Sexperten an die Front!
In Deutschland macht der lebens- und kinderfeindliche Verein ‘Pro familia’ Neuntklässler als Abtreibungspropagandisten frontreif. Von Christian L. Schutzer.

Auf der Tagung drohte der Abtreibungsverband damit, verstärkt Jugendliche für die umstrittene Arbeit von ‘Pro familia’ zu animieren.
„Leitgedanken für die Wahl dieses Themas war, daß Kinder und Jugendliche Expertinnen und Experten in eigener Sache sind und auf Beratung, Sexualpädagogik und Sexualpolitik Einfluß nehmen können“ – heißt es in der Pressemitteilung des Verbandes.
Der Tagungsort in der katholischen Region Fulda ist wohl mit Bedacht gewählt worden.
Einerseits war es während der ökumenischen ‘Woche für das Leben’ über das bischöfliche Ordinariat Fulda gelungen, in die Ablehnungsfront der Katholischen Kirche einzubrechen.
Andererseits kam von der Fuldaer Bistumsgruppe der ‘Katholischen Elternschaft Deutschlands’ (KED) der entscheidende Protestbrief an das hessische Kultusministerium, der das hessische Pilotprojekt von ‘Pro familia’ im letzten Jahr zum Sex-Expertenprogramm zum Wackeln gebracht hatte.
Unter der militärischen Überschrift: „Pro Familia schickt eigens ausgebildete Sexperten an die Front“ hatte am 1. Februar 2005 die regionale Hessenschau-Sendung die neue „Sexualoffensive“ für die Schuljugend vorgestellt.
Unter dem Motto „peer education“ – Erziehung durch Gleichaltrige – rekrutierte der Verband an drei mittelhessischen Schulen 15jährige Schüler für „Pro-familia-Schulungen“, damit diese ihrerseits ihre Mitschüler mit Pro-familia-Aufklärung traktieren sollten.
Kernstück aller Pro-familia-Sexualberatung für Kinder und Jugendliche ist der schwarze Verhütungskoffer.
Die Jungen lernen, Kondome auf unterschiedlich Holzpenisse aufzuziehen. Bei den
Mädchen konzentriert sich die Sexualkunde auf eine Plastik-Vagina und entsprechenden
Verhütungsmittel für die Frau.
Martialische Sprache und Form dieser „Sexualoffensive“ erinnern unwillkürlich an die Schulung der Wehrmachtsoldaten in Frankreich, die auf Besenstile „Pariser“ aufzuziehen lernten.
Auch die Grundzüge der peer education hatten die Nationalsozialisten in der Hitlerjugend perfektioniert: „Jugend erzieht Jugend“.
Wie macht nun ‘Pro familia’ die Neuntklässler als Sexperten frontreif?
In fünf Treffen á drei Wochenstunden werden die „peer-educaters“ auf die Linie des Abtreibungsverbandes getrimmt und trainiert. In der zweiten Schulung steht zum Beispiel auf dem Programm: „Verhütungsmittel, Vor- und Nachteile, Pille danach, schwanger werden, Abbruch“.
Eine 15jährige Sexpertin für Verhütung & Abbruch präsentierte ihre Sexperten-Kompetenz im Fernsehen, während sie ein Kondom handhabt:
„Ich denk mal, es ist auch wichtig und wird in der Schule gar nicht so intensiv behandelt, wie man das jetzt eigentlich wissen müßte. Und das ist was, was einen das komplette Leben lang begleitet … und was eigentlich keinen Grund dafür beiträgt, irgendwie verklemmt zu sein.“
Die so geschulten Experten in Sachen ‘Pro familia’ werden dann auf die 12- bis 15jährigen Mitschüler losgelassen, um diese über „Pille danach und Abbruch“ aufzuklären.
Die schulische Lehrperson soll dabei nicht anwesend sein.
Gegen dieses pädagogisch und ethisch völlig indiskutable Pro-familia-Projekt haben mehrer Organisationen und Einzelpersonen beim Kultusministerium protestiert.
Im Antwortbrief des Ministeriums heißt es mit Bezug auf die lehrerfreie „peer-education“: Alle sexualpädagogischen Veranstaltungen „müssen formal und inhaltlich unter der Aufsicht und Verantwortung der Lehrkraft stattfinden“.
Die Inhalte der Sexualerziehung – so das Schreiben weiter – „sollen nicht in einer reduzierten Form dargestellt werden, sondern sind einzubetten in den religiös-ethischen, den gesellschaftlichen und den biologischen Bereich“.
Damit ist an ‘Pro familia’ das klare Signal gegeben, daß das peer education-Projekt an hessischen Schulen nach Form und Inhalt nicht fortgeführt werden dürfte.
Weiterlesen:
Dienstag, 25. Juli 2006 21:49
Jörg Guttenberger, Köln: Parzival
Richtig muß es heißen: „Opium ist Religion für das Volk“. In der Tat hat die Lehre bzw. Leere Lenins weite Bevölkerungskreise süchtig gemacht!
Dienstag, 27. Juni 2006 14:56
Bruder Theophil: Das Geldargument…
…kann man nicht stehen lassen, denn die Überlebensfähigkeit der befruchteten Zelle lässt sich ja offensichtlich schon iv beurteilen. Bei meinen Freunden hats auch beim ersten Mal glücklicherweise geklappt. Ihr Argument mit den egoistisch erzeugten Eizellen kann ich auch nicht nachvollziehen, denn die Eizellen einer Frau sind bereits bei der Geburt angelegt. Selbst durch das hormonelle Nachhelfen sind es zunächst nur unbefruchtete Eizellen. Sie würden im Körper genauso absterben, wie iv, wenn sie nicht gebraucht werden.
Dienstag, 27. Juni 2006 14:50
Möpmöp: Lieber Bruder Theophil
Ich habe mich vorhin offenbar missverständlich ausgedrückt: Grundsätzlich kann man eine solche Vorgehensweise sicherlich wählen – nur tut man das in der Praxis aus Kostengründen nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, hatten Sie doch ein Beispiel aus Ihrem Bekanntenkreis erzählt, ein Paar, das ebenfalls eine iv-Befruchtung durchführen ließ: Ich nehme an, dass es diesen nicht unbegrenzt möglich war, diese Prozedur zu wiederholen, aus gesundheitlichen Gründen – eine solche Behandlung ist sicherlich nicht wenig anstrengend, denke ich mir – und sicherlich auch aus finanziellen Gründen – eine solche Behandlung ist doch keine „Okassion“.
Dienstag, 27. Juni 2006 14:41
Bruder Theophil: Immer noch die gleiche Antwort
Ich kann zwar mehrere Eizellen entnehmen, aber ich kann sie doch NACHEINANDER befruchten und schauen, ob sie sich so weit positiv entwickeln, dass sie sich für eine Rückverpflanzung eignen. Erst wenn eine Eizelle sich nicht weiterentwickelt und abgestorben ist, befruchte ich die Nächste. Ist das denn so schwer zu verstehen ?
Dienstag, 27. Juni 2006 14:29
Möpmöp: Lieber Bruder Theophil
… leider ist es offenbar derzeit nicht möglich, das Verfahren so zu verfeinern, dass nur eine Eizelle
befruchtet werden kann, und zwar deshalb, weil es offenbar bei der iv-Befruchtung mehrere befruchtete
Eizellen braucht, bis man auch einen „Treffer“ erzielt. In diesem Zusammenhang stelle ich mir auch die
Frage, was man mit den nicht befruchteten entnommenen Eizellen machen soll? Rein gefühlsmäßig habe
ich ein ungutes Gefühl, wenn Eizellen, die allein aus egoistischen Gründen „produziert“ werden (dh durch
Gabe besonderer Hormone), vernichtet werden. Sehen Sie hierfür eine Lösung?
PS: Danke für Ihren vorigen Beitrag! Im Ernst: Ich freue mich wirklich, mit Ihnen auf dieser Ebene schreiben zu können!
PS: Danke für Ihren vorigen Beitrag! Im Ernst: Ich freue mich wirklich, mit Ihnen auf dieser Ebene schreiben zu können!
Dienstag, 27. Juni 2006 14:26
Alex Bermann: @ Bruder Theophil
Ausserdem gibt es immer noch die Möglichkeit der Adaoption. Die in meinen Augen sogar besser ist. So hilft man sogar einem Kind, das evtl. eine Zukunft in Kinderheimen vor sich hätte. Ich verabscheue es, wenn Menschen die Liebe zu iren Kindern von der Blutsverwandschaft abhängig machen. Das ist dann keine Liebe, sondern Heuchelei. Deswegen finde ich künstliche Befruchtung nur legitim, wenn eine Adoptierung von einem anderem Kind nicht möglich ist.
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