Ein irischer Bischof wollte den Chor seiner historischen Kathedrale mit vatikanischer Zustimmung einem Radikalumbau unterwerfen. Jetzt wurde der bauwütige Prälat vom Stadtrat gestoppt.
Die Kathedrale von Cloyne.
(kreuz.net, Cobh) Gerne hätte der Bischof von Cloyne in Irland seine Kathedrale mit der Planierraupe
den Bedürfnissen der Liturgiereform angepaßt.
Doch Ende Mai löste sich sein Bautraum in nichts auf.
Bei der betroffenen Kirche handelt es sich um die neogotische Kathedrale St. Colman. Sie befindet sich
in der Stadt Cobh – zehn Kilometer westlich von Cloyne unweit der Atlantikküste.
Der Diözesanbischof
von Cloyne mit Sitz in der Hafenstadt Cobh, Mons. John Magee (69), war von 1975-1982 Privatsekretär der
Päpste Paul VI., Johannes Paul I. und Johannes Paul II.
Von 1982 bis Februar 1987 amtete er als päpstlicher
Zeremonienmeister. Danach wurde er zum Diözesanbischof ernannt. Gegenwärtig ist er in der irischen Bischofskonferenz
der Zuständige für liturgische Fragen.
Gegen das radikale Bauprojekt des Bischofs – das zunächst vom
Stadtrat von Cobh genehmigt wurde – gab es schon bald Widerstand.
Schließlich legte das ‘Amt für Umwelt,
Erbe und Ortsverwaltung’ sowie weitere Personen beim Stadtrat Beschwerde gegen das Vorhaben ein.
Nach
den Plänen des Bischofs wäre der Chorraum ins Kirchenschiff hineinverlängert, die Kommunionbank und
Bodenmosaike zerstört sowie die Pietà-Kapelle in eine Totenkapelle umfunktioniert worden.
Die Kathedrale
steht unter Denkmalschutz.
Am 31. Mai beschloß die Beschwerdekommission mit 6 zu 2 Stimmen, die Baupläne
des Bischofs zu begraben. Der Entscheid wurde am 1. Juni begründet.
Die Kathedrale St. Colman sei ein
außerordentlich wichtiges Beispiel der neogotischen Epoche. Sie sei seit der Vollendung vor 90 Jahren
in ihrer Ganzheit bewahrt worden.
Die Bausubstanz sei von bester Qualität – sowohl innen als auch außen.
Es handle sich um ein geschütztes Gebäude von nationaler Bedeutung.
Der vorgeschlagene Umbau würde
den Charakter der Kathedrale negativ beeinflussen. Er würde somit auch einer angemessenen Ortsplanung
entgegenlaufen.
Die Kommission akzeptierte die Begründung, daß ein Umbau des Presbyteriums von den
modernen liturgischen Gegebenheiten erfordert werde. Sie betrachtete das aber nicht als Grund, den vorgeschlagenen
spezifischen Umbauvorschlag zu akzeptieren.
Vielmehr kam das Gremium zum Schluß, daß das Bauvorhaben
eine inakzeptable Auswirkung auf die Kathedrale hätte und einen exzessiven Eingriff in die geschützte
Bausubstanz darstellen würde.
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69 Lesermeinungen
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@otterbeg Daß die Staaten des Demokratie- und Menschenrechtssystems sich auf dem Weg zur Hölle befinden
ist so offensichtlich, daß es wahrlich keines Lefebvres bedarf, um dies zu erkennen …
Le catholicisme est le vrai humanisme. Carlo: Es liegt mir fern, irgendwas zu „verkünden“. Ich versuche
noch, etwas Vernunft in diesen Diskurs zu bringen. Die Neue Messordnung für häretisch zu erklären ist
und bleibt widervernünftig, okkult. Auf diese Idee konnte man nur auf dem tiefsten Tiefstpunkt der Tradition
kommen. Wenige Jahre zuvor war man noch in ihr verankert, wenige Jahre später begann eine Rückbesinnung.
Den absolut falschen Begriff von Tradition konnte nur ein „demon de luxe“ erfinden, zum einzig möglichen
Zeitpunkt: Angetrieben durch die Zeit nach dem Mai 68 und vor dem Ende des Vietnamkriegs. Dieses Zeitfenster
hat Ihr Idol genutzt, um sein Imitat zu lancieren. Das ist historische Tatsache, kein Mythos.
His master’s voice Aus Unverstand für die Uebernatur ist eine der Lieblingsvorstellungen de Lubacs aber
bestimmt nicht katholisch. Wie es sich für einen Neurosenkavalier geziemt sind Sie von der Wahnvorstellung
geprägt, die katholische Lehre zu verkünden. Der NOm ist nicht nur schlecht, da er bewusst Wichtiges
verschweigt, sondern darüber hinaus geschmacklos. Ehrlich gesagt, Bach’s h-moll Messe wird dem Glauben
weitaus mehr gerecht
Gotthard Nach der Doktrin der SSPX ist tatsächlich der Priester, der Soldat Christi, Dreh- und Angelpunkt
der Liturgie, wie in keltischen Opferritualen vorgezeichnet. Die Realpräsenz wird durch „Zauberspruch“
(deshalb die Aufregung um „Addai + Mari“) erzeugt, als magischer Sühneakt. Aus Unverstand für die Übernatur
ist man „rechts“ aus dem Schifflein Petri ausgestiegen und hat einen neuen Kult eingeführt, mit dem tridentinischen
zum Verwechseln ähnlich, aber im Kern doch ganz anders. Sonst könnte man auch gar nicht zu dem Fazit
kommen, der NOM sei häretisch (und alle „Staaten“, die sich zu den Menschenrechten bekennen, auf dem
Weg zur Hölle; so Lefebvre am 1.11.1990 in Econe).
Artois natürlich nicht, denn es würde daraus eine Anspruchskonkurrenz zwischen dem Text und der Musik
entstehen. Zu gewaltig ist die h-moll Messe um sich mit der Rolle einer „ancilla verbi“ zu begnügen.
@Regazzoni Mich würde interessieren, ob Sie eine tridentinische messe mit der Musik der h-moll-Messe
von Bach für möglich halten. Immerhin ist die Musik 120 min. lang, allein für die Opferliturgie sind
etwa 30 min. Musik vorgesehen!
@Reggazzoni Also ich dachte immer, Liturgie sei eine Handlung der Kirche, eine Handlung Christi, und nicht
ein Handlung des Priesters. Und wieso ist Liturgie eine AM ALTAR vollzogene Handlung? Eine Vesper ist
auch Liturgie, und das geht sogar ganz ohne Altar. Eine Taufe ist Liturgie, und ganz ohne Altar.
Banalität als Sünde für jemand der sich wie Du zur Banalität bekennt, ist es verständlich, dass die
Feststellung, die Liturgie sei eine heilige und vom Priester am Altar vollzogene Handlung, Anstoss erregt.
Ich nehme an, Dir sind die Happenings Jopa II mit afrikanischen Trommeln lieber
hi Carlo ist die Kirche der Liturgie als vom Priester am Altar vollzogene heilige Handlung zugeordnet
wie kommst Du auf die Idee, Liturgie sei allein eine Handlung des Priesters, noch dazu allein des Priesters
am Altar?
#60 Agiafortuni 21:00:09 | Donnerstag, 15. Juni 2006
Artois Sie haben natürlich recht. Kirche und Liturgie sind nicht einerlei. Als heiliger Ort ist die Kirche
der Liturgie als vom Priester am Altar vollzogene heilige Handlung zugeordnet, wobei die Musik die Schönheit
dieser Handlung hervorheben soll, was auch ein gregorianischer Gesang vermag
Bruckner Das „locus iste“. ist ja wohl für als Graduale bestimmt. Das Deutsche Requiem ist schwerlich
als liturgische Musik zu bezeichnen, im Gegenteil, da es ja stark vom Geist des Kulturprotestantismus
und einer Umdeutung des Katholischen ins Sentimentale geprägt ist, kann es nicht als Kirchenmuisk gelten.
Die Matthäuspassionist zwar uneingeschränkt kirchlich, sprengt aber letztlich die liturgischen Fesseln
(wenn sie auch liturgisch verwendet werden kann und von Bach wurde.
#58 Agiafortuni 13:18:30 | Donnerstag, 15. Juni 2006
Artois weshalb halten Sie Bruckners Messen für ungeeignet. „Ad maiorem Dei gloriam“ lautet der sein ganzes
Werk durchziehende Leitgedanke. Wer hat eine schönere Lobpreisung auf die heilige Mutterkirche verfasst
als er mit seinem Mottet: „locus iste“. Die Musik hat die Aufgabe die Schönheit der Liturgie hervorzuheben
und dem Menschen den Zugang zum Geheimnis des Glaubens zu erleichtern. Wie verklärt wirkt das Geheimnis
des Karfreitags in Bachs Mätthäus Passion. Selbst ein Agnostiker wie Johannes Brahms hat mit seinem
Deutschen Requiem eine der schönsten Meditationen über den Tod verfasst
@Bruckners Messen Bei aller Liebe zu Bruckners Messen, die ich alle schon mitgesungen habe, (teils in
der LIturgei), ich glaube nicht, daß es sich dabei wirklich um liturgische Musik handelt, vielleicht
sind sie sogar ungeeignet.
#56 Agiafortuni 16:43:44 | Mittwoch, 14. Juni 2006
Barocke Kirchen Sie haben einen Nachteil, ihre Akustik eignet sich nicht für die Aufführung von Bruckner
Messen, sonst sind es zur Ehre Gottes errichtete Kunstwerke, was man von der modernen Kirchen nicht sagen
kann
@ Gotthard Hätte es doch schon vor Jahrhunderten Denkmalschutzgesetze gegeben, dann wären nicht hunderte
gotischer Kirchen im Inneren durch Barockisierung zerstört worden! …weswegen es wirklich zu bedauern
ist, dass es solche Gesetze damals noch nicht gab. Noch schlimmer ist allerdings die Verschandelung der
altrömischen Basiliken durch die Barockkunst, die ich sonst eigentlich schätze, aber wegen ihrer postulierten
Eitelkeit an Kirchen nicht recht leiden kann.
DDL – Agnostiker – Wenn sie – zu der Frage nach der „Ordnung der vier Grundkräften“- sagen würden: „ich
weiß es (bedingt) nicht“, gehe ich d’accord und hätte Respekt, wenigstens vor ihrer Meinung aber so…(…),
ist das Faible für ihr schmückendes nichtssagendes Beiwerk ist zu offensichtlich und nichtssagend!
@EinChrist Es obliegt Ihnen, eine Frage zunächst einmal hinreichend klar zu formulieren, wenn Sie tatsächlich
an einer Antwort interessiert sind (was ich bezweifle). Allerdings bin ich kein Astrophysiker. Aber um
Astrophysik geht es hier eigentlich gar nicht, sondern um Logik – da bin ich dann schon eher „zuhause“.
Schauen wir uns ‘mal an, was Sie da machen: Sie greifen sich einen Teilbereich der Naturwissenschaft heraus.
Diese NW ist bisher in der Lage gewesen, immer mehr früher „göttliche“ Zuständigkeitsbereiche rational
zu erklären. Anders als viele Religionen postuliert NW keine Allwissenheit; im Gegenteil konzediert sie
zwangsläufig unvollkommenes Wissen (es GEHT nicht anders – vgl. Heisenberg sowie die Notwendigkeit, Information
auch zu speichern). Den Umstand, dass die NW Umstand X (noch) nicht erklären kann (nehmen wir an, das
sei so), werten Sie als Beleg dafür, dass die NW fehlerhaft und dafür Ihr schieres Postulat, das der
NW an allen Ecken spottet, richtig sei. Zwar gibt es nicht das geringste Indiz dafür, warum das so sein
sollte und warum etwas, das um Potenzen weniger Plausibilität hat als die NWlichen Muster – aber das
stört Sie nicht. Auch, dass die Kirche mit explizit diesem Ihrem Schema mehrfach „auf den Bauch gefallen“
ist (nämlich immer dann, wenn eine einst „offene Frage“ als Gottesbeweis bemüht wurde und später dann
doch geklärt wurde), juckt Sie nicht. Sehen Sie: DAS ist Unlogik. Wieder mal die Geschichte vom Splitter
und dem Balken. P.S.: Welche „Blamage“?
@DDL – Agnostiker – Welche „Ordnung“ meinen Sie? „Ordnung“ i.S.d. Thermodynamik? Falls dem so ist, kann
ich Ihnen nur ebenfalls „thermodynamisch“ antworten, dass das Universum ein abgeschlossenes System ist,
innerhalb dessen die Gesamtordnung stets exakt gleich bleibt; lediglich die lokale Verteilung ändert
sich. Was hatte ich gefragt: „Jetzt bitte ich um Erklärung wo die Ordnung zB in dieser Welt herkommt
die sich nach den vier Grundkräften und den Naturkonstanten jedweder Art richtet?“ Weder nach der T-Dynamik
im offenen oder geschlossen Zustand wurde gefragt, scheinbar ist eine Überforderung eingetreten, nach
der herben Blamage vom Wochenende, wie zu lesen war. Die vier Grundkräfte: -Gravitation, -elektromagnetische
-starke + schwache Wechselwirkung, usw. Berühmtheit brauche ich nicht, …mein Vater ist seit jeher Weltberühmt!
Dass der Glaube vernünftig ist, das hatte schon der Heide Aristoteles 400 Jahre vor Christus – da gab’s
die Agnostiker noch gar nicht – gegen diejenigen gesagt, die behaupteten, alles sei durch Zufall entstanden;
er sagte es, obwohl er selber den Schöpfungsglauben nicht kannte. Die Vernunft der Welt lässt und Gottes
Vernunft erkennen, und die Hl, Schrift ist und bleibt die wahre Aufklärung , die die Welt der Vernunft
des Menschen, nicht seiner Ausbeutung durch den Menschen, übergeben hat, weil sie die Vernunft öffnete
in Gottes Wahrheit und Liebe hinein. Die Frage nach der „Ordnung im Kosmos“ ist noch offen
#51 M. Kirschbaum 10:52:53 | Dienstag, 13. Juni 2006
Wenig verstehe … Herr Heger schreibt: „Das vermuten Sie völlig richtig. Ich äußere mich in der Tat
nicht gern zu einem Thema, von dem ich zu wenig verstehe.“ Ist lustig oder, wenn man so liest, was der
TÜV hier und anderswo alles schreibt?
@Karl Murx: Ekklesiologie Lieber Karl Murx, Auch Herrn Dr. Heger scheint es auch nicht ganz geheuer zu
sein. Das vermuten Sie völlig richtig. Ich äußere mich in der Tat nicht gern zu einem Thema, von dem
ich zu wenig verstehe. MfG Christoph Heger
Berichtigung meiner vorhergehenden Aussage Darin, daß die praeambula nicht mit den Offenbarungswahrheiten
des Glaubens zu verwechseln und diese auch nicht einfach aus den Gesetzen der Vernunft und des Verstandes
ableitbar sind, stimmen Sie mir also zu! Die praeambula bieten dem Glauben „Voraussetzungen“, sie illustrieren
die unbeweisbaren Geheimnisse durch lehrreiche Analogie etc. Der Glaube bleibt aber Glaube; dieser hat
als Quelle nicht die Vernunft, sobdern Offenbarung, wenn die Offenbarungswahrheiten auch nicht in Widerspruch
zur Vernunft treten dürfen.
#48 Dr. Otterbeck 09:58:31 | Dienstag, 13. Juni 2006
(stat crux) Freut mich sehr! Lumen eccelsia ist übrigens über Thomas von Aquin; im Kreuzforum schreibt
der Vetter aus Dingsda gerade von einer „Zerstörung der Neuscholastik“ durch „V 2“. Diese Geheimwaffe
hat aber die Kathedrale gerettet ?:)
Karl X, stat crux und „das Übernatürliche“ Damit, daß die praeambula nicht mit den Offenbarungswahrheiten
des Glaubens zu verwechseln und auch nicht einfach aus den Gesetzen der Vernunft und des Verstandes ableitbar
sind, stimmen Sie mir also zu! Die praeambula bieten dem Glauben „Voraussetzungen“, sie illustrieren die
unbeweisbaren Geheimnisse durch lehrreiche Analogie etc. Der Glaube bleibt aber Glaube; dieser hat als
Quelle nicht die Vernunft, sobdern Offenbarung, wenn die Offenbarungswahrheiten auch nicht in Widerspruch
zur Vernunft treten dürfen. Als Gewährsmann erlaube ich mir Papst Paul VI zu zitieren, auch um stat
crux eine Freude zu machen: »Thomas besaß zweifellos in höchstem Maße den Mut zur Wahrheit, die Freiheit
des Geistes, wenn er an die neuen Probleme heranging, die intellektuelle Redlichkeit dessen, der die Verschmelzung
des Christentums mit der weltlichen Philosophie ebenso wenig gelten läßt wie deren apriorische Ablehnung…
Der zentrale, ja gleichsam Kernpunkt der Lösung, die er mit seinem genialen prophetischen Scharfsinn
für das Problem der neuen Gegenüberstellung von Vernunft und Glaube fand, war die Versöhnung zwischen
der säkularen Diesseitigkeit der Welt und der Radikalität des Evangeliums; damit entzog er sich der
widernatürlichen Tendenz zur Leugnung der Welt und ihrer Werte, ohne allerdings die höchsten und unbeugsamen
Ansprüche der übernatürlichen Ordnung zu vernachlässigen“ (Apost. Schr. Lumen Ecclesiae)
@Pünktchen Die Praeambula Fidei sind keine Glaubenswahrheiten. Das Urteil über sie setzt keinen Glauben
voraus. Das Urteil über die Prae. Fid. erfolgt nach gesundem Menschenverstand.
Schicksal der Titanic erspart Cobh (sprich: Koof), früherer Name „Queenstown“, wurde auch berühmt durch
die Titanic, welche 1912 dort vor ihrem Untergang die letzten Passagiere aufnahm. Es ist ja tröstlich,
daß dem Kirchenschiff das Schicksal des anderen Schiffes erspart bleibt.
Tröstlich! Mag der Dämon auch mit seiner großen Intelligenz – schließlich ist er ein gefallener Engel –
hier jegliche Sperre überwinden, Lügen, Halbwahrheiten und trügerische Glücksversprechen (soviel Griechisch
können wir auch) verbreiten, geschickt versteckt Zweifel und Verwirrung säen: es macht nichts! Irgendwann
erschallt der Donnerruf: QUIS UT DEUS? Ich höre ihn schon, in der Ferne … Bis dahin: mane nobiscum,
Domine!
@EinChrist Welche „Ordnung“ meinen Sie? „Ordnung“ i.S.d. Thermodynamik? Falls dem so ist, kann ich Ihnen
nur ebenfalls „thermodynamisch“ antworten, dass das Universum ein abgeschlossenes System ist, innerhalb
dessen die Gesamtordnung stets exakt gleich bleibt; lediglich die lokale Verteilung ändert sich. Aber
was genau Sie meinen, ist eigentlich auch egal, und ob ich es erklären kann, ebenfalls. Denn was Sie
als „Erklärung“ anbieten, ist ja keine, sondern lediglich ein phantasievolles Postulat, das man glauben
kann, wenn man mag, aber nicht muss (denn es gibt keinen Beleg, der Ihre Auffassung von „Postulat“ zu
„Fakt“ befördern würde). Und erfahrungsgemäß wissen die meisten Leute, die sich über Zufall mokieren,
nicht wirklich, was das eigentlich ist, und haben keine Vorstellung von den Größenordnungen, von denen
man in Bezug auf die „großen Themen“ (Entstehung des Universums, Evolution…) spricht. Aber wenn „der
Zufall so daneben ist“, dan nutzen Sie doch die Gelegenheit, schnell ‘mal eben berühmt zu werden, indem
Sie Ihre flotte Behauptung frischfröhlich beweisen. Die Wissenschaft läge Ihnen zu Füßen, seien Sie
sicher. @Karl Murx Das mit den 10 Agnostikern ist witzlos, und das wissen Sie. Dasselbe Spiel können
wir mit Katholiken oder jeder anderen Überzeugung spielen. Mit der Methode können Sie 10 Albino-Negride
als „Beleg“ dafür heranziehen, dass Negride weiß sind. DAS also ist „gemäßigter Realismus“? Ich würde
das eher unmäßiges Tarnen und Täuschen nennen… ;O)
stat crux, Karl X und die Toleranzfrage Karls Idee, die Toleranzforderung durch die klassischen „praeambula
fidei“ aushebeln zu können, weil es doch Verstandesurteile gebe, die soz. jeder vernünftige Mensch akzeptieren
müsse, kann sich auf keinen Fall auf Thomas von Aquin berufen. Insbes. der Satz: „ Wenn hier Klarheit
nicht möglich wäre, dann kann (man) selbstredend nur in die Freimaurerei gehen…“ würdigt nicht den
Wesensunterschied von Glaube und Wissen. Die Harmonie von Glaube und Wissen beruht nicht in der „Klarheit“
der Glaubenswahrheiten. Im Gegenteil, Thomas betont, daß das Geglaubte weder etw. Geschautes, „visum“,
noch etw. Bewiesenes „scitum“ sei. Der Glaube setzt als Materialpobjekt die innere Dunkelheit des Geglaubten
als notwendige Bedingung voraus, darin sich vom Wissen unterscheidend. Eine Harmonie von Glaube und Wissen
ergibt sich bei Thomas nur in voller Wahrung der Selbständigkeit beider auf den ihnen eigenen Gebieten.
Die Synthese beider ist möglich, sie ist aber nicht zwingend nach den Maßstäben des Verstandes. stat
crux ist darin recht zu geben: es bildet eine Naturalisierung des Supranaturalen, letzteres auf die Ebene
natürlicher Verstandeserkenntnisse herabzuwürdigen.
Apropos Randomizer Das liegt einfach an DLL selbst. Wenn man sich nur in den Begrifflichkeiten des Neo-Positivismus
à la Ralf Wittgenstein auskennt, kann man eine Terminologie die vom gemäßigten Realismus herrührt
auch nicht verstehen, ich aber verstehe Sie sehr gut, schließlich komme ich von Ihrem Ufer. Und was Ihre
Definition von Agnostizismus angeht, man könnte mindestens 10 Agnostiker finden, die mit Ihnen nicht
einverstanden wären. Ich war selbst lange genug Agnostiker, da brauchen Sie mir nichts zu erzählen.
Mein Tipp, lesen Sie Pieper und meinetwegen David Berger (sein Daddy war Kommunist). Unverdächtige Zeugen,
die mit mir mir nicht einverstanden wären, von denen Sie aber etwas lernen können.
DDL = Agnostiker Hier von „Zweifel“ zu sprechen, ist, als ob man hinsichtlich der Existenz von rosa Einhörnen
auf Beteigeuze „zweifeln“ würde (mit dem Unterschied, dass diese mindestens theoretisch irgendwann veri-
oder falsifizierbar wären). Diese Aussage ist naiv, dümmlich und hat nicht einmal ironischen Wert. Jetzt
bitte ich um Erklärung wo die Ordnung zB in dieser Welt herkommt die sich nach den vier Grundkräften
und den Naturkonstanten jedweder Art richtet? Völlig daneben liegt hier der „Zufall“, auf dessen Erklärung
nur mit einem müden lächeln geantwortet werden kann.
@Karl Murx Mit Verlaub, von allen hiesigen Kommentatoren sind Sie derjenige, bei dem ich am häufigsten
zweifle, ob er wenigstens selbst weiß, was er eigentlich schreibt und meint. Viele Ihrer Beiträge strotzen
zwar vor Zahlen und Namen, aber auf eine so diffus-merkwürdige Art, dass man nicht selten das Gefühl
hat, Sie würden irgendein Script verwenden, das per Randomizer irgendwelche weitläufig kirchenrelevanten
Begriffe zusammenwürfelt. Und, nebenbei: Agnostizismus hat nichts mit „Zweifel“ zu tun, sondern – im
Gegenteil, mit Sicherheit. Man geht fest davon aus (meinetwegen nennen Sie es „glauben“), dass Gottes
Existenz nicht bewiesen und nicht widerlegt werden kann, eine Überzeugung, die ihrerseits ggw. niemand
ernstlich bestreiten kann, so gerne es manche auch täten. Hier von „Zweifel“ zu sprechen, ist, als ob
man hinsichtlich der Existenz von rosa Einhörnen auf Beteigeuze „zweifeln“ würde (mit dem Unterschied,
dass diese mindestens theoretisch irgendwann veri- oder falsifizierbar wären).
Freut mich von Herzen Letztes Jahr habe ich mir die prächtige neugotische Kirche, die idyllisch am Hafen
liegt, selbst ansehen können und war begeistert von der Architektur. Um so bestürzter war ich über
die Umbaupläne. Jetzt freue ich mich wieder, dass der Verunstaltung Einhalt geboten wurde. Es gibt doch
auch mal Happy Ends.
Karl X. hatte vor der Julirevolution jedenfalls nicht gerade ein Konzept offener Gesellschaft vertreten.
Da war es gar nicht so einfasch wie heute, in den Medien nach Gutdünken „dies und das“ zu verbreiten.
offene Gesellschaft fördern? Ha, ha, ha Wie soll die denn aussehen, diese offene Gesellschaft? Wie ich
schon sagte, bringen Sie sich in Swingerclubs ein, oder z.B. als christlicher Standesbeamter bei Homo-Trauungen.
Da können Sie doch ein gutes Wort ablassen. Das sind doch echte Chancen! Abgesehen davon ist es gar nicht
ein Problem, ob eine Religion nicht von ihrem Wahrheitsanspruch ablassen will, was eben nur eine reine
Willenshaltung wäre (frei nach Bush), sondern, inwiefern es auf jot düsseldorferich gesagt, eben philosophich
berechtigt wäre, einen solchen Anspruch zu erheben. Der Knackpunkt (immer an die Knackis von Hertha-Wurstwaren
denken) ist also der, ob unser Verstand offen ist für die Wirklichkeit und ob die Wirklichkeit gesiegelt
ist durch die Ideen eines Schöpfers, die man durch Abstraktion gewinnen kann. Es geht also um die Praeambula
Fidei und jenes Verstandesurteil, das dem Glauben vorangeht. Ohne Urteil des Verstandes über die Gründe
der Glaubwürdigkeit, kein Glaube. Wenn hier Klarheit nicht möglich wäre, dann kann selbstredend nur
in die Freimaurerei gehen, weil: „In der Nacht sind alle Katzen grau“. Wie uns ein geflügeltes Wort dieser
Sippe sagt.
Dilettieren, Karl X., es heißt: dilettieren! Nein. Auf die moderne Physik habe ich Sie nur aufmerksam
gemacht, damit Sie mal darüber nachdenken, ob das Bild, das Sie sich von der „Natur“ machen, überhaupt
noch ihren Begriff von „Übernatur“ trägt. Die Toleranzfrage sehe ich, anders als die „interkulturelle
Philosophie“ etc., als Frage der Rechtsordnung in einer notwendig offenen Gesellschaft. Wenn eine Religion
behauptet, sie könne den Absolutheitsanspruch ihres „Dogmas“ preisgeben, so lügt sie. Selbst das Toleranzdogma
des orientalischen Pantheismus (der sich so gut zur abendländischen Aktivität zu fügen scheint) setzt
sich absolut. Und soweit „Logen“ das nachäffen, setzten sie sich auch absolut. Aber die Antwort ist nicht
das „Dogma der Intoleranz“ (im Staat), sondern die vertiefte Ausdeutung der typisch christlichen Differenz
von Gesellschaftsordnung und religiöser Wahrheit. Somit ist es relativ wahrscheinlich, dass der Katholizismus
die offene Gesellschaft aushalten (und sogar fördern kann), während alle „anderen“ darunter viel mehr
leiden (und am wenigsten die SSPX, die nur in der offenen Gesellschaft existieren kann, wie jede hermetische
Gruppe von Esoterikern auch).
Das Problem ist weder Toleranz, noch Intoleranz Das Problem ist ein erkenntnistheoretisches. Die geforderte
Toleranz ist doch nur eine Folge des Agnostizismus. Der Agnostizismus fördert wieder den religiösen
Zweifel und ab geht’s zur Ringparabelkirche von V2. Jetzt wird Otterbeck wahrscheinlich wieder mit Quantentheorie
diletantieren.
Das Phänomen der Freimaurerei ist vielschichtig, parttiell unappetitlich, insgesamt von gestern (wie
sogar die krankhaften Logenhasser implizit einräumen; 1717-1917) und bei weitem desorganisierter als
die Kirche. Man spricht von überproportionalem Einfluss in Beligien, im 19 Jh. auch in Italöien, sicherlich
in Frankreich und England. In Dtld. blieb das Phänomen immer schwach ausgeprägt. Die Dummheit der integralistischen
Revolte gegen das Papsttum besteht nicht zuletzt in einer naiven „Überzeugung“, als stünden sich da
zwei „Weltbilder“ gegenüber. Das „Programm“ der einzelnen Brüder ist der Loge aber wurscht, weil es
auf die Bruderschaft selbst ankommt, nämlich auf die Arkandisziplin, die sich im Ritual manifestiert.
Die „Werte“ von 1789 mit der Freimaurerei zu „identifizieren“ ist schon der erste abwegige Schritt. Die
SSPX ist damit ihrem Lieblingsfeind viel ähnlicher als sie wahrhaben will. Denn Problem ist nicht die
Toleranz, die ist notwendig, sondern das „Dogma von der Toleranz“, das aber nicht relativiert werden kann,
indem man ihm mit einem „Dogma der Intoleranz“ antwortet. Die Intransigenz des 19. Jh. war nämlich Kirchenpolitik
und nie Dogma. Petruis würde die Schlüsselgewalt niemals vom Bestand der Throne abhängig machen. Pius
VII. hat Napoleon gesalbt und damit dem „Relativismus“ in staatspolitischen Dingen längst Tür und Tor
geöffnet. Schon 1804 war Rom rettunglos „modernistisch“ verseucht! Da gab es Karl X. noch gar nicht.
Die „christlichen“ Logen sind die gefährlichsten Denn diese Logen sind rituell orientiert und von einem
gnostischen Geist inspiriert. Der luziferische Kult dieser Logen kann in der Nachbarschaft der wahren
Sakramente seine volle Kraft nicht entfalten. Diese „christlichen“ Logen sind also bestrebt ihren kabbalistischen
After-Sakramenten eine offizielle Weihe zu verschaffen. Diesem Auftrag kommt die V2-Sekte nach. Um die
Trinitätslehre mit der Kabbala zu versöhnen, bedarf es auch einer Umstellung. Subjekt der innergöttlichen
Hervorgänge sind nicht mehr die Hypostasen, sondern die göttliche Wesenheit, was eine Harmonisierung
mit den Emanationslehren erlaubt. So kann man am Ende die Dreifaltigkeit mit der Doktrin des Rabbi Benamozegh
versöhnen. Die Trinität ist dann nichts anderes als der obere Teil des Baumes der Sephiroth.
@Gotthard Sehr richtig! Der geplante Umbau in dieser Kathedrale ist künstlerisch ein NICHTS gegen den
Kulturfaschismus, den der Barock gegen ALLES ausübte, was ihm in die Quere kam. Vor allem Romanik und
Gotik. Was hätten die kreuz.net-Hetzer wohl gesagt, wenn damals die Stadträte in ganz Europa mit solchen
Gründen die Umgestaltung von Kirchen verhindert hätten?
@Marcel Wer meint, Freimaurer seien eine weltumspannende, antikirchliche Vereinigung, ist nicht allzu
fest mit der Realität verhaftet und liest zu viele Verschwörungsromane. Ihnen Sei der Film „23 – mehr
als eine Zahl“ empfohlen. „Illiminati“ kennen Sie ja vermutlich schon auswendig. Die Feindschaft zwischen
RKK und Freimaurerei ist einseitig, und nicht von Seiten der Freimaurer aus. Es geht hierbei auch nicht
um Gott oder Theologie, sondern um blanke Macht, und auch das wieder nur vom Vatikan aus. Wie anders wollen
Sie erklären, dass das Freimaurertum an sich religlös offen und tolerant ist, es aber durchaus dezidiert
christliche Logen gibt? Verträgt sich ja irgendwie nicht so recht mit dem postulierten Kirchenhass, oder?
Der Coup Stat Crux: Aber Sie wollen wahrscheinlich wissen, ob ich schonmal einem „Freimaurer“ die Hand
gegeben habe? Nein. Damit kann ich nicht dienen. In Anführungszeichen nicht, ja. Ab welchem Grad ist
ein „Freimaurer“ ein Freimaurer? Haben Sie zufällig Vorgrimmlers Rede 1997 bei den Kölner Freidenkern
gehört? Als er – u.a. – die Einsetzung der Kirche durch Christus leugnet. Genau der Mann, der zusammen
mit Rahner das „Kleine Konzilskompendium“ interpretierte, das bis heute unbeandstandet überall in der
V.II-Kirche verwendet wird. Das war ein Coup. Darüber amüsieren sich die Brüder noch heute.
Ist es nicht erstaunlich, wie das Thema Ekklesiologie Konstipation auslöst? Ottaviani und Athanasius
verdrücken sich zu einem anderen Thema. Auch Herrn Dr. Heger scheint es auch nicht ganz geheuer zu sein.
Vielleicht macht ja die Sanktionskeule des Kommunikationsabbruchs von Seiten der Riege Mersch, Kaschewsky,
Barth usw. einen gewissen Eindruck. Bei der Bruderschaft löst dieses Thema ja ein „ipso facto anathema“
aus. Otterbeck scheint das Thema auch nicht zu liegen. Es ist wahr, hier muß man Farbe bekennen! Entweder
ist die Einheit der Kirche ungebrochen, auch als mystischer und sichtbarer Leib und diese Einheit ist
exklusiv, woraus sich die Unfehlbarkeit ergibt, denn Unsicherheit in der Doktrin verträgt sich nicht
mit einem unteilbaren Leib, oder aber die Einheit ist verloren. Wenn Wahrheit und Unwahrheit hier wie
dort gleich verteilt sind, was bedeutet dann eine Exkommunikation von einer „Kirche“, die sich „katholisch“
nennt, aber von sich in „Ut unum sint“ behauptet, sie sei lediglich eine partielle Jurisdiktion und ein
Derivat der früheren Kirche Christi? Jopo Zwo sagt mir klipp und klar: „Der wahre Ring, so scheint’s,
ging verloren!“ Einen guten Teil des Glanzes könne man bei ihm noch haben und bei den anderen funkelt’s
auch.
schwebend unwirksam Schade, Karl X. sel. Anged. möchtegern Nachf., da Sie die Interzession wohl für
unwirksam halten (und lieber den CIC 1917 konsultieren; als würde ich die Peinliche Halsgerichtsordnung
Karls V. zu Rate ziehen!), widmen wir das Kerzenopfer lieber Dr. T. Rex.
des Neurosenkavaliers rotes Telephon Abgesehen von seinem eigenen Wortschatz hat der Neurosenkavalier
einen direkten Zugang zum Himmel. Immerhin ist ihm hoch anzurechnen, dass er endlich die Namen derer die
ihn inspiriert haben genannt hat. Es sind dies: Congar, de Lubac etc.
Na ja, dann eben nicht „satisfaktionsfähig“. Aber Sie wollen wahrscheinlich wissen, ob ich schonmal einem
„Freimaurer“ die Hand gegeben habe? Nein. Damit kann ich nicht dienen.
gerettet? Hätte es doch schon vor Jahrhunderten Denkmalschutzgesetze gegeben, dann wären nicht hunderte
gotischer Kirchen im Inneren durch Barockisierung zerstört worden!
Ist doch keine Antwort, Mann! Geht doch um Ihre Ansichten hier. Müssen Sie da passen? Zu allem müssen
Sie Ihren „Sämpf“ dazugeben, ohne daß Sie etwas profundes zu Ihren Anschauungen sagen. Nicht satisfaktionsfähig!
Werde Sie doch mal präzise, Alterchen! Wie wäre es mit einer kohärenten Darstellung Ihrer Gotteslehre,
oder ist die geheim und nur für nichtprofane? Wenn Sie von Gott reden, wovon reden Sie eigentlich? Sie
wecken Neugierde. Ich gratuliere Ihnen! :(3
Da ich den Naturalismus ablehne, ist Gott nunmal keine Sache; „Gott sprach zu Abraham“… Von der Stelle
angefangen könnten Sie die Bibel ja nochmal lesen, um aus ihre naturalistischen Klemme (genannt: „Übernatur“)
allmählich rauszufinden.
Wo bleiben denn die Matadore der FSSPX? Athanasius behauptet doch, daß Ratzinger und Wojtyla lediglich
materielle Häretiker waren, wenn überhaupt. Die organisierte Form der neuen Ekklesiologie, ist das keine
Sekte? Schließlich hängen doch Unfehlbarkeit des Papstes und Exklusivität des mystischen Leibes miteinander
zusammen. Die Unfehlbarkeit finde ich also nur im ungeteilten und unteilbaren Corpus mysticum. Was ist
mit der Unfehlbarkeit, wenn die katholische Kirche gar nicht mit der Kirche Christi identisch wäre, weil
die Einheit der letzteren nicht mehr existiert? Was sollen die Anwürfe von einigen hier, ich und andere
wären nicht mehr katholisch, wenn JPII und Ratzinger sich selbst als Glieder einer noch universaleren
Kirche sehen? Bitte den Exkommunikationsbegriff des CIC83 anwenden. Ist der irgendwo definiert?
Kathedrale gerettet Manchmal lassen gewisse nichtkatholische Laien mehr Achtung vor dem Allerheiligen
erkennen als gewisse sich als Priester ausgebende Frevler. Als der Frevler Montini sich anmass die Messe
des heiligen Pius V zu verunmöglichen haben mehrere namhafte nichtkatholische Laien wie Lord Menuhin
und der Dirigent Vladimir Ashkenazy dagegen Einspruch erhoben
Theoretisch ist das alles Pups Und an dieser schematischen Andacht hat auch keiner Freude, erst Recht
nicht die Frenetiker der Superkirche, denn die sind längst kreativer. Unsere nette Andacht ist nur durch
das „Leeramt“ von JPII. und B16 voll abgedeckt.
@Karl Murx: Kein Einspruch nötig. Lieber Herr Murx, Sie brauchen gar nicht einzusprechen. Ich sagte doch:
„Unbeschadet Ihrer Kritik in der Hauptsache …“ Es ging mir nur darum, daß aus diesem Pups aus dem „Gotteslob“
kein Donnerschlag gemacht wird. Wenn Sie Konzilstexte u.ä. unter die Lupe nehmen, hat das natürlich
eine andere Qualität. MfG Christoph Heger
Planierraupe? Ich habe mir den abgedruckten Entwurf für die Neugestaltung angesehen. Welcher Teil hätte
hier unter Zuhilfenahme einer Planierraupe entstehen sollen? Vielleicht kann einer der anonymen Schreiberlinge
von kreuz.net („jolie.net“ ) das mal erklären!
Einspruch Sehr geehrter Herr Dr.Heger, die fragliche Andacht spricht klar davon, daß die „Botschaft Jesu
heute auf verschiedene Arten verkündet wird“. Es gibt also die „eine verlorene Wahrheit in vielen Erscheinungsformen“.
Es ist auch in der Andacht nicht davon die Rede, daß sich schismatische Kirchen von der wahren Kirche
abgespalten hätten, nein, vielmehr wird die Kirche in sich als gespalten gesehen. Nochmals wird in der
Andacht betont:“…; denn deine Herde ist zerteilt.“ Es ist wohl vollkommen angemessen, daß ich aus dieser
Andacht genau das herauslese, was in „Lumen Gentium“ und „Ut unum sint“ auch zum Ausdruck kommt. Die Andacht
787-4 redet weiterhin von der näheren Zusammenführung „deiner Christenheit“. Es ist doch wohl offensichtlich,
daß wir es mit jenem Pan-Christianismus zu tun haben, den Pius XI. in Mortalium Animos verurteilt hatte.
Dagegen ist aus der überlieferten Lehre klar ersichtlich, daß die Schismatiker und HÄretiker zum Schafstall
Christi nicht gehören. Wilhelm de Vries SJ www.bautz.de/bbkl/v/vries_w.shtml, weist als unverdächtiger
Zeuge und Partisan der Reiligionsfreiheit nach, daß die Päpste bis zum Konzil in den schismatischen
„Kirchen“ noch nicht einmal einen unvollkommenen Corpus Mysticum gesehen hatten. Die Haltung des Hl. Stuhles
gegenüber der getrennten Hierarchie im Nahen Osten zur Zeit der Unionen, in: Zeitschrift für katholische
Theologie 80 (1958)
@Karl Murx: Wohlwollende Auslegung möglich. Unbeschadet Ihrer Kritik in der Hauptsache – was GOTTESLOB,
Andacht 787-4, Auflage 1975, zur Einheit der Christen, angeht, so ist die Aussage „Die Christenheit besteht
aus vielerlei Kirchen und kleinen Gruppen“ natürlich schon ärgerniserregend, aber man sollte sie vielleicht
auch nicht überstrapazieren. Leider ist der Gedanke, daß die Kirche Jesu Christi keiner Spaltung fähig
ist, auch sonst ziemlich verdunstet. Wenn in dieser Andacht allerdings von „vielerlei Kirchen“ die Rede
ist, so sollte man den Autoren zugute halten, daß das in dem alltäglichen, uneigentlichen Sinn gemeint
sein kann, mit dem man im bürgerlichen Leben auch sonst von der „soundso Kirche“ spricht. MfG Christoph
Heger
Neue Kirchengebäude für ein neues Kirchenbild Wenn der Communio-Gedanke bei Frank’nchurch im Zentrum
steht, sind Gebäude, die dem streng hierarchischen Bild des Corpus Mysticum entsprechen, nicht am Platz.
Die Umbaumaßnahmen sind vollkommen logisch und dieser neuen Religion angemessen. Der Enzyklika „Ut unum
sint“, von Jopo II, kann man entnehmen, daß die „katholische Kirche“, deren Papst er behauptet zu sein,
nicht die Kirche Christi ist, sie ist auch nicht die apostolische Kirche, sondern diese existiert (subsistit)
in derivaten Gebilden fort, von denen die katholische Kirche die vollkommenste sein mag. Aber alle „Schwesterkirchen“
mit apostolischer Sukzession der Bischofsweihe sind ebenfalls legitime Erscheinungsformen, in denen die
Kirche Christi fortsubsistiert. Die exklusive Identität der Kirche Christi der Apostel und er katholischen
Kirche unter dem Papst, dem Nachfolger des Apostels Petrus, wird also von Jopo Zwo verworfen und muß
gefunden werden (Ringparabel). Dem entspricht auch das GOTTESLOB, Andacht 787-4, Auflage 1975, zur Einheit
der Christen. Die Spaltung der Kirche Christi wird dort ebenfalls explizit ausgesprochen und ist in dieser
Andacht Gegenstand einer Kulthandlung: „Die Christenheit besteht aus vielerlei Kirchen und kleinen Gruppen –
Deine Botschaft wird auf verschiedene Weise verkündet“. Frank’nchurch nimmt sich also als eine ÜBerkirche,
die noch höher als die katholische Kirche rangiert. Johannes Paulus nomen suum dedit sectam istam et
publice adhaesi (can 2314, 3°)