kreuzmeldungen
Ist der Häftling ein Mensch? + Ein Problem gelöst – zwei neue erzeugt + Legale Abspritzung von Krebskranken + Bis zum bitteren Ende + Mehr Menschenversuche
Ist der Häftling ein Mensch?Vatikan. Papst Benedikt XVI. plant eine Stellungnahme über die weltweiten Haftbedingungen. Das erklärte der Präsident des Päpstliches Rates für Gerechtigkeit und Frieden am Fronleichnamstag, Renato Raffaele Kardinal Martino. Derzeit werde geprüft, in welcher Form der Vatikan seine Stellungnahme abzugeben gedenkt. Konkret sollen die Menschenrechte von Häftlingen eingefordert werden. Kurienkardinal Martino ist ein offener Kritiker des US-Konzentrationslagers von Guantanamo auf Kuba.
Ein Problem gelöst – zwei neue erzeugt
Konstantinopel. Die Mitglieder der Bischofssynode des Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel sorgen sich wegen der Abschaffung des Titels „Patriarch des Westens“ durch Benedikt XVI. In einer Stellungnahme vom 8. Juni erklärte deren Generalsekretariat, daß der Wegfall des Titels und die gleichzeitige Bewahrung der Anreden „Stellvertreter Christi“ und „Oberster Pontifex der universalen Kirche“ den Eindruck erweckten, daß der Bischof von Rom eine universale Jurisdiktion über die Gesamtkirche beanspruche. Das hätte die Orthodoxie immer abgelehnt. Die Stellungnahme erfolgte nach einer Diskussion der Mitglieder der orthodoxen Synode. Sie beweist, daß die bei der Abschaffung des Titels mitgelieferte vatikanische Erklärung auf taube Ohren gestoßen ist.
Legale Abspritzung von Krebskranken
Frankreich. In einem Aufsehen erregenden Prozeß um einen Euthanasiemord hat ein westfranzösisches Geschworenengericht – acht Frauen und ein Mann – den in Frankreich lebenden Dänen Morten Jensen (37) freigesprochen. Jensen hatte seine krebskranke, komatöse Ehefrau (29) im Januar 2003 mit einer Giftspritze eingeschläfert. Der Staatsanwalt hatte „aus Prinzip“ eine zweijährige Haftstrafe auf Bewährung verlangt und im Vorfeld des Urteils gemahnt: „Bei einem Freispruch setzen sie sich über alle Gesetze der Welt hinweg“.
Bis zum bitteren Ende
Schweiz. Die abdriftende Pfarrei Röschenz will ihren suspendierten Ex-Pfarradministrator Franz Sabo nicht entlassen. Die Pfarrei reichte beim Kantonsgericht gegen den entsprechenden Entscheid des Landeskirchenrates Baselland Beschwerde ein. Laut Auskunft des Kantonsgerichtes von Basel-Land steht noch kein Termin für die Verhandlung fest. Der Prozeß wird voraussichtlich erst Anfang 2007 beginnen.
Mehr Menschenversuche
Frankreich. Biotechniker sollen bei umstrittenen Experimenten mit getöteten Kleinstkindern Gelder von der EU erhalten. Das entschied das Straßburger Parlament in erster Lesung mit 284 Ja gegen 249 Nein-Stimmen bei 32 Enthaltungen. Der Forschungshaushalt muß das Parlament noch in zweiter Lesung – mit wenigstens 347 Stimmen – passieren. Die deutsche Bischofskonferenz sprach von einer „schweren Niederlage für den Embryonenschutz“ und ging danach zur Tagesordnung über.
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Montag, 19. Juni 2006 13:41
stat crux: Ketelhohn
Der Bischof von Rom ist MEHR ALS Patriarch, das ist das Problem. In jur. Betrachtungsweise ist der Totelverzicht hinsichtlich des Abendlandes schon deshalb überfällig, weil das „Abendland“ nicht territorial umschreibbar war; hinsichtlich der anderen Titel (Bischof von Rom, Primas von Italien etc.) ist immer ein Wirkungsraum umrissen und der päpstliche Anspruch ist nunmal universal und nicht okzidentell.
Montag, 19. Juni 2006 13:32
Laurentius2: @wiener
Wie wäre es mal mit Exkommunikation der die EU-Menschenvernichtung unterstützenden C-bzw.ÖVP-Politiker ?
Aber ach, nein, öffentlich gemaßregelt werden ja nur Lefebvrianer … klar. So ne Embryonenausrottung ist ja auch nicht so schlimm wie „von gestern“ zu sein … Klar hab ich den Artikel gelesen, wo bleibt der qualitative Unterschied zu irgendeiner x-beliebigen Ökumene-Erklärung gegen Armut oder so … ?
Montag, 19. Juni 2006 13:29
aphrodite †: @ wen auch immer:
engagierte Laien wie Günther Annen oder Mel Gibson
Geht’s noch???
Geht’s noch???
Freitag, 16. Juni 2006 20:17
Stimme aus Wien: Robert Ketelhohn
denn die Abschaffung des römischen Patriarchentitels ist nicht bloß dumm und unbegründet, sie ist auch
schlicht unmöglich. Der Bischof von Rom ist Patriarch, ob er will oder nicht.
Was meinen Sie damit? Der Papst ist doch nach wie vor der Patriarch von Rom.
Was meinen Sie damit? Der Papst ist doch nach wie vor der Patriarch von Rom.
Freitag, 16. Juni 2006 18:06
methusalix †: Das wird noch zunehmen!
Mehr Menschenversuche…
Die Pharmaindustrie wird in Zukunft auch Geld aus öffentlichen Kassen bekommen, um Versuche an lebenden Kindern zu machen. Da fast alle neuen Medikamente heutzutage ausschliesslich für Erwachsene zugelassen werden, haben die Pädiater grosse Probleme, für kranke Kinder die richtigen Medikamente und vor allem die richtige Dosierung dieser Medikamente zu finden. Sie müssen dazu den „off label use“ anwenden, also nicht für diesen Zweck zugelassene Medikamente verwenden und sind, wenn was schiefgeht, praktisch im rechtsfreien Raum.
Hypertonie zum Beispiel betrifft immer öfter auch Kinder. Bisher hat man als Kinderarzt an seinen kleinen Patienten selbst herausfinden müssen, welche Dosierung angezeigt ist und musste oft genug feststellen, dass die Dosierung für Erwachsene viel zu niedrig ist, um Kinder vor den Folgen des Hochdrucks zu schützen.
Dieses Problem soll jetzt von den forschenden Unternehmen mit Hilfe der EU gelöst werden, indem Studien an Kindern vorgenommen werden.
Die Pharmaindustrie wird in Zukunft auch Geld aus öffentlichen Kassen bekommen, um Versuche an lebenden Kindern zu machen. Da fast alle neuen Medikamente heutzutage ausschliesslich für Erwachsene zugelassen werden, haben die Pädiater grosse Probleme, für kranke Kinder die richtigen Medikamente und vor allem die richtige Dosierung dieser Medikamente zu finden. Sie müssen dazu den „off label use“ anwenden, also nicht für diesen Zweck zugelassene Medikamente verwenden und sind, wenn was schiefgeht, praktisch im rechtsfreien Raum.
Hypertonie zum Beispiel betrifft immer öfter auch Kinder. Bisher hat man als Kinderarzt an seinen kleinen Patienten selbst herausfinden müssen, welche Dosierung angezeigt ist und musste oft genug feststellen, dass die Dosierung für Erwachsene viel zu niedrig ist, um Kinder vor den Folgen des Hochdrucks zu schützen.
Dieses Problem soll jetzt von den forschenden Unternehmen mit Hilfe der EU gelöst werden, indem Studien an Kindern vorgenommen werden.
Freitag, 16. Juni 2006 16:00
wiener: was die deutschen bischöfe wirklich gesagt haben
kreuz.net versucht ja, die deutschen bischöfe kollektiv als totalversager und schwachmaten darzustellen.
wer wissen will, wie die stellungnahme tatsächlich ausgefallen ist – und dass von einem stillschweigenden „übergang zur tagesordnung“ sicher keine rede sein kann – kann sich hier informieren:
zum artikel
wer wissen will, wie die stellungnahme tatsächlich ausgefallen ist – und dass von einem stillschweigenden „übergang zur tagesordnung“ sicher keine rede sein kann – kann sich hier informieren:
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