Österreich
Redeverbot in der Diözese Linz?
Nach einem Weiheaufschub für den Linzer Skandaldiakon wird der zuständige Bischof von radikalen Klerikerkreisen und abgefallenen Priestern unter Druck gesetzt. Offen und lauthals behaupten sie eine „Gefährdung der Meinungsfreiheit“.
(kreuz.net, Linz) Der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, nahm heute zum Aufschub der Priesterweihe des Linzer Diakons Andreas Golatz Stellung.

Mons. Schwarz äußerte sich vor Journalisten des ‘Österreichischen Rundfunks’ und vor der kirchenfeindlichen Tageszeitung ‘Der Standard’.

Der Bischof erklärte, daß das umstrittene
Interview des Diakons in der Diözese Linz große Turbulenzen hervorgerufen habe. Der Entschluß, die Weihe zu verschieben, sei in einem Gespräch mit dem Weihekandidaten zustande gekommen.

Seine Aufforderung zu einem „Aufstand gegen Rom“ und seine Befürwortung des Frauenpriestertums gingen mit dem Versprechen der Loyalität und des Gehorsams bei der Priesterweihe nicht konform.

Derartige Äußerungen dürften so kurz vor der Weihe so nicht stehenbleiben.

Bischof Schwarz betonte, daß er keine Weisung von Rom bekommen habe, die Priesterweihe des umstrittenen Diakon aufzuschieben. Er habe jedoch den Nuntius informiert, so Mons. Schwarz.

Das Bekanntwerden des Weiheaufschubs hat jetzt in der sehr liberalen Diözese Linz starke Reaktionen hervor.

So empörte sich der Dechant des Dekanats Linz-Süd, Hw. Franz Handlechner. Es sei ein Skandal, daß man „die eigene Meinung“ nicht mehr öffentlich sagen dürfe.

Er solidarisiere sich mit Golatz, erklärte der Dechant trotzig.

Solche Aussagen von Linzer Diözesanpriestern sind nicht verwunderlich. Auch die von Bischof Schwarz eingesetzte Leitung des Linzer Priesterseminars sowie Professoren der theologsichen Privatuniversität Linz haben sich in der Vergangenheit ähnlich geäußert.

Der abgefallene Priester, Mag. Ludwig Puchinger, erklärte vor dem ‘Österreichischen Rundfunk’ als Vertreter der sogenannten ‘Vereinigung Priester ohne Amt in Oberösterreich’: „Ich finde die Sache ganz schlimm, wenn es nicht mehr möglich ist, daß man in der Kirche seine Meinung sagt.“

In dem heutigen Pressegespräch nahm Bischof Schwarz auch zu diesen Äußerungen Stellung.

Es sei nicht sein Stil, das offene Denken zu verbieten, erklärte der Bischof. Er bemühe sich immer um ein offenes Gespräch. Es gehe ihm um eine kritische Loyalität zur Kirche.

Gleichzeitig wies Bischof Schwarz darauf hin, daß seine Diözese Teil der Gesamtkirche sei. Deshalb schulde sie ihr auch Loyalität: Die Kirche respektiere die Freiheit jedes Einzelnen. Gefordert sei aber Loyalität.

Als Bischof sei er immer um einen väterlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern und den Gläubigen bemüht. Er habe kein anderes Interesse, als für die Gläubigen da zu sein.

Es sei aber auch seine Aufgabe, auf die Anliegen und Richtlinien der Weltkirche hinzuweisen.
      
37 Lesermeinungen
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#38   Brigitte Bussmann   08:56:55 | Samstag, 8. Juli 2006
Redeverbot im Bistum Linz
wann versteht Bischof Schwarz endlich, dass nicht nur jeder Weihekandidat, sondern auch jeder Priester nur seinem eigenen Gewissen verpfichtet ist. Dieses Gewissen muss über dem Gehorsamsanspruch des Bischofs stehen oder weiß Bischof Linz nicht, dass jeder seinem Gewissen zu folgen hat, selbst wenn es unüberwindlich irrt? Dies ist alte moraltheologische Lehre der katholischen Kirche.
Aber Diakon Andreas Gorlatz irrt nicht –- Bischof Dr. Schwarz soll endlich verstehen und mit ihm die Bischöfe der ganzen europäischen Kirche incl. Papst Benedikt, dass endlich Reformen, besonders die Aufhebung der Zölibatsverpflichtung nun endgültig erfolgen muss.
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#37   Babylon †   15:35:11 | Montag, 26. Juni 2006
@ venus: Genau, und deswegen auch keine Sakramente,
keine Hierarchie, kein Pristertum, keine Messe, keine Evangelien selbst geschrieben, keine Evangelien kurz nach seinem Tod geschrieben (der Herr kommt ja sowieso bald auf den Wolken des Himmels) etc.
Und erst, als der Herr ausblieb: Institutionalisierung der neuen Glaubensrichtung, mit allem drum und dran.
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#36   aphrodite †   10:32:08 | Montag, 26. Juni 2006
@ deusexmachina:
Scheinbar… hat er nicht, hm?
Natürlich nicht. Er hat die Basileia tou theou noch zu seinen Lebzeiten erwartet. „Kirchenrecht“ war ihm wirklich schnurzpiepe – wenn das Ende kommt, braucht’s schließlich keine „Kirche“. Dementsprechend hat Jesus ja auch keine gegründet.
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#35   Benedikt   13:56:57 | Sonntag, 25. Juni 2006
@ DDL
Benedikt, dieser Satz tut Ihnen doch vermutlich (hoffentlich) jetzt schon leid, oder?
Nein, wieso?
Was wäre denn das für ein „Glaube“, der zu seiner Aufrechterhaltung ein solches Stützkorsett benötigt? Das hat mit „glauben“ doch nichts mehr zu tun, das ist pures Regelbefolgen und wortwörtlich „Nachbeten“.
Falscher Ansatz. Um zu garantieren, dass der eigene Glaube – wenigstens in den Essentialia – auch der Glaube ist, den die Väter und Urväter hatten, ist es eben notwendig, gewisse Dinge als nicht dem Glauben zugehörig zu definieren. Wie Sie sich sicher vorstellen können, ist es durchaus die entscheidende Frage, ob der eigene Glaube dem der Apostel entspricht. Ansonsten ging ja völlig die Sicherheit verloren, an das Richtige zu glauben.
Vermittelt werden soll also nur das, was wirklich als dem Glauben zugehörig gilt. Hier muss nun jeder entscheiden, ob er damit etwas anfangen kann oder nicht. Den Glauben aber nach Belieben so verbiegen dass es einem persönlich passt, dass man sich nicht ändern muss – was soll das bringen?
Offenkundig HAT Ihre Religion die ersten Jahrhunderte OHNE dieses Korsett überlebt.
Das ist doch falsch. Schon die Apostelbriefe enthalten Anweisungen. Das ist nichts anderes.
Wenn Ihr Gründer, Jesus, diesen ellenlangen Regelkatalog gewollt hätte – wieso hat er Ihnen den dann nicht mitgegeben?
Er gab uns den Heiligen Geist. Das genügt.
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#34   deusexmachina   13:45:38 | Sonntag, 25. Juni 2006
@Benedikt
„Ein Glaube lässt sich eben nur mit einer festen Disziplin bewahren.“
Benedikt, dieser Satz tut Ihnen doch vermutlich (hoffentlich) jetzt schon leid, oder?
Was wäre denn das für ein „Glaube“, der zu seiner Aufrechterhaltung ein solches Stützkorsett benötigt? Das hat mit „glauben“ doch nichts mehr zu tun, das ist pures Regelbefolgen und wortwörtlich „Nachbeten“.
Zudem sind Sie natürlich historisch widerlegt, denn jeder Regel geht ja ein diesbezüglich regelloser Zustand voraus. All die katholischen Dogmen, Regeln, Traditionen haben sich über 2000 Jahre gebildet und NICHT am Tag nach Himmelfahrt im Jahre 30 n.Chr. Offenkundig HAT Ihre Religion die ersten Jahrhunderte OHNE dieses Korsett überlebt.
Wenn Ihr Gründer, Jesus, diesen ellenlangen Regelkatalog gewollt hätte – wieso hat er Ihnen den dann nicht mitgegeben? Also als klipp und klare Anweisungen, etwa als „Gebote 11-100“, statt in Form von Gleichnissen, über deren Interpretation sich folgende Generationen die Schädel einschlagen würden? Als Gott wäre er sich der Notwendigkeit eines solchen Regulariums ja bewusst gewesen – WENN er Ihre Auffassung geteilt hätte.
Scheinbar… hat er nicht, hm?
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#33   teleologe   13:32:23 | Sonntag, 25. Juni 2006
Mama, der hat mich gehaut!
hinterher beschweren gilt nicht.
Nein, das gilt nicht! Du kannst nicht einfach was sagen, das gilt einfach nicht! Aua! Jetzt hau mich nicht du ur blöder du! Das sag ich meiner Mama! Maaaammmaaaa, der hat mich gehaut! Der is so ur blöd. Und geredet hat er auch, einfach so. Das gilt nicht!
;-)
Your Kindergarten-Cop
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#32   aphrodite †   13:28:48 | Sonntag, 25. Juni 2006
Oje, der Arme!
Ein Glaube lässt sich eben nur mit einer festen Disziplin bewahren.
Ich habe meine tolle, post-gebadete Stimmung gleich verloren, als ich auf obiges gestoßen bin. Nicht, dass es mich sonderlich berühren würde, denn immerhin halte ich ja auch mit eiserner Disziplin (tägliches Schaumbaden) am Glauben an die oberste Rein- und Geschmeidigkeit fest, aber der Herr Benedikt tut mir einfach leid! :'( Zum Trost dafür, dass er für seinen Glauben eine eiserne (besser steinerne) Disziplin braucht, lade ich ihn gerne zum gemeinsamen Schaumbaden ein – keine Angst, meine Wanne ist groß genug für den enthaltsamen Abstand! ;-)
Und allen anderen, die ihren Glauben nur durch Dogmen, Bestimmungen, Regeln und Disziplin ausüben und bewahren können, sei zur Festigung desselben im höchsten Maße ein wenig Vertrauen gewunschen. Wo bleibt die Liebe? :(3
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#31   Benedikt   13:21:53 | Sonntag, 25. Juni 2006
@ Puchil2
Es ging bei dem Interview mit Diakon Golatz nur um kirchendisziplinäre Themen nicht um Fragen des Glaubens und der Sitte. Du kirchenzisplinären Themen wird man wohl noch seine subjektive Meinung sagen dürfen, ohne gleich als Häretiker und Schismatiker abgekanzelt zu werden.
Daran glauben Sie ja wohl selber nicht. Wenn Frauen ordiniert werden, werden die „Reformer“ doch mit ihren Forderungen nicht aufhören, jeder der das glaubt, ist höchst naiv. Die Forderungen werden immer weitergehen, ab diesen Zeitpunkt mit dem unschlagbaren Argument „Bei der Frauenordination haben sie ja auch nachgegeben.“ Ab diesem Zeitpunkt wird keine Lehre mehr sicher stehen, das gebe ich Ihnen gerne schriftlich. Ein Glaube lässt sich eben nur mit einer festen Disziplin bewahren. Ganz besonders sind hier jene gefordert, denen die Gläubigen anvertraut sind, Diakone, Priester und Bischöfe. Das haben die alles gewusst, ehe sie in diesen Dienst getreten sind, hinterher beschweren gilt nicht.
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#30   Puchil2 †   23:33:49 | Samstag, 24. Juni 2006
An sacerdos helveticus
Es gibt namhafte Theologen, die bezweifeln, dass es sich bei der Festlegung der Ablehnung der Frauenordination durch Papst Johannes Paul II. tatsächlich um eine unfehlbare Entscheidung handelt!
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#29   Nólimon   14:44:44 | Samstag, 24. Juni 2006
„Geschwisterliche Kirche“
Wer von einer „geschwisterlichen Kirche träumt“ ist wahrscheinlich als Einzelkind aufgewachsen … ;-)
Geistliche, die „die das aussprechen, was sie Denken und Fühlen“, die sozusagen ständig ihre Befindlichkeiten vor den Leuten ausbreiten, öden doch ihre Zuhörer an. Wer will denn das hören? Ich jedenfalls nicht …
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#28   teleologe   10:43:13 | Samstag, 24. Juni 2006
@Römischkatholisch
Ein paar Fragen:
1) Glaubst du, dass es der Wille Gottes ist, dass Priester nicht heiraten dürfen? Wenn ja wieso? Könnte ihm das nicht wurscht sein? Und glaubst du wirklich, dass Gott eine Differenz zwischen Mann und Frau sieht, wo er sie doch in der Schöpfung als gleichwertige Wesen geschaffen hat? Also hier mit Gott und Heiligem Geist zu argumentieren, hat vielleicht spirituell eine schöne Bedeutung, aber bei so einer grundlegenden Diskussion und Problematik wie die der heutigen Kirche und ihrer Zukunft kann man nicht einfach sagen „Gott wirds schon so meinen“ – weil man nicht weiß, was er meint.
2) Das hängt mit der Verdunstung des Glaubens zusammen und WIE der Glaube weitergegeben wird. Aha. Also, Gegenvorschlag? Was ist mit den hunderten verhinderten Priestern? Und mit jenen, die schon welche waren, aber dann geheiratet haben und jederzeit bereit wären, das Amt bei veränderten Vorzeichen wieder auszuüben?
3) Glaubst du wirklich, dass ein Priester nur gut sein kann, wenn er unverheiratet ist? Was ist dann mit den Aposteln, waren sie keine Priester? Und Petrus – immerhin erster Papst?
Entschuldige bitte, Lehramt in allen Ehren, aber hier geht es um eine wichtige Zukunftsfrage. Und da kann man nicht mit irgendwelchen Vorlieben des Hl. GEistes argumentieren.
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#27   sacerdos helveticus   10:40:33 | Samstag, 24. Juni 2006
Zwei Paar Schuhe
Puchil2 kritisiert die fehlende Meinungsfreiheit in der Kirche und beteuert, der Linzer Diakon habe sich ja nur zu kirchendisziplinären Fragen geäussert.
Dies stimmt aber nur für den Fall des Pflichtzölibates. Hier handelt es sich um eine disziplinäre Angelegenheit und die Kirche hat die Vollmacht von der Zölibatsverpflichtung zu dispensieren, tut dies ausserhalb der unierten Ritusgemeinschaft jedoch nur in sehr seltenen Fällen. Hier weitergehende Zugeständnisse zu fordern, ist an sich nicht verboten, es sollte jedoch klar sein, dass diese Bitten mit einer Haltung von Respekt und Loyalität vorzutragen sind und eine Aufforderung zur Revolte, wie es der betreffende Kandidat getan hat, unerträglich ist.
Bei der Zulasasung von Frauen zum Priestertum handelt es sich eindeutig um eine Frage der Glaubenslehre und die Entscheidung Papst Johannes Paul II. ist endgültig und nach einer vom Papst approbierten Erklärung der Glaubenskongregation handelt es sich um eine unfehlbare Entscheidung des allgemeinen ordentlichen Lehramtes.
Wer sich dagegen auflehnt, lehnt sich gegen die göttliche Ordnung der Kirche auf und hat mit Konsequenzen zu rechnen.
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#26   Römisch-Katholisch   10:22:08 | Samstag, 24. Juni 2006
@Brigitte Bussmann
Da haben Sie leider nicht wirklich begriffen, um was es in der Kirche geht. Hier wird nicht irgendetwas oder irgendwer verkündet, sondern CHRISTUS. Paulus sagt in 2 Kor 4,5: „Wir verkünden nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn.“ So kann es nicht sein, dass jeder Priester und Diakon einfach das rauslässt, was ihm passt, sonst ist er in der katholischen Kirche am falschen Ort! Wir haben ein Lehramt und als überzeugter Katholik glaube ich, dass die Kirche der fortlebende Christus ist und im Lehramt durch das Wirken des Heiligen Geistes der Wille Gottes zum Ausdruck kommt.
Der Grund, warum wir in unserer Gegend einen solchen Priestermangel haben liegt nicht beim Pflichtzölibat oder der Frauenordination, sondern ganz an einem anderen Ort. Das hängt mit der Verdunstung des Glaubens zusammen und WIE der Glaube weitergegeben wird.
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#25   Brigitte Bussmann   08:10:11 | Samstag, 24. Juni 2006
Redeverbot im Bistum Linz
wann begreifen die katholischen Bischöfe weltweit endlich, dass auch Priester und angehende Priester sich zur Wehr setzen, weil es einfach unerträglich wird den Glauben noch an die Menschen zu verkünden, den Bischöfe nur allein zulassen.
Dies gilt auch für die Lebensumstände der Priester (Zölibat). Lieber machen Papst und Bischöfe kilometerweite Umwege, um nur nicht über die Zölibatsverpflichtung nachdenken zu müssen.
Es sollen erst einmal verheiratete ältere Männer, die vorher ständiger Diakon waren, zum Priester geweiht werden können.
Es sollte nicht nur im Bistum Linz mehr Diakone und Priester geben, die das aussprechen, was sie Denken und Fühlen auch wenn es den Bischöfen nicht gefällt.
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#24   bonifatius   21:38:38 | Freitag, 23. Juni 2006
Von @Ralf B.bis nach Babylon
Euere Liebe für angehende Antipriester ist bezeichnend und kennzeichnet den typischen antichristlichen Kämpfer, der eine bestimmte Heimat sein eigen nennen kann, die zu nennen nicht in das Schema der political korrektness passen würde.
Shalom
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#23   Babylon †   20:01:19 | Freitag, 23. Juni 2006
@ Ralf B: Absolut treffend!
Besser hätte ich es nicht sagen können.
Dieser Zynismus gegen den Menschen ist schon merkwürdig.
Man könnte ja auch noch das so furchtbar süßliche „Was Ihr einem meiner geringsten Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan“ bringen, oder daß die Nächstn- der Gottesliebe gleichgestellt wird…
Ach, alles verkackte Anthropozentristen! o.O
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#21   Puchil2 †   19:58:08 | Freitag, 23. Juni 2006
An Benedikt
Es ging bei dem Interview mit Diakon Golatz nur um kirchendisziplinäre Themen nicht um Fragen des Glaubens und der Sitte. Du kirchenzisplinären Themen wird man wohl noch seine subjektive Meinung sagen dürfen, ohne gleich als Häretiker und Schismatiker abgekanzelt zu werden.
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#20   semiotico   19:57:14 | Freitag, 23. Juni 2006
Lieber Benedikt,
Die Kritik, die der Priester in spe in diesem Interview angebracht hat, sind bei weitem nicht das, was „ihm gerade eingefallen ist“. Hätten Sie das Posting des zurückgetretenen Priesters genauer gelesen, dann hätten Sie vielleicht gemerkt dass es inzwischen so zahlreiche Gruppierungen gibt, die ein und dasselbe fordern – von Laien (die Ihnen ja scheinbar eh nichts bedeuten) über Diakone, Priester bis hin zu Bischöfen. Zu sagen: „Die sind so blöd, weil sie widersprechen alle der katholischen Lehre!“ ist nicht nur kleinlich und auch zimelich kindisch, sondern noch dazu einfach dumm. Es gibt Probleme in dieser Kirche und diese weiterhin durch PAuschalantworten von der Zentralregierung aus zu lösen ohne auf die vielzitierte „Basis“ zu hören – und die gibt auch in Leuten wie diesem Diakon ihre Stimme ab. Es ist nicht die Privatmeinung eines einzigen, es ist eine Grundstimmung in der Basis der Kirche, daran müssen Sie sich gewöhnen!
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#19   Sulpicius   19:51:49 | Freitag, 23. Juni 2006
@Ralf B.
Mir kommen die Tränen ob Ihrer Philanthropie…
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#18   Benedikt   17:56:18 | Freitag, 23. Juni 2006
Puchinger
Hr. Puchinger kann hier ja mal kundtun, wie er sich die Tradierung des Glaubens vorstellt, wenn jene, die dieses Amt ausüben sollen, sämtlich erzählen dürfen, was ihnen gerade so einfällt.
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#17   Ralf B. †   17:42:54 | Freitag, 23. Juni 2006
@MK28
Genau. Aufgrund des Aussehens urteilen, das will unser Gott ja unbedingt.
Und die Juden haben eine Hakennase, weil sie so gierig sind.
Und die Neger so wulstige Lippen, weil sie ja noch halbe Tiere sind.
Hoffentlich glauben Sie nicht noch an diesen Jesus. Nach allen Darstellungen hatte der nämlich lange Haare und war vermutlich nach Ihren physiognomischen Kategorien ein Untermensch.
Gibt’s eigentlich eine Website „der-stuermer.de“? Da würden Ihre Kommentare bestimmt gerne gesehen. Und den Julius-Streicher-Preis in Braun gibt’s dann am Jahresende.
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#16   Adamah   17:15:48 | Freitag, 23. Juni 2006
Brutal
Golatz ist – den Fotos nach zu urteilen – ein Sozialversager. Der ist jetzt erst einmal mental nicht so gut drauf.
So viel Liebe ist erdrückend :-!
Was werden sie sagen wenn Stephen Hawking nicht bekannt wäre? :-O
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#15   Sulpicius   17:15:18 | Freitag, 23. Juni 2006
@Mk28
Sie bringen es immer auf den Punkt. Glückwunsch!
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#14   MK28   17:01:39 | Freitag, 23. Juni 2006
Der Diakon wird geweiht? – Noch ist er es nicht!
Wenn der Bischof und sein Deppendiakon cool wären, dann würde Golatz geweiht werden, mag sein. Aber sind sie es?
[v.d.Red.zens.]Und der Bischof hat Angst, vor der linken Öffentlichkeit, vor kreuz.net und kath.net und vor Rom. Und Angst lähmt.
Hier passiert erst einmal nichts mehr. Abwarten: In zwei Wochen erlebt Golatz sein coming out und wird Mitarbeiter in der bischöflichen Pressestelle oder anderswo, wo man a) akatholisch b) unfähig und c) mit Stallgeruch ausgerüstet sein muß.
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#13   ExBochumer †   16:49:32 | Freitag, 23. Juni 2006
Der Begriff
„One Man show“ ist gut.
Dies sollten sich die entsprechenden Herren, wie Jansen etc. mal zu Herzen nehmen. Die sind die Selbstdarsteller, die für die Zerstörung der Kirche eintreten und sich selbst darstellen und sich selbst in den Vordergrund stellen.
exBochumer
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#12   Babylon †   16:38:57 | Freitag, 23. Juni 2006
Der Diakon wird geweiht!
Das ist nur eine Anstandfrist, bis Gras darüber gewachsen ist. Da können sich die Tradis hier schon mal mit abfinden.
Außerdem zeigen die Reaktionen von Priestern und Medien, daß ein hier häufig befürwortetes „hartes Durchgreifen“ nur dazu führen würde, daß den Bischöfen der Laden um die Ohren fliegen würde, wenn sie das machen würden/wollten.
Mich freut das. :-)
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#11   Adamah   16:31:33 | Freitag, 23. Juni 2006
Skandal?
Es sei ein Skandal, daß man „die eigene Meinung“ nicht mehr öffentlich sagen dürfe.
Skandal? Blödsinn! Und nicht unüblich.
Das tun Politiker auch nicht und wenn sie eine andere Meinung kund tun als die der Parteiführung werden sie gefeuert. Die gilt insbesondere für Diplomaten.
Manager von BMW werden niemals sagen das Audi besser ist, außer wenn sie ein neuen Job schon haben. :-)
Diakon oder Priester sind Vertreter der Kirche und kein One Man Show. ^-^
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#10   aphrodite †   16:20:46 | Freitag, 23. Juni 2006
@ semiotico:
Bravissimo! :)3
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#9   semiotico   16:18:54 | Freitag, 23. Juni 2006
Bravo, Herr Diakon!
Dem Diakon kann man nur gratulieren, dass er hier hart bleibt. Wie will jemand dem Bischof und der Kirche Gehorsam und Loyalität versprechen, wenn sie solchen Unsinn von sich gibt? Da ist er in der römisch-katholischen Kirche am richtigen Ort – um was zu ändern.
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#8   Römisch-Katholisch   15:36:34 | Freitag, 23. Juni 2006
Bravo, Herr Bischof!
Dem Bischof kann man nur gratulieren, dass er hier hart bleibt. Wie will jemand dem Bischof und der Kirche Gehorsam und Loyalität versprechen, wenn er solchen Unsinn von sich gibt? Da ist er in der römisch-katholischen Kirche am falschen Ort.
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#7   Beobachterin   15:26:47 | Freitag, 23. Juni 2006
Ein Lob für Bischof Schwarz
Ich möchte Herrn Bischof Ludwig Schwarz an dieser Stelle zu seiner Entscheidung beglückwünschen.
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#6   ExBochumer †   14:53:24 | Freitag, 23. Juni 2006
In der Traditon der r.k. Kirche stehend
ist der Bischof von Linz.
Oder offenbar nicht?
Hoffentlich wird der abgefallene PA-Kandidat nicht doch noch geweiht.
Die Zeit heilt Wunden – wie ein Sprichtwort schreibt.
In diesem Fall auch?
Ich hoffe auf eine Stellungnahme von Gregorius.
Der weiß ja, wer gemeint ist.
Er hat ja Fürsprache für den abtrünnigen PA-Kandidaten genommen, nicht wahr, „Stimme aus Wien“???
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#5   Freinsberg   14:23:08 | Freitag, 23. Juni 2006
@iustus @aphrodite
Assoziation zu väterlichem Umgang: Das Buch des Salzburger Religionspädagogen Anton Bucher „Braucht Mutter Kirche brave Kinder? Religiöse Reifung contra kirchliche Infantilisierung“ (München: Kösel 1997).
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#4   Sulpicius   14:21:11 | Freitag, 23. Juni 2006
Also, nach dem, was man…
… seit Jahren aus der Diözese Linz hört, scheint da ja nun wirklich kein Redeverbot zu bestehen. Jeder kann da ja quasseln, was er will, wenn es sich um die Kirche dreht.
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#3   virOblationis   14:07:58 | Freitag, 23. Juni 2006
Frucht des Konzils
So sieht es in der Kirche aus, wenn man Meinungsbeliebigkeit an die Stelle der Liebe zur Wahrheit setzt.
Ein gesegnetes Herz-Jesu-Fest wünscht allen
virOblationis
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#2   iustus   14:03:13 | Freitag, 23. Juni 2006
@aphrrodite: Die Perspektive stimmt!
Auf der Homepage eines anderen Nachrichtendienstes liest sich das so:
„Angesprochen auf den Vorwurf, er pflege mit seinen Mitarbeitern keinen geschwisterlichenUmgang sagte Schwarz, dass er sich immer um einen väterlichenUmgang mit seinen Mitarbeitern und den Gläubigen bemühe.“
Es darf also vermutet werden, dass Bischof Schwarz seine Worte vor dem Aussprechen wohl durchdacht hat. Und recht hat er. :-]
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#1   aphrodite †   13:57:30 | Freitag, 23. Juni 2006
Perspektivenwechsel nötig:
Als Bischof sei er immer um einen väterlichen Umgang mit seinen Mitarbeitern und den Gläubigen bemüht.
Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Geschwisterlichkeit?
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