18:13:26 | Montag, 19. Juni 2006
Der Kongreß ‘Freude am Glauben’ fordert eine Revision der deutschen Abtreibungsgesetze und der umstrittenen ‘Königsteiner Erklärung’ der Deutschen Bischöfe.
(kreuz.net, Fulda) Der diesjährige
Kongreß ‘Freude am Glauben’ des ‘Forums Deutscher Katholiken’ tagte
heuer zum sechsten Mal unter dem Motto „Auf dem Weg zu Christus“.
Zu dem Kongreß, der von Freitag bis
Sonntag in der Stadt Fulda in Osthessen stattfand, waren mehr als 1.600 Gläubige gekommen.
Den Eröffnungsgottesdienst
zelebrierte der Bischof von Fulda, Mons. Heinz Josef Algermissen. Die Abschlußmesse hielt der Präfekt
der Sakramentenkongregation, der nigerianische Kurienkardinal Francis Arinze.
Der Kirchenfürst brachte
auch Segenswünsche von Papst Benedikt XVI. Der Heilige Vater versicherte sein Gebet: „Der Heilige Geist
führt uns in die Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott, in der wir das wahre Leben finden.“
Kardinal
Arinze predigte über die Bedeutung der Heiligen Eucharistie als geistige Nahrung.
Der Glaube lehre,
daß durch das Sprechen der Einsetzungsworte bei der Messe das Brot nicht länger Brot sei, sondern, „was
wir nun vor uns finden, ist der Leib Christi“.
Der Kurienkardinal erinnerte an die Lehren des Konzils
von Trient (1545-1563).
Der Glaube an die Realpräsenz Christi in der Eucharistie zeige sich auch im
Handeln der Gläubigen – beispielsweise beim Niederknien vor dem Allerheiligsten und der Anbetung des
Altarsakramentes, beim Empfang des eucharistischen Segens, bei Prozessionen, Kongressen oder Studientagen
zu Ehren der Heiligen Eucharistie.
„Indem Jesus uns seinen Leib und sein Blut gibt, werden wir in die
Dynamik seiner Selbsthingabe mithineingenommen, ja geradezu hineingezogen.“
Die Vereinigung mit Christus
habe auch eine soziale Dimension, weil verschiedene Kommunionempfänger ein und denselben Christus in
der Kommunion empfangen:
„Sie sind daher zur größeren Einheit untereinander und miteinander gerufen.
Sie sind gerufen, einander zu lieben.“
Die Eucharistie sei aber nicht nur ein Mahl, sondern vor allem
auch ein Opfer. Denn Christus habe sich am Kreuz als Opfer für uns Sünder hingegeben.
Der Glaube verlange
von den Katholiken, daß sie im Stand der Gnade seien, bevor sie Christus in der Heiligen Kommunion empfangen
dürfen. Wer sich einer Todsünde bewußt sei, müsse vor dem Kommunionempfang das Sakrament der Buße
empfangen.
Die sakramentale Beichte bezeichnete Kardinal Arinze als den normalen Weg der Reinigung von
den Sünden.
„Leider kann man die traurige Tatsache nicht übersehen, daß in der heutigen Zeit ein immer
größerer Verlust des Sündenbewußtseins stattfindet, was zu einem immer größeren Verlust des Respekts
vor der Heiligkeit Gottes führt.“
Bereits am Samstag verabschiedete der Kongreß ‘Freude am Glauben’
eine „Resolution zum Unrecht der Abtreibung in Deutschland“.
Die Bundestagsabgeordneten müßten endlich
für einen wirksamen Schutz ungeborener Menschen sorgen.
Die Diskriminierung von Behinderten im Rahmen
der Spätabtreibung und die Finanzierung der Abtreibung durch Steuergelder müsse gestoppt werden.
Gleichzeitig
forderte der Kongreß eine Revision der aus dem Jahr 1968 stammenden ‘Königsteiner Erklärung’ der deutschen
Bischöfe.
Durch diese Erklärung sei die Wahrheit über die Heiligkeit der Ehe und der Sexualität –
wie sie in der Enzyklika ‘Humanae vitae’ von Papst Paul VI. († 1978) aufleuchte – verdunkelt worden.
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Toby 06:10:49 | Donnerstag, 22. Juni 2006
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methusalix † 20:32:14 | Mittwoch, 21. Juni 2006
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methusalix † 08:43:32 | Mittwoch, 21. Juni 2006
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Toby 05:34:42 | Mittwoch, 21. Juni 2006
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Toby 18:16:31 | Dienstag, 20. Juni 2006
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