof Laun jetzt rumjammert, dass nicht über das eigentliche Thema der Sendung diskutiert wird, weil nicht nur Begründungen für das Ende der Sexuellen Freiheit gebracht werden, sondern auch reichlich Beiträge, die sich für eine Beibehaltung aussprechen, dann verfehlt er das Thema der Sendung. Also nächstes mal einfach genauer hinsehen.
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#79   methusalix †   14:28:37 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Da können Sie mal sehen, Benedikt,
wie Wissenschaft funktioniert:
deepthought: @Benedikt: EvolutionWarum ist die Sache mit dem Zufall ein Problem?
Nach meinem Verständnis ist für Evolution Zufall (sonst gäbe es keine Mutationen) und Selektion (Survival of the fittest) zwingend notwendig.
Die Wissenschaftler sind gerade dabei, die Erkenntnis „Survival of the fittest“ in „Survival of the best capacity for teamwork“ (im sinne der Selektion) zu wandeln. All diese Hypothesen und Theorien gelten genau solange, bis jemand eine bessere Erklärung unter Beachtung von Occam’s Razor nachweisen kann.
BTW, warum sollte die Sache mit dem Zufall für einen Gläubigen ein Problem sein? Gott ist doch allmächtig, da kann er doch den Zufall beauftragen, oder nicht?
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#78   Antonius   14:11:16 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Bruder Theophil
Ich moechte nicht falsch verstanden werden. Ich verschliesse meine Augen sicher nicht vor den Geschehnissen unserer Zeit. Auch ich finde viele Enwicklungen bedenklich und heisse sie nicht gut. Meine Zweifel bezueglich kreuz.net gehen aber eben in die Richtung, dass es hier nicht um eine positive Identitaetsbildung geht. Denn dieses Online-Magazin ist aufgrund seiner Art der Berichterstattung gefaehrlich. Dass diese Homepage nicht in Deutschland gehostet ist, hat sicher seinen Grund. Viele Beitraege foerdern geradezu Fremdenhass (z.B. gegen Muslime, die per GG hier ein Recht darauf haben, ihre Religion auszuueben). Ideologisch wird das immer wieder zu beobachtende sozialpsychologische Phaenomen gestaerkt, dass naemlich sich Mehrheiten von Minderheiten gesteuert fuehlen (4% der Muslime gegen den Rest der Deutschen bzw. eine schwule Minderheit gegen alles, was heilig ist). Ich finde daher, dass meine Bezeichnung der kreuz.net-Artikel mit „Propaganda“ gar nicht so falsch ist. Und Propaganda hat immer manipulative Funktion. Kreuz.net inszeniert einen Kreuzzug gegen alles, was anders ist, hat oftmals eine militante Sprache (z.B. „Aufmarsch“, „Terroristen“ „Bevoelkerung schlaegt zurueck“) am Leibe; einige Kommentatoren sprechen von „Sieg“, „Schlachten schlagen“ usw. Entsprechend waeren auch so manche Kommentare polizeilich wegen Beleidigung oder Volksverhetzung zur Anzeige zu bringen.
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#77   deepthought   13:47:41 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt: Evolution
Warum ist die Sache mit dem Zufall ein Problem?
Nach meinem Verständnis ist für Evolution Zufall (sonst gäbe es keine Mutationen) und Selektion (Survival of the fittest) zwingend notwendig.
Nur so nebenbei: Für mich ist es etwas unpassend eine Theorie, die mittlerweile doch durch ein einiges an Forschung untermauert wurde, als Dogma zu bezeichnen. Ein Dogma lässt sich nicht belegen, es lässt sich wohl verkünden und zum unumstösslichen Glaubens-Grundsatz machen, aber es ist nicht möglich dieses durch falsifizierbare Forschung zu belegen oder untermauern. Sonst würde sich auch der Glauben an ein Dogma erübrigen (Tatsachen sprechen für sich selbst und müssen nicht als Glaubensatz verkündet werden).
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#76   Antonius   13:33:02 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Bruder Theophil
Das Beispiel mit der FAZ sollte nur zeigen, wie professioneller Journalismus hinsichtlich der Berichterstattung aussieht, nicht, dass die FAZ die Wahrheit schlechthin vertritt. Natuerlich muss man sich vielseitiger informieren.
Bei kreuz.net schreiben aber zu einem grossen Teil entweder unfaehige Hobby-Journalisten oder handfeste Extremisten wie Adelgunde Mertensacker oder unser „Freund“ vom Moslem-Markt. Die negative Weltwahrnehmung ist bei kreuz.net grundsaetzlich so erschlagend praesent, dass Beitraege mit positivem Impetus kaum eine Rolle spielen. Stattdessen nur Skandale, Skandale und neue „Enthuellungen“ von Skandalen. Dies konstruiert eine einseitige Welt, in der nur noch Verfall, Dekadenz und Suende wahrgenommen wird. Aufgrund der schlechten, stereotypen Berichterstattung ist es darueber hinaus ohnehin fraglich, ob den Artikeln inhaltlich tatsaechlich zu trauen ist. Umso erschreckender ist es, dass einige Forumsteilnehmer darauf ihre Meinung bauen; sie nehmen alles fuer bare Muenze, ohne sich dazu aufgerufen zu fuehlen, einmal genauer nachzufragen.
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#75   Bruder Theophil   13:32:46 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ DDL
Wie von mir auch unter einen anderen Rubrik beschrieben, empfehle ich Ihnen die Lektüre von Junker / Scherer, Evolution – Ein kritisches Lehrbuch. Es sieht nun mal leider so aus, dass mit Zunahme der Funde von archäologisch verwertbarem Material die Klarheit Darwin’scher Annahmen mehr und mehr verschwimmt. Dabei sind Kriterien, wie Knochenbau, Hand- und Fußformen, Gehirnvolumen und Kopfform die entscheidenden Größen, an denen jeder Evolutionsbiologe seine Wissenschaft fest macht.
Hinzu kommt, dass jede Spezialisierung im Tierreich zu einer genetischen Verarmung führt, was bedeutet: Das jede erneute Änderung der Biosphäre diese Art Art sofort zum Aussterben bringt. Einen Artensprung gar, kann die Evolutionsbiologie bis heute nicht belegen, wie z.B… das „plötzliche“ Auftauchen eines Herz-Kreislauf Systems, das eine Unzahl von Parametern unterliegt.
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#74   Benedikt   13:19:57 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ DDL
Die katholische Kirche hat seit jeher eine künstliche Grenze zwischen dem Menschen und der restlichen Natur gezogen – daher ja auch die anhaltende Verweigerung gegenüber der Evolutionstheorie.
Diese Behauptung beruht auf einem Ihrer typischen Irrtümer. Die Kirche lehnt die Evolutionstheorie aus nachvollziehbaren Gründen nur in soweit ab, dass die Ursache der Evolution ein Zufall gewesen sei. Wie Sie sicher zugeben werden ist „Zufall“ vermutlich auch unter atheistischen Wissenschaftlern keine wirklich befriedigende Lösung. Ich gehe mal davon aus, dass auch Menschen ohne religiösen Hintergrund mit diesem Punkt der Evolutionstheorie nicht konform gehen.
An der Evolutionstheorie ist dagegen gar nichts auszusetzen. Gott erschafft möglichst wenig, schrieb mal der Altbischof von Mainz, Hermann Kardinal Volk.
Der Streit zwischen den Vertretern der Evolutionstheorie und Kirchenvertretern entzündet sich nicht an der Theorie an sich (mit Ausnahme des Zufall-Problems), sondern daran, dass die einen die E. für ein sakrosanktes Superdogma halten, das gleichfalls als Lackmus-Test für die Seriösität des Gegenüber missbraucht wird. Äußert jemand auch nur geringen Zweifel an der E., so wird er gleich als nicht-ernstzunehmender Ewiggestriger, Reaktionär oä hingestellt. Dafür, dass die Vertreter der E. von ihrer Theorie ja so überzeugt sind, ist das eine bemerkenswert unsouveräne Reaktion.
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#73   Stefan Fischer   12:57:06 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Antonius,deepthought,DDl
Seien Sie ehrlich. Kennen Sie konkret ein inter-kommunikatives Alternativmedium zu kreuz.net ?
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#72   Bruder Theophil   12:51:10 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Antonius
Man kann natürlich vor alle dem die Augen verschliessen und es akzeptieren, dass die Dinge ihren Lauf nehmen. Ich gebe Ihnen in sofern recht, dass kreuz.net für einen Christen nur eine Facette der Informationsbeschaffung sein kann, neben vielen anderen. Aber es ist doch so, dass kreuz.net einige Dinge ausspricht, die die Amtskirche sich in dieser Deutlichkeit nicht (mehr) wagen würde auszusprechen. Über die Gründe dafür muss man an dieser Stelle nicht diskutieren.
Jeder wird auf einem Auge blind, wenn er sich an nur eine Informationsquelle hält. Auch wenn es die FAZ ist.
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#71   aphrodite †   12:49:22 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Antonius
Danke, danke, danke!
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#70   Pünktchen   12:49:11 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Antonius: „ein Phantasma“
muß es heißen. „Phantasmata“ ist Plrual! Ansonsten kann ich Ihnen in der Gesamtbewertung von kreuz.net zustimmen. Hier wird Lagerdenken gezüchtet.
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#69   Antonius   12:43:47 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Stefan Fischer
Aufgrund der zum Himmel schreienden Unsachlichkeit vieler Artikel bei kreuz.net, die zu einer differenzierten Darstellung nicht faehig sind, waere der Begriff „Propaganda“ angemessener, denn auch dort spielt die Wahrheit keine grosse Rolle; vielmehr geht es um das stete, turnusmaessige Versorgen einer speziellen Klientel mit vorgefertigten und unveraenderbaren Feindbildern. Die werden eben so lange nachgeliefert, bis es jeder fuer die Wahrheit haelt. Geben Sie diese Artikel mal einem Journalisten der FAZ, der FR oder SZ. Die werden unglaeubig die Koepfe schuetteln, dass dies unter dem Begriff „Journalismus“ rangiert.
Sehen Sie sich doch bitte die Themen an: es geht immer nur um das Gleiche. Schwule, die die Gesellschaft zerstoeren wollen, aufmuepfige Laien, die es wieder mal fertig gebracht haben, einen glaubenstreuen Priester zu Fall zu bringen (klerikal – laikal), Muslime, die Deutschland unter ihre Kontrolle bringen wollen (katholisch – unglaeubig), die V2-Sekte, die sich gegen alle Anfechtungen nicht zu helfen weiss und stattdessen zur Selbstzerstoerung uebergeht. Wer sich ausschliesslich von so etwas ernaehrt, muss verzweifeln. Ob es dann die Wirklichkeit ist, an der er zugrunde geht oder ein Phantasmata, ueberlasse ich Ihrem Urteil.
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#68   Bruder Theophil   12:32:40 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@ Antonius Man kann sich seine Religion…
…mit einem kleinen Hinweis auf Dualismus selber basteln, frei nach dem Motto: Ich such mir das aus der Bibel raus,was mir passt und das was mir nicht passt, interpretiere ich soweit um, dass es wieder komfortabel wird.
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#67   DDL   12:28:40 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Stefan Fischer – Sie haben ja so Recht
In der Tat, Recherchen mit Quellenangaben sind mühselig. Deswegen spart man sich das hier ja auch.
„Recherche“ beschränkt sich in der Regel auf das Aufschnappen von Gerüchten, und Quellenangaben… Quellenangaben? LOL!
Jeder kleine Blogger bringt es fertig, bei Bezugnahme auf online verfügbare Informationen die themenrelevanten Links in oder unter seinen Artikel zu schreiben – kreuz.net ist über so etwas erhaben.
Und wissen Sie, warum man das hier nicht nötig hat?
Simpel: Man ist eigentlich überhaupt nicht an irgendeinem Vorfall, an der „Wahrheit“ oder gar an einem Diskurs interessiert. Alles, was wirklich zählt, ist die Schilderung der eigenen, absolut subjektiven Meinung (die man aber gerne als objektive Wahrheit verkündet), da tut die Kenntnis der tatsächlichen Fakten nur Abbruch und erscheint unangenehm – man könnte ja bei Begutachtung der tatsächlichen Hergänge zu einem anderen Schluss kommen als der jeweilige kreuz.net-Redakteur.
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#66   Antonius   12:25:09 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Stefan Fischer
Herr Fischer, die „schnelllebige Zeit“ dispensiert nun einmal nicht von der Angabe verlaesslicher Quellen bzw. von einer moeglichst objektiven Darstellung der Geschehnisse. Ich kann nicht Artikel veroeffentlichen, die den Anspruch haben zu informieren, wenn ich dazu sage: „Ach ja, wie es konkret ablief, das muessen Sie woanders in Erfahrung bringen.“ Ein Grossteil der Artikel von kreuz.net sind aber von einfachen Lesermeinungen nicht zu unterscheiden, z.B. dieser Artikel, unter dem wir uns gegenseitig posten. Hier kommt mehr subjektive Meinung herueber, als dass man Informationen ueber den genauen Verlauf der Diskussion bekommt. Er ist vollkommen unsachlich geschrieben, bis auf das „Arschloch“-Zitat wurden keinerlei konkrete Infos an den Mann/die Frau gebracht. Das ist noch schlechter als Bildzeitungsstil.
Noch einmal zum Festungsvergleich: das den Verteidigern zugrundeliegende Weltbild ist dualistisch, infolge dessen koennen sie das „Boese“ auch nur noch beim Feind ausmachen, nicht mehr bei sich. Das hat zur Folge, dass die eigene Art der Darstellung nur richtig sein kann. Der eigene Standpunkt, und vor allem die Art und Weise, wie er nach aussen vertreten wird, wird hingegen nicht hinterfragt. So wundert es mich nicht, wenn die Verteidiger ihre eigene Religioesitaet als die wahrhaft authentische hinstellen
P.S.: ich bin kein Priester, warum?
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#65   deepthought   12:07:43 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Stefan Fischer:
Dann sind Sie sicher auch der Meinung das Homosexualität die wichtigste und brisanteste Thema der Katholizismus ist.
Jedenfalls hat diese tolle Webseite (die IMHO vor allem zur allgemeinen Volksbelustigung taugt) bis heute über 500 Artikel (nicht Lesermeinungen) veröffentlicht, die sich mit Homo… befassen und das vermutlich irrelevante Thema Jesus nur in gut 300 Artikeln erwähnt. Probierens Sie doch mal Du Suchfuntion mit denSuchbegriffen Homo und Jesus. Die Anzahl Treffer spricht für sich!
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#64   Antonius   12:07:03 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Schafherden
Unter Schafen sind z.B. von der Verhaltensbiologie auch soziale Beziehungen festgestellt worden, die in etwa dem nahekommt, was wir Menschen „Freundschaft“ nennen. Es gibt zumindest im Ansatz so etwas wie „Freundschaften“ unter gleichgeschlechtlichen Herdentieren, die sich u.a. darin aeussert, dass diese Tiere sich durch langes Aneinderhalten der Koepfe nach verlorenem Rangkampf eines der Tiere gegenseitig „troesten“. Sie verbringen die meiste Zeit zusammen, schlafen zusammen usw. Schaefer sind darauf schon lange aumerksam geworden und trennen aus diesem Grund diese Tiere nicht voneinander
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#63   Stefan Fischer   12:00:25 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Antonius sind sie Priester?
Man möge bitte eine informativere, katholische Nachrichtenquelle nennen, die den Mut und Pepp aufbringt, wie kreuz.net und seine Nutzer brisante Themen beim Schopf zu fassen und nicht zu „umdeuteln“! Jeder vernünftige Mensch weiß doch spätestens nach der Lektüre einzelner Lesermeldungen, ob man es mit einem „Deppen , Querulanten, Träumerlis, Gesellschafts-Existenzschmarotzern (hier sind keine Arbeitslosen gemeint) oder aber mit klugen Köpfen zu tun hat. Recherchen plus Quellenangaben sind mühselig in der schnelllebigen Zeit und können nicht immer aus dem Handgelenk geschüttelt werden. Jeder kann diese selber recherchieren. Das Problem liegt unterdessen in der immer besseren Volks-Differenzierung des echten und unechten, christlichen Konservativismus. Die kirchlichen ökonomischen Zwänge unserer Tage, das ernsthafte Hungern der Jugend nach authentischer Religiösität – diese und einige andere, neuere Gesellschaftsfaktoren lassen kaum mehr die überholte Gleisnerei des „Pharisäertums der Kirchen“ durch. Sie erkennen diese Scheinheiligkeiten und dulden sie GOTT sei DANK einfach nicht mehr. Kein Wunder, dass es nun jenen eigentlich unechten Konservativen an den Kragen geht, denn der echte konservative Christ wird auch mit der Armut fertig.
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#62   rotwang   11:54:30 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Also…
sind das Helferverhalten, die Kommunikation mit Hilfe von Lauten und Gestik (bei einigen Arten z.B. in der Stellung der Ohren etc. manifestiert), das Familienbewusstsein und die Selbstaufopferung eines Tiers für ein anderes und der Bau riesiger Behausungen (unterirdische Höhlen, Termitenhügel) Ausdrücke von Kulturlosigkeit? Aber Religion ist Kultur? Dann ist ja die klassische heterosexuelle Familie ein Hort der Kulturlosigkeit und wird nur und ausschließlich durch die Religion, die Möglichkeit der schriftlichen Kommunikation (die ja kleine Kinder noch nicht beherrschen) und durch die Moral der Religion mit Kultur gesegnet?
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#61   deepthought   11:53:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt78: Kultur
Wir scheinen da einen etwas anderen Kulturbegriff zu haben. Was von Ihnen als Kultur bezeichnet wird, sind aus meiner Optik einfach einige kultururelle Errungenschaften unter vielen anderen. Schrift und Bibliotheken schein mir übrigens nicht wirklich geeignete Beispiele zu sein. Die Ureinwohner Australiens haben durchaus eine eigene Kultur besessen, die weitergabe des Wissens per Schrift kam dort allerdings nicht vor.
Aus meiner Optik sind kulturelle Errungenschaften, Wissen und Erkenntnisse die von Generation zur nächsten Weitergegeben werden (nicht per Genetischer Vererbung). Z.B. bei Menschen als einfaches Beispiel, die Entdeckung des Feuers und die Beherschung desselben.
Genau diesen Vorgang bibt es auch bei Tieren. In Austrlien hat vor einigen Jahren ein Delphinweibchen entdeckt, dass sie beim buddeln im Sand ihre Schnauze mit einem Stück Schwamm schützen kann (das gab es vorher noch nicht). Heute gibt es eine ganze Gruppe von Delphinen (u.a. auch verschiedene Nachkommen der erwähnten Delphindame) die das gleiche Verhalten zeigen.Sie haben diese Entdeckung ihrer Artgenossin übernommen und zum Teil auch wieder an ihre Nachkommen weitergegeben.
Ist natürlich eine kulturelle Leistung auf für uns tiefem Niveau, aber auch wir Menschen haben mal auf einem primitiven Niveau angefangen und uns zu dem entwickelt was wir sind.
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#60   Farfarello   11:50:43 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Antonius…
Gratulation, perfekt.
Alles korrekt analysiert und in eine gute und lesbare Schriftform gebracht.
Danke, mehr kann ich leider nicht sagen, sehr gut.
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#59   methusalix †   11:49:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Theophil
Bruder Theophil: @ methusalex
Spüren Sie heute irgendeinen Einfluß des CIC ? Ich würde gerne wissen wie ? Ich vermute aber, wohl kaum.
Was glauben Sie, warum bei uns ein derartiger Zirkus um gleichgeschlechtliche Ehen gemacht wird? Warum es immer noch einer Dispens bedarf, wenn ein römischer Katholik eine Protestantin heiraten will?
Warum meine Frau zwar protestantisch getauft, aber doch römisch-katholisch ist? Genau, wegen des C. I. C.! Es geht einfach nicht an, dass in einer Ehe mit einem römisch-katholischen Elternteil auch nur ein einziges Kind nicht römisch-katholisch ist. Wenn man das als Eltern anders regeln will, braucht man Dispens. Auch heute noch!!! Wegen des C. I. C.!
Wenn die Scharia eingeführt wird, darf ich Ihnen versprechen, dass sich das schlagartig ändern wird. Sie werden sicherlich einer der ersten sein, der’s merken wird.
Was für ein krankes Hirngespinst ist denn das? Wie, um Christi Willen, stellen Sie sich vor, kann bei uns die Scharia eingeführt werden?
Sie haben aber wirklich absolut keine Anhnung von unserem Staats- und Rechtssystem und von der Europäischen Union!
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#58   Benedikt78   11:34:28 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Kultur
Kultur = Religion, Ethik, Moral, Schrift, logisches Denken
Man könnte auch die Zeugnisse vergangener Kulturen nehmen. Pyramiden, Bibliotheken, Stonehedge… Bedingt natürlich die vorgegangenen Begriffe.
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#57   Antonius   11:33:43 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Nachtrag
Vielleicht soviel noch: ich finde, dass auf kreuz.net sehr gut der Vergleich mit der belagerten Festung passt. Dieses online-magazin ist eine Zitadelle, in die sich all diejenigen zurueckziehen, die sich oder ihre Ideale von ihrer Umgebung massiv bedroht oder zumindest infrage gestellt sehen. Symptomatisch dafuer ist dann auch die Sichtweise der Verteidiger: sie betrachten die Realitaet ausschlisslich aus der Perspektive der Festung, eben nur aus einem Blickwinkel, der auch nicht aenderbar ist, weil die Besatzung es – gemaess des Belagerungszustands – nicht mehr pflegt, vor die Tuer zu gehen und sich ein eigenes/neues Bild zu machen. Stattdessen ist man nur unter sich, es kommen die typischen Durchhalteparolen, die man sich gegenseitig zuruft, ein merkwuerdiges Erwaehlungsbewusstsein, allein fuer die Wahrheit einzustehen. Deshalb wird mit schweren Geschuetzen wirklich auf alles und jeden geschossen, der auf sie feindlich wirkt: auf Homosexuelle, auf Protestanten, Freimaurer, ueberhaupt Andersglaeubige, ja sogar auf die eigene Kirche. Man erkennt das dualistische Prinzip in ihrer Argumentation immer wieder: rechtglaeubig – unglaeubig; gut – boese; sakral – profan; klerikal – laikal usw. In der Thematik von kreuz.net und ihrer Praesentation wird erkennbar, worum es haupsaechlich geht: ums Abkotzen, um die Versicherung, mit dem eigenen Frust nicht ganz alleine zu sein und um das Sammeln von weiteren Versprengten, die es gegen die ach so verkommene Welt zu mobilisieren gilt
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#56   DDL   11:06:08 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Antonius
Ich schließe mich Farfarello an, nicht ohne Hinweis darauf, dass das von Ihnen korrekt analysierte Verhalten auch aaO. vorkommt. Man sollte nicht dem Fehlschluss unterliegen, das sei irgendwie dezidiert katholisch.
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#55   Farfarello   11:00:43 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Antonius…
Sie haben in wenigen Worten alles erkannt und gesagt, was es zu erkennen und zu sagen gibt, danke.
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen.
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#54   deepthought   10:57:27 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt78:
Trotzdem sind sie nicht kulturfähig!
Bitte um eine genaue Definition des Wortes: Kulturfähig.
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#53   DDL   10:52:45 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt78
Das mit dem „nur“ hatte ich schon gelesen – und mich darauf bezogen. Denn dieses „nur“ impliziert, dass es auch anderes geben könnte, und genau da wird es haarig. Da ist man sich nämlich gar nicht so sicher, und einige Fachleute nehmen an, dass unser Triebverhalten lediglich komplexer ist als das anderer Tiere.
Die fehlende Kulturfähigkeit hatte ich konzediert – obwohl ich nicht GANZ sicher bin; ich meine, mich erinnern zu können, dass man bei ein paar Arten tatsächlich Anzeichen einer Art Tradition beobachtet hätte. Ich könnte jetzt aber keine Quelle dafür nennen.
Aber inwiefern ist das ein Argument? Wofür eigentlich? Sie behaupten implizit, Kultur sei davon abhängig, auch triebunabhängig handeln zu können. Belegen tun Sie das nicht (mit gleicher – fehlender – Berechtigung könnte ich einen menschlichen „Kulturtrieb“ hypothetisieren), genausowenig wie die Behauptung, dass Menschen NICHT nur von Trieben befeuert würden. Das kann ja sein – aber begründen Sie das.
Wie schon aaO. muss ich darauf hinweisen, dass ein Vergleich mit irgendwas keine Identität oder Identifikation bedingt. Der Kontext zählt – wer „fährt wie eine gesengte Sau“, muss ja auch kein Ringelschwänzchen haben.
Außerdem, bitte: Es ist das Argument der Homogegner, dass HS angeblich im Tierreich nicht vorkomme. Widerlegt man das (natürlich unter Verweis auf besagtes Tierreich, geht ja nicht anders), dann heißt es auf einmal: „Sie vergleichen sich also mit Tieren??“ – wie unredlich ist dasdenn, hm?
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#52   Antonius   10:44:17 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Farfarello
Welchen Nutzen sich die Betreiber dieser Seite jedoch aus einem solchen Verhalten erhoffen wollen, kann ich nur schwer oder garnicht nachvollziehen.
Das kann ich Ihnen sagen. Sie sehen selbst, dass die allermeisten kreuz.net-Artikel jedem professionellen Journalismus, der eindeutige Quellen angibt und nicht tendenzioes in eine Richtung argumentiert, Hohn sprechen. Daran erkennen Sie, dass nicht nur die Macher von kreuz.net, sondern auch ein Teil der Konsumenten an einer objektiven Lageeinschaetzung kein Interesse haben (oft gibt es keinen qualitativen Unterschied zw. Artikel und Kommentar). Besonders die Artikel zeigen deutlich, dass es um die Konstruktion einer feindlichen Ideologie geht, die es dann empoert zu bekaempfen gilt. Es wird durch kreuz.net eine eigene Wirklichkeit geschaffen, die sich ein Teil der Stamm-User kritiklos zueigen gemacht hat. Dafuer sind grobe Vereinfachungen in der Darstellung unerlaesslich: friedliche Demonstranten werden zu radikalen „Terroristen“, die anderen ihre Meinung aufzwingen wollen; Homos werden mit Sodomisten und Paedophilen identifiziert, jede an der Kirche geuebte Kritik wird zu einer linksradikalen Hetzjagd stilisiert; die Wirkung des Verzichts auf Differenzierung wird nicht verfehlt: man sammelt alle Unzufriedenen hinter dem Banner des empoerten Protestes, um gegen eine Wirklichkeit ins Felde zu ziehen, die es so nur in der Wahrnehmung von kreuz.net gibt.
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#51   Benedikt78   10:33:23 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Triebgesteuert
Zuerst mal eine Richtigstellung. Ich habe klar geschrieben „nicht nur triebgesteuert“! Damit erübrigt sich jede weitere Antwort.
Gut. Reden wir über Blauwale und Delfine. Diese haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten (gehört auch zum Triebverhalten, da ein Rudel in der freien Wildbahn überlebenswichtig sein kann). Doch seien wir mal ehrlich. Ein Hund oder eine Katze hat dasselbe Sozialverhalten. Es sorgt für seine Jungen, verständigt sich über Laute (Knurren, bellen, miauen oder fiepen) und kann auch eine Bindung zu anderen Gattungen entwickeln. Das sieht man bei den Meeressäugern auch. Trotzdem sind sie nicht kulturfähig! Oder hat irgendjemand ein kulturelles Zeugnis von Tieren gesehen? Ausser Dinosaurierknochen sieht man in den Museen nichts!
Damit komme ich wieder zum Vergleich Mensch-Tier. Wie ich bewiesen habe, sind Tiere nur triebgesteuert und nicht kulturfähig. Wenn sich also nun jemand mit Tieren vergleichen will, dann ist das seine Sache. Damit beweist er aber nur, dass er sich ausschliesslich über seine Triebe definiert!
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#50   centesimus annus   10:31:44 | Mittwoch, 7. Juni 2006
tja…
habe bisher ja gedacht, das mit der weltverschwörung gibt’s nur mehr bei alt- und neonazis…habe mich getäuscht… aber dass da die grenzen verschwimmen, wundert mich nicht… o^/
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#49   yehuda   10:19:50 | Mittwoch, 7. Juni 2006
–--@DDL
genau … wollte ich auch ähnlich schreiben. aber mir fehlte die motivation zu mehr …
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#48   Rodolfo Panetta   10:19:45 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Typisch für Fernseh-Diskussionsrunden!
Die besprochene Sendung habe ich nicht gesehen. Trotzdem sind die beschriebenen Zusammenhänge sonnenklar. Unsere Schrott-Medien brauchen Teilnehmer wie – früher Erzbischof Johannes Dyba – heute Weihbischof Pater Andreas Laun OSFS, als Alibi-Personen, um einen offenen Diskurs vorzutäuschen. Die öffentlich-rechtlichen Medien sind der vielleicht wichtigtste Teil des korrupten Systems, in dem wir heute leben. Diese Medien bestimmen, welche geistigen Einstellungen und Haltungen im Land zum Durchbruch kommen. Die Masse der Leute läßt sich manipulieren.
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#47   DDL   10:16:31 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Benedikt78
Die katholische Kirche hat seit jeher eine künstliche Grenze zwischen dem Menschen und der restlichen Natur gezogen – daher ja auch die anhaltende Verweigerung gegenüber der Evolutionstheorie. Theologisch ist das angesichts der diffizilen Fragen, die sich aus einem nahtlosen Übergang zwischen Tier und Mensch ergeben, nachvollziehbar – naturwissenschaftlich nicht. Menschen SIND Tiere, nur eben intellektuell besonders weit entwickelte, die mehr als jede andere Art in der Lage sind, ihre Umwelt zu beeinflussen, und als wohl einzige, (beständige) Kultur zu schaffen.
Dass aber alle Tiere ausschließlich triebgesteuert wären, ist allerdings eine Behauptung – mehr nicht. Woher wollen Sie das wissen? Es gibt langjährigen, intensiven Beobachtungen anderer, höherer Organismen, speziell Walen, Delphinen und verschiedenen Primaten durch erfahrene Experten, die nahelegen, dass diese Tiere scheinbar mehr Ähnlichkeiten mit uns haben, als wir das in unserer typisch menschlichen Hybris wahrhaben wollen.
Zudem ist es sehr schwierig, überhaupt „Triebe“ von anderen Motivationen abzugrenzen; Freud selbst hat noch jeglichen Antrieb auf Triebe zurückgeführt. Die Aussage „Der Mensch ist […] nicht nur triebgesteuert.“ ist so lange inhaltsleer, wie Sie nicht eine genaue Definition, was Ihrer Auffassung nach ein „Trieb“ denn eigentlich IST, und woraus genau sich denn andere Regungen speisen, nachliefern.
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#46   Farfarello   10:13:08 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@DDL…
Du hast natürlich vollkommen recht mit dem was du hier über diese Seite schreibst.
Was hier auf dieser Seite betrieben wird hat mit einem objektiven und selbstkritischen Journalismus schon längst nichts mehr zu tun, sondern ist lediglich Ausdruck einer einseitigen Polemik und einer rechts-religiösen Propagandamaschinerie.
Welchen Nutzen sich die Betreiber dieser Seite jedoch aus einem solchen Verhalten erhoffen wollen, kann ich nur schwer oder garnicht nachvollziehen.
So stellt sich doch gerade ein solches einseitiges und polemisches Verhalten als kontraproduktiv dar, da man dadurch nicht in die Mitte einer Gesellschaft rücken kann, sondern bestenfalls an den Rand einer Gesellschaft zurück gedrängt wird.
Möchte diese Religion dereinst wieder eine positive und beachtete Rolle in unserer Gesellschaft spielen, dann muß es ihr gelingen sich von Internetseiten wie dieser hier zu trennen, sonst wird es ihr auch in Zukunft nicht gelingen eine ernsthafte und glaubwürdige Institution in unserer Gesellschaft darzustellen.
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#45   yehuda   10:06:08 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@benedikt
Der Mensch ist nicht triebgesteuert? Interessant … Also ich hab kein Problem (im Gegensatz zu ihnen) mich mit Verwandten zu vergleichen …
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#44   Benedikt78   09:59:34 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Bedenklich
Eigentlich ist es schon interessant Ihre Argumentation zu lesen. Es wundert mich aber, dass Sie sich auf das Niveau eines Affen begeben und sich mit diesen vergleichen. Der Mensch ist im Gegensatz zu den Tieren kulturfähig und nicht nur triebgesteuert. Ihre Argumentation wirft jedenfalls kein gutes Licht auf Homosexuelle!
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#43   yehuda   09:11:41 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Beobachterin
Sexualität ist von der Natur NICHT nur zum Erhalt der Art vorgesehen. Ich finde es wahnsinnig toll, wie sie immer mit Argumenten kommen, die an den Haaren herbeigezogen sind. Wenn sich zwei Schimpansenmännchen gegenseitig mit dem (erigierten) Penis aneinanderreiben, dann dient das wohl nicht der Erhaltung der Art. Und selbst wenn in der Natur kein Fall von Homosexualität bekannt wäre (was aber nicht so ist … bei den Bonobos ist Homo- und Heterosexualität fast ausgeglichen) wüsste ich nicht was dagegen sprechen sollte. Denn immerhin ist der Mensch in seiner Vielfalt AUCH Teil der Natur. Ich finde es wirklich ziemlich überheblich sich selbst von der Natur abzugrenzen.
Über stabile (homo- oder heterosexuelle) Verbindungen, bei denen ein Kind aufwachsen kann, wurde zu wenig gesprochen … da gebe ich ihnen recht.
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#42   DDL   05:12:23 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Streiche „Nachrichten“, setze „Propaganda“
Mich wundert ja, warum ein vorgebliches „Nachrichten“-Medium wie kreuz.net so beharrlich auf Quellenangaben verzichtet. Die Sendung gibt’s als Realmedia-Stream auf der Homepage www.daserste.de/…o6yt48w45rqmw~cm.asp („Das Video zur Sendung“ anklicken).
M.E. die Glanzpunkte dieser Sendung: Frau Mitscherlich mit ihren sehr klaren, durchdachten und dabei toleranten Äußerungen, sowie Herr Kolle, dessen leidenschaftlicher Einsatz sehr charismatisch ‘rüberkam. V. Praunheim und Bischof Laun waren sehr deutlich von vorneherein als „das antithetische Programm“ eingeladen worden und spielten ihre Rollen erwartungsgemäß: Bischof Laun als schulmeisterlicher Ewiggestriger und v. Praunheim als aufbegehrender Obrigkeitsverweigerer.
Köstliche, unfreiwillige Ironie seitens Laun: „So Sätze wie ‘Die Kirche hat immer’ sind immer(sic!) falsch“. Hübsch auch, wie der Laun sich über den Vorwurf der „Bigotterie“ gegenüber dem Katholizismus aufregt und sich derlei pauschale Unterstellungen verbittet, während er selbst beständig reichhaltige Unterstellungen, wie die Menschen samt und sonders seien, sein wollen und zu sein haben, äußert.
Dass v. Praunheim Frau Meves als „Arschloch“ bezeichnet hat, war alles andere als fein, aber wenn mich wer als krank und gestört bezeichnen würde (denn das tut sie Homosexuellen gegenüber), für den habe ich auch keine Schmeichelworte übrig, insofern kann ich v. Praunheims Ausbruch nachvollziehen.
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#41   thaumaturgos   02:53:56 | Mittwoch, 7. Juni 2006
und immer wieder das gleiche
der k.net artikel ist einfach nut tendenziös, ich hab mirs angeschaut:
in umkehrung zum berühmten satz pius IX.: lügen werden nicht wahrer wenn man sie immer wieder auftischt, vielleicht aber einmal bekannt … leider
und unser laun ist eh nur mehr eine launige lachnummer in der riege der episkopoi
er wars schon in seiner professorenzeit … seiner kollegen nahmen uiihn und den brandtner bobby scho lang nicht mehr ernst
benedikt XVI passieren solche ernennungen nicht …
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#40   Sulpicius   02:23:14 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Kinderlos im Zuwanderungsland
www.kreuz.net/bookentry.574.html :-!
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#39   ekstase   01:35:44 | Mittwoch, 7. Juni 2006
peinlich ist vor allem dieser artikel
Ich habe durch Zufall auch die Sendung von Frau Maischerger gesehen. Schade war, dass man aufgrund der Zeit nicht so in die Tiefe gehen konnte. Aber das Gezicke von dem Bischof war ja wohl grauenhaft. Man kann über das Thema nicht sprechen, wenn man es nicht im Zusammenhang bespricht. Da ist die Geschichte der Entwicklung der Theorien von Herrn Freud genauso Bestandteil wie die sexuelle Revolution und ihre Ursachen wie zum Beispiel sexuelle Repression vor allem durch die katholische Kirche.
Wenn da jetzt sofort beleidigt reagiert, wenn man nicht nur über das Ende von freierer Sexualität redet sondern auch über Alternativen, dann zeigt das Angst vor Argumenten. Ich habe vor kurzem eine Dokumentation über ehemalige Stasioffiziere gesehen, die Veranstaltungen von Opfer gestört haben mit den Argumenten, dort werde nur gelogen und sie würden nicht über die wirkliche Situation von damals reden. Ich fühlte durch das Verhalten des Bischofs sehr an diese Offiziere errinnert!!!!!
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#38   Antonius   22:56:32 | Dienstag, 6. Juni 2006
Nachgefragt
In welcher Form sollen uns denn Muslime eines Tages einmal dominieren? Es gibt in Deutschland nur 3,2 Mio. (4% der Gesamtbevoelkerung) im Gegensatz zu 78 Mio. Nichtmuslimen, die zudem eine weitgehend reservierte bis ablehnende Haltung gegenueber dem Islam haben…
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#37   Antonius   22:46:31 | Dienstag, 6. Juni 2006
Nachgefragt
Wenn irgendwann der Islam wirklich dominieren sollte, dann wird er es sein, der bestimmt, wem oder was gesellschaftlicher Schutz zukommt.
Wie soll der Islam in Deutschland dominieren? Es gibt nur 3,2 Mio. Muslime in Deutschland, das sind nicht einmal 4% der Gesamtbevoelkerung. Die allermeisten Deutschen haben ein eher negatives Bild bzw. Vorbehalte gegenueber Muslimen (spaetestens seit dem 11. September), es gibt nur in ganz wenigen Faellen Konversionen… Ich kann nur davor warnen, ein neues Feindbild aufzubauen, so wie es z.B. die CM (Christliche Mitte) tut
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