13:34:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
Die immer mehr in ein Sektendasein abdriftende Schweizer Pfarrei Röschenz erhielt heute den Befehl, ihren suspendierten Ex-Pfarradministrator zu kündigen. Die Bistumsleitung hofft, daß jetzt auf Worte Taten folgen.
(kreuz.net, Röschenz) Der Kirchenrat der Landeskirche des Kantons Basel-Landschaft erklärte heute bei
einer Pressekonferenz, daß
die Pfarrei Röschenz ihren Ex-Pfarradministrator Sabo entlassen muß.
Der
Bischof von Basel, Mons. Kurt Koch, hatte dem Ex-Pfarradministrator wegen seiner öffentlichen Schimpftiraden
im Februar des letzten Jahres per September die Missio canonica entzogen und ihn im Oktober 2005 suspendiert.
Dennoch weigerte sich die abtrünnige Pfarrei Röschenz, den Priester zu entlassen.
Der Landeskirchenrat
erklärte heute, daß die Weiterbeschäftigung des suspendierten Priesters ohne kirchlichen Auftrag gegen
geltendes Staatskirchenrecht verstoße.
Die Missio canonica sei auch nach staatskirchlichem Recht eine
Voraussetzung für die Anstellung als Seelsorger.
Der Landeskirchenrat anerkannte, daß der Entzug der
Missio durch Bischof Koch aus rechtsstaatlicher Sicht nicht zu beanstanden sei.
Als Aufsichtsbehörde
dürfe der Rat aufgrund der geltenden Verfassung keinen unrechtmäßigen Zustand in der Pfarrei Röschenz
dulden und müsse daher die Auflösung des Arbeitsverhältnisses verlangen.
Es seien vorausgehend intensive
Anstrengungen für eine einvernehmliche Lösung des Konflikts unternommen worden. Jedoch habe der Landeskirchenrat
Ende März dieses Jahres anerkennen müssen, daß der „Weg der Versöhnung“ als gescheitert zu betrachten
sei.
Zu dieser Erkenntnis kam der Rat nicht zuletzt deshalb, weil Pfarrer Sabo auf den letzten Brief
des Rates nicht einmal geantwortet hatte. Deshalb habe man beschlossen, keine einvernehmliche Lösung
mehr anzustreben.
Der Generalvikar des Bistums Basel, der Dominikaner Roland Trauffer, erklärte nach
Bekanntwerden des Entscheids, daß der Landeskirchenrat seine Verantwortung wahrgenommen habe: „Er steht
nun vor der Aufgabe, diesen auch durchzusetzen.“
Bischof und Bischofsrat hätten immer wieder an die
Wichtigkeit des Einhaltens demokratisch verabschiedeter Verfassungen erinnert und sich auch in der Auseinandersetzung
mit der Kirchgemeinde Röschenz an diesen Vorgaben orientiert.
Der Bischof von Basel habe der Pfarrei
Röschenz seit Beginn des Konfliktes immer wieder zugesichert, daß die pastoralen und priesterlichen
Dienste in der Pfarrei nicht in Frage stehen. Das werde auch künftig so sein.
Bereits am 1. Oktober
2005 übertrug Bischof Koch die Pfarrverantwortung an Bischofsvikar Erich Häring und den Priester Franz
Kuhn.
Die Pfarrei Röschenz hat nun die Möglichkeit, innerhalb von zehn Tagen beim Kantonsgericht von
Basel-Land Berufung einzulegen.
Bereits im Vorfeld der Entscheidung erklärte die Pfarrei uneinsichtig,
gegen eine Anweisung zur Entlassung von Ex-Pfarradministator Sabo alle zur Verfügung stehenden Rechtsmittel
auszuschöpfen.
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Pünktchen 13:33:17 | Donnerstag, 8. Juni 2006
#11
Benedikt78 09:42:04 | Donnerstag, 8. Juni 2006
#10
CampoSanto 00:15:16 | Donnerstag, 8. Juni 2006
#9
Parzifal2 † 22:51:50 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#8
Bernardin † 22:07:52 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#7
Römisch-Katholisch 21:17:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#6
Bonjour 21:08:07 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#5
Schnabeltierkönig 17:02:48 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#4
ottaviani 16:12:27 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#3
CampoSanto 16:03:24 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#2
Bernardin † 15:55:47 | Mittwoch, 7. Juni 2006
#1
Botschafter 13:45:51 | Mittwoch, 7. Juni 2006