Hexen
Die unterschlagene Revolution
Eine verbreitete Waffe im Kampf gegen die Kirche ist die Behauptung angeblicher Hexenverfolgungen durch die katholische Inquisition. Doch wie alle Märchen hat auch dieses jetzt ein Ende. Von Jenny Gibbons.
(kreuz.net) Seit den späten 70er Jahren hat in der Erforschung der historischen Hexerei und der großen europäischen Hexenjagd eine stille Revolution stattgefunden.

Diese Revolution war vielleicht nicht so dramatisch wie die Entwicklungen in der Radiokarbon-Datierung. Doch viele Ansichten über die Hexenjagd, die das Feld vor dreißig Jahren noch souverän beherrschten, sind inzwischen verschwunden. Sie wurden von einer Flut von neuem Datenmaterial hinweggefegt.

Leider sind nur wenige der neuen Ergebnisse in die Geschichtskenntnisse der Allgemeinheit eingegangen. Viele Artikel in Magazinen der neuheidnischen Bewegung enthalten fast keine zuverlässigen Informationen über die „Zeiten der Verbrennungen“, vor allem weil sie sich so massiv auf überholte Forschungsergebnisse stützen.

Worin bestand diese Revolution bei der Erforschung der Hexenverfolgungen?

In der Zeit um 1975 hörten Historiker auf, sich bei ihren Arbeiten auf Dokumente der Hexenjagd-Propaganda zu berufen und begannen, ihre Studien auf sorgfältige, systematische Untersuchungen aller Hexenprozesse einer bestimmten Gegend zu basieren.

Seit den Zeiten der großen Hexenjagd haben sich Autoren in ihren Schriften auf Propagandatexte von Hexenjägern berufen: Hexenjagd-Handbücher, Predigten gegen Hexerei, und schauerliche Pamphlete über spektakulärere Prozesse.

Es war allgemein bekannt, daß dieses Quellenmaterial unzulänglich war. Es entsprach dem Versuch, das Phänomen des Satanismus in den USA ausschließlich mit Hilfe des Informationsblattes der ‘MoralMajority’ oder des ‘National Enquirer’ zu erforschen.

Die wenigen zitierten Prozesse, waren die größeren und berüchtigteren. Oft verwendeten Historiker literarische Erzählungen darüber – nicht die Gerichtsakten selber. Das ist mit einer Vorgehensweise zu vergleichen, die sich statt auf Prozeßdokumente auf ein Doku-Drama im Fernsehen („Basiert auf einer wahren Geschichte!“) beruft.

Ein besseres Quellenmaterial existierte nicht. Gerichte, die Hexen verurteilten, hatten aber durchaus schriftliche Zeugnisse hinterlassen – Urteile, Listen mit eingezogenen Gütern, Fragen, die während der Untersuchungen gestellt wurden, und die Antworten, welche die Hexen gaben. Diese Texte wurden von Leuten verfaßt, die über das, was in Wirklichkeit geschah, im Bild waren.

Dagegen gründeten die Bücher der zeitgenössischen Hexenjäger häufig auf Gerüchten und auf Hörensagen. Wenige hatten Zugang zu zuverlässigen Informationen. Gerichte hatten weniger Anlaß zu lügen, weil sie in den meisten Fällen einfach festzuhalten versuchten, was geschehen war: Wieviele Hexen hingerichtet wurden, wieviel Geld sie konfiszierten oder verloren usw.

Zeitgenössische Hexenjäger schrieben dagegen, um die Leute zu überzeugen, daß die Hexerei eine schwere Bedrohung der Welt wäre. Je mehr Hexen es gab, desto größer war die „Bedrohung“. Darum übertrieben die Hexenjäger häufig die Anzahl der Toten und streuten wilde Vermutungen über die Menge der existierenden Hexen.

Ferner behandeln die existierenden Gerichtsunterlagen die ganze Bandbreite der Prozesse, nicht nur die schauerlichsten und spektakulärsten.

Doch die Gerichtsdokumente besaßen einen entmutigenden Nachteil: Es gab davon zu viele. Hexenprozesse waren unter buchstäblich Millionen anderer Prozeßakten aus der gleichen Periode verstreut.

Für die meisten Historiker war der Aufwand zu groß, sich durch diese Masse von Daten durchzuarbeiten. Eine Ausnahme war Cecil L’Estrange Ewen.

Im Jahr 1929 publizierte Ewen die erste systematische Untersuchung der Gerichtsakten der englischen Grafschaft Essex – nordöstlich von London – unter dem Titel: „Hexenjagd und Hexenprozesse“. Sein Werk konzentrierte sich auf England und zeigte eindrücklich, wie viele Quellen die Literatur bisher unbeachtet ließ.

In der Grafschaft Essex entdeckte Ewen zum Beispiel dreißig Mal mehr Gerichtsverhandlungen als alle vorhergehenden Untersuchungen. Frühere Historiker hatten ihre Untersuchungen auf nur 3% der zugänglichen Quellen basiert. Diese 3% waren von den restlichen 97% sehr verschieden.

In den 70er Jahren folgten andere Historiker auf Ewens Spuren. Auf diese Weise steigerte sich die Qualität und Quantität der zugänglichen Quellen auf eine ungeahnte Weise.

Jetzt haben wir die Möglichkeit, alle Gerichtsverhandlungen eines Gebietes zu überblicken und zu sehen, wie ein „normaler“ Hexenprozeß ablief. Gerichtsunterlagen enthalten oft detaillierte Informationen über das Geschlecht, die soziale Stellung und den Beruf der Angeklagten.

Heute besitzen wir zum ersten Mal eine gute Vorstellung von den Ausmaßen der großen Hexenjagd: wo die Gerichtsverhandlungen stattfanden, wer prozessiert wurde, wer hinrichtete und wie viele Menschen ihr Leben verloren.

Jenny Gibbons – die Autorin des Beitrages – studierte Mittelalterliche Geschichte und ist Anhängerin eines modernen Hexenkultes.

Nächstes Mal: 400 Hexen auf einen Streich?
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Die unterschlagene Revolution
2. 400 Hexen auf einen Streich? 3. Die große Preisfrage: Wann war die Zeit der Hexenverbrennungen? 4. Die überraschende Landkarte der Hexenjagd 5. Wer verurteilte die Hexen? 6. Das Märchen von der hexenjagenden Inquisition 7. Wer war am stärksten in Gefahr, unter Hexenverdacht zu fallen? 8. War der Hexenwahn ein Ausbruch des Frauenhasses? 9. Neun Millionen getötete Hexen?
      
47 Lesermeinungen
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#47   Andreas_Rau   11:18:45 | Freitag, 5. September 2008
es hat wirklich keine Hexenverfolgung gegeben
wenn man es nämlich genau betrachtet, gibt und gab es KEINE Hexen und Zauberer. Es gab Menschen. Es gab Frauen und Männer, die der Hexerei oder dem Pakt mit dem Teufel angeklagt waren, weil sie suspekt waren und Dinge getan haben, die andere nicht verstanden – oder schlicht, weil sie dem Nachbarn nicht passten. Um es richtig zu stellen. Es war eine Menschenjagd! Und es war Mord – die sicherlich nicht allein durch die Kirche zu verantworten ist, aber ihren (nicht unerheblichen) Anteil hatte sie da. Da hilft auch kein Leugnen.
Der Begriff „Hexenverfolgung“ impliziert, dass diese Menschen wirklich schlecht gewesen seien. Und das ist eine nachträgliche Herabwürdigung von Menschen und demütigt Opfer auch noch nachträglich.
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#46   methusalix †   11:35:29 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Dank für den Link Benedikt;
Das habe ich dort gefunden:
Wikipedia: Die Tragik von Galileos Wirken liegt darin, dass er – als ein zeitlebens tiefgläubiges Mitglied seiner Kirche – den Versuch unternahm, ebendiese Kirche vor einem verhängnisvollen Irrtum zu bewahren.
Und das soll jetzt der Grund sein, einen Menschen mit Folter und Tod zu bedrohen? Eine Kirche, die die Nächstenliebe ins Stammbuch geschrieben bwekommen hat? Da geht es nicht um Nächstenliebe. Das ist pures Machtdenken.
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#45   Benedikt   15:44:42 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@ methusalix
In jedem modernen Astronomiebuch finden Sie die Forschungsergebnisse des Galilei verzeichnet. In keinem Astronomiebuch habe ich etwas über den Astronomen Nicolaus Cusanus und seine angebliche Verteidigung oder Verkündung eines heliozentrischen Weltbildes gefunden.
Was soll das jetzt beweisen?
Der Mann hat wohlweislich geschwiegen und die Machtfrage über die Deutungshoheit naturwissenschaftlicher Erkenntnise NICHT gestellt.
Gucken Sie mal hier:
de.wikipedia.org/wiki/Galileo_Galilei
Er wusste, was ihm blühen würde. Er musste schliesslich wissen, was Girdano Bruno geschehen war.
Eher nicht. Nikolaus von Kues starb 84 Jahre vor der Geburt Giordano Brunos.
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#44   methusalix †   15:22:36 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@benedikt
warum die Kirche nichts gegen Nikolaus unternommen hat,
In jedem modernen Astronomiebuch finden Sie die Forschungsergebnisse des Galilei verzeichnet. In keinem Astronomiebuch habe ich etwas über den Astronomen Nicolaus Cusanus und seine angebliche Verteidigung oder Verkündung eines heliozentrischen Weltbildes gefunden. Der Mann hat wohlweislich geschwiegen und die Machtfrage über die Deutungshoheit naturwissenschaftlicher Erkenntnise NICHT gestellt. Er wusste, was ihm blühen würde. Er musste schliesslich wissen, was Girdano Bruno geschehen war.
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#43   Benedikt   12:15:16 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@ methusalix
Na und warum dann der hinterfotzige Angriff der Kirchenbeamten auf Galileo? Doch die Machtfrage, oder? Die Herren fühlten sich auf den Schlips getreten und wollten dem armen Kerl zeigen wo der Hammer hängt; was sie dann auch sehr ausführlich getan haben.
Diese Frage zu beantoworten ist an Ihnen, werter Methusalix. Macht- und Glaubensfragen können Sie allerdings nicht als Antwort heranschaffen, da diese nicht erkläre würde, warum die Kirche nichts gegen Nikolaus unternommen hat, sondern ihn sogar zum Kardinal aufsteigen ließ. Sie müssen schon andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Wenn Sie das denn überhaupt wollen.
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#42   methusalix †   11:32:46 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@benedikt
Ob die Kirche dieselbe Meinung hatte oder nicht – Nikolaus wurde Kardinal. So schlimm kann die Kirche seine Überlegungen also nicht gefunden haben.
Na und warum dann der hinterfotzige Angriff der Kirchenbeamten auf Galileo? Doch die Machtfrage, oder? Die Herren fühlten sich auf den Schlips getreten und wollten dem armen Kerl zeigen wo der Hammer hängt; was sie dann auch sehr ausführlich getan haben.
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#41   Benedikt   11:14:18 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@ Babylon
Bereits Nikolaus v. Kues – später auch Kurienkardinal – hatte das heliozentrische Weltbild angedacht und auch viele weitere sehr eigenständige Meinungen. Das heißt natürlich nicht, daß dies auch von der Kirche so gesehen wurde. Er war einfach ein ziemlich freier Denker.
Ob die Kirche dieselbe Meinung hatte oder nicht – Nikolaus wurde Kardinal. So schlimm kann die Kirche seine Überlegungen also nicht gefunden haben.
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#40   Babylon †   01:39:54 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Die Lage ist etwas komplexer!
Geo-/ heliozentrisch:
Bereits Nikolaus v. Kues – später auch Kurienkardinal – hatte das heliozentrische Weltbild angedacht und auch viele weitere sehr eigenständige Meinungen. Das heißt natürlich nicht, daß dies auch von der Kirche so gesehen wurde. Er war einfach ein ziemlich freier Denker.
de.wikipedia.org/…ki/Nikolaus_von_Kues
Dann sollte man auch noch den Kopernikus-Artikel lesen, weil dort deutlich gemacht wird, daß die heliozentrische These zu diesem zeitpunkt weniger als Ketzerei, sondern mehr als Schwachsinn galt und darum eher ungefährlich war. erst durch Luther kam Polemik in das Thema, die dann auch von der Kath. Kirche bekanntlich übernommen wurde. Nämlich dann, als man merkte, daß da was dran sein könnte und der Mensch eben nicht mehr im Mittelpunkt steht.
de.wikipedia.org/wiki/Kopernikus
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#39   Nanny Ogg   00:51:26 | Mittwoch, 28. Juni 2006

hmm, hätte nicht gedacht, dass eine Metapher derartige Wellen schlägt… :-S
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#38   methusalix †   00:25:15 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@benedikt
Wie erklären Sie sich eigentlich, dass ein Kardinal der Hl. Kirche ebenfalls Überlegungen zur Heliozentrik anstellte und sogar von ihr ausging (vor Galilei)?
OK, gehen wir davon aus, dass das richtig ist:
Es ist bis heute nur „Eingeweihten Gläubigen“ bekannt, dass der Kirchenfürst diese Entdeckung gemacht hat und „von ihr ausging“.
Warum?
Der Mann kannte sich in der Hierarchie aus, deren Bestandteil er ja war und hat wohlweislich die Schnauze gehalten, um der „Heiligen Inquisition“ nicht aufzufallen, da er wusste, wie man mit Menschen umging, die die Deutungshoheit der Kirchenbeamten bei naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Frage zu stellen wagten.
Andere mögliche Erklärung: Der Mann war sogar für die Schnüffler des „Heiligen“ Offiziums zu mächtig, oder hatte zu mächtige Verbündete im Kardinalskollegium, im Hochadel oder in der Kurie.
PS: Wer soll denn eigentlich dieser Heimlichtuer gewesen sein?
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#37   Benedikt   11:02:57 | Dienstag, 27. Juni 2006
@ methusalix
Und es geht um die Macht, diese Weltbilder zu verteidigen oder durchzusetzen
Wie erklären Sie sich eigentlich, dass ein Kardinal der Hl. Kirche ebenfalls Überlegungen zur Heliozentrik anstellte und sogar von ihr ausging (vor Galilei)?
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#36   methusalix †   00:18:43 | Dienstag, 27. Juni 2006
@mk28
Sie bauen hier einen Pappkameraden auf, um dann auf ihn einzudreschen.
Es geht nicht um Scheibe, oder Kugel. Es geht um das geozentrische (der Mensch als „Krone der Schöpfung“ im Mittelpunkt der Welt), oder heliozentrische (der Mensch kommt darin nur sehr am Rande vor) Weltbild.
Und es geht um die Macht, diese Weltbilder zu verteidigen oder durchzusetzen, um die Deutungshoheit naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Was glauben Sie, warum Schönborn diesen obskuren Artikel in der NYT lanciert hat? Weil er neue naturwissenschaftliche Erkenntnisse hat? Nein, aus Angst, dass eines schönen Tages ein Darwin, Einstein oder Hawking hergeht und den römisch-katholischen Wahrheitsverkündern die Geschäftsgrundlage entzieht. Einfach durch immer weiter führende Informationen über die Welt, die immer mehr Geheimnisse aufdecken, bis für die Kirchenbeamten fast nichts mehr übrig bleibt, worüber sie das Herrschaftswissen und die alleinige Deutungshoheit haben.
Und Ihren Relativismus zur Inquisition und den Frauenmorden bei den Hexenverbrennungen können Sie sich an den Hut stecken. Eine gefolterte und ermordete Frau wäre zuviel gewesen, wenn man den Absolutheitsanspruch als Massstab nimmt, den Sie bei Schwangerschaftsunterbrechungen anlegen.
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#35   MK28   17:49:32 | Montag, 26. Juni 2006
Der Gipfel der Dummheit
ist es, wenn behauptet wird, im Mittelalter hielt man die Erde für eine Scheibe. Das paßt dann zu den Millionen Opfern der Hexenverfolgung und der bösen Inquisition.
Deshalb nochmal: Seit Ptolemäus wußte jeder Gebildete – erst recht an den kirchlichen Universitäten – daß die Erde eine Kugel ist. Weiter: Die Inquisition hat – vom spanischen Sonderfall abgesehen – eine im Vergleich zu modernen Geheimdiensten geradezu harmlose Bilanz vorzuweisen (auch wenn jedes Opfer eines zu viel ist) und drittens: Die Anzahl der umgekommenen Frauen wegen des Hexenwahns ist in etwa 10 Prozent so hoch wie die regelmäßig vorgetragenen „Kampfzahlen“ irgendwelcher dümmlicher Kirchenfeinde.
Soweit die Fakten, auch wenn nicht zu erwarten ist, daß sich eingefleischte Kirchenhasser davon belehren lassen.
Wenn man nun auch noch das, was tatsächlich an Vorwerfbarem geschehen ist, geschichtlich einordnet, bleibt von den Angriffen auf die Kirche nicht viel übrig.
Aber wahrscheinlich kommt jetztgleich irgendein Schlaumeier mit den armen Menschenfressern Südamerikas.
Am Rande: Die allumfassende Angst vor § 130 StGB (Volksverhetzung) hat was Rührendes.
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#34   Benedikt   14:01:41 | Montag, 26. Juni 2006
@ Asphyx
1.) Ihnen ist ihr Humor vollkommen abhanden gekommen
Wenn es wirklich Humor bzw Satire war, dann sorry, aber Sie werden mir vielleicht zugestehen, dass dies in diesem Forum nicht leicht zu erkennen ist. Verwenden Sie doch Smilies ;-).
2.) Sie und ihre Mittäter vergessen, daß Holocaustleugnung durchaus nach dem StGB eine strafbare Tat ist und das sich dieses Gesetz nicht genau festlegt, mit welchem Genozid wir es genau zu tun haben.
1. Wessen Mittäter bin ich und was haben wir verbrochen?
2. Ihre Behauptung ist falsch, § 130 StGB bezieht sich eindeutig auf Zitat „eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung“ (§ 130 III StGB).
3. Weder die Hexenverfolgungen noch die Inquisitionsverfahren sind „Genozid“ gewesen.
Bei entsprechender Auslegung durch einen Staatsanwalt – und den kann ich für Sie beschaffen
So einen Rechtsverdreher würde ich wirklich mal gerne kennen lernen – obwohl kenn ich ja alles schon studienbedingt :-]
Ich mag keine Grillfeste wo Menschenfleisch als Eucharistie dargeboten wird.
??????
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#33   Asphyx †   13:54:10 | Montag, 26. Juni 2006
@ Benedikt
1.) Ihnen ist ihr Humor vollkommen abhanden gekommen
2.) Sie und ihre Mittäter vergessen, daß Holocaustleugnung durchaus nach dem StGB eine strafbare Tat ist und das sich dieses Gesetz nicht genau festlegt, mit welchem Genozid wir es genau zu tun haben. Sondern die Leugnung an für sich eines Genozids in Deutschland bereits strafbar ist. (Bei entsprechender Auslegung durch einen Staatsanwalt – und den kann ich für Sie beschaffen)
3.) Ich mag keine Grillfeste wo Menschenfleisch als Eucharistie dargeboten wird.
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#32   Aloah   13:48:23 | Montag, 26. Juni 2006
@ Asphyx der irre
Boah…
Wenn du doch nicht so schrecklich verblödet wärst.
Deine minderwertigkeitskomplexe stellen für dich persönlich die größte gefahr dar.
Du taugst noch nicht mal als drittklassiger pausenclown, nein du bringst es wirklich nicht.
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#31   Benedikt   13:30:02 | Montag, 26. Juni 2006
@ Asphyx
Pabst Pius XXIII.
1. PaBst ist eine andere Bezeichnung für Speibecken
2. Ein Papst Pius XXIII. ist der Weltgeschichte bislang nicht bekannt
Bei der Inquisition, dem feuchtfröhlichen Grillabend, ging es nur um den schnöden Mammon und Sex. Man sollte mal das Mindestalter der vornehmlich weiblichen Opfer betrachten, bevor man sich ein Urteil bildet.
Dies zu leugnen, ist Holocaustleugnung und damit nach deutschem Recht und Gesetz durchaus strafbar.
Es ist also nach deutschem Recht strafbar, zu behaupten, dass es sich bei der Inquisition NICHT um einen feuchtfröhlichen Grillabend etc handelte. Aha.
Dazu ist festzustellen:
1. Die Inquisition war kein feuchtfröhlicher Grillabend
2. Ihre Behauptung, es exisitiere eine Strafbarkeit der Leugnung der Hexenprozesse etc. ist kompletter Unfug. Kaufen Sie sich ein StGB.
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#30   Asphyx †   13:23:44 | Montag, 26. Juni 2006
@MK28
Gesegnet seist du!
Ich bin überrascht:
1.) Holocaustverleugnung wird in Deutschland bestraft.
2.) Es spielt keine Rolle, welche europäische Holocuast dabei geleugnet wird.
Die Anzahl der Opfer wurde zurecht nach unten korrigiert, als jemand auffiel, das damals in Europa grade mal 40 Mio Menschen lebten. Also vermeinte dieser Jemand (kann mich irren, war Pabst Pius XXIII.) unbedingt die in den Kirchenbüchern stehenden Zahlen korrigieren zu müssen.
Endergebnis: Die Forschung kommt jetzt erst drauf, daß da vielleicht eine zuviel im Spiel ist. was ich wiederum nicht glaube, gibt es doch bei Aachen einen Ort, wo während der Inquisition von 600 Bürgern 588 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Und der Ort heute immer noch zum größten Teil in Kirchenbesitz ist.
Bei der Inquisition, dem feuchtfröhlichen Grillabend, ging es nur um den schnöden Mammon und Sex. Man sollte mal das Mindestalter der vornehmlich weiblichen Opfer betrachten, bevor man sich ein Urteil bildet.
Dies zu leugnen, ist Holocaustleugnung und damit nach deutschem Recht und Gesetz durchaus strafbar.
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#29   Nanny Ogg   13:16:51 | Montag, 26. Juni 2006
hach ja
wie auch das Mittelalter nicht dunkel, sondern bunt war
Ja, es muss geradezu traumhaft gewesen sein: es gab kaum Krankheiten, die Kirche und Herrscher der damaligen Zeit kümmerten sich liebevoll um ihre Schäfchen, keinerlei Ausbeutung, ein tolerantes Nebeneinander, die Erde war noch eine Scheibe…
Und die Inquisition war ein netter Altherrenverein, der sich dann und wann zu einem gemütlichen Grillfest zusammen fand…
Achja… schee wars O:)
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#28   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   13:10:33 | Montag, 26. Juni 2006
bla bla bla
eine nahezu caritative Institution war
Muss ich dazu noch irgendwas sagen? Sie haben sich selbst aber so was von disqualifizert!
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#27   MK28   13:01:35 | Montag, 26. Juni 2006
Hexenprozesse und Inquisition
sind die „Argumente“ von Kirchenfeinden, die immer kommen, wenn man a) nicht besonders intelligent und b) argumentativ am Ende ist. Und das seit dem 18. Jhd, als die Moderne meinte, sich in abgrenzung vom angeblich finsteren Mittelalter definieren zu müssen. Aus dieser Zeit stammen die Mythen von den Millionen Opfern der Inquisition und der Hexenprozesse.
Die Zahlen sind grotesk überzeichnet, wie auch das Mittelalter nicht dunkel, sondern bunt war. Insofern sagt der verschwiemelte Artiklel Wahres.
Tatsache ist also, daß die Inquisition (vielleicht mit ausnahme von Spanien, wo Bürgerkrieg herrschte) im Vergleich zu Geheimpolizeien des 20 Jhd eine nahezu caritative Institution war und die Hexenverfolgung eher eine säkulare Masche denn ein religiöses Anliegen war. Ausmaß und kirchliche Mittäterschaft sind maßlos übertrieben.
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#26   jotam   12:19:55 | Montag, 26. Juni 2006
Schaden anrichten
Heute richten die Hexen und Zauberer ja irrsinnigen Schaden an, da hat die aufklärerische Säuberung der Strafgesetzbücher nichts Gutes gebracht …
Ja, denn heute sind es diese bösen Herren, die damals, in den 60ern, im Vatikan saßen, gemeinsam über satanistische Aussagen plauderten und sie dann auch noch festgeschrieben haben. Solche Zauberer! Und dann noch diese Hexen, die heute versuchen, auf Laienebene aktiv zu sein, wenn sie es schon in klerikalen Funktionen nicht dürfen. Solche Hexen! Ja, und dann noch die Homosexuellen, die alle verhexen mit ihren Ansichten und die ganze Welt erobern wollen. Solche Teufel! Und dann noch die Freimaurer, die Grünen, die Roten, die Linken, die in der Mitte, die Abtreibungs(oder besser Gewissenfreiheits-)Befürworter etc. etc. etc. Sie alle gehören nicht nur von Gott, sondern gleich auch irdisch bestraft! Alle nach Guantanamo, solange es noch offen ist! >:)
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#25   Asphyx †   11:56:33 | Montag, 26. Juni 2006
@ Artois _ Geschichtsleugnung gleich Volksverhetzung *kicher*
Hexenprozesse… sind ganz normale Strafjustiz, Das hat mit der Kirche überhaupt nichts zu tun. War überall und immer stets verboten, die Hexerei, Schadenzauber etc. Die Kirche hat die Justiz stets gemildert, oft zum eigenen Schaden. Heute richten die Hexen und Zauberer ja irrsinnigen Schaden an, da hat die aufklärerische Säuberung der Strafgesetzbücher nichts Gutes gebracht …
Wer so was glaubt, glaubt wahrscheinlich auch immer noch an das Wunder von Fatima :-D . Dein geistiger Dünnschiß hier zeigt nur eines: Ihr Erzkonservativen lernt anscheinend erst etwas aus eurer Intoleranz und eurer Wahrheitsleugnung, wenn ihr in der Hölle angekommen seid
Kein weiterer Kommentar nötig. o^/
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#24   aphrodite †   10:26:32 | Montag, 26. Juni 2006
@ Artois:
Hexenprozesse… sind ganz normale Strafjustiz, Das hat mit der Kirche überhaupt nichts zu tun. War überall und immer stets verboten, die Hexerei, Schadenzauber etc. Die Kirche hat die Justiz stets gemildert, oft zum eigenen Schaden. Heute richten die Hexen und Zauberer ja irrsinnigen Schaden an, da hat die aufklärerische Säuberung der Strafgesetzbücher nichts Gutes gebracht …
Lernen Sie endlich Geschichte und werfen Sie nicht mit fetten Lügen um sich! :-@
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#23   Benedikt78   10:03:43 | Montag, 26. Juni 2006
Ist das alles?
Der Titel war vielversprechend, der Inhalt mager! Den hätte man in zwei Sätzen zusammenfassen können:
In der Vergangenheit benutzten die Feinde der Kirche immer wieder die Hexenverbrennung als Totschlagargument. Seitdem jedoch detaillierte Forschung in diesem Gebiet betrieben wird, beschränken sich die Argumente auf kleine Gebiete, da das Argument keine Allgemeingültigkeit besitzt!
Voila! Das ist nun wirklich ein toller Bericht! Kurz, das Essentielle wird gesagt und vor allem braucht man nur ein paar Sekunden um ihn zu lesen!
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#22   Artois †   19:58:45 | Sonntag, 25. Juni 2006
Hexenprozesse
… sind ganz normale Strafjustiz, Das hat mit der Kirche überhaupt nichts zu tun. War überall und immer stets verboten, die Hexerei, Schadenzauber etc. Die Kirche hat die Justiz stets gemildert, oft zum eigenen Schaden. Heute richten die Hexen und Zauberer ja irrsinnigen Schaden an, da hat die aufklärerische Säuberung der Strafgesetzbücher nichts Gutes gebracht …
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#21   Prometeus   13:38:21 | Samstag, 24. Juni 2006
lächerlich
Es ist in der Tat lächerlich, die seit Jahrzehnten bekannten Fakten, nämlich dass die Gesamtzahl der Hexenprozesse unter 100 000 und nicht bei 9 Millionen liegt, als „unterschlagene Revolution“ auszugeben. Als ob es dadurch anders würde.
Und es waren vorwiegend die kritisierten „Neuheiden“ selbst, die dies zuerst umfassend publizierten.
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#20   ekstase   02:12:28 | Samstag, 24. Juni 2006
@aphrodite
Natürlich hatte ich mit so einigem gerechnet, aber die Radikalität, mit der der Redakteur hier seine Kompetenz entblößt, hat mich schon getroffen. Dass man nicht viel von Argumenten hält und gerne zusammenhangslos Vorurteile als wissenschaftlich belegte Fakten ist ja altbekannt. Aber dass das jetzt auch wirr und komplett ziellos geschieht. Zum ersten mal habe ich den Eindruck, dass der Redakteur nach dem ersten Satz (irgendwas gegen zu große Zahlen bei den Hexenverbrennungen) nicht wusste, was er eigentlich belegen wollte. Es folgen ja nur noch Sätze, die zufällig wie im Delirium mit Copy und Paste zusammen gesetzt wurden.
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#19   aphrodite †   01:23:35 | Samstag, 24. Juni 2006
hinzuzufügen
@ekstase
… und mit solchen Schreibfähigkeiten ist auch klar, warum es zu keiner ordentlichen Wissenschaft gereicht hat und die Verfasserin sich auf Hexologie verlegen musste.
Aber, sie sind doch nicht neu hier, warum wundert sie das? Hatten sie etwas anderes erwartet?
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#18   ekstase   01:14:20 | Samstag, 24. Juni 2006
Was wollte man damit jetzt sagen??????
Es fängt an wie üblich mit einer Behauptung: Die arme katholische Kirche wäre der Verfolgung diesmal durch üble Nachrede ausgesetzt. Dann etwas recht zusammenhangloses über Forschung zu Hexenverbrennungen. Dieses ist dan ziemlich zusammenhang- und vor allem ziellos. Und obendrein wohl noch aus vorsichtig formuliert reichlich dubiosen Quelle. Und als Krönung fehlt eine Zusammenfassung oder/ und eine Schlussaussage, die zumindest mal die Richtung angibt, in die der Text argumentieren sollte. Mit solchen Schreibfähigkeiten ist klar, warum es nicht für eine richtige Zeitung als Redakteur gereicht hat!!!!!
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#17   aphrodite †   23:59:22 | Freitag, 23. Juni 2006
juhuuu
Das ist ein lustiges Thema, da wird viel gelacht.
Und das hat auch seinen guten Grund so, denn hier gibts auch viel zu lachen:
A: die von kreuz.net mischen wieder mal alles durcheinander.
B: um das zu sagen, müssen sie moslem sein.
A: ???
B: kennen sie keine mimikri?
Wenn das nicht lustig ist.
Und der Artikel selbst kann doch auch einiges.
Da schreibt eine neopagane Hexenverehrerin auf kreuz.net. Wenn das nicht alleine schon viel Grund zum lachen ist …
:-D :-D :-D :-D :-] :-D
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#16   Asphyx †   22:34:36 | Freitag, 23. Juni 2006
*lach*
ich passe mich nur meinen Vorrednern an, mehr nicht. Seit wann ist Mimikri im Katholizismus verboten?
*ein sich vor lachen wegwerfender*
A.
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#15   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   22:31:33 | Freitag, 23. Juni 2006
*lach*: @Asphyx
Ihr Intellekt fliegt heute aber wieder tief!
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#14   Asphyx †   22:27:36 | Freitag, 23. Juni 2006
@deusexmachina
*lach*
Ich habe es sehr wohl verstanden. Aber warum machst du einen Kommentar, wenn du meinen Kommentar nicht verstanden hast?
*ein sich totkichernder*
A.
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#13   deusexmachina   22:22:18 | Freitag, 23. Juni 2006
@Asphyx
Wenn man so offensichtlich das, worauf man antwortet, nicht begriffen hat, sollte man sich zur Vermeidung von Peinlichkeiten besser bedeckt halten, mein Bester ;O)
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#12   Asphyx †   21:17:51 | Freitag, 23. Juni 2006
Ironie!!!!
Streiche „Hexen“, setze „Abtreibungen“, und schon haben wir „Schema F“, oder doch besser „Schema kreuz.net“. Ähnlich bei der bösen, bösen Homo-Bedrohung des „christlichen Abendlandes“ und eigentlich allem, was den Turbotradis so recht suspekt ist.
*lach*
seit wann sind die Macher von kreuz.net Moslems? Erklär das mal? Sonst macht dein Kommentar hier nämlich Null Sinn, wenn nicht diesen. Wie Tradi bist du selbst?
A.
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#11   deusexmachina   21:15:02 | Freitag, 23. Juni 2006
Auch heute noch beliebt
…ist ja das hier:
„Darum übertrieben die Hexenjäger häufig die Anzahl der Toten und streuten wilde Vermutungen über die Menge der existierenden Hexen.“
Streiche „Hexen“, setze „Abtreibungen“, und schon haben wir „Schema F“, oder doch besser „Schema kreuz.net“. Ähnlich bei der bösen, bösen Homo-Bedrohung des „christlichen Abendlandes“ und eigentlich allem, was den Turbotradis so recht suspekt ist. Aber warum auch sollte sich ein Traditionalist von traditionell bewährten Propagandamethoden distanzieren? Pfeif’ doch auf das „falsche Zeugnis“, es ist ja für eine „gute Sache“, nicht?
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#10   Gotthard   21:05:06 | Freitag, 23. Juni 2006
Revolution – wo?
Eine verbreitete Waffe im Kampf gegen die Kirche ist der Verweis auf angeblich Hexenverfolgungen durch die katholische Inquisition.
Wer hat schon einen Zusammenhang zwischen dieser „Einleitung“ und dem Inhalt des Geschreibsels entdecken können?
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#9   Marcel   20:43:17 | Freitag, 23. Juni 2006
Sauber
Danke für diese gute Artikelserie.
Habe mir angesichts der Wichtigkeit des Themas erlaubt, den Auftaktsbeitrag ins größere Kreuzforum www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=628 zu übernehmen.
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#8   Maia-Kybele   20:42:08 | Freitag, 23. Juni 2006
Hexenverfolgung 2
wessen grundstück ich mir auf legalem wege nicht aneignen konnte, der wurde eben als hexe bezeichnet, so wurde die inquisition, ursprünglich tatsächlich „gut gemeint“, zum spielball weltlicher interessen, denen sich die damaligen fürstbischöfe nicht entziehen konnten oder wollten, denn die trennung von staat und kirche gab es ja noch nicht.
und wer mehr wissen möchte, in meinem wohnort, in lemgo, brannten am längsten die hexen, hier steht ein wunderbares museum, das hexenbürgermeisterhaus, in dem detailliert aufgezeigt wird, was damals wirklich passierte.
mein gott nochmal, gott gab uns auch den verstand, den wir zu nutzen haben, die kirche hat aus der inquisition gelernt und leugnet das auch nicht, aber dieser artikel kommt mir vor wie der eines „ewig-gestrigen“, der den genozid an den juden in den jahren 1933-1945 leugnen will.
und nun mal direkt zu kreuz.net:
das abdrucken dieser artikel halte ich, bei aller pressefreiheit und bei aller meinungsfreiheit nicht gerade für sehr katholisch, finden sich auf dieser seite mehr und mehr immer nur themen, die polarisieren, die die einheit der christenheit eher stört denn zusammenführt, die den hass auf die christen bei aussenstehenden lesenden eher bestärkt denn vermindert.
ich bitte deshalb darum, meinen account hier zu löschen, mit artikeln von leuten, die meinen, durch pseudoargumentative beweise die geschichte verbiegen zu wollen, möchte ich nichts zu tun haben.
alles liebe, sandra
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#7   Ajan.Grannos   20:41:18 | Freitag, 23. Juni 2006
@maia-kybele
Über die Hexenverfolgung hatte ich einiges gelesen :-O
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#6   Maia-Kybele   20:33:37 | Freitag, 23. Juni 2006
Hexenverfolgung 1
hallo, ihr lieben,
obschon ich dieses wort ob seiner inflationären gebrauchsweise in heutiger zeit nicht mag, muss ich der verfasserin des artikels über die inqusition übelsten populismus und eine einseitige sichtweise vorwerfen.
man lese sich nur den malleus maleficarum, bei weltbild sehr günstig zu erstehen, durch.
danach empfehle ich die cautio criminalis von spee von langenfeld, der gegen die üblen, menschnverachtenden prozesse, die nur darauf angelegt waren, menschen nicht etwa ihre unschuld, sondern ihre schuld zu beweisen und damit ihr hab und gut unter den nagel zu reissen, heftig protestiert hat und ein -frei interpretiert- vernünftiges rechtssystem gefordert hat.
wieso war es bei strafe denn verboten, in’s benachbarte ausland zu reisen, wo die hexenwaage stand (damals glaubte man, hexen seien leichter, im ausland, ich glaube, es war holland, gab es die einzige zu der zeit amtlich und vor allem neutral geeichte waage) und anhand dessen mass man ein dokument ausgehändigt bekam, dass einem bescheinigte, dass man keine hexe war und so vor der „peinlichen befragung“ geschützt war?
die antwort ist relativ leicht: die inquisition mag ansatzweise vielleicht wirklich die intention gehabt haben, vor üblem zu schützen, doch mutierte sie mehr und mehr zu einer institution der verleumdung und des genozids.
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#5   Hódmezövásárhelykutasipuszta   20:31:36 | Freitag, 23. Juni 2006
Pakt mit dem Teufel
Stimmt, wirklich interessant, wer alles auf kreuz.net schreiben darf: Ein Google-Ergebnis zur Verfasserin des Artikels. www.askwhy.co.uk/…0819Inquisition.html zeigt, dass wirklich alles, was gegen die bewusst in der Nachfolge Christi denkende und lebende Fraktion der römisch-katholischen Kirche gerichtet ist, auf kreuz.net willkommen ist. :-!
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#4   aphrodite †   20:17:22 | Freitag, 23. Juni 2006
ein Satz, der ALLES sagt …
Jenny Gibbons – die Autorin des Beitrages – studierte Mittelalterliche Geschichte und istAnhängerin eines modernen Hexenkultes.
Für seinen Propagandakrieg verbündet sich kreuz.net auch mit HexenkultanhängerInnen! Hihi. Denen ist nichts heilig!
Warten wir mal, wie lange es dauert, bis sie draufkommen, dass Hexen und andere Bader in den damaligen Gesellschaften unter anderem auch die Funktion hatten, die heute den Abtreibungskliniken zukommt.
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#3   Babylon †   19:30:42 | Freitag, 23. Juni 2006
Was will uns der Artikel sagen???
Was ist denn jetzt die Aussage? Daß das Datenmaterial jetzt besser zugänglich ist, oder was?
Oder daß die Opferzahlen herabgesetzt werden müssen?
Meine Güte, wie kleingeistig und armselig. Jetzt will man letztendlich sagen, daß ja alles gar nicht so schlimm war.
Was soll das? Eine Religion, die sich auf Jesus beruft, überhaupt -von höchsten kirchlichen Autoritäten abgesegnet- über Jahrhunderte (!) Menschen verfolgt hat, sollte sich ganz offen dazu bekennen, daß da was grundlegend schief gelaufen ist. Ohne Vorbehalte, ohne Beschönigung. :-(
Aber das würde ja den Stolz der Tradis auf ihre allzeit unbefleckte und unfehlbare Kirche mindern.
Lächerlich! :-P
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#2   daughter_of_isis †   19:04:17 | Freitag, 23. Juni 2006
@Ralf B.
Weiß die Dame, dass sie hier zitiert wird?
Das weiß die Dame ganz sicher nicht!
Bei Kreuz.net hat man es halt nur mit drittklassigen Möchtergerne-„Redakteuren“ zu tun, die minderwertige Propagandatexte unters Volk bringen. Stil, Anspruch und journalistisches Geschick wird man hier vegeblich suchen. Presserecht, Presseethik sowie die Grundlagen der journalistischen Schreibe sind hier Böhmische Dörfer.
Gegen das Copyright wird hier so gut wie jeden Tag verstoßen, aber sich Fotomaterial auf legalem Wege bei einer Bildagentur zu besorgen, kostet halt Geld.
Da verstoßen die Musterkatholiken hier lieber gegen eines der Gebote Gottes und fröhnen dem Diebstahl. :-!
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#1   Ralf B. †   18:28:04 | Freitag, 23. Juni 2006
Nur mal pro forma:
Weiß die Dame, dass sie hier zitiert wird? – Wenn sich dazu niemand von der kreuz.net-„Redaktion“ hier äußert, gehe ich davon aus, dass das nicht der Fall ist. Frau Gibbons’ Kontaktadresse dürfte herauszukriegen sein, ich werde es ihr dann mitteilen.
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