Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte des Konzils
Mit Schaudern erinnerte sich kürzlich ein im Ruhestand lebender Priester an die Schrecken der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil.
(kreuz.net, Allgäu) Ein im Allgäu lebender Priester in Pension verfaßte letzten Herbst für die Tageszeitung
‘Allgäuer Tagblatt’ einen Bericht zum Feiertag Allerseelen.
Das Allgäu ist eine Gegend im Südwesten
von Bayern.
Auszüge aus dem Artikel des Geistlichen wurden in der Maiausgabe des monatlich erscheinenden
Faltblattes der beiden katholischen Laienverbände ‘Vereinigung der Initiativkreise’ und ‘Pro Sancta Ecclesia’
veröffentlicht.
Der Resignat erinnert sich in seinem Artikel an die Zeit, als er vor 46 Jahren in der
Allgäuer Gemeinde Pfronten – unweit der österreichischen Grenze – Kaplan war.
Allerheiligen und Allerseelen
habe er damals zum ersten Mal in der praktischen Seelsorge erlebt:
„Während ich in der Ausbildung doch
schon etwas von der Morgenröte des kommenden Konzils wahrgenommen hatte, wurde ich dann vor Ort häufig
noch mit einer ganz anderen Wirklichkeit konfrontiert.“
Als Beispiel nennt der Geistliche viele Bauernfamilien,
die an Allerseelen schon am Morgen während der Stallarbeit drei Schmerzhafte Rosenkränze – „die bekanntlich
mit dem Leiden Jesu beginnen und mit seinem Tod enden“ – beteten:
„Dann ging es tiefschwarz gekleidet
zum Allerheiligengottesdienst in die Kirche. Und am Nachmittag mußte man sich beim Totengedenken die
‘Höllenpredigt’ des Pfarrers anhören, der mit beispielloser Phantasie die Qualen schilderte, die die
Armen Seelen im Fegfeuer zu erdulden hätten.“
„Furchtbar!“ – kommentiert der Resignat.
Darum machte
sich der junge Priester ans Werk, die bestehenden Zustände zu reformieren. Seine Anstrengungen führten
dazu, daß die Gläubigen beim Totenrosenkranz nur die letzten beiden schmerzhaften und dann die ersten
drei glorreichen Rosenkranzgeheimnisse beten mußten.
Den im Rosenkranz eingefügten Fatima-Zusatz „Oh
mein Jesus, verzeihe uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der Hölle, führe alle Seelen in der
Himmel, besonders jene, die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen“, empfindet der pensionierte Priester
als „pessimistisch“ und „selbstgerecht“.
Die Hölle versteht er vor allem als ein „Stilmittel“ der Evangelisten:
„Deshalb glaube ich, daß die Hölle leer ist.“
Auch zum Thema „Fegefeuer“ hat der Resignat seine eigenen
Theorien entwickelt.
So glaubt er, daß die Kirche den Begriff „Arme Seelen“ gar nicht kenne. Sie spreche
schlichtweg von den Verstorbenen: „Es wäre gut, wenn man sich an diesen Sprachgebrauch halten würde –
auch bei Meßbestellungen“ – empfiehlt der Geistliche.
Messen würden von den Gläubigen deshalb gewünscht,
weil sie die Verstorbenen einfach dabei haben wollten, „wenn wir im Gottesdienst die Nähe und Liebe Jesu
erfahren dürfen“.
Im Zusammenhang des menschlichen Sterbens vertritt der Geistliche eine Lebensfilm-Theorie,
wonach der Sterbende vor dem Tod noch einmal sein ganzes Leben zu Gesicht bekommt.
Bei dieser Gelegenheit
tue es dem Scheidenden leid, wenn er „unvollkommen oder eigenwillig“ gewesen sei.
Dann drücke ihn Gott
an sein menschenfreundliches Herz: „Das Fegfeuer ist zu Ende. Der Himmel ist da.“
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55 Lesermeinungen
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@Onan Sie haben Ihre Position festgemacht, und um Himmels willen, fangen Sie bloß nicht an, über Ihren
Tellerrand hinaus Überlegungen Ja, da folge ich Ihnen gerne. Wo die Kirche gesprochen hat, da schweige
man und bete an, – alles andere ist Wahn und Vermessenheit (dies betrifft übrigens insoferne auch Luther
und seine doch recht diletantischen Abänderungen des Kanons, mit seiner Hintansetzung von Jakobusbrief
und Offenbarung Johannis).
@Artois Dazu ist dann ja wohl nichts mehr zu sagen :)3 Sie haben Ihre Position festgemacht, und um Himmels
willen, fangen Sie bloß nicht an, über Ihren Tellerrand hinaus Überlegungen anzustellen lg Onan
@ Tradi: Na klar, um 200 die Erzdiözese (!) Rom. Und natürlich, der Papst in seiner heutigen Bedeutung
natürlich auch damals (mal Kirchengeschichte ansehen, nicht immer nur die mit „Imprimatur“!). miserables
Latein: die röm. Gemeinde hat schließlich ursprünglich Griechisch gesprochen. Und miserabel: Ja natürlich,
sieh Dir doch die Sozialstruktur der frühen Kirche an. Oder meinst Du, da war die päpstliche Kanzlei
mit ihren universitär ausgebildeten Scholaren am Werk? Total anachronistisch. Bei Dir kann man sich
den Mund fusselig reden. Was Dir nicht paßt, wird einfach mal ohne weitere Prüfung als Fälschung bzw.
unglaubwürdig deklariert. Ach ja: So ziemlich jeder kath. Theologe würde mir zustimmen. Die unterliegen
heute zum Glück nicht mehr dem Antimodernisteneid, sondern dürfen frei denken und forschen. Leb weiter
in Deinem Dogmen-Schneckenhaus!
Meinungen gibt es viele, aber nur eine Wahrheit! Ein um 200 in oder bei Rom entstandener Kanon – in miserablem
Latein übrigens – wurde 1740 von einem Mailänder Bibliothekar aufgefunden, der sog. Kanon Muratori (so
hieß der Finder). … und weil er in miserablem Latein geschrieben ist, deswegen halten Sie ihn für
einen glaubwürdigen Beleg des Schriftencanons in der Erzdiözese Rom… Kirchenvater Clemens v. Alexandrien
aber rechnet um 200 zur Hl. Schrift auch das Hebräer- u. Ägypterevangelium, den 1. Clemensbrief, die
Didache, den Barnabasbrief, mehrere Apostelgeschichten. heute alles apokryph (mit k). … das ist interessant,
allerdings ersetzt auch ein Kirchenvater nicht die Hl. Kirche… und die zahlreichen Synoden, die den
Schriftencanon einheitlich festlegten. Es gab auch Unterschiede zwischen Ost und West: Im Osten wurde
die Offenbarung des Johannes erst im 8. Jh. endgültig anerkannt. Im Osten gab es auch keine brauchbaren
Autoritäten – wie im Westen den Papst – und die Häresien wucherten „fröhlich“. Es gab dort auch den
Bildersturm und gibt noch immer den Monphysitismus, beide kein Beleg für Rechtgläubigkeit. Die Liste
ließe sich fortsetzen. „Göttlich approbiert“??? Modernisten, Heiden, Geschichtsfälscher und Lügner
haben viele Argumente. Eines haben sie nicht: Die Wahrheit!
@ Tradilandstimme Oh, nein, ich muß Dich jetzt in Deinem Glauben erschüttern. Ein um 200 in oder bei
Rom entstandener Kanon – in miserablem Latein übrigens – wurde 1740 von einem Mailänder Bibliothekar
aufgefunden, der sog. Kanon Muratori (so hieß der Finder). Dieser neutestamentliche Kanon repräsentierte
die offizielle Meinung der römischen Ortskirche. Es fehlen: Hebräerbrief, 1. u. 2. Petrusbrief (ausgerechnet
die! , in Rom!!), Jakobusbrief und 3. Johannesbrief. Kirchenvater Clemens v. Alexandrien aber rechnet
um 200 zur Hl. Schrift auch das Hebräer- u. Ägypterevangelium, den 1. Clemensbrief, die Didache, den
Barnabasbrief, mehrere Apostelgeschichten. heute alles apokryph (mit k). Es gab auch Unterschiede zwischen
Ost und West: Im Osten wurde die Offenbarung des Johannes erst im 8. Jh. endgültig anerkannt. Die Liste
ließe sich fortsetzen. „Göttlich approbiert“???
Die Hl. Schrift war von Anbeginn Hl. Schrift, Apogryphen waren von Anbeginn Apogryphen. Übereinstimmend –
von allen Regionalsynoden – festgelegt wurde der Schriftencanon erst Ende des 4. Jahrhunderts (davor war
die Kirche verfolgt und konnten größere Zusammenkünfte überregionalen Charakters – Synoden – nicht
stattfinden), danach war der Canon unstrittig bis zu Luther. Aufgrund dessen – unautorisierter – Neufestlegung
des Schriftencanons wurde dieser im Tridentinischen Konzil verbindlich festgelegt. Der Lehrsatz eines
Dogmas beinhaltet ebensowenig eine „Entwicklung“. Er galt von Anbeginn, wurde aber erst (spätestens)
zum Zeitpunkt der Verlautbarung des Dogmas für alle verbindilich.
Nein. Ich habe nur behauptet, dass ich eine Quelle gefunden habe, die belegt, dass Ducaud-Bourget dem
Okkultisten Pierre Plantard in den 1930er Jahren eine Beschäftigung in seiner Pfarrei verschaffte. www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Von Petain habe ich nie gesprochen. Der Rest ist Spekulation.
Rufmord Die von Otterbeck behauptete Verbindung der FSSPX und sogar Erzbischof Lefebvres selber, zu den
Pétainisten, lässt sich doch schwierig vereinigen, mit der Tatsache, dass Révérende Père Marcel Lefebvre
CSSp im WK II. in Afrika war, und, dass dessen sehr katholischen Vater, René Lefebvre sr., Industrieller
aus Tourcoing, 1944 im Gestapo-KZ Sonnenburg (Ostbrandenburg) ums Leben gebracht wurde. Im Cesnur.org-Verweis,
kann man ja auch leicht sehen, dass diese angebliche „Faschisten“ von den Nationalsozialisten gehasst
wurden. Zwei von ihnen „starben“ 1943. P. Avril, ein alter französischer Priester, unterstützt die FSSPX
auch immer noch.Er ist Nachfolger von De Foucauld. angelqueen.org/forum/viewtopic.php?t=7857&highlig…
Der war wohl auch „rechtsextremer Okkultist“, oder, Hetzer-Otterbeck?
@Tradilandstimme Hier wird ja nur wieder über Verschwörungen und Kirchenpolitik gesprochen, also mal
wieder was zur Sache. Ja, Tradiland, ist schon böse, diese teuflische Religionswissenschaft mit ihren
natürlich durch und durch pseudohistorischen Verdrehungen! Die bringt ja das ganze schöne dogmatisch-stimmige
Geschichtsbild eines frommen Tradis total durcheinander… Einen hab ich aber noch: Die Bibel also „göttlich
approbiert“? Also wirklich, das mußt Du (ja, ich duze immer in Foren) mir mal erklären. Der Kanon der
Bibel hat sich historisch entwickelt. Es wurden jahrhundertelang Schriften als Hl. Schrift gelesen, die
heute als apokryph gelten und andersrum. „Göttlich approbiert“? – Eher Willkür bzw. Zufall.
#44 AthanasiusII 13:18:45 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Jean-Marie Fournier Bei allem, aber, Herr Doktor. Sie entweichen immer, wenn ich gegen Ihr Argument die
FSSPX und Lefebvre seien bloss politisch motiviert einbringe, dass ja der Walliser Christdemokratische
Premier Ministre Jean-Marie Fournier alle Sonntage in die Heilige Messe im Seminar von Ecône geht. Sie
antworten selber nicht, wenn man Ihnen fragt, was Sie nun wirklich glauben. Die Verbindungslinien etwa
zwischen FSSPX und ehemalige Pétain-Anhänger werden offenbart, die Verbindungen der FSSPX mit den Freiheitskämpfern
Prags 1968 (Michael Semín) werden verschwiegen, sowie die Christdemokratischen Verbindungslinien. Das
ist Selektivismus. Lügnerisch. Die FSSPX ist keine politische Bewegung. Ob man dort spanische Falangisten,
baskische Nationalisten, südamerikanische Christlich-Soziale, Schweizer Christdemokraten, Österreichische
Heimatfrontler, und Irische Christsoziale nebst französischen Royalisten im Seminar hat, ist doch eher
egal. Oder sind Sie linksliberal Politikologe oder sowatt?
Ducaud-Bourget ist wenigstens Päpstlicher Geheimkämmerer, Sie nicht. Mit Okkultismus hat das alles nichts
zu tun, bloss mit 1 (EINEM) Pétain-Anhänger. Weiter nichts. Pétain war ein rechtsextremer Okkultist?
Ach so. Sie beziehen alles nur aus liberaler Ansicht. Das hatte ich vergessen, Sie Hetzer.
Francois Ducaud-Bourget verschaffte dem Okkultisten der Extremen Rechten, Pierre Plantard, nach dem 6.
Februar 1934 eine Beschäftigung in seiner Pfarrei; dafür „bedankte“ sich Plantard, indem er den Msgr.
als Großmeister seiner „Prieure de Sion“ benannte. Damit sind immerhin Querverbindungen des lefebvreschen
Traditionalismus zum rechtsextremen Mystizismus greifbar: Ich hatte schon im April vermutet, dass „Sakrileg“
und die Tiraden gegen die neue Messordnung partiell gemeinsame Quellen haben; der Verdacht hat sich erhärtet: www.cesnur.org/…05/pa_introvigne.htm
Was heißt hier Splitter der Wahrheit? Hier streiten sich unterschiedliche Auffassungen von Welt. Sie
haben ein mythisches Geschichtsbild, ich ein wissenschaftliches. Bezüglich Aton vertrete ich gar keine
Theorie. Ich berichte nur was die Wissenschaft sagt. Und soweit ich weiß sagt sie aktuell dass es wahrscheinlich
keinen Zusammenhang gab zwischen Aton und dem Ein Gott Glauben der Juden. Sie sagt aber auch dass sich
dieser Ein Gott Glaube ausgehend von poytheistischen Auffassungen zu einem höchsten Gott über anderen
bis hin zum totalen Leugnen anderer Götter entwickelt hat und das entsprechende Schriften umgearbeitet
und veräterische Spuren gelöscht wurden. Auch war der Ein Gott Glaube damals keineswegs so singulär
wie die Bibel glauben machen will. es gab etliche Völker der Region die nur an einen Gott glaubten. Wichtig
ist meiner Ansicht nach die moralisch/ethische Komponente des Judentums die es von vielen anderen Religionen
qualitativ unterscheiden. Vermischungen gab es auch im Judentum. Die osteuropäischen Chassidim bspw.
die ein mystisch/kabbalistisches Judentum vertreten und bspw. an Wunder Zaddiks und ähnlichem glauben,
vertraten/vertreten Ansichten denen zufolge es vor unserer Welt etliche andere Welten gab. Angedeudet
in Genesis. Sternschnuppen sind zum Bsp. nur letzte Reste dieser Universen. Poetische Vorstellung. Auch
glauben sie teilweise an Wiedergeburt. Zur Zeit von Platon mag es auch Kontakte bis nach Indien gegeben
haben, so dass sich Vorstellungen in seine Gedanken eingeschlichen haben können.
Francois Ducaud-Bourget wird von Baigent/Leigh als Großmeister der Prieure von Sion (vgl. „Sakrileg“)
ins Spiel gebracht. Das halte ich allerdings für eine Lüge. Tut mir leid, dass sie die Ironie in meiner
Bewertung Leo XIII. als liberal nicht kapiert haben. Die Wurzeln des Integralismus liegen aber nicht im
Pontifikat Pius X. (Das ist nur ein Ablenkungsmanöver.) Sondern in der Opposition frz. Adels und Klerus
gegen das ralliement, d.h. gegen die Aussöhnung des Papstes Leo mit der frz. Republik. Der Geristerkrieg,
der hier geführt wird, geht um die spirituelle Wiedergutmachung des Versagens des Franzosenkönigs Karl
X., dessen exzessive Gesetzgebung (die Versuch blieb: Stichwort „Sakrileg“ stammt daher!) zur Julirevolution
führte. Erst der Mai 68 brachte aber ein innenpolitisches Klimas zustande, der es der Reaktion gestattete,
ihr spirituelles Disneyland zu propagieren. Sie flippen doch immer aus, wenn man überhaupt eine Nähe
zwischen Typen vom Schlage eines Pierre Plantard mit Vertretern der „Tradition“ für möglich hält. St.
Athanasius hatte bessere Nerven.
#39 AthanasiusII 10:48:42 | Mittwoch, 21. Juni 2006
@statcrux Glauben Sie wirklich noch, jemand glaubt Ihren Lügen noch? Und unter Pius XII. wurde die Priesterarbeiterbewegung
in Frankreich verboten. Der von Ihnen „liberal“ gewertete Leo XIII. hat aber Satis cogitum geschrieben
in der er die „Religionsfreiheit“ sowie eine absolute Pressefreiheit für gute sowie destruktive Meinungen
verurteilt. Sie wissen wohl nicht, daß die ersten Nachfolger Mgr. Lefebvres vorher treue Nachfolger vom
Sl. Charles du Foucauld waren, vor allem Monsignor (Päpstlicher Hauskämmerer) Ducaud-Bourget, der 1975
die Ingebrauchnahme von Saint NIcholas du Chardonnet in Paris herbeiführte. Ach, was. Sie lügen doch
immer weiter, immer fort. Sie, Macchiavelli. Lügner.
tyrannosaurus zweifelt mit Recht daran, dass Pius XII. so ein Konstrukt wie die SSPX gutgeheißen hätte;
ihm lag mehr an der ‘Bewegung für eine bessere Welt’ des Jesuiten Lombardi, sozusagen „Prototyp“ der
Geistlichen Gemeinschaften der Nachkonzilszeit. Tatsächlich waren in der Definition Lefebvres nicht nur
alle Päpste seit Benedikt XV. strenggenommen Modernisten, sondern auch Pius X. Denn der hat ja am Vorabend
des 1. Weltkriegs den kommunistischen Geist des Internationalismus in den Tempel Gottes eindringen lassen,
indem er Erzbischof della Chiesa aus der Rampolla-Schule zum Kardinal erhob. Und wer hat Sarto zum Kardinal
erhoben? Der liberale Leo XIII.! Sehr zweifelhaft das Ganze. Lösung: Die von der SSPX frei erfundene
Kirche hat es vor 1970 nie gegeben, denn ihr Begriff von Tradition ist „absolut falsch“ (Paul VI. am 11.10.1976
an M.L.).
Rosenkranz Jetzt muss ich die Katholiken leider enttäuschen, aber der Rosenkranz ist keine Erfindung
der Kirche. Er kam mit den Kreuzfahrern im hohem Mittelalter nach Europa, die im Nahen Osten die musliminischen
Gebetsketten kennengelernt hatten. Und die Muslime wiederum haben ihre Gebetsketten den Buddhisten abgeschaut.
Das nennt man Inkulturation. Darin ist das Christentum genauso gut wie alle anderen Religionen. Man kann
es aber auch positiv formulieren: Eine gute Idee der Konzentration auf das Gebet kann man auch mal von
anderen übernehmen. Das orthodoxe Pendant zu zum Rosenkranz ist das Jesus-Gebet.
#36 Agiafortuni 10:28:24 | Mittwoch, 21. Juni 2006
Benedikt ich gebe Ihnen Recht. Bereits vor dem Konzil brodelte es und genügt Hans Urs von Balthasar’s
„Schleifen der Bastionen“ oder de Lubac’s „Catholicisme“ zu lesen, um sich dessen zu vergewissern. Glücklicherweise
sass auf dem Thron Petri ein katholischer Papst, der mit „Humani Generis“ die erforderlichen Massnahmen
gegen diese Sichtweise ergriff. Leider ist auch bei ihm, zwar nicht in dogmatischer Hinsicht jedoch in
kirchlicher Hinsicht, vieles fragwürdig. Weshalb leistete er sich einen Aiax in der Person Kardinal Beas
der später mit seinem Einheitszirkus das troianische Pferd in die Stadt Gottes einführte und weshalb
schenkte er einem Frevler wie Montini ein übermässiges Mass an Vertrauen.
@ Avila Lohmann Das muss schon ein seltsamer Pfarrer sein, vor dem Konzil war die Kirche noch gesund,
Das glauben Sie doch selber nicht. Diejenigen, die den Geist des Konzils erfunden haben, die die Exzesse
der 70er befördert haben und die den heutigen Klerus ausgebildet haben sind samt und sonders vorkonziliare
Priester und Bischöfe gewesen. Dass die Kirche bereits vor dem Konzil krank war wird sogar von vielen
Tradis heut nicht mehr unbedingt bestritten. Alle anderen haben sich von der vorkonziliaren Kirchen längst
eine romantisierte Idealvorstellung von Kirche zusammengebastelt, die mit der Realität nichts zu tun
hat. Man muss nur den Artikel von Pfr. Overath (im Leserbereich zu finden) lesen, um ein Bild davon zu
bekommen, wie es in der Kirche damals bereits aussah. Es war eben nur verdeckt, was nach dem Konzil offen
zu Tage trat.
Babylon & Konsorten reden wie die Blinden von der Farbe Die Splitter der Wahrheit in fremden Religionen
und Überlieferungen stammen aus der, der Menschheit gemeinsamen, Uroffenbarung seit Adam & Eva sowie
Noah & Gattin. Die einzige authentische (göttlich approbierte) Version davon ist die Hl. Offenbarung
und die Hl. Schrift. Die Kausalität auf den Kopf zu stellen, ist typisch zeitgeistig und genau genommen
satanisch. So wie die moderne Religionswissenschaft mit ihren pseudohistorischen Verdrehunngen.
Babylon. Blueberry Die „Echnaton“ Hypothese müssen Sie beide aber schon besser belegen. Freud und ein
ägyptischer Schriftsteller sind da wohl keine guten Adressen. Man sollte den Monotheismus des Echnaton
auch in seiner Wirkung nicht überschätzen. Es war eine relativ kurze Phase der ägyptischen Religionsgeschichte
(1365-1346). Finden sich Züge des Aton-Monotheismus im AT? Schauen Sie mal in die Quellen, die wir über
die Reformen Echnatons besitzen. Gibt es Gemeinsamkeiten? So müsste man wohl vorgehen.
Oje, da kennt sich jemand gar nicht aus Lieber Aragorn, der Rosenkranz existiert sowohl bei den Anglikanern,
als auch bei den Orthodoxen, als auch bei den Protestanten („Christus-Rosenkranz“). Dass es die marianische
Ausrichtung am ehesten bei den Katholiken gibt, wird wohl aus der Theologie heraus klar sein. Ausserdem
hat sich der Rosenkranz zu einer Zeit entwickelt, in der die Kirchen noch weitgehend ungetrennt waren.
Selbst die Protestanten haben den marianischen Rosenkranz in einzelnen Gruppen übernommen, andere wieder
haben die Form des Rosenkranzes und seine Penetranz (um das jetzt mal so zu nennen) des GEbetes für andere
Formeln genutzt. Fazit: Den RK gibt es in fast allen christlichen Konfessionen.
@ Gotthard Ich verstehe nicht wie man mit diesem Zusatz Probleme haben kann, ich finde den Zusatz gut.
(Oh mein Jesus verzeih uns unsere Sünden) wundervolles Gebet kann man nie genug beten (bewahre uns vor
dem Feuer der Hölle) wer will da schon rein? (führe alle Seelen in den Himmel) ein wirklich katholischer
Wunsch. (besonders jene die deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen) ein gutes Gebet für die die am
Rand oder schon auf der anderen Seite stehen.
rosenkranz – echt katholisch! natürlich ist der rosenkranz echt katholisch. ich wüsste nicht, dass protestanten
oder anglikaner ihn beten. auch von orthodoxen ist mir das nicht bekannt. jeder bringt den rosenkranz
mit dem katholischen glauben in verbindung. ?:) :(3
merkwürdig erklärt mir doch bitte einmal, warum DIESER Zusatz zum Rosenkranz „echt katholisch“ ist.
Meines Wissens nach ist der Rosenkranz hundertejahrelang ohne diesen sehr zweifelhaften Zusatz gebetet
worden. Alle meine imprimatur-bewährten Schriften über den Rosenkranz beinhalten diese Zusätze nicht.
sorry Der Gebetszusatz „O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden…, ist der Zusatz in jedem Rosenkranz
aus der Fatima-Botschaft. diesen Zusatz empfinde ich als absolut widerlich … es gibt einfach Abirrungen
in der Frömmigkeitsentwicklung…
@ blueberry: Ja, genau! Genau das wollte ich ja damit sagen! Aber mach das mal Leuten klar, die meinen,
daß ihre Religion vom Himmel geoffenbart wurde! Die wollen nämlich auf keinen Fall, daß diese Vorstellungen
durch Übernahme aus anderen Religionen, letztendlich also durch Religionsvermischung, auf gaaanz natürliche
Weise, ganz ohne eine Gottheit, sich so entwickelt haben. Diese Echnaton-Theorie ist übrigens auch meine.
Monotheismus als ägyptische Erfindung, die die Juden dort kennengelernt haben.
@ Babylon Ich verstehe nicht genau was Sie eigentlich sagen wollen? Alles hat alles und wurde von allem
beeinflusst. Es gab oder gibt auch Theorien die besagen dass der vom ägyptischen Pharao Echnathon als
oberster Gott eingesetzte Aton (symbolisisert durch die Sonne) eine Art Vorläufer des jüdischen Ein
Gott Glaubens gewesen sein soll. Nach der Ermordung Echnathons auf Anstiftung der Amun Priester hin, wurden
möglicherweise Anhänger Atons vertrieben, die Richtung Palästina zogen und deren Aton Glaube sich dort
oder unterwegs mit dem Glauben bspw. von Beduinen mischte. Diese Theorie wurde zum Bsp. von Siegmund Freud
vertreten. Der ägyptische Literaturnobelpreisträger Machfus hat Echnathon einen ganzen Roman gewidmet.
Zum Zwecke der Festigung des noch jungen ägyptischen Nationalbewusstseins nach der Unabhängigkeit. Ein
anderes Beispiel ist der Manichäismus nach seinem Propheten Mani, einem künstlerisch begabten Menschen
der eine synkretistische Religion aus Bestandteilen des Zoroastrismus, Christentums und fernöstlicher
Lehren. Mani wurde ermordet und als Messias verehrt. Zeitweise hatte der Manichäismus gute Chancen das
Christentum als verbreitetste Untergrund Religion im Römischen Reich zu verdrängen. In den Endzeit Prophezeiungen
des tibetanischen Buddhismus wird der Kampf einer buddhistischen Gottheit zum Bsp. mit Mani, Jesus, Mohammed
oder dem Madhi der Shiiten prophezeit. Das der eine Kulturkreis den anderen beeinflusst ist also etwas
völlig Normales.
#23 MariaGoretti 22:05:42 | Dienstag, 20. Juni 2006
Neues aus der Finsternis vor der Morgenröte der Kirche Das muss schon ein seltsamer Pfarrer sein, vor
dem Konzil war die Kirche noch gesund, der Allerseelentag war der Gebetstag für die Armen Seelen, da
waren die Rosenkränze normal und die hl. Messe auch – wir sind ja auch heute eingeladen, 2 heilige Messen
für die Armen Seelen mitzufeiern. Der Begriff „Arme Seelen, Fegfeuer und Hölle“ war wohl immer in der
Kirche da, und die Hölle ist sicherlich nicht leer. Der Gebetszusatz „O mein Jesus, verzeih uns unsere
Sünden…, ist der Zusatz in jedem Rosenkranz aus der Fatima-Botschaft. Die Sterbetheorie des angeblichen
Geistlichen ist ebenso seltsam, wenn es so einfach wäre… Diesem Priester spreche ich ab, katholisch
zu sein. Das sind die Priester, die die Kirche verdorben haben, und wehe ihnen, die die Menschen was anderes
lehren, als das, was Christus gelehrt hat und damit die Kirche, die der Leib Christi ist! Ich danke Gott,
dass ich einen katholischen Pfarrer habe, der keine solche Verirrungen predigt!! Und dass wir nach jedem
Rosenkranzgesätz beten dürfen: O mein Jesus, verzeih uns unsere Sünden, bewahre uns vor dem Feuer der
Hölle, für alle Seelen in den Himmel, besonders jene, die Deiner Barmherzigkeit am meisten bedürfen.
Welch schönes Gebet!
@ Isidor v. Sevilla Spätestens mit der Herrschaft der Perser wären die Juden in Babylonien mit der Zarathustrareligion
in Kontakt gekommen. Inwieweit sie davor mit solchen Vorstellungen in Kontakt kamen, entzieht sich meiner
Kenntnis. Das Problem ist ja, daß genaue Daten und Verbreitungsräume der Zarathustrareligion vor dem
Neubabylon. Reich unsicher sind (soweit ich weiß). Aber auch die Zeit danach (als sie zurückkehren durften)
blieben ja viele Juden in Babylon (gerade die Wohlhabenden und wahrscheinlich Gebildetsten) und standen
in Kontakt mit den anderen Juden in Palästina. Außerdem reichte die Zarathustrareligion fast bis Palästina
heran. Engel könnten die Juden auch schon vorher bei den Babyloniern kennengelernt haben. Die Übereinstimmungen
zwischen Zarathustrareligion und dem Judentum ab dem 6.Jh.v.Chr. sind einfach so frappierend (auch der
hl. Geist z.B., der Mazda, dem guten Gott u. Weltenschöpfer, zur Seite steht), daß diese Verbindung
quasi in der ganzen Literatur zu diesem Thema als sicher gilt. Nachzulesen z.B. im Internet (praktisch
und kurz) bei Wikipedia (Zarathustra, Baylonische Gefangenschaft etc.) od. bei DESCHNER: Abermals krähte
der Hahn, Neuauflage 1987, 2. Aufl. 1996, S. 26 f. mit weiterführenden Literaturhinweisen. Werde mich
morgen an der Uni nochmal über Zarathustra näher informieren. Meine Hausbücherei ist zu klein!
wie echt! Toll, und wie ein echter kreuz.net-artikel hat er auch einen Fehler bei der Quellenangabe. So
www.team-zenith.com/…uff/breakingnews.jpg wäre es natürlich richtig gewesen, aber weniger originell.
Mir fehlt aber auf! Die Rechtspeib- und Gramatigfäller fällen!
neuer Artikel! Ich bin für einen neuen Artikel! Linkslinker Kommunismus in China hat offen versagt Ein-Kind-Politik,
parteiideologische Schulbildung, Sterilisation. Das Bild von China ist erschütternd. Jetzt ist es nach
Berichten von CNN und Kronenzeitung zu zwei neuen Eklats gekommen. Von Marian Languste. Die linksextreme
kommunistische Regierung von China versagt auf voller Länge. Das zeigen zwei neue Berichte in den Medien,
die erst vergangenen Herbst veröffentlicht wurden. China liegt zwischen Ungarn und dem Pazifik. Die Krone
hat in einer Herbstausgabe www.profil.at/…slideshows/slide.php?show=profil/ca… vom tragischen Unglück
eines chinesischen Massenverkehrsmittels berichtet, das die verblendete, gottlose Regierung nicht verhindern
konnte. Wegen der Einkindpolitik und dem unseligen Abtreibungswesen, dass damit einhergeht, geht der chinesischen
Bevölkerung das Essen aus und die Homo-Mafia, die sich Regierung nennt, lässt leichtfertig auch noch
Katastrophen 0815.eqo.de/breakingnews.jpg dieser Art zu. So wird das Land dieser Antichristen bald untergehen!
Hallo Babylon, Übrigens: Erst in der babylonischen Gefangenschaft übernahm das Judentum von der Zarathustrareligion
(heute: Parsismus) die Jenseitsvorstellung. Wie sollte das Judentum während der babylonischen Gefangenschaft
mit der persischen Religion in Kontakt gekommen sein? Die Babylonische Religion – das müssen Sie besser
wissen – war polytheistisch aufgebaut; es wurden Gottheiten wie Marduk (Stadtgott) u.a. verehrt. In Kontakt
mit den Persern ist man dann doch wohl frühestens erst nach der Eroberung Babylons 539 v. Chr. durch
Kyros d. Gr. gekommen, zumal nach der Rückführung aus der Gefangenschaft Jerusalem zum persischen Großreich
gehörte. In dieser Zeit – also nachexilisch – dürfte es in der Tat zu iranischen Beeinflussungen gekommen
sein, zumal wenn man auch an die Apokalyptik denkt. Wenn Sie aber andere Quellen bzw. Zusammenhänge kennen,
würde mich das sehr interessieren. Auch schon vor der Exilszeit kennt das Judentum die Vorstellung der
Sche’ol (Unterwelt), wohin der nichtkörperliche Teil des Individuums hinabsteigt, eine Vorstellung, die
dem griechischen Hades nicht unähnlich ist, so dass es sich nicht um eine lichte Jenseitsvorstellung
handelte. In späterer Zeit gibt es neben den iranischen Einflüssen auch griechische, etwa in der Weisheitsliteratur.
welche morgenröte? die morgenröte des konzils – wenn ich das schon höre oder lese als sei die zeit
vorher tiefste mittelalterliche finsternis gewesen. so war’s doch nun wirklich nicht. dahei kann man heute
schon eher von finsternis und verfall sprechen. der glaube entschwindet, die kirchen werden leerer und
dann abgerissen. die gläubigen wissen heute nicht mehr ob sie katholisch oder sonst was sind. nein, nein!
vor dem V II war vielleicht nicht alles besser, aber vieles.
@ Hyazinth: Sag Du es mir doch! Das AT selbst zeigt ja diesen Prozeß: Teile sind vor, Teile nach der
babylonischen Gefangenschaft geschrieben worden. Jesus hat – wie ja auch die Pharisäer – diesen Jenseitsglauben
natürlich auch gehabt! Ich sag doch: Seit Babylon (6.Jh. v.Chr.) glauben die Juden daran; Jesus und seine
Schüler waren Juden, also haben sie das ebenfalls geglaubt und darum steht’s im NT. Einzige Ausnahme
waren die Tradis unter den Juden, die Sadduzäer, die nur die Thora als Hl. Schrift gelten ließen (und
da gibt’s noch kein Jenseits).
Babylon vielleicht sollte mal einer babylon sagen, daß das AT nicht die ganze von Gott geoffenbarte Wahrheit
enthält, diese wird erst im NT durch den Gottessohn Jesus Christus verkündet, der übrigens sehr wohl
von Himmel, Hölle und Fegefeuer zu berichten weiß.
Diese Höllenlehre …ist wirklich faszinierend, quasi die Fantasy-Literatur alter Zeit, Johannes war
so in etwa der Stephen King des Frühchristentums. Wie man daran allerdings „Glauben“ kann, wird mir auf
ewig ein Rätsel bleiben – nun ja, nicht „ewig“, denn bekanntlich währt der Mensch nicht so lange. Aber
insgesamt ist diese ganze Höllenvorstellung dann doch ein bisserl blutrünstig für meinen Geschmack
(vom systematischen Unsinn einer ewigen Hölle bei einem „barmherzigen“ Gott, der ja auch zu der – in
sich ebenfalls absurden – Formulierung der „leeren Hölle“ geführt hat, ganz zu schweigen). Mancher scheint
so etwas ja zu brauchen, obwohl jeder weiß, dass jegliche Höllenschilderung schieres Hirngespinst ist.
Die RKK tut wohl daran, sich von diesen recht peinlichen, an Voodoo-Zauber erinnernden Aspekten zu lösen.
Allerdings ist der ganze Zirkus vom „Himmelreich“ nur schöner, nicht sinnvoller. Die Leute reden, als
ob sie’s wüssten, dabei wissen sie, dass niemand was weiß. Nennt man das dann nicht eigentlich „falsches
Zeugnis“?
ExBochumer Das finde ich jetzt durchaus unchristlich. Hat Jesus da nicht mal was in der Bergpredigt gesagt?
Wer zu seinem Nächsten „raka“ sagt…(Mt 5,22). Na ja, ich werd’s überleben. Hast Du auch was Sachliches
dazu zu sagen? Hab ich unrecht? Dann zeig’s mir!
Guter Name Dieser Pfarrer ist ein wahrhaft Reformierter Pfarrer. Katholisch ist er längst nicht mehr
(er glaubt nicht mehr am Fegfeuer z.B.). Mag er kraft seiner Priesterweihe 1959/1960 auch für ewig das
Merkmal des Hohepriesters Jesus Christus’ tragen, katholisch macht ihn das noch längst nicht. Viel Glück
wünsche ich ihm in seiner Reformierten Kirche Süddeutschlands.
@ peccator: War das jetzt Ironie von Dir? Falls nicht: Wende für mich bitte keine Gebetszeit auf, nutze
sie lieber sinnvoller (soziales Miteinander). Aber es ist doch unverkennbar, daß Himmel und Hölle durch
die Zarathustrareligion ins Judentum gekommen sind und vom Christntum übernommen wurden. Genauso auch
die Vorstellung des Teufels und Engel und Dämonen. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Es sei denn,
Du meinst, daß Jahwe sich der Zarathustrareligion bedient habe, um diese Vorstellung ins Judentum hinein
zu vermitteln. Und das Fegefeuer wäre ja nochmal ein Thema für sich. Das lehnen ja auch sämtliche
anderen christl. konfessionen ab, sogar die Orthodoxen. Lese aber mit großem Interesse gerade die „Göttliche
Komödie“ v. Dante, die ja knallig-katholisch und sehr anschaulich ist. Macht Spaß, ist für mich aber
ein Spiel.
Lieber Babylon Aus Ihren zahlreichen Äußerungen auf kreuz.net kann man auch deutlich erkennen, daß
Sie offensichtlich nicht an ein Gericht und ein Leben nach dem Tod glauben. Das ist SEHR schade, denn
es könnte dazu führen, daß Sie das ewige Heil, das Gott uns versprochen hat, verlieren. Ich werde gleich
für Sie beten und hoffe sehr, daß der Hl. Geist Ihnen beisteht.
Kath. Jenseitslehre ist sehr interessant! Ich selbst bin ja immer wieder verwundert, wie sicher sich viele
Leute in bezug auf das (für mich imaginäre) Jenseits sind. Ich weiß jetzt leider nicht mehr wo, aber
in irgendeinem Paulusbrief (oder Pseudopaulusbrief) wird die Allerlösungstheorie vertreten (Epheser,
Kolosser?) Übrigens: Erst in der babylonischen Gefangenschaft übernahm das Judentum von der Zarathustrareligion
(heute: Parsismus) die Jenseitsvorstellung. Vorher war das Judentum eine Diesseitsreligion. Die Sadduzäer
zur Zeit Jesu lehnten ja diese Vorstellung weiterhin ab (die damaligen Traditionalisten ) Religionsgeschichtlich
find ich’s immer interessant, wie sich bestimmte Vorstellungen so entwickeln.
zu pessimistisch – zu optimistisch ist die meinung dieses priesters nicht ein wenig zu optimistisch? was
war schlecht daran, dass die leute den rosenkranz gebetet haben? eine „höllenpredigt“ täte vielen heute
vielleicht auch mal ganz gut, glauben doch heute die meisten, dass man ohne weiteres flucks in den himmel
kommt, egal, was man im leben so angestellt hat. die bibel ist da genauer: „wir alle müssen vor dem richterstuhl
christi offenbar werden, damit jeder den lohn empfängt für das gute oder böse, das er in seinem leben
getan hat“, um nur ein zitat zu bringen. heute sorgt sich niemand mehr um sein seelenheil. darum gehen
auch heute die allermeisten nicht mehr zur beichte. ich bin nicht sicher, ob diese optimistische rechnung
aufgeht. schaun mer mal.