08:23:27 | Freitag, 23. Juni 2006
Die Gründe + St. Gallen vor der Bischofswahl + Propagandaschlacht + Weder warm noch kalt? + Behinderte gehören ausgemerzt
Die GründeVatikan. Der
neuernannte Kardinalstaatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone (71), verlas
gestern in seiner Bischofsstadt Genua einen Brief von Papst Benedikt XVI. Darin würdigt der Heilige Vater
seine neue rechte Hand als „treuen Hirten, der Seelsorge und Lehre zu verbinden weiß“: „Diese Eigenschaften
sowie unsere Bekanntschaft und unser Vertrauensverhältnis haben mich bewogen, ihn für diese hohe und
schwierige Aufgabe auszuwählen.“ Kardinal Bertone sprach von einer „kopernikanischen Wende“ in seinem
Leben. Er gehorche wie immer und danke dem Papst für das in ihn gesetzte Vertrauen.
St. Gallen vor der
BischofswahlSchweiz. Das Domkapitel des ostschweizer
Bistums St. Gallen wählt am 4. Juli einen neuen
Diözesanbischof. Das gab die Pressestelle des Bistums gestern bekannt. Das römische Untersuchungsverfahren
über die sechs vom Domkapitel vorgeschlagenen Kandidaten ist abgeschlossen. Der Papst muß den Gewählten
vor Bekanntgabe des Namens im Amt bestätigen. Bis zur Wahl des letzten Bischofs wurde der Kandidat sofort
nach seiner Wahl den in der Kathedrale von St. Gallen versammelten Gläubigen bekanntgegeben.
Propagandaschlacht
Belgien. Eine Mehrheit der Europäer befürwortet angeblich die Produktion von Menschen im Reagenzglas
und deren anschließende Verarbeitung in der Stammzellenindustrie. Dies behauptete die EU-Kommission am
Montag in Brüssel aufgrund einer ‘Eurobarometer-Befragung’. 59 Prozent der EU-Bürger sollen mit der
Gewinnung von Stammzellen durch Tötung von Menschen einverstanden sein, 26 Prozent dagegen. In Belgien
und Schweden soll der Ja-Anteil sogar bei über 70 Prozent liegen. Die tödlichen Menschenversuche sind
auch wissenschaftlich höchst
umstritten.
Weder warm noch kalt?USA. Die US-Anglikaner haben sich bei
der
Bischofsweihe von Homos auf einen Kompromiß geeinigt. Bei einer Generalversammlung im nordöstlichen
US-Bundesstaat Ohio forderten sie ihre Bischöfe und Gemeinden am Mittwochabend auf, Wahlen von Kirchenleuten
mit homo-ideologischem Bekenntnis nicht zu fördern oder gutzuheißen. Die vergleichsweise vage Formulierung
hat keinen bindenden Charakter. Am Vorabend hatten sich die Delegierten noch mehrheitlich gegen ein Verbot
der Homo-Weihen ausgesprochen. In der konkreten Praxis wird es wohl so aussehen, daß die Homo-Ideologie
bei den US-Anglikanern ungebremst Einzug halten wird.
Behinderte gehören ausgemerztDeutschland. Der
Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Behindertenpolitik, Hubert Hüppe, warnte vor dem
jüngsten
französischen Schadspruch im Falle zweier französischer Schwerbehinderter. Der in Straßburg
verhandelte Fall öffne die Tür in Richtung auf die rechtliche Vorstellung des ‘Kindes als Schaden’.
Damit werde das Existenzrecht von Behinderten unübersehbar in Frage gestellt. Das deutsche Bundesverfassungsgericht
habe dagegen 1993 klargestellt, daß eine „rechtliche Qualifikation des Daseins eines Kindes als Schadensquelle“
von Verfassungswegen nicht in Betracht komme.
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#12
aphrodite † 10:41:58 | Montag, 26. Juni 2006
#11
Babylon † 14:19:17 | Samstag, 24. Juni 2006
#10
teleologe 08:22:26 | Samstag, 24. Juni 2006
#9
Gotthard 21:21:37 | Freitag, 23. Juni 2006
#8
Benedikt 17:59:19 | Freitag, 23. Juni 2006
#7
Freinsberg 13:53:33 | Freitag, 23. Juni 2006
#6
QUIS UT DEUS 13:44:39 | Freitag, 23. Juni 2006
#5
stat crux 12:49:27 | Freitag, 23. Juni 2006
#4
aphrodite † 12:00:17 | Freitag, 23. Juni 2006
#3
Bruder Theophil 09:52:17 | Freitag, 23. Juni 2006
#2
Laurentius2 09:33:06 | Freitag, 23. Juni 2006
#1
Initiative "Nie wieder!" 09:07:56 | Freitag, 23. Juni 2006