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Samstag, 10. Juni 2006 14:02
Märtyrerin des Glaubens?
Vor sieben Jahren fiel eine italienische Klosterfrau einem brutalen Mord mit angeblich satanistischem Hintergrund zum Opfer. Nun soll die Ermordete seliggesprochen werden.
Der diözesane Seligsprechungsprozeß für Schwester Maria Laura ist abgeschlossen.
Der diözesane Seligsprechungsprozeß für Schwester Maria Laura ist abgeschlossen.
(kreuz.net, Como) Der Bischof von Como, Mons. Alessandro Maggiolini (74), hat am vergangenen Mittwoch den diözesanen Seligsprechungsprozeß für Schwester Maria Laura Mainetti abgeschlossen.

Die Ordensfrau wurde im Juni 2000 auf grausame Weise von drei Mädchen ermordet. Die drei bezeichneten sich später als „Satanistinnen“.

Die norditalienische Stadt Como befindet sich 40 Kilometer nördlich von Mailand unweit der Schweizer Grenze.

Schwester Maria Laura Mainetti
Schwester Maria Laura Mainetti
Im Juni 2000 lockten die drei 17jährigen Mädchen die Klosterfrau in einen Hinterhalt. Dort wurde sie mit 19 Messerstichen und unzähligen Steinwürfen ermordet. Die Gewalttat war offenbar als Menschenopfer im Rahmen einer satanischen Kulthandlung gedacht.

Nach der grausamen Ermordung der Klosterfrau mischten die drei Mädchen ihr eigenes Blut mit dem der Toten.

23 Tage nach der Tat verhaftete die Polizei Milena, Ambra und Veronica.

Milena stammt aus dem norditalienischen 8.000 Seelen Städchen Chiavenna. Anfang Juni 2000 rief sie spät abends im Konvent der ‘Töchter des Kreuzes des Heiligen Andreas’ an. Schwester Maria Laura, die damals Oberin des Hauses war, kannte die Stimme aus einem früheren Gespräch.

Das Mädchen bat um Hilfe. Sie sei vergewaltigt worden und schwanger, habe Angst vor den Eltern und wolle ihr Kind auch nicht abtreiben.

Schwester Maria Laura verabredete sich um 22.00 Uhr mit der Anruferin in einem nahegelegenen, aber abgelegenen Park.

Am nächsten Tag fanden die italienischen Carabinieri den Leichnam der Schwester mit durchgeschnittener Kehle und zertrümmertem Schädel.

Ein Zeuge, der das Verbrechen beobachtet hatte, konnte der Polizei eine Beschreibung einer der Mörderinnen liefern. Die Ermittler hörten daraufhin die Telefone ab. Die weiblichen Komplizen verrieten sich und konnten überführt werden.

Die Anführerin der Bande wurde zweieinhalb Jahre nach der Tat in letzter Instanz für schuldig befunden. Das oberste italienische Gericht verhängte gegen die 19jährige eine Haftstrafe von 12 Jahren und 4 Monaten.

Ihre beiden Komplizinnen waren bereits in einer früheren Instanz jeweils zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie hatten keine Berufung eingelegt.

Es habe sich um ein „Menschenopfer für den Teufel“ gehandelt – erklärten die Mädchen nach der Tat: „Wir hatten schon lange vor, einen Gläubigen umzubringen. Zuerst dachten wir an den Pfarrer.“ Der sei ihnen aber zu kräftig erschienen. So hätten sie eine Ordensschwester gewählt.

Die Ermittler berichteten, die Täterinnen seien „ganz normale“ Mädchen aus gutem Hause. Sie hätten die Schwester im Grunde „nur zum Spaß“ umgebracht.

Die Dokumente für die Seligsprechung werden jetzt von der Diözese an den Vatikan übersandt. Der diözesane Prozeß wurde am Mittwoch abend um 20.00 abgeschlossen – wenige Stunden bevor sich die Ermordung der Schwester zum sechsten Mal jährte.

Beim Abschluß der Zeremonie war auch der Bürgermeister von Chiavenna anwesend – außerdem Vertreter der Behörden, der Polizei und des Untersuchungsrichteramtes.

Der diözesane Seligsprechungsprozeß war am 23. Oktober des letzten Jahres eröffnet worden.

„Ich hoffe sehr, daß man sich in Rom beeilen wird“ – erklärte der Bischof von Como im Anschluß an die Zeremonie.

Über die Mörderinnen meinte er: „Ich hoffe, daß diese Angelegenheit und der Weg, den sie zur Zeit gehen, sie zum Nachdenken bringt und sie versuchen, ihr Leben zu verbessern.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 44 Lesermeinungen:
Dienstag, 13. Juni 2006 12:12
Abu: Wer auch immer …
… Maurice Dingsbums ist, seine Affinität zu demodeluxe (ddl) http://www.myblog.de/demondeluxe u.a. Mutationen ist so offenkundig wie sein Auftritt (überall mt dem selben Käse zu posten) lächerlich und entlarvend (Großmannsucht) zugleich ist. Man lese nur seinen Blog -und die Nähe zum Kriminellen ist ekelerregend naheliegend. Ich schlage vor, mit solchen Figuren nicht mehr zu sprechen, ihre Postings zu ignorieren.
Dienstag, 13. Juni 2006 07:57
Maurice Corvisier: Tröstlich!
Mag der Dämon auch mit seiner großen Intelligenz – schließlich ist er ein gefallener Engel –

hier jegliche Sperre überwinden,

Lügen, Halbwahrheiten und trügerische Glücksversprechen (soviel Griechisch können wir auch) verbreiten,

geschickt versteckt Zweifel und Verwirrung säen:

es macht nichts! Irgendwann erschallt der Donnerruf: QUIS UT DEUS? Ich höre ihn schon, in der Ferne …

Bis dahin: mane nobiscum, Domine!
Montag, 12. Juni 2006 11:51
Abu: Herr DDL-etc.
Dann definieren Sie doch bitte Satanismus (1)

und erklären Sie, warum diese und keine andere Definition sinnvoll ist (2)

und warum dieser Fall kein Satanismus sein soll (3).
Montag, 12. Juni 2006 10:55
Bruder Theophil: @ Mme DDL. Feinsinnigkeit ist unangebracht
Weder bei der Themengruppe HS – Pädophilie – Sodomismus noch bei der Themengruppe Satanismus – „juvenile Preotesthaltung“ – Scheinsatanismus ist aus Sicht eines Christen eine feinsinnige Unterscheidung zu machen. Alle diese Themen sind gesellschaftsschädigend und verursachen eine nachhaltige Unterminierung von Werten, wie Leben, Familie und seelische Gesundheit.

Was Sie da verbreiten sind Marginalien, die uns nicht zu interessieren brauchen. Natürlich interessiert uns Christen der einzelne Mensch und es obliegt uns das Gebot, diesem Menschen aus seiner konkreten Situation herauszuhelfen. Dazu gehört aber vor allem der Blick nach vorne in ein besseres Leben und nicht der Blick zurück in eine krankhafte Triebhaftigkeit, welches Namensschildchen diese kranke Haltung auch tragen mag.
Montag, 12. Juni 2006 09:45
DDL+ †: @Abu…
In niemandes Auftrag. Es geht auch nicht um „Verwischen“, sondern, im Gegenteil, um Spezifizierung. Schauen Sie ‘mal, unsere katholischen Freunde sind doch bei sich selbst ganz schnell dabei, etwas als „eigentlich unkatholisch“ zu bezeichnen, obwohl es für Außenstehende um irrelvante Marginalien geht. Dann sollte man dieselbe Differenzierung aber auch bei anderen walten lassen.

Worum es mir geht, ist, gegen diese Paranoia in Sachen „satanistische Weltverschwörung“ anzugehen. Das ist Quatsch. Satanismus ist noch sehr viel vielschichtiger als das Christentum, und was diese Mädchen da „praktiziert“ haben, ist die Fantasy-Rollenspiel-Variante von etwas, was sie selbst gar nicht kennen. Irgendwas mit Teufelsanbetung, antichristlich etc., was man sich eben so zusammenschwurbelt. Solche Fehlgeleiteten gibt’s auf der ganzen Welt und in allen Geschmacksrichtunge, auch das Christentum hat derlei Spinner vorzuweisen.

Der „Satanismus“, wie wir ihn in BILD & Co. präsentiert bekommen, ist in Wahrheit zu 99% eine juvenile Protesthaltung, ein Aufbegehren gegen orthodoxe Normen, und „Satan“ kommt da als vermeintlicher Tabubruch halt besonders knackig. Dem verdankt auch die ganze Metal-Scene diesen schwarzen Anstrich. Wirkliche Satanisten sind da verdammt dünn gesät.

Wie eigentlich immer gibt wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Satanismus einen exzellenten, ersten Einstieg in die Thematik.

P.S.: @kreuz.net: Ihr langweilt mit Eurem Herumgesperre. Bringt doch nix…
Montag, 12. Juni 2006 09:23
Abu: Satanismus
Es ist Satanismus, was vor ein paar Jahren in Italien geschah. Man braucht hier nicht begriffsklauberisch auseinanderzudividieren, wer in einer entsprechenden Vereiniung ist, wer Schwarze Messen feiert und wer Geistliche ermordet. Wenn 17jährige Mädchen ohne sonstige Vorbelastung sich extra ein Opfer aus dem Bereich der Orden und des Klerus aussuchen, dieses geplant und heimtückisch überfallen und dann bestialisch ermorden, dann muß es eine entsprechende Vorprägung geben. Welcher Art diese war, davon zeugen die Spuren in den Zimmern der Mädchen. Hier etwas anderes als Satanismus anzunehmen ist nichts als Spurenverwischung. In wessen Auftrag?
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