Sakrileg
Orgasmus als Gebet?
Die kinderlose Altenheim-Gesellschaft des Westens scheint sich nur noch für ein Thema zu interessieren: Sex. Der Verleumderroman von Dan Brown liefert dazu die historisch-ideologische Weihe. Von Hubert Hecker.
(kreuz.net) In seinem Verleumderroman behauptet Dan Brown: „In den drei Jahrhunderten der Hexenjagd hatte die Kirche die erschütternde Zahl von fünf Millionen Frauen auf den Scheiterhaufen gebracht und grausam verbrannt.“ (S. 173)

In der Verfilmung ist diese Zahl – historisch richtig – auf 50.000 reduziert, die während der Großen Hexenjagd umgebracht wurden.

Diese Quote von 1 % an Wahrheitsgehalt gilt auch für die anderen historischen Aussagen von Brown, etwa zu den Kreuzzügen, Kaiser Konstantin oder zu der Kanonisierung der biblischen Schriften.

Hätten sich die ideologischen Verantwortlichen für den Film die Mühe gemacht, hätten sie auch in Erfahrung bringen können, daß es nicht die Kirche, sondern die mitteleuropäischen Staaten waren, welche die Hexen – teilweise gegen den Willen der Kirche – auf den Scheiterhaufen brachten.

Der antikatholische Film ‘Sakrileg’
Die Hauptfigur des antikatholischen Filmes ist Dr. Robert Langdon (Tom Hanks) - Dozent für religiöse Symbolologie an der Universität Harvard.

Er wird während eines Aufenthalts in Paris in einen merkwürdigen Kriminalfall verwickelt.

Im Bild: Langdon auf der Pyramide der französischen Königsresidenz Louvre in Paris.Der Kurator des Louvre, Jacques Saunière, wird mitten in der Nacht im Museum ermordet.

Bevor er starb hat er jedoch eine verschlüsselte Botschaft für seine Enkelin Sophie Neveu (Audrey Tautou) hinterlassen.

Sie wird als Kryptologin bei der Pariser Polizei in den Fall hineingezogen.Es stellt sich heraus, daß Sophies ermordeter Großvater der Großmeister der Freimaurerbruderschaft von Sion war.

Sie hätten sogar feststellen können, daß in manchen Landstrichen mehr Männer als Frauen der Hexerei angeklagt und hingerichtet wurden.

In den katholischen Kernländern Italien, Spanien und Irland spielte die Hexenverfolgung gar keine oder nur eine sehr marginale Rolle.

Aber das wollen der Hetzautor Dan Brown und seine Filmemacher nicht wissen.

Denn der gesamte Handlungsstrang des Verleumdungswerkes beruht auf dem kirchenfeindlichen Vorurteil eines angeblichen 2000jährigen Antifeminismus der Kirche.

Die Schnitzeljagd in Buch und Film sowie die mittelalterliche Suche nach dem Gral symbolisierten nichts anderes als die menschliche Sehnsucht nach der „verloren gegangenen göttlichen Urmutter“ (S. 328).

Diese von ihm erfundene „Religion des Ewig-Weiblichen“ konstruiert Brown auch als Kern der Lehre Jesu Christi.

Durch Maria Magdalena, die Ehegattin des Brown-Jesus, und ihre Nachkommen sei die Brown-Religion des Weiblichen trotz kirchlicher Unterdrückung in Symbolen und Geheimgesellschaften fortgepflanzt worden.

Dan Brown stellt der christlichen Lehre, nach der Jesus Christus als wahrer Mensch und wahrer Gott die Menschen durch sein Leben, Leiden und Sterben von Sünde und Tod erlöst und dieses Erlösungswerk der Kirche anvertraut hat, eine billige, neuheidnische Selbsterlösungsreligion gegenüber.

In ihr kann der Mensch nur durch esoterische Riten und Wissenserweiterung „Heil werden“ und „Gnosis“ – Erkenntnis – erlangen. Das kommt freilich nur für eine Elite in Frage – damals wie heute (S. 421).

Der Jesus der Evangelien hat seine Kirche dagegen für alle bestimmt, insbesondere für die Armen und Nichtwissenden. Einfache Sklaven waren die ersten Christen im Römischen Reich.

Die Teilnahme an der christlichen Erlösung erreicht man nicht durch Wissensanhäufung oder magische Ritenvollzüge, sondern durch Glaube und Liebe in personalem Vollzug.

Im ersten Teil seiner Romanverleumdung stellt Brown die gnostische Religion des göttlich Weiblichen nur als eine historische Variante vor. Im zweiten Teil beschreibt er dagegen eine Sakro-Sex-Sitzung der Gegenwart.

Brown versichert uns, daß solche Erotik-Messen nach der Art heidnischer Tempelprostitution in esoterischen Schicki-Micki-Kreisen auch heute dutzendfach anzutreffen seien (S. 423).

In der Romanzeit von 1994 etwa wird Sophie Neveu – eine Heldin des Romans – Zeuge eines „heiligen Sex-Spieles“ in der Kellergrotte des Chateaus ihres Großvaters (S. 420-425):

Frauen und Männern in durchsichtigen Gewändern singen und tanzen um einen Altar.

Die Frauen singen: „Ich war bei dir zu Anbeginn, als alles den Anfang nahm, was heilig ist“. Die Männer antworteten: „Sie ist meine Behausung in Ewigkeit“.

Auf einem niedrigen Altar in der Mitte des Kreises liegt Sophies Großvater Jacques Saunière auf dem Rücken, vollkommen nackt bis auf die schwarze Maske.

„Eine Frau mit weißer Maske sitzt rittlings auf Saunière und läßt im Rhythmus des Gesangs die Hüften kreisen. Ihr Körper war füllig und unansehnlich.“

Die Hauptfigur des Romans Robert Langdon – beziehungsweise Brown selber – klärt uns über den spirituell-sakralen Charakter der Sexualität auf:

„Historisch gesehen ist der Geschlechtsverkehr ein Akt, in dem das Männliche und Weibliche das Göttliche schauen… Die körperliche Vereinigung war das einzige Mittel, durch das der Mann geistig heil werden und Gnosis erlangen konnte – Wissen vom Göttlichen.“

„Orgasmus als Gebet?“, fragt Sophie skeptisch. Langdon gibt ihr „im Prinzip recht“: der Sexualakt als „sakrosankte Zeremonie“, als Einfallstor der Transzendenz – für den Mann.

Die Frau ist dabei allerdings nur ein Mittel, austauschbar – von persönlicher Liebe und Wertschätzung der Person des anderen keine Spur.

Das ist das Ergebnis von gnostischer Lehre und das Gegenteil vom christlichen Liebesgebot.

Browns Religion des „Ewig-Weiblichen“ liefert den historisch-ideologischen Unterbau für die neuheidnische Religion der ungehemmten Sexualität der Moderne:

Sex-Ikonen und Sex-Priesterinnen allüberall in den Medien sowie verbreitet Erotik-Messen und Tempel der Prostitution.
      
33 Lesermeinungen
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#33   landorganist   15:46:57 | Mittwoch, 27. September 2006
Also liebe kreuznattern hier im Forum
nehmt Euch diesen Satz aus o. g. Artikel mal zu Herzen:
„Die Teilnahme an der christlichen Erlösung erreicht man nicht durch Wissensanhäufung oder magische Ritenvollzüge, sondern durch Glaube und Liebe in personalem Vollzug.“
Nicht nur auf verrutschte Manipel oder Falten in den Altardecken gucken. Damit erbt ihr keinen Platz im Himmelreich.
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#32   semiotico   11:51:56 | Sonntag, 18. Juni 2006
um Reinhard Mey zu zitieren…
Ich glaub’ nicht, daß er in seiner Weisheit, seinem ew’gen Rat
Sowas Abartiges ausgeheckt hat wie den Zölibat,
Denn sonst hätt’ er sich zum Arterhalt was andres ausgedacht
Und uns nicht so fabelhafte Vorrichtungen angebracht.
Welch ein Frevel, daran rumzupfuschen, zu beschneiden,
Zu verstümmeln! Statt sich dran zu erfreu’n, dran zu leiden!
Und wenn Pillermann und Muschi nicht in den Masterplan passen,
Glaubt ihr nicht, er hätt’ sie schlicht und einfach weggelassen?
Glaubst du Mensch, armsel’ger Stümper, du überheblicher Wicht,
Daß du daran rumschnippeln darfst? Ich glaube nicht!
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#31   daughter_of_isis †   11:45:44 | Sonntag, 18. Juni 2006
Orgasmus als Gebet?
Vor Monaten schrieb ich hier folgenden Beitrag, der natürlich sofort gelöscht wurde:
„Der Körper ist ein heiliger Tempel und die Sexualität ist ein Gottesdienst! Daher sollte man viel GV haben, um seinen Schöpfer zu preisen…“
Und prompt wurde ich wieder gelöscht. Der Artikel „Orgasmus als Gebet“ bestätigt aber meine These! :-P
Von Dr. Otterbeck:
Lassen wir doch zu diesem Thema mal einen Papst zu Wort kommen: Es „…ist in dieser unserer Zeit entstanden als lebendiger Ausdruck der immerwährenden Jugend der Kirche. Wir schätzen den feurigen Eifer für die Seelen, der es anspornt auf den steilen und schwierigen Pfaden eines Apostolates der Präsenz und des Zeugnisses in allen Bereichen des heutigen Lebens“ (Paul VI. 1964 über Opus Dei).
@Dr. Otterbeck:
Also ausgerechnet den Papst zu dem Thema zu befragen, macht nicht wirklich viel Sinn. Dass der „heilige“ Stuhl von Opus Dei unterwandert wird ist nun seit Jahrzehnten bekannt. Ebenso könnte man beim nächsten Chemieunfall beim Chemiegiganten BASF deren Pressesprecher dazu befragen, ob die ausgetretenen Gase gefährlich für die Bevölkerung sind. Sorry, aber da glaube ich dann doch eher, an die Stellungnahmen von unabhängigen Experten! :-S
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#30   aphrodite †   22:29:29 | Samstag, 17. Juni 2006
@Belisar
Wenn diese Vorlesung öffentlich war, dann hat sicherlich niemand etwas dagegen, wenn sie uns sagen, wann, wo und von wem sie gehalten wurde. Würde der sachlichen Zuordnung ihrer von dort referrierten Positionen unheimlich zuträglich sein …
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#29   semiotico   15:05:46 | Samstag, 17. Juni 2006
Belisar
Es ist schon sehr schwach seine angeblichen Warheheiten auf Aussagen von irgendwelchen Professoren zu stützen. Wer die Arbeiten Gallileis (und um seine Zeit geht es, nicht um die heutige) kennt, der weiß, dass er das heliozentrische Weltbild sehr wohl plausibel begründen und beweisen konnte. Was Sie mit dem bloßen Auge sehen ist nicht, was Wissenschaftler mit dem bloßen Auge (=mit Wissen, Instrumenten, Methoden etc.) sehen können. Reden Sie bitte über Dinge, über die sie auch wirklich ein fundiertes Wissen haben. Sich jetzt hinzustellen und zu sagen: Der Professor wars, der hat uns das erzählt! ist äußerst unprofessionell.
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#28   Belisar   12:47:18 | Samstag, 17. Juni 2006
@ methusalix
Dieses habe ich mir nicht aus den Finger gesogen:
Vorlesung: Grenzfragen zwischen Theologie und Naturwissenschaft.
Ein Physikprofessor hat uns an der Universität Vorträge gehalten zum Thema Astronomie, Zeitrechnung der Völker, er hat sich dieses gesagt, er ist doch schliesslich der Experte nicht ich.
Nein mit blosem Auge sehe ich nur, dass die Sonne aufgeht und wieder untergeht, um das ganze richtig zu beweisen reicht nicht das einfache Auge, falls sie es noch nicht wissen, die Astronomie hat sehr viel mit Mathematik zu tun, so wurde der Umfang der Erde ausgerechnet etc. die Methoden waren sogar im Alten Griechenland richtig nur konnte man mit blossem Auge die Einheiten also Entfernung Erde-Mond etc. nicht richtig messen, aber von der Grundidee die Formel die hat gestimmt.
Also so wie der Professor es dargelegt hat, konnte Galilei keinen mathematischen Beweis liefern der stichhaltig war, diese Paralaxen konnte man nicht einfach mit Korn und Kimmel messen, diese minimale Abstand konnte erst in späterer Zeit nachgewiesen werden.
Heute meinen viele Menschen durch Romane über Galilei mehr über die Gestalt zuerfahren. Quellen wie Schiller, Goethe, Brecht und wie Kerle alle heißen sind doch wirklich keine fundierten Quellen.
Also Lügen will ich Ihnen nun wirklich nicht auftischen.
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#27   Dr. Otterbeck   11:00:25 | Samstag, 17. Juni 2006
Die Angst vor der Sitte
Richtig ist aber, Methusalix, dass „man“ heute eine bestimmte selektive Wertung der Weltgeschichte serviert bekommt: Da war mal das fröhliche Heidentum. Dann kam die Kirche mit ihrer Inquisition, aber wegen Galilei haben die sich gottlob für alle Zeiten diskreditiert; und wir wagen zu wissen! Im Vergleich bspw. zu Kaiser Wilhelm II. („Das Automobil hat keine Zukunft. Ich setze aufs Pferd.“) hat das Hl. Offizium (das G. verurteilte; und er unterwarf sich) aber relativ selten verfänglich prognostiziert (nämlich nachweislich nur dieses 1 Mal).
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#26   methusalix †   10:41:36 | Samstag, 17. Juni 2006
@Belisar:
3. Galilei hat nur die Jupiter-Monde entdeckt nichts anderes,
Sind Sie da ganz sicher? Der Beitrag Galileis könnte doch ein klein wenig grösser gewesen sein, als nur die Entdeckung der nach ihm benannten Monde.
Bemühen Sie sich einfach weiter, die ganze Wahrheit herauszufinden. Dann werden Sie gleich glaubwürdiger. Tipp: gehen Sie ins Deutsche Museum in München.
er hat sich in Kirchliche Angelegenheiten eingemischt ,
Welch ein putziger Euphemismus! Als hätte er den Papst absetzen wollen.
War es nicht eher so, dass sich die Hierarchen in ihrer allumfassenden Machtgier in Frage gestellt fühlten und an Glailei, der nicht ganz unbekannt in Europa war, ein Exempel statuieren wollten?
außerdem gab es keinen Beweis, dass die Erde sich um die Sonne dreht konnte noch nicht bewiesen werden durch Geräte und Messungen, deshalb wurde dieses auch nicht akzeptiert, erst später mathematischer Beweis.
Schon wieder falsch! Das heliozentrische Weltbild wurde nicht mathematisch bewiesen, sondern durch ganz simples Hinschauen. Stichworte: Bessel, 61 Cygni.
Solange Sie, Belisar, so simple Tatsachen, wie die Leistung Galileis oder die Entdeckung der Parallaxen nicht kennen (wollen?), sollten Sie sich vielleicht weniger über Wahrheit oder Unwahrheit schwadronieren. Man könnte sonst glauben, dass Sie hier nur primitivste Propaganda machen wollen. Und Gott weiss, dass Sie lügen!
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#25   Dr. Otterbeck   10:38:36 | Samstag, 17. Juni 2006
Dios y audacia
Lassen wir doch zu diesem Thema mal einen Papst zu Wort kommen: Es „…ist in dieser unserer Zeit entstanden als lebendiger Ausdruck der immerwährenden Jugend der Kirche. Wir schätzen den feurigen Eifer für die Seelen, der es anspornt auf den steilen und schwierigen Pfaden eines Apostolates der Präsenz und des Zeugnisses in allen Bereichen des heutigen Lebens“ (Paul VI. 1964 über Opus Dei).
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#24   semiotico   08:18:11 | Samstag, 17. Juni 2006
@Bruder Theophil
Also mal ehrlich, Bruder, Ihr Sohn scheint mir doch sehr viele religiöse Fragen offenliegen zu haben. Liegt das etwa an der Erziehung?
Dass der Film und das Buch zur (positiven oder negativen) Auseinandersetzung mit religiösen Themen bzw. der Kirche anregt, versteht sich von selbst, das Negative erklärt sich allerdings daraus, dass die Leute, die schimpfen, den Film entweder nicht gesehen, das Buch nicht gelesen, oder aber beide falsch oder nur teilweise verstanden haben (absichtlich oder unabsichtlich).
Sakrileg ist – wenn überhaupt – nur eine halb so große Gefahr wie hunderte von anderen Filmen, die sich über Glaubensfragen hinwegquälen, allen voran die Passion Christi. Wenn ich meinen (nicht existenten) Sohn in P.C. schicken würde, dann würde er mich nicht fragen, was die Apokryphen sind, sondern ob „mein“ Christentum (in specialis die Katholische Kirche) nicht eigentlich einen Quahu (Quadrathuscher) hat, ein Gemetzel als Grundfunken seiner Existenz zu sehen. Dann muss ich zu erklären anfangen: Dass manchen Leuten scheinbar das Kreuz (musikalisch gesagt der „Vorhalt“) als die Auferstehung (die „Auflösung“). ?:)
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#23   DDL   02:47:48 | Samstag, 17. Juni 2006
@Ansgar
Das hier:
„unterstellt kriminelle Machenschaften – Opus Dei etwa. Rufschädigend.“
erklärt sich aus dem hier:
„Gebe aber zu, das Buch nicht gelesen und selbiges auch nicht vorzuhaben.“
Denn ersteres ist ganz schlicht nicht wahr, wie Ihnen jeder, der das Buch gelesen / den Film gesehen hat, wird bestätigen können (es sei denn, er zieht es vor, aus propagandistischen Gründen die Unwahrheit zu behaupten).
Richtig ist, dass der Leser, wie in jedem ordentlichen „Whodunnit?“, erst einmal gründlich in die Irre geführt wird. Das Opus Dei steht am Ende der Geschichte keineswegs als die Übelmafia da, der eigentliche „evil guy“ ist ein Kirchenhasser gewesen, die Kleriker im Film waren Verführte und und Betrogene. Ich stehe etwas ratlos vor dem Phänomen, dass manche es scheinbar schätzen, sich beleidigt zu fühlen, wo sie es gar nicht sind bzw. werden. Ist das die Attraktivität der Opferrolle?
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#22   Belisar   02:41:42 | Samstag, 17. Juni 2006
@ Bruder …
Zustimmung, oft höre ich dieses die Kirche behauptete die Erde sei eine Scheibe, Gelileo Galilei etc.
1. Ptolemaios Almagest, 200 v. Chr. die Erde ist eine Kugel und nur ein kleiner Punkt im Kosmos
2. Kopernikus stellt die These auf Erde dreht sich um die Sonne wird gar nicht angefeindet seine These wird sogar dem Papst vorgetragen.
3. Galilei hat nur die Jupiter-Monde entdeckt nichts anderes, er hat sich in Kirchliche Angelegenheiten eingemischt ,außerdem gab es keinen Beweis, dass die Erde sich um die Sonne dreht konnte noch nicht bewiesen werden durch Geräte und Messungen, deshalb wurde dieses auch nicht akzeptiert, erst später mathematischer Beweis.
Die Christen haben gewusst, dass die Erde rund ist das sie nur ein kleiner Punkt im Weltall ist und war das ein Grund gegen den Glauben? Nein! Erst in den letzten Jahrhunderten wird das so rübergebracht!
Wie schon vor mir erwähnt geheime Schriften? Nichts zu finden, selbst die Konstantinische Schenkung, wurde nicht geheim gehalten sonst hätte man nicht erkannt das sie eine Fälschung ist.
Die Geschichte wird nicht wahrheitsgemäß übermittelt in den Medien, die Wahrheit würde es ja frei machen, dass will man ja nicht.
Lieber mit billiger Propaganda in die Irre führen, die Verantwortlichen werden sich für ihre Vergehen vor Gott verantworten müssen, wir haben trotzdem die Pflicht aufzuklären wo es nur geht, denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt die Schmähungen derer, die dich schmähen haben mich getroffen. :'(
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#21   Bruder Theophil   00:05:12 | Samstag, 17. Juni 2006
@ Frl. Ilse Es ist leicht von Fiktion zu reden…
…aber viel wichtiger ist es zu beurteilen, was der Film in den Köpfen von Menschen hinterlässt.
Mein Sohn hat sich den Film angeschaut. Er kam aus dem Kino und fragte mich: Wusstest Du schon, dass es geheime Bücher der Kirche, die die Kirche vor den Gläubigen verschleiert und totschweigt ? Etwas gelangweilt habe ich ihm von den Apokryphen erzählt und dass man die Apokryphen in jedem Buchladen gegen Geld und völlig ohne Geheimniskrämerei kaufen und lesen kann. Daraufhin habe ich ihm noch versucht zu erklären, warum die Apokryphen nicht fester Bestandteil der Bibel geworden sind.
Jetzt hat also mein Sohn das Glück gehabt, eine Erklärung für eine Reihe von Fragezeichen zu bekommen, mit denen er aus dem Kino gekommen ist.
Was ist aber mit der überwiegenden Zahl von Leuten, die durch ihre Glaubensferne und mangels kundigen Freunden keine entsprechende Erläuterung erhalten ?
Die müssen doch mit dem Gefühl rausgehen: „Die Kirche hat was zu verbergen. Wir haben es ja immer gewusst. Wer weiss, was von dem ganzen Rest überaupt stimmt“.
Genau das ist der Schaden, den Sakrileg anrichtet. Fiktion hin, Fiktion her. Welcher Kinogänger kann (und will) denn da in Glaubensangelegenheiten heute noch bei einem solchen Film den Müll rausfiltern ? Und weil Denken und Hinterfagen den meisten zu anstrengend ist, lässt man es lieber.
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#20   semiotico   23:09:41 | Freitag, 16. Juni 2006
Opus Dei vs. Sakrileg
Wer das Buch bis zum Ende gelesen hat weiß, dass die ganzen Vorurteile gegenüber dem Opus Dei, die im Buch bewusst aufgebaut werden, am Ende so ziemlich den Bach runterfließen. Es ist immer wieder lustig, wenn Leute über etwas diskutieren, dass sie nicht einmal (oder nicht vollständig) kennen. Da schnappt man was im NEWS auf oder hört etwas im Radio, und schon nimmt man es als Wahrheit an. Wer sich den wahrlich nicht besonders geistreichen Roman bis zum Schluss angetan hat, der wird wissen, wovon ich Rede. Im Film (wenn sie daraus das Buch ableiten wollen) finden Sie meinen Argumentationsstrang übrigens nicht.
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#19   Benedikt   22:37:32 | Freitag, 16. Juni 2006
@ Ansgar
Ein Thriller, in dem ein gewisser David John Cawdell „aufdeckt“, der Holocaust sei eine Fälschung, würde auch interessante Reaktionen hervorbringen. Proteste allerorten, auch von mir. Nicht das ich auf eine solche Reaktion gewissermaßen neidisch wäre, aber man sieht ja an einer „benachbarten“ Diskussion, was für Elemente das hervorbringt. Dessen muss man sich bewusst sein.
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#18   Ansgar   22:29:32 | Freitag, 16. Juni 2006
Res fictae
Bei aller Offensichtlichkeit der fiktionalen Anlage verwendet Autor Brown aber real existierende Organisationen und unterstellt kriminelle Machenschaften – Opus Dei etwa. Rufschädigend. Man stelle sich vor, jemand täte das bspw. mit Greenpeace oder dem Jüdischen Weltkongreß. Vor diesem Hintergrund halte ich die Reaktionen für moderat. Gebe aber zu, das Buch nicht gelesen und selbiges auch nicht vorzuhaben.
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#17   _Ungläubig-   22:06:30 | Freitag, 16. Juni 2006
Der Thriller
dass jeder Mensch, der mehr als zwei Gehirnzellen hat, spätestens auf der ersten Seite feststellt, dass es sich um eine reine Fiktion handelt, die nicht die Wirklichkeit darstellen will.
Hm, bei der ersten Seite wird es dann aber auch wirklich Zeit. Schon das Wort „Thriller“ auf dem Einband sollte dem Leser vermitteln, dass es Fiktion ist :-)
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#16   Benedikt   22:04:38 | Freitag, 16. Juni 2006
@ Frl. Ilse
Wäre das Gejammer nicht gewesen, hätten sich nicht Millionen Leser für einen durchschnittlichen, wenngleich spannend konstruierten Roman, interessiert.
Nee, diesmal kam die Reaktion ziemlich spät. Sakrileg hatte schon 25 Wochen auf Platz eins der Bücherliste hinter sich. Erst dann hat der Protest den Verkauf nochmal angeheizt. Ein Bestseller wäre das Buch aber so oder so geworden.
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#15   Frl.Ilse   21:58:08 | Freitag, 16. Juni 2006
@Sakrileg
Nachdem ich als ungefähr drittletzter Mensch in Deutschland den Roman auch gelesen habe, kann ich ja mitreden. Ich habe festgestellt, dass jeder Mensch, der mehr als zwei Gehirnzellen hat, spätestens auf der ersten Seite feststellt, dass es sich um eine reine Fiktion handelt, die nicht die Wirklichkeit darstellen will. Das bezieht sich nicht nur auf die Kirche – auch die Darstellung der Polizeiarbeit liegt weit jenseits der Realität auf sehr niedrigem Samstag-Abend-Krimi-Niveau. Hat man den donnernden Aufschrei der Polizei Frankreichs und Englands gehört? Nein; nur die Kirche jammert, weil sie Fiktion und Realität nicht, wie jeder vernünftige Mensch, auseinanderhalten kann. Wäre das Gejammer nicht gewesen, hätten sich nicht Millionen Leser für einen durchschnittlichen, wenngleich spannend konstruierten Roman, interessiert.
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#14   Gotthard   21:28:23 | Freitag, 16. Juni 2006
Fiction
Dan Brown stellt der christlichen Lehre, nach der Jesus Christus als wahrer Mensch und wahrer Gott die Menschen durch sein Leben, Leiden und Sterben von Sünde und Tod erlöst und dieses Erlösungswerk der Kirche anvertraut hat, eine billige, neuheidnische Selbsterlösungsreligion gegenüber.
Dan Brown stellt überhaupt nichts gegenüber … er hat einen spannenden Fiction-Roman geschrieben, und kein Sachbuch und kein Glaubensbuch …
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#13   Onan †   21:17:30 | Freitag, 16. Juni 2006
bin begeistert
für eine Rückkehr des deutschen Volkes zur einzig wahren Religion, der alleinseelig machenden katholischen…
boah eh, aber über den Islam schimpfen dass er so extrem ist…
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#12   Graf von Galen   20:39:41 | Freitag, 16. Juni 2006
Deutschlands Rückkehr zur Kirche
Leider wird sich der durchschnittliche, deutsche religiöse Analphabet durch den Schund, den Herr Brown hier verbreitet sich beeinflussen und prägen lassen. Die Hemmschwelle für eine Rückkehr des deutschen Volkes zur einzig wahren Religion, der alleinseelig machenden katholischen wird weiter erhöht. Der VII- Modernismus ist dabei schon abschreckend genug.
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#11   Augustinus   20:38:57 | Freitag, 16. Juni 2006
Der „Da Vinci Code“…
ist nichts anderes als ein Phänomen, ein Merkmal einer rückkehrenden Gnosis. Schon in den ersten Jahrhunderten mußte die junge Kirche vor allem dagegen kämpfen. Das beste Mittel gegen gnostische Irrlehren ist, konkret und klar von Christus zu sprechen. Allen Irrlehren haben eine Eigenschaft gemeinsam: Ihre Theorien laufen früher oder später in die Irre, das heißt in eine Sackgasse. ?:) Sie sind unvernünftig, illusorisch und werden oft von niedrigen Begierden und ideologischen Vorstellungen geprägt.
Die Gaben des Heiligen Geistes sind jedoch: Weisheit, Verstandes, Rat, Stärke, Wissenschaft, Frömmigkeit u. Gottesfurcht. Das bedeutet, unsere christliche Religion ist in der Einheit mit dem Papst (Petrus) als Bevollmächtigten kein sinnloses Gerüchtegesäusel und keine Ideologie, sondern ist vernünftig erkennbar und manifestiert sind in Christus, dem Weg, der Wahrheit und dem Leben. ;-)
LG Augustinus
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#10   -Agnostiker-   19:44:05 | Freitag, 16. Juni 2006
Ohne…
…Die kinderlose Altenheim-Gesellschaft des Westens scheint sich nur noch für ein Thema zu interessieren: Sex… hätte Kreuz.net doch nichts zu schreiben. :-)
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#9   semiotico   19:18:30 | Freitag, 16. Juni 2006
@Pünktchen
Liebes Pünktchen, es ist toll, dass ich Sie zum Lachen bringe. Aber wenn Sie meine Aussagen nicht verstehen, kann ich nichts dafür. Es gibt scheinbar genügend Leute, die sie verstehen. Dass das auf kreuz.net nicht allzu viele sein würden, hatte ich mir schon gedacht.
Anstatt mir unfreiwillige Komik zu unterstellen bitte ich Sie einmal, kontruktive Kritik zu bringen. Sie können schimpfen und spotten, aber ein „Sie denken falsch, weil…“ ohne anschließender zugleich diffamierender als auch ideologischer Begründung habe ich von Ihnen noch nicht vernommen. Wenn ich wirklich so falsch liege mit meinen Gedanken, dann haben Sie es wirklich nicht auch nur ansatzweise geschafft, mir ihre scheinbar so tolle und richtige Sicht der Dinge „beizubringen“ oder auch nur darzulegen. In diesem Sinne: Die Freude ist ganz auf meiner Seite :-D
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#8   ekstase   19:11:31 | Freitag, 16. Juni 2006
@Pünktchen
Also mich würde ja mal wirklich interessieren, wie alt sie sind und wieviele Kinder sie haben
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#7   wi-bi   19:10:09 | Freitag, 16. Juni 2006
ihr jammerlappen
und schon wieder ein „da vinci code“-artikel, der vor lauter beleidigtem romgetrotze nun das maximum an langatmigkeit erreicht hat, was aus diesem thema herauszuholen ist.
ihr habt mich bereits vor monaten mit eurem verzweifelten rumgeplärre genervt, nun aber habt ihr mich fast ins koma gelangweilt.
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#6   Pünktchen   19:08:34 | Freitag, 16. Juni 2006
v2 und das Vergnügen
.
ich verfolge semiticos Beiträge auch mit Vergnügen, wg. der unfreiwilligen Komik seiner postings!
.
:-D :-D :-D
.
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#5   semiotico   19:06:17 | Freitag, 16. Juni 2006
@v2: Danke
Ich danke ebenfalls für das Kompliment. Es freut mich, dass man sich auch mit nicht-schleimischen Beiträgen Respekt verschaffen kann.
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#4   v2   19:01:13 | Freitag, 16. Juni 2006
@semiotico
ich verfolge mit vergnügen ihre beiträge…
endlich mal jemand hier mit herz und hirn, der mit seinem glauben mitten im leben steht
und immer gut formuliert !
man dankt !
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#3   ekstase   18:59:52 | Freitag, 16. Juni 2006
@Ralf B.
kreuz.net interessiert sich ausschließlich für den Sex zwischen Männern! Wahrscheinlich haben die Redakteure als gute Katholideologen auch nur so oft Sex im Leben gehabt, wieviele Kinder sie haben. Ich vermute darin begründet sich hier auch diese Verbissenheit gegen alle, die ihr Leben frei Leben. Frei von Ängsten, wenn sie sich mal einen körperlichen Genuss gönnen.
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#2   semiotico   18:58:35 | Freitag, 16. Juni 2006
kreuz.net…
…interessiert sich so stark für Sex, Homosexualität und ihre angeblich so direkten Folgen (Kondome, Aids, Abtreibung etc.), dass für kreuz.net und einen Großteil seiner Poster die „gravitas in sexto“-Lehre der einzig wichtige Inhalt der christlichen Botschaft ist. Sie finden das so interessant, dass sie reihenweise dazu schreiben, posten und sich darüber aufregen, wie schlimm die ganze Sexualität denn nicht ist. Es ist sogar einmal vorgekommen, das kreuz.net einen guten Kommentar abgelassen hat, und zwar zur Studentenbefragung des Prof. Zulehner: „Vielleicht liegt das Problem in der Hose derer, die solche Umfragen erstellen“ – dabei hat es sich eigentlich selbst definiert: „Vielleicht liegt das Problem in der Hose derer, die ständig darüber reden müssen“.
Aus einiger Distanz betrachtet ist kreuz.net oft eine Diskussionsplattform für mehr oder weniger pubertierende, zumindest aber mit ihrer Sexualität (und der anderer, wenn es um Homosexuelle geht) nicht klarkommende Katholiken, Protestanten und Freikirchler. Denn wenn man mit diesem Thema persönlich in Einklang wäre, so wie es zum Glück auch sehr viele Christen sind (ob zölibatär, „keusch“ oder sexuell aktiv), dann würde man kaum so viel darüber reden…
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#1   Ralf B. †   18:31:34 | Freitag, 16. Juni 2006
Hihihihi
Die kinderlose Altenheim-Gesellschaft des Westens scheint sich nur noch für ein Thema zu interessieren: Sex.
Soso, und wofür interessiert sich kreuz.net so hauptsächlich?
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