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Innenpolitisches Interesse + Kardinal für sogenannte Homo-Rechte + Pornographische Bischöfe? + Todesstrafe abgeschafft + Dreifache Wurzeln
Innenpolitisches Interesse

Vatikan. Papst Benedikt XVI. empfing gestern Vormittag den Präsidenten des Deutschen Bundestages, Norbert Lammert, in Audienz. Lammert erklärte nach dem Treffen, daß das Gespräch Fragen der europäischen Einigung behandelt habe. Benedikt XVI. habe sich zudem über innenpolitische Vorgänge in Deutschland unterrichten lassen.

Kardinal für sogenannte Homo-Rechte

USA. Der ehemalige Erzbischof von Washington, Theodore Kardinal McCarrick, erklärte am Mittwoch vor dem US-Fernsehsender ‘CNN’, daß eine sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft zwischen sich betätigenden Homosexuellen durchaus annehmbar sei. Man sollte lediglich die Formulierung Homo-„Ehe“ vermeiden. Die Regierung müsse die „Rechte von gleichgeschlechtlichen Paaren“ schützen. Anlaß der Stellungnahme war die sehr knappe Ablehnung einer Definition der Ehe als Verbindung zwischen Mann und Frau in der US-Verfassung durch den Senat des Landes.

Pornographische Bischöfe?

Spanien. Ein von der spanischen Bischofskonferenz mitfinanzierter frommer Madrider Lokalfernsehsender strahlt seit einigen Tagen statt dem üblichen Programm pornographische Filme aus. Grund: Das Satelitensignal des Senders wird zu bestimmten Zeiten von einem ausländischen Pornokanal gestört. Die spanische Bischofskonferenz entschuldigte sich bei den Zuschauern für die Störungen und bat die Rundfunkbehörden, die Probleme zu beheben.

Todesstrafe abgeschafft

Philippinen. Das philippinische Parlament verabschiedete am Mittwoch einen Gesetzesentwurf zur Abschaffung der Todesstrafe. Dieser Schritt sei „kein Zeichen von Schwäche“ – erklärte die katholische Präsidentin des Landes, Gloria Arroyo. Sie wolle den Entscheid in Kürze unterzeichnen und damit für rechtskräftig erklären.

Dreifache Wurzeln

Die römische Nachrichtenagentur ‘Zenit’: Gibt es für Sie so etwas wie eine geistige Heimat, einen theologischen Hintergrund?

Karl Kardinal Lehmann: „Ich habe die Vorbereitungen und die ersten Sitzungsperioden des Zweiten Vatikanischen Konzils als Student in Rom erlebt und im Anschluß daran die Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland auch durch aktive Teilnahme und Mitgestaltung hautnah erfahren. Die Assistentenzeit bei Karl Rahner hat mich geprägt – mehr noch als jeder andere theologische Lehrer. In diesem Kontext sehe ich meine theologischen Wurzeln, die sich freilich im Lauf der Jahre selbstständig noch weiter entwickelt haben, aber ohne diese drei Eckpfeiler – Konzil, Synode und Rahner – wäre vieles nicht so entstanden, wie es in meinem Leben gekommen ist.“
      
17 Lesermeinungen
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#18   Artois †   17:35:07 | Dienstag, 13. Juni 2006
Hodopöpel
Glaube IST Heilsgewißheit. Im Übrigen ist mir das Bürgerrecht in der Taufe verliehen worden, das hat zunächst mit „Heilsgewißheit“ gar nichts zu tun.
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#17   Hódmezövásárhelykutasipuszta   09:29:35 | Dienstag, 13. Juni 2006
@ Antidemokrat:
Mein Bürgerrecht ist im Himmel.
Seien Sie sich da bloß nicht so sicher. Gott ist bekannt dafür, dass er/sie Dinge anders kommen lässt, als so manche, die sich in Heilsgewissheit wähnen, glauben.
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#16   Artois †   18:28:22 | Montag, 12. Juni 2006
@Hodopöpel
gehört die Stattsbürgerschaft entzogen. Geh in die USA, dort gehörst du hin.
Ich lege keinerlei Wert auf die BRD-Staatsbürgerschaft, die mir aufgezwungen wurde. Mein Bürgerrecht ist im Himmel, alles andere ist mir schnuppe und piep-egal. In den USA weilte ich öfters und behalte mir ausdrücklich vor, mich auch wiederum dorthin zu wenden, vor allem auch wegen des erheblich bessern Rechtsschutzes dort im Verhältnis zur BRD, wo es überhaupt kein Recht mehr gibt.
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#15   Hódmezövásárhelykutasipuszta   17:03:17 | Montag, 12. Juni 2006
Leuten, die
so einen Mist (Die Abschaffung der Todesstrafe gleicht einer Einladung zu Mod und Vergewaltigung und führte noch stets zu einer irreparablen Beschädigung des gesamten Strafrechts.) verzapfen, gehört die Stattsbürgerschaft entzogen. Geh in die USA, dort gehörst du hin. Pass aber bitte auf, dass du nicht aus Versehen selbst auf dem Stuhl landest – bekanntlich geht es in US-amerikanischen Gerichtssälen nicht darum, die Wahrheit zu finden, sondern darum, die Jury so lange zu beschwatzen, bis sie tut, was man will.
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#14   Benedikt   22:56:54 | Sonntag, 11. Juni 2006
Artois
Die Abschaffung der Todesstrafe gleicht einer Einladung zu Mod und Vergewaltigung und führte noch stets zu einer irreparablen Beschädigung des gesamten Strafrechts.
Is klar :-D
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#13   methusalix †   19:00:13 | Sonntag, 11. Juni 2006
@Artois
Artois: TodesstrafeDie Abschaffung der Todesstrafe gleicht einer Einladung zu Mod und Vergewaltigung und führte noch stets zu einer irreparablen Beschädigung des gesamten Strafrechts.
Ihrer Meinung nach müssten dann die Länder, in denen sehr viele Todesurteile vollstreckt werden, wie zum Beispiel in Texas, die niedigste Kriminalitätsrate und das allerbeste Justizsystem haben.
Die Realität geht da leider an Ihren Intentionen vollkommen vorbei; aber machen Sie sich nichts daraus, das ist sogar schon Päpsten passiert und die sind bekanntlich unfehlbar (glauben sie zumindest).
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#12   Artois †   18:16:49 | Freitag, 9. Juni 2006
Todesstrafe
Die Abschaffung der Todesstrafe gleicht einer Einladung zu Mod und Vergewaltigung und führte noch stets zu einer irreparablen Beschädigung des gesamten Strafrechts.
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#11   Sympat   17:31:23 | Freitag, 9. Juni 2006
Sodomie
Im Duden Bd. 5 Fremdwörterbuch, 6. Aufl 1997, S. 754 heißt es:
„Sodomie: … 1. Geschlechtsverkehr mit Tieren. 2. (veralt.) Homosexualität“. – Insofern wurde der Begriff tatsächlich für beides verwendet.
Zur Klärung: „Heute versteht man unter Sodomie nur noch den sexuellen Verkehr mit Tieren (Zoophilie). Dem gegenüber fasste das Mittelalter ganz verschiedene ‘widernatürliche’ Praktiken unter diesen Begriff, hauptsächlich jedoch den Analverkehr.“ (Wikipedia).
Nach der Lehre der Kirche muss man aber doch wohl einen moraltheologischen Unterschied ziehen.
Der KKK bezeichnet die „Sünde der Sodomiten [Vgl. Gen 18,20; 19,13]“ als „himmelschreiende Sünde“ (Nr. 1867), wobei offen bleibt, was gemeint ist. S. im ersteren Sinne ist nicht eigens genannt, vielleicht unter KKK 2418 mitgemeint, wohingegen Homosexualität ausführlich unter KKK 2357-2359 behandelt wird.
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#10   stat crux   16:20:04 | Freitag, 9. Juni 2006
Hallo, Lukrecia,
freundlichen Dank für den Versuch, das Thema zu wechseln; aber zu Hod… möchte ich noch kurz antworten, dass mir („Ötker“??) jedenfalls noch nie „rausgerutscht“ ist, die homosexuellen Praktiken als Sodomie zu bezeichnen. Man muss doch differenzieren, ob jemand lediglich die Aussagen des Katechismus-Kompendiums für korrekt hält oder zur krankhaften Homophobie übergeht.
Dr. Otterbeck, Köln-Deutz
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#9   LukreciaB   15:55:15 | Freitag, 9. Juni 2006
Todesstrafe abgeschafft
Ein Zeichen der Stärke sogar! Denn die Todesstrafe ist fürwahr keine gute Lösung, weshalb auch weitere Länder sie nach und nach abschaffen werden, zum Glück.
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#8   Hódmezövásárhelykutasipuszta   12:21:53 | Freitag, 9. Juni 2006
nun also doch
beim registrieren habe ich mir vorgenommen, keine Kommentare zu Homosexuellen-Artikel zu verfassen, denn diese sind meist so schlecht, dass sie die Mühe dafür nicht verdienen.
Nun doch eine kurze Anmerkung zu den beiden Herrn Doktoren Dr. Ötker und Dr. Hägar:
Sie bemühen – wie die Redaktion selbst auch des öfters – die untergriffige Gleichsetzung von Homosexualität mit Sodomie. Ich halte das für ziemlich menschenverachtend. Ein Homosexueller – wie man auch immer dazu stehen mag – liebt einen anderen Menschen, mit dem er sprachlich kommunizieren kann und eine Kultur teilen kann. Ein Sodomist gebraucht Tiere für sexuelle Handlungen, die er zwar lieben kann (so wie feine Damen ihre Schoßhündchen lieben), mit denen er aber nicht in gleichberechtigte Kommunikation treten kann und mit denen er keine Kultur teilen kann.
Während die Sodomie also eine sexuelle Praktik ist – die als solche dann ethisch zu beurteilen wäre – ist die Homosexualität etwas wesentlich Anderes: Homosexualität (abgesehen von der Ausnahme nach außen hin heterosexuell oder zölibatär lebender, die sich insgeheim homosexuell betätigen) ist eine Beziehungsform und eine ethische Beurteilung dieser muss sie als solche wahrnehmen, sonst wird sie misslingen.
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#6   Dr. Otterbeck   10:59:47 | Freitag, 9. Juni 2006
Dr. jur.
sind Sie jedenfalls nicht, sonst käme diese „Interpretation“ der Meinungsfreiheit Ihnen nicht in den Sinn. Aber, trösten Sie sich: Ich bin nicht Vordenker der Kirche, sondern nur Nachbeter. Die Integration von Identität und Erneuerung hat gedanklich J.H. Newman vorbereitet, von dem Pius XII. zu Guitton sagte: „Seien Sie sicher, Newman wird eines Tages Kirchenlehrer sein.“
Das sind die Vordenker!
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#5   Dr. Christoph Heger   10:28:54 | Freitag, 9. Juni 2006
Wenigstens erheiternd
…, daß eine sogenannte eingetragene Lebenspartnerschaft zwischen sich betätigenden Homosexuellen durchaus annehmbar sei.
Daß die Vordenker einer „Kirche“, die zu (den von Dr. Otterbeck begrüßten) „Selbstkorrekturen“ fähig ist, wenigstens der Erheiterung dienen können, sollte dankbar vermerkt werden.
Ich frage mich nämlich, wieso es dem Hochwürdigsten Herrn noch nicht als annehmbar erscheint, daß ich eine „eingetragene Lebenspartnerschaft“ mit meinem Kegelclub eingehen kann. Solche Privilegien dürften doch nicht auf Gemeinschaften beschränkt bleiben, die durch „betätigte“ Sexualität oder ihre Nachäffung beschränkt bleiben.
Wenn aber doch, wieso sollte der „sich betätigende“ Sodomist nicht mit seinem Hund eine „eingetragene Partnerschaft“ eingehen dürfen?
MfG
Christoph Heger
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#4   Dr. Otterbeck   10:02:36 | Freitag, 9. Juni 2006
kreuz.net
ist ein kirchenfeindliches Publikationsorgan. Schwarzweißrot! Schon Adenauer verlangte von Kardinal Faulhaber, dass beim Müncher Katholikentag 1922 schwarzrotgold geflaggt werden müsse. So alt ist des hier zelebrierten Konfliktes deutsche Variante.
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#3   Sirilo   09:12:18 | Freitag, 9. Juni 2006
Üble Unterstellungen
Obwohl kreuz.net genau weiß, daß die spanischen Bischöfe nicht verantwortlich sind für die Störungen des von ihnen mitfinanzierten Senders, titeln die angeblich katholischen Nachrichten „Pornographische Bischöfe?“. Offenbar geht es kreuz.net darum, nach dem Prinzip „Es bleibt immer etwas hängen“ die spanischen Bischöfe zu diffamieren. Damit benutzt kreuz.net genau die kirchenfeindlichen Methoden, die es bei anderen Publikationsorganen anprangert.
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#2   Dr. Otterbeck   08:49:46 | Freitag, 9. Juni 2006
Eckpfeiler:
Petrus, Jakobus, Johannes.
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#1   catharina   08:43:29 | Freitag, 9. Juni 2006
Konzil, Synode und Rahner
Diese Trias muß man sich wahrlich im Munde zergehen lassen!
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