Eucharistie
Ökumenische Fronleichnamsprozession
Eine Bibel, eine Monstranz. Jedem das seine. In der Nacht der ökumenischen Einheit sind alle Katzen grau.
(kreuz.net, Griesheim) Katholiken und Protestanten gingen in Griesheim gemeinsam auf die Straße. Die Ortschaft befindet sich im Bundesland Hessen und gehört zum Bistum Mainz.

Griesheim ist überwiegend evangelisch.

Schon seit Jahren organisieren die katholische Pfarrei und die evangelische Gemeinde in Griesheim gemeinsame Veranstaltungen.

Erst an Pfingsten gab es eine ökumenische Gebetswoche.

„Die Ökumene hat in Griesheim eine lange Tradition“ – erklärte der evangelische Pfarrer des Ortes, Konrad Rampelt, am 16. Juni vor dem Internetportal ‘echo online’.

„Nun begehen wir auch die Fronleichnamsprozession gemeinsam“ – sagt der evangelische Pastor. Das sei ein weiterer Schritt zur Annäherung.

Der evangelische Pfarrer trug bei der Prozession neben der Monstranz eine Bibelausgabe vor sich her.

Bei den Protestanten sei die Bibel die Basis des Glaubens, erklärt er und stört sich nicht daran, daß der Reformator Martin Luther Prozessionen noch als „gotteslästerlich“ ablehnte.

Luther habe gegen Prozessionen gewettert, weil diese „zur Demonstration eines einzig wahren Glaubens – des Katholizismus – genutzt“ worden seien.

Heute sei das anders.

„Das gemeinsame Leitmotiv aller Christen ist, daß wir uns zum Glauben bekennen und dies zum Ausdruck bringen.“

Auch der katholische Pfarrer von Griesheim, Hw. Klaus Forster, zeigte sich über die ökumenische Prozession begeistert.

„Die Christen Griesheims können Christus gemeinsam in die Stadt hinaustragen.“

An der Fronleichnamsmesse im Hof einer örtlichen Schule nahmen rund 300 Gläubige – darunter etwa 60 Protestanten – teil.

Anschließend ging die Schar in Prozession hinter der Monstranz und hielt auf einem Spielplatz des Ortes eine eucharistische Andacht.

„Bei solch ökumenischen Veranstaltungen zeigt sich, daß Katholiken und Protestanten gar nicht so viel trennt“ – meinte eine 33jährige katholische Teilnehmerin, die mit einem Protestanten verheiratet ist.

Sie wohnt am Prozessionsweg und hat ihr Haus geschmückt. „Wenn wir an meiner Tür vorbeikommen, möchte ich zumindest die Kirchenfahnen aufhängen.“

Im Vergleich zu anderen katholischen Gemeinden war der Prozessionsschmuck im protestantischen Griesheim eher dürftig.

Im Ort sah man dagegen zahlreiche ausgehängte Landesflagge, die im Rahmen der gegenwärtigen Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen sind.

„Es ist schade, daß nur so wenige schmücken“, befindet eine Prozessionsteilnehmerin. Die Ortsbewohner wurden extra auf Handzetteln darum gebeten.

Eine andere Teilnehmerin gab sich ökumenisch begeistert: „Die Christenheit löst sich aus ihren starren Strukturen und geht offen aufeinander zu.“

Die Begeisterte ist katholisch getauft, wurde aber wegen „strenger Glaubensvorschriften“ später protestantisch.

Nur eine Gruppe aus Polen meinte: „Fronleichnam ist ein rein katholischer Feiertag.“

Auch ein katholischer Priester zeigte sich auf Anfrage wenig begeistert: „Verwässerung des wahren Glaubens, Annäherung an die Protestanten unter Preisgabe des unverkürzten Glaubens an die Eucharistie“ – meinte er lakonisch.

Die ökumenische Fronleichnamsprozession soll nächstes Jahr wiederholt werden.
      
36 Lesermeinungen
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#37   Caelestius   11:03:12 | Donnerstag, 22. März 2007
Das ist mein Leib. Punkt.
So, da bin ich wieder und hoffe, ich bleibe hier nicht allein …
Als Ergänzung: Luther kann sagen „Christi Leib ist das Brot, das Brot ist Christi Leib“ ohne ein Erklärung für das „Wie?“ nachschieben zu müssen.
Das ist ein Zumutung für alle, die das nicht mehr glauben wollen. Warum war in den ersten Jahrhunderten eine Erklärung der Gegenwart Christi bei der Feier des Heiligen Mahls nicht vonnöten oder warum gab es nichts zu erklären, wie jetzt das Brot zur „geistlichen Speise“ wird außer mit dem Hinweis auf das Wort Gottes, das Christus selber ist?
Weil die Menschen es einfach geglaubt haben. Erst im Westen hat man damit angefangen, Gottes Geheimnis in Thesen und Theorien zu pressen.
Das nur als Ergänzung, falls diese Seite noch jemadn studiert.
Christi Leib kann gar nicht in eine Monstranz oder in ein Sakrmanetshäuschen eingeschlossen werden, da es nicht mher Christi Leib ist – außerhalb, so Luther, des von Jesus Christus, dem Herrn der Kirche vorgegebenen Rahmens des Austeilens und des Essens und Trinkens, ist’s weder ein Sakrament, noch Leib Christi, sondern „eteil Brot“. Wer betet hier das Brot an?
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#36   Doriano   21:28:58 | Mittwoch, 16. August 2006
@Gotthard
Diese Bibelkenntnis – und Bibelverbundenheit – spreche ich allen hier postenden Katholiken ab.
Na,na,na! So weit sollte man nun aber doch nicht gehen, nicht wahr? Ich für meinen Teil bin mehr oder minder
(eher mehr) ohne irgend eine Kirche aufgewachsen, habe
im Alter von 16 die Evangelisch-Freikirchlichen kennen gelernt und mich schließlich(dank eines wunderbaren Salesianerpaters) katholisch taufen lassen. Und für mich
(so wie hoffentlich für alle Katholiken) ist die Heilige
Eucharistie das eigentliche Zentrum einer jeden Messe. Um die Bedeutung dieses Sakraments zu erfassen, wäre es nicht verkehrt, mal das Evangelium nach Johannes zu lesen! !:)
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#35   Gotthard   21:11:58 | Mittwoch, 16. August 2006
Kragen-Platzen
Die Evangelischen haben nichts mehr, womit sie ihre Gläubigen beeindrucken können!
mir platzt langsam der Kragen … diese katholisch-fundamentalistische Selbstgerechtigkeit…
was wäre gewesen, ihr wäret in einer evangelische Familie geboren worden?… wäret ihr heute wegen der Wahrheit auch katholisch?
Ich nehme einmal jährlich an einer ökumenischen Bibelwoche teil: es ist jedes Mal neu eine tolle Erfahrung – die große Zahl der teilnehmenden evangelischen bibelfesten MÄNNER!
Diese Bibelkenntnis – und Bibelverbundenheit – spreche ich allen hier postenden Katholiken ab.
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#34   Caelestius   15:29:23 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Aber noch mal …
… zur Eucharistie:
Einen exakten Moment zu benennen, wann die Wandlung sich vollzieht, konnte Luther schwer, da er davon ausging, dass von dem Vaterunser bis zum dem Zeitpunkt, da der Priester die letzten Elemente verzeht, den Kelch mit Wasser gereinigt und ausgetrunken hatte, die actio sacramentalis andauerte. :-) Zu Fronleichnam: Es blieb also nichts übrig, wenn ich das so sagen darf, was in eine Monstranz hätt getan werden können. Ist das ein Verbrechen? Sorry, da hörts für mich auf.
Was habe ich für Kämpfe gefochten mit liberalen Pfarrerinnen und Pfarrern, die die Frechheit besaßen, zu sagen, sie seien evangelisch, und waren’s nicht, sondern … na, will mal aufhören, sonst sag ich noch was unfreundliches :-$
Liebe Grüße, bis bald.
Danke für den Buchhinweis – werd’s mal prüfen.
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#33   Babylon †   21:02:55 | Dienstag, 27. Juni 2006
Ja, das stimmt. Luther hat die aristotelische
Begrifflichkeit für die Eucharistie abgelehnt und wollte das Mysterium Mysterium sein lassen.
Und natürlich hieß der ev. Gottesdienst „Messe“. Das leitet sich ja auch letztendlich nur von „Ite missa est“ ab, und das gab’s da auch.
ich hab da einen interessanten Literaturtip:
ZEEDEN, Ernst Walter: Katholische Überlieferungen in den lutherischen Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts, Münster 1959.
Da schlackern Euch aber die Ohren, wie „katholisch“ die Lutheraner da noch waren. Erst mit der Aufklärung haben die das meiste über Bord geworfen. Bis dahin gab’s auch noch Marienfeste, Meßgewänder, lat. Choral, teilweise sogar Zölibat etc.
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#32   Caelestius   16:58:52 | Dienstag, 27. Juni 2006
Noch einmal
@ Benedikt: Danke für die Zeilen, versteh aber dennoch nicht: Wo siehst Du die rkK? Es gibt doch soviele Gruppierungen, die sagen „was da und da geschrieben steht, was geht uns das an?“ Sind das jetzt alles keine Katholiken mehr? o.O
OK, ich such’s mal raus, da gibt es eine Gruppe, die ihre Geistlichen gesondert weihen läßt, in vielen katholischen Kirchen die Messe nicht feiern darf, sogar ihren eigenen Hochaltar ab- und zur Weihe wieder aufgebaut hatten … habe eine Artikel daheim.
@ Aragorn: Möchtest Du hier lediglich polemisieren?
Zum einen: „Luther selbst hat die Vorstellung des Messopfers doch verdammt“ – was für eine Erkenntnis! :-)
Fakt ist: In den ersten 4 Jahrhunderten findet sich nur dann und wann eine Vorstellung von der Eucharistie als Opfer – und wenn, dann ist von der Darbringung der Gaben die Rede, d.h. sie sollen ausgesondert und geheiligt werden (was im Grunde genommen das gleiche bedeutet).
Was sich finden läßt bei den Vätern ist die Vorstellung, dass Wein und Brot Christi Leib und Christi Blut sind. Punkt.Tolle, lege: „Die Lehre von der Eucharistie als Opfer. Eine dogmengeschichtliche Untersuchung vom Neuen Testament bis Iräus von Lyon von Helmut Moll“ Das ist nämlich ne Sache, wo wir Stunden diskutieren könnten. Fakt ist (sorry das ich das so hart sage): Luther hat das ‘daß’ der Realpräsenz Christi nie bestritten, lediglich sich davor verwahrt, das ‘wie’ zu erklären – wozu auch?
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#31   benegut   16:00:41 | Dienstag, 27. Juni 2006
Mich würde interessieren…
ob und welche Sakramentslieder bei dieser Prozession gesungen wurden. Es würde mich nicht wundern, wenn aus Rücksicht auf das evangelische Abendmahlsverständnis nur solche trallalla-Liedchen, Jesus hat uns alle Lieb… gesungen worden sind! Wenn wenigstens die traditionellen Sakramentslieder erklungen sind, wäre es nicht ganz so schlimm. Dann wäre es auch ersuchtlich, dass die Evangelischen zu Gast sind und nicht alles gleichgeschaltet wird. Doch leider wird es wohl nicht so gewesen sein!
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#30   Logokath   15:53:12 | Dienstag, 27. Juni 2006
Der Fall ist doch klar!
Die Evangelischen haben nichts mehr, womit sie ihre Gläubigen beeindrucken können! Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob sie in der scheinbaren Mehrheit sind. Im Vergleich zur großen evangelischen in den Diasporagebieten haben die kleinen katholischen Gemeinden ein Profil, das geprägt ist vom Bewußtsein, zur einen Weltkirche zu gehören. Da bei den Protis alles nur noch bergab geht und man z.B. so schöne Prozessionen nicht kennt, hat man Minderwertigkeitskomplexe. Ach, wie gut, daß es noch die Katholiken gibt – da hängt man sich doch glatt dran. Doch vorsicht – dadurch werden die Protestanten auch nicht katholisch. Genausowenig, wie die jungen Moslem-Mädchen mit Kopftuch integrativ-westlich werden, nur weil sie zum Kopftuch schicke Röcke und moderne Sneaker anziehen: Die Ideologie bleibt! Das obige Bild zeigt für mich eher den schlechten Zustand der evangelischen Kirche, die auf Profilsuche geht und niemals fündig wird.
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#29   Benedikt   14:02:53 | Dienstag, 27. Juni 2006
@ Caelestius
Es gibt keine evangelischen Messen?
So spricht – Entschuldigung vorab – nur der theologische Unverstand.
? Luther selbst hat die Vorstellung des Messopfers doch verdammt.
Warum gibt es dann eine Gruppe innerhalb der alleinseligemachendenrömischkatholischenkirche (…) und die Messe noch auf Lateinisch liest,
Eine Gruppe? Derer sind es viele. Sogar in Pfarreien taucht noch ab und an das Latein auf. Es gibt sogar jemanden, der öfter im Fernsehen lateinische Messen zelebriert. Sein Name ist Heiliger Vater oder so ähnlich ;-). Das könnte damit zusammenhängen, dass Latein Kirchensprache ist. Mit vorkonziliar/ nachkonziliar hat das nichts zu tun, das II… Vatikanum hält vielmehr an der Messe auf Latein fest.
ich hoffe, ich formulier’s richtig: vorkonziliare? Ansichten vertritt,
So eine Gruppe gibt es. Weitaus größer ist die jedoch die Zahl derer, die dem Konzil Aussagen zuschreiben, die von diesem nie gemacht wurden, wie etwa die Pflicht zur Zelebration auf Landessprache.
ja, mehr noch: sie seien die wahre katholische Kirche?
Diese Aussage wäre in der Tat schismatisch.
da geht’s bald genauso zu wie auf dem evangelischen „Kirchen“tag, sorry, bitte widerleg(t) mich.
Ganz einfach: Wieso „bald“? :-D
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#28   Aragorn   13:52:26 | Dienstag, 27. Juni 2006
anathema sit
Meiner Einschätzung nach sind die Protestanten, zumindest die hauptberuflichen Vertreter, alle mit dem Anathema belegt, da sie doch beharrlich katholische Glaubenswahrheiten wie die bleibende sakramentale Gegenwart des Herrn im Altarsakrament, den Opfercharaker der Messe und das katholische Priestertum leugnen. Entweder die katholischen Verantwortlichen nehmen sich und die katholische Glaubenslehre nicht mehr ernst oder wird sind auf dem besten wege selber protestantisch zu werden. Wahrscheinlich beides. Ich habe jedenfalls noch nie erlebt, dass sich ein protestantischer kleriker zu katholischen Glaubenswahrheiten bekannt hat. wenn ja, dann ist er zum wahren katholischen glauben konvertiert. eine katholische fronleichnamsprozession mit protestantischer beteiligung und gar eine gemeinsame messe ist selber eine verwässerung zentraler katholischer glaubenswahrheiten. :-!
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#27   Caelestius   13:36:31 | Dienstag, 27. Juni 2006
Sehr schön
Es gibt keine evangelischen Messen?
So spricht – Entschuldigung vorab – nur der theologische Unverstand. Es mag sein, dass manche „evangelische“ Pfarrerin oder ein sog. „evangelischer“ Pfarrer irgendwas am Altar macht – nach dem Motto: Hauptsache es brummt und die Leute fühlen sich wohl – ja, zugegeben: die evangelische Kirche ist voll mit solchen „events“. :-(
Und die alleinseligmachenderömischkatholischekirche? Geht’s da besser zu?
Warum gibt es dann eine Gruppe innerhalb der alleinseligemachendenrömischkatholischenkirche die eigene Priester weiht und die Messe noch auf Lateinisch liest, also – ich hoffe, ich formulier’s richtig: vorkonziliare? Ansichten vertritt, ja, mehr noch: sie seien die wahre katholische Kirche?
Was denn jetzt? Wer denn jetzt?
Wir wärs’ mal mit dem Kehraus vor der eigenen Tür.
Auf dem nächsten Katholikentag bin ich bestimmt, diesmal mit Photoapp. und Aufnahmegerät, da geht’s bald genauso zu wie auf dem evangelischen „Kirchen“tag, sorry, bitte widerleg(t) mich.
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#26   PegasusNbW   00:39:59 | Dienstag, 27. Juni 2006
@Caelestius
Ja: die Kirche verwaltet die Sakramente, nämlich: Taufe, Beichte, Eucharistie (nicht „Abendmahl“, das wäre eine unzulässige Verkürzung auf den „Malcharakter“) und Firmung, Weihe, Krankensalbung und Ehe. Kirche ist, wo Christen sich versammeln um das Wort Gottes zu hören, das Heilige Messopfer feiern und die Botschaft Christi in die Welt hinaustragen. Nein: es gibt keine evangelischen Messen, und nein: die lutheranischen Gemeinschaften sind keine Kirche (wie auch in Dominus Iesus festgestellt wurde), weil sie einerseits ein defizitäres Sakramentenverständnis haben und andererseits (zumindst großteils) nicth in der apostolischen Sukzession stehen.
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#25   Frl.Ilse   22:48:01 | Montag, 26. Juni 2006
@Luther, Wesley u.a
Jede Konfession zeigt uns doch nur ihren Weg, das an sich unbegreifliche Phänomen „Gott“ irgendwie begreiflich und erfahrbar zu machen. Alle habe dieselben Quellen, die jeweils anders interpretiert werden. Ich sehe aber nicht, dass die Protestanten, Orthodoxen, Methodisten, Römer, Anglikaner den Kern des christlichen Glaubens verfehlen. Keine hat für sich den wahren Weg gepachtet, jede geht ihn anders zum gleichen Ziel. Der eine Christ findet Gott mit dem katholischen Katechismus und er katholischen Messe, weil er sich Gott nur nahe fühlen kann, wenn es ihm ganz genau erklärt wird. Der nächste ist sieht’s anders und sagt sich, was sich in der Kirche abspielt, ist nicht so wichtig, wie die aktive Nächstenliebe – nur so kann ich Christus im Mitmenschen sehen und ihm folgen. Insofern ist Ökumene eine sehr gute Einrichtung, um den Menschen die verschiedenen Wege zu Gott zu zeigen und vielleicht denen, die den Weg schon aufgegeben haben, einen neuen, bisher unbekannten, zu eröffnen.
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#24   Caelestius   21:37:34 | Montag, 26. Juni 2006
Schön.
Diesen Lutheranern abzusprechen, Kirche zu sein, ist doch ein wenig abwegig? Warum führen gut-katholische Gruppierungen innerhalb der mehr und mehr sich aufweichenden Katholischen Kirche nicht seperate Gespräche mit konservativen Lutheranern? :(3
Taufe, Beichte, Eucharistie sind hier Sakramente.
Der Pastor und der Diakon feiern die Evangelische Messe nach dem bekannten Ritus.
Jesus Christus ist – als Gemeinde existierend – ist Hauptsakrament; außerhalb der Kirche gibt es demnach kein Heil (so beide: Schrift und Bekenntnis).
Kirche ist, wo die Sakramente – Taufe, Beichte, Abendmahl – recht verwaltet und die Botschaft von der Versöhnung verkündigt wird.
Zeigt mir eine katholische Gemeinde, in der das der Fall ist? Oder zeigt mir einen Katholiken, der dies so sieht und glaubt – Sorry, soo viele kenne ich aus der kath. Gemeinde nun auch nicht, bei denen das der Fall ist…
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#23   Babylon †   21:21:15 | Montag, 26. Juni 2006
Luther ließ auch Pastoren absetzen,
die konsekrierte Hostien nach der Deutschen Messe wieder zu den nicht-konsekrierten zurücklegten.
Allerdings muß man sagen, daß schon zu Luthers Zeiten bei den „Lutheranern“ divergierende Auffassungen da waren. Luther war dort der extrem konservative Flügel.
Spätestens mit der Aufklärung hat das Luthertum vieles aufgegeben, was vorher von Luther gelehrt bzw. als Brauch beibehalten worden war.
Die skandinavisch-luth. Kirchen geben einen guten Eindruck, wie es bis zur Aufklärung auch bei den dt. Lutheranern aussah.
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#22   Caelestius   20:50:09 | Montag, 26. Juni 2006
Lest doch mal Luther …
… zur Eucharistie.
Da bleibt manch einem, vor allem: manch einer ev. Pfarrerin die Spucke weg: !:)
Luther, der noch zu Boden ging, um verschütteten Wein aufzulecken, weil er an die wahre und wirkliche Gegenwart Christi in den Elementen Brot und Wein glaubte. :-O
Welcher kath. Priester machte das denn noch, passierte ihm dies heute?? :-( Von den sog. „Lutheranern“ bzw. den sog. Evangelischen/Protestanten mal ganz abgesehen? :'(
Ihr urteilt hier in Euren Beiträge en bloc – das ist ein wenig, na ja: unsinnig?
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#21   nachtlaterne71   20:25:53 | Montag, 26. Juni 2006
@Ansgar
So können wir es stehen lassen.
flatratepower
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#20   Ansgar   17:15:24 | Montag, 26. Juni 2006
Mission vs. Ökumene
Solange viele Protestanten Ökumene als Nadel zur Perforierung katholischer Membrane benutzen und protestantische Inhalte infiltrieren wollen, lehne ich sie ab. Anderes gilt für die Ökumene mit den Ostkirchen, die ja (beinahe) unser sakramentales Verständnis haben. Insofern ist die Frage schon klug gestellt: Kann es eine Ökumene geben, die die Mission nicht aus dem Auge verliert?
Notabene, es gibt selbstverständlich viele fromme Protestanten, glaubensstarke Leute, von denen die meisten lauen Katholiken lernen können. Der kämpferische Kontakt mit diesen ist fruchtbar und kann von Respekt bestimmt sein. Dennoch: Wir müssen auch diese davon überzeugen, nach Hause zu kommen.
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#19   nachtlaterne71   16:22:01 | Montag, 26. Juni 2006
#Ansgar – einverstanden
Hallo Ansgar! Ganz Deiner Meinung! Wir müssen überzeugt sein (und dürfen auch froh darüber sein), daß die kath. Kirche „die ganze, vollständige und unveräußerliche Heilswahrheit dein Zitat“ hat. Auch ist richtig, daß es sinnvoll ist, Andersglübige „ins richtige Boot zu holen“. Wenn man mich nach einer Definition von MISSION gefragt hätte, dann wäre mir Deine Definition (wie zitiert) eingefallen. Das ist alles richtig. Aber aus der Erkenntnis der Wahrheit des eigenen Glaubens und der Notwendigkeit, andere ins richtige Boot zu holen folgt die MISSION und nicht die ÖKUMENE.
Mich würde mal interessieren, wie Du beide Begriffe voneinander trennst. Versuch es mal!
Mein Vorschlag zur Güte: Mission= wie von Dir definiert. Ökumene: =Dialog auf gleicher Augenhöhe mit dem Ziel, gemeinsam auf den Spuren des Hlg. Geistes zu sein, der uns zur Einheit führt. Und der wirkt ja nicht nur in der einen Konfession (kath. Kirche) der Christenheit ;-) ).
Freue mich auf Deine Antwort – auch, wenn ich sie vor heute abdn nciht mehr lesen kann…
(Endlich haben wir hier wieder Niveau im Chat)
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#18   Bruder Theophil   16:14:58 | Montag, 26. Juni 2006
@ Ansgar
Danke für die klaren und treffenden Worte.
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#17   Ansgar   14:58:50 | Montag, 26. Juni 2006
Bitte, flatratepower,
… trotzdem kann ich Ihnen nur teilweise zustimmen. Die katholische Kirche birgt die ganze, vollständige und unveräußerliche Heilswahrheit; deshalb ist ein Festhalten und „Nicht-Preisgeben-Wollen“ hier nicht ängstlich, sondern geboten. Ökumenische Veranstaltungen können nur den einen Sinn haben: Die Protestanten wieder ins richtige Boot zu holen, indem man ihnen ad oculus führt, was besser ist. Denn die Ökumene-Vorstellungen von protestantischer Seite erlebe ich immer nur einseitig: die katholische Kirche soll etwas preisgeben – Papstamt, Zölibat, Männerordination… –, bekommt aber nichts dafür. Protestantisch verstandene Ökumene ist ein Synonym für Verarmung und Beliebigkeit.
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#16   nachtlaterne71   14:46:30 | Montag, 26. Juni 2006
Fortsetzung 2 – Ökum. Prozession
Danke, Ansgar! Ist aber der letzte Beitrag… In Bezug auf die Ökumene soll man sovieles gemeinsam tun, wie möglich. Eine ökum. Fronleichnamsprozession scheint mir möglich und sinnvoll. Man soll die evgl. Kirche (ebenso wie die kath.) nicht immer nur auf Luther bzw. die Vergangenheit fixieren. Auch hier waltet Gottes Geist – und der wird uns die Ökumen letztlich auch schenken. Ich bin überzeigt: Wir können die Ökumene und die Einheit nicht machen – letztlich ist und wird sie Geschenk Gottes sein.
Wir können die Einheit der Kirche nicht machen, sondern sie nur zerstören – besonders durch die Angst, das eigene zu verlieren (wie das der Artikel, der hier verhandelt wird, tut).
flatratepower
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#15   Benedikt   14:44:14 | Montag, 26. Juni 2006
@ Ansgar
anererseits beweisen sie, daß der lutherische Protestantismus formentechnisch hohl ist
Sie beweisen vor allem, dass der lutherische Protestantismus von heute mit Luther im Prinzip nichts mehr zu tun hat.
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#14   Ansgar   14:36:54 | Montag, 26. Juni 2006
Kath.Attraktivität
Solche gemeinsamen Anlässe haben zwei Seiten:
Einerseits die Gefahr, genuin katholisches Brauchtum zu verwässern;
anererseits beweisen sie, daß der lutherische Protestantismus formentechnisch hohl ist und sich nach den katholischen Formen sehnt. Ein später Triumph über Luther und eine Mahnung, den Formenreichtum der Kirche zu pflegen. Weil der – selbst nach außen – anziehend wirkt.
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#13   nachtlaterne71   13:29:45 | Montag, 26. Juni 2006
Fortsetzung
(Danke Benedikt, geh auf ExBochumer doch garnicht ein): jetzt zur Sinnhaftigkeit meine Fortsetzung): Vom Ansatz der fronl.-Prozession her soll ja das Allerhlgste. durch den ort getragen werden. Die Messe geht also sinnhafterweise der Prozession voraus.
Mit 2 oder mehr Pfarreien in einem SSB scheint es nicht mehr sinnvoll, mit einer Eucharistiefeier zu beginnen, um dann als Ziel einen WGD zu haben. Denn ich kann das Ssm (Allerheiligstes) nicht zu einer Messe hintragen, aus der es ja hervorgehen soll. Von daher ergibt sich die sinnhaftigkeit eines Bedeutungswandels: alle Gläubigen aus dem SSB ziehen in der Prozessionzur gemeinsamen Eucharistie. Das ist ja das, was alle verbindet im Glauben. Die Schauhostie muß dafür jedoch aus dem Tabernakel genommen werden der jeweiligen Kirche. Finde das suboptimal, aber das geringste Übel. Wer gute Vorschläge hat…
Vor diesem Hintergrund und diesem Bedeutungswandel ist es aber erst sinnvoll, wenn der evgl. Pfarrer (zumindest bis zur Eucharistiefeier dazukommt). Er sollte aber nicht in der Prozession beim Allerheiligsten sein, sondern getrennt. So gelangt Gottes Wort und seine Gegenwart in der Eucharistie beides zur Geltung.
Brauche noch eine 3. und letzte Fortsetzung). Sorry, schreib mal einer kurz was, (Danke!) flatratepower
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#12   Benedikt   13:18:56 | Montag, 26. Juni 2006
@ ExBochumer
Wo ist dieser Herr Kard. Lehmann eigentlich? Karneval ist doch nicht? Warum marschiert er auf dieser katholisch-feindlichen Prozession nicht mit?
Tja, da muss man scharf überlegen…Moment mal…hmmm… ah ich habs: Er war auf der Fronleichnamsprozession der Domgemeinde. Na so was.
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#11   nachtlaterne71   13:14:04 | Montag, 26. Juni 2006
Ist sinnvoll…
Ich finde eine ökum. fronleichnamsprozession für sinnvoll: wir haben auf dem Weg immer mehrere Altäre, an denen wir einen kurzen Halt machen. Am Beginn steht ein WGD (keine Eucharistie, die ist am Ende – ich weiß, dass das nicht optimal ist).
Seit drei jahren ist auch die evgl. Kirche eine Station.
Wir gehen jedoch nicht hineine, sondern bleiben vor der geöffnetren Kirche stehen und beten um die Einheit der Kirchen (seid eins, damit,…). Diese Station ist die einzige Station, an der es keinen sakr. Segen gibt. Hier kommt der evgl. Pfr. in eine Rolle: er liest ein Evgl. vor. Dann kommen wir mit mehreren „Fronleichnamszügen“ aus dem Seelsorgebereich zur gemeinsamen Eucharistiefeier zusammen. Setze späer fort(zu viele Zeichen) flatratepower
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#10   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   13:04:54 | Montag, 26. Juni 2006
@ ExBochumer:
:-D :-! :-D :-! :-D :-! :-D :-! :-D :-! :-@ :-@ :-@
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#9   ExBochumer †   13:01:13 | Montag, 26. Juni 2006
Lehmann – Mainz – Synkretismus
Mehr ist dazu nicht zu sagen. Kardinal Lehmann trägt eine sehr große Verantwortung für die Zerstörung des Katholizismus.
Wo ist dieser Herr Kard. Lehmann eigentlich? Karneval ist doch nicht? Warum marschiert er auf dieser katholisch-feindlichen Prozession nicht mit?
Kard. Lehmann hat schon oft einen Keil in die einzig wahre Kirche getrieben. Er gilt damit Mithelfer Satans, der die wahre Kirche, die die römisch-katholische Kirche ist, zerstören will.
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#8   Hódmezövásárhelykutasipuszta   12:20:45 | Montag, 26. Juni 2006
@ jotam:
Die Betonung liegt auf „mittelalterlich“! o^/
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#7   jotam   11:54:49 | Montag, 26. Juni 2006
Fronleichnam
Insoferne möchte ich hier beisteuern: Fronleichnam schön und gut, aber wieso soll diese mittelalterliche Schauprozession nur für Katholiken da sein? Der Sinn des Fronleichnamsfestes ist es, den Glauben öffentlich zur Schau zu stellen – ob man da jetzt die Monstranz (kath.) oder die Bibel (prot.) vor sich herträgt, ist doch schnurzegal – jedem sein Symbol, jedem seinen Glauben. !Así es!
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#6   aphrodite †   11:49:46 | Montag, 26. Juni 2006
Hey…
das ist auf kreuz.net immer so: egal, wie lange der Zug schon abgefahren ist, wenn die Redakteure auf irgendwas stoßen, das ihnen nicht passt, wird’s gnadenlos in der Luft zerrissen – selbst wenn’s schon Wochen und Monate her ist.
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#5   Markus-Antonius †   11:44:13 | Montag, 26. Juni 2006
Tja, dat war wohl nix
Fronleichnamsprozessionen mit protestantischer Beteiligung sind doch keine Seltenheit mehr, nicht nur im Bistum Mainz! Da hat die Redaktion wohl den richtigen Zeitpunkt zum stänkern verpennt.
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#4   Asphyx †   10:49:33 | Montag, 26. Juni 2006
@Josefus
Ich bin gern in Griesheim bei den Prozessionen. Ich bin zwar Katholik, aber in meinem katholischen Örtchen gibt es keine Prozessionen mehr.
Begründung des Pfarrers:
„Die Prozessionen kosten zuviel Geld und die Kollekte dort bringt nicht das ein, daß sie einbringen könnte, wenn die Leute noch mehr Geld hätten. Zudem sind die Sachpreise für die Meßdiener, die mitgehen, immer zu horrend, aber anders hält man die auch nicht mehr bei der Stange!“
Da fragt man sich dann:
Wozu noch Prozessionen?
Nur um dem Katholizismus zu frönen? Ihn in seiner ganzen Menschenfeindlichkeit darzustellen?
Ich weiß ehrlich nicht, eine Prozession macht Spaß, aber muß für den Pfarrer gleich der schnöde Mammon ausschlaggebend sein? Da kann er sich doch glücklich schätzen, wenn einige protestantische Schafe (Schafe, nicht Schäfchen) mitgehen? Oder waren das die protestantischen Wölfe, die da mitzogen?
Fragen über Fragen …
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#3   Josefus   10:43:56 | Montag, 26. Juni 2006
Viele kath. Pfarreien organisieren gar keine Prozessionen mehr
Zwar besteht je nach Intention und Ausgestaltung der Prozession die Gefahr der Verwässerung des katholischen Glaubens, andererseits gibt es sicher viel gefährlichere ökumenische Initiativen, als wenn Protestanten sich einer katholischen Fronleichnamsprozession anschließen, zumal in einem Ort mit protestantischer Mehrheit.
Dass es überhaupt Fr.-Prozessionen gibt, ist auch in katholischen Pfarreien überhaupt nicht mehr selbstverständlich und dass man sich immerhin bemühte die überwiegend protestantischen Bewohner darauf hinzuweisen, ihre Häuser zu schmücken, halt ich für durchaus positiv.
Dass der evangel. Pastor dabei wenig Rücksicht nimmt auf diesbzgl. Aussagen Luthers ist wohl auch eher positiv zu werten, auch wenn er natürlich glaubt Luther rechtferigen zu müssen.
Vielleicht konnte man einige Protestanten für die Verehrung des Altarsakramentes gewinnen.
Es ist nur zu hoffen, dass die Katholiken keine glaubensgefährdende Zugeständnisse in der Form der Feier gemacht haben.
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#2   v2   10:28:54 | Montag, 26. Juni 2006
sinnwidrige riten
,…dazu bedarf es keines protestantischen pastors…
eine kleine geschichte von gestern so aus berlin :
ein mann in jeans und offenem hemd geht in die sakristei und kommt in einem dünnen wollnachthemd mit stola heraus
zu beginn der „messe“ erstmal : sagen wir dem nachbarn ein herzliches guten morgen und schütteln die hände, dann ein zweiter mann der versucht die gemeinde zum kanonsingen zu animieren, dann ein gesungenes „vater unser“ natürlich mit – reihenübergreifendem – an die hände nehmen, statt einer predigt ein „spiel“ der ministranten und dann gemeinsames !!! beten des ende des kanons „ durch Ihn und mit ihm…“ der gesamten gemeinde und zwischen schlussgebet und segen noch kurz die frage des nachthemdträgers : na, wie fanden sie denn gestern das fußballspiel?…
da macht der protestantische pastor auf dem foto einen sehr würdigen eindruck…
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