Abtrünnige Pfarrei
Röschenz steht an der Wand
Die immer mehr in ein Sektendasein abdriftende Schweizer Pfarrei Röschenz erhielt heute den Befehl, ihren suspendierten Ex-Pfarradministrator zu kündigen. Die Bistumsleitung hofft, daß jetzt auf Worte Taten folgen.
(kreuz.net, Röschenz) Der Kirchenrat der Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft erklärte heute bei einer Pressekonferenz, daß die Pfarrei Röschenz ihren Ex-Pfarradministrator Sabo entlassen muß.

Der Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, hatte dem Ex-Pfarradministrator wegen seiner öffentlichen Schimpftiraden im Februar des letzten Jahres per September die Missio canonica entzogen und ihn im Oktober 2005 suspendiert.

Dennoch weigerte sich die abtrünnige Pfarrei Röschenz, den Priester zu entlassen.

Der Landeskirchenrat erklärte heute, daß die Weiterbeschäftigung des suspendierten Priesters ohne kirchlichen Auftrag gegen geltendes Staatskirchenrecht verstoße.

Die Missio canonica sei auch nach staatskirchlichem Recht eine Voraussetzung für die Anstellung als Seelsorger.

Der Landeskirchenrat anerkannte, daß der Entzug der Missio durch Bischof Koch aus rechtsstaatlicher Sicht nicht zu beanstanden sei.

Als Aufsichtsbehörde dürfe der Rat aufgrund der geltenden Verfassung keinen unrechtmäßigen Zustand in der Pfarrei Röschenz dulden und müsse daher die Auflösung des Arbeitsverhältnisses verlangen.

Es seien vorausgehend intensive Anstrengungen für eine einvernehmliche Lösung des Konflikts unternommen worden. Jedoch habe der Landeskirchenrat Ende März dieses Jahres anerkennen müssen, daß der „Weg der Versöhnung“ als gescheitert zu betrachten sei.

Zu dieser Erkenntnis kam der Rat nicht zuletzt deshalb, weil Pfarrer Sabo auf den letzten Brief des Rates nicht einmal geantwortet hatte. Deshalb habe man beschlossen, keine einvernehmliche Lösung mehr anzustreben.

Der Generalvikar des Bistums Basel, der Dominikaner Roland Trauffer, erklärte nach Bekanntwerden des Entscheids, daß der Landeskirchenrat seine Verantwortung wahrgenommen habe: „Er steht nun vor der Aufgabe, diesen auch durchzusetzen.“

Bischof und Bischofsrat hätten immer wieder an die Wichtigkeit des Einhaltens demokratisch verabschiedeter Verfassungen erinnert und sich auch in der Auseinandersetzung mit der Kirchgemeinde Röschenz an diesen Vorgaben orientiert.

Der Bischof von Basel habe der Pfarrei Röschenz seit Beginn des Konfliktes immer wieder zugesichert, daß die pastoralen und priesterlichen Dienste in der Pfarrei nicht in Frage stehen. Das werde auch künftig so sein.

Bereits am 1. Oktober 2005 übertrug Bischof Koch die Pfarrverantwortung an Bischofsvikar Erich Häring und den Priester Franz Kuhn.

Die Pfarrei Röschenz hat nun die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen beim Kantonsgericht von Basel-Land Berufung einzulegen.

Bereits im Vorfeld der Entscheidung erklärte die Pfarrei uneinsichtig, gegen eine Anweisung zur Entlassung von Ex-Pfarradministator Sabo alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel auszuschöpfen.
      
12 Lesermeinungen
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#12   Pünktchen   13:33:17 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Franz Sabo
hat einen eigenen Eintrag de.wikipedia.org/wiki/Franz_Sabo in der Wikipedia! Ist die dortige Sachverhaltsdarstellung eigentlich zutreffend? Dann dürfte hier eigentlich keiner den Pädophilievorwurf weiterhin erheben!
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#11   Benedikt78   09:42:04 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Endlich!!!
Ich hoffe, dass dieser bisexuelle Schandfleck endlich aus dem Bistum Basel entfernt wird!
Danke Bischof Kurt Koch, für ihre Stärke sich nicht auf die gleiche Ebene wie Szabo zu begeben.
Der Gute kann nicht friedlich leben, wenn der böse Nachbar es nicht will!
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#10   CampoSanto   00:15:16 | Donnerstag, 8. Juni 2006
Bernadin – und sonst niemand
Aber ich sprach von der armen Schweiz.
Ach ja, soweit ich Kurt Koch kenne, braucht er keine(n) Einflüsterer.
Tja, und armer Bernadin.
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#9   Parzifal2 †   22:51:50 | Mittwoch, 7. Juni 2006
St. Pius Sekte
Die immer mehr in ein Sektendasein abdriftende Schweizer Pfarrei Röschenz erhielt heute …
Die Pfarrei ist aber bestimmt noch nicht annähernd so ins Sektendasein abgedriftet wie die Piusbruderschaft.
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#8   Bernardin †   22:07:52 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Campo Santo und andere
Von „Arme Schweiz“ habe ich nicht geschrieben… Armer Bischof und Armes Bistum! Ja!
Jetzt, da die Angelegenheit vor ein weltliches Gericht gezogen wird, kann der Bischof reden… Hoffentlich ohne seinen „Einflüsterer“ GV Trauffer! Hoffentlich überlegt er sich jedes Wort…damit die Re-aktion dem Bistum nicht schade!
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#7   Römisch-Katholisch   21:17:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@bernardin
Sie können Röschenz als Sekte sehen oder auch nicht. Eines ist es aber ganz sicher nicht mehr, nämlich römisch-katholisch!!!
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#6   Bonjour   21:08:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Der Bischof
soll nun mal endlich vom heftigst verlangten Rederecht Gebrauch machen, da Sabo es ihm mittels Entbindung von der Schweigepflicht doch schon vor geraumer Zeit ausdrücklich eingeräumt hat! Zunächst mal dem Pfarrgemeinderat jenes Kaffs gegenüber, anschließend geht’s schon von alleine weiter.
WAS durfte er denn partout nicht rauslassen, dass er in der Vergangenheit all die Schmach in der Öffentlichkeit ertragen musste, während sich dieser freche Sabo so schön in der Aufmerksamkeit sonnen konnte?
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#5   Schnabeltierkönig   17:02:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
@Bernardiner
Im Sprachgebrauch wird mit Sekte oft eine religiöse Gruppe gemeint, die in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen wird.
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#4   ottaviani   16:12:27 | Mittwoch, 7. Juni 2006
man darf
gespannt sein ob nun die gesammte pfarrei mit dem Priester apostatisch wird oder nicht
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#3   CampoSanto   16:03:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Röschenz und der Bischof von Basel
Na, anscheinend weiss Bernadin nicht so ganz, was in der Schweiz im allgemeinen (Arme Schweiz!) und in Basel und Röschenz im besonderen läuft.
Armer Bernardin.
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#2   Bernardin †   15:55:47 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Roeschenz
Was ist eine Sekte? Die lebendige Pfarrei Röschenz ist keine Sekte! –
Vor einigen Tagen erklärte der Basler Bischof, dass er mit Röschenz nur noch in Gegenwart seines Anwalts sprechen werde! Was ist das für ein Bischof? Armer Bischof!
Leider muss der zitierte GV Pater Roland B.Trauffer, OP, gefragt werden, wie gross sein Anteil an Schuld an der ganzen Tragödie ist!
Hoffentlich erleben Bischof und sein GV nicht einenoch grössere Tragödie! Armes Bistum!
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#1   Botschafter   13:45:51 | Mittwoch, 7. Juni 2006
„Multisexueller“ Priester
Wird endlich das Richtige auch vollzogen?
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