Ökumenische Fronleichnamsprozession
Eine Bibel, eine Monstranz. Jedem das seine. In der Nacht der ökumenischen Einheit sind alle Katzen grau.
(kreuz.net, Griesheim) Katholiken und Protestanten gingen in Griesheim gemeinsam auf die Straße. Die
Ortschaft befindet sich im Bundesland Hessen und gehört zum Bistum Mainz.Griesheim ist überwiegend evangelisch.
Schon seit Jahren organisieren die katholische Pfarrei und die evangelische Gemeinde in Griesheim gemeinsame Veranstaltungen.
Erst an Pfingsten gab es eine ökumenische Gebetswoche.
„Die Ökumene hat in Griesheim eine lange Tradition“ – erklärte der evangelische Pfarrer des Ortes, Konrad Rampelt, am 16. Juni vor dem Internetportal ‘echo online’.
„Nun begehen wir auch die Fronleichnamsprozession gemeinsam“ – sagt der evangelische Pastor. Das sei ein weiterer Schritt zur Annäherung.
Der evangelische Pfarrer trug bei der Prozession neben der Monstranz eine Bibelausgabe vor sich her.
Bei den Protestanten sei die Bibel die Basis des Glaubens, erklärt er und stört sich nicht daran, daß der Reformator Martin Luther Prozessionen noch als „gotteslästerlich“ ablehnte.
Luther habe gegen Prozessionen gewettert, weil diese „zur Demonstration eines einzig wahren Glaubens – des Katholizismus – genutzt“ worden seien.
Heute sei das anders.
„Das gemeinsame Leitmotiv aller Christen ist, daß wir uns zum Glauben bekennen und dies zum Ausdruck bringen.“
Auch der katholische Pfarrer von Griesheim, Hw. Klaus Forster, zeigte sich über die ökumenische Prozession begeistert.
„Die Christen Griesheims können Christus gemeinsam in die Stadt hinaustragen.“
An der Fronleichnamsmesse im Hof einer örtlichen Schule nahmen rund 300 Gläubige – darunter etwa 60 Protestanten – teil.
Anschließend ging die Schar in Prozession hinter der Monstranz und hielt auf einem Spielplatz des Ortes eine eucharistische Andacht.
„Bei solch ökumenischen Veranstaltungen zeigt sich, daß Katholiken und Protestanten gar nicht so viel trennt“ – meinte eine 33jährige katholische Teilnehmerin, die mit einem Protestanten verheiratet ist.
Sie wohnt am Prozessionsweg und hat ihr Haus geschmückt. „Wenn wir an meiner Tür vorbeikommen, möchte ich zumindest die Kirchenfahnen aufhängen.“
Im Vergleich zu anderen katholischen Gemeinden war der Prozessionsschmuck im protestantischen Griesheim eher dürftig.
Im Ort sah man dagegen zahlreiche ausgehängte Landesflagge, die im Rahmen der gegenwärtigen Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen sind.
„Es ist schade, daß nur so wenige schmücken“, befindet eine Prozessionsteilnehmerin. Die Ortsbewohner wurden extra auf Handzetteln darum gebeten.
Eine andere Teilnehmerin gab sich ökumenisch begeistert: „Die Christenheit löst sich aus ihren starren Strukturen und geht offen aufeinander zu.“
Die Begeisterte ist katholisch getauft, wurde aber wegen „strenger Glaubensvorschriften“ später protestantisch.
Nur eine Gruppe aus Polen meinte: „Fronleichnam ist ein rein katholischer Feiertag.“
Auch ein katholischer Priester zeigte sich auf Anfrage wenig begeistert: „Verwässerung des wahren Glaubens, Annäherung an die Protestanten unter Preisgabe des unverkürzten Glaubens an die Eucharistie“ – meinte er lakonisch.
Die ökumenische Fronleichnamsprozession soll nächstes Jahr wiederholt werden.
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Donnerstag, 22. März 2007 11:03
Caelestius: Das ist mein Leib. Punkt.
So, da bin ich wieder und hoffe, ich bleibe hier nicht allein …
Als Ergänzung: Luther kann sagen „Christi Leib ist das Brot, das Brot ist Christi Leib“ ohne ein Erklärung für das „Wie?“ nachschieben zu müssen.
Das ist ein Zumutung für alle, die das nicht mehr glauben wollen. Warum war in den ersten Jahrhunderten eine Erklärung der Gegenwart Christi bei der Feier des Heiligen Mahls nicht vonnöten oder warum gab es nichts zu erklären, wie jetzt das Brot zur „geistlichen Speise“ wird außer mit dem Hinweis auf das Wort Gottes, das Christus selber ist?
Weil die Menschen es einfach geglaubt haben. Erst im Westen hat man damit angefangen, Gottes Geheimnis in Thesen und Theorien zu pressen.
Das nur als Ergänzung, falls diese Seite noch jemadn studiert.
Christi Leib kann gar nicht in eine Monstranz oder in ein Sakrmanetshäuschen eingeschlossen werden, da es nicht mher Christi Leib ist – außerhalb, so Luther, des von Jesus Christus, dem Herrn der Kirche vorgegebenen Rahmens des Austeilens und des Essens und Trinkens, ist’s weder ein Sakrament, noch Leib Christi, sondern „eteil Brot“. Wer betet hier das Brot an?
Als Ergänzung: Luther kann sagen „Christi Leib ist das Brot, das Brot ist Christi Leib“ ohne ein Erklärung für das „Wie?“ nachschieben zu müssen.
Das ist ein Zumutung für alle, die das nicht mehr glauben wollen. Warum war in den ersten Jahrhunderten eine Erklärung der Gegenwart Christi bei der Feier des Heiligen Mahls nicht vonnöten oder warum gab es nichts zu erklären, wie jetzt das Brot zur „geistlichen Speise“ wird außer mit dem Hinweis auf das Wort Gottes, das Christus selber ist?
Weil die Menschen es einfach geglaubt haben. Erst im Westen hat man damit angefangen, Gottes Geheimnis in Thesen und Theorien zu pressen.
Das nur als Ergänzung, falls diese Seite noch jemadn studiert.
Christi Leib kann gar nicht in eine Monstranz oder in ein Sakrmanetshäuschen eingeschlossen werden, da es nicht mher Christi Leib ist – außerhalb, so Luther, des von Jesus Christus, dem Herrn der Kirche vorgegebenen Rahmens des Austeilens und des Essens und Trinkens, ist’s weder ein Sakrament, noch Leib Christi, sondern „eteil Brot“. Wer betet hier das Brot an?
Mittwoch, 16. August 2006 21:28
Doriano: @Gotthard
Diese Bibelkenntnis – und Bibelverbundenheit – spreche ich allen hier postenden Katholiken ab.
Na,na,na! So weit sollte man nun aber doch nicht gehen, nicht wahr? Ich für meinen Teil bin mehr oder minder
(eher mehr) ohne irgend eine Kirche aufgewachsen, habe
im Alter von 16 die Evangelisch-Freikirchlichen kennen gelernt und mich schließlich(dank eines wunderbaren Salesianerpaters) katholisch taufen lassen. Und für mich
(so wie hoffentlich für alle Katholiken) ist die Heilige
Eucharistie das eigentliche Zentrum einer jeden Messe. Um die Bedeutung dieses Sakraments zu erfassen, wäre es nicht verkehrt, mal das Evangelium nach Johannes zu lesen! !:)
Na,na,na! So weit sollte man nun aber doch nicht gehen, nicht wahr? Ich für meinen Teil bin mehr oder minder
(eher mehr) ohne irgend eine Kirche aufgewachsen, habe
im Alter von 16 die Evangelisch-Freikirchlichen kennen gelernt und mich schließlich(dank eines wunderbaren Salesianerpaters) katholisch taufen lassen. Und für mich
(so wie hoffentlich für alle Katholiken) ist die Heilige
Eucharistie das eigentliche Zentrum einer jeden Messe. Um die Bedeutung dieses Sakraments zu erfassen, wäre es nicht verkehrt, mal das Evangelium nach Johannes zu lesen! !:)
Mittwoch, 16. August 2006 21:11
Gotthard: Kragen-Platzen
Die Evangelischen haben nichts mehr, womit sie ihre Gläubigen beeindrucken können!
mir platzt langsam der Kragen … diese katholisch-fundamentalistische Selbstgerechtigkeit…
was wäre gewesen, ihr wäret in einer evangelische Familie geboren worden?… wäret ihr heute wegen der Wahrheit auch katholisch?
Ich nehme einmal jährlich an einer ökumenischen Bibelwoche teil: es ist jedes Mal neu eine tolle Erfahrung – die große Zahl der teilnehmenden evangelischen bibelfesten MÄNNER!
Diese Bibelkenntnis – und Bibelverbundenheit – spreche ich allen hier postenden Katholiken ab.
mir platzt langsam der Kragen … diese katholisch-fundamentalistische Selbstgerechtigkeit…
was wäre gewesen, ihr wäret in einer evangelische Familie geboren worden?… wäret ihr heute wegen der Wahrheit auch katholisch?
Ich nehme einmal jährlich an einer ökumenischen Bibelwoche teil: es ist jedes Mal neu eine tolle Erfahrung – die große Zahl der teilnehmenden evangelischen bibelfesten MÄNNER!
Diese Bibelkenntnis – und Bibelverbundenheit – spreche ich allen hier postenden Katholiken ab.
Mittwoch, 28. Juni 2006 15:29
Caelestius: Aber noch mal …
… zur Eucharistie:
Einen exakten Moment zu benennen, wann die Wandlung sich vollzieht, konnte Luther schwer, da er davon ausging, dass von dem Vaterunser bis zum dem Zeitpunkt, da der Priester die letzten Elemente verzeht, den Kelch mit Wasser gereinigt und ausgetrunken hatte, die actio sacramentalis andauerte.
Zu Fronleichnam: Es blieb also nichts übrig, wenn ich das so sagen darf, was in eine Monstranz hätt
getan werden können. Ist das ein Verbrechen? Sorry, da hörts für mich auf.
Was habe ich für Kämpfe gefochten mit liberalen Pfarrerinnen und Pfarrern, die die Frechheit besaßen, zu sagen, sie seien evangelisch, und waren’s nicht, sondern … na, will mal aufhören, sonst sag ich noch was unfreundliches
Liebe Grüße, bis bald.
Danke für den Buchhinweis – werd’s mal prüfen.
Einen exakten Moment zu benennen, wann die Wandlung sich vollzieht, konnte Luther schwer, da er davon ausging, dass von dem Vaterunser bis zum dem Zeitpunkt, da der Priester die letzten Elemente verzeht, den Kelch mit Wasser gereinigt und ausgetrunken hatte, die actio sacramentalis andauerte.
Was habe ich für Kämpfe gefochten mit liberalen Pfarrerinnen und Pfarrern, die die Frechheit besaßen, zu sagen, sie seien evangelisch, und waren’s nicht, sondern … na, will mal aufhören, sonst sag ich noch was unfreundliches
Liebe Grüße, bis bald.
Danke für den Buchhinweis – werd’s mal prüfen.
Dienstag, 27. Juni 2006 21:02
Babylon †: Ja, das stimmt. Luther hat die aristotelische
Begrifflichkeit für die Eucharistie abgelehnt und wollte das Mysterium Mysterium sein lassen.
Und natürlich hieß der ev. Gottesdienst „Messe“. Das leitet sich ja auch letztendlich nur von „Ite missa est“ ab, und das gab’s da auch.
ich hab da einen interessanten Literaturtip:
ZEEDEN, Ernst Walter: Katholische Überlieferungen in den lutherischen Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts, Münster 1959.
Da schlackern Euch aber die Ohren, wie „katholisch“ die Lutheraner da noch waren. Erst mit der Aufklärung haben die das meiste über Bord geworfen. Bis dahin gab’s auch noch Marienfeste, Meßgewänder, lat. Choral, teilweise sogar Zölibat etc.
Und natürlich hieß der ev. Gottesdienst „Messe“. Das leitet sich ja auch letztendlich nur von „Ite missa est“ ab, und das gab’s da auch.
ich hab da einen interessanten Literaturtip:
ZEEDEN, Ernst Walter: Katholische Überlieferungen in den lutherischen Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts, Münster 1959.
Da schlackern Euch aber die Ohren, wie „katholisch“ die Lutheraner da noch waren. Erst mit der Aufklärung haben die das meiste über Bord geworfen. Bis dahin gab’s auch noch Marienfeste, Meßgewänder, lat. Choral, teilweise sogar Zölibat etc.
Dienstag, 27. Juni 2006 16:58
Caelestius: Noch einmal
@ Benedikt: Danke für die Zeilen, versteh aber dennoch nicht: Wo siehst Du die rkK? Es gibt doch soviele
Gruppierungen, die sagen „was da und da geschrieben steht, was geht uns das an?“ Sind das jetzt alles
keine Katholiken mehr?
OK, ich such’s mal raus, da gibt es eine Gruppe, die ihre Geistlichen gesondert weihen läßt, in vielen katholischen Kirchen die Messe nicht feiern darf, sogar ihren eigenen Hochaltar ab- und zur Weihe wieder aufgebaut hatten … habe eine Artikel daheim.
@ Aragorn: Möchtest Du hier lediglich polemisieren?
Zum einen: „Luther selbst hat die Vorstellung des Messopfers doch verdammt“ – was für eine Erkenntnis!
Fakt ist: In den ersten 4 Jahrhunderten findet sich nur dann und wann eine Vorstellung von der Eucharistie als Opfer – und wenn, dann ist von der Darbringung der Gaben die Rede, d.h. sie sollen ausgesondert und geheiligt werden (was im Grunde genommen das gleiche bedeutet).
Was sich finden läßt bei den Vätern ist die Vorstellung, dass Wein und Brot Christi Leib und Christi Blut sind. Punkt.Tolle, lege: „Die Lehre von der Eucharistie als Opfer. Eine dogmengeschichtliche Untersuchung vom Neuen Testament bis Iräus von Lyon von Helmut Moll“ Das ist nämlich ne Sache, wo wir Stunden diskutieren könnten. Fakt ist (sorry das ich das so hart sage): Luther hat das ‘daß’ der Realpräsenz Christi nie bestritten, lediglich sich davor verwahrt, das ‘wie’ zu erklären – wozu auch?
OK, ich such’s mal raus, da gibt es eine Gruppe, die ihre Geistlichen gesondert weihen läßt, in vielen katholischen Kirchen die Messe nicht feiern darf, sogar ihren eigenen Hochaltar ab- und zur Weihe wieder aufgebaut hatten … habe eine Artikel daheim.
@ Aragorn: Möchtest Du hier lediglich polemisieren?
Zum einen: „Luther selbst hat die Vorstellung des Messopfers doch verdammt“ – was für eine Erkenntnis!
Fakt ist: In den ersten 4 Jahrhunderten findet sich nur dann und wann eine Vorstellung von der Eucharistie als Opfer – und wenn, dann ist von der Darbringung der Gaben die Rede, d.h. sie sollen ausgesondert und geheiligt werden (was im Grunde genommen das gleiche bedeutet).
Was sich finden läßt bei den Vätern ist die Vorstellung, dass Wein und Brot Christi Leib und Christi Blut sind. Punkt.Tolle, lege: „Die Lehre von der Eucharistie als Opfer. Eine dogmengeschichtliche Untersuchung vom Neuen Testament bis Iräus von Lyon von Helmut Moll“ Das ist nämlich ne Sache, wo wir Stunden diskutieren könnten. Fakt ist (sorry das ich das so hart sage): Luther hat das ‘daß’ der Realpräsenz Christi nie bestritten, lediglich sich davor verwahrt, das ‘wie’ zu erklären – wozu auch?
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