Bereits vor längerer Zeit erhielt Kardinal Lehmann den römischen Auftrag, gegen Verzerrungen des Glaubens durch das ‘Zentralkomitte der Deutschen Katholiken’ aktiv zu werden. Doch bisher scheint sich nichts getan zu haben.
(kreuz.net, Vatikan) Mitte Dezember schrieb der Präfekt der Glaubenskongregation, William Kardinal Levada,
dem Präsidenten der deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, einen Brief.
Darüber berichtete
die deutsche Zeitung ‘Tagespost’ am letzten Samstag.
Anlaß des vatikanischen Schreibens war ein Beschluß
der Vollversammlung des ‘Zentralkomitees der Deutschen Katholiken’ vom 30. April 2005. Darin forderte
das oberste deutsche Laiengremium in einer Art Resolution von der deutschen Bischofskonferenz mehr kirchliche
Mitbestimmungsrechte für Laien.
Die Resolution verlangte sogenannte „Beispruchsrechte“ – ein kirchliches
Kunstwort für „Mitsprache“ – für Laiengremien auf allen kirchlichen Ebenen: Bischofskonferenz, Diözesen
und Pfarreien. Das ‘Zentralkomitee’ wünscht, daß diese Rechte über eine teilkirchliche Gesetzgebung
und durch eine verbindliche Selbstverpflichtung der kirchlichen Autorität festgeschrieben würden.
Die
Forderung nach solchen Rechten begründet das Laiengremium mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil und mit
dem Kirchenrecht.
In seinem Brief an den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz bezeichnet Kardinal
Levada die Ableitung eines Mitspracherechtes für Laienräte aus dem Kirchenrecht als „sehr fragwürdig“.
Mit Bezug auf die Pastoralräte schreibt er: „Im kirchlichen Gesetzbuch ist ausdrücklich festgehalten,
daß diese Pastoralräte ein beratendes Stimmrecht besitzen, das den Pfarrer beziehungsweise Bischof nicht
verpflichtet, sich ihren Beschlüssen in jedem Fall anzuschließen.“
Katholische Bistümer seien schließlich
keine protestantischen Landeskirchen.
Der Präfekt der Glaubenskongregation beklagt sich in seinem Schreiben
außerdem, daß das ‘Zentralkomitee’ lehramtliche Dokumente ignoriert:
„Aus den Begründungen des Zentralkomitees
für seine Forderungen werden einige bedenkliche Punkte sichtbar. Die Aussagen des Lehramtes über den
Dienst und die Verantwortung der Bischöfe und Priester scheinen nicht ausreichend berücksichtigt zu
sein.“
Der oberste Glaubenswächter erwähnt in diesem Zusammenhang das nachsynodale Apostolische Schreiben
,Pastores Gregis’ von Papst Johannes Paul II. aus dem Jahr 2003, die Instruktion der Kleruskongregation
,Der Priester, Hirte und Leiter der Pfarrgemeinde’ aus dem Jahr 2002 und die interdikasteriale ‘Instruktion
zu einigen Fragen über die Mitarbeit der Laien am Dienst der Priester’ aus dem Jahr 1997.
Kardinal Levada
fordert den Präsidenten der Bischofskonferenz zum Handeln auf, denn hier gehe es um eine Frage mit „weitreichenden
ekklesiologischen Implikationen“:
„Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie der Kongregation nähere Informationen
zukommen lassen könnten, gegebenenfalls auch über getroffene oder geplante Maßnahmen von seiten der
Deutschen Bischofskonferenz.“
Obwohl Kardinal Lehmann diese Aufforderung bereits Ende letzten Jahres
erhielt, wurde bislang nicht bekannt, wie die deutsche Bischofskonferenz dem römischen Wunsch nachgekommen
ist.
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Frage Es gab das Zentralkomitee der der KPDSU in der Sowjet Union, und auch damals schon das Zentralkomitee
der deutschen Katholiken, was diese sich dabei dachten sich wie die russischen Atheisten zu organisieren,
und was sich Deutschlands Bischöfe dachten und denken wenn sie da zuschauen, frage ich mich immer noch.
@Pünktchen Es ist sehr wohl das Recht der Kirche, Homosexualität als ungeordnete Triebrichtung zu sehen.
Und wenn dieses noch so ein Nonsens ist. Es geht aber nicht nur um das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung
und politische Betätigung. Jeder hat auch das Recht auf freie Entwicklung der Persönlichkeit. Dazu gehört
auch das Ausleben einer ungeordneten Triebrichtung solange dies auf freiwilliger Basis und niemand einen
Nachteil hat, etwa weil er/ sie aufgrund seines Alters nicht mündig genug ist, eine eigene Entscheidung
zu fällen. Bis vor wenigen Jahren stand aber allein schon das in Deutschland unter Strafe. Und die katholische
Kirche hat die Abschaffung des Paragraphen bekämpft. Dadurch hat sie die Menschenwürde von Leuten, die
eine andere Lebensauffassung haben mit Füßen getreten. Woher soll man da jetzt die Gewissheit nehmen,
dass dies nicht wieder geschieht?
Ansgar Da sind aber doch noch die Wertentscheidungen des Grundgesetzes! Der Staat des Grundgesetzes will
eben nicht nur demokratischer Formalismus sein, sondern bekannt sich zu den Grundrechten als Ausprägung
der Menschenrechte. Richtig ist, dass diese wesentliche politische Grundüberzeugungen zum Ausdruck bringen
und keinen „dogmatischen“ Charakter haben, also (anders als vielleicht 1789) nicht in Konkurrenz zur religiösen
Überzeugung stehen.
Demokratie Der geschätzte Teilnehmer Benedikt muß gar nicht so viele Worte verlieren. „Ekstase“ ist
desinformiert. Demokratie ist kein Wertesystem. Sie ist eine Herrschaftsform. Wie Monarchie, Oligarchie,
Diktatur etc. Demokratie ist wertelos und will das auch sein. Erst die demokratisch gefaßten Entscheidungen
können Wert haben. Beispiel: Beschließt der Bundestag die Abschaffung des Frauenwahlrechts mehrheitlich,
so ist das demokratisch. Moralisch wäre es bedenklich. Beschließt der Bundestag die Einführung der
Todesstrafe… usw. usw. Eine Vergötzung der Demokratie a la Ekstase ist geistlos und von kryptischen
Obrigkeitsdenken geprägt (s. Ruf nach Verfassungsschutz). Armselig.
Benedikt Der Integralist Umberto Begnini, der eine ausführliche Sozialgeschichte der Kirche verfasst
hat, unterschied in der damaligen Diktion zwischen „royaume“ (Königtum) und „empire“ (Reich) der Kirche;
angelehnt an die Zwei-Schwerter-Lehre Bonifaz VIII. Mit dem eigenen Schwert kämpft die Kirche für das
seelische Ziel, das weltliche Schwert kämpft für die Wohlfahrt, an der die Kirche aber auch interessiert
ist. Das „demokratisierte“ Selbstverständnis der Kirche betrifft in etwa, nicht bruchlos, diesen zweiten
Bereich, den „Weltauftrag“. Hier wird auf Tricks mittels der Macht verzichtet (idealtypisch); im „Eigenbereich“
stößt die Demokratie in der Kirche an dogmatische Grenzen. Hier ist m.E. auch keine Parlamentarisierung
möglich, da sonst das Prpfane auf das Sakrale übergreift, anstatt der consecratio mundi, um die es dem
gewaltlosen „Reich“ der Kirch inmitten der Welt gehen müsste.
Extase sie haben meinem Argument, die Demokratie sichere auch Minderheiten Rechte zu, entgegenet, dass
die Kirche keine Demokratie sei. Das würde nach ihrer Logik bedeuten, dass wenn die Kirche ihre Positionen
durchsetzt, in der Gesellschaft missliebige Minderheiten auch ihre Minderheitenrechte verlieren. Damit
stünde die Kirche dann im Konfilkt zur Demokratie Sie unterstellen damit, daß die Kirche für den politischen
Raum eine reine Wiederspiegelung der eigenen Ordnungsstruktur anstrebe. Das ist nicht der Fall. Die Kirche
würdigt die politische Sphäre und ihren Aufbau als Ordnung sui generis mit grundlegend anderer Zweckbestimmung.
Höchster Richtwert bleibt dabei für die katholische Soziallehre die Menschenwürde. Die staatl. garantierten
Grundrechte stehen nicht zur Disposition. Meinungsfreiheit genießen sie auch in der Katholischen Kirche.
Sie müssen es nur ertragen, daß Ihnen widersprochen wird, wenn Sie die Auferstehung für ein „Mythologem“
halten! Wenn Sie in der CDU verkünden würden, daß Sie für Martin Hohmann Partei ergreifen, dann fliegen
Sie schneller raus als Sie denken können. Die Kirche kann sehr wohl Homosexualität als ungeordnete Triebrichtung
ansehen, ohne den Homosexuellen im politischen Bereich ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung und
politische Betätigung zu bestreiten.
@ Extase Wie wurden denn hier über den Katholikentag geschimpft? In der kath. Kirche geht sowas natürlich
nicht. Was wollen Sie denn? Das Ereignis hat doch stattgefunden und auf innerparteiliche Oppositionelle
wird auch ganz schön geschimpft. sie haben meinem Argument, die Demokratie sichere auch Minderheiten
Rechte zu, entgegenet, dass die Kirche keine Demokratie sei. Selbstverständlich ist sie das nicht. Genau
wie die Parteien keine Demokratie sind. Darunter versteht man nämlich ein Staatsgebilde mit demokratischem
System. Weder die Kirche noch die Parteien sind ein solches. Das würde nach ihrer Logik bedeuten, dass
wenn die Kirche ihre Positionen durchsetzt, in der Gesellschaft missliebige Minderheiten auch ihre Minderheitenrechte
verlieren. Unsinn. Die Kirche will gar keine pol. Positionen durchsetzen, erst recht will sie selbst kein
pol. Regiment führen. Ein Durchsetzen der Positionen der Kirche basiert wie bei jedem anderen Meinungsbildner
darauf, dass sie von der Mehrheit angenommen wird. Die Mehrheit entscheidet dann in dem Sinne. Alles ganz
demokratisch. Im Übrigen muss ich sie noch einmal ermahnen endlich exakt zu lesen!!!!! Ich habe KEIN
Verbot der katholischen Kirche gefordert, Lesen Sie doch genauer. So etwas habe ich Ihnen gar nicht unterstellt.
Bedrohlich wird es ja erst, wenn man versucht die Rechte anderer einzuschränken. Die Poltik beschneidet
andauernd die Rechte anderer.
@benedikt Zum letzten Punkt rate ich ihnen mal die Augen auf zu machen. Natürlich kann eine Partei nicht
Rechte gewähren, die vom Staat garantiert werden. Aber jede Partei hat auch immer eine innerparteiliche
Oposition. Man kann ja in eine ähnliche Grundrichtung denken und trotzdem verschiedener Meinung sein.
Wie wurden denn hier über den Katholikentag geschimpft? In der kath. Kirche geht sowas natürlich nicht.
Desweiteren haben sie sich verraten. sie haben meinem Argument, die Demokratie sichere auch Minderheiten
Rechte zu, entgegenet, dass die Kirche keine Demokratie sei. Das würde nach ihrer Logik bedeuten, dass
wenn die Kirche ihre Positionen durchsetzt, in der Gesellschaft missliebige Minderheiten auch ihre Minderheitenrechte
verlieren. Damit stünde die Kirche dann im Konfilkt zur Demokratie. Im Übrigen muss ich sie noch einmal
ermahnen endlich exakt zu lesen!!!!! Ich habe KEIN Verbot der katholischen Kirche gefordert, sondern die
Frage in den Raum gestellt, ob sie vom Verfassungsschutz beobachtet werden muss. Man kann den antidemokratischen
Tendenzen ja auch ohne sofortiges Verbot soweit Einhalt gebieten, dass diese nicht auf die Gesellschaft
übertragen werden. Was sie intern macht, geht mich als Nicht-Katholik ja in so weit nichts an. Jedem
das seine. Bedrohlich wird es ja erst, wenn man versucht die Rechte anderer einzuschränken. Und die müssen
geschützt werden.
extase: Ihr Parteibeispiel ist kein Widerspruch zu meiner These, denn ich könnte ja aus der FDP oder
der SPD austreten und könnte dann in die andere rein. Genausogut können Sie aus der einen Kirche austreten
und in eine andere rein!
@ Extase Diese Partei genügt also meinem Kriterium nicht, um als demokratisch zu gelten. Folglich ist
sie ungeeignet, um an der demokratischen Willensbildung teilzunehmen. Nur hat diese Auffassung keine Rechtfertigung
in der Verfassung. Die Aufnahme von Oskar Lafontaine in die FDP würde sich übrigens auch schwierig gestalten.
Darf die FDP jetzt auch nicht mehr an der demokratischen Willensbildung teilhaben, was ihr durch Art 21
I GG zugestanden wird? Man hat das Recht eine andere Meinung zu haben und für diesen Standpunkt zu kämpfen.
Hören Sie mal, auch in der Kirche ist e durchaus erlaubt, eine andere Meinung zu haben, es gibt verschiedene
theologische, philosophische und kirchenpolitische Strömungen. Es gibt aber so etwas wie einen unantastbaren
Grundkonsens (den Glauben), und gegen den können Sie genausowenig kämpfen wie in der CDU zB gegen das
Festhalten an der sozialen Marktwirtschaft. Wenn Sie dort permanent Planwirtschaft predigen, dann wird
man Sie irgendwann auch fragen, was Sie eigentlich wollen und Ihnen eine andere Partei empfehlen. Sie
werden mir sicher auch zugestehen, dass von einem Generalsekretär oder einem Parteivize mehr Treue zu
Parteidoktrin verlangt wird, als von einem Gemeinderatsabgeordneten. Insofern war mein Beispiel nicht
so übel. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass Sie immer noch nicht dargelegt haben, warum die demokratische
Organisation essentiell notwendig ist, um meinungsbildend tätig zu werden.
@Beneditk Ihr Parteibeispiel ist kein Widerspruch zu meiner These, denn ich könnte ja aus der FDP oder
der SPD austreten und könnte dann in die andere rein. Ich sprach von einer prinzipiellen Möglichkeit
und die ist gegeben. Es macht ja keinen Sinn für Gegenteiliges gleichzeitig einzutreten. Also lesen sie
bitte exakter!!!!! Jeder kann ein Unternehmen gründen und somit einem Verband beitreten. Ihr erstes Kontra
erübrigt sich übrigens, weil ich es im zusammenhang mit dem zweiten geschrieben habe. Versuchen sie
mal als Farbiger in die NPD zu kommen. Das dürfte kaum gelingen. Diese Partei genügt also meinem Kriterium
nicht, um als demokratisch zu gelten. Folglich ist sie ungeeignet, um an der demokratischen Willensbildung
teilzunehmen. Ihr dritter Punkt belegt, dass meine These nicht widerlegen können, weil sie Demokratie
nicht verstanden haben. Man hat das Recht eine andere Meinung zu haben und für diesen Standpunkt zu kämpfen.
Das nennt man Widerstand. Einfach Mitgleid werden reicht da natürlich nicht. Widerstand dulden und Treue
erwarten ist ein Widerspruch in sich. Das geht nicht zusammen. Wenn ich eine andere Meinung zugestehe
will und trotzdem Treue verlange in dem was vorgegeben wird, dann ist dies nur eine Scheintoleranz.
@ Extase Unliebsame Geister werden doch von oben bestraft. Haben Sie eine Ahnung, was man sich in der
Kirche alles leisten muss, bis man „von oben“ „bestraft“ wird. Wenn ich da an dieses Forum denke, dann
werden meine Aussagen bestärkt. Dieses Forum ist weder die Kirche noch repräsentativ für diesselbige.
Aber dass hier permanent ein Verbot von politischen Demonstrationen gefordert werden, (…) ist schon
allerhand. Darf ich Sie daran erinnern, dass Sie hier ein Verbot der polit. & meinungsbildenden Tätigkeit
der Kirche fordern? Demokratie wächst von unten. Das ist der Idealfall. Ich bin zwar selber Demokrat,
aber solchen Illusionen gebe ich mich nicht hin. Die Dem. wird von den Meinungsbildnern gesteuert: Medien:
Parteien, Verbände. Und diese agieren zumind. im Alltag von oben herab. Das heißt jede Gruppe, die sich
an der Demokratischen Willenbildung beteiligen will, muss sich intern auch demokratisch organisieren Dafür
gibt es keine gesetzliche Grundlage. Lediglich Parteien sind hier verpflichtet (Art 21 I 2 GG). Nur so
kann gezeigt werden, dass man demokratische Werte, die man zu seinen Gunsten nutzen will, auch aktiv weitervermittelt
Die Vermittlung demokratischer Werte ist Sache der Politiker. Der Kirche geht es um moralische Werte und
die Gesellschaft. Sie muss hier keine Demokratie vorleben. Sie will ja kein politisches System etablieren.
R. Safranski und die kathol. Kirche Der Philosoph Rüdiger Safranski hat einen Gesichtspunkt in die Debatte
geworfen, der ebenso für einen hierarchisch geordneten Sozialkörper der Kirche spricht: er ist offenbar
besser geeignet, daß die überlieferte Lehre vor dem Wechsel des Zeitgeistes und der Gesinnungsmoden
geschützt bleibt. Safranski wörtlich: „ Wenn es sie nicht gäbe, müsste man eine Institution wie die
katholische Kirche erfinden. Warum? Sie ist 2000 Jahre alt und spielt eine Art Supervisionsrolle gegenüber
dem Trubel auf unserem Globus – mit einem Elefantengedächtnis. Die katholische Kirche verkörpert etwas
Störrisches, konservativ Langsames in einer beschleunigten Welt. „ Bitte um Fortsetzung, Benedikt!
@ekstase Es ist seit langem nachgewiesen, daß die Demokratie nicht etwa minderheitenfreundlich, sondern
das minderheitenfeindlichste System ist, das man sich überhaupt vorstellen kann. Dies ist nicht nur philosophische
Erkenntnis, dies híst geschichtlich bewiesen und dargestellt. Am besten mal wieder von den Tschechen,
die bei der Gründung ihres Staates nicht nur alle RChte, sondern sogar den Status als Bürger entzogen,
einfach so, per definitionem, daß sie eben nicht der demos seinen. Ähnliches egschah allüberall, wo
Demokratie eingeführt wurde. Also bleiben Sie mal auf dem Teppich mit ihrer Demo-Lyrik
@ Extase Die Tatsache, dass sie intern demokratisch legitimiert sind, reicht vollkommen aus, Aus welchem
Grund denn? Was nützt die Legitimation nach innen, wenn die Arbeit und damit die Wirkung nach außen
auf jene gerichtet ist, die den Betreffenden nicht haben legitimieren können? solange niemand prinzipiell
von der Mitgliedschaft ausgeschlossen ist. Wenn Sie Gewerkschafter sind, können Sie nicht gleichzeitig
irgendeinem Industrievertreterverband angehören. Sie können auch nicht gleichzeitig Mitglie der SPD
und der FDP sein. In beiden Fällen ist man also prinzipiell von der Mitgliedschaft ausgeschlossen. Dann
kann man auch Mitglied werden und gegebenfalls Widerstand organisieren. „Mitglied“ können Sie in der
Kirche auch werden. Inwiefern ein neues Mitglied in einem Verband „Widerstand“ leisten kann, sei einmal
dahingestellt. Wo ist dieses bei der Katholischen Kirche möglich? Die Kirche duldet wesentlich mehr Widerstände
und Pluralität, als jede Partei. Bloß von ihren Oberen und ihre Vordenkern wird mehr Treue erwartet.
Demokratie bedenkt auch Minderheiten mit gewissen Rechten und Schutz. Wo ist dieses in der katholischen
Kirche möglich? Die Kirche ist keine Demokratie, auch die Parteien nicht. Die Demokratie kann etwas gewähren,
die Partei nicht. Sie vertritt ihr Programm. Die Kirche ist doch kein Staatsgebilde. Fortsetzung folgt.
@Benedikt Die Tatsache, dass sie intern demokratisch legitimiert sind, reicht vollkommen aus, solange
niemand prinzipiell von der Mitgliedschaft ausgeschlossen ist. Dann kann man auch Mitglied werden und
gegebenfalls Widerstand organisieren. Wo ist dieses bei der Katholischen Kirche möglich? Demokratie bedenkt
auch Minderheiten mit gewissen Rechten und Schutz. Wo ist dieses in der katholischen Kirche möglich?
Unliebsame Geister werden doch von oben bestraft. Wenn ich da an dieses Forum denke, dann werden meine
Aussagen bestärkt. Dass Meinungsäußerungen von Leuten mit anderen Ansichten beschimpft werden. Ok,
das mag dazu gehören. Aber dass hier permanent ein Verbot von politischen Demonstrationen gefordert werden,
bloß weil sie der eigenen Ideologie widersprechen ist schon allerhand. Demokratie wächst von unten.
Das heißt jede Gruppe, die sich an der Demokratischen Willenbildung beteiligen will, muss sich intern
auch demokratisch organisieren. Nur so kann gezeigt werden, dass man demokratische Werte, die man zu seinen
Gunsten nutzen will, auch aktiv weitervermittelt und anderen zugesteht. Das ist ja eigentlich das Problem
von linksradikalen, dass sie Demokratie mit Diktatur der Mehrheit verwechseln. Da braucht man natürlich
keine interne demokratische Ordnung, weil die Mehrheit ja gesagt, dass jemanden oder etwas will. Der kann
dann alles machen bis zur Abwahl. Das ist aber keine Demokratie. Demokratie ist mehr!
@ Extase Parteien, Sportvereine, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften sind intern demokratisch organisiert.
Sehr richtig – intern. Sie werden aber nach außen hin tätig! Und jene, auf die sie Einfluss nehmen haben
sie in keinster Weise dazu legitimiert. Da unterscheidet sie nichts von der Kirche. Die interne demokratische
Organisation ist auch kein Schutzschild gegen zersetzende Absichten in den Parteien, siehe NPD. Die Forderung,
dass sich nur intern demokratisch legitimierte Organsationen einmischen dürfen ist somit nicht begründbar.
Sie können nicht darlegen, was die fehlende innere demokratische Organisation der Kirche für tatsächliche
Auswirkungen hat und warum dies ein wesentlicher Unterschied ist.
@Benedikt Da liegen sie völlig daneben. Parteien, Sportvereine, Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften
sind intern demokratisch organisiert. Die ausführenden Organe dieser Organisationen werden intern demokratisch
gewählt und müssen ihren Mitgliedern gegenüber Rechenschaft ablegen. Es ist doch klar, dass Nicht-Mitglieder
nicht darüber bestimmen können, wer bepsielsweise einer Gewerkschaft vorsitzt. Das würde dem demokratischen
Gedanken widersprechen, weil sie nach innen gerichtet ist. Die Mitglieder eines Vereines bilden quasi
seine demokratische Basis. Wenn da jetzt alle Mitglieder eines Staates mit abstimmen würden, würde für
Internes im Verein ein dritter entscheiden, der gar zum betreffenden ‘Volk’ gehört. Es sind alles Interessenverbände.
Und in einer vielfältigen Gesellschaft gibt es verschiedene Inetressen. Der eine spielt gern Fußball
und der andere engagiert sich eben für Politik. Gemein ist all diesen Organisationen aber, dass sich
in diesen Organisationen diejenigen Mitglieder, die Posten innehaben demokratisch legitimieren müssen.
Bei der katholischen Kirche geht das nicht und das ist ganz wesentlicher Unterschied. Deshalb muss man
es dort kritischer bewerten, wenn sich diese herausnimmt, auf die gesellschaftlichen Regeln Einfluss nehmen
zu wollen.
@ Extase Es fehlt mir zwar für eine solche Ansicht jegliches Verständnis, Wieviele nichtstaatliche Organisationen
kennen Sie denn, die „demokratisch“ organisiert werden? Demokratie heißt Volksherrschaft, wer ist denn
in der Kirche „das Volk“? Demokratie ist eine Herrschaftsform, die für staatliche Gebilde vorgesehen
ist, nicht für Religionen, Konzerne etc. Sie verkennen völlig, was die Kirche ist, und was sie will.
Die Kirche will nicht selber die Macht übernehmen, also eine Parallelstruktur (Schattenstaat) zum offiziellen
Staatsgebilde aufbauen, wie das bei den Parteien in totalitären Regimen war. Wenn von einer Durchsetzung
kirchlicher Lehren geht, so geht das genauso vonstatten wie jede andere Willensbildung, etwa der, die
von den Parteien ausgeübt wird. Wir sind ja auch nicht alle FDP-Mitglieder, dennoch versucht die demokratisch
ebenfalls nicht legitimierte FDP, mit ihren Ideen auf die Gesellschaft und den Staat einzuwirken. Ähnliches
tun auch Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und sonstige Interessengruppen. Keine dieser Gruppen ist
demokratisch legitimiert, interne Wahlen sind Rechte eines exklusiven Zirkels und können somit nicht
demokratisch genannt werden. Dasselbe Recht besitzt auch die Kirche. Sie hat eine Botschaft wie die anderen
ein Programm und dies versucht sie, an den Mann/Frau zu bringen. Bei der Kirche heißt das Mission, bei
den anderen Lobbyarbeit oder Mitgliederwerbung.
@Benedikt Also dass die katholische Kirche selber absolut keine demokratische Ordnung zu eigen hat, wurde
hier im Forum schon mehrfach von Teilnehmern begrüßt. Das Hauptargument war, dass sie deshalb auch keinem
Zeitgeist hinterher rennen müsse. Es fehlt mir zwar für eine solche Ansicht jegliches Verständnis,
aber solange die Kirche eine private Organisation ist, habe ich auch kein Problem damit. Jeder hat das
Recht sich so zu organisieren, wie er möchte. Das hat niemand zu kritisieren. Das Problem ergibt sich
aber aus der Forderung einiger Forumteilnehmer hier, die offenbar den Katholizismus zur Grundlage unserer
Gesellschaft und der ihr zur Grunde liegenden Regeln machen wollen. Es gibt sehr viele Menschen, die nicht
der katholischen Kirche angehören. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt wird es gefährlich. In einer
Demokratie sind solche Ziele einer nicht mal demokratisch legitimierten Organisation prinzipiell staatsfeindlich.
Ich weiß nicht, ob diese Stellung auch wirklich intern von der Kirche angestrebt wird. Aber wenn dies
so ist, dann wäre die katholische Kirche eine Organisation, die unsere Grundordnung bedroht in ähnlicher
Weise wie Neonazis oder Islamisten. Ich will mir dies nicht so recht vorstellen. Aber wenn ich hier so
im Forum lese, dann bestärkt sich ein gewisser Verdacht. Sollte er sich bestätigen, dann gilt das gleiche
wie für alle anderen Staatsfeindlichen Organisationen. Sie gehören in einer ersten Stufe zumindest unter
die Boebachtung des Verfassungsschutzes!
#24 Dr. Otterbeck 11:42:11 | Mittwoch, 14. Juni 2006
aggiornamento heißt eben nicht, dass man die Fahne, statt sie rechts aus dem Fenster zu hängen, jetzt
links aus dem Fenster hängt. (Im vorkonziliaren Spektrum war CSU = links.) Richtig ist, Gotthard, dass
lt. Konzil „der Laie“ auch was ZU SAGEN hat, nicht nur zu hören. Aber eben nicht anstatt des Klerus,
sondern zusammen mit ihm im Dialog, auch im Dialog mit denen „draußen“, nicht als Aufstand der Kommune,
sondern als Arbeitsgemeinschaft in der Welt von heute. Aber das ist nunmal Arbeit und nicht nur Umdekorieren.
Kein neues Logo, Logos!
Extase Ist diese katholische Organisation mit ihren Strukturen überhaupt mit unserer demokratischen Grundordnung
vereinbar? Oder müsste sie nicht allmählich mal vom Verfassungsschutz beobachtet werden? War hoffentlich
keine ernst gemeinte Frage.
@ ekstase und Demokratie ekstase schrieb: mal ne kleine Frage Ist diese katholische Organisation mit ihren
Strukturen überhaupt mit unserer demokratischen Grundordnung vereinbar? Nein, die katholische Organisation
ist mit der demokratischen Grundordnung überhaupt nicht vereinbar, denn die Lehre und Statuten der Kirche
resultieren unter anderem aus den Worten Gottes: „Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluß
haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.“ – kannst du folgen?
Kardinal Lehmann ist doch Anführer der radikal anti-römisch-katholischen Kirche Was erwartet man von
einem Kirchenfunktionär, der schon jahrelang gegen die Instruktionen verstößt? Seine vierte Wiederwahl
als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz war auch nicht zulässig! Warum regt man sich auf, wenn
Herr Lehmann alles was noch Richtung hat ignoriert. Schaut Euch doch bitte einmal um was für Bischöfe
in Deutschland residieren! Die Lehmann Kirche lebt – die christliche stirbt jeden Tag mehr ab. Herr Lehmann
gehörte schon lange abgemahnt aus ROM und seines Amtes enthoben. Aber das wird sich bald selbst erledigen!
Das Geld der schnöde Mammon zählt in ROM. Noch fließt genug Geld… Armes Deutschland – die christliche
Kultur gehört bereits der Vergangenheit an! Orate fratres – auf das „Diese“ nicht für immer verdammt
werden!
mal ne kleine Frage Ist diese katholische Organisation mit ihren Strukturen überhaupt mit unserer demokratischen
Grundordnung vereinbar? Oder müsste sie nicht allmählich mal vom Verfassungsschutz beobachtet werden?
Tröstlich! Mag der Dämon auch mit seiner großen Intelligenz – schließlich ist er ein gefallener Engel –
hier jegliche Sperre überwinden, Lügen, Halbwahrheiten und trügerische Glücksversprechen (soviel Griechisch
können wir auch) verbreiten, geschickt versteckt Zweifel und Verwirrung säen: es macht nichts! Irgendwann
erschallt der Donnerruf: QUIS UT DEUS? Ich höre ihn schon, in der Ferne … Bis dahin: mane nobiscum,
Domine!
consensus fidei Ich wundere mich immer wieder, mit welchem Unverständnis Rom der deutschen Kirche und
ihren Strukturen gegenübersteht, die teilweise Jahrhunderte alt sind wie das Zentralkommitee der deutschen
Katholilken. Ich frage mich immer wieder, WIE Rom denkt, dass die gläubigen Laien Interessen artikulieren
sollen? Es kann ja nicht sein, dass nur der Klerus aller Stufen die Richtung bestimmt… wie soll der
„consensus fidei“ artikuliert werden?
@ Beobachterin Beobachterin schrieb: Die Kirche ist keine Demokratie! Zum Glück, kann ich nur sagen,
sonst müßte sie dem Zeitgeist hinterherlaufen. das tut sie doch sowieso.
das nicht kirchliche zentralkomitte hat schon bei seinem disjährigen nicht kichlichem deutschem katholiken
tag auf die sonst immer anwesende antikirchliche prominenz namens küng, drewermann und co verzichtet.
zumail die reihen der antikichlichen prominenz von jahr zu jahr immer dünner werden. drewermann ist nun
nicht einmal mehr katholisch, aber die deutschen antikirchlichen laien, wird das wohl weniger stören.
natürlich gab es auch bei disjährigen nicht kirchlichem katholiken tag antikirche organisationen wie
die altkatholische kirche und konsorten wie sand am meer. doch scheint sich diese ganze veranstalltung
von selbst aufzulösen. sich groß aufspielen, weil man als frau priester sein will oder andere kirchlich
homo- und tiermäßig verheiratet werden wollen, locken doch keine kamerateams mehr an. die ganze immer
älter werdende protestbewegung muss sich andere orte, wie sie den frieden stören kann suchen. vielleicht
nerven die ja demnächst die love parade und laufen splitter nackt rum und empören sich, weil die jungen
menschen sie zwingen werden, sich mal zum wohle des wohlbefindens wieder an gewissen stellen zu bedecken…
Das Mitteilungsblatt der FSSPX- Juni 2006!!! Oh, das wird sicher eine spannende Lektüre. Ich erwarte
mir brilliant formulierte Sätze in einer spannenden Dramaturgie und eine Formulierungskunst, die an Einfallsreichtum
und Vielfalt durch nichts zu überbieten ist.
Verirrt Seine Eminenz wird sich wahrscheinlich auf dem Weg zur Vollversammlung mit seiner neuen Mercedes
B-Klasse verfahren haben. Da er ja soooo ein beliebter Bischof ist, hatte er vielleicht auch seine anderen
vielen Freunde im Kopf; Küng und Konsorten…
@Beobachterin: „ZdK“ Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken verwechselt was: Die Kirche ist keine
Demokratie! Zum Glück, kann ich nur sagen, sonst müßte sie dem Zeitgeist hinterherlaufen. Richtig!
Unsere Hl. Kath. Kirche ist keine Basisdemokratie sondern ist hierarchisch gegliedert mit einem klaren
Auftrag. Das sichtbare Haupt der Kirche ist der Papst Es grüßt, EinChrist
Verwechslung Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken verwechselt was: Die Kirche ist keine Demokratie!
Zum Glück, kann ich nur sagen, sonst müßte sie dem Zeitgeist hinterherlaufen.
@Otterbeck: Ich halte es mit Abraham à Santa Clara Padre Pio konnte auch recht derb werden, aber nicht
brutal oder grausam, wie Luther! Immer noch, zur Sache bitte!
Em Lehmann wird sicher nichts unternehmen ist ihm doch genauso wie dem wiener bwescheichtigunshofrat schönborn
am wichtigsten gut in der öffentlichkeit anzukommen und die ruhe in der kirche Rom wird sich da schon
selbst bemühen müßen
Übrigens, Murx X., ich vergas es andern Orts zu bringen: Von den papsttreuen Fürzen sprach zuerst Luther;
3/4 des Vokabulars können Sie für Ihre „Position“ von dort abschreiben.
@ Rom und Kard. Lehmann & Co. Obwohl Kardinal Lehmann diese Aufforderung bereits Ende letzten Jahres erhielt,
wurde bislang nicht bekannt, wie die deutsche Bischofskonferenz dem römischen Wunsch nachgekommen ist.
Das wird die DBK auch nicht. Nicht Rom ist für die DBK die Obrigkeit, der die DBK gehorchen muss, sondern
der, der für die hohen Gehälter der Bischöfe sorgt – der Staat (alle Steuerzahler – nicht nur die Kirchensteuerzahler –
wohl gemerkt). Ihm sind die Bischöfe in erster Linie verpflichtet – sie wollen Gott dienen, aber dem
Staat und dem Mammon sind sie verpflichtet. So läuft das in diesem Land.