Deutscher Katholikentag
Laienpfaffen spielten in Saarbrücken katholische Kirche
Der letzte ‘Deutsche Katholikentag’ in der saarländischen Hauptstadt verwandelte sich in mehrere fröhliche Kirchentage. Von Pornojäger Martin Humer.
(kreuz.net, Saarbrücken) Alles war mit teutscher Gründlichkeit organisiert. Nur Harry Potter fehlte. Auch der Zauberer kann offensichtlich nicht überall gleichzeitig sein.

Der bekannte deutsche Lebensschützer Günter Annen war dabei. Aber nur so nebenbei. Er war mit dem Radl do und wurde von den Ordnungshütern von einem Ende der Stadt zum anderen Ende gejagt.

Annen brachte Flugblätter gegen den Mord an ungeborenen Menschen mit.

Die Flugblätter waren zwar aus Papier. Doch ihm fehlte das richtige Papier. Das Ordnungsamt von Saarbrücken fand sein Auftreten nicht in Ordnung.

Herr Clemens Göbel, Organisationsleitung des ‘Deutschen Katholikentages’ schrieb dem Herrn Annen einen Vierzeiler:

Ihrer Anfrage, beim 96. Deutschen Katholikentag Saarbrücken 2006 e.V. Flugblätter zu verteilen, kann leider nicht entsprochen werden. „Im Veranstaltungsgelände“ – auch Kirchenmeile in der Innenstadt – „ist ausschließlich zugelassenen Standbetreibern das Verteilen von Flugblättern gestattet. Eine solche Zulassung ist an sie nicht ergangen“. Mit freundlichen Grüßen C. Göbel

Auf dem Briefpapier stand der Slogan: „Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht.“

Der Schriftenstand des Herrn Annen war ein umgebautes Fahrrad mit Schild. Er schob es zwischen den Katollen hin und her und verteilte dabei ordnungswidrige Flugblätter gegen die Kinderabtreibung.

Auf seinen Flugblättern gab es Schlagzeilen wie: „Keine Kinder – keine Zukunft“ – „Die Deutschen, ein aussterbendes Volk“ – „Schützen wir unsere Familien“ – „Schützen wir unser Land“ – „Pflegen wir unsere Kultur“. Gar der Aufruf: „Bewahren wir den Glauben an den Einen Gott“.

Solche Parolen störten das fröhliche Treiben der Gläubigen. Annen brachte den 96. Deutschen Katholikentag mit seinem Schildbürger-Fahrrad in Gefahr.

Sechs Polizeibeamte forderten den Lebensschützer auf, seine kriminellen Handlungen einzustellen. Sollte er es wagen weiterzumachen, würden die Hüter des Gesetzes den Schildbürger festnehmen und bis zum Ende des Kirchentages rücksichtslos in eine kleine Zelle sperren und nicht in eine Kirche.

Zu den sechs Polizisten in Uniform gesellten sich noch sechs geheime Polizisten in Zivil hinzu.

Doch als die menschlichen Beamten die Flugblätter gelesen hatten, drückten sie alle 24 Augen des Gesetzes zu. Der Lebensschützer konnte seine Flugblätter in Ruhe verteilen.

Nur noch einmal rückte die Polizei gegen den Lebensschützer aus:

Ein frommer Katolle erstattete Anzeige, weil Schildbürger Annen die Bannmeile nicht ganz eingehalten hatte.

Die Polizei überprüfte den Tatbestand. Tatsächlich! Es fehlten 50(!) Zentimeter. Der Schildbürger war um fünfzig Zentimeter in die Bannmeile des Katholikentages eingedrungen.

Deutsche Gründlichkeit war schon immer weltberühmt.

Nicht nur um den ‘Deutschen Katholikentag’ in Saarbrücken wurde eine Bannmeile gezogen. Ich erinnere mich, daß es auch Bannmeilen um die Konzentrationslager Auschwitz und Mauthausen gab.

Kein Unordentlicher durfte sich der Bannmeile nähern oder gar in sie eindringen.

Ähnliche Bannmeilen gibt es noch heute um Wiener Abtreibungsanstalten.

Das mit der Differenz von fünfzig Zentimeter wurde korrekt gelöst. Schildbürger Annen schob seinen Drahtesel etwas weiter zurück.

Der Lebensschützer war um sein Fahrrad froh. Die Kapazitäten unter den Gläubigen hatten es schwerer. Viele wußten nicht, wohin sie ihren Mercedes 08/15 parken konnten.

Für ein Fahrrad gab es in der Stadt viele ordnungswidrige Parkplätze und für den Lebensschützer selber viele ordnungswidrige Stehplätze.

Beeindruckend waren die zugelassenen „Schriftenstände“ am Katholikenmarkt im Festgelände. Dort lagen viele christliche Werke herum.

Das informative, häufig zitierte Standardwerk „Die Liebe ist lieb und Gutsein ist gut“ wurde neu aufgelegt und erschien in einer Prachtausgabe.

Das Standardwerk erschien auch in einer billigen Taschenbuchausgabe in verkürzter Ausgabe unter dem neuen Titel: „Die Liebe ist gut und Gutsein ist lieb“.

Nicht genug. Es wurde sogar ein Falsifikat des Standardwerkes entdeckt. Es war zwar äußerlich dem Standardwerk sehr ähnlich, enthielt aber nicht die vorgeschriebene Menge Papier.

Am Sonntag wurde dann der ‘96. Deutsche Katholikentag’ gebührlich gefeiert.

Trotz allem. Weder seinem Fahrrad noch dem Schildbürger selber ging in diesen Tagen die Luft aus. Günter Annen arbeitet weiter!

Wer will sich darüber noch ärgern?

Martin Humer ist Vorsitzender der ‘Europäischen Bürgerinitiative zum Schutze des Lebens und der Menschenwürde’ im oberösterreichischen Waizenkirchen.
      
62 Lesermeinungen
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#62   Benedikt   18:30:09 | Freitag, 23. Juni 2006
@ methusalix
ohne massive Hilfe von aussen,
Richtig, OHNE. Es gibt aber Hilfe.
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#61   methusalix †   18:29:41 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Geher ich recht in der Annahme,
dass dies bedeuten soll, dass Sie mit einem Monatseinkommen auf Hartz IV-Höhe auch noch, neben ihrem Studium ein zwei Säuglinge und Kleinkinder zu versorgen haben und damit prima über die Runden kommen?
Ich musste das als Student nämlich tun und weiss, dass es, ohne massive Hilfe von aussen, entweder den Studienabschluss kostet oder die Gesundheit und Erziehung der Kinder.
Ihre Verteidigung der Meinungen der Regierungsparteinen im Bundestag zeigt nur, dass Sie vom Leben mit Kindern und drohender oder eingetretener Arbeitslosigkeit keine Ahnung haben können. Gott sei Dank werden sich Ihre Wünsche, Hartz IV-Kürzungen und das unmöglich machen von Schwangerschaftsabbrüchen im Land, nicht erfüllen. Was kommt ist die Kürzung bei den Ärmsten. Auch die CDU/CSU wird am § 218 ff nicht rütteln. Sie würde sonst an der eigenen Macht sägen und das ist für sie das wichtigste.
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#60   Benedikt   10:25:37 | Donnerstag, 22. Juni 2006
@ methusalix
Ich bin Student, werter Methusalix. Sie würden sich wundern, wenn Sie wüssten, was ich im Monat habe.
Wenn Sie der Meinung sind:
Dass die Bezüge zu hoch sind und keinen Arbeitsanreiz bieten
Das ist, wie ich auch schrieb, die Meinung der im Bundestag vertretenen Parteien (außer Linkspartei). Das ignorieren Sie natürlich und projizieren die Aussage allein auf mich. Typisch.
Sie wissen absolut nicht wovon Sie reden,
Interessant, was Sie so alles wissen. Ich kann das auch: „Methusalix, Sie wissen absolut nicht, wovon Sie reden.“ Ein Wahnsinnsargument.
Alle anderen Ergüsse in Ihrem letzten Beitrag sind mir keinen Tastenachlag mehr wert.
Kein Wunder. Ihre Argumente sind immer sehr schwach.
Menschen ihr gerechtes Einkommen, oder Arbeit für ein gerechtes Einkommen vorzuenthalten ist eine himmelschreiende Sünde!
Dieser Meinung kann ich mich voll und ganz anschließen, der Bezug zu den hier aufgeworfenen Fragen ist jedoch nicht erkennbar.
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#59   methusalix †   20:30:05 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Na dann leben Sie Heuchler mal
ein halbes Jahr von nicht einmal vierhundert Euro im Monat Benedikt. Wenn Sie der Meinung sind:
Dass die Bezüge zu hoch sind und keinen Arbeitsanreiz bieten
Alle anderen Ergüsse in Ihrem letzten Beitrag sind mir keinen Tastenachlag mehr wert. Sie wissen absolut nicht wovon Sie reden, genauso wie die Männer, die bei Christiansen immer den Gürtel der Menschen enger schnallen wollen, die im untersten dreistelligen Bereich dahinvegetieren und selbst über Einkommen verfügen, die im fünf- und sechs- oder sogar siebenstelligen Bereich im Monat liegen und noch im zweistelligen Prozentbereich im Jahr wachsen.
Menschen ihr gerechtes Einkommen, oder Arbeit für ein gerechtes Einkommen vorzuenthalten ist eine himmelschreiende Sünde! Da können Sie über „Kindsmörder und Mörderinnen“ jammern und geifern so viel Sie wollen; erst wenn dieses himmelschreiende soziale Unrecht beseitigt ist, werden die Frauen Ihnen (vielleicht) zuhören. Vorher nicht. Dazu haben die Kirchenbeamten die Frauen zweitausend Jahre lang zu schäbig behandelt.
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#58   Benedikt   10:43:41 | Mittwoch, 21. Juni 2006
@ methusalix
Heuchler?
Schwangerschaftsunterbrechung
Wer ist hier der Heuchler?
Da geht es darum, dass die Mutter mit einem Kind in der ein-Zimmer Wohnung kaum Platz für sich und das Kind hat und nicht weiss wie sie die Miete dafür aufbringen soll.
Kaufen Sie sich mal ein Sozialgesetzbuch, Mann.
Oder dass Sie die Klassenfahrten für ihr erstes Kind schon nicht bezahlen kann (die Kleider kommen sowieso schon immer aus der Kleiderkammer des Roten Kreuzes).
Ach, Sie rechtfertigen die Abtreibung damit, dass das Kind Kleider aus einer Kleiderkammer tragen muss. Na, was für eine hervorragende Begründung, methusalix. Bevor das Kind alte Kleidung bekommt bringen wir es lieber um. Logik à la methusalix. Aber mir Heuchelei vorwerfen, lachhaft.
jetzigen Almosen schon kaum über die Runden zu kommen ist,
Von Hartz IV-Sätzen haben Sie auch keine Ahnung. War bei Ihrem übrigen Geschreibsel hier auch nicht weiter verwunderlich. Ihnen kann aber geholfen werden: Wenn ich mich recht entsinne, steht im aktuellen Spiegel, welche Berufsgruppen _schlechter_ bezahlt werden als Hartz IV Empfänger. Dass die Bezüge zu hoch sind und keinen Arbeitsanreiz bieten ist unter Politikern (außer Linkspartei) schon längst Konsens. Aber halten Sie nur mal Ihre rote Flagge weiter hoch. Mit wehenden Fahnen untergehen…
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#57   methusalix †   00:17:46 | Mittwoch, 21. Juni 2006
@Benedikt
Nun ist es aber durchaus diskussionswürdig, ob eine Abtreibung gerechtfertigt ist, nur weil hernach der soziale Status gefährdet ist.
Sie haben, wie in gut katholischen Kreisen üblich, entweder nichts begriffen, oder sind ein derartiger Heuchler, dass sich man nur noch angewidert abwenden kann.
Es geht bei einer Schwangerschaftsunterbrechung nicht um irgendeinen angenommenen sozialen Status; ob der nächste Zweitwagen eine Mercedes E-Klasse oder doch nur ein Modell der C-Klasse wird. Da geht es darum, dass die Mutter mit einem Kind in der ein-Zimmer Wohnung kaum Platz für sich und das Kind hat und nicht weiss wie sie die Miete dafür aufbringen soll. Kein Gedanke an eine günstig gelegene zwei-Zimmer Wohnung, die nicht total verschimmelt ist und auch noch bezahlbar wäre (aus dem verfügbaren Einkommen der Frau! Nicht nach Ihren Massstäben, Benedikt). Oder dass Sie die Klassenfahrten für ihr erstes Kind schon nicht bezahlen kann (die Kleider kommen sowieso schon immer aus der Kleiderkammer des Roten Kreuzes).
Es geht darum, dass die Bezüge der Hartz IV-Empfänger noch weiter gekürzt werden sollen und mit dem jetzigen Almosen schon kaum über die Runden zu kommen ist, ohne den vollen Einsatz der Tafeln.
Und Sie schwafeln hier von einem „sozialen Status“. Sind Sie verrückt, oder haben Sie keine Ahnung, was im Land vorgeht? Oder wollen Sie es einfach nicht wissen?
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#56   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   14:04:06 | Dienstag, 20. Juni 2006
@Benedikt
Immerhin wird hier einem Kind das Lebensrecht beschnitten.
Also das nenn ich Euphemismus. Das ist fast die Mutter aller Euphemismen und wird nur noch durch „Mittarbeiterfreisetzung“ geschlagen.
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#55   Benedikt   11:58:05 | Dienstag, 20. Juni 2006
@ Internaut, semiotico: Soziale Gründe
Eine Abtreibung geschieht natürlich mitnichten immer aus sozialen Gründen. Sie kann auch aus medizinischen Gründen erfolgen oder aufgrund der sog. kriminologischen Indikation (Vergewaltigung etc).
Ich habe nicht vor, mich zum Richter über Frauen aufzuspielen, die abgetrieben haben. Ich habe mich auch niemals auf einen konkreten Fall bezogen. Nun ist es aber durchaus diskussionswürdig, ob eine Abtreibung gerechtfertigt ist, nur weil hernach der soziale Status gefährdet ist. Immerhin wird hier einem Kind das Lebensrecht beschnitten. In solchen Fällen gibt es einfach eine Verantwortung, selbstverständlich(!) auch für den Mann. Auch der Geschlechtsakt ist eben nicht nur Spaß, sondern bedeutet auch Verantwortung und muss nicht unbedingt folgenlos bleiben. Die Verantwortung und die biologischen Abfolgen sind den Agierenden meist bekannt, insofern ist es doch sehr bequem, wenn man anschließend sagt: Will ich nicht, weg damit. Das hätte man sich eben vorher überlegen müssen.
An den meisten Abtreibungen sind nicht rücksichts- oder gottlose Frauen schuld, sondern Männer.
Durchaus möglich und wahrscheinlich.
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#54   aphrodite †   13:24:56 | Montag, 19. Juni 2006
Hat das viele…
Porno-Spechteln Humers Gehirnwindungen schon derart zerfressen, dass er nur mehr unverständliches Geschwafel von sich gibt? Ich habe doch schon immer gewusst, dass die Mediziner des 19. Jh. mit ihrer Behauptung, Onanie führe zu mentaler Retardierung, Recht hatten. :)3
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#53   Internaut   00:05:47 | Montag, 19. Juni 2006
zu den sozialen Gründen
Lieber Benedikt,
natürlich führen soziale Gründe zu den meisten Abtreibungen! Und gerade deswegen wäre es schon plausibler, eine etwas gerechtere Welt zu schaffen (oder darauf hinzuwirken).
Und ich bleibe dabei: An den meisten Abtreibungen sind nicht rücksichts- oder gottlose Frauen schuld, sondern Männer. Männer, und die asymmetrischen Strukturen, die sie eingerichtet haben. In der Arbeitswelt, in Angelegenheiten der Kinderbetreuung und in so etwas ganz anachronistischem wie Partnerschaft.
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#52   deusexmachina   23:57:38 | Sonntag, 18. Juni 2006
@Benedikt – Persönliche Frage
Wieviele Kinder haben denn Sie bislang?
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#51   methusalix †   23:45:16 | Sonntag, 18. Juni 2006
@Sept.-Okt.
wie verwöhnt Sie doch sind
Ich weiss zwar nicht, was Sie damit meinen, aber im Prinzip leben wir fast alle auf einer Insel der Seligen. Auch wenn die fundamentalistischen Reaktionäre in diesem Forum täglich den Untergang des Abendlandes heraufbeschwören, so ist das doch nur Wunschdenken und weitab jeder Realität.
Wir haben schon lange keinen Krieg mehr im Lande gehabt. Die Krankenversorgung ist qualitativ zwar nicht Weltspitze, da sind uns Franzosen und Schweden voraus, aber im obersten Drittel angesiedelt. Zu essen hat jeder, also ist eigentlich alles Gejammer, Klagen auf hohem Niveau.
Wenn wir jetzt noch das auseinanderklaffen der sozialen Schere verringern können, wenn also die gut verdienenden Betriebe wieder Arbeitsplätze und Lehrstellen zur Verfügung stellen und wenn vom erarbeiteten Gewinn auch wieder mehr bei den Arbeitnehmern hängen bliebe, warum sollten dann nicht auch die Zahlen der Schwangerschaftsunterbrechungen abnehmen?
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#50   semiotico   20:54:08 | Sonntag, 18. Juni 2006
Lieber Benedikt!
Dass Frauen in solchen Situationen keine moralischen, theologischen oder sonstige Gründe haben sollte Ihnen doch klar sein. Natürlich sind es hauptsächlich soziale Gründe, die zu einer Abtreibung bewegen, oder finden Sie andere Argumente für eine Abtreibung?
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#49   Benedikt   20:47:34 | Sonntag, 18. Juni 2006
@ Methusalix
Sie führen lauter soziale Gründe an, die eine Abtreibung rechtfertigen sollen. Abwägung Leben – sozialer Status, so ziemlich das Erbärmlichste, was man sich leisten kann.
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#48   28.IX-28.X   20:41:38 | Sonntag, 18. Juni 2006
methusalix;
wie verwöhnt Sie doch sind O:)
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#47   methusalix †   19:29:22 | Sonntag, 18. Juni 2006
Zum Schwangerschaftsabbruch
Es ist doch einfach so, dass eine Frau, die sich heute Gedanken macht, ob sie die Schwangerschaft weiterführen oder beenden lassen soll und sich für die Schwangerschaft entscheidet, die Katastrophe einfach nur ein paar Monate hinausschiebt.
Warum wird denn, nach missglückter Verhütung, eine Schwangerschaft beendet?
–-Weil die Ausbildung noch nicht beendet ist.
–-Weil die Ausbildung beendet, aber ein Arbeitsplatz weit und breit nicht in Sicht ist, auf sehr sehr lange Zeit.
–-Weil man mit einem Kind in einer Ein-Zimmer-Wohnung lebt und mit zwei Kindern keine Wohnung bekommt, die bezahlbar wäre.
–-Weil der Arbeitgeber droht, Arbeitnehmerinnen zu entlassen.
–-Weil man seinen Arbeitsplatz aufgeben müsste, da man sich um das Kind kümmern müsste.
–-Weil Hartz IV mit einem fürstlichen Monatseinkommen von € 345,- droht, das von Männern mit sechs- und siebenstelligen Monatseinkommen gekürzt werden wird.
–-beliebig fortzusetzen, aber ich glaube, häufige Gründe für einen Abbruch aufgezählt zu haben. Sie dürfen gerne die Aufzählung weiterführen.
Bis jedoch alle diese Gründe beseitigt sind, wird es kaum eine Verringerung der Abbrüche geben.
Also wo fangen wir an? Bei den Müttern, oder bei den Arbeitgebern? Bei den Müttern oder bei den Lehrherren? Bei den Müttern, oder bei den Kommunalpolitikern? Bei den Müttern oder bei den Sozialpolitikern? Bei den Müttern, oder bei irgendjemand anderem?
Natürlich bei den Müttern! Das ist doch am einfachsten.
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#46   semiotico   16:26:14 | Sonntag, 18. Juni 2006
Es nennt sich…
…Schwangerschaftsberatung und soll genau das tun, was hier so oft gefordert wurde: Mut zur Familie machen und die Abtreibung nicht durch normierende Verbote oder etwaige Neubearbeitungen hin zum „Abtreibungshammer“ als teuflich darstellen. Würden mehrere Leute positiv argumentieren (für das Wagnis Familie anstatt der Abtreibung) und weniger negativ (gegen die Abtreibung, weil ja so böse) wäre das ERgebnis wohl wesentlich ertragreicher.
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#45   Benedikt   16:14:46 | Sonntag, 18. Juni 2006
@ semiotico
Zustimmung zur kirchlichen Abtreibungsberatung
*hust* Soetwas gibt es hoffentlich nicht.
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#44   semiotico   16:02:58 | Sonntag, 18. Juni 2006
Lieber Benedikt!
Die Religion hat die Moral nicht erfunden. Und dass jede Menge nicht-religiöser Menschen die Abtreibung ablehnen bestätigt das nur. Es gilt hier, Lösungen für alle zu finden.
Ihre finale Zustimmung zur kirchlichen Abtreibungsberatung stimmt mich aber zuversichtlich, dass Sie dennoch verstanden haben, worum es Internaut und in weiterer Folge auch mir schon die ganze Zeit ging.
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#43   Benedikt   15:47:17 | Sonntag, 18. Juni 2006
@ Internaut
Es steht uns jedoch schlicht nicht zu, unsere religiösen Überzeugungen zum Maßstab einer irdischen Rechtsordnung zu machen.
Wieso nicht? Es geht ja hier um eine Moralfrage. Und jeder Entscheidungsträger trifft seine Entscheidungen auch aufgrund seiner Moral. Und gerade in dieser Frage gibt es nun auch jede Menge nicht-religiöser Menschen, die die Abtreibung ablehnen.
geschieht sicher in den seltensten Fällen mutwillig.
??? Sich zu einer Abtreibung zu entschließen bedeutet nichts anderes, als dies mutwillig zu tun. Die Motive sind wieder eine andere Frage.
Und in der Regel dürften hinter dieser Entscheidung auch Männer stehen
Ein Grund mehr, dagegen anzugehen. Auch einem Mann ist es natürlich nicht erlaubt, auf eine Abtreibung hinzuwirken.
Er sollte daran mitwirken, dass junge Menschen in die Lage versetzt werden, Verantwortung für Familie zu übernehmen. Das geht nur, indem man Menschen Mut zum Wagnis Familie macht
Sehr richtig.
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#42   semiotico   15:42:33 | Sonntag, 18. Juni 2006
Gratulation
zu diesem Posting. Ich glaube dass ist genau der Punkt (oder sind genau die Punkte). Vor allem Ihre Argumentation, dass man Sexualität (und ihre Folgen) als etwas wahrnehmen muss, dass positiv gelebt und als Geschenk angenommen ist (ohne die Betten in theologische Höhen steigen zu lassen). So ist es, und so wird es bleiben. Wer einfach nur mit dem Fegefeuer oder gleich der Hölle kommt, der argumentiert nicht sondern verurteilt. Das Wagnis Familie, wie Sie es nennen, ist sicherlich ein Punkt, den man viel eher „einbläuen“ sollte wie die Abtreibung. Familie als bessere Alternative zur Abtreibung darzustellen, das sollte das Ziel sein.
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#41   Internaut   15:31:56 | Sonntag, 18. Juni 2006
um nochmal zum Schwangerschaftsabbruch…
…zurückzukommen: Man kann von ihm halten, was man will. Es steht uns jedoch schlicht nicht zu, unsere religiösen Überzeugungen zum Maßstab einer irdischen Rechtsordnung zu machen. Dass Frauen sich für eine Abtreibung entschließen, geschieht sicher in den seltensten Fällen mutwillig. Und in der Regel dürften hinter dieser Entscheidung auch Männer stehen, denen es an der Kraft fehlt, die von ihnen mitherbeigeführte Situation auch mitzutragen. Die Ursachen von Schwangerschaftsabbrüchen sind gesellschaftliche Fehlentwicklungen oder individuelle Tragödien – jedoch sicher nicht mangelnde Gottesfurcht der abtreibenden Frauen. Wer als Christ Schwangerschaftsabbruch ablehnt (und ich habe gewisse Sympathien für diese Haltung), sollte sich nicht darauf beschränken Katholikentage zu stören. Er sollte daran mitwirken, dass junge Menschen in die Lage versetzt werden, Verantwortung für Familie zu übernehmen. Das geht nur, indem man Menschen Mut zum Wagnis Familie macht, nicht Angst vor dem Fegefeuer! Er sollte sich zudem der Tatsache stellen, dass Sexualität heute selbstverständlich als ein Lebensbereich wahrgenommen wird, der Spaß macht. Nur wer dies akzeptiert, kann auch darauf hinwirken, dass Sexualität eben ein Bereich ist, indem Spaß und Verantwortungsbewusstsein, Lust und Liebe zusammengehören.
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#40   semiotico   15:31:40 | Sonntag, 18. Juni 2006
@Benedikt
Natürlich kann eine solche Wahl nicht nach den Regeln einer profanen ablaufen, das gehört genauer überdacht und disktuiert, was allerdings nicht zum Thema gehört. Ich glaube allerdings viel eher, dass man sich (auch) deshalb davor scheut, so viel Demokratie in die Kirche einzubringen, weil es dann nicht mehr so einfach wäre, gewisse Linien zu halten (ob das jetzt die liberale ist, wenn es einen liberalen Papst gibt, oder die konservative, wenn es ein Konservativer ist) – insofern würden das beide Extremränder ablehnen, weil man nicht einfach Bischöfe, Priester, etc. nach den eigenen theologischen und persönlichen Vorlieben auswählen könnte. Das ist m.E. der HAuptgrund, wohl aber nicht der einzige.
Dass damals nicht alle gewählt haben, ist mir klar. Sie sollten das aber auch im Kontext der Zeit sehen – denn im Vergleich zur römischen Monarchie war eine Wahl von Gemeindevorstehern sehr revolutionär. „Kleine“ Bürger durften ja oft bis zum 19. Jahrhundert oder darüber hinaus auch profan nicht wählen (von Frauen gar nicht zu sprechen). Also sehe ich darin keinen Grund, die Wahlen der Urkirche als „Wahlen der Wichtigen“ anzusehen.
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#39   Benedikt   15:21:26 | Sonntag, 18. Juni 2006
@ Semiotico
Die Urkirche wählt ihre Gemeindevorsteher. Und das war noch die eine Kirche.
Wären die Zeiten anders, dann würde man über das Whlrecht reden können. Sieht man sich heutige Wahlen und Meinungshoheiten an, dann muss man aber davon ausgehen, dass aus einem schmutzigen Wahlkampf ein Apparatschik hervorgeht, der sein Kirchenvolk nicht belehren darf, weil es ihn sonst abwählt. Das wäre den Urchristen nicht eingefallen. Noch dazu ist es natürlich eine romantische Vorstellung, dass jeder an diesen Wahlen mitwirken konnte. Im wesentlichen waren das die hervorragenden Kleriker und Bürger. Alle anderen waren ausgeschlossen.
@ DDL
Wie, wenn Sie gar nicht wüssten, wie mein Bekenntnis lautet? Müssten Sie das erst erfahren, um beurteilen zu können, ob Sie mir zustimmen oder mir widersprechen müssen?
Nee, das wäre egal. Ihrer Auffassung, dass ein Gläubiger sozusagen nicht für sich die Wahrheit seiner Religion feststellen darf, sich also nicht im Besitz der Wahrheit währen darf, kann ich unter keinen Umständen zustimmen. Ich habe bereits häufiger ausgeführt, dass dies mit der Glaubensausübung unvereinbar wäre.
Sie machen sich’s manchmal verflixt bequem
Wenn schon, Sie doch auch. Sie sagen einfach: Glaubt nicht daran, dass euer Glaube allein wahr ist, und schon passt alles zusammen.
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#38   semiotico   19:32:25 | Samstag, 17. Juni 2006
Lieber Benedikt!
Sie verstehen meine Aussage falsch: Ich habe sehr wohl das katholische Eucharistieverständnis als „das richtige“ (wenn man das so sagen kann) dargestellt und das „reine GEdächtnis“ der Protestanten bzw. das noch Schärfere der Calvinisten als „falsch“ deklariert (sofern mir oder irgendwem das zusteht).
1) Die Kirchegeschichte ist sehr wohl ein Anhaltspunkt für die Lehre, denn sonst wären die ganzen Päpste bis Johannes XIII. (dem echten) nur als Politiker aufgetreten. Zur „Lehre“, wie sie es nennen, gehören genauso theologische Rechtfertigungen contra Hexen & angebliche „Ketzer“ sowie die Kreuzzugsaufforderungen. Wenn es dann z.B. 1900 Jahre nach Christi Geburt zur Dogmatisierung der Unfehlbarkeit ex cathedra kommt, ohne dafür eine länger als 400 Jahre alte Tradition verwenden zu können, ist schon äußerst fragwürdig, was da aus Machtgier und was aus direkter theologischer NAchfolge Christi entstanden ist. Es geht da nicht um die politischen Falschheiten, sondern um die grausame theologische Lehre, die tw. (nicht immer) sowas von quer zur christlichen Botschaft geht. Und das war eine Lehre.
2) Die Urkirche wählt ihre Gemeindevorsteher. Und das war noch die eine Kirche.
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#37   Benedikt   18:57:45 | Samstag, 17. Juni 2006
@ semiotico
Auführungen(…)passen wohl kaum in ein 1500-Zeichen-kreuz.net-Posting
Ein Beispiel reicht: Die Protestanten haben xy, was die Katholiken nicht haben. Ein Satz.
Aber eigentlich sollte schon alleine die Kirchengeschichte zeigen, dass sich erst mal historisch keine Kirche wirklich die weiße Weste der puren WAhrheit anziehen darf
Also sorry, aber wenn die Kirche die und die Lehre vertritt, so wird diese nicht dadurch unwahr, dass irgendein Papst mal ein Gauner gewesen ist. Vorkommnisse in der Kirchengeschichte eignen sich wirklich nur sehr bedingt um über Wahrheit oder Unwahrheit einer Glaubensverkündigung zu befinden.
Auf der einen Seite die demokratische Wahl von Bischöfen
Ach, und weil die Kirche das nicht hat kann sie nicht in Anspruch nehmen, die wahre Kirche zu sein? Warum nicht?
Denken Sie wirklich, die katholische Kirche habe bisher alles richtig gemacht und vertrete die uneingeschränkte und ganze Wahrheit?
Ob die Kirchenmitglieder alles richtig gemacht haben ist wie gesagt völlig irrelevant, was die Wahrheit der verkündeten Lehre angeht. Ich bin in der Tat davon überzeugt, dass die Kirche die Wahrheit vertritt. Das calv. Abendmahlsverständnis ist zB eine Neuschöpfung, die überhaupt keine Stütze in der Überlieferung hat. Warum sollte das wahr sein?
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#36   DDL   18:54:24 | Samstag, 17. Juni 2006
@Benedikt
Manche Ihrer repetierend vorgetragenen Kommentare sind in der Tat etwas ermüdend.
Trennen Sie ‘mal das Gesagte von der Person, bitte – als ob irgendetwas Gesagtes oder meinetwegen auch Gefordertes aufgrund der Person des Äußernden richtig oder falsch wäre… sorry, wenn ich solche Aussagen von Ihnen höre, dann komme ich nicht umhin, anzunehmen, dass Sie nur ganz einfach nicht so die rechte Antwort wissen, also verlagern Sie sich auf eine ziemlich billige Taktik: Allen, die Ihre grobe Richtung teilen, konzedieren Sie eine gewisse Berechtigung an der Thematik an sich (das ist risikolos, eben WEIL die ja im Groben Ihrer Meinung sind), und allen, die das NICHT tun, sprechen Sie einfach ‘mal fröhlich das Recht ab, sich äußern zu dürfen. Klasse ;O)
Wie, wenn Sie gar nicht wüssten, wie mein Bekenntnis lautet? Müssten Sie das erst erfahren, um beurteilen zu können, ob Sie mir zustimmen oder mir widersprechen müssen?
Sie machen sich’s manchmal verflixt bequem, lieber Benedikt, und darin haben Sie leider etwas mit Ihrer Kirche gemeinsam, deren Grundlogik darin besteht, zu sagen: „Was wir sagen, ist richtig, weil wir das so sagen!“, und die darin weniger Gott als vielmehr die eigene, eingebildete göttliche Definitionshoheit feiert. Selbstbezüglichkeit als Primärtugend. Andere allerdings nennen das – in der nettesten Variante – „Nabelschau“.
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#35   semiotico   18:47:16 | Samstag, 17. Juni 2006
Die dafür nötigen „genauen“ Ausführungen…
…passen wohl kaum in ein 1500-Zeichen-kreuz.net-Posting. Wenn Sie sich dafür interessieren können Sie vielleicht einmal ein wissenschaftlich-ökumenisches Buch der neueren Generation lesen (am besten einen Sammelband mit katholischen wie anderskonfessionellen Autoren).
Aber eigentlich sollte schon alleine die Kirchengeschichte zeigen, dass sich erst mal historisch keine Kirche wirklich die weiße Weste der puren WAhrheit anziehen darf. Das alleine sollte als Argument eigentlich reichen. Wenn sie die Vergangenheit allerdings ausklammern wollen, dann weise ich nur auf ein par kleinere Dinge hin, um nicht gleich wieder Grunsatzdiskussionen anzuheizen: Auf der einen Seite die demokratische Wahl von Bischöfen (vgl. Gemeindevorsteher in der Apg), auf der anderen Seite die (tw. eingeflüsterte, siehe Krenn) Einsetzung von oben gegen das Volk. Oder: Auf der einen Seite ein transsubstantielles Verständnis der Eucharistie, auf der anderen Seite natürlich das reine Andekens-Verständnis der Eucharistie. Usw.usf. Denken Sie wirklich, die katholische Kirche habe bisher alles richtig gemacht und vertrete die uneingeschränkte und ganze Wahrheit?
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#34   Benedikt   18:37:12 | Samstag, 17. Juni 2006
@ semiotico
Es war mehr darauf gemünzt, dass DDL als Agnostiker der Kirche vorschreiben will, wie sie sich zu verstehen hat. Das ist so eine Tendenz bei ihm, die ich eben interessant finde…
Allerdings glaube ich nicht, dass irgendeine der bestehenden Kirchen und „kirchlichen Gemeinschaften“ (wenn sie das so wollen) ein Anrecht darauf hat, sich als diese einzig wahre Kirche zu bezeichnen, weil allen Kirchen kleinere oder größere Dinge fehlen, die wieder andere aufweisen.
Da wären genaue Ausformulierungen mal sehr interessant :-).
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#33   semiotico   18:33:18 | Samstag, 17. Juni 2006
Lieber benegut!
Es braucht keine „Herausforderung“ um katholisch leben zu können, zumindest nicht um der Herausforderung willen. Da verstehen sie das christliche Oppositionsverständnis falsch.
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#32   benegut   18:28:39 | Samstag, 17. Juni 2006
Was macht ihr euch denn Gedanken?!
Diese Form von Lehmann und Meyer-Selbstbeweihräucherungsveranstaltungen ist doch total out. Wer wirklich katholische Katholikentage will, geht einfach zu den Kongressen „Freude am Glauben“. Alles andere ist Wohlfühl-Schwachsinn mit seichter Alles-Ist-Erlaubt-Ideologie. Besser: Erlaubt ist, was nicht katholisch ist, denn das ist ja keine Herausforderung und furchtbar einfach. Da macht es fast noch mehr Spaß evangelisch zu sein. Denen nimmt es noch ab, weil sie sonst nichts mehr haben, als eine abgekutschte Eventkultur! >:)
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#31   semiotico   17:21:40 | Samstag, 17. Juni 2006
Also erstaunlich…
…finde ich es wirklich nicht, dass solche Forderungen hier gestellt werden. Naja gut, hier vielleicht schon.
Ich darf Sie vielleicht darauf hinweisen, dass ich in meinem Posting nie mehrere Kirchen impliziert habe, sondern sehr wohl davon ausgehe, dass es eine Kirche gibt, die „die richtige“ ist. Allerdings glaube ich nicht, dass irgendeine der bestehenden Kirchen und „kirchlichen Gemeinschaften“ (wenn sie das so wollen) ein Anrecht darauf hat, sich als diese einzig wahre Kirche zu bezeichnen, weil allen Kirchen kleinere oder größere Dinge fehlen, die wieder andere aufweisen. Was ich zu denken gegeben habe, ist, dass man innerkirchliche Pluralität immer nur mit Spaltungen oder Blockbildungen lösen kann – und in beiden Fällen geht man dann immer aufeinander los, weil man überzeugt davon ist, in allen Punkten die einzige Wahrheit zu vertreten. Das macht die RKK genauso falsch wie alle anderen Gemeinschaften. Wenn „die Kirche“ (die es also nicht gibt) der mythische Leib Christi ist, dann kann es nur eine Kirche sein, die es schafft, Pluralität zuzulassen ohne sich gleich in tausend Teile zu zerspalten. Dass dabei nicht alles geht, versteht sich von selbst. Es ginge aber auf jeden Fall wesentlich mehr, als derzeit!
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#30   Benedikt   16:58:59 | Samstag, 17. Juni 2006
@ DDL & semiotico
Ohne Beachtung der Ecclesiologie sind solche „Beurteilungen“ einfach Unfug. Wer davon ausgeht, dass Jesus nur eine Kirche gegründet hat und die Kirche sozusagen der mythische Leib Christi ist, der kann nicht von mehreren Kirchen ausgehen, dies ist gar nicht begründbar. Die anderen Gemeinschaften versuchen daher erst gar nicht, irgendwelche theologischen und ekklesiologischen Begründungen für ihre Ansicht zu bringen, sie fordern die Bezeichnung „Kirche“ sozusagen als Titel und aus Gründen der Gleichberechtigung. Das aber sind völlig irrelvante Kriterien, da können Sie sich auf den Kopf stellen. Es kann auch niemand die Kirche zwingen, auch andere Gemeinschaften „Kirche“ zu nennen. Es ist wirklich erstaunlich, dass hier solche Forderungen laut werden.
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#29   semiotico   16:42:25 | Samstag, 17. Juni 2006
Im Gegensatz zu ihnen…
…muss ich keine Dogmen studieren, um das Christentum zu verstehen.
1) Wie bedeutsam ihr Isidorus jetzt war (und so bedeutsam ist er nun wirklich nicht) oder nicht, ist mir wirklich grundegal.
2) Meine tw. „proletenhaften“ Aussagen, wie Sie meinen, resultieren daraus, dass ich manche Gedankengänge und das ewige Blockdenken einfach lächerlich finde. Punkt.
3) Ausserdem gehen sie in ihrer Argumentation am Thema vorbei: Wenn sich Luther, Zwingli, Calvin und andere von der katholischen Kirche abspalten (was sie nie wollten, aber wozu sie von der Kirche gedrängt wurden), dann wohl aus guten Gründen. Und darum geht es. Wenn mir so eine Bannandrohungsbulle in die Hände fallen würde, ich wüsste nicht, was ich so alles damit tun würde. Ein Beispiel: Würde die Kirche heute den Irakkrieg unterstützen, ich dagegen wettern und deswegen ausgeschlossen werden – ja, ich würde diesen Ausschluss verbrennen! Mir einen Bann anzudrohen, weil ich die Mißstände kritisieren?!? Und das soll dann auch noch die eine, heilige und immer wahr denkende Kirche sein?!?
4) Wollen Sie abstreiten, dass Luther eine Reform der Kirche und keine Abspaltung im Sinn hatte? Ich streite nicht ab, dass sie ab einer gewissen Situation „gehen mussten“ – es gab für sie keine Hoffnung mehr, die Kirche zu wenden.
5) Alleine die mittelalterlichen Tatsachen zeigen doch, und darüber reden wir ja hier, dass die Kirche nicht immer Recht hatte, d.h. die Wahrheit nicht für sich beanspruchen kann – odeR?
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#28   Isidorus Hispalensis   16:32:40 | Samstag, 17. Juni 2006
Sehr geehrter Semiotic
Wenn Sie ein wenig mehr Kirchengeschichte betrieben hätten, könnten Sie wahrscheinlich mit meinem Pseudonym etwas mehr anfangen und müssten dieses nicht so despektierlich zitieren. Das ist ein ziemlich „proletenhaftes“ Verhalten, womit Sie in diesem Forum leider wirklich nicht alleine stehen. Aber darum geht es hier nicht.
Ich bin von Hause aus Kirchenhistoriker (Spezialgebiet Alte Kirche) und habe mich auch mit Reformationsgeschichte beschäftigt. Sicherlich gab es in der kath. Kirche des Spätmittelalters Mißstände. Keine Frage. Eine kath. Reform, wie sie dann vom Trienter Konzil angestoßen worden ist, war sicherlich nötig. Jedoch hat Luther sich spätestens formell von der kath. Kirche getrennt und losgesagt, als er am 10. Dez. 1520 vor dem Elstertor zu Wittenberg die Bannandrohungsbulle mitsamt den kirchlichen Rechtsbüchern verbrannt hat. Auch Reformatoren wie Calvin und Zwingli haben etwa in ihren Publikationen offen mit der kath. Kirche gebrochen. Das ist ein historisches Faktum. Wie sieht es denn in England aus? Somit sind die kirchlichen Gemeinschaften der Reformation Abspaltungen von der kath. Kirche, sowohl in doktrinärer als auch disziplinärer Hinsicht. Nicht mehr oder weniger habe ich behauptet.
Im übrigen wäre es sehr schön, wenn Sie ihren oftmals agressiven und leider auch arroganten Tonfall etwas zurücknehmen könnten.
P.S.: Studieren Sie doch auch einmal die unterschiedlichen Eucharistielehren.
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#27   semiotico   15:14:16 | Samstag, 17. Juni 2006
Sehr geehrter Isoirgendwas!
1) Nehmen wir mal – nur als Beispiel – die Abspaltung der Protestanten unter Martin Luther. Wenn Sie seine Forderungen lesen, würden Sie diese (zum Großteil) befürworten? Mal abgesehen davon, dass er sich nie formell abtrennen wollte: Der Protestantismus sah das Hauptproblem darin, dass aus der Kirche etwas geworden war, was sie nicht sein sollte (Ablasshandel, Simonie, etc. etc.) – wollen Sie damit sagen, die RKK habe doch immer das richtige getan und die Protest. haben das nur nicht gewollt und sind deshalb „gegangen“? Um es mit Kreisky zu sagen: Lernen sie (Kirchen)Geschichte!
2) Wie liegt was auf der Hand? Das müssen sie schon begründen! Als Aussage alleine ist das haltlos. Argumente!
3) Wenn Sie ein bisl was von Ökumene verstehen, dann wissen Sie, dass der einzig maßgebliche Unterschied der RKK und der Protestanten (Bsp.) in der Ämterfrage liegt. Mehr als 95% sind Gemeinsamkeiten.
4) Alleine die theologische Pluralitiät zwischen den Evangelien, Paulus, Petrus und den pseudepigraphischen Schriftstellern zeigt uns: Pluralität innerhalb einer Gemeinschaft ist durchaus möglich. Nur wird sie leider verhindert – und daran ist schlicht und einfach die Angst vorm Machtverlust (auf allen Seiten) schuld!
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#26   Isidorus Hispalensis   13:53:48 | Samstag, 17. Juni 2006
Kirchliche Gemeinschaften versus Schwesterkirchen
Werter Semiotico, Sie schrieben:
Andere als „kirchl. Gem.“ zu deklarieren, sich selbst aber als einzige „Kirche“ zu nennen, das zeugt von so einer Argumentlosigkeit…
Ich kann Ihre Probleme leider nicht nachzuvollziehen. Es liegt doch auf der Hand, dass die verschiedenen protestantischen Denominationen bloße Abspaltungen der kath. Kirche sind, die sich von ihr formell getrennt und die Lehre und Disziplin der Kirche zu einem guten Teil verworfen haben. Anders verhält es sich mit den Ostkirchen, die zwar von Rom jurisdiktionell getrennt sind, aber dennoch in den wesentlichen Fragen des Glaubens und der Disziplin die altkirchliche Tradition bewahrt haben. Somit können diese als „Schwesterkirchen“ bezeichnet werden, jene als „kirchliche Gemeinschaften“. Eine in sich stimmige und angemessene Terminologie. Natürlich muss man sich um einen von Nächstenliebe geprägten Dialog mit den Protestanten mühen, aber die Unterschiede darf man nicht leichtfertig übergehen, sondern sie müssen beim Namen genannt werden. Darüber hinaus steht es doch jedem frei, der die Lehre der kath. Kirche ablehnt und sich zum Protestantismus hingezogen fühlt, sich einer protestantischen Denomination anzuschließen.
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#25   Dr. Otterbeck   10:28:00 | Samstag, 17. Juni 2006
Evangelium und Kirche
Der berühmte Ausspruch von Loisy (ja, der Modernist): „Jesus hat das Reich Gottes verkündet. Gekommen ist die Kirche.“ War von ihm noch positiv gemeint, sozusagen: „Immerhin etwas…“ Wer aber den katholischen Anspruch bewerten will, müsste schon das Selbstverständnis der Kirche konsultieren. Sogar das „Immerhin…“ wäre nur mit Einfluss schwach erklärt.
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#24   wiener   09:45:47 | Samstag, 17. Juni 2006
@ belisar
ich vermute, sie meinen „donum vitae“ und nicht „humanae vitae“.
das fand ich originell und erheiternd. sorry.
nur: wer offensichtlich so genau geschaut hat, wird vielleicht auch andere „feinheiten“ nicht erkannt haben, wenn er ständig nur durch seine ideologische brille geschaut hat. könnte ja sein.
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#23   DDL   09:02:01 | Samstag, 17. Juni 2006
@Benedikt
„Das ist Ihre oft formilierte.“
Ja, wundert Sie das denn? Egozentrik und Hybris sind in meinen Augen die Kardinalfehler der RKK, und kreuz.net seinerseits scheint es sich zur Aufgabe gemacht zu haben, diese möglichtst unverfälscht und maximiert abzustrahlen (die „reine Lehre der Selbstgefälligkeit“ ist so ziemlich das einzig Reine hier). (Keine Sorge, was die Rechtschreibung angeht, so sag’ ich nix – meine Tipperei ist selbst unterirdisch)
Sie hat nur einen Haken: Die Anglikaner glauben nicht daran. Warum sonst interessiert es sie
immer so, was der Papst so alles sagt.
Öhm, Benedikt – sorry, aber: „Bla“ ist exakt das, was Sie da sagen. kreuz.net z.B. lästert auch in einem fort über Schwule, und dass diese das Geschwurbel der Ultras hier interessiert, liegt weiß Gott nicht daran, dass Sie den analen Absonderungen hier irgendeine Form von Wahrheitsgehalt zusprächen – ganz im Gegenteil. Sie verwechseln da „Arroganz“ mit „Relevanz“, hm?
Anglikaner etc. „interessieren“ die Absonderungen eines Papstes einzig insofern, als er für ein paar Millionen Katholiken spricht. Sie meinen allen Ernstes, wenn diese Millionen nicht wären, das selbstgefällige Geschnatter des kath. Klerus würde irgendwem imponieren? Man huldigt dem Einfluss, nicht der theologischen Relevanz. Ja, das ist verlogen. Aber das hat eine verlogene Hybris als Reaktion auch irgendwie verdient, nicht?
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#22   semiotico   08:24:26 | Samstag, 17. Juni 2006
Lieber Benedikt,
wenn sie sich so ansehen, was „unsere Seite“ so alles an Anglikanern, Protestanten etc. interessiert, dann ist dieses Gewicht doch sehr fettleibig (von den Homo-Bischöfen bis zu den bösen Protestanten, die ja sogar am Katholikentag dabei waren). Hab ausserdem nicht gewusst, dass sie Engländer sind (was Ihre ständigen Schreibfehler erklären würde) und daher so tollen Einblick in die AK haben.
Die wirklich illustren Behauptungen stammen von Seiten der katholischen Kirche: Nämlich die Annahme, sich selbst als einzig wahre Konfession anzunehmen, quasi die Wahrheit zu kennen. Das ist – wenn man das Evangelium kennt – der größte Schmafu, den man sich überhaupt nur ausdenken kann. Andere als „kirchl. Gem.“ zu deklarieren, sich selbst aber als einzige „Kirche“ zu nennen, das zeugt von so einer Argumentlosigkeit, wie sie sonst nur Pünktchen hat – es ist ein Abdeklarieren, ein Diffamieren und Runtermachen. Hätte Jesus diese unsachliche und von Nächstenliebe völlig geleerte Diskussion mitverfolgt, er hätte mehr als nur ein par Stände im Tempel umgeworfen.
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#21   Benedikt   03:29:34 | Samstag, 17. Juni 2006
@ DDL
Weder Sie noch der Papst noch die RKK in toto hat die Kompetenz, über die Vollmacht einer anderen Glaubensgemeinschaft zu befinden. Was immer Sie in der Hinsicht absondern, es hat exakt null Relevanz.
Das ist Ihre oft formilierte. Sie hat nur einen Haken: Die Anglikaner glauben nicht daran. Warum sonst interessiert es sie (und andere Glaubensgemeinschaften) immer so, was der Papst so alles sagt. Über den Katholizismus kann man aus protestantischen Reihen (wie unlängst im Maiandacht Artikel) permant illustre Behauptungen hören, aber Katholiken dürfen im Umkehrschluss nichts sagen. Wenn den anderen Aussagen des Papstes wirklich so egal wären, dann könnten sie sie doch ignorieren, oder? Tun sie aber nicht, was sehr aufschlussreich ist.
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#20   DDL   03:14:21 | Samstag, 17. Juni 2006
@Belisar
1.) Weder Sie noch der Papst noch die RKK in toto hat die Kompetenz, über die Vollmacht einer anderen Glaubensgemeinschaft zu befinden. Was immer Sie in der Hinsicht absondern, es hat exakt null Relevanz.
2.) Wenn SIE von „KKK“ sprechen, bin ich nie so ganz sicher, ob Sie damit den Katechismus oder – was ich für wahrscheinlicher halte – diese weißbemützten Typen meinen, die in Sachen Homosexualität ganz auf Ihrer Linie liegen.
@Humer
Kein Kommentar. Der Mann ist nicht zurechnungsfähig. Vermutlich tatterig vom allzuvielen Porno“prüfen“.
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#19   Belisar   02:23:42 | Samstag, 17. Juni 2006
Freikirchen?
Das sind doch Sekten, falls die nicht mit der katholischen Kirche uniert sind haben sie keine Vollmacht, es ist zwar klar das wir Jesus Christus als den Herrn anerkennen in der katholischen Kirche, Jesus Christus ist untrennbar mit der Kirche verbunden, was hat er den getan, er hat das Volk Gottes gesammelt, dieses ist nun mal die katholische Kirche, so Sprüche wie Jesus ja Kirche nein sind so vollkommen falsch und fehl am Platz.
Es gibt nur eine Kirche und zwar die katholische, alles andere sind keine Kirchen, höchstens „Glaubensgemeinschaften“ nein es gibt nur die eine Kirche, ob sie röm-katholisch oder griech.-katholisch ist spielt dabei keine Rolle diese gehören ja bekanntlich zur katholischen Kirche.
Bitte nachschlagen unter 846 im KKK Außerhalb der Kirche kein Heil, auch Artikel836-838 ist lesenswert, liest es doch einfach nach!
Dann kann man sich viele Kommentare sparen, über die Lehre der Kirche kann nicht groß diskutiert werden, selbst wenn mir persönlich etwas nicht gefallen sollte werde ich es im treuen Gehorsam annehmen.
Nein man kann sich nicht seinen eigenen Glauben machen wie es die Freikirchen und Protestanten oft tun.
Das ist auch etwas schönes in der katholischen Kirche, die Lehre wird nicht umgebogen nur weil irgendeine Vereinigung meint sie wisse es besser, nein die Lehre bleibt gleich, es spielt keine Rolle was die Medien oder einpaar aufsässige Theologen sagen die Wahrheit ist unverrückbar. :)3
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#18   Gotthard   21:25:19 | Freitag, 16. Juni 2006
Annahme
So ist es mit katholischen Lehre, … nein die Lehre muss entweder ganz oder gar nicht angenommen werden.
und die Freikirchen sagen: „Du mußt Jesus Christus als Deinen Herrn annehmen“.
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#17   Detlef Rose   21:21:01 | Freitag, 16. Juni 2006
Gut gemeint
Gut gemeint (so habe ich Herrn Humer bei einer Begegnung vor 35 Jahren erlebt) – und doch: Voll daneben! Mit mehr argumentativer Qualität könnte Kreuz.net eine Perle im WWW sein. DAR
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#16   ExBochumer †   20:12:52 | Freitag, 16. Juni 2006
Da …
… ist immer noch ein Fehler drin.
Schade für ein Dienst, der sich mit dem Titel „Katholische Nachrichten“ schmückt und noch nicht einmal Grundregeln der deutschen Sprache beherrscht.
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#15   semiotico   19:20:57 | Freitag, 16. Juni 2006
kleine Ergänzung…
…zu Belisar: Den Informationsstand zu den Dokumenten des 2. Vatikanums sollte man vielleicht mal am Petersplatz aufstellen, denn bis dorthin sind viele Bestimmungen dieses richtungsweisenden Konzils noch gar nicht durchgedrungen…
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#14   ExBochumer †   18:28:06 | Freitag, 16. Juni 2006
Rechtschreibwörterbuch
kreuz.net sollte sich mal in Unkosten stürzen und seinen Mitarbeitern ein Rechtschreibwörterbuch wie den DUDEN gönnen.
Standard schreibt mand mit 2x D, und nicht „Standart“. Ein Armutszeugnis von kreuz.net.
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#13   Belisar   18:22:51 | Freitag, 16. Juni 2006
@ wiener
Es geht mir nicht um das Päpstliche Dokument, sondern um diese Organisation die sich diesen Namen „Humanea vitae“ gestohlen hat und für ihre Zwecke benutzt.
Ansonsten:
Was heisst es katholisch zusein? Jeder braut sich sein eigenen Glauben zusammen, so wie es sich viele Wünschen? Oder ist der katholisch, der sich an der Lehre der Kirche hält , die bekanntlich in Lehrfragen nie irrt. Die Antwort ist doch klar!
Es war ein mal ein einfacher Bauer er kam auf ein Schloss und sah wie die Reichen eine große Schöne Torte aßen, er bemühte sich um das Rezept, da er sah dass die Gäste die Torte gern aßen.
Er kam nach Hause und gab seiner Frau das Rezept, diese ware aber geizig. Sie sagte 10 Eier was na da reichen 6, 2 Kg Butter nein ich nehme 1 Kg Margarine und so begann Sie das Rezept zu verändern, nach die Torte fertig war versuchte der Bauer sie, sofort spuckte er sie wieder aus und fragte laut, wie konnten die Gäste so ein eckelhaftes Zeug essen?
So ist es mit katholischen Lehre, wenn ich anfange sie für mich zuverändern, dann schmeckt es nicht, nein die Lehre muss entweder ganz oder gar nicht angenommen werden.
Wir haben ja so eine Mentalität: Was nicht lüsternd auf eine Frau schauen, das ist übertrieben, das war eine andere Zeit, dass streiche ich weg!
Nich töten ach ja das akzeptiere ich usw.
Jesus sagt aber, Himmel und Erde werden vergehen meine Worte werden nicht vergehen! Jesus=Kirche sind untrennbar miteinander verbunden. Die Kirche der mystische Leib des Herrn.
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#12   wiener   15:33:07 | Freitag, 16. Juni 2006
na ja …
… humer halt.
er war wohl nicht selbst in saarbrücken, weil er sich ja zeitgleich die x-te vorstrafe abholen musste.
was an faktum aus diesem artikel herauszulesen ist: humers busenfreund annen hat sich anscheinend nicht oder zu spät um eine standgenehmigung bemüht (bzw. hat es bewusst provoziert, auf diese weise aufsehen zu erregen) und wurde deshalb des platzes verwiesen. also: nix skandal, nur peinliche möchtegern-sensationalisierungen, mit denen sich selbst darstellende „lebensschützer“ als märtyrer zu stilisieren versuchen. peinlich so was – aber ähnliches ist man ja vom nicht mehr agilen sondern galoppierend altersschwachsinnigen pornojangenden senior gewohnt.
@ belisar: „humanae vitae“ steht für abtreibung – selten so geschmunzelt ;)
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#11   Ralf B. †   15:08:18 | Freitag, 16. Juni 2006
@Hódmezövásárhelykutasipuszta
Nun eine Frage meinerseits: In welcher Branche sind Sie tätig, dass sie Herrn Humer als „Kollegen“ bezeichnen?
Na, das ist doch wohl klar: Ich bin berufsmäßiger Tester von Pornozeitschriften! :-D
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#10   Hódmezövásárhelykutasipuszta   14:55:34 | Freitag, 16. Juni 2006
@ Ralf B. Sie haben nichts verstanden!
1. Was sind „Laienpfaffen“?
Es ist nicht von Bedeutung, was das Wort bedeutet. Es klingt pejorativ, das reicht!
2. Was hat die Überschrift mit dem Artikel zu tun?
Nichts. Wieso auch? Sollten Sie es noch nicht bemerkt haben: es gibt einen Pool an provokativ-pejorativen Überschriften, der nach Themenbereichen (Schwule1 – Schwule15, Abtreibung, Kondome, Petrus-/Piusbruderschaft) eingeteilt ist, und ein Artikel wird einen dieser 18 Themenbereiche zugeordnet und erhält per Zufallsgenerator eine reißerische Überschrift.
4. Kennt Kollege Humer diese Unterscheidung zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat nicht?
Nein. Dieser Mensch kennt gar keine Gesetze!
5. Wenn Kollege Humer so über „deutsche Gründlichkeit“ herzieht: Wie denkt er z.B. über das muntere zentimeterweise Ortstafelverschieben von Jörg Haider?
Gar nicht. Würde allerdings Frau Burgstaller dasselbe tun, würde er schlecht darüber denken.
6. Hat Kollege Humer den Artikel für kreuz.net selbst verfasst, oder ist aufgrund seiner fortschreitenden Senilität jemand anderes in seinem Namen aktiv geworden?
Das kann ich leider nicht beantworten, bezweifle aber, dass er selbst das noch unterscheiden könnte.
Nun eine Frage meinerseits:
In welcher Branche sind Sie tätig, dass sie Herrn Humer als „Kollegen“ bezeichnen? ;-)
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#9   semiotico   14:20:29 | Freitag, 16. Juni 2006
Lieber Belisar!
1) Ausdrücke wie „so Homos“ bitte vermeiden, wir sprechen doch lieber von Homosexuellen.
2) Dieser Katholikentag hat sich dezidiert die Pluralität zum Ziel gemacht. Und das sind nur mal Gruppen, die das Glaubensbekenntnis ohne Zweifel aussprechen, aber diesen Glauben auch gerne auf ihr Leben und ihre Überzeugung angerechnet sehen wollen. Die katholische Lehre kritisch zu hinterfragen ist nicht falsch, denn schließlich wurde sie auch von Menschen aufgestellt und stammt teilweise aus einer Zeit, die mit der heutigen nichts mehr zu tun hat.
3) Die von Ihnen geforderten Stände werden ein par Kleriker interessieren, vielleicht auch ein par andere, aber dem Katholikentag ging es nicht darum, kirchliche Aussagen wiederzukäuen (dazu braucht es keine Veranstaltung, man müsste lediglich die Dokumente austeilen), sondern eine junge, aktive und gelebte Kirche einzubinden. Ich versteh nicht, wie man den Glauben und das Heil immer auf kirchliche Dokumente reduzieren kann. Hat Jesus irgendein Dokument aufgesetzt? NEIN!
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#8   Josefus   14:16:46 | Freitag, 16. Juni 2006
Negativ überrascht
16. Juni 2006 12:42 semiotico: Katholikentag
Ich war selbst dort und war wirklich positiv überrascht
Ich war auch selbst da und war negativ überrascht, was da alles geduldet wurde. Ich sah auch wie viele Polizisten sich um den Lebensrechtler mit dem Fahrrad versammelten, der auf eine Nebenstraße verbannt schien.
Jemand, der ein Foto davon machte, wurde anschließend auch noch von der Polizei minutenlang umstellt. Einschüchterungsversuche wo es nur geht! Die Schwulen und Lesben konnten jedoch auf der Bannmeile ungezügelt und ungeniert ihre Propaganda verbreiten.
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#7   Belisar   14:07:58 | Freitag, 16. Juni 2006
Katholikentag?!
War er nicht. Die Organisatoren haben Stände zugelassen die gegen die Lehre der Kirche waren, ich war übrigens auch dort, es war einfach furchtbar das sich mehrere Stände dort hinstellen durften wie „Wir sind Kirche – Kirche von unten“ oder so Homos hatten einen Stehplatz, viele waren einfach das letzte irgendwelche Frauen die meinten Diakoninnen oder Priesterinnen werden zu müssen, auch Sekten durften dort öffentlich auftreten, irgendwelche Alt-katholiken oder auch „Humanae Vitae“ die für Abtreibung steht, ich fand aber auch einen guten Stand Aktion Leben ein Mann von denen sagte mir, dass man Sie in den letzten Jahren rausgejagt hat, weil sie den KKK zitiert und eine Stelle zur HS groß gedruckt aufgehängt hätten dieses hätte den HS-Stand der nicht weit weg stand beleidigt wie wurden verwiesen! Sie hatten die kath. Lehre vertreten, was ich von vielen der anderen Stände nicht sagen kann. Das war kein Katholikentag! von Laiengremien die Kirchenfeinde erlauben organist.
Noch mal gehe ich auf so eine Versammlung nicht, das kostet nur Nerven und Geld.
Ich traff auch Geistliche die ebenso wie ich bestürzt und verärgert waren über die „Kirchenmeile“, ansonsten in den Messehallen war das mehr oder weniger interresant was halt jedem so liegt.
Sinnvoller wäre mal andere Stände anzubieten wichtige Themen die nicht so in den Blickpunkt geraten:
Katechese, Befreiungsdienst, Dokumente 2. V., Lehrschreiben etwas was tiefgründig aufbaut und nicht zerstört!
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#6   semiotico   13:47:58 | Freitag, 16. Juni 2006
@Peccator (wie er selbst meint) mundi
Ein Denken wie das ihre hat in der Vergangenheit immer zu Kirchenspaltungen geführt. Wieso kann man in EINER Kirche nicht einfach eine gewisse Pluralität vertragen und erleben? Man muss nicht immer gleich weggehen, wenns nicht passt. Was glauben Sie, wieviele Katholiken es dann noch geben würdE?
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#5   ExBochumer †   13:36:32 | Freitag, 16. Juni 2006

Laßt doch die Spieler. – Die Spieler sind doch in ihrem eigenen Umfeld gefangen. Sie haben nichts mit der Kirche gemein.
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#4   Peccator   13:35:45 | Freitag, 16. Juni 2006
@Schüttel
Ihren Namen tragen Sie zurecht. Wer Ihre sinnwidrigen Ergüsse liest, dem bleibt nur das Schütteln. Warum konvertieren Sie eigentlich nicht mitsamt Ihren modernistischen Freunden zu den Protestanten? Solche Verwirrten wie Sie können die bestimmt gut brauchen!
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#3   semiotico   12:42:26 | Freitag, 16. Juni 2006
Katholikentag
Ich war selbst dort und war wirklich positiv überrascht. Was Humer da von sich gibt klingt fast so pervers wie die Pornos, die er jagt. In Saarbrücken hat man gesehen, dass es eine lebendige katholische Kirche in- und abseits der Klerikalität gibt. Es gab dort Aktionen von Laienverbänden (PfarrsekretärInnen, PastoralassistentInnen, etc.etc.), der Caritas, verschiedenen Hilfsorganisationen und nicht zuletzt so ziemlich aller halbwegs aktiven Orden (von den Dominikanern bis zu den Missionaren von Marianhil) und von verschiedenen Priesterbruderschaften. Diese Veranstaltung daher als „Laienpfaffentreffen“ zu deklarieren, was Humer im Prinzip macht, ist völlig schwachsinnig. Vielleicht passt es manchen nicht in den Kram, dass ein großer Teil der Kirche sich den Gegenbenheiten der Zeit annimmt (nicht anpasst) und aktuelle Fragen zentraler behandelt als andere, die sonst ewig breitgetreten werden. Wer in Saarbrücken war, weiß was Kirche überhaupt bedeutet.
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#2   Schüttel   11:45:40 | Freitag, 16. Juni 2006
Mit diesem Schwachsinnskommentar zum Laientreffen
zeigt kreuz.net wiederum, wes Geistes Kind es ist. Wenn die gläubigen und konservativen Christen sich durch neurotisierte Fanatiker derart lächerlich machen, dann bekommt man fast Sehnsucht nach der Vernunft und Ausgewogenheit eines Kardinal Lehmann. :-!
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#1   Ralf B. †   11:37:43 | Freitag, 16. Juni 2006
Ein paar Fragen
1. Was sind „Laienpfaffen“? Pfaffen sind per definitionem immer Priester, Laien per definitionem keine. Was also meint Kollege Humer mit „Laienpfaffen“?
2. Was hat die Überschrift mit dem Artikel zu tun? Wo kommen im Artikel die „Laienpfaffen“ vor, die etwas „spielen“?
3. Wie kommt Kollege Humer auf die These, jemand habe das Handeln von Kollege Annen als „kriminell“ angesehen? Es war offensichtlich ordnungswidrig (und durfte deswegen von der Polizei beanstandet werden), nicht aber kriminell.
4. Kennt Kollege Humer diese Unterscheidung zwischen einer Ordnungswidrigkeit und einer Straftat nicht?
5. Wenn Kollege Humer so über „deutsche Gründlichkeit“ herzieht: Wie denkt er z.B. über das muntere zentimeterweise Ortstafelverschieben von Jörg Haider?
6. Hat Kollege Humer den Artikel für kreuz.net selbst verfasst, oder ist aufgrund seiner fortschreitenden Senilität jemand anderes in seinem Namen aktiv geworden?
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