Ein neulich erschienenes Büchlein widmet sich dem katholischen Sakralbau und der Zelebrationsrichtung. Das Werk begann als virtuelle Wiedereroberung von Kirchenräumen – an der Technischen Universität Wien.
(kreuz.net, Wien) Das Buch trägt den Titel „Die Profane Sakralarchitektur in Wien ab 1960“. Es wurde
von Frau Dr. Heidemarie Seblatnig herausgegeben und erschien Mitte Juni.
Frau Seblating ist Drehbuchautorin
und Regisseurin. Sie doziert auch an der architekturwissenschaftlichen Abteilung der Technischen Universität
in Wien.
Im Sommersemester 2005 fand am Institut für Architekturwissenschaften der Technischen Universität
die Lehrveranstaltung „Dynamische Simulation und Visualisierung“ statt.
Dabei machten sich die kirchlich
meist fernstehenden Studenten daran, Wiener Kirchen, die nach dem Konzil gebaut wurden, den Hochaltar
und den Sakralraum – wenigstens am Computer – wieder zurückzugeben.
Als Krönung dieser ungewöhnlichen
Liturgiereform veröffentlichte Frau Seblatnig das Büchlein „Profane Sakralarchitektur“ mit Beiträgen
verschiedener Autoren.
Das Werk ist voll zweisprachig. Die Artikel sind jeweils auf Deutsch und Englisch
abgedruckt.
Die Autorin stellt das Werk unter das Motto: „Vierzig Jahre nach dem letzten Konzil ist es
an der Zeit, die richtige liturgische Ordnung wiederherzustellen.“
Der durch seine historischen Studien
zur Zelebrationsrichtung bekannt gewordene Londoner Oratorianpater Uwe Michael Lang eröffnet das Werk
mit einem Artikel über „Gebetsrichtung und Kirchenbau“.
Der Schweizer Priester, Don Reto Nay, schreibt
über den Einfluß der Zelebrationsrichtung auf die Meßerfahrung des Priesters.
Der bekannte US-Journalist
und Buchautor Michael S. Rose erläutert die drei Naturgesetze der katholischen Kirchenarchitektur: Vertikalität,
Permanenz und Ikonographie.
Der Wiener Musikpädagoge Eugen Banauch beschäftigt sich mit dem Phänomen
der Beseeltheit sakraler Bauten und konkretisiert diesen Begriff am Beispiel der Musik.
Der Wiener Theologiestudent
Michael M. Wimmer, der gegenwärtig im Libanon studiert, befragt die Architekturstile der Vergangenheit
auf ihren spirituellen Gehalt.
Die mehr computertechnische Seite der dynamischen Visualisierung von Architekturmodellen
erörtert Peter Ferschin.
Zum Abschluß befaßt sich die Herausgeberin selber mit dem Wiener Kirchenarchitekten
Ottokar Uhl (76), den sie einen Totengräber der katholischen Sakralarchitektur und Produkt des liberal-katholischen
Milieus bezeichnet.
Das Werk verbindet die dargelegten Thesen auf einzigartige Weise mit einer visuellen
Umsetzung des Gesagten.
Im bebilderten Mittelteil des Büchleins werden einige Vorher/Nachher-Illustrationen
von Wiener Kirchen abgedruckt. Das Vorher-Bild zeigt den gegenwärtigen Raum der Kirche; das Nachher-Bild
den darin am Computer wiederhergestellten Ort des Mysteriums mit Hochaltar.
„Die Profane Sakralarchitektur
in Wien ab 1960“ wurde vergangene Woche in der Wiener Dombuchhandlung vorgestellt.
Interessanterweise
wurde der Termin auch auf der Homepage der Erzdiözese Wien beworben. Sogar die Religionsunterseite des
‘Österreichischen Rundfunks’ stellte das Werk in der Rubrik der Buch-Tips vor.
Gedruckt wurde der Sammelband –
man staunt erneut – mit Mitteln des österreichischen Bundesministeriums und der Kulturabteilung der Stadt
Wien.
Heidemarie Seblatnig (Hg./Editor) Profane Sakralarchitektur in Wien ab 1960 Profane Sacred Architecture
in Vienna since 1960 WUV 2006, 96 Seiten, diverse färbige Abbildungen, broschiert ISBN 3-85114-977-7
EUR 21,90 [A] / EUR 21,30 [D] / sFr 38,50
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gleiches mit gleichem Sehr gute Idee, gleiches mit gleichem zu vergleichen! Dann kann man endlich herausfinden,
ob 15 Privatmessen an Seitenaltären mit drei oder vier älteren Damen, die von einer Elevation zur anderen
huschen, besser oder schlechter ist, als eine Wochentagsmesse mit einem dementen Pfarrer, einer Ministrantin
und zwei Altbäuerinnen irgendwo im katholischen Alpenland. Wenn man da nicht zum Ergebnis kommt, dass
man beides NICHT will, dann ist es wirklich dramatisch! Wenn man eine gut und bewusst gestaltete Liturgiefeier
nach dem aktuellen Ritus mit einer (soweit möglich) bewusst vollzogenen Liturgie nach dem alten Ritus
vergleicht, wird man wohl schon zu einem differenzierterem Ergebnis kommen – allerdings hängt es hier
von verschiedenen Perspektiven ab, welches das ist. Auffällig erscheint mir nur eins zu sein: Bei Leuten,
die bewusst die neue Messe bevorzugen, höre ich zwar manchmal Kritik, wenn etwas in der Feier nicht gut
zum Ausdruck kommt, etwas verkürzt wird oder gar zu wilde Sachen gemacht werden (siehe find,fight,follow
in Wien). Über die Anhänger der alten Messe regt man sich dort kaum auf. Umgekehrt höre (und LESE!)
ich immer wieder, dass sich Leute von der anderen Seite über die Orthopraxie anderer Christen aufregen!
Das ist für mich ein klares Indiz dafür, wer hier im Recht ist und wer im Unrecht, und auch dafür,
dass die im Unrecht auch wissen, dass sie im Unrecht sind: Wieso sonst müsste man sich permanent über
eine andere Praxis aufregen?
okay, aschera, man soll nicht Äpfel mit Birnen vergleichen! Ich bin in der Lage aufgr. meiner eigenen
Erfahrungen und Beobachtungen und aufgr. zahlreicher Gespräche, den Satz des Papstes, für verifiziert
zu halten, nämlich: „Unter den Gläubigen hat sich das Gefühl für die Problematik einer Lösung verstärkt,
in der die Öffnung der Liturgie nach vorn und nach oben kaum in Erscheinung tritt.“ (gemeint hinsichtl.
Volksaltar u. Zelebration „versus populum“) Vergleichen kann man nur Gleiches: also den gemeindlichen
Sonntagsgottesdienst, aber auch die Feldmesse jew. in einer der beiden Ordines. Einen solchen Vergleich
hätte die „alte Messe“ hinsichtl. der „anabatischen und katabatischen“ Funktion, wie sie schreiben, gerade
nicht zu scheuen! Bei Fragen der Sakralarchitektur und des Ritus (z.B. Zelebrationsrichtung) kommt es
tatsächlich darauf an, daß das jew. Verständnis auch „in Erscheinung tritt“, nicht darauf, daß einige
nach gründlichem liturgiewiss. Studium dieses Verständnis der Liturgie „verinnerlicht“ hätten und es
an diese soz. herantragen!
schön, … … dass Sie mich zitieren, Pünktchen. Nur ein kurzer Kommentar meinerseits, ich gehe davon
aus, dass die Annahme falsch ist, die abgebildeten Priester hätten das grundlos aus lauter Jux und Tollerei
getan. (Solange das nicht bewiesen ist, steht es mir UND IHNEN AUCH NICHT! zu, das zu unterstellen!) Eine
gelebte Praxis mit all ihren möglichen Defiziten kann und DARF man nicht einem abstrakten Idealbild gegenüberstellen.
Da wird es immer verlieren, das ist doch logisch. Ich erinnere an mein Bild vom schlottrigen Mercedes
und der neuesten Lada-Prototyp-Studie – das ist ein Untergriff und keine Argumentation! Wenn ich das Ideal
der Liturgiereform des Konzils mit einer runtergeratschten tridentinischen 18-Minuten-Privatmesse vergleichen
würde, dann würden Sie mich auch sofort in der Luft zerreissen!
Auweia… …wann wird diesem ganzen Firlefanz endlich Einhalt geboten? Hat das noch irgendwas mit dem
römisch-katholischen Messopferverständnis zu tun? Ich glaube nicht… @Pünktchen Jeder weiß, daß
die Beobachtungdes Papstes zutreffend ist und viele derjenigen, die beide Meßordines in der Praxis erlebt
haben, werden der Aussage zustimmen und zusätzlich ihrer eigenen Beobachtung trauen! Meine vollste Zustimmung!
:)3 :)3 :)3 :(3
#42 Pünktchen 15:45:44 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Ich persönlich finde dieses photos1.blogger.com/…0/IMG_5096.sized.jpg Foto am besten. Den Teilnehmern
an diesem Holy Picknick kann nichts passieren, wenn nur „kein defizitäres Liturgieverständnis vorherrscht,
dass anabatische und katabatische Dimension der Feier nicht ausreichend verinnerlicht hat!“ (aschera) –
Na dann, let’s go!
@ Pünktchen zum Liturgieverständnis Marke: Selbstbeweihräucherung. Humba, humba, Tätärä … Es ist
ja nicht mal das. Selbstveralberung ist das passende Wort. Aber der Kommentar des Bloggers ist gut .
Mein Favorit: photos1.blogger.com/…/1600/massjesuit.jpg
@legeslegmeg… & @Benedikt Sie haben natürlich Recht, das war blöd ausgedrückt von mir. Ich meinte,
die alte Liturgie ist knapp 2000 Jahre gewachsen und seit über 400 Jahren festgesetzt, logisch. Sorry!
Jeder weiß, daß die Beobachtung des Papstes zutreffend ist und viele derjenigen, die beide Meßordines
in der Praxis erlebt haben, werden der Aussage zustimmen und zusätzlich ihrer eigenen Beobachtung trauen!
Warum überrascht mich das jetzt nicht? Ich darf Ihnen versichern, die Mär, dass Selberdenken dick machen
würde, stimmt nicht. Sie können es ruhig einmal versuchen!
aschera, ich beziehe mich auf niemand geringeren als den Papst, der 2003 als damaliger Präfekt der Glaubenskongregation
gesagt hatte: „Unter den Gläubigen hat sich das Gefühl für die Problematik einer Lösung verstärkt,
in der die Öffnung der Liturgie nach vorn und nach oben kaum in Erscheinung tritt.„mit „Lösung“ meinte
er den Volksaltar und die Zelebration versus populum. Das „kaum in Erscheinung treten“ ist der springende
Punkt, an dem Liturgiewissenschaftler ansetzen müssen!
Pünktchens Stehsätze Geschätztes Pünktchen, ihre „argumentationstechnik“ bedarf noch einiger Reifung …
Mit Katabasis/Anabasis waren Sie schon gescheitert, denn diese kommen gerade in der Messe nach dem trident.
Ritus besser zum Ausdruck 1. Wo haben Sie mich scheitern sehen? Ich habe Aspekte eingebracht und die Diskussion
weiterentwickelt. Das ist kein Scheitern. Ob Sie diese annehmen oder gar übernehmen oder nicht, ob sich
an ihrer Haltung etwas ändert oder nicht, liegt bei Ihnen, da kann ich nicht scheitern / erfolgreich
sein! 2. Sie schreiben: „besser“. Ich frage nicht nach Belegen dafür, ich weiß, dass es die nicht gibt.
Es gibt auch keine dafür, dass ich denke, es kommt „schlechter“ zum Ausdruck . Ich kann es begründen
(können Sie das auch?), mehr nicht. Warum nicht? Es ist persönliche Meinung, subjektive Einschätzung,
daran kann man nur durch Offenheit und aufeinander Zugehen und Einlassen etwas ändern. Sehe dies aber
bei Ihnen chancenlos. Was immer mehr Menschen bedauern, ist der Verlust der Vertikalen durch die Überbetonung
des Gemeinschaftlichen/Horizontalen 1. Das Gegeneinander-Ausspielen von horizontaler und vertikaler Richtung
zeugt von einer ziemlich schlechten Praxis. Wir waren uns doch schon einig, dass diese einander bedingen
und eines ohne das andere nicht auskommt! 2. In meiner Erfahrung sind solche Aussagen noch nie vorgekommen.
Meiner Meinung nach ist das ein ätiologisches Konstrukt.
@ Frasim Da irren Sie sich gleich in zweifacher Hinsicht: Die alte Messe bzw. „das transportierte Liturgieverständnis“
ist erstens nie und niemals abgelegt worden (im Gegenteil: 1570 für immer und ewig als DIE Form der Messe
schlechthin festgesetzt worden) und zweitens schon gar nicht „schon längst“, denn was sind schon 40 oder
max. 50 Jahre im Vergleich zu knapp 2 Jahrtausenden! Die Liturgie ist vor 1570 nicht statisch gewesen,
Ihren Vergleich 50 Jahre – 2000 Jahre können Sie daher vergessen. Ein Vergleich 400 Jahre – 40 Jahre
kommt da schon viel näher. 400 ist zwar viel, aber eben auch nur 1/5 von 2000. Zuvor gab es dutzende
Eigenarten, Sonderriten usw. usf., denen die Liturgiereform anno 1570 den Garaus gemacht hat. Der Ritus
von 1570 ist zudem eine Vermengung römischer und gallischer Liturgietraditionen, was nicht wundert, denn
wegen der Zustände in Rom musste die Liturgie öfter mal von außen sozusagen „reimportiert“ werden.
Man kann sich natürlich auf ihn zurückbesinnen wollen, genauso kann man sich aber auf den Ordo Missae
Moguntinus, Coloniensis etc. pp. zurückbesinnen. Da hat man nicht mehr und nicht weniger Recht.
@Frasim bitte tun Sie mir einen gefallen, klicken Sie auf „Start“ –> „Programme“ –> „Zubehör“ –> „Rechner“,
geben sie die heurige Jahreszahl ein, subtrahieren Sie eine beliebige Jahreszahl des tridentinischen Konzils,
oder auch einfach 1570, wenn sie so wollen, und dann erklären sie mir ganz genau, ob das zwei Jahrtausende
sind. Übrigens muss ich sagen, dass die letzten 40 Jahre und mehr die Zeit sind, in der zwei Drittel
der Katholiken der Welt überhaupt erst geboren wurden! Ich persönlich war 1570 noch nicht auf der Welt.
Wie das bei Ihnen und Aschera ist, weiß ich nicht.
Sie meinen wohl, beste aschera, wenn Sie einige liturgiewiss. Fachausdrücke ins Spiel bringen, dann müßte
jeder schon eingeschüchtert davonschleichen. Mit Katabasis/Anabasis waren Sie schon gescheitert, denn
diese kommen gerade in der Messe nach dem trident. Ritus besser zum Ausdruck, nun berufen Sie sich auf
den gemeinschaftlichen Charakter der Messe, der tatsächlich im NOM stärker betont wird als im alten
Ordo. Das heißt jedoch nicht, daß er dort fehlte oder je gefehlt hätte! Gerade daß Priester und Gottesvolk
in einer gemeinschaftlichen Richtung eine Bewegung des Hintragens (gr. prosforá, lat. oblatio) vollziehen,
in dem beide durch Christus Gebet und Opfer darbringen, verdeutlicht den gemeinschaftlichen – soz. horizantalen –
Aspekt, allerdings integriert in den vertikalen. Was immer mehr Menschen bedauern, ist der Verlust der
Vertikalen durch die Überbetonung des Gemeinschaftlichen/Horizontalen. In diese Richtung gehen jedenfalls
auch die von mir zitierten Äußerungen des früheren Kardinals Ratzinger!
@aschera Die alte Messe transportierte ein Liturgieverständnis, das zwar sehr modern ist (…), aber
von der römisch-katholischen Kirche auf ihrem vom Heiligen Geist geführten Weg durch die Zeit schon
längst abgelegt wurde. Da irren Sie sich gleich in zweifacher Hinsicht: Die alte Messe bzw. „das transportierte
Liturgieverständnis“ ist erstens nie und niemals abgelegt worden (im Gegenteil: 1570 für immer und ewig
als DIE Form der Messe schlechthin festgesetzt worden) und zweitens schon gar nicht „schon längst“, denn
was sind schon 40 oder max. 50 Jahre im Vergleich zu knapp 2 Jahrtausenden!
alte Messe? Ach Pünktchen, grade haben sie einen vollständig richtigen Satz zusammengebracht und dann:
alte Messe! Grundvoraussetzung für beides ist die diabatische Dimension, die in der alten Messe vollständig
fehlt. Die alte Messe transportierte ein Liturgieverständnis, das zwar sehr modern ist (siehe Neoliberalismus
und Religion als Privatsache), aber von der römisch-katholischen Kirche auf ihrem vom Heiligen Geist
geführten Weg durch die Zeit schon längst abgelegt wurde. Und hier würde es gut anstehen, dem Zeitgeist
(Neoliberalismus) zu widersagen. Ausgehend davon, dass die katabatische und die anabatische Dimension
nicht ohne diabatische Dimension (siehe z.B.: Feier der Gemeinde!) auskommt (und umgekehrt, solange wir
uns auf katholischem Fundament bewegen) und ausgehend davon, dass die Realpräsenz nach der Lehre der
Kirche ja keine durch Zauber gewirkte auf das liturgische Brot (so es ein solches gibt) beschränkte Ausnahmeerscheinung
ist, kann man also durchaus die Feier der Gemeinde, die gemeinsam mit dem Vorsteher um den Tisch des Herrn
versammelt ist, für eine gute Form halten, die das Gemeinte gut zum Ausdruck bringt. Nicht die einzig
mögliche, aber eine sehr gute.
Katabasis und Anabasis, beste aschera, ereignen sich BEIDE in der Vertikalen! Daß dies auch sinnfällig
zum Ausdruck kommen kann, können Sie in der alten Messe studieren! Die Versammlung ringförmig um den
Altar und eine „Zelebrationsrichtung zueinander“ (wörtl. Aschera!!??) legt das von Ihnen benannte defizitäre
Liturgieverständnis geradezu nahe!
Selbstbeweihräucherung Sehr geehrtes Pünktchen, zuerst einmal zu ihrer Argumentationsfigur: Sie stellen
die Idealvorstellung der einen, von Ihnen bevorzugten Richtung, einem falschen Verständnis meines Vorschlages
gegenüber. Man muss sein Gegenüber schon für intellektuell sehr minderbemittelt halten, wenn man glaubt,
damit durchzukommen. (Wenn ich einen 30 Jahre alten, ungepflegten Mercedes mit einem Prototyp von Lada
vergleiche, kann ich auch zum Schluss kommen, dass Lada viel besser ist als Mercedes – doch glauben wirds
mir niemand!) Zweitens: Die Gefahr, dass durch eine solche Art der Feier eine Selbstbeweihräucherung
entsteht, sehe ich nur dann, wenn ein defizitäres Liturgieverständnis vorherrscht, dass anabatische
und katabatische Dimension der Feier nicht ausreichend verinnerlicht hat!
@ legesleg… Nun ja, fachliches Wissen ist halt nicht konfessionell. Fachliches Wissen? Babylon hat behauptet,
die Ausrichtung nach Osten sei „überholt“. Begründungen: Fehlanzeige. Wie auch? Letztendlich entscheidet
die Akzeptanz unter den Gläubigen darüber. Und davon weiß Babylon nun mal nichts und kann nicht mal
für sich selbst sprechen, da nicht gläubig. Dass ich persönlich geworden bin weise ich mal zurück.
Lediglich einen bissigen Seitenhieb lasse ich mir anrechnen. Auf ultralange Erklärungen zu solchen Fragen
habe ich zugegebenermaßen keine Lust und halte es auch nicht für wichtig. Die Ausrichtung nach Osten
hat ihre Bedeutung für mich und für viele andere, was Außenstehende davon halten ist völlig irrelevant,
der Hinweis, dies sei heute nicht mehr zeitgemäß ein Nullargument.
@Benedikt Nun ja, fachliches Wissen ist halt nicht konfessionell. Der Schlussfolgerung musst du ja nicht
zustimmen, hier ist Argumentationsspielraum: Wenn ich anderer Meinung wäre als Babylon, würde ich jetzt
argumentieren: Die Haltung symbolisiert heute auch noch dies und jenes, daher ist Sie meiner Meinung nach
nicht überholt, sondern dort, wo es möglich ist, bewahrenswert. Oder: Ich denke, dass es das und das
ausdrückt und daher immer noch … Oder: Ich bin anderer ansicht, weil ich finde, dass dies und das wichtig
ist, deshalb das und jenes. Sie sehen: viele Möglichkeiten, nicht persönlich zu werden! Und welche haben
Sie gewählt?
Aschera: „Zelebrationsrichtung zueinander“ Andere nenen es „Selbstbeweihräucherung“. Wenn auch der Herr
in der Verborgenheit der eucharist. Gestalten real präsent ist, so sind wir dennoch ausgerichtet auf
eine Wiederkunft und auf eine Herrlichkeit, von der das Jesaja-Wort gilt: „Kein Auge hat es gesehen und
kein Ohr gehört und in keines Menschen Herz ist es gekommen, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“.
Und der Apostel sagt im ersten Korintherbrief:„Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte
Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich unvollkommen, dann aber werde
ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.’
@ Babylon Auf jeden Fall: Aus heutiger Sicht ist das toootaaal überholt. Immer wieder lustig: Atheisten
erklären Christen, wie Ihr Glaube zu sein hat ?:)
Osten –> Westen Wenn ich jetzt böse wäre, würde ich fragen, wieso man dann nicht vormittags richtung
Osten und nachmittags richtung Westen zelebriert … aber ich hab da eine ganz andere Frage: Lehrt nicht
die Kirche die Realpräsenz Christi in der Gemeinde, im Wort und in den Eucharistischen Gaben? Wenn, wäre
es dann nicht richtiger, die Zelebrationsrichtung zueinander zu wählen, im Besten Fall in einem Kreis?
Allah… Finden wir hier es nicht alle etwas merkwürdig, daß der gemeine Moslem sich zum gebet nach
Mekka ausrichtet? Ist das nicht eine etwas kindische Vorstellung von Allah? Eigentlich überhaupt nicht.
Mohammed war ein Spross der Familie Koray (vierte Linie glaub ich). Diese haben die Kaaba verwaltet, in
der vor dem Islam jeder Wüstenstamm seinen Götzen unterbringen und während dem Ramadan (einmonatige
Friedenszeit) anbeten konnten. Nach Einnahme Mekkas durch Mohammeds Truppen wurden diese Götzen zerstört.
Nur der Haupt-Familiengötze der Koray blieb in der Mekka. Und der heisst – wenig erstaunlich – Allah!
Da Mohammed seinen Familiengötzen als alleinige Gottesfigur einsetzte, musste er – nach alter Sitte –
auch entsprechend angebetet werden. Deshalb kriechen Moslems auch in Richtung Mekka.
versus apsidem Die Ostung („Orient-ierung“) im strengen Sinne wäre in zahlreichen Kirchen unzweckmäßig,
da diese selbst nicht mehr geostet sind. Hier hatte sich also längst die Vorstellung von einer realen
Ostung zu Praxis einer idealen gewandelt. Die reale und/oder ideale Ostung, die darin zum Ausdruck kommt,
das sich Gottesvolk und Priester gemeinsam zur Apsis wenden, versinnbildlicht die Rede vom „wandernden
Gottesvolk“ besser als der geschlossene Kreis um den Volksaltar, sie erinnert uns daran, daß wir als
Kirche durchaus „unterwegs“ sind, denn „wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige
suchen wir“ (Hebr. 13,14). In diesem Sinne der gemeinsamen Ausrichtung auf ein zukünftiges und jenseitiges
Ziel hatte Kardinal Ratzinger vom Altar geschrieben, daß dieser „gleichsam der Ort des aufgerissenen
Himmels“ sei, „er schließt den Kirchenraum nicht ab, sondern auf – in die ewige Liturgie hinein.“ (Der
Geist der Liturgie, S. 62 f.)
@Babylon Ganz entgegen meiner sonstigen Art muss ich hier doch ‘mal eine Lanze für den Mythos brechen –
wenigstens an der Stelle, wo er theoretisch denkbar wäre: „Wie muß er nun die Sache angehen, damit er
für alle Menschen auf der Erde von Osten erscheint? Das dürfte ein ziemliches Kunststück sein.“ Überhaupt
nicht. „Von Osten erscheinen“ ist synonym mit „nach Westen gehen“, und das wiederum ist gleichbedeutend
mit „sich entgegen der Erdrotation bewegen“. That simple. Zugegeben, als ich das mit dem „Im Osten erscheinen“
hier neulich las, war mein erster Impuls derselbe wie Ihrer. Wenn man sich allerdings klar macht, dass
Osten und Westen nur relative Angaben sind, die in diesem Falle durch die Bewegungsrichtung konkretisiert
werden, dann ist das immerhin möglich. Der Erscheinende müsste es lediglich schaffen, bei der unmittelbaren
Ankunft ungesehen zu sein. Sobald er sich bewegt, klappt’s. Dass ich daran so überhaupt nicht glaube,
steht auf einem anderen Blatt Und mit der „kindischen Vorstellung“ haben Sie zweifelsohne Recht, wobei
die sich ja nun wahrlich nicht auf Muslime beschränkt, da braucht man sich nur manches kindische Gezänk
auf diesem Server anzuschauen.
Das wäre dann der Mithraskult, der „Unbesiegte Sonnengott“, auf den ich hier an anderer Stelle schon
mal hingewiesen habe wegen seiner zahlreichen frappierenden Ähnlichkeiten mit dem Christentum (de.wikipedia.org/…_und_das_Christentum).
Die Kirche hat ja auch ca. anno 350 das Weihnachtsfest auf den 25.12. gelegt, um den „Sol invictus“ zu
verdrängen (Wintersonnenwende, wg. Julianischer Kalenderungenauigkeit 3 Tage nach hinten verschoben im
Vergleich zur heutigen Sonnenwende). Muß aber nicht unbedingt abgekupfert sein. Kann auch sein, daß
die Ostung allgemein üblich war in orientalischen Kulten. Auf jeden Fall: Aus heutiger Sicht ist das
toootaaal überholt. o^/
Babylon Das habe ich mich auch schon gefragt. Ich habe schon einmal von einer Religionslehrerin – die
kam allerdings von keiner besonders guten Fakultät – gehört, dass das wegen eines „Vorgängerkultes“
der römischen Kultur sei, wo sol invictus immer im Osten erscheint.
Mal vom Mond gesehen: Jesus schwebt also gerade auf den Wolken des Himmels ein Richtung Erde. Wie muß
er nun die Sache angehen, damit er für alle Menschen auf der Erde von Osten erscheint? Das dürfte ein
ziemliches Kunststück sein. Bei dem heutigen Weltbild ist das mit dem Osten natürlich Quatsch, und
es ist jedem klar, daß dies nur noch ein farbiges Bild ist. Erdacht von und für Menschen, die im sandigen
Palästina lebten und für die das Paradies eben mit Euphrat und Tigris und dortiger künstlicher Bewässerung
zusammenhing. Finden wir hier es nicht alle etwas merkwürdig, daß der gemeine Moslem sich zum gebet
nach Mekka ausrichtet? Ist das nicht eine etwas kindische Vorstellung von Allah?
@Babylon Wen interessiert denn diese Ostung heute noch? Daß Jesus mal irgendwann aus dem Osten wiederkommen
wird, ist doch heute nur noch ein hübsches Bild, mehr nicht. Naja, ob das wirklich nur noch so ein „hübsches
Bild“ ist, bleibt abzuwarten, bis ER wahrhaft wiederkommt. Es geht doch wohl eher darum, daß man den
in der neuen Liturgie und der neuen Kirchenarchitektur vorhandenen gemeinschaftlich-horizontalen Charakter
(neben dem rein theozentrisch-vertikalen) wieder weg haben will. Im Prinzip richtig! Gottesdienst ist
nun mal – wie der Name schon verrät – theozentrisch angelegt, nichts anderes. Die Anthropozentrierung
schadet dem Mystischen, was die Messe nun einmal ist und führt zweifelsohne zu Ehrfurchtsverlust. Die
herkömmliche Kirchenarchitektur macht den Menschen klein und soll ihm die Autorität der Kirche (als
Institution) vor Augen führen. Besser: Sie macht dem Menschen bewußt, wie klein er selbst und wie groß
Gott ist. Die Autorität der Kirche kann als Braut Christi gar nicht groß genug dargestellt werden. Die
moderne Architektur bindet die Menschen ein und holt sie raus aus ihrer bisherigen Lage als reine Objekte
der kirchlichen Heilsvermittlung. Falsch! Diese Profanisierung des Heiligen schafft eine verzerrte Vorstellung.
Man stellt sich gewissermaßen auf die selbe Stufe mit Gott. Die Moderne! Meine vollste Zustimmung, wenn
das „Die“ englisch verwendet wird.
Verkündigung und Anbetung Was die Zelebrationsrichtung angeht, scheint mir folgende Regelung am sinnvollsten:
a. Der Wortgottesdienst – vor allem ist hier an die „Salutatio“ und die Schriftlesungen zu denken – wird
zum Volke hin gefeiert. Hierbei handelt es sich schließlich um ein echtes Gegenüber desjenigen, der
die Hl. Texte feierlich verkündet, und denjenigen, denen sie verkündet werden. b. Beim eucharistischen
Gottesdienst schauen Priester, Assistenz und Gläubige in ein- und dieselbe Richtung, nämlich zum Altarkreuz.
Hierdurch wird die gemeinsame Ausrichtung von Priester und Gemeinde auf Gott hin sinnenfällig zum Ausdruck
gebracht. Auf diese Weise werden zwei bedeutende Aspekte der Liturgie gleichsam unmittelbar erfahrbar:
Der Aspekt der Verkündigung des Wortes Gottes zum einen und der Aspekt der Anbetung Gottes zum anderen.
Und vielleicht hilft dieses Modell auch, die nicht bisweilen auftauchende Anthropozentrik in der Liturgie
zu relativieren.
Versus populum Bei „versus populum“ handelt es sich natürlich nicht um eine theologische, sondern eine
topographische (Verlegenheits-)Bezeichnung (die schon im Missale Romanum 1570 steht). Drum stimmt die
Gegenüberstellung von „versus populum“ und „versus deum“ nicht. Alle wenden sich dem Altar und den auf
ihm stehenden eucharistischen Gaben zu. Ist der Altar nicht Orientierungspunkt genug?
@schweinshaxl Christus hat den Jüngern beim letzten Abendmahl den Rücken zugewandt? Der Priester zelebriert
nicht mit dem Rücken zum Volk, sondern betet MIT dem Volk in die gleiche Richtung zu Gott. Ihr Volksaltar
fördert einen falschen Klerikalismus, da der Priester nun ständig dem Volk gegenübersteht.
Conversi ad dominum . Wie Kardinal Ratzinger in seinem Vorwort zum Büchlein von Uwe M. Lang: „Conversi
ad dominum“ 2003 bemerkte, hat sich „unter den Gläubigen“ „das Gefühl für die Problematik einer Lösung
verstärkt, in der die Öffnung der Liturgie nach vorn und nach oben kaum in Erscheinung tritt.“ Durch
die jetzt präferierte Lösung wird die gemeinsame Ausrichtung von Priester und Volk auf Gott – also nach
vorn und nach oben – unanschaulich und schon die Diskussion um das „versus populum“ verrät den falschen,
weil gänzlich unliturgischen Ansatz: das übergeordnete Prinzip des Gottesdienstes ist nicht der Dialog
von Liturge und Gemeinde, sondern der Dialog des ganzen Gottesvolkes, d.h. die Liturgen eingeschlossen,
mit Gott. „Die Bezeichnungen >zum Volk hin< oder >mit dem Rücken zum Volk< schließen denjenigen aus,
an den sich alle wenden, Gott. Der Priester feiert die Eucharistie nicht >zum Volk hin<, sondern die ganze
Gemeinschaft feiert zu Gott hin gewandt, durch Jesus Christus im Hl. Geist. Dieser Dialog Gottes mit seinem
ganzen Volk kommt hervorragend zur Geltung in der Feier versus orientem bzw. versus absidem.“ (U.M.Lang,
aaO S. 119) Ratzinger: „Der Altar ist gleichsam der Ort des aufgerissenen Himmels; er schließt den Kirchenraum
nicht ab, sondern auf – in die ewige Liturgie hinein“(zitiert aaO. S. 138)
Das heutige Evangelium… …könnte irgendwie dazu passen: EVANGELIUM Matthäus 7, 6.12-14 In jener Zeit
sprach Jesus zu seinen Jüngern: Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht den Schweinen
vor, denn sie könnten sie mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen. Alles, was
ihr von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. Geht durch das
enge Tor! Denn das Tor ist weit, das ins Verderben führt, und der Weg dahin ist breit und viele gehen
auf ihm. Aber das Tor, das zum Leben führt, ist eng und der Weg dahin ist schmal und nur wenige finden
ihn.
super … Gott ist im Osten! super! Was macht er dort? Christus hat den Jüngern beim letzten Abendmahl
den Rücken zugewandt? Wenn das so stimmt, ist das ein klares Zeichen, dass diese mit der Einsetzung der
Eucharistie garnicht gemeint waren, sondern andere Personen, zu denen er gesprochen haben muss, denn schließlich
kann er ja nicht zu Gott sagen „Tut dies zu meinem Gedächtnis“ – das wäre erstens polytheistisch, zweitens
Widersinnig und drittens absurd. Oiso: Entweder ist das ein Schmarrn, was da steht, und Christus hat sehr
wohl mit seinen Jüngern gemeinsam das Letzte Abendmahl gefeiert und nicht mit den Rücken zu ihnen, oder
die Kirche feiert seit zwei Jahrtausenden aufgrund einer kompetenzüberschreitenden Selbstanmaßung eine
Eucharistie, die dann weder heilig noch von Christus eingesetzt ist. Bitte klären sie also einen armen
mühlviertler bauern, der sich grade wegen dem priestermangel für einen wortgottesdienstleiterkurs anmelden
musste, darüber auf.
@Bruder Theophil Aber die Ausrichtung des Priesters in Richtung der Gemeinde ist m.E. kein Grund das Konzil
zu verdammen. Jesus, der Sohn GOTTES hat sich bei seinen Predigten an die Menschen auch in deren Richtung
gewandt. Mir ist zumindest keine Bibelstelle bekannt, die besagt, dass er mit dem Rücken zu den Leuten
von seinem Vater erzählt hat. Und mir ist zumindest keine Stelle in den Konzilstexten bekannt, die besagt,
daß der Priester die Messe der Gemeinde zugewandt feiern soll. !:)
Na ja, dem könnte man entgegenhalten… …dass es auch keinen Beleg dafür gibt, dass Jesus beim letzten
Abendmahl sich von den Jüngern abgewandt hat. Ganz im Gegenteil. Nach orientalischer Sitte wird er eher
mit ihnen zu Tisch gelegen haben. Also mittendrin.
Reaktionär Ich kann das mit der Zelebrationsrichtung nach Osten echt nicht mehr ab. Neuere Kirchen sind
sowieso nicht mehr geostet. Wen interessiert denn diese Ostung heute noch? Daß Jesus mal irgendwann aus
dem Osten wiederkommen wird, ist doch heute nur noch ein hübsches Bild, mehr nicht. Es geht doch wohl
eher darum, daß man den in der neuen Liturgie und der neuen Kirchenarchitektur vorhandenen gemeinschaftlich-horizontalen
Charakter (neben dem rein theozentrisch-vertikalen) wieder weg haben will. Die herkömmliche Kirchenarchitektur
macht den Menschen klein und soll ihm die Autorität der Kirche (als Institution) vor Augen führen. Die
moderne Architektur bindet die Menschen ein und holt sie raus aus ihrer bisherigen Lage als reine Objekte
der kirchlichen Heilsvermittlung. Die Moderne! :)3
Alte Messe Hw. Prof May spricht auch die Lesungen auf deutsch – und zu Gemeinde hin. Eine Änderung, wie
sie auch von Mgr. Lefebvre für möglich gehalten wurde. Leider wurde nie ernsthaft versucht, den alten
Ritus zu reformieren. Das Messbuch von 1965 wurde bald abgelöst.
Bruder Theophil Ich habe schon einige Messen im tridentin. Ritus besucht. Während der Predigt wendet
sich der Priester an die Gemeinde und er wendet sich ihr auch zu!
Lieber Bruder Theophil Lesen Sie zu dieser Frage doch bitte die Bücher des Liturgiewissenschaftlers Klaus
Gamber. In der Predigt wendet sich der Priester selbstverständlich zum Volk. Doch bei der Opferung wendet
er sich nach Osten, zu Gott. Dies war in allen Liturgien seit der Urkirche der Fall und selbst Christus
hat sich NICHT den Aposteln beim letzten Abendmahl zugewandt (inkl. bildlicher Darstellung bei Gamber
nachzulesen).
Was das V2 anbelangt… …gehe ich auch nicht mit allen Entwicklungen in der Liturgie konform. Aber die
Ausrichtung des Priesters in Richtung der Gemeinde ist m.E. kein Grund das Konzil zu verdammen. Jesus,
der Sohn GOTTES hat sich bei seinen Predigten an die Menschen auch in deren Richtung gewandt. Mir ist
zumindest keine Bibelstelle bekannt, die besagt, dass er mit dem Rücken zu den Leuten von seinem Vater
erzählt hat. Der Priester als legitimer Stellvertreter Jesu kann doch diesem Beispiel folgen. Oder nicht
?
„Profane Sakralarchitektur“ Der Titel enthält natürlich eine gewollte contradictio in adjecto! Dies
wird deutlich, wenn man die Rezension zum selben Buch auf kath.net konsultiert: Uhl praktizierte die architektonische
Aufhebung des Unterschiedes von sakral und profan, die Demokratisierung des Kirchenraumes, die Einebnung
des äußeren Erscheinungsbildes seiner Kirchen in der allgemeinen Stadtlandschaft. Seine 1964 errichtete
und mit höchsten Preisen ausgezeichnete „demontable Kirche“, eine Mehrzweckhalle, steht heute als unansehnliches
Wrack im Wiener Vorort Floridsdorf – fotografisch eindrucksvoll dokumentiert in Seblatnigs Buch. www.kath.net/detail.php?id=14020