Gestern predigte ein Linzer Diakon in der antiklerikalen österreichischen Tageszeitung ‘Der Standard’ den kirchlichen Aufstand. Jetzt wird die Revolution verschoben.
(kreuz.net, Linz) Der Linzer Diakon Andreas Golatz (31) wird am Fest der Apostelfürsten St. Peter und
Paul nicht zum Priester geweiht.
Die Priesterweihe wurde „im Einvernehmen mit dem Kandidaten verschoben“.
Das berichtete die Diözese Linz heute am frühen Nachmittag auf ihrer Webseite.
In seinem Interview
mit der kirchenfeindlichen Tageszeitung ‘Der Standard’ vom 21. Juni hat Diakon Golatz – in der Formulierung
der Diözese Linz – „auf die Anliegen der Menschen in Bezug auf die Katholische Kirche in ungewöhnlich
scharfer Weise aufmerksam gemacht“.
Auf die Frage des Standard, ob die Kirche in einer Krise stecke,
sagte Diakon Golatz wörtlich: „Es braucht dringend Reformen. Die Kirche muß sich endlich mehr öffnen.“
Auf die weitere Frage, ob Lösungen in Sicht seien, antwortete der Diakon:
„Derzeit noch nicht. Der
Reformstau wird aber immer größer und die Kirche schlittert immer tiefer in die Krise. Ich hoffe ganz
stark auf die einzelnen Diözesen. Auf dieser Ebene muß der Widerstand gegen Rom so massiv werden, bis
endlich etwas passiert. Wir brauchen einen regelrechten Aufstand auf diözesaner Ebene.“
Der Bischof
von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, führte mit dem Diakon umgehend ein „ausführliches und klärendes Gespräch“
über die Aussagen von Diakon Golatz im Interview.
Mons. Schwarz habe den angehenden Neupriester daran
erinnert, daß dieser bei der Priesterweihe dem Bischof und der Kirche gegenüber auch Gehorsam und Loyalität
zu versprechen habe.
Im Gespräch habe Diakon Golatz bekräftigt, daß ihm das „sehr bewußt“ sei und
er das auch wolle.
Es sei ihm im Interview nur darum gegangen, „auf Anliegen von Gläubigen, die ihm
wiederholt vorgetragen wurden, deutlich hinzuweisen“.
Er strebe auf keinen Fall eine Abspaltung von Rom
an, wollte aber den drängenden Ruf nach einer gemeinsamen Lösung der anstehenden Probleme rund um den
Priestermangel formulieren.
Lösungen könnten dabei selbstverständlich nur „in Einheit und im Dialog
mit der Weltkirche“ gefunden werden.
Während des Gespräches bat Diakon Golatz den Bischof angesichts
seiner Äußerungen und der von ihnen ausgelösten heftigen Reaktionen seine Bereitschaft zur Priesterweihe
noch einige Monate überdenken zu dürfen.
Bischof und Generalvikar bekräftigten, daß ein unbestrittener
Konsens darüber bestehe, daß die Diözese Linz die Fragen des kirchlichen Selbstverständnisses nur
in Einheit mit der Weltkirche beantworten könne.
Es sei dabei aber das Bestreben der Diözesanleitung
in ihren Gremien, sowie auf den unterschiedlichen Ebenen kirchlicher Verantwortung die Anliegen der Gläubigen
„ausgewogen“ zur Sprache zu bringen.
Am Fest der Apostelfürsten wird die Diözese Linz somit keine Diözesanpriester
weihen.
Die zwei anderen Weihekandidaten gehören Ordensgemeinschaften an, einer den Oblaten des heiligen
Franz von Sales, der andere den Benediktinern des Stiftes Lambach.
Im Linzer Priesterseminar wohnen noch
zehn Seminaristen.
Für das Vorseminar im niederösterreichischen Horn gibt es eine sichere Anmeldung
und zwei Aufnahmeverfahren.
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67 Lesermeinungen
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@ Babylon Die von Dir erwähnten negativen Begleiterscheinungen liegen ja wohl eher auf der Seite des
Pflichtzölibats, und zwar nicht seit gestern oder dem 2. Vaticanum, sondern seit jeher. Nein, die Einführung
hatte etwas mit damaligen Auswüchsen im Priesterstand zu tun (Dynastiebildung etc) Das Ganze geht doch
wohl eher auf die Vorstellung zurück, daß praktizierte Sexualität unfähig macht zum gottesdientlichen
Handeln Ob das später mal gedacht wurde kann ich nicht beurteilen. „Darauf zurückgehen“ tut es jedenfalls
nicht. In diesem Fall wäre der Zölibat auch nicht bloß eine Disziplinarvorschrift. Da im lateinischen
Westen aber der Trend zum täglichen Gottesdienst ging, hielt man den Zölibat für immer notwendiger.
Den Zölibat gibt es länger als diese Entwicklung.
A ja… Das Ganze geht doch wohl eher auf die Vorstellung zurück, daß praktizierte Sexualität unfähig
macht zum gottesdientlichen Handeln. Das nenne ich leibfeindlich.
@ Benedikt: Hand auf’s Herz! Die von Dir erwähnten negativen Begleiterscheinungen liegen ja wohl eher
auf der Seite des Pflichtzölibats, und zwar nicht seit gestern oder dem 2. Vaticanum, sondern seit jeher.
Das Ganze geht doch wohl eher auf die Vorstellung zurück, daß praktizierte Sexualität unfähig macht
zum gottesdientlichen Handeln (ist – wenn ich mich richtig erinnere- auch im AT so, auch in vielen heidnischen
Kulten der Antike). Da im lateinischen Westen aber der Trend zum täglichen Gottesdienst ging, hielt man
den Zölibat für immer notwendiger. Im griechischen Osten gibt’s ja nur den sonntäglichen Gottesdienst,
und deshalb dürfen die Priester verheiratet sein. Aber selbst Eheleute durften an bestimmten Tagen keinen
Geschlechtsverkehr ausüben, weil das unrein mache zur Teilnahme an der Messe (sowohl im Osten wie im
westen viele Bestimmungen dazu). Das dürfte meine These belegen. Auf jeden Fall: Diese Vorstellung –
Sex macht unrein – läßt sich wohl kaum in den Evangelien finden, sondern ist volks- / abergläubische
Zutat.
@ Babylon: Ihre Beiträge hier Offenbar ist Ihnen nicht bekannt, warum es zum Zölibat gekommen ist. Der
Zölibat ist auch keine Glaubensfrage. Deswegen kann es auch nicht bestürzend sein, dass Petrus verheiratet
war. Und es sagt auch nichts aus, dass Jesus verheiratete Männer berufen hat. Vielmehr ist es vermutlich
sogar sinnvoll, jedenfalls im Ursprung, gewesen. Dann aber traten negative Begleiterscheinungen auf, so
dass der Zölibat eingeführt wurde. Die Einführung wurde lange Zeit gefordert, ebenso wie jetzt die
Abschaffung. Die Gründe von damals mögen heute nicht mehr vorhanden sein, dafür eine Menge anderer
Gründe, weswegen der Zölibat auch in unseren Tagen immer noch höchst sinnvoll ist.
Hallo Babylon ad 1: merus, -a, -um: rein. Ius mere ecclesiasticum bedeutet soviel wie „reines Kirchenrecht“.
ad 2: In der Tat ist die Synode von Elvira eine spanische Regionalsynode, wohl keine reine Provinzialsynode.
Can. 33 ist der erste kirchenrechtliche Beleg für die Forderung der klerikalen Enthaltsamkeit in der
Ehe. Zunächst einmal gelten diese Beschlüsse für die spanischen Bischöfe, die sie unterzeichnet haben.
Die nächsten Belege liegen in Briefen des Papstes Siricius vor, etwa in dem an den spanischen Bischof
Himerius von Tarragona oder in dem an die afrikanischen Bischöfe. In Afrika z. B. haben wir den ersten
ausdrücklichen Beleg 390, allerdings wird ausdrücklich gesagt, dass ein solcher Beschluss bereits von
früheren Synoden erlassen worden ist, die uns allerdings nicht erhalten sind. Man muss ohnehin davon
ausgehen, dass ein beträchtlicher Teil von Synodalakten nicht überliefert worden ist. ad 3: Das sollte
man ebenso wie die Äußerungen von Purchil2 nochmal genau nachschlagen und vor allem in die Quellen schauen.
Allen Interessierten seien dazu folgende Werke empfohlen: Gryson, R.: Les Origines du célibat ecclésiastique
du premier au septième siècle (Gembloux 1970) und bis ins Hochmittelalter: Boelens, Die Klerikerehe
in der Gesetzgebung der Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Strafe (Paderborn 1968). Viel Spaß!!
„Geburt“ des jetzigen Zölibatsgesetzes Synode von Clermont (1130) und Pisa (1135) erklären alle bestehenden
Priesterehen für nichtig. Wohl gemerkt: Diese Ehen waren legitim geschlossen! Das bedeutet wohl im Klartext
auch für spätere Zeiten: Verheiratete können nicht Priester sein. Das 2. Laterankonzil (1139) legt
fest: Die Weihe ist ein trennendes Ehehindernis. Das bedeutet wohl im Klartext: Priester können nicht
verheiratet sein. Die spätere Praxis hat es ja gezeigt, dass legitime Priesterehen nicht mehr in Betracht
kamen. Zusammengefasst: In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts kam es de facto zu den Festlegungen:
1. Verheiratete können nicht Priester werden. 2. Priester können nicht heiraten.
@ Moin Isidor v. Sevilla! 1.Ich bin zwar Lateiner, weiß aber nicht, was „mere“ bedeutet. Bitte hilf mir!
2. Wie Du als Sevillaner (sagt man so) ja besser wissen mußt, liegt Elvira in Spanien (oder?). Das hieße
doch, daß diese Synode v. Elvira allenfalls eine spanische Provinzialsynode war, die in Germanien oder
Britannien niemanden weiter interessierte. Dann wäre das ja noch keine gesamtkirchliche Tendenz. 3. Verbindliches
Vorschreiben des Zölibats: Meines Wissens nach hat Gregor VII. im Jahr 1074per Dekret verordnet, daß
verheiratete Kleriker keine Amtshandlungen mehr durchführen durften und daß ihre legitimen Ehefrauen
als „Beischläferinnen“ zu bezeichnen seien. Natürlich hat es Jahrhunderte gedauert, bis dieses Dekret
auch nur theoretisch so halbwegs in der Kirche befolgt wurde.
Werter Gotthard Sie vermischen etwas ungeschickt die Ebenen. Die Frage des Zölibats ist nämlich keine
doktrinäre Frage, sondern eine disziplinäre Frage. Generell muss man in der Tat zwischen apostolischer
und kirchlicher Überlieferung unterscheiden (vgl. etwa Weltkatechismus Nr. 83), da haben sie recht. Ich
habe durchaus gesagt, dass der Zölibat kein ius divinum ist, sondern ein ius mere ecclesiasticum. Aber
auch die kirchliche Tradition hat einen recht hohen Verbindlichkeitsgrad, was nicht bedeutet, dass sie
im Unterschied zum ius divinum nicht geändert werden kann. Aus der biblischen Offenbarung läßt sich
eine Zölibatsverpflichtung im rechtlichen Sinne direkt nicht ableiten. Aber man sollte die neutestamentliche
Tendenz zur Bevorzugung der Ehelosigkeit und Jungfräulichkeit nicht marginalisieren. Vgl. immerhin neben
1 Kor. 7, 32 auch Mt 19, 10-12. Zur generellen Verpflichtung für alle Gläubigen hat die Kirche die Ehelosigkeit
im Unterschied zu einigen enkratitischen Sekten natürlich nie erhoben, denn: „Nicht alle können dieses
Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist“. Worum es mir geht, ist eine ausgewogene und unideologische
Betrachtung der Fragestellung: Weder hat der Zölibat, wobei ich „Ehelosigkeits-“ und „Enthaltsamkeitszölibat“
zusammenfasse, den Rang eines christologischen Dogmas noch handelt es sich um eine Erfindung des Hochmittelalters.
Tradition Und die Tradition spielt für die kath. Kirche ebenso eine wichtige Rolle: Schrift und Tradition.
Quellen unseres Glaubens sind in der Tat „Schrift und Tradition“ ABER: unter Tradition wird verstanden
die mündliche Überlieferung durch die Apostel. Diese ist mit dem Tod des letzten Apostels erloschen.
Alles was sonst unter „Tradition“ verstanden wird, ist keine Quelle des Glaubens.
Ich bin skeptisch Werter Teleologe, was die Lateransynode von 1139 angeht, bin ich skeptisch. In can.
6 heißt es, dass höhere Kleriker, die geheiratet haben oder eine Konkubine halten, […] Amt und Benefizium
[verlieren]“. Die Heirat, die gebrandmarkt wird, ist nach dem Empfang der höheren Weihe erfolgt. Eine
solche Ehe wird in einem anderen Kanon als „ungültig“ angesehen. Dass allerdings forthin nur noch unverheiratete
Kandidaten geweiht werden dürfen – und das ist Zölibat im eigentlichen Sinne des Wortes –, steht m.
E. nirgends. Die Tendenz geht sicherlich schon etwas länger in diese Richtung, ist aber rechtlich so
nicht formuliert worden. Die höheren Weihen werden 1139 zum trennenden Ehehindernis, aber zumindest explizit
die Ehe nicht zum einfachen Weihehindernis. Im übrigen bleibe ich bei meiner Beobachtung: Wichtige Anknüpfungspunkte
für die Herausbildung des Zölibats bzw. der Enthaltsamkeit, keine rechtlichen Bestimmungen natürlich,
gibt es schon bei Paulus. Aber wie bereits gesagt: Der Zölibat gehört aber auch nicht zum ius divinum.
Man kann es vielleicht so sagen: Die Höhergewichtung des ehelosen/enthaltsamen/jungfräulichen Lebens
hat es als eine Tradition im Christentum von Anfang an gegeben, zum beherrschenden Leitideal ist sie dann
im 3. bzw. 4. Jahrhundert geworden.
Berichtigung Bei näherer Nachsicht habe ich festgestellt, dass sich in meinem kirchengeschichtlichen
Wissen ein paar Daten vermischt haben: Die Synode von Pavia verschärfte die Zölibatsvorschriften hin
zu einem „so gut wie komplett“-Zölibat und bestätigte seit dem 10. Jahrhundert vermehrt auftretende
Forderungen nach der Ehelosigkeit von Priestern. Wirklich festgeschrieben wurde er aber erst 1139 am 2.
Laterankonzil. Das sind nur ein par Daten, die das Ganze um 100-200 Jahre hin und her verschieben. Klar
bleibt aber die Aussage: Es gab diese Tradition in der Urkirche nicht. Die Keuschheitsgebote mögen wahr
sein, für sie gilt aber dasselbe: 300 Jahre nach Christus ist keine durchgehende Tradition. Ich darf
ausserdem darauf verweisen, dass die Kirche sich anmaßt, in einer durchgehenden Tradition von Christus
her zu leben und ihre Prinzipien aus dieser Tradition zu schöpfen (das meint Tradition und Schrift) –
wie wir sehen, hat sie dabei aber sehr wohl ein wenig geschummelt.
Lieber Teleologe! Richtig, es gibt eine ungefähr 1000 Jahre alte Tradition einer Klerikerehe im Westen,
d. h. die Ehe ist kein Weihehindernis. Unterschlagen werden dürfen dann allerdings nicht die Enthaltsamkeitsvorschriften
für die Majoristen, deren frühestes sicheres Zeugnis der Synode von Elvira zuzurechnen ist. Das wollte
ich eigentlich nur sagen. Zur Synode von Pavia 1022: Bitte den genauen Textbeleg. Wird auf dieser explizit
Synode beschlossen, dass die Ehe fortan ein Weihehindernis ist??? Die Ehelosigkeit/Enthaltsamkeit der
westlichen Kleriker ist kein „ius divinum“, gehört aber zur Tradition der westlichen Kirche, fassbar
vom 4. Jahrhundert an. Und die Tradition spielt für die kath. Kirche ebenso eine wichtige Rolle: Schrift
und Tradition. Aber schon bei Paulus gibt es eine eindeutige Tendenz zur Ehelosigkeit. Die Ehe wird natürlich
nicht verboten, aber die Ehelosigkeit wird von Paulus ungleich höher bewertet. Ein Satz wie: „Der Unverheiratete
sorgt sich um die Sache des Herrn, er will dem Herren gefallen. Der Verheirate sorgt sich um die Dinge
der Welt, er will seiner Frau gefallen“ ist eine Aussage, die später sehr leicht auf Kleriker bezogen
werden kann, die sich ja ganz Gott und dem Hl. Dienst weihen.
Lieber Isidor! Da hast du schon recht. Aber: Dieser Aspekt wird in der Diskussion gerne unterschlagen,
gehört aber hinzu. Der Aspekt, dass 300 Jahre nach dem Tod Christi eine Enthaltsamkeit für Kleriker
festgeschrieben wurde, wird also unterschlagen. Er ist finde ich aber kein Argument, denn du schreibt
ja schließlich auch: In der Zeit der ersten drei Jahrhunderte lässt sich in den Quellen eine solche
Praxis nicht nachweisen. Also ist dieser Aspekt sogar unterschlagbar. Das „wird unterschlagen“ ist dabei
kein Faktum, sondern eine Wertung. 1022: Synode von Pavia, Papst Benedikt VIII. und Kaiser Heinrich II.
ordnen die Ehelosigkeit von Priestern und Bischöfen an. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass v.a.
der Kaiser darauf drängte, der nicht wollte, dass auch noch die Kirche mit Dynastiebildungen anfängt.
Du hast ja schon gesagt, dass diese Praxis in den Quellen keinen Niederschlag findet. Wie argumentierst
du dann, dass Zölibat usw. unumgehbare Prinzipien der katholischen Kirche sind? Ich gehe eben in die
Gegenrichtung: Ein Zölibat ist urkirchlich weder belegt noch gefordert, daher hat er kein Fundament im
christlichen Glauben. Er ist genauso 1000jährige Tradition wie es zuvor 1000jährige Tradition war, dass
Priester heiraten dürfen.
Werter Teleologe Vielleicht sollten Sie mal gründlicher lesen, bevor Sie von anderen vorwerfen, „historischer
zu denken“. In meinem Posting habe ich lediglich auf Fakten hingewiesen, eine Wertung habe ich nicht vorgenommen.
Ich habe durchaus gesagt, dass die Frage der (klerikalen) Enthaltsamkeit in den Quellen der ersten drei
Jahrhunderten kaum einen Niederschlag findet. Und was soll nun im Jahre 1022 passiert sein??
Lieber Isidor! Da hat wohl jemand Kirchengeschichte gestrebert. An anderer Stelle wurde dir ja schon vorgeworfen,
etwas historischer zu denken, und zwar hinsichtlich… 1…historischer Zeitspannen: 300 Jahre nach Christus
wirken wenig, aber überleg doch mal, dass es vor 300 Jahren noch nicht einmal einen Mozart gab, der jetzt
schon eine Ewigkeit tot ist… 2…historischer Entwicklungen: Nur, weil etwas in so unmittelbarer Nähe
(die eine solche nicht ist, siehe 1.) zum Christusereignis beschlossen wird, heißt es noch nicht, dass
es daraus resultiert. Die Ehelosigkeits- und Enthaltsamkeits“bräuche“ wurzelten nicht in der Heiligen
Schrift, sondern in einer in der Spätantike gängigen Vermischung aus religiösen, politischen und philosophischen
Faktoren und Traditionen. Dass die „Leibfeindlichkeit“ und die ganze Sexualitätsdiskussion erst mit der
Inkulturation der griechischen, leibfeindlichen Philosophie in die christliche Religion begannen, ist
inzwischen mehrfach wissenschaftlich bewiesen. 3…historischer Bestimmungen: Sie haben richtig ausgebessert,
dass es nicht dieses Jahr war. 1022 geschah dies offiziell, wenn es auch vorher tw. „Brauch“ war. Aber
es war keineswegs die gängige Linie, die Durchsetzung des Zölibats erfolgte zentral durch den immer
(v.a. weltlich) immer mächtiger werdenden Papst gegen große Proteste von Bischöfen, Klerikern und Laien.
Einvernehmliche und logische Lösung war das keine.
Quellenstudien, Herrschaften!! Da musste ich doch wieder folgendes lesen: Außerdem gibt es in der katholischen
Kirche eine über 1000 jährige Tradition für das verheiratete Priesterum. (Bis zum Jahre 1139) 1. In
der Alten Kirche wurden in der Tat verheiratete Männer in den Klerus aufgenommen, die Ehe ist kein Weihehindernis.
Allerdings war mit dem Empfang vor der Diakonatsweihe bzw. der Subdiakonatsweihe ein Enthaltsamkeitsversprechen
verbunden, dass der Kandidat und seine Ehefrau abgelegt haben. Frühester ausdrücklicher Beleg ist die
Synode von Elvira (Anfang des 4. Jh.?) can. 33. Dieser Aspekt wird in der Diskussion gerne unterschlagen,
gehört aber hinzu. In der Zeit der ersten drei Jahrhunderte lässt sich in den Quellen eine solche Praxis
nicht nachweisen. 2. Das Jahr 1139 ist keineswegs der Übergang zur Praxis, nur noch unverheiratete Kandidaten
zu weihen. Lediglich wird eine von einem Majoristen eingegangene Ehe für ungültig erklärt. Dass ein
Majorist nach Empfang der Hl. Weihen nicht heiraten darf und dies zum Ausschluss aus dem Klerus führt,
ist allerdings bereits altkirchliche Tradition und gilt sowohl in Ost- und Westkirche. Das Laterankonzil
von 1139 erklärt nun eine solche Ehe für ungültig.
Noch einmal an MK 28 Niemand will den Zölibat „kippen“ oder aufgeben oder aufheben im Sinne von abschaffen.
Aber viele Getaufte und Gefirmte in der katholischen Kirche wünschen aus guten Gründen, dass neben dem
zölibatären Priestertum sich auch eine nicht zölibatäre Form, offen für Männer und Frauen, entwickeln
möge.
@Klar, Babylon Die Apostel hatten nun einmal vor ihrer Berufung ein Vorleben gehabt. Hätte sie sich scheiden
lassen sollen? Wie kann man nur so dämlich schreiben…
Aha, ja, klar… Da hat jemand brav Kirchengeschichte (ich meine die patrologische) gelernt. Was, lieber
Benedikt, war denn der Grund dafür? Wieso kam man dann erst 1000 Jahre zu spät da drauf? Wieso hat es
die Urkirche (immerhin in direkter Nachfolge Jesu und apostolisch geprägt) nicht so gesehen? Wenn Sie
so eine Behauptung schon hierher stellen, dann belegen Sie sie bitte. Sonst ist das ganze doch sehr subjektiv.
Zölibat Außerdem gibt es in der katholischen Kirche eine über 1000 jährige Tradition für das verheiratete
Priesterum. (Bis zum Jahre 1139) Da wurde er aus gutem Grund abgeschafft.
An MK 28 Natürlich gibt es auch in Tibet, so wie auch bei uns echte zölibatäre Berufungen, der Dalai
Lama gehört für mich dazu. Ebenso richtig bleibt es aber auch, dass es auch im kommunistisch verwalteten
Tibet meistens ein sozialer Aufstieg ist,wenn jemand Mönch wird. Versorgung mit den körperlichen und
seelischen Grundbedürfnissen, Gewinn an sozialem Prestige bei der Familie, in der Bevölkerung usw. ich
Teile ihre Auffassung, dass der Zölibat eine spirituelle Hochform ist. Dass aber diese im Evangelium
zwar empfholene spirituelle Hochform als Gnadengabe („Wer es fassen kann, der fasse es.“)unbedingt mit
dem Priesterberuf gekoppelt sein muss, ist biblisch nicht begründbar. Außerdem gibt es in der katholischen
Kirche eine über 1000 jährige Tradition für das verheiratete Priesterum. (Bis zum Jahre 1139)
Puchils sozialer Abstieg Puchil, Babylon, Sagen Sie mal dem Dalai Lama, er sei nur aus Gründen des sozialen
Aufstiegs Mönch geworden und nehme die Ehelosigkeit nicht so genau. Im kommunistisch verwalteten Tibet
ist das Möchtum ein Mittel des sozialen Aufstiegs? Mann, Sie haben einfach keine Ahnung wovon Sie reden.
Oder es ist doch so, wie ich es formuliert habe: Ihnen geht es nicht mehr um die Sache, Ihnen geht es
darum, Ihr eigenes Versagen schönzureden und der Kirche die Schuld in die Schuhe zu schieben. Denn was
für die falsche Lama-Religion gilt, gilt für die einzig wahre Kirche doch erst recht. Der Zölibat ist
eine spirituelle Höchstform. Er dürfte der einzige vollkommende Ausdruck des Priestertums sein und ist
kulturell für unser Bild von Kirche und Priester prägend. Wer ihn kippt, kippt das Priestertum als Instrument
der Mittlerschaft zwischen materieller und geistiger Welt. Wir sollten also feststellen: der einzige Ort,
wo es Probleme mit dem Zölibat gibt, ist der religiös entkernte Westen Europas. Das hat wenig mit Wohlstand,
aber viel mit der vom Konzil verursachten Glaubenskrise zu tun. @ Stimme aus dem Tradiland: Danke für
die schöne Assoziation beim Betrachten des Seminarsfotos. Selbst bei standard.at hat jemand zum Deppendiakon
geschrieben, er sehe aus wie ein alkoholsüchtiger Mittvierziger. Aber das ist eben das Personal der V2-Truppe:
Leute, mit denen man sich in seiner Stammkneipe nicht sehen lassen wöllte.
@ Puchil 2: Richtige Analyse! Womit bewiesen wäre, daß es auch andere, nämlich ganz profane- Gründe
gibt, um Priester in der Dritten Welt zu werden. Wenn dort die soziale Situation wie bei uns wäre, hätten
die eine ähnliche Anzahl von Priesteramtskandidaten.
Andy_MI5_007 nennt sich der Kirchenreformer aus Linz. So gibt er seine Mailadresse an: Andy_MI5_007@hotmail.com
M.a.W.: Wir haben es nicht nur mit einem Kirchenreformer zu tun, sondern mit einem verkappten James Bond
(MI5 steht für den britischen Geheimdienst). Wohl deshalb auch die Elton-John-Frisur auf dem offiziellem
Foto im Seminar [v.d.Red.zens.] Auch sein Interview dürfte nicht Grund, sondern vielmehr Ausdruck seiner
Weiheunfähigkeit sein. Denn wer sich allen Ernstes „Andy MI5 007“ nennt, dem fehlt viel zum Priester.
Nicht nur Loyalität zur Kirche.
Zölibat in anderen Gebieten der Erde An Mk28 Auch der immer wieder gebrachte Hinweis, dass es in anderen
Teilen der Welt (Asien, Afrika) viele zölibatäre Berufungen gäbe, greift zu kurz: In der sozialen Situation
dieser Länder bedeutet Priester oder Mönch werden einen ungeheuren Aufstieg, sodass der Zölibat im
Vergleich zu den damit verbundenen Vorteilen, oft ganz schlicht in Kauf genommen wird. Untersuchungen
über die mangelhafte Einhaltung des Zölibates in diesen Gegenden bestätigen diese Überlegung. Man
wird doch wohl nicht warten wollen, bis bei uns die soziale Situation wieder schlecht wird und wir dadurch
wieder genügend zölibatäre Priester haben werden!
Sie irren! Mental retardierte Fundis findet man üblicherweise nur in Priesterseminaren, in die das II.
Vaticanum noch nicht Eingang gefunden hat… Denken Sie darüber mal nach. ?:)
@Stimme aus dem Tradiland Ja, dieses Photo ist Realsatire. Aber genauso sieht es in nahezu allen V2-Seminarien
aus. Habe mir letztlich mal die Mühe gemacht und alle Internetseiten der deutschsprachigen PS besucht.
Überall dasselbe Panoptikum!
@mk28 Wir haben kein Problem mit dem Zölibat, wie haben ein Problem mit dem Glauben ja, denn die leute
haben gelernt, dass nicht alles was geschrieben steht und erzählt wird auch wahr sein muss. je höher
der wohlstand, je höher die bildung, umso kleiner der bedarf sich an einen oder mehrere (jeder wie er
will, ich schreibe da niemandem etwas vor) gott/götter zu wenden.
Personal einer Behindertenwerkstätte? MK 28 brachte mich auf die Idee, nachzusehen: Nichts gegen eine
Behindertenwerkstätte (wertvolle Einrichtung für jene, die es brauchen), aber für wen würden Sie ohne
Bildbeschreibung bzw. Webseitenbezeichnung die Herren auf dieser dieser Webseite www.dioezese-linz.at/…riat/priesterseminar/
halten? Ich hätte an eine Behindertenwerkstätte gedacht: Betreuer mit den dort arbeitenden Behinderten.
Ein Musterbeispiel für die geradezu Negativauswahl an diözesanen V2-NOM-Priesterseminaren…
Wie erwartet, Puchil Der weitaus gewichtigste Grund dafür: Die Beibehaltung der Koppelung zwischen Priesteramt
und Ehelosigkeit (Zölibat) Logisch! Von Ihnen wäre auch nichts anderes zu erwarten gewesen. Wissen Sie,
wo es auch ein Zölibat gibt? In Tibet, bei den Gelupa des Dalai Lama. Mangelnde Berufungen gibt es dort
nicht. Warum? Weil die Religiösität intakt ist. Der Zölibat ist eine spirituelle Hochform. Er setzt
folglich auch eine tiefe Spiritualität beim Priester voraus. Geht die verloren, kann man den Zölibat
nicht halten. So wie bei Ihnen. Wir haben kein Problem mit dem Zölibat, wie haben ein Problem mit dem
Glauben. Und nun en masse innerlich Abgefallene zu weihen, ist auch kein Weg. Denn das würde die Kirche
endgültig ruinieren. Abgesehen ist der Priester schon kultursoziologisch als Typus in unserer Zivilisation
geprägt, und zwarals zölibatär lebender Gottesmann. Wer den Zölibat aufgibt, zerstört unser Bild
vom Priester. Das würde die ohnehin schon angegriffene Kirche nicht überstehen. Deshalb rate ich zum
Gegenmittel: Stärkung des Glaubens durch Überwindung des Konzils.
Rekordhoch Relativ zur Zahl der frommen Familien ist die Zahl der Priesterweihen immer noch erstaunlich
hoch; und wieviele Berufungen gehen durch den Absolutismus gerade konservativer Familien verloren. Gerade
für gutkatholische, „verantwortete“ Eltern ist es doch heute ein Schock, wenn 1 von 2 Kindern einem geistlichen
Beruf nachgeht.
Rekordtief bei Priesterweihen Rekordtief: Heuer nur 25 neue Priester! So oder so ähnlich titelten die
österreichischen Medien in den letzten Tagen. Auch Diakon Andreas Golatz hat in seinem Interwiev im Standard
darauf Bezug genommen. Das Problem ist nicht neu, es wird jährlich größer, auch wenn es gelegentlich
von hohen Amtsträgern in der Kirche heruntergespielt wird, ist es bereits dramatisch und an die Substanz
unserer Pfarrgemeinden gehend, und es ist in der römisch katholischen Kirche hausgemacht! Der weitaus
gewichtigste Grund dafür: Die Beibehaltung der Koppelung zwischen Priesteramt und Ehelosigkeit (Zölibat)
Keine andere christliche Kirche, weder die evangelische, noch die anglikanische und auch nicht die orthodoxe
Kirche hat das Problem des Priestermangels, weil es dort überall auch verheiratete Amtsträger, zum Teil
auch Frauen, gibt. Alle anderen immer wieder bemühten Argumente für den Priestermangel in der katholischen
Kirche wie: Demographische Entwicklungen – weniger Kinder bedingen weniger Berufungen, oder: Defizite
in der Weitergabe des Glaubens in den Familien, würden ja auch für die anderen christlichen Kirchen
gelten: Trotzdem haben sie das Problem des Mangels an priesterlichen Amtsträgern nicht.
@ MK 28 Dummer Diakon? Vielleicht sollte man zuerst fragen, warum der Diakon so lange mit dem Studium
gebraucht hat. Vielleicht hat er nebenher gearbeitet? Und woher wissen Sie, dass der Herr dumm ist? Im
übrigen kenne ich einige theologisch unterbelichtete Studierende, die nicht linken, sondern rechten Unsinn
verzapfen.
Dummer Diakon Oder meinen Sie, der Diakon wäre nicht so frech gewesen, hätte er die Messe im Tridentinischen
Ritus mitgefeiert? Das meine ich tatsächlich. Mein Verweis aufdie traditionelle Liturgie bezog sich aber
primär auf die Beiträge von Puchi und Aphrodite. Im übrigen habe ich mir den Diakon mal auf der Seminarhomepage
angesehen. Man sollte bei kreuz.net das dortige Foto verwenden; Physiognomie ist ja auch ein Erklärungsansatz.
Also, bei Christus König würde man den wohl auch ohne Interview nicht weihen . Das ist ja das eigentliche
Problem: Die Verblödung des Klerus. Goletz hat jetzt 11 Jahre Theologie studiert, und ist immer noch
nicht geweiht. Meine Erfahrung ist, daß ewige Studenten weder a) besonders schlau noch b) besonders charakterstark
sind. Beides gute Voraussetzungen, einen Linkskurs zu predigen.
@ MK28 Ich weiß nicht, was ihre Ausführungen zur alten Liturgie mit dem Linzer Vorfall zu tun haben.
Oder meinen Sie, der Diakon wäre nicht so frech gewesen, hätte er die Messe im Tridentinischen Ritus
mitgefeiert?
Frage an Aphrodite In der Liebe seinem Herzen zu folgen, kann nie falsch sein – ich bin für letztere
zuständig und weiß daher, wovon ich rede. Wofür sind Sie zuständig? Ansonsten gilt: Es sind die Theologen,
die den Deutschen Gott austreiben (H. Heine). Und eine Religion, so lächerlich wie Puchi und so weichgespült
wie Aphrodite („göttlich gebildetes Gewissen“ und „in der Liebe dem Herzen zu folgen“) kann nur untergehen.
Bei solchem Gewäsch kommt man gar nicht zur Gottesfrage, man scheitert schon an Stil und Geschmack. Gegen
derartige Abgründe hilft der Gebetsschatz der Kirche. Man lernt die alte Messe mit ihren im Ursprung
spätantiken Gebeten erstwirklich schätzen, wenn man lange genug den pathetisch-säuselnden Dummheiten
konzilseuphorisierter Frührentner zugehört hat.
@ Freinsberg: Wie in diesem Forum schon an anderer Stelle gepostet wurde (im Zusammemhang mit der Königsteiner
Erklärung) haben Katholik/inn/en kein Gewissen, sondern nur das Lehramt. Scheint mir auch so, wenn ich
Postings wie die des schaumschlägerischen MK28 lese. Hoffe trotzdem, dass ich – katholisch + mit göttlich
gebildetem Gewissen ausgestattet – nicht die einzige meiner Spezies auf Erden bin. @ Herrn Puchinger:
Lassen Sie sich von gehirntoten Dummschwätzern wie MK28 nicht beleidigen. In der Liebe seinem Herzen
zu folgen, kann nie falsch sein – ich bin für letztere zuständig und weiß daher, wovon ich rede.
Wenn der Bischof solchen einen Kandidaten zum Priester weiht – wäre es besser er wäre nie… Man kann
nur darum beten, dass der Bischof diesen häretischen Kandidaten niemals weihen wird – es sei denn es
passiere ein Wunder! Orate fratres für diesen Mitbruder im bischöflichen Amte!
@Puchinger Die Entmündigung und Knebelung in der katholischen Kirche geht munter weiter! Was steht wohl
am Ende dieses verhängnisvollen Weges? Das Gericht natürlich über diese, der bösartigen Knebeltechniken
kundigen Kirche. Von daher Geduld, Sie sorgenvoller Vertreter der entmündigten Schäfchen. Und als besonders
erleuchtetem Vertreter der Gattung laisiert und amtsverhindert steht Ihnen dann als herausragend beispielgebendem
Warner und Mahner der Siegeskranz zu.
Frauenordination oder Luftschlösser Es ist klar: Durch „ordinatio sacerdotalis“ ist die Priesterweihe
von Frauen ein für alle mal ausgeschlossen. Gotthard sagt, die Sache sei dennoch nicht endgültig, es
handle sich um eine Entscheidung Johannes Paul. II. und suggeriert damit, es könne ein späterer Papst
oder ein Konzil die Sache revidieren. Dies ist jedoch definitiv unmöglich. Im Übrigen gibt es eine authentische
Entscheidung (Responsum) der Glaubenskongregation zum Stellenwert vom „Ordinatio Sacerdotalis“: Diese
mit päpstlicher Approbation veröffentlichte Erklärung sagt klipp und klar:Es handelt sich um eine Entscheidung
des Allgemeinen und ordentlichen Lehramtes und diese Entscheidung ist unfehlbar (infallibiliter). Das
heisst: Bis zum Jüngsten Tag (danach gibt es keine Kirche auf Erden mehr) wird es keine Frauen als Priester
geben, wenn irgendwo solche „Weihen“ stattfinden sollten, so handelt es sich um ungültige Simulationen.
Wer andere Thesen verbreitet, lebt in Luftschlössern und sollte aufpassen, dass der Aufprall auf den
nackten Boden der Realität nicht zu hart ist. !:)
… Daß ein Priester seine Hormone nicht in den Griff bekommt, gab es immer – leider! Aber es gibt nichts
so abgrundtief Peinliches, Blamables und Lächerliches wie einen ex-Priester, der trotz eines solchen
Totalausfalls meint, weiterhin kirchlich mitmischen zu müssen und nun permanent der Kirche die Schuld
für sein Treibleben unterjubeln will… Hör zu, Puchinger: Du bist draußen! Dein Problem bist Du selbst
[v.d.Red.zens.] Und verschone uns mit Deinen Revolutionsideen, denn die sind bestenfalls ein Abklatsch
Deiner lächerlichen Schwäche und Deiner Schuldgefühle. Ach so, eine Bitte: Keine psychologisierenden
Betroffenheitsgesten irgendwelcher Gutmenschen, bitte.
Der Fall Golatz Der Fall Golatz – Priesterweihe verschoben! Jetzt ist die Katze aus dem Sack! Duckt euch,
ihr Priesteramtskandidaten und ihr Priester: Wer nicht linientreu mit Rom denkt und das auch sagt, hat
im Priesteramt nichts verloren! Ich frage mich: Was ist mit den inzwischen 200 Priestern, die der „Pfarrer –
Initiative“ beigetreten sind, die Ähnliches verlangt, wie der (vorläufig verhinderte) Neupriester Andreas
Golatz? Was ist mit den vielen anderen Priestern, die diese Initiative nicht unterschrieben haben, aber
in diesen Anliegen auch so denken und reden? Wird die Weihe all dieser Priester jetzt ausgesetzt, zurückgenommen?
Werden sie vom Dienst enthoben? Die Entmündigung und Knebelung in der katholischen Kirche geht munter
weiter! Was steht wohl am Ende dieses verhängnisvollen Weges? Mag. Ludwig Puchinger, verheirateter,„laisierter“
und damit amtsverhinderter Priester Fasanweg 3 4210 Gallneukirchen Tel.: 07235/65820
Das Bürschchen … … sollte tatsächlich abgeschossen werden. Wer sich so weitaus dem Fenster lehnt,
kann, liebe Stimme aus Wien, nicht erwarten, daß ihm kein Wind um die Nase weht. Es geht jetzt nicht
darum, zu lamentieren, man könne nichts machen, wie das teleologe tut. Auch Gotthard irrt wieder mal,
wenn er meint, der Bischof sei so souverän, zu machen, was er für richtig hält. Nichts ist er! Die
Bischöfe im deutschsprachigen Raum sind, vielleicht mit Ausnahme von Müller, Meisner und – leider –
Lehmann, alles Hosenscheißer, die Angst vor Aufregung haben und permanent den Weg des geringsten Widerstandes
gehen. Baut man also übers Internet und über Rom eine Drohkulisse auf will ich sehen, was in Linz passiert.
Man wird – dem Weg des geringsten Widerstandes folgend – vom Bürschchen eine „Klarstellung“ fordern,
und das Bürschchen wird klarstellen, daß er alles anders gemeint als gesagt hat. Mehr kann man nicht
erwarten, aber auch das ist schon ein schöner Erfolg.
@ aphrodite Wie in diesem Forum schon an anderer Stelle gepostet wurde (im Zusammemhang mit der Königsteiner
Erklärung) haben Katholik/inn/en kein Gewissen, sondern nur das Lehramt.
@Gotthard Tatsächlich ist die Frage des sog. Frauenpriestertums von der Kirche definitiv entschieden.
Lesen Sie das Apostolische Schreiben „Ordinatio sacerdotalis www.stjosef.at/…tio_sacerdotalis.htm“,
wo es heißt: „Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen
und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren
Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts
für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen,
lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit,
die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes,
die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe
zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
Wer katholisch sein will, wird sich daran halten!
So ist das… Ich hoffe ganz stark auf die einzelnen Diözesen. Auf dieser Ebene muß der Widerstand gegen
Rom so massiv werden, bis endlich etwas passiert. Ich denke, dass die Leute eher nicht mehr zur Kirche
gehen, weil sie sich in Europa so lauwarm zeigt. Würde die ganze Kirche – wie von Rom vorgegeben – ganz
klar und unmissverständlich zu ihren Werten und zum Evangelium stehen, würde sie wieder ein Anziehungspunkt!
Aber bei solch lauwarmen Kirchenvertretern… Bleibt mir nur festzustellen: Gott ist gut! Nur das Bodenpersonal
macht Sorgen!
„Gehorsam und Loyalität“ entbinden nicht von der Stimme des eigenen Gewissens, das bekanntlich die Stimme
Gottes im Menschenist. Und diese hat sich bei dem Diakon – ein im röm.-kath. Klerus höchst seltener
Vorgang – endlich wieder einmal laut zu Wort gemeldet. ?:)
wichtige Worte Über die Weihe eines Diakons zum Priester hat einzig der Bischof nach Anhörung der Verantwortllichen
in der Ausbildung und nach Befragung der Heimatgemeinde zu entscheiden … Meinungsäußerungen auf irgendwelchen
Internetforen sind völlig uninteressant und unerheblich und nichtssagend. Alle Aufgeregten können emails
an Nuntiaturen schicken und an Kongregationen in Rom … völlig sinnlos. Der Bischof allein ist Herr
des Verfahrens und läßt einen Kandidaten zur Weihe zu oder auch nicht. Die Weihe von verheirateten Männern
zu Priestern zu fordern ist nun nicht un-katholisch … sie passt allerdings de Pius-Sekte nicht … na
und? Die Weihe von Frauen zu fordern widerspricht einer Entscheidung Johannes Paul II… ist aber noch
nicht endgülitig entschieden …auch wenn es der verstorbene Papst gerne so gehabt hätte. Die massive
Forderung der Rückverlegung von Entscheidungen an die Bischöfe (die Nachfolger der Apostel und nicht
die Angestellten des Petrus sind) ist eine absolut wichtige Sache und wird überall in der Kirche erhoben
(nur nicht in der Pius-Sekte, die die Entscheidungen eh schon auf die untere Ebene von Weihbischöfen
verschoben haben!!!).
ottaviani: Warum sollte man sich schämen? Ganz einfach, wegen: Schreibt alle an den Bischof und protestiert
gegen die Weihe, ehe er nicht öffentlich abgeschworen hat! Weiht der Bischof ihn ohne explizite Distanzierung
von seinen eigenen Worten, haben wir einen neuen Notstandsfall und sollten den dann auch im deutschsprachigen
Raum entsprechend publizieren(KU, DT, MB, kreuz.net). Weiht er ihn nicht, haben wir gewonnen. Schwört
das Bürschchen ab – erst recht! m.a.W.: Wenn wir nur Druck aufbauen, können wir nicht verlieren. Also,
liebe Grüße von kath.net Noch irgend eine Frage offen?
Wahre Berufung ? Herzlichen Glückwunsch an den jungen Diakon, daß er sich erst einmal nicht zum Priester
weihen läßt. Um seines und ggf. des der ihm dann anvertrauten Gläubigen ewigen Heiles Willen, sollte
er sich es noch einmal genau überlegen, ob er wirklich von Gott berufen ist. Ich bin mir jedenfalls sicher,
daß es nicht der Hl. Geist war, der ihm die in dem Interview geäußerten Meinungen eingegeben hat, da
der Hl. Geist im Gegensatz zu ihm den kath. Glauben lehrt.
#11 ottaviani 22:12:58 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Warum sollte man sich schämen es zeigt nur das in linz die zeit wo jeder machen konnte was er wollte
vorbei sind der hochwürdige herr diakon hat vergessen daß der zu allem nichts sahende mgr Aichern weg
ist
MK28-der Gerechte Weiht er ihn nicht, haben wir gewonnen. Schwört das Bürschchen ab – erst recht! m.a.W.:
Wenn wir nur Druck aufbauen, können wir nicht verlieren. Also, um Ihre Meinung kurz wiederzugeben: der
Junge ist ein Freiwild, der zum Abschuss freigegeben wurde!!!! Hoch lebe kreuz.net und die wirklich katholische
Kirche!!! Ich hoffe, Sie schämen sich!
Das ist doch lächerlich! Genausowenig wie die Kirchenmänner auf die Rufe nach mehr Öffnung der Kirche
hören werden, genauso wenig werden sie auf die Rufe von verzweifelten möchtegern-Experten was Weihefragen
betrifft hören. Glaubt mir, der dortige Regens und der Bischof wussten schon länger von der Ausrichtung
des Diakons und ich bin mir ebenso sicher, dass er sich der (nicht weiter vorhandenen) Folgen bewusst
war, als er das Interview gab – mit dem Risiko, nicht geweiht zu werden, hätte er es nie gegeben und
gewartet, bis er geweiht ist. Ihr werdet sehen: Man lässt Gras über die Sache wachsen, dann wird der
gute Mann still und heimlich geweiht und nachher gehen Bischof, Regens und Neupriester auf ein Bier, lachen
über kreuz.net und ein par Briefe, die die Sekretärin gleich wieder weggeworfen hat und feiern die Zukunft
der Kirche. Ist nicht einmal das Porto wert!
@ MK28: Wollen die Tradi-Laien hier etwa gegen die von „Gott eingesetzte bischöfliche Autorität“ des
monarchischen Episkopats rebellieren und „Druck aufbauen“?! Paßt auf, daß Euch nicht gleich einer als
basisdemokratische Bolschewisten bezeichnet!!
Drauf ankommen lassen! In der Politik geht es darum, die Schritte Gottes in der Halle der Geschichte zu
hören und nach seinem Mantel zu greifen, um ihn zwei, drei Sekunden festzuhalten. M.a.W.: Es geht darum,
Chancen, die sich bieten, zu nutzen, anstatt Verschwörungstheorien zu fröhnen. Und der Linzer Depp hat
uns so eine Chance beschert. Deshalb sollte man es jetzt drauf ankommen lassen: Schreibt alle an den Bischof
und protestiert gegen die Weihe, ehe er nicht öffentlich abgeschworen hat! Weiht der Bischof ihn ohne
explizite Distanzierung von seinen eigenen Worten, haben wir einen neuen Notstandsfall und sollten den
dann auch im deutschsprachigen Raum entsprechend publizieren(KU, DT, MB, kreuz.net). Weiht er ihn nicht,
haben wir gewonnen. Schwört das Bürschchen ab – erst recht! m.a.W.: Wenn wir nur Druck aufbauen, können
wir nicht verlieren.
Alles andere wäre für die Diözese Linz… … nur peinlich gewesen. Die Frage ist aber tatsächlich,
ob dieser Mann hätte nicht früher aufgehalten werden müssen. Wie so viele andere (auch Bischöfe)!
der junge Diakon wird hoffentlich auf dieser Seite nicht zum Freiwild erklärt, um mit dessen Abschuss
die Machtstellung kreuz.net beweisen zu können (so wie damals kath.net). @Bonjour: Mit der Ausrichtung
des frei gewählten Arbeitgebers hat der junge Herr keine Probleme, sondern nur mir dem Bodenpersonal
des betreffenden Arbeitgebers. Ob er deswegen eine tragische Figur sei, oder vielleicht ein übereifriger
Dienstnehmer, können weder Sie noch ich entscheiden. Dies zu entscheiden ist die Aufgabe des Diözesanbischofs,
der sich nicht ausschließlich auf die Berichte des kreuz.net stützen muss. (bekanntlich hat kreuz.net
keinen Zugang zu den persönlichen Gesprächen der Seminaristen mit ihrem Bischof). Übrigens: Ich tendiere
zur Variante 2.
#2 aphrodite † 17:59:49 | Donnerstag, 22. Juni 2006
Die Hoffnung… …stirbt bekanntlich zuletzt. Und es ist gut möglich, dass das fesche Kerlchen vielen
Kardinälen, Bischöfen, Priestern, Diakonen, und schließlich allen LaiInnen einfach aus Seele, Hirn
und Verstand sprach. Dass er jetzt hier als Teuferl hingestellt wird, gefällt mir aber gar nicht: So
goldig, wie der aussieht, kann er doch nie und nimmer die Schirchpercht himself sein?
der Kandidat, das Seminar Tatsächlich muss man sich fragen, wie dieser Mann seelisch disponiert war bzw.
ist, eine mehrjährige Ausbildung zu absolvieren, wo er doch sowohl mit dem Personal als auch mit der
Ausrichtung des frei gewählten Arbeitgebers völlig unzufrieden ist. Tragische Figur. Aber noch schlimmer:
eine Ausbildungsstätte, die zu einem Zeitpunkt, da es quasi nur noch Stunden bis zum „Go“ sind, erst
zu diesem Schluss kommt. Einsicht? Ertappt?