Für den Verleumdungsroman von Dan Brown hat der Münsteraner Dogmatiker viel Verständnis. Doch wenn es um das Opus Dei geht, wird er plötzlich kritisch.
(kreuz.net, Köln) Mitte Mai veröffentlichte die Tageszeitung ‘Kölner Rundschau’ ein Interview über
den jüngsten Verleumdungsroman von Dan Brown.
Dazu sprach die Tageszeitung mit dem Priester Harald Wagner
(62), der an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Münster Dogmatik unterrichtet.
Er könne sich nicht vorstellen, daß die Thesen im Brown-Roman gefährlich seien, erklärt Hw. Wagner
im Gespräch.
Der ganze Stoff sei doch rein fiktiv. Natürlich komme es immer auf die „Konstitution der
Leser“ an. Wer kirchenhistorisch wenig Ahnung mitbringe, könne sich schon fragen: Was ist denn da nun
eigentlich Sache?
„Da man aber um das Fiktive weiß, wird man als Christ keinen Anstoß nehmen.“
Die Geschichte appelliere
schon ein wenig an die niederen Instinkte, indem der Heiland ein illegitimes sexuelles Verhältnis mit
einer Kinderlinie bis in die Gegenwart gehabt habe.
„Vermischt mit einigen
Professor Harald Wagner:
„Aber
wenn nach der Lektüre des Brown-Romans beim Leser ankommt, das Opus Dei ist zwielichtig, dann sage ich:
Es ist auch gut, daß das so ankommt.“
historisch richtigen Elementen kann das Buch schon für Verwirrung
sorgen.“
Andererseits müsse die Kirche damit leben, „daß sie in dieser unserer Welt zu Hause ist und
auch der Kritik und der Verdrehung ausgesetzt ist.“
Das Buch könne der Kirche auch nützen: „Durch den
neuen Papst und den Weltjugendtag in Köln hat sie momentan eine Menge positiven Rückenwind.“
Da könne
die Kirche Dan Browns Behauptungen – die in vielen Punkten einfach falsch seien – aufgreifen und behutsam
wieder zurechtrücken.
Das würde der Kirche mehr bringen, als Flugblätter zu verteilen und zu Leseboykotten
aufzurufen:
„Das ist ja so eine ungeschickte Methode, die wir seit Jahrzehnten kennen. Ich weiß noch,
als ich Student war, da lief der ein oder andere kirchenkritische Film an. Und was passierte? Die Kirche
hat lautstark protestiert und die Leute stürmten in die Kinos.“
Anschließend wird Hw. Wagner von der
‘Kölner Rundschau’ gefragt, ob es im Hetzroman auch Punkte gebe, wo der Autor nicht ganz im Unrecht sei.
In der Antwort bringt Hw. Wagner das Opus Dei ins Spiel.
Das sei eine Organisation, über die man natürlich
unterschiedlicher Meinung sein könne: „Aber wenn nach der Lektüre beim Leser ankommt, die sind zwielichtig,
dann sage ich: Es ist auch gut, daß das so ankommt.“
Ob das jetzt seine persönliche Meinung sei, hakt
der Journalist nach.
Diese Meinung werde „von vielen“ geteilt, versteckt sich der Professor hinter anderen.
Das Opus Dei gebe sich „bewußt geheimnisvoll“.
Man wisse angeblich nicht, wer dort das Sagen habe: „Man
weiß nicht, wie dort Entscheidungen fallen.“
Nicht einmal, wer alles dazugehöre, sei bekannt: „Mag
ja sein, daß hier der Ruf schlechter ist als die Wirklichkeit.“
Er selber sei „einmal“ bei Opus Dei
auf einem Seminar eingeladen gewesen. Von da seien bei ihm eine Menge Fragezeichen geblieben.
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41 Lesermeinungen
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DDL:: Nettes Missverständnis! Ich meinte nicht die vielen „Lesernamen“, sondern die vielen offen bekannten
Mitgliedsnamen auf der von Isis genannten Seite. @Isis Nach meinem Kenntnisstand, der aber extrem dürftig
ist, da ich über keine Einblicke verfüge, sind die Aussteiger meist nach „rechts“ ausgestiegen; z.B.
verbreitet die SSPX-Info ein Memorandum an den Papst, ganz im Stil der verlogenen Lefebvre-Briefe an den
Papst Paul VI., in dem man die Heiligsprechung des Gründers abzusetzen verlangte, unter Verweis auf den
Fall des „Sillon“. D.h. die Integralisten halten das „erzreaktionäre“ Werk für „linksradikal“. Kenne
sich da noch einer aus!
Öhm, ich glaube nicht, dass ausgerechnet IBKA hier als valide Quelle anerkannt wird. Das ist ja, nach
kreuz.net-Lesart, „gelebtes Antichristentum“. Allerdings hat man im Freigeisterhaus freigeisterhaus.de/
keine Methoden wie hier nötig – das mag als Indiz dienen…
Nachtrag In meinem letzten Link www.ibka.org/…l/miz86/opusdei.html sind übrigens massenweise Quellen
angegeben: Von ARD Monitor bis zu Tageszeitungen und monatlichen Journalen, deren Redaktionen Bekanntschaft
mit den den Opus Dei Funktionären gemacht haben.
Oh, scusi …hatte den unteren Beitrag übersehen – so ergibt das mit der Geheimhaltung natürlich einen
ganz anderen Sinn. Mea culpa maxima. Aber, hihi, das war ein schöner Test, um zu sehen, wie gut das mit
den „2 Beiträgen nacheinander“ klappt… jetzt müsste ich nur noch eine Funktion implementieren, wie
es sie beim Handy gibt, wo überlange SMS auf mehrere einzelne aufgesplittet werden… und adieu, 1500-Zeichen-Schwachfug
*g*
@stat crux Um „geheim“ geht’s hierbei doch gar nicht, sondern um „Maulkorb“. Die nach gusto erfolgende
Beschränkung auf X Beiträge pro Tag (am groteskesten bei „Freitag“, die auf EINEN beschränkt ist!)
braucht man nicht klaglos hinzunehmen. Wenn es eine Generalregel wäre – nun gut. Wenn es um eine temporäre
Maßnahme nach Vorwarnung ginge (so, wie die kreuz.net-Regeln das angeblich vorsehen): Kann man drüber
reden. Aber „nach Nase“? Nö.
@stat crux Naja, aber eine klassische Verschwörungsseite ist in der Regel bei Weitem viel mehr auf Effekthascherei
und gekünstelten Skandal aufgemacht. Ich stand mit dem Macher der Seite mal im eMail-Kontakt. Da steht
schon grundsolide Recherche dahinter. Auch nicht uninteressant sind folgende Infos hier: www.ibka.org/…l/miz86/opusdei.html
Wäre ein überzogener Bericht auf RTL oder Pro7 gekommen, dann hätte ich mich auch nicht weiter dafür
interessiert, aber Arte und die Dritten sind nun mal keine Sender, die aus Sensationsgier Fakten faken
und lügen, bis sich die Balken biegen.
Isis: Wenn man so viele Namen zusammentragen kann, wie geheim soll das dann sein? Da ist übrigens auch
mein Doktorvater genannt, trotzdem wäre die „nächstliegende“ Verschwörungstheorie wieder falsch!
Profil-Neurosen der besonderen Art Na dann, Ihr lieben DDLs, liest man hier bald von CampoSanto CampoTanto
CampoTante CampoFanta etc. etc.etc. Hallo Töchterlein, mail kam an, Antwort raus.
Tja… Ich kanns nicht ändern. Wenn ich hier posten will, bleibt mir ja nichts anderes übrig. Bin mal
gespannt ob die Daughter_of_Isis den Abend überleben wird. Aber zum Glück sind andere Göttinnen wie
Hathor, Astarte, Freya, Ostara, Rhea, Diana, Demeter oder die chinesische große Mutter Kuan Yin auch
verdammt fruchtbar. In diesem Sinne: Königin des Sommers Bienenkönigin Süß duftende Blühende Honigseim
Überschäumender Brunnen Üppig blühende Rose Berauschende Tänzerin Flüsternder Wind Sängerin Zauber
bindende Blüte und Dorn Rhiannon Aranrhod Aphrodite Ishtar Cybele Erfülle uns Trage uns hinweg! PS:
Eine PN hast Du trotzdem.
Das mit den Verwirrungen …sind ja wohl eher ganz andere „Spezialisten“. Sowohl die Accounts von Tochter
als auch von mir sind allein schon an den Nicknames mehrheitlich deutlich zu erkennen. Wenn man sich natürlich
vom vermeintlichen Schlauschwatz und Enthüllungsjournalisten (*lol*) einen vom Pferd erzählen lässt…
nun ja. Aber seien Sie frohen Mutes, Campo: Die kreuz.net-Zensur wurde ausgehebelt, wie es einer solch
willkürlichen Maßnahme gebührt. Hoffentlich kehrt dann langsam ‘mal Ruhe ein in dieses derzeitige Bäumchen-wechsel-Dich.
Entwirrte Töchter ! Na Gott sei Dank ! Oder für Dich: Den Götter sei Dank ! Diese Profil-Verwirrungen
hier, die schaffen mich ja noch total ! Die reinste Gruppenprofilorgie !
Natürlich bin ich es! Die Tochter der Göttin wurde ja gestern Nacht noch völlig unverdient eliminiert
und die heute früh geborene Tochter der Isis flog noch während ihres Frühstücktees wieder raus…
Zensur pur! Kreuz.net eben.
Mafiaorganisation Opus Dei Eine sehr informative Seite zur Terrorzelle Opus Dei findet man hier: www.bornpower.de/opus/rumasa.htm
Von Geldwäsche in Milliardenhöhe bis Keditbetrug und Bestechung in großem Stil + Auftragsmord ist alles
alles mit dabei. Sogar Sender wie WDR, Arte und ganz vorsichtig auch das ZDF haben bereits über diese
Dinge berichtet. Da aber gezielt Medien bedroht werden, die es wagen über Opus Dei den Mund aufzumachen,
hält sich die Berichterstattung in letzter Zeit in Grenzen. Klar, wer will schon Angst umd die Familie
haben müssen… Wer die mafiösen Strukturen bei Opus Dei nicht erkennt ist entweder ein Kolloborateur,
ein Mitläufer oder ein Vollidiot!
Opus dei Das Opus dei ist sicherlich nicht so, wie er in dem Film offensichtlich dargestellt wird. Deswegen
bin ich aber noch lange kein Freund von dem Verein. Die sind einfach zu extrem. Und, dass weiß ja wohl
inzwischen jeder, alles was extrem ist, ist gefährlich. Tatsache ist, dass die Kritik der Kirche an dem
meisten Menschen abperlt, wie Regenwasser, weil sie auf die Meinung der Kirche nichts geben. Und für
(katholische) Christen ist der Film wohl eher uninteressant.
Hódmezövásárhelykutasipuszta: Ich bin nicht nur an den Theologie-Hörsälen vorbeigegangen, sondern
bin eine Weile auch in diesen Sälen gesessen – Sie haben recht, es gibt einige Hörer die im Kolar und
Habit den Vorlesungen zuhören. Wieso die Professoren dies nicht tun, weiß ich nicht – es handelt sich
aber ganz bestimmt um eine Regelung, sonst gäbe es Ausnahmen, wenigstens bei den Professoren, die in
ihrer Freizeit sehr wohl ihre „Berufskleidung“ tragen.
Priesterprofessoren Hochschulgesetz oder ähnlich kann ich Ihnen nicht zitieren – habe keinen Zugang zu
den Quellen. hier www.ris.bka.gv.at/ & hier www.bmbwk.gv.at/…ersitaeten/index.xml haben sie Zugang.
Werden Sie aber nichts finden. Ich bezweifle ja, dass es diese Konvention verschriftlicht gibt. Außerdem,
wenn sie mal am Geschichte-Institut der Universität Wien waren und an den Theologie-Hörsälen vorbeigegangen
sind, dann werden sie wohl Leute mit Kolar und Habit gesehen haben. Wieseo sollten Professoren das nicht
anziehen dürfen, wenn es Studenten dürfen?
die „nichtssagende Äusserlichkeit“ des Kollars Gotthard: …Was sagt ein Kollar eigentlich aus? …NICHTS!
Stimmt, sondern immer der Geist, die Liebe und die Handlungsart, die dahinterstecken. Aber wer es trägt,
verdeutlicht auch etwas nach INNEN und AUSSEN. Jeder Bankmitarbeiter, jeder Mitarbeiter eine Verkehrsverbundes,
viele, viele Berufsgruppen zeugen von mehr Identität mit ihrem „Verein“ als der Grossteil des Kerus.
Und das ist eine bedenkenswerte Aussage des „Kollar-(Nicht-)Tragens“.
@Sympat Vielleicht möchte die Kirche ja gar nicht so laut sagen, dass ihr der Weltbild-Verlag gehört?
Ich meine, in deren Läden kommen Leute nichtsahnend mit christlicher Literatur in Berührung, die sonst
nie einen Fuß in eine katholische Buchhandlung setzen würden! Das ist doch geschicktes Marketing, eine
raffinierte Strategie.
Priesterkragen + Co @Sympat: Hochschulgesetz oder ähnlich kann ich Ihnen nicht zitieren – habe keinen
Zugang zu den Quellen. Aber dass es sich nicht um eine Schutzbehauptung von priesterlichen Professoren,
die ihr Priestersein gerne verstecken möchten – handelt kann ich garantieren – denn ich kenne einige
Uni-Professoren, die in ihrer Pfarre sehr wohl den Priesterkragen und alles was dazu gehört benutzen.
@stat crux: Wann trat Karl Rahner letztmalig in Priesterkleidung auf? Null Ahnung – ich habe ihn persönlich
nie begegnet – aber was tut dies zur Sache? Er war ein großartiger Theologe. Ein Bruchteil seines Geistes
würde diesem Forum ein ganz anderes Erscheinungsbild schenken. @Sympat:Wie lässt sich das mit dem Verlagsprogramm
von Weltbild vereinbaren? Ich bin eigentlich dankbar für die Veröffentlichung von Sakrileg (und traurig,
dass die Filmversion so langweilig ist) – denn durch diese erdachte Geschichte wurde das Interesse für
Christus und das Christentum wieder geweckt. Ich kann sogar in einer Bar Christus und Christentum zum
Thema einer Unterhaltung haben. Wenn jemand mit diesem Thema in diesem Forum überfordert ist – bitte,
es gibt viele Möglichkeiten die fehlende Informationen nachzuholen.
Katholisches Weltbild? Es ist schon erstaunlich: Weltbild verkauft ca. 60 Titel von Dan Brown www.weltbild.de/suche.php?PUBLICAID=afe3….
Weltbild verkauft ebenfalls etliche Satans-Titel www.weltbild.de/suche.php?PUBLICAID=afe3…, z.b. CD
„True Servants Of Satan“, DVD „Satan der Rache“, CD „By The Blessing Of The Satan“ usw. Und wem gehört
Weltbild? Zu 100% deutschen Diözesen, wie jeder dem örtlichen Handelsregister (HRB 6035 AG Augsburg)
entnehmen kann: 4,201% Bistum Aachen 11,751% Diözese Augsburg 5,672% Erzdiözese Bamberg 4,261% Katholische
Soldatenseelsorge 3,403% Diözese Eichstätt 2,696% Erzbistum Freiburg 6,806% Bischöflicher Stuhl Fulda
7,234% Erzbistum Köln 17,045% Diözese Mainz 13,222% Erzdiözese München/Freising 2,431% Bistum Münster
5,672% Diözese Passau 5,672% Diözese Regensburg 4,262% Diözese Trier 5,672% Diözese Würzburg Sind
die deutschen Bischöfe sich bewusst, dass ihre Diözesen mit dem Verkauf satanistischer Werke Geld verdienen?
Haben die Hirten der Kirche nicht „Pflicht und Recht …, darüber zu wachen, dass nicht durch Schriften …
Glauben oder Sitten der Gläubigen Schaden nehmen“ (can. 823 CIC). Wie lässt sich das mit dem Verlagsprogramm
von Weltbild vereinbaren?
*lach* Nicht zu vergessen, daß dieses Buch vornehmlich über den Weltbild-Verlag vertrieben wird, der
so weit ich weiß, der deutschen Bischofskonferenz gehört. Wer veralbert hier wen?
Priesterkragen verboten? Priesterkleidung vorgeschrieben! Zur Info: an der wiener Uni und an den Uni’s
sonst in Österreicht ist Priesterkragen für Professoren verboten Diese Behauptung kenne ich. Aber: wo
bitte steht das? Bitte Hochschulgesetz oder dgl. zitieren, damit man das glauben kann. Vielleicht ist
es auch nur eine Schutzbehauptung von priesterlichen Professoren, die ihr Priestersein gerne verstecken
möchten. In Präzisierung von can. 284 CIC gilt in Deutschland seit 1986 bzw. 1992 als verpflichtende
Partikularnorm: „Der Geistliche muss in der Öffentlichkeit durch seine Kleidung eindeutig als solcher
erkennbar sein. Von dieser Bestimmung sind die Ständigen Diakone mit Zivilberuf ausgenommen. Als kirchliche
Kleidung gelten Oratorianerkragen oder römisches Kollar, in begründeten Ausnahmefällen dunkler Anzug
mit Kreuz“ (KABl Essen 38,1995, S.109). In Österreich gilt seit 1969 (bestätigt 1983): „Grundsätzlich
soll … für gewöhnlich das Priesterzivil (besonders in der Schule), in begründeten Fällen Laienzivil
(dunkle Kleidung) mit einem Kreuz auf dem Kragenaufschlag“ getragen werden (Abl ÖBK 1/1984, S. 2.10).
Sulpicius Darf man wissen, mit welcher antikirchlichen Begründung? Tut’s mir leid – keine Ahnung mit
welcher Begründung. Allerdings, die Begründung muss nicht unbedingt antikirchlich sein. Übrigens: diese
Regelung dürfte auch in der Bundesrepublik in Kraft sein (wenn ich das Bild, das Gotthard verlinkt hatte,
richtig interpretiere).
Richtig so! Aus Ihrem Artikel: „Doch wenn es um das Opus Dei geht, wird er plötzlich kritisch.“ Wenn
es um die braunen Horden der persönlichen SS das Vatikans geht, dann kann man auch nicht kritisch genug
werden. Der Roman ist übrigens genial! Ich habe ich schon zweimal gelesen und bereits 4 mal verschenkt.
@wiener an der wiener Uni und an den Uni’s sonst in Österreicht ist Priesterkragen für Professoren verboten
Ist ja drollig. Darf man wissen, mit welcher antikirchlichen Begründung?
Kragen Dann war Prof Ratzinger wohl auch ein sehr zwielichtiger Typ … Wer hat denn wo einen Priesterkragen
vorgeschrieben? Zur Info: an der wiener Uni und an den Uni’s sonst in Österreicht ist Priesterkragen
für Professoren verboten; daher ist auch die Geistlichkeit, die an der Uni lehrt immer mit Anzug und
Krawatte oder mit Rollkragen zu sehen. Diese Tatsache sagt überhaupt nichts über kirchliche Disziplin
der betreffenden Geistlichkeit aus. Ihre Bemerkung, lieber Herr Dr. Otterbeck, ist fehl am Platz.
Kragen Der Mann ganz oben auf dem Bild kann ja wohl kaum Prister sein. Für Priester ist doch priesterliche
Kleidung vorgeschrieben. Dann war Prof Ratzinger wohl auch ein sehr zwielichtiger Typ … Wer hat denn
wo einen Priesterkragen vorgeschrieben?
Zusammenfassung Für alle kreuz.net unerfahrenen Leser hier eine Kurze Zusammenfassung des Artikels: Dogmatikprofessor
differenziert – eine Schande für die Theologie! [kursiv]Der Münsteraner Dogmatiker hat sich den schrecklichen
Faut-pas geleistet, die literarische Gattung des Romans bei seiner Bewertung von „Sakrileg“ mitzuberücksichtigen.kursiv]
Vollkommen absurd ist dann sein Eingeständnis, dass das Buch beim Leser schon den Eindruck auslösen
könnte, dass das Opus Dei ihm suspekt sein müsse. So viel Differenzierung ist natürlich für einen
kreuz.net-Autor eine große Überforderung, deshalb titulieren wir den Professor und auch den Artikel
darüber mit „zwielichtig“. Schwarz oder Weiß – damit das klar ist, dazwischen gibts nichts!
Unwahrheiten Nr.1: „Sakrileg“ sei ein „Verleumdungsroman“. Das behaupten nur jene, die weder Film noch
Buch kennen bzw. die, die ein Interesse daran haben, die Fronten zu verhärten. Ansonsten wäre ich ‘mal
für eine Erklärung dankbar, warum der Protagonist Robert Langdon (im Film: Tom Hanks) eindringlich von
seiner persönlichen Gotteserfahrung erzählt („Da unten im Brunnen, da war ich nicht allein. Es war,
als wäre Jesus bei mir und würde mir helfen“), nachdem er vorher von seiner katholischen Erziehung spricht.
Nr.2: In „Sakrileg“ würde von einem „illegitimen sexuellen Verhältnis“ Jesu gesprochen. Tatsächlich
basiert die fiktive Handlung auf der schlichten Hypothese, Jesus sei mit Maria Magdalena vollkommen offiziell
verheiratet gewesen. Vermutlich hat kreuz.net diese beiden Punkte aber nur selbst so formuliert; Hw. Wagners
sonstige Aussagen erscheinen zu vernünftig, als dass er derlei Unfug absondern würde. Speziell, was
den Werbeeffekt der religiösen Proteste angeht, hat er absolut Recht. Der Film war nicht eben ein Meisterwerk –
ohne kirchliche Werbung wäre er niemals der Kassenschlager geworden, der er ist.
Stimmt es eigentlich, dass es von der Audienz von Karl Rahner bei Papst Johannes Paul II. nur deshalb
kein Foto gibt, weil sich Rahner (entgegen dem IV. Gelübde der Jesuiten) weigerte, in priesterlicher
Kleidung beim Papst zu erscheinen?
Priesterkragen? Der Mann ganz oben auf dem Bild kann ja wohl kaum Prister sein. Für Priester ist doch
priesterliche Kleidung vorgeschrieben. Der Typ da trägt aber einen völlig weltlichen Schlips. Ich kann
mich noch erinnern, wie JoPaII. mal bei einer Priesterversammlung die Männer begrüßte: „Liebe Mitbrüder,
sehr geehrte Herren…“ Na da war was los
Eine Menge Fragezeichen geblieben: Neulich fragte ich einen Theologen, ob denn die Bonner Professoren
irgendeinen „Leidensdruck“ spüren, dass ihr Fach ausstirbt. Keineswegs. Einer sagte sogar: Gut, dann
sind wir nur noch eine Forschungsfakultät. Sehr forsch, aber der Staat bezahlt es!
Opus Dei Dort wo man in theologischen Höhen schweben kann, darf alles gerne im Ungefähren bleiben. Dort
wo man Theologie und Glauben ganz konkret in den Alltag einbeziehen muss, da werden die Kritik-Krallen
ausgefahren und der Opus Dei dient als beliebte Zielscheibe. Welch eine Glaubensarmut. Welche eine Angst
den Spiegel vorgehalten zu bekommen.