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Die Gründe + St. Gallen vor der Bischofswahl + Propagandaschlacht + Weder warm noch kalt? + Behinderte gehören ausgemerzt
Die Gründe

Vatikan. Der neuernannte Kardinalstaatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone (71), verlas gestern in seiner Bischofsstadt Genua einen Brief von Papst Benedikt XVI. Darin würdigt der Heilige Vater seine neue rechte Hand als „treuen Hirten, der Seelsorge und Lehre zu verbinden weiß“: „Diese Eigenschaften sowie unsere Bekanntschaft und unser Vertrauensverhältnis haben mich bewogen, ihn für diese hohe und schwierige Aufgabe auszuwählen.“ Kardinal Bertone sprach von einer „kopernikanischen Wende“ in seinem Leben. Er gehorche wie immer und danke dem Papst für das in ihn gesetzte Vertrauen.

St. Gallen vor der Bischofswahl

Schweiz. Das Domkapitel des ostschweizer Bistums St. Gallen wählt am 4. Juli einen neuen Diözesanbischof. Das gab die Pressestelle des Bistums gestern bekannt. Das römische Untersuchungsverfahren über die sechs vom Domkapitel vorgeschlagenen Kandidaten ist abgeschlossen. Der Papst muß den Gewählten vor Bekanntgabe des Namens im Amt bestätigen. Bis zur Wahl des letzten Bischofs wurde der Kandidat sofort nach seiner Wahl den in der Kathedrale von St. Gallen versammelten Gläubigen bekanntgegeben.

Propagandaschlacht

Belgien. Eine Mehrheit der Europäer befürwortet angeblich die Produktion von Menschen im Reagenzglas und deren anschließende Verarbeitung in der Stammzellenindustrie. Dies behauptete die EU-Kommission am Montag in Brüssel aufgrund einer ‘Eurobarometer-Befragung’. 59 Prozent der EU-Bürger sollen mit der Gewinnung von Stammzellen durch Tötung von Menschen einverstanden sein, 26 Prozent dagegen. In Belgien und Schweden soll der Ja-Anteil sogar bei über 70 Prozent liegen. Die tödlichen Menschenversuche sind auch wissenschaftlich höchst umstritten.

Weder warm noch kalt?

USA. Die US-Anglikaner haben sich bei der Bischofsweihe von Homos auf einen Kompromiß geeinigt. Bei einer Generalversammlung im nordöstlichen US-Bundesstaat Ohio forderten sie ihre Bischöfe und Gemeinden am Mittwochabend auf, Wahlen von Kirchenleuten mit homo-ideologischem Bekenntnis nicht zu fördern oder gutzuheißen. Die vergleichsweise vage Formulierung hat keinen bindenden Charakter. Am Vorabend hatten sich die Delegierten noch mehrheitlich gegen ein Verbot der Homo-Weihen ausgesprochen. In der konkreten Praxis wird es wohl so aussehen, daß die Homo-Ideologie bei den US-Anglikanern ungebremst Einzug halten wird.

Behinderte gehören ausgemerzt

Deutschland. Der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Behindertenpolitik, Hubert Hüppe, warnte vor dem jüngsten französischen Schadspruch im Falle zweier französischer Schwerbehinderter. Der in Straßburg verhandelte Fall öffne die Tür in Richtung auf die rechtliche Vorstellung des ‘Kindes als Schaden’. Damit werde das Existenzrecht von Behinderten unübersehbar in Frage gestellt. Das deutsche Bundesverfassungsgericht habe dagegen 1993 klargestellt, daß eine „rechtliche Qualifikation des Daseins eines Kindes als Schadensquelle“ von Verfassungswegen nicht in Betracht komme.
      
12 Lesermeinungen
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#12   aphrodite †   10:41:58 | Montag, 26. Juni 2006
Kurt & the holy ghost
Kurt Krenn und der Hl. Geist – das ist wie Wasser und Feuer: Wenn beide zusammenkommen, löscht das Wasser das Feuer aus, und entsteht nichts weiter als viel, viel Rauch…
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#11   Babylon †   14:19:17 | Samstag, 24. Juni 2006
@ teleologe: Heeee, zweifelst Du etwa
daß da der Hl. Geist gesprochen hat?! :-] >:) o^/
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#10   teleologe   08:22:26 | Samstag, 24. Juni 2006
@Gotthard…
…naja mit Ö ist das so eine Sache. Du hast doch sicherlich von Kurt Krenn gehört? Da ist ein polnischer Vertrauter von JPII richtung Vatikan gereist und hat Zwischenstopp in Ö gemacht. Dabei dürfte er dann K.K. und seine krausen Ansichten kennengelernt haben, gemeint haben, er sei ein braver Katholik, erzählt bekommen haben, dass die Leute bei seiner Weihe zum Weihbischof protestiert haben etc. – dann hat er das alles vermengt und schön umgerührt, herausgekommen ist eine helle Begeiterung für diesen Mann, die er dann gleich in den Vatikan weitergetragen hat. Und die Zentralstelle himself, also der Papst, hat gemeint, na gut, dann nehmen wir halt den für St. Pölten – ich kenn ihn zwar nicht, aber wenn du das sagst…
Man sieht ja, was dabei rauskommt…
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#9   Gotthard   21:21:37 | Freitag, 23. Juni 2006
zweifelhafter Fortschritt
Dass Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs 1917 im CIC vorgeschrieben hat, die Bischofsernennungen römisch zu zentralisieren, war sicherlich ein großer Fortschritt
Ich empfinde diese Art der weltweiten zentralistischen Bischofsernennungen durch die Kurie einen eindeutigen Rückschritt.
Deutschland und wohl auch die Schweiz und Österreich(?) sind dabei Ausnahmen, ohne schon gut zu sein.
Die Ortskirchen sollten bei den Bischofsernennungen eine viel stärkere Rolle spielen. vielleicht würde ein Blick in das ostkirchliche Kirchenrecht einen Erkenntnisgewinn bringen.
Die Bestätigung der Wahl eines Bischofs durch den Bischof von Rom sollte für die Einheit ausreichen.
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#8   Benedikt   17:59:19 | Freitag, 23. Juni 2006
@ Initiative „Nie wieder“
Außerdem gibt es in der katholischen Kirche eine über 1000 jährige Tradition für das verheiratete Priesterum. (Bis zum Jahre 1139)
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts liegen mit den Europarichtern im Dauerclinch.
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#7   Freinsberg   13:53:33 | Freitag, 23. Juni 2006
@ Quis ut Deus
In Österreich wird die Bundesregierung zu dem von Rom ernannten Bischofskandidaten befragt. Ein Veto gab es, soviel ich weiß, aber nur einmal: als Koadjutor Franz Jachym Erzbischof von Wien (Nachfolger Innitzers) werden sollte.
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#6   QUIS UT DEUS   13:44:39 | Freitag, 23. Juni 2006
Bischofwahl Schweiz tsssss…
Das ist unglaublich:
Die Wahl des neuen Bischofs von Sankt Gallen läuft somit in den folgenden fünf Schritten ab:
3. Die in Rom überprüfte Liste wird den katholischen Großräten des Kantons Sankt Gallen unterbreitet. Die Politiker äußern sich zur Genehmheit der sechs Kandidaten.
Politiker äusern sich?????????????
Mein Gott was haben den Politiker zu einem Bischof sich zu äusern ,wer ist jetzt für das Seelenheil verantwortlich?
Das Sankt Galler Wahlverfahren garantiert vielleicht nicht, daß der beste – aber mit Sicherheit der genehmste – Kandidat gewählt wird.
tssss :'( so gehts leider nur noch weiter weg von JESUS und MARIA!
Hier etwas für Dich meine Königin!
Salve Regina ,mater misericordiae;vita, dulcedo et spes nostra,salve.Ad te clamamus éxsules filii Hevae.Ad te suspiramus geméntes et flentes in hac lacrimarum valle.Eja ergo ,advocata nostra, illos tuos misericordes oculos ad nos convérte.Et Jesum benedictum fructum ventris tui,nobis post hoc exsilium ostende.O clemens o pia o dulcis Virgo Maria.
Ora pro nobis,sancta Dei Genetrix.
Ut digni efficiamur promissionibus Christi.
Herr schenke uns Priester.
Herr schenke uns viele hl. Priester
Herr schenke uns Ordensberufungen.
Herr schenke uns viele hl. Ordensberufungen.
Herr schenke uns viele hl. Familien!
Herr wir danken DIR für die unbefleckte Muttergottes! :(3 :(3 :(3
Unsere Gnadenvermittlerin!
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#5   stat crux   12:49:27 | Freitag, 23. Juni 2006
Bischofwahl
Dass Papst Benedikt XV. unter dem Eindruck des ersten Weltkriegs 1917 im CIC vorgeschrieben hat, die Bischofsernennungen römisch zu zentralisieren, war sicherlich ein großer Fortschritt (der aber allein nicht ausreicht, um „Nationalkatholizismen“ zu verhindern).
Was aber wäre dagegen zu sagen, das System des Preußenkonkordats (Beispiel Köln 1988) zum Vorbild zu machen?
Wenn das Domkapitel aus einer Dreierliste wählt, würden durch lokale Mitwirkung totale Fehlbesetzungen zuverlässiger vermieden. Eine „Parlamentarisierung“ des Bischofsamts wäre freilich abwegig.
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#4   aphrodite †   12:00:17 | Freitag, 23. Juni 2006
Noch mal:
Was zum Henker soll das?????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????????
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#3   Bruder Theophil   09:52:17 | Freitag, 23. Juni 2006
Frohe Botschaft zum Herz Jesu Freitag
EVANGELIUM Johannes 19, 31-37
Weil Rüsttag war und die Körper während des Sabbats nicht am Kreuz bleiben sollten, baten die Juden Pilatus, man möge den Gekreuzigten die Beine zerschlagen und ihre Leichen dann abnehmen; denn dieser Sabbat war ein großer Feiertag.
Also kamen die Soldaten und zerschlugen dem ersten die Beine, dann dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war. Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon tot war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht, sondern einer der Soldaten stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floss Blut und Wasser heraus.
Und der, der es gesehen hat, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr. Und er weiß, dass er Wahres berichtet, damit auch ihr glaubt. Denn das ist geschehen, damit sich das Schriftwort erfüllte: Man soll an ihm kein Gebein zerbrechen. Und ein anderes Schriftwort sagt: Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.
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#2   Laurentius2   09:33:06 | Freitag, 23. Juni 2006
@Initiative „Nie wieder !“ / @Bertone
Leider ist es so, wie mein Vor-„poster“ sagt. Es herrscht Rechtspositivismus, d.h. nichts hat wirklich verfassungsrechtlich Bestand, wie man es ja auch schon bei der Abtreibungsrechtsprechung (1975 –-> 1995) beobachten konnte …
Zu Bertone:
Wie freut man sich doch immer wieder über gute Nachrichten: Sodano ist weg !
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#1   Initiative "Nie wieder!"   09:07:56 | Freitag, 23. Juni 2006
Behinderte gehören ausgemerzt
Lieber Herr Hüppe.
Sie schreiben:„Das deutsche Bundesverfassungsgericht habe bereits dagegen 1993 klargestellt, daß eine „rechtliche Qualifikation des Daseins eines Kindes als Schadensquelle“ von Verfassungswegen nicht in Betracht komme.“
Das war 1993, allso von 13 Jahren…und bekanntlich machen auch Richter am Verfassungsgericht eine Entwicklung durch.
Wohin diese Entwicklung geht oder ging ?
Das unsere Richter über kurz oder lang zu „Handlangern“ der „EU“ werden (oder schon sind?), muß man sicher nicht näher ausführen!
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