Letztes Jahr wurden zwei bisher unbekannte Texte von Hans Urs von Balthasar publiziert. Sie geben Anlaß, an der Rechtgläubigkeit des Schweizer Theologen zu zweifeln.
Montag, 26. Juni 2006 13:18
Detlef Rose: @stat crux: Danke!
Sie schreiben: „Die „Welt draußen“ erinnert sich gut, was die Kirche angeblich über Himmel, Hölle,
Fegefeuer predigte.“
Der vor Jahren verstorbene OKR Maser (ELKB München) schäfte uns zum Abschluss des 2.theol. Examens eben diese simple Wahrheit ein: „Schließen sie den Menschen den Himmel auf“. DAR
Der vor Jahren verstorbene OKR Maser (ELKB München) schäfte uns zum Abschluss des 2.theol. Examens eben diese simple Wahrheit ein: „Schließen sie den Menschen den Himmel auf“. DAR
Mittwoch, 21. Juni 2006 17:11
stat crux: Pius X.
Wer hat Ihnen denn das erzählt? In dem Buch finde ich davon nichts.
Mittwoch, 21. Juni 2006 16:51
Pius X.: Ratzinger – Seele
Der Mitherausgeber Prof. Auer hat vor Drucklegung während einer Diskussion von etwa 2 Stunden versucht, Ratzinger von der Häresie abzuhalten, in diesem Buch die Unsterblichkeit aller menschlichen Seelen zu leugnen. Dieser aber bestand darauf, daß nur die Gott zugewandt sterbenden eine unsterbliche Seele besitzen.
Mittwoch, 21. Juni 2006 16:31
stat crux: Joseph Ratzinger
hat 1977, kurz vor dem Beginn seiner bischöflichen Zeit, ein Büchlein zur Eschatologie (Auer-Ratzinger, Bd. IX) veröffentlicht. Einige Formulierungen kommen einem heute schon fast zu modern vor, aber im Wesentlichen hat er die Problematik damals schon „gepackt“. Man sollte das Theologiestudium mit dem Letzten Dingen beginnen lassen, anstatt diese Fragen abzuwürgen. Die „Welt draußen“ erinnert sich gut, was die Kirche angeblich über Himmel, Hölle, Fegefeuer predigte. Jetzt sagt sie dazu beinahe nur noch Esoterisches; an diesem OPunkt aber wird die katholische Religion relevant: „Bitte für uns, jetzt, und in der Stunde unseres Todes.“ Das ist die katholische Identität in Kurzfassung, communio sanctorum, Wirkungsgeschichte in persona Christi über den Tod hinaus.
Mittwoch, 21. Juni 2006 11:17
Jörg Guttenberger, Köln: Dr. Otterbeck: die letzten Dinge
Es stimmt leider: der Tod und was uns danach erwartet „vita mutatur, non tollitur“ wird in der heutigen
Verkündigung regelrecht unterschlagen, obwohl es doch unser Lebensziel ist. Ich halte das für völlig
unverantwortlich und mit ursächlich für die heutige auch in der Kirche weit verbeitete Oberflächlichkeit!
Der letzte Sinn unseres Lebens wird der gläubigen Gemeinde vorenthalten.
Unser im Jahre 1978 pensionierter Pfarrer hat dieses Thema ganz bewußt in seinen Predigten angesprochen, weil er aus eigener seelsorglicher Erfahrung um die Angst insbesondere der Todkranken vor dem Sterben gewußt hat. Es ist ihm gelungen, den Menschen die Angst vor dem Tode zu nehmen, wie ich u. a. aus der Erfahrung meiner in 2004 verstorbenen 92jährigen Mutter weiß. So lange haben die Predigten dieses Priesters also nachgewirkt, der übrigens neben seiner formellen Territorialgemeinde noch eine beträchtliche informelle Personalgemeinde mit z. T. recht prominenten Namen um sich versammelt hat.
Leider ist besagter Pfarrer bei einigen geistlich Halbstarken auf erbitterten Widerstand gestoßen, die seine Predigt als esoterisch diffamiert haben. So ging es schon damals einem Priester, der auftretend „sei es gelegen oder ungelegen“ die ganze Wahrheit verkündet!
Unser im Jahre 1978 pensionierter Pfarrer hat dieses Thema ganz bewußt in seinen Predigten angesprochen, weil er aus eigener seelsorglicher Erfahrung um die Angst insbesondere der Todkranken vor dem Sterben gewußt hat. Es ist ihm gelungen, den Menschen die Angst vor dem Tode zu nehmen, wie ich u. a. aus der Erfahrung meiner in 2004 verstorbenen 92jährigen Mutter weiß. So lange haben die Predigten dieses Priesters also nachgewirkt, der übrigens neben seiner formellen Territorialgemeinde noch eine beträchtliche informelle Personalgemeinde mit z. T. recht prominenten Namen um sich versammelt hat.
Leider ist besagter Pfarrer bei einigen geistlich Halbstarken auf erbitterten Widerstand gestoßen, die seine Predigt als esoterisch diffamiert haben. So ging es schon damals einem Priester, der auftretend „sei es gelegen oder ungelegen“ die ganze Wahrheit verkündet!
Dienstag, 20. Juni 2006 15:10
catharina: Liebe Aphrodite,
tatsächlich ist nur einer der drei in Theologenkreisen einigermaßen bekannt, nämlich Manfred Hauke,
der lange Zeit Assistent von Ziegenaus in Augsburg war, dann ordentlicher Professor für Dogmatik in Lugano
wurde. Seine großen Arbeiten über das Problem des Frauenpriestertums und über die Erbsünde haben allgemein
Beachtung gefunden. Freilich liegt Hauke wegen seiner kirchentreuen Theologie nicht allgemein im Trend.
Könnte es daran liegen, daß Sie von ihm bisher nichts gehört haben?
Übrigens ist die Lektüre von Balthasars immer sehr inspirierend und eröffnet manche wichtigen Zusammenhänge. Insbesondere seine Gabe, das Denken großer Theologen, Philosophen und Dichter zu sichten und darzustellen, war herausragend.
In theologisch gewichtigen Fragen ist er allerdings nicht ungefährlich. Hier wäre nicht nur seine die Apokatastasis nahelegende Eschatologie (Hoffnung auf das Heil aller Menschen) zu erwähnen, sondern auch manches z.B. aus dem Bereich der Trinitätslehre und der Ekklesiologie.
Adrienne von Speyr als echte Mystikerin zu betrachten, erscheint mir nach Beschäftigung mit ihren Werken als völlig inakzeptabel. Es wirft kein gutes Licht auf von Balthasars discretio, sich so mit ihr verbündet und sein eigenes Werk als mit ihrem untrennbar vereint erklärt zu haben.
Übrigens ist die Lektüre von Balthasars immer sehr inspirierend und eröffnet manche wichtigen Zusammenhänge. Insbesondere seine Gabe, das Denken großer Theologen, Philosophen und Dichter zu sichten und darzustellen, war herausragend.
In theologisch gewichtigen Fragen ist er allerdings nicht ungefährlich. Hier wäre nicht nur seine die Apokatastasis nahelegende Eschatologie (Hoffnung auf das Heil aller Menschen) zu erwähnen, sondern auch manches z.B. aus dem Bereich der Trinitätslehre und der Ekklesiologie.
Adrienne von Speyr als echte Mystikerin zu betrachten, erscheint mir nach Beschäftigung mit ihren Werken als völlig inakzeptabel. Es wirft kein gutes Licht auf von Balthasars discretio, sich so mit ihr verbündet und sein eigenes Werk als mit ihrem untrennbar vereint erklärt zu haben.
Dienstag, 20. Juni 2006 09:39
aphrodite †: @ Cyprian:
P. Hermes, Karl Besler, Manfred Hauke
Wie kommt es, dass ich als röm.-kath. Theologin die Namen dieser drei – um die hier umlaufende Terminologie zu rezipieren – „Hanswurste“ (oder heißt’s „-würste“?) noch nie gehört, H.U.v.B.‘s theologisches Denken aber Länge mal Breite im Studium vorgestellt bekommen habe? ?:)
Wie kommt es, dass ich als röm.-kath. Theologin die Namen dieser drei – um die hier umlaufende Terminologie zu rezipieren – „Hanswurste“ (oder heißt’s „-würste“?) noch nie gehört, H.U.v.B.‘s theologisches Denken aber Länge mal Breite im Studium vorgestellt bekommen habe? ?:)
Dienstag, 20. Juni 2006 08:14
Dr. Otterbeck: Erwählter Kardinal der Hl. Römischen Kirche,
so hieß es, glaube ich, in der Todesanzeige der F.A.Z. nach dem 26.06.1988. Die „letzten Dinge“ sind ein zu wichtiges Feld, um darüber im kreuz.net Telegrammstil zu berichten. Wäre eigentlich ein gutes Thema für die nächste Bischofssynode; mal ein Wort in die Zeit über die Ewigkeit; Beerdigung, Totenmessen, Ablässe, zu all den catholica wird in der Pastoral vernehmlich geschwiegen. Dabei haben sich mitunter große Denker daran versucht, das purgatoire „modern“ zu denken (und nicht mythisch-natiralistisch zu verfremden).
Montag, 19. Juni 2006 21:59
semiotico: lieber Ottaviani…
…wie viele Theologen waren denn verblendet von angeblich mystischen Frauen? Oder wieviele Frauen meinten, sie wären mystisch mit Christus verheiratet? Und warum soll die Adrienne keine Mystikerin gewesen sein, wenn die allseits verehrte Katharina eine war? Ach ja, ich hatte vergessen: Im Mittelalter war alles besser.
Montag, 19. Juni 2006 21:51
ottaviani: ja der hanswurst von altersheim
wie in böse theologiestudenten nannten war verblendet durch eine gewisse dame die meinte sie sei eine mystikerin
Montag, 19. Juni 2006 20:43
Jörg Guttenberger, Köln: Bernardin: Kardinal v. Balthasar
Dr. von Balthasar hat die Annahme des Kardinalats doch abgelehnt und ist kurz vor dem Konsistorium gestorben!
Montag, 19. Juni 2006 19:43
Bernardin †: Wer von Ihnen…
… die Sie gegen Kardinal H.U.v.B. schreiben, hat schon ein Buch, eine Schrift, ein Artikel von H.U.v.B. gelesen? Wer? Und wenn, was haben Sie verstanden? Ich glaube, dass Kardinal H.U.v.B. für die meisten Leser von KREUZ.NET einige Nummern zu gross ist!
Montag, 19. Juni 2006 18:15
semiotico: Lieber Cyprian!
Es ist lustig zu lesen, wie sehr sie sich darüber hinwegquälen, dass Sie als einzigen systematischen Beleg (wie sie richtig sagten) einen Ihrer Auffassung komplett zuwiderstehenden Theologen anführen müssen. Für dieses in solchen Kreisen sehr gewagte Wagnis gebührt Ihnen zumindest das Lob der sittlichen Welt (wenn es das der unsittlichen schon nicht geben wird)!
Montag, 19. Juni 2006 18:09
Cyprian: P. Hermes, Karl Besler, Manfred Hauke
Schon vor vielen Jahren hat P. Hermes im „Fels“, der damals noch wirklich katholisch war und nicht – wie
heute – neukatholischen Tendenzen Vorschub leistet, in mehreren Aufsätzen nachgewiesen, daß H. U. von
Balthasar Irrlehren verbreitet. Der unvergessene P. Hermes hatte eine Diskussion entfacht, die dann in
„Theologisches“ insbesondere von Karl Besler weitergeführt wurde. Balthasar antwortet auf die Kritik
von P. Hermes, in seinen Büchern könne man viele Hölzer für seinen Scheiterhaufen finden. Wie hier
schon angesprochen, hat auch Manfred Hauke einiges über die dubiosen Irrlehren des H.U. von Balthasar
publiziert. Das beste Buch ist jedoch das von Johannes Rothkranz. Es wurde geschrieben, bevor der Autor
Sedisvakantist wurde, hat leider einen respektlosen Unterton und ist dennoch fast die einzige systematische
Kritik des Theologie des Ex-Jesuiten.
Leider fallen heute noch sehr viele sog. Konservative und Anhänger der neukatholischen Bewegungen auf Balthasar herein, obwohl jeder, der sich mit seinen Lehren befaßt, erkennen kann, das vieles nicht haltbar ist. Die Balthasar-Anhänger versuchen leider, ihn zu einer Art Gegen-Rahner aufzubauen, was aber natürlich Unsinn ist.
Resistet fortes in fide!
Viele Grüße
Cyprian
Leider fallen heute noch sehr viele sog. Konservative und Anhänger der neukatholischen Bewegungen auf Balthasar herein, obwohl jeder, der sich mit seinen Lehren befaßt, erkennen kann, das vieles nicht haltbar ist. Die Balthasar-Anhänger versuchen leider, ihn zu einer Art Gegen-Rahner aufzubauen, was aber natürlich Unsinn ist.
Resistet fortes in fide!
Viele Grüße
Cyprian
Montag, 19. Juni 2006 17:40
Hódmezövásárhelykutasipuszta: Eine Frechheit!
Dass die Redaktion es zulässt, dass hier ungeniert verstorbene Kirchenmänner beleigt werden! Ein Skandal ist so was!
Montag, 19. Juni 2006 16:45
Sulpicius: Ach ja,…
… der Hanswurst…
Montag, 19. Juni 2006 14:32
aphrodite †: Respekt…
Herrlich, diese Ikone!
Montag, 19. Juni 2006 14:13
ExBochumer †: Schauen Sie mal hier …
Montag, 19. Juni 2006 13:54
Stimme aus dem Tradiland: Weitere katastrophale Irrlehren Balthasars kann man in
einer Kritik des Dogmatikers Manfred Hauke Auf den Spuren des Origenes nachlesen.
Diese Kritik beginnt zunächst vorsichtig positiv, aber am Ende ist das Ergebnis zu Lasten des Fast-Cardinals v. Balthasar vernichtend…
Diese Kritik beginnt zunächst vorsichtig positiv, aber am Ende ist das Ergebnis zu Lasten des Fast-Cardinals v. Balthasar vernichtend…
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