Das Flugzeug hat nie abgehoben
Seit dem Zweiten Vatikanum ist der Säkularismus in die Kirche eingebrochen und hat den Glauben befallen. Das erklärte kürzlich der Sekretär der vatikanischen Gottesdienstkongregation.

Im Interview nennt der Erzbischof verschiedene Früchte des Zweiten Vatikanischen Konzils: die Öffnung der Kirche für die moderne Welt, das Verhältnis zu den anderen christlichen Konfessionen sowie zum Islam und Judentum, die Medienarbeit, die Sorge um Entwicklung, Frieden und soziale Gerechtigkeit und nicht zuletzt das Laienapostolat.
Nach dem Konzil sei die Kirche wie ein startbereites Flugzeug dagestanden. Doch es habe in der Folge nie abgehoben: „Der Höhenflug der Kirche hat einfach nicht stattgefunden.“
Das Zweite Vatikanum habe die Kirche auf den neuesten Stand der Zeit bringen und gegen den Säkularismus der Moderne wappnen wollen. Aber anschließend sei gegen den Willen des Konzils genau das Gegenteil geschehen.
Der Säkularismus sei in die Kirche eingebrochen und habe das befallen, was im Zentrum eines Neuaufbruchs hätte stehen müssen: den Glauben.
Papst Benedikt XVI. ist nach Mons. Ranjith fest davon überzeugt, daß die Liturgie das Herzstück des Aufbruchs der Kirche hätte sein müssen.
Allerdings sei sie ebenso säkularisiert und zu einer Feier der Menschen geworden. Dadurch habe der Kirche die Glaubenskraft für einen Aufbruch gefehlt.
Dazu erwähnt der Erzbischof eine Jugendliche auf dem Weltjugendtag im Jahr 1997 in Paris. Sie trat ans Mikrophon und bat Papst Johannes Paul II., den Priestern zu sagen, wieder von Gott zu sprechen.
Vielerorts gehe es in der Liturgie nicht um Gott, die Anbetung, die schweigende Verehrung Jesu Christi, sondern um den Menschen – bedauert der Erzbischof.
Für eine Reform oder eine Erneuerung des sakralen Charakters der Liturgie müsse es so etwas wie eine liturgische Bewegung geben.
Die Erneuerung der eucharistischen Frömmigkeit lasse sich nicht mit einem ‘Motu proprio’ des Papstes verordnen.
Benedikt XVI. ist für Erzbischof Ranjith der hochintelligente Beobachter, der ganz genau wisse, in welcher Lage sich die Kirche befinde.
Der Papst wolle jene Glaubensbewegung entfachen, die auch der Liturgie ihren sakralen und übernatürlichen Charakter zurückzugeben vermag.
Die Kongregation für den Gottesdienst stehe bereit, den Anweisungen des Papstes zu folgen.
Doch Erzbischof Ranjith rechnet nicht mit schnellen Änderungen.
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Donnerstag, 15. Juni 2006 08:59
Agiafortuni: Benedikt
seine von einem frevelhaften Geist geprägte Eröffnungsrede „gaude mater ecclesiae“
Mittwoch, 14. Juni 2006 16:56
Benedikt: @ Dr. Regazzoni
Ein neues Pfingsten nannte der Frevler Roncalli das Konzil, wobei er seine Inspiration nicht dem heiligen
Geist, sondern dem italienischen Schriftsteller Alessandro Manzoni verdankte
Welche Inspiration denn?
Welche Inspiration denn?
Mittwoch, 14. Juni 2006 16:50
Agiafortuni: Das neue Pfingsten
Ein neues Pfingsten nannte der Frevler Roncalli das Konzil, wobei er seine Inspiration nicht dem heiligen Geist, sondern dem italienischen Schriftsteller Alessandro Manzoni verdankte
Montag, 12. Juni 2006 18:06
stat crux: Ja, Artois, sogar
Exz. Lefebvre sah im „V 2“ nur die Vollendung einer Tendenz, die er (in quasi-gnostischer Weltdeutung) mit Luther anfangen ließ; aber das ist alles zu einfach konstruiert; und verkürzt die Rechte Gottes.
Montag, 12. Juni 2006 18:03
Artois †: @stat crux
das Konzil die Krise abgekürzt hat, nicht verursacht.
Falls Sie mit dem Konzil das „2. Vat.“ meinen, liegen Sie so falsch nicht. Es ist klar, daß diese Versammlung einen bereits seit langem massiv pathologischen Prozeß offenbart und beschleunigt hat. Sonst hätte das Ganze ja wohl überhaupt keinen Sinn.
Falls Sie mit dem Konzil das „2. Vat.“ meinen, liegen Sie so falsch nicht. Es ist klar, daß diese Versammlung einen bereits seit langem massiv pathologischen Prozeß offenbart und beschleunigt hat. Sonst hätte das Ganze ja wohl überhaupt keinen Sinn.
Montag, 12. Juni 2006 12:10
stat crux: Artois,
lesen Sie doch mal den vorkonziliaren Montini, bspw. die Auszüge, die Georg Huber in seinem Buch „Paul VI.“ (1965). Er hat gewusst, was auf die Kirche zukommt, vielleicht nicht im vollen Ausmaß. Insofern ist die Hypüothese berechtigt, dass das Konzil die Krise abgekürzt hat, nicht verursacht.
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