In einer bayerischen Gemeinde ist der Pfarrer zur Erkenntnis gekommen, daß Knien während der Messe nicht mehr modern ist.
(kreuz.net, Aschaffenburg) Ein 84jähriger Pensionist aus der Pfarrei Haibach beschwerte sich kürzlich
vor der Tageszeitung ‘Main-Echo’ über jüngste liturgische Maßnahmen in seiner Pfarrei.
Die Tageszeitung
erscheint in Aschaffenburg. Der Ort Haibach befindet sich vierzig Kilometer südöstlich von Frankfurt
am Main und gehört kirchlich zum bayerischen Bistum Würzburg.
Grund der Klage des Rentners: Der Haibacher
Pfarrer, Hw. Andreas Reuter, hat zur diesjährigen Fastenzeit das Knien während der Wandlung abgeschafft.
Die pfarrherrliche Begründung: Das Knien gehöre „zur alten Liturgie vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil“.
Der „neuen liturigschen Auffassung“ entspreche dagegen das Stehen der Gläubigen – meint Pfarrer Reuter.
Anstatt „kniend und passiv“ zu verfolgen, was der Priester tue, solle die Gemeinde „stehend und aktiv“
an der Wandlung teilnehmen. Schließlich habe jeder Christ durch die Taufe Anteil am Priesteramt Jesu –
so das theologische Argument des Pfarrers.
In seiner Predigt und in Druckerzeugnissen hatte Pfarrer Reuter
verkündigt, daß das Stehen ebenso wie das Knien die Ehrfurcht bezeuge: „Manche haben da aber eine emotionale
Sperre. Die sind Knien von Kindheit an gewohnt.“
Der Priester will seine knienden Pfarreimitglieder überzeugen,
aber nicht zwingen: „Diese Zeiten sind ja Gott sei Dank vorbei.“
Die Vorsitzende des Liturgieausschusses
im Pfarrgemeinderat von Haibach meint, daß nur ein Zehntel der Pfarrei gegen das Stehen sei. Einige Gläubige
blieben der Messe fern, weil sie nicht stehen, aber auch nicht kniend auffallen wollten.
Der Liturgiereferent
der Diözese Würzburg, Dr. Stephan Steger, erachtet das Stehen während der Wandlung als angemessene
Haltung: „Schließlich beten wir ja: »Wir stehen vor Dir«“- zitiert er einen Teil des Hochgebetes, der
sich auf den Priester bezieht.
Allerdings habe das Stehen in Deutschland so wenig Tradition, daß es
den wenigsten Gemeinden zu vermitteln sei. Deshalb habe nur eine Handvoll Pfarreien das Knien abgeschafft.
Unter ihnen befinden sich auch die bekannten Nachbarpfarreien von Hainbach, St. Michael in Schweinfurt
und Maria Geburt in Aschaffenburg-Schweinheim.
Pfarrer Markus Krauth von der Pfarrkirche Maria Geburt
ist stolz darauf, daß in der von ihm zelebrierten Messe niemand mehr kniet – „aus Überzeugung“ und nicht
nur weil es keine Kniebänke mehr gebe:
„Mittlerweile gehen die Unzufriedenen in andere Gemeinden. Dafür
kommen Leute aus anderen Stadtteilen zu uns.“
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stat crux Ich denke das mit der zelebration gen Osten ist kein Problem, da viele Volksaltäre nicht fest
verankert sind und die, die es sind genügt es zu profanieren und eine kleine Sprengung vorzunehmen. Aber
wenn gar kein anderer Hauptaltar vorhanden ist, genügt auch umdrehen, stimmt. Der Friedensgruß gehört
ganz abgeschafft, da er Unruhe reinbringt und die Andacht stört, außerdem ist der sowas von aufgesetzt
freundlich und zweideutig. Die Fürbitten müssen entschlackt werden und deutlich verringert, damit die
Leute nicht abschalten, über eine Verlegung läßt sich gerne diskutieren (oder eine Abschaffung). Sie
sehen ich bin voll von liturgischem Tatendrang, vielleicht beruft mich ja der Papst in die Kommission
für die Erstellung eines neuen Meßbuches
johannes Also die Abneigung gegen den Evangelisten Johannes verstehe ich schon, schließlich war die johannäische
Gemeinde deutlich antisemitisch. Was ich allerdings nicht verstehe, da muss ich ihnen recht geben, baden
ist viel schöner!
Es gibt Wichtigeres als Stehen oder Knien. Müssen in jeder Messe überhaupt Fürbitten gehalten werden?
Kann man die nicht vor die Messe legen, als Vorbereitungsgottesdienst, wenigstens wahlweise? Wäre nicht
der Friedensgruß vor der Gabenbereitung vorzugswürdig? Und neue Akzeptanz für Latein im „Novus Ordo“
(zumindest in Europa?)… Übrigens hindern die Volksaltäre selbst nicht an einer Zelebration nach Osten;
das könnte man ja zumindest in Werktagsmessen mal ausprobieren, ob die überlieferte Richtung nicht doch
„möglich“ bleibt. Denn „um den Altar versammelt“ sind die Gläubigen keineswegs, wenn der Priester durch
den Altar von Ihnen getrennt „erhöht“ auftritt.
Aphrodite Ich sehe zwar,daß Sie keine Argumente mehr besitzen, aber wenn Sie schon VESUCHEN, elegant
zu antworten, aber eigentlich nur den Platz wegnehmen und füllen wollen, lesen Sie dann bitte trotzdem
wenigstens die ganze Anmerkung durch und schauen auf das, was vor dem Bibelzitat steht. Auch verstehe
ich ihre Abneigung gegen den Evangelisten Johannes nicht, aber Sie brauchen sich ja Ihr hübsches Köpfchen
über solche Dinge nicht zerbrechen, bei diesem Wetter gibt es doch viel schönere Sachen als Kreuz.net
zu lesen und sich von bösen Schreiberlingen blöd anreden zu lassen, gehen Sie doch Baden, denn Denken
macht falten! ?:)
und schon wieder… werfen Sie steinbruchmäßig mit Bibelzitaten um sich. Ich habe den Eindruck, das
soll Ihre nicht vorhandene Argumentationsfähigkeit ersetzen. Schockschwerenot!
Aphrodite Erklären Sie mir bitte mal den Begriff pseudoliturgisch, wenn sie überhaupt wissen, was das
bedeutet. Natürlich ist mit diesem Satz auch die tätige Nächstenliebe gemeint, aber zu allererst geht
es immer in der Heilsgeschichte um die Erlösung ( darum HEILS-Geschichte), die wir wegen dem Sündenfall
nicht hatten, da der Mensch sich Gott gleichstellen wollte, ein Anmaßung größter Güte. Jesus hat durch
den Kreuzestod (der in der Messe vergegenwärtigt wird) dies wieder eingerenkt und auf diesem Hintergrund
muß man das lesen. Niemals tritt also der ganz Christus so zutage, wie in den Heiligen Gestalten. Als
Bekräftigung dieser Erlösungstat und als Zeichen unserer Vollkommenen Zustimmung und Hingabe wird also
vor dem Herrn gekniet, das stehen wäre hier fast pure Blasphemie! Der Mensch will also Gott zeigen, daß
er dieses von Gott gewollte Verhältnis bejaht und wieder eingerenkt weiß.Ich könnte mich auch kürzer
fassen: ,,Dann werfen sich die 24 Ältesten vor dem, der auf dem Thron sitzt, nieder und beten ihn an,
der in alle Ewigkeit lebt.“ (Offenbarung 4,10)
2.Teil: vor Gott stehen während er am Kreuz stirbt Während Papst Benedikt XVI sagt: „Der erste Schritt
uns vor der Herrschaft der Götzen zu schützen, wird sein, den Geist der Ehrfurcht wieder zu gewinnen:
Wer aber nicht anbetet verfällt alsbald den Götzen! Auch heute steht es nicht gegen die Würde, Freiheit
und Größe des Menschen, sein Knie zu beugen, Ehrfurcht zu haben, Christus anzubeten!“* *(Stumm Michael
in „Unterwegs zu Gott“, Mediatrix Verlag , Altötting 2006, www.stumm-michael.de) fordert ein Priester
seine Pfarrgemeinde in Haibach (Bistum Würzburg-Deutschland) öffentlich auf, während der hl. Wandlung,
der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi, – demselben Opfer, das Christus auf Golgotha für die
Menschheit brachte -sich zu stellen um die nötige Ehrfurcht darzubringen. Was geht hier vor? Der Priester
beruft sich auf das II.Vatikanuum und sagt, „dass Knien gehört zur alten Liturgie“, „der neuen Auffassung
entspricht das Stehen“ Fühlt sich der Priester noch vor dem Papst und seinen Bischöfen, denen er in
Gehorsam untersteht, berufen das II.Vatikanuum in seiner persönlicher Art und seinem Gusto umzusetzen?
Führt er selbstherrlich neue Liturgie- und Gebetsformen ein und meint, die nötige Gottesehrfurcht zu
kennen? Hier sagt der große heilige Ambrosius: „Kommt! Lasst uns anbetend niederfallen vor Gott!“ „Anbetend
knie ich nieder vor dir, Herr Jesu Christ- der du mein Gott und Heiland und einst Richter bist.“ * *(Stumm
Michael in „Unterwegs zu Gott“, Mediatrix Verlag , Altötting 2006, www.stumm-michael.de)
@ Athanasius1957: HERRENWORT: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Jene aber, die sich selbst
erniedrigen, werden erhöht werden!“ Damit ist nicht der pseudoliturgische Kniefall gemeint, sondern das
diakonein in tätiger Nächstenliebe!!!
@Abu. Tja, Abu, Sie meinen zwar, sich im Besitz der absoluten Wahrheit zu befinden, aber, Sie irren (wie
so häufig): Ich bin 1. katholisch, allerdings im Gegensatz zu den meisten Schreiberlingen römisch-katholisch,
2. bin ich gläubig, 3. knie ich, 4. bin ich berufsbedingt (Kirchenmusiker) liturgisch einigermaßen bewandert.
Ich frage mich, was Sie sind!
Lass’ den Mann doch katholisch ist er längst nicht mehr und das lässt sich hier nur deutlicher erblicken.
Die Gläubigen hätten ihn schon lange verlassen müssen. Und tatsächlich machen es nun welche. Das Hl.
Meßopfer ist aber bereits seit vielen Jahren den Gläubigen abgenommen worden, immer mehr und immer feindlicher.
Will man wirklich abfragen, ob dieser Priester noch gültig konsekriert, oder geht man lieber in eine
einfache römisch-katholische Hl. Messe. Bei der FSSPX, FSSP, oder egal wo. Zur Tradition unserer Römischen
Kirche.
noch ein geistigeR erguß meinerseits HERRENWORT: „Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden. Jene
aber, die sich selbst erniedrigen, werden erhöht werden!“
Wenn Priester das Knieen als nicht mehr zeitgemäß betrachten, müssen sie sich nicht wundern, dass die
Menschen früher oder später den Glauben als nicht mehr zeitgemäß betrachten. Mein Verständnis für
die Traditionalisten (egal welche) wird immer größer.
ad Gotthard … Da hast Du Dir aber eine interessante Privat-Liturgie zusammengestellt. Stehen vom Gesang
zur Eröffnung bis Tagesgebet zum Ende des Gloria gibt es kein Kreuzzeichen Kniebeuge beim Credo nur an
Weihnachten und 25.3. Kniebeuge zum Benedictus… ? Unfung Hochinteressant und danke für Deine Antwort:
Auch im MR 1969 bzw den letzten Instruktionen: Stehen beim Einzug, Gloria, Evangelium und Credo, Präfation,
Pater, Pax Knien beim Schuldbekenntnis Kanon Lamm bis Herr ich bin und Schlußsegen Kniebeuge beim Et
incarnatus (wann wird denn heute überhaupt das große credo gebetet außer in Hl. Messen nach MR 1962)
obschon vorgeschrieben für die Sonntagsmesse?!??!!! Kreuzzeichen am Ende des Gloria (MR1962) detto beim
Benedictus, wd des Kanons nach der Konsekration (…und erfülle uns mit allem Segen des Himmels). Ich
kanns mir nicht abgewöhnen, war zu lang Oberministrant. Ich muß mich vor keinem Pfarrer Priester oder
wem auch immer rechtfertigen wie ich dem Herrn huldige. Was wär, wenn sich alle zu Boden werfen würden,
wenn ihnen die Größe des eucharistischen Wunders endlich klar geworden wäre (aus einem Interview mit
einem Moslem, seine Aussage nicht die eines Christen) Die Kniebeuge beim Benedictus ist klarerweise falsch.
Danke für den Hinweis.
Können wir vor Gott stehen während er stirbt? und R. Guardini sagt: „Sinn der Bedeutung des Kniens-
dass auch das Herz sich in Ehrfurcht vor Gott neige. Ist jemand demütigen Sinnes, fühlt er sich klein.
Dann senkt sich auch seine Gestalt. Er erniedrigt sich um so tiefer, je größer der ist, vor dem er kniet.“
Was geht hier vor? Der Priester will -so äußert er sich in der Presse – und versucht den Gläubigen
erzählen zu wollen, dass nun die alte Kirche abgedankt hat und er die neue Kirche in Haibach einführt.
Was ist alt und was ist neu? Welcher Priester ist er noch? Katholischer Priester? Ein Priester, der an
Christi statt das Messopfer vollzieht und Sakramente spendet? Ist er noch wirklich katholisch und gläubig?
Welche Verantwortung hat er? Ist er nicht für das Seelenheil seiner Anvertrauten verantwortlich vor Gott
seinem Schöpfer und Herrn? Raubt er nicht den Menschen die Ehrfurcht und den Glauben und führt sie auf
Irrwege? Der Priester handelt hier in direkter Verletzung zu den wesentlichen Aussagen der Kongregation
für den Gottesdienst (…), der Tradition der Kirche, und vor allem dem heiligen Geschehen während der
Wandlung etc. In der Pfarrei ist das „Treiben“ des Priesters umstritten, da sich viele Menschen als Laien
dem „Wissen“ des Priesters anschließen und ihm vertrauen. Sie haben sich mittlerweile schon an dieses
sakrilegische Handeln gewöhnt!
Interessant Ich finde es interessant, wie auf einmal die Ostkirche als gutes Beispiel dient, wo sie doch
seit ca. 1000 Jahren keine wirklichen Änderungen, Konzilien oder ähnliches gehabt hat (1666 war nicht
wirklich einschniedent). Ich nenne nur mal die Ikonostase, Mundkommunion und ach ja, hätt ich fast vergessen,
ich glaube die haben kein Frauenpriestertum oder Pfarrgemeinderäte u.ä. Manche schneidern sich hier
wirklich einfach nur die Sachen zurecht, wie sie es brauchen. Und falls jetzt einer kommen sollte und
wieder mit dem Gedöns anfängt, daß die kein Zölibat haben: Nur der niedere Klerus darf hier heiraten
und auch dies nur bevor sie zu Priestern geweiht worden sind!
Kommunionempfang in der Ostkirche Dazu ein Bild (Wandmalerei) von der Apostelkommunion. Klar, daß nicht
alle im Osten so die Kommunion empfangen. Aber so sollte es sein, und so wird es den Gläubigen durch
die ehrwürdigen Bilder vor Augen geführt. www.serbianunity.net/…tures/p_pricest3.jpg
#31 Pünktchen 17:03:53 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Babylon, das ist richtig! Äußere Ehrfurchtsbezeugungen sind weder rein „subjektiv“, noch kulturüberschreitend
„objektiv“, sondern kulturspezifisch konventionell. Dem Niederknien eignet eine gewisse Ausdrucksqualität
des Sich-Verkleinerns vor einem Größeren und dies hat sich in der Römisch-katholischen Kirche als Zeichen
höchster Ehrfurcht durchgesetzt. In der Ostkirche wird zwar während der Göttlichen Liturgie gestanden
(ein bequemes Sitzen erscheint dem Orthodoxen im Angesicht der heiligen Geheimnisse und als Ausdruck des
Gebetes unangemessen), aber bei den Bekreuzigungen, die fortwährend die Gebete und Gesänge begleiten,
beugt sich der Gläubige oftmals bis auf den Boden herab. In der vorösterl. Fasten- und Karzeit wird
bei bestimmten Gebeten (Gebet des Hl. Ephrem) gekniet, bei der Übertragung des Grablinnens in die Mitte
der Kirche – nach Karfreitag – wirft sich die Gemeinde in vollständiger Proskynese ebenso auf die Knie,
usw.! Insgesamt fehlt es in der Ostkirche gewiß nicht an Demut, sowohl im äußeren Verhalten, wie auch
in der von diesem repräsentierten Spiritualität.
@Babylon: In der Fastenzeit wird an Stellen gekniet, wo außerhalb der Fastenzeit gestanden wird. Auch
habe ich es selbst beobachtet, wie Gläubige beim Vaterunser knien oder beim Anhören des Evangeliums.
Zumindest wird beim Anhören des Evangeliums das Haupt gesenkt. Die Heilige Kommunion wird zwar stehend
empfangen, aber in gebückter Haltung, so wie es auf der Ikone der Apostelkommunion zu sehen ist, und
selbstverständlich in den Mund.
Don Bosco, Nachtrag: [i]Genau das war doch der Sündenfall, dass Luzifer meinte, wie Gott zu sein und
alles alleine erschaffen zu können![/i] Nach der überwiegenden Meinung der Väter und großen Theologen
war das nicht der Sündenfall Luzifers. Er war das bis dahin vollkommenste Geschöpf Gottes und wußte
sehr wohl, daß er Geschöpf war und nicht Gott gleich. Der Sündenfall bestand, wahrscheinlich, vielmehr
darin, daß er es nicht verwinden konnte, daß das ewige Wort Gottes Menschen werden sollte und er dem
Gottmenschen untergeordnet sein sollte, weil die menschliche Natur unvollkommener war als die Engelnatur,
und erst recht konnte er sich nicht damit abfinden, daß die hl. Jungfrau Maria, obwohl reiner Mensch,
vollkommener als er sein werde und Königin der Engel. @Babyolon. Was Du über die orthodoxen Gebetshaltungen
sagst, ist falsch. Die orthodoxen kennen genauso das Knien, wie wir römischen Katholiken, nur haben sie
nicht die einseitige Kniebeuge. Es wird liturgisch aber ein wenig anders verwendet als bei uns (verschiedene
Traditionen). Die Orthodoxen kennen sogar die Verbeugung mit der Stirn auf den Boden und die Proskynese.
Alles zum Zeichen der Anbetung und Ehrfurcht vor Jesus Christus, unserem wahren Gott.
#27 semiotico 16:16:49 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Ich darf auch darauf hinweisen… …dass die Eineleitung ins Missale Romanum sehr wohl von der Gleichwertigkeit
von Knien und Stehen spricht und schon gar nicht vorschreibt, was welchem vorzuziehen ist.
#26 Babylon † 16:13:56 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Wie würdet Ihr Euch verhalten, wenn Jesus jetzt auf der Erde wirken würde? Würdet Ihr dann auch immer
auf den knieen vor ihm rumrutschen? In den Evangelien scheint Jesus doch keineswegs so majestätisch gewesen
zu sein: Er ißt und trinkt gern, feiert, verwandelt als reines Luxuswunder Wasser in Wein, damit die
Hochzeitsgesellschaft weitersaufen kann… Leute, Jesus wollte einer von uns sein. Und zwar auch nach
kath. Lehre: Sonst wäre er doch nicht inkarniert, oder was? Die Orthodoxen z.B. lehnen das Knien doch
auch ab, sondern Stehen für die angemessene Haltung. Na also!
Don Bosco: Das sagte Jesus im Evangelium nach Johannes, einen Psalm Davids zitierend. Man muß es aber
richtig verstehen, wozu uns die rechtgläubige Auslegung der Kirche verhilft, aber das tut Fiore Graz
nicht.
#24 Don Bosco 13:41:47 | Donnerstag, 22. Juni 2006
FioreGraz Wo bitte soll Christus gesagt haben, dass „WIR GÖTTER sind“??? Genau das war doch der Sündenfall,
dass Luzifer meinte, wie Gott zu sein und alles alleine erschaffen zu können! Es ist ein RIESIGER Unterschied
zu sagen: „Wir sind Götter.“ oder „WIR SIND GOTTES.“ Aus sich heraus vermag kein Geschöpf zu schaffen –
alles geschieht nur mit der göttlichen Kraft des einen Schöpfers. In unserer Gemeinde haben wir nun
einen Pfarrer, der das „Verbot“, sich während der Wandlung hinzuknien, wieder gelockert hat und es nun
jedem Gläubigen freistellt. Es ist nun zwar jedesmal ein fürchterliches Durcheinander – die einen knien,
die meisten stehen – aber wenigstens „darf“ man nun wieder knien. Ich bin ganz der Ansicht vieler Forumsteilnehmer
hier, dass die einzig mögliche Körperhaltung vor der Realpräsenz Gottes nur das Knien sein kann, so
wie es in allen Kulturen und auch den meisten anderen Religionen selbstverständlich praktiziert wurde
und wird. Nur unsere ach so „kultivierte, moderne Welt“ meint, sich auf die Stufe Gottes stellen zu müssen.
Der Fall wird um so tiefer sein…
@athanasius1957 Ich kniee beim Confiteor, Kreuzzeichen am Ende des Gloria, Kniebeuge beim großen Credo
und Benedictus, danach Knien bis zum Per ipsum und steh erst beim „von Ewigkeit…“ auf. Nach dem Friedensruf
knie ich weiter bis und zur Kommunion. Da hast Du Dir aber eine interessante Privat-Liturgie zusammengestellt.
Stehen: vom Gesang zur Eröffnung bis Tagesgebet zum Ende des Gloria gibt es kein Kreuzzeichen Kniebeuge
beim Credo nur an Weihnachten und 25.3. Kniebeuge zum Benedictus… ? Unfung
Müßig! Mit Markus-Antonius, Sozialkatholisch, Gunsenum, teleologe und FioreGraz über das Knien zu diskutieren
erscheint völlig müßig, da diese Kandidaten entweder nicht an Gott glauben oder nicht praktizieren
oder liturgische Analphabeten sind. Oder alles drei zusammen …
@Gunsenum Warum bitte…befaßt sich kreuz.ne mit solch unwichtigen Themen? Es gibt so viele Probleme
der Weltkirche…der christliche Auftrag müßte uns so viel mehr Dinge für unseren Nächsten tun lassen!
und was macht das kreuz.net-forum? Debattiert ob Stehen Teufelswerk ist… hochgradig albern! Sie haben
Recht, manche solcher Diskussionen (zB um die Bügelfalten der Rochetts oder die Pontifikalhandschuhe)
sind albern, diese jedoch nicht! Es fängt bei kleinen Ungenauigkeiten an und führt zu großem Ehrfurchtsverlust
und Glaubensabfall (zB Handkommunion, Stehen statt Knien, usw.). Es sollte ja wohl nachvollziehbar und
angebracht erscheinen, daß auch Stehen eine Haltung der ehrfurcht und der demut darstellt. Das mag schon
sein, nur „nie ist der Mensch so groß, als wenn er steht.“ (Joh. XXIII) Wenn Sie Gott von Angesicht zu
Angesicht gegenüberständen, könnten Sie gar nicht anders, als auf die Knie fallen, oder sind Sie IHM
ebenbürtig, dann bleiben Sie auf gleicher Augenhöhe stehen… Letzteres wage ich jedoch zu bezweifeln,
daher ist und bleibt das Knien die einzig mögliche, der Wandlungs-Situation angemessene Haltung.
Stehen besser oder gleichwertig als Knien Nein, lieber Marcus-Antonius, die Körpergesten sind als Teil
der Liturgie eben keine Nebensache. Es ist geradezu dämlich in der heutigen Zeit, die von Unglaube und
angekränkeltem Glauben gekennzeichnet ist, mal wieder eine Haltung aus der frühen Kirche hervorzugraben.
Wenn wir in einer Zeit lebten, in der der kath. Glaube voller Inbrunst gelebt und gekannt würde, so wäre
dies kein Problem mit dem Stehen. Da aber ein großer Teil der Katholiken nichts mehr über die Bedeutung
der Eucharistie weiß (wesenhafte, substantielle Gegenwart des Herrn, Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers
von Golgotha, Vereinigung der Kirche mit diesem und Darbringung dieses Opfers an den Vater), so wird diese
rituelle Verflachung dem Irtumm weiter Vorschub leisten. Diese willkürliche Veränderung ist ein Ärgernis
und zutiefst dumm!!! Die neue IGMR (Einführung ins Missale Romanum) betont nun wieder ausdrücklich:
„… wo das Knien zur Wandlung beibehalten wurde, soll dieser Brauch löblicherweise beibehalten werden!“
Ich kann diese Priester nicht verstehen. Solllten Sie die Kirche nicht aufbauen…
@gunsemus Es gibt hier leider nicht sehr viele Themen, die von den Oberliturgen und frommen Seelen behandelt
werden. Knien oder stehen, als ob es nicht’s wichtigeres gäbe, aber das kennen wir ja. Demnächst wird
über die Bügelfalten von Rochetts diskutiert, oder über Manipel und Pontifikalhandschuhe…
@ Gunsenum Sie werden immer irgendein Thema finden, dass noch wichtiger ist als das aktuelle. Im Endeffekt
dürfen Sie dann über gar nichts mehr diskutieren.
Im Herzen knien Das wichtigste ist das man vor Gott im Herzen kniet, da der Mensch aber immer anderen
Gefühlslagen ausgesetzt ist, ist das liturgische knien auf der Kniebank unumgänglich um vor Gott auch
dauerhaft im Herzen zu knien.
@ansgar Blablablablab…konzentrieren sie sich mal schön aufs stehen oder knien und lassense mal die
viel drängenderen Probleme der MEnschen außen vor! Recht so! Ist ja auch prioritär zu klären,ob ich
mit gutem Sinn und reinem Herz knie oder ob ich mit gutem Sinn und reinem Herz stehe! Das ist schon recht
eminent! Wichtig ist: Eine solche Frage ultimativ, klar und duaerhaft zu klären! Jaja! das ist gar nicht
so unerheblich! Dochdoch!
#13 teleologe 11:07:39 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Liebe Pseudoliturgiker… …selbst die RKK macht keinen Unterschied zwischen stehen und knien. Wie jeder
Mensch seine Ehrfurcht ausdrückt, ist doch subjektiv. Was etwa, wenn ich das Stehen als größere Ehrfurchtsdarbringung
sehe, soll ich dann knien, nur weil es so üblich ist? Also ich glaube, wie man Gott ehrt, das sollte
in gewissem Rahmen (dass man sich nicht hinlegt, ist wohl logisch) eine subjektive Sache sein!
@ Gunsenum „Concordia res parvae crescunt“ (Sallust). Es sind die vermeindlich kleinen Dinge, die die
Einheit ausmachen. Und darum geht es ja: Daß sich der Katholik als katholischer Christ begreifen kann,
auch in Zeichen wie dem Knien, und zwar überall auf der Welt – einheitlich. Aus diesem Bewußtsein heraus
können dann die „großen Dinge“ angegriffen werden. Noch einmal: Wenn dauernd Ausdrucksformen geändert
werden, wird die Kirche beliebig, uninteressant, kraftlos. Und Stehen ist keine Geste der Demut, sondern
allerhöchstens in Ausnahmefällen Ausdruck des Respekts (vor Lehrer, militärischem Vorgesetzten…)
Hochmut kommt vor dem Fall… Wahrscheinlich ist der nächste Schritt in dieser Gemeinde, dass man die
Messe bei Bier und Chips per Webcam auf den Fernseher im Wohnzimmer bekommt, wo man sich gemütlich auf
der Couch räkelt. Es stimmt. Es kommt auf die Demut an, die sich mit der Hl. Messe und der Gegenwart
Christi verbindet. Das ist übrigens eine ähnliche Problemstellung, wie bei der Diskussion um eine Dienstleistungsgesellschaft.
Das werden wir in Deutschland auf absehbare Zeit auch nicht werden. Weil uns die Demut und das Kleinmachen
vor dem Anderen, als Zeichen des Dienstes an ihm fehlt.
Ja nee, is klar Die pfarrherrliche Begründung: Das Knien gehöre „zur alten Liturgie vor dem Zweiten
Vatikanischen Konzil“. Ach stimmt ja. In welchem Dokument wurde das Knien nochmal abgeschafft?
Warum bitte… befaßt sich kreuz.ne mit solch unwichtigen Themen? Es sollte ja wohl nachvollziehbar und
angebracht erscheinen, daß auch Stehen eine Haltung der ehrfurcht und der demut darstellt. Es gibt so
viele Probleme der Weltkirche…der christliche Auftrag müßte uns so viel mehr Dinge für unseren Nächsten
tun lassen! und was macht das kreuz.net-forum? Debattiert ob Stehen Teufelswerk ist… hochgradig albern!
#8 Maximilian 10:39:19 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Knien – eine Haltung der Demut! Die Gnade setzt die Natur voraus. Wer die äußere Haltung einnimmt, der
wird auch innerlich geprägt. Wenn es unter den Christen mehr Demut gäbe, wäre einfach alles besser!
Knien/Stehen Diese kleinkarierte Streiterei kam aus dem angelsächsischen Bereich. Um es ehrlich zu sagen:
Ich kniee beim Confiteor, Kreuzzeichen am Ende des Gloria, Kniebeuge beim großen Credo und Benedictus,
danach Knien bis zum Per ipsum und steh erst beim „von Ewigkeit…“ auf. Nach dem Friedensruf knie ich
weiter bis und zur Kommunion. Das „handischüttln“ mach ich schon lang nicht mehr mit. Wenn’s dem „Vorsteher“
und seiner „Laientruppe“ nicht passt, ist’s deren Problem nicht meines. Überleben kann man nur mit einer
gewissen „Pseudoschizophrenie“, dass der „Vorsteher“ hoffentlich in der Intention der Kirche die Hl. Messe
liest und damit ALTER CHRISTUS ist. Eine gewisse Professio, Provocatio und Personatio gehört schon her,
um die „Oberliturgiker“ in die Schranken zu weisen.
„Zeitgemäß“… … ist eine hohle Insektenlarve, ein Blubb. Was ist denn „zeitgemäß“? Folterungen
in Abu Ghraib, Militarisierung des Islam, Ozonlochvergrößerung? Das alles passiert zumindest zurzeit.
Der Pfarrer denkt nicht nach, wenn er ohne Not ehrwürdige Traditionen opfert. Ob kulturkreisabhängig
oder nicht: Das Knien gehört zum spezifisch katholischen Aroma einer Messe, die Preisgabe ist eine Verarmung
katholischen Ausdruckreichtums. Niemanden wird man auf Dauer für die Kirche interessieren, indem man
sie protestantisiert. Wen das anspricht, der soll zum Original gehen – den evangelischen Kirchen.
@Fiore es geht dabei um die Bekundung einer inneren haltung. Es kommt auf die Haltung an nicht auf Außerlichkeiten
da geb ich dir recht. Wenn zb jemand nicht kniet weil er sich blöd vorkommt oder weil er zu stolz ist
zum knien stimmt die innere Haltung nicht.
Da würde ich auch nicht mehr hingehen Anstatt „kniend und passiv“ zu verfolgen, was der Priester tue,
solle die Gemeinde „stehend und aktiv“ an der Wandlung teilnehmen. Schließlich habe jeder Christ durch
die Taufe Anteil am Priesteramt Jesu Das läßt die Vermutung wachsen, daß er nicht das tun will, was
die Kirche tut / tun will, weil sein Sakramentenverständnis defekt ist. Sowohl in Bezug auf Priestertum
und Taufe (nur allg. Priestertum), als auch Altarssakrament. Es könnte durchaus sein, daß er nicht gültig
wandelt. Ich kenne den ja nicht und nicht die näheren Umstände. Aber wenn er nicht wirklich die Hl.
Messe feiert, dann sollte man sich auch nicht hinknien. Modern ist das Knien allerdings nicht. Aber ich
gehe ja nicht zur Hl. Messe um modern zu sein, sondern um katholisch zu sein. Deswegen bin auch nicht
einer der letzten von gestern, sondern einer der ersten von morgen.
#3 Maximilian 10:21:03 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Aus dem Katechismus der Katholischen Kirche: „Vor dem Kommen Christi muß die Kirche eine letzte Prüfung
durchmachen, die den Glauben vieler erschüttern wird [Vgl. Lk 21,12;Joh 15,19 -20]. Die Verfolgung, die
ihre Pilgerschaft auf Erden begleitet, wird das „Mysterium der Bosheit“ enthüllen: Ein religiöser Lügenwahn
bringt den Menschen um den Preis ihres Abfalls von der Wahrheit eine Scheinlösung ihrer Probleme. Der
schlimmste religiöse Betrug ist der des Antichrist, das heißt eines falschen Messianismus, worin der
Mensch sich selbst verherrlicht, statt Gott und seinen im Fleisch gekommenen Messias[Vgl. 2 Thess 2,4-12;
1 Thess 5,2-3; 2Joh 7; 1 Joh 2,18.22].“ (KKK 675)
Kleinkariert von beiden Seiten Wie kann man sich so kleinkariert (gilt für beide Seiten) über etwas
von Kulturkreis und Mode abhängiges wie Knien und Stehen als Respektsbezeugung und Unterwerfungsgeste
aufregen? @vir Christus sagt auch „Wisset ihr nicht das ihr Götter seid.“ LG Fiore
Knien oder Nicht ? Eigentlich unglaublich wenn man bedenkt dass bei einer Heiligen Messe der Herr anwesend
ist und man sich nicht bemüßigt fühlt vor Seiner Gegenwart zu knien. Aber ich denke mal der überirdischen
Aspekte einer hl.Messe ist sich mitlerweile nur mehr eine Minderheit bewußt. Wenn man die Messe natürlich
zu einer sozialen Feierveranstaltung degradiert erübrigt sich natürlich das Knien, das ist Klar. Außerdem
sind Demutsbekundungen in einer Gesellschaft in der der Mensch sich selber zum Gott macht ohnehin nicht
mehr „zeitgemäß“. (Ps: „Zeitgemäß“ und „modern“ sind doch 2 schöne Wörter oder nicht ?)