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Samstag, 24. Juni 2006 17:53
Ein beliebter Pfarrer
Er wurde mit stehenden Ovationen verabschiedet. In seiner Pfarrei fühlten sich auch Gläubige wohl, die dazu eigentlich keinen Grund gehabt hätten.
Rechts im Bild: Francis Kardinal George
Rechts im Bild: Francis Kardinal George
(kreuz.net, Chicago) Anfang Juni ging Pfarrer William Kenneally (71) in Pension. Er wirkte 22 Jahre als Pfarrer von St. Gertrude in der US-Erzdiözese Chicago.

Das berichtete die US-Tageszeitung ‘Chicago Sun-Times’ am 5. Juni.

Pfarrer Kenneally wurde bei seinen Gläubigen populär, als er seinen Erzbischof, Francis Kardinal George, kritisierte, weil dieser nicht scharf genug gegen Priester vorging, die des homosexuellen Mißbrauchs von Jugendlichen bezichtigt wurden.

Doch auch kleine Dinge machten Hw. Kenneally beliebt. Zum Beispiel, als er sicherstellte, daß der 10jährige David Brucks – der auf Weizen allergisch ist – eine Hostie bekam, die auf der Basis von Reis hergestellt war.

„Ich habe Probleme mit der Kirche. Oft bin ich über sie sehr frustriert, aber meine Kirche ist hier“ – erklärte Hw. Kenneally bei seiner letzten Predigt.

Während der Abschiedesmesse am ersten Juni-Sonntag erhielt der Priester mehrere stehende Ovationen.

Er wurde auch für seinen Einsatz für soziale Gerechtigkeit, für die Gemeinschaft, für Suppenküchen für Obdachlose und die Erziehung der Jugend gepriesen.

Bob Dwyer (49) – ein homo-ideologisch orientiertes Pfarreimitglied – dankte dem scheidenden Priester während der Messe dafür, daß sich Homo-Katholiken in seiner Kirche wohlgefühlt hätten.

„Das ist für uns keine Lebenswahl. Wir sind einfach so, wie Gott uns geschaffen hat“, verkündigte Dwyer vom Ambo herunter.

„Sie haben uns ein Geschenk gemacht. Sie haben uns erlaubt, unseren Glauben in dieser Gemeinschaft zu praktizieren.“

Pfarrer Kenneally beichtete seiner vollgepackten Kirche, daß er vor 16 Jahren die Trunksucht aufgegeben habe.

Er erklärte, daß er seinen Entzug auch der Liebe verdanke, die er von seiner Pfarrei erhalten habe.

Nach seiner Pensionierung im Juli, will er in seiner neuen Wohnpfarrei aushelfen. Zugleich gedenkt er nach der überstandenen Behandlung eines Rückenmarkkrebses und nach Herzproblemen kürzer zu treten.

Pfarrer Kenneally wuchs als Sohn irischer Einwanderer in den USA auf. Als er seine Gläubigen nach der Messe an den Kirchentüren verabschiedete, kam sein Mutterwitz durch:

„Dieses Kleid hätte ich gerne selber getragen“, meinte er zu Bernard Ndiwe (44), der in einem nigerianischen Nationalkostüm an der Messe teilgenommen hatte.

Pfarrer Kenneally geriet im Februar in die Nachrichten, als er den Kardinal von Chicago zum Rücktritt aufforderte, als die Medien verlauten ließen, daß der Erzbischof den Rücktritt von Pfarrer Daniel McCormack verhindert hätte, der inzwischen der Unzucht mit Kindern angeklagt ist.

Die Gewißheit seiner bevorstehenden Pensionierung und der Rückhalt in seiner Pfarrei hätten ihm die Freiheit verliehen, seine Meinung zu äußern.

Der Pfarrer erklärte, daß er sich verpflichtet fühle zu widersprechen, wenn er von oben Anweisungen bekomme wie zum Beispiel, in den Nachrufen bei Beerdigungen nicht zu übertreiben oder von den Gläubigen zu verlangen, sich vor dem Empfang der Kommunion zu verbeugen.

„So geht es nicht: Freundlichkeit, Offenheit und Akte der Liebe fördern das Wachstum der Kirche.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 20 Lesermeinungen:
Montag, 26. Juni 2006 19:55
Caelestius: „für die vielen“
1) „die vielen“ oder „alle“?
Nun, liebe Freunde, im Alten Testament – z.B. Ps 2 – heißt die vielen = alle, also im pSalm etwa „alle Könige“.
Weiß aber nicht, ob Euch das hilft.

2) In der evangelischen „kirche“ gibt’s – wohl noch ein Überbleibsel aus der Öko-Zeit? – Vollkornbrot. Was soll das denn dann sein?

Bleibt fröhlich!
Sonntag, 25. Juni 2006 19:53
Artois †: Für euch
Für euch und für alle, das ist semantischer Schwachsinn …
Sonntag, 25. Juni 2006 17:11
Hyazinth: Aphrodite
wenigstens diesmal haben Sie etwas ganz durchgelesen, Danke!!!
Sonntag, 25. Juni 2006 14:04
aphrodite †: Der Bäcker bäckt das Brot
Gott könnte dies natürlich, aber: am Abend an dem er verraten wurde nahm er des BROT…

Haben Sie noch nie ein Reisbrot gegessen? Sehr delikat, besonders geeignet, wenn man auf Diät ist. Oder Dinkelbrot? Sehr zünftig. Was ist mit Kletzenbrot? Kann ich Dörrobstliebhabern nur empfehlen! Im Übrigend ist diese Perikope wiefolgt zu übersetzen, um auf das richtige Liturgieverständnis zu kommen:

Am Abend (eigentlich ein Sonntagmorgen), an dem er verraten wurden (von Judas, diesem Teufel!), nahm er ein ungesäuertes Weizenbrot, das eigentlich keines mehr war, sondern derart verformt und verdreht wurde, dass eine runde Oblate dabei herauskam (eine andere hätte er nämlich nicht in die Münder der Apostel legen können), brach es (natürlich erst zum Agnus Dei, das der Engelchor sang), legte es seien Jüngern auf die Zungen und sprach: Dies ist mein in eine Hostie inkanierter Leib…

Liturgisch vielleicht korrekt, aber sonst nicht ein vollkommener Schwachsinn? Ach, ich geh wieder Baden, bei dem Wetter, hier ist ja die laue Sommerluft zugegen
Sonntag, 25. Juni 2006 13:56
Knecht Dummspecht †: Geisteskrankheiten
3) Homosexualität ist eine Geisteskrankheit. Wir als Gläubige sind aufgefordert diesen Menschen im Alltag beizustehen und ihnen zu helfen. Wenn sie allerdings ihre Homosexualität ausleben (d.h. praktizierende Homosexuelle sind) so ist dies Sodomie und eine Sünde (wenn Sie so wolle das Böse)

Komisch, wenn ich mir den Geschmack mancher HETEROsexueller Menschen in ihrer Partnerwahl anschaue, dann glaube ich, das Heterosexualität auch eine Geisteskrankheit ist. Wir als Gläubige sind aufgefordert diesen Menschen im Alltag beizustehen und ihnen zu helfen.Tu ich doch, aber seltsamerweise reagieren diese heterosexuelle Mitmenschen sehr empfindlich und empört darauf, wenn ich meine Hilfe anbiete. Ich frage mich nur warum – ich tue das doch gar nicht in der Absicht, deren Gefühle zu verletzen. Wenn sie allerdings ihre Heterosexualität ausleben (d.h. praktizierende Heterosexuelle sind) so ist dies Ghomorraie und eine Sünde (wenn Sie so wolle das Böse)Stimmt, Geschmacksverirrung ist etwas sehr böses, darauf weise ich immer hin.
Sonntag, 25. Juni 2006 13:32
Benedikt: @ Pacelli
zu 1) Da haben Sie recht, die Konsekration einer Reishostie ist nicht möglich. Ich wundere mich, warum dem Jungen nicht einfach der Kelch gereicht wurde.

zu 2) Dieser „Übersetzungsfehler“, bzw. die daraus entstehenden Unklarheiten sind höchst ärgerlich. Das kreuzforum hat eine entsprechende Diskussion darüber, in der ein Teilnehmer dort noch andere Übersetzungen in anderen Sprache aufführt, acuh dort findet sich mal „für viele“ mal „für alle“. Ich nahm mal an einer Byzantinischen Messe teil, die auf deutsch zelebriert wurde. Dort hieß es: „für viele“. ME ist es notwendig, dass dies klargestellt wird.

zu 3) Homosexualität ist eine Geisteskrankheit

Diese Auffassung wird vom neuen Katechismus nicht gedeckt.
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