kreuzmeldungen
Zu heiß + Linzer Skandalinterview abgesegnet + Wort und Tat + Mittel gegen Wachkoma? + Ich weiß es nicht
Zu heiß

Vatikan. Bei der gestrigen Generalaudienz sprach Benedikt XVI. über die Apostelbrüder Jakobus und Johannes. Wegen der großen Hitze auf dem Petersplatz verkürzte der Heilige Vater seine Ansprache. Christus habe den beiden Brüdern den Beinamen ‘Donnersöhne’ gegeben – offenbar im Hinblick auf ihren ungestümen Eifer. Für sich hätten die beiden die Plätze rechts und links vom Herrn in seinem Reich beansprucht und für die ungastlichen Samariter ein Strafgericht. Jakobus habe als erster der Apostel das Martyrium erlitten.

Linzer Skandalinterview abgesegnet

Österreich. Der Generalvikar der Diözese Linz, Pater Severin Lederhilger, rechtfertigte vor der oberösterreichischen Lokalzeitung ‘Volksblatt’ das gestrige Skandalinterview des Linzer Diakons und Weihekandidaten Andreas Golatz. Das Interview war in der antiklerikalen österreichischen Tageszeitung ‘Der Standard’ erschienen. Offensichtlich sei die Kirche dem Diakon Golatz ein „großes Anliegen“ – glaubte jetzt der Generalvikar. Das habe er aber im Interview zum Teil zu provokativ vorgebracht. Bischof Ludwig Schwarz werde Golatz zu einem „brüderlichen Gespräch“ einladen.

Wort und Tat

USA. Die feministische US-Ordensfrau Christine Schenk erklärte anläßlich einer bevorstehenden Frauenordination in den USA vor der Lokalzeitung ‘Pittsburgh Post-Gazette’, daß sie die Weihesimulation nicht öffentlich unterstützen werde. Die Ordensfrau hatte zur Bischofssynode im vergangenen Herbst 35.000 Unterschriften zugunsten der Priesterehe und des Frauendiakonats überbracht. Die Klosterfrau ist optimistisch und weist daraufhin, daß die Kirche sich schon oft unerwartet gewandelt habe: „Papst Pius XII. († 1958) erklärte, daß die Liturgiesprache immer Latein sein wird. Sechs Jahre später war die Messe in der Volkssprache.“

Mittel gegen Wachkoma?

Großbritannien. Drei rund 30jährige Patienten des südenglischen Spitals ‘Royal Surrey County Hospital’ erwachten innerhalb von 20 Minuten nach der Einnahme des Schlafmittels Zolpidem für wenigstens vier Stunden aus einem vegetativen Wachkoma. Dies berichtete die medizinische Fachzeitschrift ‘NeuroRehabilitation’. Ein Patient begann nach der Medikamenteneinnahme zu reden, der zweite beantwortete Fragen und fing sogar einen Ball. Der dritte Patient hörte mit unkontrollierten Schreien auf, begann zu fernsehen und kommunizierte mit seiner Familie.

Ich weiß es nicht

„Für viele Franzosen war der deutsche Eroberer – wenigstens bis 1942 – das Deutschland von 1914 bis 1918. Meine Familie wußte auf eine allgemeine Weise von den Grausamkeiten der Nationalsozialisten. Meine Eltern starben in Auschwitz. Aber hatten sie, als sie die Viehwagen bestiegen, die sie dorthin brachten, eine Ahnung von der »Endlösung«? Ich weiß es nicht.“

Der jüdischstämmige Salettinerpater Jean Stern in einem Interview mit der römischen Nachrichtenagentur ‘Zenit’.
      
8 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#8   Laurentius2   09:44:16 | Freitag, 23. Juni 2006
@Deutschland und Frankreich
Die Aussöhnung unter Adenauer und de Gaulle war und ist ein großer Segen für Europa. Sie könnte noch segensreicher sein, wenn beide Länder ihre gemeinsamen christlichen Wurzeln wieder stärker ins Bewußtsein rückten (zB Chlodwigs Taufe 496 als gemeinsames Gründungsdatum oder die Kathedralen von Reims und Köln als Pole einer deutsch-französischen Wallfahrt alle drei Jahre …).
Gott gab ein eindeutiges Zeichen, als er 1947 bei der ersten Nachkriegswallfahrt der Deutschen nach Lourdes in Gegenwart des noch heute lebenden Widerstandskämpfers Baron von Boeselager ein kirchlich anerkanntes Wunder an der gelähmten Tochter seines Freundes wirkte.
Es wäre sehr schön für diese „junge“ Völker-Freundschaft, wenn nach den langen Jahrzehnten deutscher Selbstzerknirschtheit auch Frankreich einmal selbstkritisch über seine jahrhundertelangen Aggressionen gegen das Reich (vom 13.Jahrhundert bis 1871) sinnieren würde. Daß eine solche gesunde Selbstkritik nicht in krankhaften Nationalmasochismus (wie bei uns) ausartet, davor wird unsere Freunde im Westen schon der gesunde Menschenverstand bewahren …
Gott schütze das Heilige Europa !
Redaktion benachrichtigen
#7   Babylon †   15:56:53 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Klasse, die Priester!
Eben keine Kadavergehorsam-Befehlsempfänger mehr, sondern eigenverantwortliche Leute mit selbständiger Meinung.
Oder ist die Kirche eine Kaserne aus der Kaiserzeit? Wo sofort durchgegriffen wird? Jaaaaaa, das würden sich hier viele wünschen.
Diese Zeiten sind aber endgültig vorbei. Der Klerus hat darauf heute einfach keinen Bock mehr. >:)
Redaktion benachrichtigen
#6   semiotico   12:41:05 | Donnerstag, 22. Juni 2006
@Giuseppe
Haben Sie schon von der österreichischen Priesteraktion gehört? Jene hunderten Priester, die seit knappen 2 Monaten ein „Priesterbegehren“ (Pfarrer-Initiative) unterstützen, in dem genau diese Dinge gefordert werden?
Oder von der Aktion „Priester ohne Amt“, knapp 200 nur oberösterreichische (!), verheiratete Männer (zum Großteil ehemalige Priester oder Ordensleute), die bei Einführung eines Modells für bewährt verheiratete Männer, sofort in den Kirchendienst eintreten könnten?
Und haben Sie schon gewusst, dass alleine diese beiden Vereinigungen nach einer relativ kurzen Anlaufzeit (wie gesagt 1-2 Monate) bereits fast (oder mehr, genaue Zahlen gibt es nicht) 10% der österreichischen Priesterschaft ausmachen (und da sind noch jene eingerechnet, die in den kommenden 10 Jahren pensioniert werden!). Aja, und die alle sollen nicht berufen, unwürdig, auf dem falschen Weg oder sonstwas sein? Dann Prost Mahlzeit, denn ohne diese wird es in Österreich bald keine Kirche mehr geben.
Redaktion benachrichtigen
#5   Hódmezövásárhelykutasipuszta   12:33:45 | Donnerstag, 22. Juni 2006
ein Wunsch
Herzlichen Glückwunsch, Kraft und Zuversicht verbunden mit Gottes Schutz und Segen, für unsere Heilige Mutter Kirche.
Ja, das sei ihr allerdings gewünscht. Sie kanns brauchen!
Redaktion benachrichtigen
#4   EinChrist   12:16:12 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Benedikt: Neuer Kardinalstaatssekretär
Herzlichen Glückwunsch, Kraft und Zuversicht verbunden mit Gottes Schutz und Segen, für unsere Heilige Mutter Kirche.
wünscht,
EinChrist
Redaktion benachrichtigen
#3   Benedikt   12:03:53 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Neuer Kardinalstaatssekretär
Tarcisio Kardinal Bertone ist zum neuen Staatssekretär ernannt worden.
…ecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=84170
Redaktion benachrichtigen
#2   Guiseppe   11:41:50 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Zzz … Was sich der alles erlauben darf in Linz …
Linzer Skandalinterview: „… Offensichtlich sei die Kirche dem Diakon Golatz ein „großes Anliegen“ – glaubte jetzt der Generalvikar. Das habe er aber im Interview zum Teil zu provokativ vorgebracht. Bischof Ludwig Schwarz werde Golatz zu einem „brüderlichen Gespräch“ einladen.
…)
Wenn ich mich in meinem Unternehmen als Mitarbeiter so verhalten würde, wie dieser selbstverliebt-rechthaberische Diakon in seiner Diözese, würde ich sehr bald nach wenig brüderlichem Gespräch mit dem Chef im höchsten Bogen aus der Firma fliegen. Und keiner würde dagegen protestieren. Nicht einmal die Gewerkschaft oder der Betriebsrat.
Redaktion benachrichtigen
#1   AthanasiusII   09:08:04 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Es war nicht Pius XII.
sondern Johannes XXIII. der 1962 in „Veterum Sapientia“ verboten hat das Latein aus der hl. Messe zu streichen. Nur bei den Lesungen war die Volkssprache erlaubt.
Veterum Sapientia plus 6 Jahre = 1968. Das stimmt wohl ungefährt.
Aber 1958 + 6 = 1964. Da war die Hl. Messe noch nicht approbiert in der Volkssprache zu halten.
Es war Johannes XXIII. der Latein erhalten wollte, wie die alte hl. Messe (in dem Sinne, war er konservativer als Pius XII.). Aber die Liberalen wollen ihn ja als Ikone für ihren Abfall verwenden; der „gute Papst Roncalli der dies alles durch Jänner 1959 [Konzilsankündigung] ermöglichte“.
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
kreuzmeldungenBronze-Papst + … kreuzmeldungenDas Vergöttlichungsprinzip + … kreuzmeldungenHeimatlos + … kreuzmeldungenEr will aufhören + … kreuzmeldungenGeneraloberer der Legionäre Christi beim Papst + … kreuzmeldungenIst der Häftling ein Mensch? + … kreuzmeldungenWahrhafte Schwestern + … kreuzmeldungenNeues Ökumene-Handbuch + … kreuzmeldungenIslamischer Religionsunterricht + … kreuzmeldungenGanz auf Liebe eingestellt + … kreuzmeldungenSchon bald + … kreuzmeldungenDer neueste Medienschrei + … kreuzmeldungenInnenpolitisches Interesse + … kreuzmeldungenNicht die Kirche des Petrus + … kreuzmeldungenChristentum ein Hindernis? + …
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net