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Dienstag, 13. Juni 2006 11:19
„Beleidigende Provokation“
Während sich Valencia auf den Familienkongreß vorbereitet, findet neben der dortigen Kathedrale und in unmittelbarer zeitlicher Nähe zum Papstbesuch ein vom Staat subventionierter, kirchenfeindlicher Homo-Aufmarsch statt.
(kreuz.net, Valencia) Praktisch gleichzeitig mit der Ankunft des Papstes in der spanischen Stadt Valencia findet dort eine homo-ideologische Großkundgebung über „Familiäre Verschiedenheit“ statt.

Das berichtete das Web-Magazin ‘Religión Digital’. Valencia befindet sich im Osten Spaniens an der Mittelmeerküste.

Der Papst wird am 8. Juli in Valencia erwartet, um den Fünften Weltfamilienkongreß zu beschließen.

Doch auf den Plätzen, auf denen der Papst verschiedenen Feierlichkeiten vorstehen wird, finden kurz vorher noch obszöne und sittengefährdende Homo-Exhibitionen statt.

Im Programm des Homo-Treffens ist auch ein nächtliches sogenanntes „Fest des [homo-ideologischen] Stolzes“ vorgesehen.

Das Erzbistum bezeichnete die Homo-Veranstaltungen als „beleidigende Provokation“.

Das spanische Arbeits- und Sozialministerium subventioniert den umstrittenen Anlaß mit 17.000 Euro. Die Generaldirektorin des staatlichen Amtes für Familien- und Kinderangelegenheiten, Amparo Marzal Martínez, wird das Treffen sogar höchstpersönlich eröffnen.

Ein weiterer hoher Beamter der gleichen Behörde nimmt an einem homo-ideologischen Runden Tisch teil.

Alle Präsentationen und Diskussionsrunden finden in der Fakultät für Psychologie der Universität von Valencia statt.

Organisiert wird der Kongreß von einer Gruppe mit dem Namen ‘Federación Estatal de Lesbianas, Gays, Transexuales y Bisexuales’ und der sogenannten ‘Unión de Asociaciones Familiares’.

Die Organisatoren der Homo-Versammlung haben sogar offiziell erklärt, daß ihr Aufmarsch „wegen der Nähe des von der Katholischen Kirche veranstalteten Weltfamilientreffens in einem besonderen Augenblick stattfindet“.

In diesem Sinn haben Gruppen, die in der genannten Homo-Förderation zusammengeschlossen sind, eine Kampagne gegen den Papstbesuch gestartet.

Die Anti-Kampagne steht unter dem Motto „Ich erwarte dich nicht“. Sie lädt die Bevölkerung ein, ihre Ablehnung des Papstbesuches kundzutun.

Die Unterstützung und Finanzierung der Homo-Manifestation durch die spanische Regierung wurde von den Organisatoren des Weltfamilienkongresses und vom Erzbistum mit „Überraschung“ und „Empörung“ zur Kenntnis genommen.

Quellen, die dem Erzbistum nahestehen, bezeichneten die Homo-Initiative als „beleidigende Provokation“ vor allem für jene Bürger, die seit Monaten für das Gelingen des Papstbesuches arbeiten.

Diese Provokation würde von Ideologien unterstützt, die in Spanien inzwischen als national-laizistisch bezeichnet werden und von der gegenwärtigen radikalen Regierung Unterstützung erhalten.

Die Aggressionen gegen die Kirche stehen – nach Angabe derselben Quellen – mit einer von militanten Kräften betriebenen Kampagne im Zusammenhang, die sich auf Plakaten und Manifesten äußert, die über die ganze Stadt verteilt wurden und Drohungen gegen einheimische Priester und den Papst verbreiten.

Die Unterstützung des Homo-Treffens durch die Regierung erstaune um so mehr, als dabei nicht nur aktive Gegner des Papstbesuches, sondern auch radikale antikatholische Kräfte beteiligt seien.

In diesem Sinn verbreitet eine Initiative der genannten ‘Federación Estatal de Lesbianas, Gays, Transexuales y Bisexuales’ unter dem Motto „ni un céntimo para quien te discrimina“ – keine Pfennig für jene, die dich diskriminieren – die Propagierung des Anliegens, der Kirche über die Steuererklärung kein Geld mehr zukommen zu lassen.

Den gegenwärtigen Provokationen sind während der Vorbereitung des Weltfamilienkongresses andere Spannungen vorausgegangen.

Erst kürzlich beklagte der Erzbischof von Valencia, daß die Behörden die Fernsehübertragung des Papstbesuches dem zentralen Staatsrundfunk ‘TVE’ zu Ungunsten des autonomen Fernsehens von Valencia übertragen hat – offenbar, um die Informationshoheit über den Anlaß in die Hand zu bekommen.

Diese zentralistische Haltung widerspreche der restlichen Politik der Regierung, die seine Informationsorgane ansonsten für Aktionen radikaler und gewaltbereiter Grüppchen zu Verfügung stelle, die den Papst bedrohen und zum Boykott seines Besuches auffordern, indem sie zur Gewalt aufrufen und die Religionsfreiheit der anderen Bürger mißachten.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 58 Lesermeinungen:
Mittwoch, 14. Juni 2006 20:03
Pünktchen: stat crux
Niemand wünscht heute einen derart kulturhegemoniales Staatsgebilde wie das Franco-Regime, darin sind wir uns ja einig, das hätten Sie vielleicht sagen sollen, sonst entsteht ein falscher Eindruck!
Mittwoch, 14. Juni 2006 17:52
stat crux: Pünktchen
Niemand wünscht heute einen derart kulturhegemoniales Staatsgebilde wie das Franco-Regime, aber in historischer Wertung haben die „katholischen“ Länder die totalitäre Versuchung im Anschluss an den von den Monarchien angezettelten 1. Weltkrieg (Ursache aller humanitären Katastrophen des 20. Jh.) bei weitem milder gemeistert als Osteuropa oder Deutschland. Den am ehzesten glimpflichen Verlauf nahm sie Frankreich, da die Kirche sich von der action francaise lossagte, Österreich nach der Fehlkonstruktion des Austrofaschismus doch auf die „modernere Linie“ (Hitler) eingeschwenkt, sogar der Faschismus in Italien blieb moderat im Vergleich zum Hitlerregime. Dennoch (und deswegen) hat die Kirche aber gelernt, dass der Katholizismus in alle Zukunft nicht verwechselbar sein darf mit einer totalitären Ideologie. Das hat Roncalli, vorbereitet von seinen Vorgängern, richtig erkannt und durchgesetzt. Schon Pius XII. hatte aber große Sympathien für anglo-amerikanische Staatsideen entwickelt, die ein Schutz vor autoritärer Barbarei zu sein schienen.

Die Brutalität der „Roten“ in Spanien wird heute gern überzuckert. Der billige Sommerurlaub im Franco-Spanien war vielen deutschen Proletariern aber recht angenehm.
Mittwoch, 14. Juni 2006 15:23
virOblationis: Diskussion
Benedikt schrieb:
„Alles, was ich sagte war, dass ein vernünftiger Dialog zur Franco-Story nicht möglich sei, solange es einigen Herren nur um die Verfolgung kirchenfeindlicher Ziele geht.“

Ja, und dies war – denen – wohl schon zuviel.
Mittwoch, 14. Juni 2006 15:01
Pünktchen: Benedikt / Extase und das Franko-Regime
Um die Rölle des Katholizismus im Spanien des Bürgerkrieges zu beurteilen, muß man sich vor Augen führen, was als Ergebnis eines Standardwerkes zum spanischen Bürgerkrieg von Stanley G. Payne bezeichnet wurde und andernorts von einem Leser schon einmal auf kreuz.net verlinkt wurde:

„ Der Krieg in Spanien war nie ein Krieg zwischen liberaler Demokratie und Faschismus… Es gab nur zwei Möglichkeiten: eine stalinistische Diktatur, die all ihre Rivalen innerhalb der Linken zerschmettert hätte, oder das grausame – reaktionäre, militärische und klerikale – Regime mit oberflächlich faschistischem Putz, das der siegreiche Franco zuwege brachte.“

Das hieße aber, daß die Kirche in Spanien nicht vor einer beliebigen Wahl mehrerer Möglichkeiten stand, sondern in der konkreten historischen Situation das kleinere Übel gewählt hat. Eine Militärdiktatur ist natürlich nicht ihre erste Wahl, aber das Franko-Regime zeichnet sich gegenüber dem Hitlerismus einerseits und dem Stalinismus andererseits wenigstens dadurch aus, das es gegen die schlimmsten rassistischen und klassenkämpferischen „Säuberungs“-Exzesse der genannten Regimes durch ein inneres Korrektiv geschütz war, das der Katholizismus darstellte. Franko gelang es außerdem Spanien aus der aktiven Beteiligung am 2. WK herauszuhalten.

Ich gebe Benedikt allerdings darin recht, daß solche Bemerkungen hier keine Chance auf eine faire Bewertung haben.
Mittwoch, 14. Juni 2006 14:32
Benedikt: @ Extase
Bei Ihnen ist wohl öfter der Wunsch der Vater des Gedankens.

Sie beschuldigen alle, die auch mal eine kritische Meinung gegenüber der katholischen Kirche der Geschichtsfälschung.

Davon habe ich nichts geschrieben. Ich bezog mich auf Geschichtsfälscher (nicht auf „alle Kritiker“), die weiterhin an Lüge festhalten und diese verbreiten, obwohl ihre Unwahrheit längst erwiesen ist und dieser Erweis auch in neutralen Abhandlungen zu finden ist.

Passen sie also gut auf, in wessen Gesellschaft sie sich in ihrem Hass von allem Nicht-katholischem begeben!!!!

Ich wüsste zu gern, aus welchen Passagen meiner Beiträge Sie einen „Hass“ auf „nicht-katholisches“ ableiten. Weil ich Geschichtsfälschungen (egal welcher Art!) nicht mag?

Der Faschismusvorwurf ist schon deshalb völlig absurd, weil ich in dem Beitrag, auf welchen Sie sich beziehen, ausgesagt habe, von der Beteiligung einiger Katholiken am Franco-Regime nichts zu halten. Dies haben Sie offenbar in Ihrer Blindwütigkeit völlig übersehen, oder absichtlich überlesen, wobei dann zu fragen wäre, ob es nicht SIE sind, der sich hier einem Hass-Vorwurf aussetzen müsste.

Die angewandten Methoden sind nämlich vergleichbar.

Hierzu ist festzustellen: Ich habe gar keine Methode angewandt. Alles was ich sagte war, dass ein vernünftiger Dialog zur Franco-Story nicht möglich sei, solange es einigen Herren nur um die Verfolgung kirchenfeindlicher Ziele geht.
Mittwoch, 14. Juni 2006 14:18
ekstase: @Benedikt
Jetzt haben sie gezeigt, wessen Geistes Kind sie sind. Sie beschuldigen alle, die auch mal eine kritische Meinung gegenüber der katholischen Kirche der Geschichtsfälschung.

Ähnliches Verhalten kennt man ja von Rechtsfaschisten. Die leugnen Auschwitz. Man kennt auch ähnliches von den Linksfaschisten. So bezichtigen in letzter Zeit immer mehr ehemalige Stasioffiziere ihre Opfer, sie würden Geschichtsfälschung betreiben. Passen sie also gut auf, in wessen Gesellschaft sie sich in ihrem Hass von allem Nicht-katholischem begeben!!!! Die angewandten Methoden sind nämlich vergleichbar.
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