Vierzig Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist der Traum von einer besseren Kirche, der damals geträumt wurde, zu einem liturgischen Trauma geworden. Von Eugen Schmitt.
(kreuz.net) Die Gemeindereferentin tanzt in der Heiligen Messe während dem Gloria vor der neomodernistischen
Altarinsel.
Der Priester reicht seinem protestantischen „Amtskollegen“ die Heilige Kommunion.
Bunte
Banner und Plakate werden mit Klebestreifen am Altar befestigt, und Kinder rennen während dem Gebet des
Herren durch die Apsis: Das Trauma einer deutschen Pfarrgemeinde, 40 Jahre nach dem Zweiten Vatikanischen
Konzil.
Seit knapp dreißig Jahren ist die Liebe Gottes „wie Gras und Ufer“, in uns „wohnt ein Sehnen“
und wie jeder weiß: Ins Wasser fällt ein Stein.
Groteske Ausuferungen des nachkonziliaren „katholischen“
Liedgutes.
An vielen Orten wird mit „Jugendgottesdiensten“, „Messen für die Jugend“ oder „Youth Power
Worship“ geworben.
Dabei scheinen Klerus und Gemeinde zu vergessen, daß in Gottesdienst und Liturgie
der Kirche der Segen Gottes vollkommen geoffenbart und mitgeteilt wird, es sich also nicht um eine Freizeitveranstaltung
für gelangweilte und überfütterte Teenager handelt.
Es stellt sich die Frage, ob es den jungen Christen
von heute ausreichen muß, mit postmoderner Musik und Rhythmen im Stil eines Tanzlokales eine „light-Version“
des katholischen Glaubens präsentiert zu bekommen.
Oder ob man nicht lieber seitens der Ortskirchen
mehr Engagement und Kraft in die Vermittlung der katholischen Wahrheit investieren sollte.
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44 Lesermeinungen
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@Deusexmachina Ihr Problem ist einfach, dass Sie über sich KEINEN Gott akzeptieren („non serviam“). Daher
ist es verständlich, dass Sie versuchen, ständig mit rhetorisch gewandten Sätzen die katholische Lehre
zu demontieren. Dies wird Ihnen aber nicht gelingen. Für mich als glaubenden Katholiken erschließt sich
jedoch der absolute Sinn und tiefe Schatz der Kirche, den Sie per se nicht einsehen wollen und können.
Mehr noch: es macht mich umso dankbarer für die Gnade des Glaubens, wenn ich Ihre anthropomorphen und
hilflosen „Zirkelschlüsse“ hier lese. Möge der Heilige Geist (ja, den gibt es wirklich) Sie erleuchten,
und mögen auch Sie die unaufwiegbare Freude des katholischen Glaubens entdecken, lieben und schätzen
lernen! :(3
#42 deusexmachina 18:54:18 | Dienstag, 20. Juni 2006
@„Graf“ v. Galen Ich finde es sehr vielsagend, wenn Sie „deus“ („Gott“) mit „Teufel“ übersetzen. Welcher
Spielart des Satanismus genau rechnen Sie sich denn zu, wenn ich ‘mal fragen darf? Church of Satan? Order
of Nine Angles? Erstaunlich, dass hier nicht sofort ein Exorzist herbeigerufen wird… @Aphrodite Ich
bitte Sie, dazu gehört nun wahrlich kein überragender Intellekt, jeder Depp kann die Rekursivität der
katholischen Logik erkennen. Was diese Menschen leider nicht erkennen, ist, dass die „Unfehlbarkeit“ nur
so lange gilt, wie man sie der RKK auch zubilligt. Tut man das nicht (was kein Nichtkatholik tut, aber
auch viele Katholiken nicht tun), so gibt es keinen Weg, die Unfehlbarkeit sinnvoll zu begründen, denn
Voraussetzung dafür ist ja wiederum die Unfehlbarkeit der eigenen Interpretation. Anders gesagt: Das
Unfehbarkeitsdogma ist an sich redundant, denn es wird nur von denen beherzigt, die ohnehin daran glauben,
das Dogma also nicht benötigen. Diejenigen, die sich darauf beziehen, tun das allerdings bevorzugt, um
die vermeintliche Unfehlbarkeit i.S. ihrer Argumentation zu instrumentalisieren – sie erkennen nicht,
dass diese Unfehlbarkeit nach außen 100% wertlos ist, und sind dann empört, wenn man den Bezug bestenfalls
ignoriert, schlimmstenfalls auslacht.
Unfehlbarkeit der kath. Kirche, @ aphrodite, Teufel a.d. Knabbelkiste Der Herr versagt das Licht denen
nicht, die ihn in Demut darum bitten. Hochmütige Spötter gehen leer aus.
Da fehlen doch nur noch die Prostituierten, die sich anbiedernd um Stangen winden. Diese Pseudotheologie,
mit der solche Kirchenschändungen begründet und volllzogen werden grenzt doch an Volksverdummung. Schade,
dass die Jugend sich von so etwas fangen lässt. Aber so sind sie halt, die unwürdigen Priester: Wie
die leimgetränkten Mückenfänger lassen sich umgarnen. Und wenn die sie umsurrende Masse an ihnen klebt,
dann merkt diese Masse noch nicht einmal, dass sie einem Personenkult im wahrsten Sinne auf den Leim gegangen
ist. Die Folge: Wie die Fliegen am Leim sterben, so locken solche Narzisten Jugendliche von der Kirche
weg, um auch noch das letzte bischen Glaube in ihnen abzutöten und sie einer Eventkultur zuzuführen,
die unter dem Titel „katholisch“ eine neue Anti-Rom und Anti-Weltkirche – Ideologie unters Volk bringt:
Mit Nebelmaschine und Beatbox gegen Würde und Gottesfurcht. Na denn: Frohes Feiern! Die Satanisten werden
diese Partys in ihren Kreisen schon bekannt gemacht haben!
#39 aphrodite † 09:57:19 | Dienstag, 20. Juni 2006
@ deusexmachina: Die RKK ist „unfehlbar“, weil die RKK das behauptet. Herzlichen Glückwunsch, als einer
von wenigen PosterInnen hier haben sie es begriffen und den Unfehlbarkeitsanspruch, der in der r.-k. Kirche
v.a. im Vatikan wuchert, als Ideologie entlarvt. Danke! :)3
@„Graf“ v. Galen Die angebliche Unfehlbarkeit der katholischen Kirche ist das Paradebeispiel eines Zirkelschlusses:
These: Die RKK ist unfehlbar Begründung: Jesus hat Petrus die Vollmacht und damit die Unfehlbarkeit übertragen
und hat ihn mit der Gründung der RKK beauftragt. Absicherung: Die Begründung ist so, wie die RKK das
sagt, korrekt, weil dies die Lesart der RKK ist und weil die RKK unfehlbar ist. Ha-ha-ha. Wenn ich behaupten
würde, ich sei unfehlbar und das mit irgendeiner, angeblich auf mich gemünzten Privatinterpretation
eines Bibelversleins „begründen“ würde, hätte das exakt denselben Grad an Beweiskraft. Richtig: Keinen.
Anders gesagt: Die RKK ist „unfehlbar“, weil die RKK das behauptet. Großartig.
@beide Sie weichen meiner Frage aus, mein Lieber – ich habe nicht gesagt, dass dem Tod nicht gedacht werden
muss. Aber ihn als zentral zu setzen, das ist der Fehler. Ostern ist ja auch nicht mit dem Karfreitag
zu Ende! In Folge dessen hat Jesus die hl. Messe eingesetzt, um uns tagtäglich die Verdienste seines
Leidens zuzuwenden, daher auch Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers. So ein stereotyper Blödsinn. Jesus
hat weder in Folge seines Todes eine Hl. Messe eingesetzt noch sonst irgendwann und irgendwie. Zu Deutsch:
Jesus hat gar keine Messe eingesetzt. Wenn er irgendwas eingesetzt hat, dann die Eucharistie, und die
wurde vor dem Tod eingesetzt, zwar vorausblickend darauf, aber vor allem zurückblickend auf sein Leben
und sein Wirken. Wenn Sie also nach dem gehen, was er eingesetzt hat, dann hat der Tod Jesu in der Liturgie
zwar seinen Platz, aber sicher nicht den exponiertesten…
Kreuzesopfer, @ semiotico Das Kreuzesopfer ist der entscheidende Aspekt. Es wäre Mangel an Ehrfurcht,
Dankbarkeit, Demut und Liebe die Frucht der Auferstehung genießen zu wollen, ohne vorher der Gegenwärtigsetzung
des Kreuzesopfers in angemessener Weise gedacht zu haben.
Danke, eure Erlauchtheit, ich bin schon viel klüger geworden! Nur eines ist mir noch unklar: Wieso heben
sie einen Zwischenaspekt (Kreuzestod) so hervor, wenn das Endprodukt (Auferstehung) doch Ziel dieser Bewegung
ist?
@semiotico Das Kreuz des Leides ist nun mal das zentrale Element des christlichen Glaubens. Ohne Jesu
Leiden und Tod am Kreuz gäbe es keine Vergebung der menschlichen Sünden und keine Auferstehung. In Folge
dessen hat Jesus die hl. Messe eingesetzt, um uns tagtäglich die Verdienste seines Leidens zuzuwenden,
daher auch Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers. Der katholische Glaube besteht nicht nur aus Spaß und
gute-Laune-haben, auch wenn das heute oft und vielerorts gelehrt wird, es gehört viel mehr dazu. Ich
will nicht behaupten, die komplette Messe in ihrer ganzen Tragweite begriffen zu haben, das tun wir wahrscheinlich
erst in der Ewigkeit, aber mit Verlaub, Sie haben noch viel weniger verstanden! Graf von Galen hat Recht:
Die Messe gehört ehrfürchtigst und würdig gefeiert. Wenn Sie nur mal so untertänigst Gott dienen würden,
wie Sie es hier in Ihrem letzten Posting dem Grafen gegenüber getan haben…
Kreuzesopfer, @ semiotico Kurz gesagt. Ohne Kreuzesopfer keine Erlösung, ohne Erlösung keine Vergebung
der Sünden, ohne Vergebung der Sünden keine Auferstehung, da in den Himmel nichts Unreines eingehen
kann, ohne Auferstehung keine Freude, da das Schicksal aller Menschen die ewige Verdammnis wäre.
Werter Graf! Mir kam zu meinen bürgerlichen Ohren, dass Ihr das Kreuzesopfer Christi als das zentrale
Ereignis der Liturgie versteht, oder haben meine unwürdigen Augen falsch zu lesen gewagt? Würdet Ihr
so gütig sein und einem armen Blinden zu erklären, was genau für uns alle das entscheidende Ereignis
am Christentume zu sein hat, also genau dasjenige, dessen wir zu denken pflegen sollen? Meine unwürdige
Wenigkeit meint nämlich schon einmal in Erfahrung gebracht zu haben, dass das Christentume zu Wohle eine
Religion der Freude, namentlich der Auferstehung genannt wird. Also, mein höchsterverheiligter Graf,
worin liegt mein Irrtum, dass ich das Kreuz zwar als Symbole, nicht aber als Centrum des Christentumes
anzusehen vermag? Es grüßt euch untertänlichst, ein rechtloser, thumber Thor
Jugendmessen Wenn man bedenkt, daß die hl. Messe das Kreuzesopfer Christi gegenwärtig setzt, kann man
diese Spektakel nur als unwürdig bezeichnen. Man tanzt nicht um das Kreuz. @ Gotthardt Als Jugendlicher
habe ich die o.g. Messen, wenn ich denn das Pech hatte, in so einer zu landen, diese als äußerst peinlich
und anbiedernd empfunden.
@Isidor Ich verstehe ja Ihren Ärger… aber die Gültigkeit eines Sakraments hängt nach kirchlicher
Lehre nicht an der Würde des Spenders! Dann müssten ja etliche Sakramente zu lasten der Gläubigen ungültig
sein. Man kann aber durchaus annehmen, dass durch diese in sakrilegischen Veranstaltungen die heiligen
Räume entweiht werden. Recht haben Sie auch, dass in der Lehmann-Kirche nur noch oberflächlich gehandelt
wird. Kein Wunder, wenn man lieber mit einem schicken Benz duch die Lande zieht und dem Mann in Rom hinterrücks
ans Bein pinkelt und manche der bischöflichen Kollegen mit seiner Ideologie kauft und beeinflusst. Dieser
Jugendkirchen-Fanatismus ist eine Ausgeburt von Ideenlosigkeit und ein Eingeständnis von Unglauben. Nicht
nur in Oberhausen gibt es diese Kirchen-Entweihung sondern auch im Bistum Münster, Limburg (natürlich!!)
und wer weiß, wo noch. Wenn ich mich nicht exkommunizieren würde, wäre ich schon längst ausgetreten
und würde selbst bestimmen, dass glaubenstreue Priester und Gemeinden mein Geld bekommen. Es scheint
sich ja offenbar in dieser Richtung etwas zu tun – man kann hoffen. Denn ich trete ja nicht aus der römisch-katholischen
Glaubensgemeinschaft aus, sondern verweigere diesen Showmastern und Kirchenschändern die Bezahlung! Und
wenn das liebe Geld nicht mehr fließt, ja, dann gibt’s so einen Schwachsinn auch nicht mehr. Denn diese
Disco-Ausstattung ist sehr sehr teuer!
@Isidor Wer glaubt das bei dieser „Gattung“ von Klerus eine Wandlung überhaupt vollzogen ist – der liegt
falsch. mir kommen da Zweifel … ob diese Aussage irgendeiner Dogmatik standhält.
Keine Wandlung findet statt ! Wer glaubt das bei dieser „Gattung“ von Klerus eine Wandlung überhaupt
vollzogen ist – der liegt falsch. Gott Lob werden dort die „gelangweilten“ Jugendlichen nur ein wenig
aufgefüttert. Ein wirklicher Priester vor dem Herrn (keine Gehaltsempfänger!), zelebriert ein hl. Messopfer
und feiert sich nicht selbst und sein Umfeld. Diesem wäre es ein Anliegen die Mystik zu vermitteln. In
der Lehmann-Kirche in Deutschland ist es nicht anders. Wer mal wieder klettern, klatschen, turnen und
auch tanzen möchte besuche die Jugendkirche in Oberhausen. Bischof Dr. Felix Genn kommt vielleicht auch
mal als Überraschungsgast! In ROM häufen sich die Beschwerden bei der Ritenkongregation, aber es sind
immer noch zu wenige ! Jesus mihi Jesus !
Relax Ich bin ein Kind der 60er (Baujahr 54, USA) und habe nach V2 die schönen sog. „Rock Messen“ mit
meine Freunde erleben dürfen. Wir haben die Messe nicht nur Event-mäsig gefeiert, sondern auch erlebt
wie Kirche und Leben zusammen passen. Unser Gemeinde hatte jedoch 3-4 gut besuchten Sonntagsmessen gehabt!
Es war kein Problem eine diese Messen für die Jugend zu gestalten. Heute haben wir überhaupt Probleme
eine wöchentliche Sonntagsmesse zu haben. In diesen Messen bin ich als Uhu, unter den Gläubigen fast
im Säuglingsalter. Wir müssen wieder anfangen die Mysterien so zu feiern, dass die post Firmung Jugendlichen
ansprechbar sind. Ohne die Würde der Messe zu verletzen.
Konzil, Freimaurer, Revolution @Freinsberg: Ich habe nicht für Ihren H. B. Meyer (den kenn ich nicht!)
das Attribut „freimaurerisch“ verwendet, sondern für das (2. Vatikanische) Konzil! @stat crux: Ich gebe
Ihnen vollkommen recht. Dennoch wird von liberalistisch-freimaurerischer Seite versucht, auch die Ideen
der Revolution biblisch zu begründen bzw. die Bibel für die Revolution zu vereinnehmen… So z.B. von
Walter Kasper, wenn er schreibt: „…es war die Bibel, in der erstmals die unverletzliche Würde und die
Freiheit jedes Menschen, seine Gleichheit vor Gott und damit die Brüderlichkeit aller Menschen klar ausgesprochen
wurde.“ (Einführung in den Glauben, Mainz ²1972) P.S.: Sie wissen, dass nach der feministischen Überarbeitung
des „Gotteslob“ dort nicht mehr vom „brüderlichen“, sondern vom „österlichen Mahl“ die Rede ist? (vgl.
GL 534)
Brüder! Nicht selten redet der Hl. Paulus so die Gemeinde an. Freimaurer? Der Unterschied zwischen christlicher
Brüderlichkeit und anderen Ausprägungen von „fraternite“ ist doch wohl, dass die Getauften in Christus
zur Gotteskindschaft berufen sind, also wirklich „Brüder“. Während die abstrakte Brüderlichkeit doch
nur ein Leitmotiv ist, das eben nicht trägt, wenn es darauf ankommrt, „jetzt und in der Stunde unseres
Todes“. Man kann doch nicht die Liebe aus dem Evangelium tilgen, weil andere das Wort auch beschwören.
Freimaurerisch? Hans Bernhard Meyer war ganz bestimmt kein Freimaurer. Im übrigen sollte man alle Texte
der „Innsbrucker Universitätsmesse“ berücksichtigen (z. B. „Singt dem Herrn, alle Völker und Rassen“),
nicht nur diesen einen Gesang.
@Internaut Ich wüsste nicht, warum diese Glaubensvermittlung schlechter sein sollte als: Gloria in excelsis
deo Abgesehen davon, dass Sie hier Äpfel mit Birnen vergleichen (dt. Gabenlied mit lat. Gloria), hätte
Ihnen Folgendes auffallen müssen: Das Lied betont – ganz in der Grundausrichtung des freimaurerischen
„Konzils“ – die horizontale Dimension, sprich die Brüderlichkeit der Versammelten und den Mahlcharakter.
Der Mensch und seine Welt stehen im Mittelpunkt. Das Gloria dagegen lenkt den menschlichen Sinn ganz auf
Gott und sein Lob. Davon abgesehen ist Liturgie/Gottesdienst nicht in erster Linie dazu da, den Glauben
zu vermitteln. Dafür gibt es andere, geeignetere Wege und Methoden. Sie soll in erster Linie dem Gebot
unseres Herrn nachkommen: „Gebt Gott, was Gottes ist!“ o^/
Das Vaticanum ist an allem Schuld! Ich wüsste gerne, wie viele Mitglieder unsere Kirche in Europa noch
hätte, wenn die kirche es verabsäumt hätte ein klein wenig vom Licht des Alltagslebens in ihre Liturgien
miteinfließen zu lassen. Dabei sei daran erinnert, dass auch und gerade Johannes Paul II. in erheblichem
Maße auf die Macht der spirituellen, laienfreundlichen Inszenierung zur Vermittlung des christlichen
Glaubens gesetzt hat. Und was das Liedgut angeht, gibt es sicher auch Grenzfälle. Es gibt aber auch sehr
plastische, gelungene Texte: Unsere Hände und Becher sind leer Mit Brot und Wein füllt sie der Herr
denn er ist Gabe und Geber zugleich Herr, wir bringen in Brot und Wein unsere Welt zu dir du schenkst
uns deine Gegenwart im brüderlichen Mahl Was er uns gibt, gibt er für alle damit wir es teilen mit allen
Menschen so sind wir Brüder an seinem Tisch Ich wüsste nicht, warum diese Glaubensvermittlung schlechter
sein sollte als: Gloria in excelsis deo et in terra pax hominibus bonae voluntatis Laudamus te. Benedicimus
te. Adoramus te. Glorificamus te. Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam
Im Namen der Jugend Ist nicht der Tanz eine ganz natürliche Ausdrucksweise um etwas oder Jemanden zu
ehren und zu verehren? Schauen wir in die Kirchen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens, dort ist der Tanz
in der Liturgie gang und gäbe. Warum sollte ein protestantischer Amtskollege eines katholischen Priesters
nicht die Kommunion erhalten. Es ist ja schon nahezu dann blasphemisch, dass Jesus als Jude, Juden, beim
Abendmahl Brot und Wein als sein Fleisch und Blut dargeboten und gegeben hat. Wo war denn nur der Katholik,
dem allein der Empfang des Abendmahls (Kommunion) gebührt? Jesus sagte, „lasset die Kinder zu mir kommen“.
Warum sollten Kinder in ihrer Bewegungsfreiheit in der Kirche still sitzen müssen und nicht auch mal
in der Apis sich aufhalten wähend des Vater unsers? Die Liebe Gottes ist und umfasst alles, sie ist auch
wie Gras und Ufer.Warum sollte nicht in Liedern, wo menschliches Sehen gegenüber dem anderen Menschen
zum Ausdruck kommt, auf Gott übertragen werden? Begegnen wir nicht im Anderen, ja, in der ganzen Schöpfung
immer wieder GOTT? Ins Wasser fällt ein Stein,enthält dieses Lied nicht die tägliche Wahrheit? Wenn
ein Mensch etwas Positives oder Negatives bewirkt, so zieht das weite Kreise. Wenn Glaube gelebt und gezeigt
wird, so ist das wie mit dem Stein, der ins Wasser fällt. o^/
Gott lacht nicht, er weint „Willst du Gott zum Lachen bringen, dann erzähle ihm von den neusten Texten
bei KREUZ.NET“, sagte Petrus. Und er fügte hinzu: „Aber Gott sagt: Es wäre zum Lachen, wenn es nicht
zum Weinen wäre!“ Ja Gott lacht nicht über das Armutszeignis jener kleinen Gruppe von Ewiggestrigen
und Halbgescheiten, Gott weint! Es ist ja auch zum WEINEN!
peinlich Jugendmessen sind doch nur mehr als peinlich. Für Dich vielleicht … und Du wärest den Jugendlichen
in einer solchen Messe vielleicht auch nur noch peinlich. Heute fallen die Generationen nun mal mehr auseinander
als jemals zuvor. Also soll der alte Adel die Jugendlichen lassen und sich selbst im „Alten“ versammeln.
Jugendmessen Jugendmessen sind doch nur mehr als peinlich. Wandel durch Anbiederung ? Der alte Ritus spricht
aus sich selbst. Gem. dem lex orandi = lex credendi führen diese die Jugendlichen mit Sicherheit nicht
zum kath. Glauben.
@Gotthard Lieber Gotthard! Du hast völlig recht! Wenn die Krönungsmesse unbedingt aufgeführt werden
soll, dann sollen es die Solisten doch selber zahlen. Ich brauche keine Hochleistungsmesse, die keine
ist. Man merkt doch genau ob so etwas nur gemacht wird, um Gott zu ehren, oder wieder einmal eine Kirche
als Konzertsaal zu missbrauchen! Genauso ist es bei diesen Hip Hop Events. Ich geh’ doch lieber in die
Disco, wenn ich sowas will und ins Konzert, wenn ich Mozart will! Ein Konzert mit angehängter Eucharistie
ist doch das Allerletzte!
Schmierenjournalismus á la kreuz.net DEUTSCHKURS BUCHEN FÜR ALLE AUTOREN VON KREUZ.NET!!! Stimmt! Und
einen Kurs in Presseethik dazu!!! Und last but noch least ein Grundlagenkurs im journalistischen Schreiben,
damit den armen Schreiberlingen hier weitere Peinlichkeiten erspart bleiben. Liebes Team, schreibt es
100x an die Tafel: Ich darf keine Nachrichten verfälschen oder erfinden! Ich darf keine Nachrichten verfälschen
oder erfinden! Ich darf keine Nachrichten verfälschen oder erfinden! Ich darf keine Nachrichten verfälschen
oder erfinden! Es ist einfach peinlich, wenn es auffliegt und kreuz.net malwieder als Fälscher entlarvt
wird. Beispiel: …eindearbeit-mandywhite.de/…chten/aktuell64.html
Deutschkurs buchen! jetzt! „während dem Gebet“ Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Keine Angst, ich geselle
mich jetzt nicht zur Sprachfehlerausbessererfraktion, aber das ist so himmelschreiend schlechtes Deutsch,
soetwas gehört wirklich verboten. Daher schließe ich mich dem Tipp an, den ich gestern wo gelesen habe:
DEUTSCHKURS BUCHEN FÜR ALLE AUTOREN VON KREUZ.NET!!!
@gretipleti Wer bezahlt denn eigentlich diese ganzen Selbstdarstellungsquacksalver mit ihrem Party-Equipment?
eine gute Frage! Wer bezahlt Chor und Orchester plus Solisten bei der Krönungsmesse von Mozart?
gretipleti Was hat eine schlichte Liturgiefeier mit dem realen Leben zu tun? Liturgie hat doch genau den
Sinn, etwas andersgeartetes zu sein. Wenn es das reale Leben wäre, dann wäre es sinnlos. Rein angenommen
die Kraft der Eucharistie ist zu wenig: Was wäre Ihnen lieber – zu versuchen, die Leute erst mal „anzulocken“
und Ihnen dieses Verständnis vielleicht nicht ind er Messe, aber rundherum näher zu bringen, oder sie
gleich gar nicht anzusprechen? Hier befinden wir uns in einer Situation, wo der realisitsiche Bischof
sagen muss: Wir machen das, sonst haben wir einfach keine Überlebenschance. Die Forderung der RÜckkehr
der Piusbruderschaft sehe ich mal als schlechten Witz an. Und wir können uns gerne in 40 Jahren nochmal
treffen und dann darüber reden, was sich wirklich gehalten hat. Ich nehme mal an, weder das noch das
andere. Sondern der Weg der Mitte. Und bezahlen tun das hauptsächlich Sponsoren.
Die falschen Propheten… erkennt man daran, dasss ihnen alle nachlaufen wie dem Rattenfänger von Hameln!
Das kann einem nur einfallen, wenn man so etwas erleben muß! Diese Art von „Kirche“ ist ein Sonderweg,
der die Gefühle der Gläubigen verletzt und sich arrogant eine Privatkirche erschafft. Wenn Jugendliche
so etwas beigebracht bekommen, ist es ihnen nicht anzulasten, wenn sie kein Gespür mehr bekommen für
die Realität im Leben, für die wirkliche spirituelle Erfahrung einer schlichten Eucharistiefeier. Natürlich
kann man auch einmal neuere Lieder singen, aber hier wird ein Aufwand betrieben, der seinesgleichen sucht.
Wenn man heute Jugendliche nur mit solchem Getue in die Kirchen lockt darf schon die Frage gestellt werden,
ob die Kraft der Eucharistie zu wenig ist, weil mit äußeren Showeinlagen die Äußerlichkeit gefördert
werden muß! Das Zentrum gerät aus dem Blick und was heraus kommt ist bloßer Unfug. Noch eine Frage
sei gestattet: Wer bezahlt denn eigentlich diese ganzen Selbstdarstellungsquacksalver mit ihrem Party-Equipment?
Doch wieder die braven Kirchgänger und Steuerzahler, denen bald der Geduldsfaden reißt. Es wird Zeit,
dass die Piusbruderschaft wieder in den Schoß der Kirche zurückkehrt. Dann werden wir ja sehen, welche
Kirche Bestand hat!
@ Semiotico Die fff-Gottesdienste sind ja überlaufen Genau da ist doch das Problem zu finden. Diese Gottesdienste
sind voll, aber wo bleibt die Ausstrahlungswirkung? Verbinden sich denn diese Jugendlichen wirklich mit
der Kirche? Das Jugendgottesdienstkonzept gibt es seit 30 Jahren, wo sind denn die Jugendlichen aus dieser
Zeit in der Kirche, und vor allem: Wo sind ihre Kinder? Offenbar ist es nicht gelungen, die Jugendlichen
nach ihrer Jugend weiter in die Kirche zu bringen, ergo ist das Konzept untauglich. Den Jugendlichen dieses
Angebot, das man einmal gemacht hat, einfach wieder wegzunehmen Oh nein, davon redet gar keiner. Um Jugendgottesdienste
zu veranstalten braucht man doch nicht krampfhaft Schlagzeug und Gitarrenmusik anbieten, die meist mit
der Alltagsmusik der Jugend, an die sie sich anbiedert nicht mithalten kann. Man kann Jugendgottesdienst
auch ansprechend für Jugendliche machen, in dem man ihnen dort wirklich Spiritualität und ein Gefühl
für das göttliche zu vermitteln versucht. Das ist etwas, was diese Jugendlichen (in Ggs. zur Diskomusik)
sonst nirgendwo bekommen. Ergo kommen Sie auch wieder. Ich würde es laufen lassen… Ich fürchte, dass
man sich über die von Ihnen genannten Punkte nicht im Klaren ist.
Zweifel Ich bezweifle, dass die Alte Messe immer stärker wird. Natürlich, es gibt einen „eingefleischten
Kern“, der immer zu dieser Messe stehen wird und der sicherlich auch im Wachsen begriffen ist. Er wächst
aber nicht schnell genug, um den rasant zurückgehenden Katholizismus völlig auffangen zu können. Daher:
So wie heute wird die Kirche nicht weiter machen können – nicht in diesen Strukturen, nicht mit diesen
finanziellen Aufwendungen. Ausserdem bezweifle ich, dass sich der NOM auflösen wird, es wird ihn immer
geben, solange es die passende (Pop-)Kultur dazu gibt, genauso wie die alte Messe überleben wird, solange
es die traditionelle Kultur dazu gibt. Nur wenn diese Kulturen aussterben bzw. das Verlangen nach Religiösem
allgemein zurückgeht, dann kann je einer der beiden aussterben.
traditionskatholizismus ich glaube nicht, dass der traditionskatholizismus, der mit der „alten“ Messe
verbunden ist, ausgestorben sein wird. Nein, nein. Es handelt sich hierbei um eine kleine aber stetig
wachsende Gemeinde, bei denen die traditionelle Messe gefeiert wird. Wenn etwas überleben wird, dann
diese. Der Novus Ordo Missae (NOM) wird, da ja immer mehr Kirchen geschlossen werden und immer mehr Gemeinden
zusammengelegt werden und es immer weniger Priester gibt, zwar nicht gänzlich aussterben, aber immer
weniger werden. die unsägliche LiturgieDEform wird sich also in Bälde selbst auffressen. Was bleiben
wird, sind irgendwelche Gemeindereferentinnen oder Frauen, die mit bunten Tüchern behängt, Frauengottesdienste
feiern. Die wahre Messe, d.h. die traditionelle Messe, wird überleben und immer stärker werden. Da können
die modern gesonnenen Bischöfe machen was sie wollen.
gescheitert vielleicht, aber nur theologisch. In seiner praktischen Anwendung hat ist es das Konzept in
eine Reihe mit den WJTen und sonstigen neospirituellen Veranstaltungen zu stellen. Die fff-Gottesdienste
sind ja überlaufen, jetzt finden sie (heute) schon „open air“ statt (siehe religion.orf.at). Den Jugendlichen
dieses Angebot, das man einmal gemacht hat, einfach wieder wegzunehmen, weil man draufkommt, dass es doch
wohl etwas zu viel des Guten war, wäre fatal und was diese Generation betrifft auch letal. Ich würde
es laufen lassen – solange niemand gezwungen ist, solange auch klar gemacht wird, dass die Effekte in
solchen Messen etwas unterstützen und nicht selbst der Kern sind und solange rechtzeitig auch verstanden
wird, dass das ewige Herumgehüpfe und Gerocke nicht ewig weitergehen kann. Auch die wilden 70er sind
heute gemäßigter. Jeder sollte in seiner Jugend mal wild sein dürfen, solang sie ihre Wilderergene
nicht anderswie ausleben und rechtzeitig erwachsen werden, find ich das absolut unproblematisch. Obwohl:
Einen kleinen Schritt zurück könnte man schon tun. Vielleicht keine Raucheffekte oder so…
Ich persönlich… …glaube auch, dass der Novus Ordo einfach keine Kraft mehr ausstrahlt und in Zukunft
von alleine ausstirbt. Ob dies jedoch „schon“ in 50 – 100 Jahren passiert, wage ich zu bezweifeln. Die
kirchliche Erneuerung besteht in der Rückkehr zur vollen, unverkürzten, wahren Lehre und daran hat die
tridentinische Messe erheblichen Anteil. Von diesen kleinen und stetig wachsenden „Glaubensinseln“ strömt
enorme Kraft aus! @ Hyazinth Aus persönlichem Interesse: Ist das Ihr richtiger Vorname, falls ja, waren
Sie 1999-2000 bei der Bundeswehr??
@ semiotico Ich mag die Tschak-Bumm-Messen mit Pyroeffekten und Ghettoblaster auch nicht und sehe sie
als verzweifelten Versuch an, wieder mehr Jugendliche in die Kirchen zu bringen. Wenn dieser Jugendkatholizismus
auch bald genug erwachsen wird, ist m.E. dagegen nichts einzuwenden. Es ist ja nicht die Regel. Da ist
was dran. Allerdings müsste man langsam zu der Einsicht kommen, dass das Konzept gescheitert ist.
REchnung Die Frage, lieber Hyazinth, ist aber: Wenn der Novo Ordo nicht mehr da ist, was ist dann noch
da? Würde man sich an Sonntagen das Durchschnittsalter der Messbesucher ausrechnen, käme man selbst
damit in die pensionsreifen Gegenden. So schlimm das klingt, in spätestens 20 Jahren ist der „Traditionskatholizismus“,
der v.a. am Land noch viele Menschen sonntäglich in die Kirche treibt, ausgestorben. Ich sage nicht,
dass dann niemand mehr in die Kirche geht, natürlich gibt es immer noch genug Gläubige, auch unter den
Jugendlichen. Aber: Die Strukturen, die die Kirche derzeit fährt, werden nicht mehr haltbar sein, selbst
wenn der Messbesuch nur um 20% zurückgeht, wobei ich eher mit 50-60% rechne. Kardinal Schönborn hatte
schon recht: Es ist noch kein so großes Problem. Aber es wird eines! Und zu dem „novo ordo“: Ich mag
die Tschak-Bumm-Messen mit Pyroeffekten und Ghettoblaster auch nicht und sehe sie als verzweifelten Versuch
an, wieder mehr Jugendliche in die Kirchen zu bringen. Wenn dieser Jugendkatholizismus auch bald genug
erwachsen wird, ist m.E. dagegen nichts einzuwenden. Es ist ja nicht die Regel.
Trost Mich tröstet, wenn ich sowas lese, einzig und allein die Gewißheit, daß dieser unsägliche Novus
Ordo mit all seinen Perversionen in ca. 50 – 100 Jahren sogut wie ganz verschwunden sein wird. Es hilft
nur beten und opfern! ORATE FRATRES… o^/ !!!