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Uraufführung + Görlitzer Bischof zurückgetreten + „Kontraproduktive“ Ordinationen + Priester beim Gänsebraten? + Einladungen zum Interview
Uraufführung

Vatikan. Gestern fand in der Sixtinischen Kapelle ein Konzert unter der Leitung des früheren päpstlichen Domkapellmeisters, Mons. Domenico Bartolucci (89), statt. In Anwesenheit des Heiligen Vaters wurde das von Mons. Bartolucci nach der Papstwahl komponierte sechsstimmige Werk „Oremus pro Pontifice nostro Benedicto“ – Laßt uns für unseren Papst Benedikt beten – uraufgeführt. Es erklangen auch Werke von Giovanni Pierluigi da Palestrina († 1594) – des berühmtesten Amtsvorgänger von Mons. Bartolucci. Mons. Bartolucci wurde 1956 von Papst Pius XII. als Chorleiter auf Lebenszeit ernannt, jedoch 1997 auf Anraten des päpstlichen Zeremonienmeisters Erzbischof Piero Marini von Johannes Paul II. entlassen.

Görlitzer Bischof zurückgetreten

Deutschland. Papst Benedikt XVI. hat das Rücktrittsgesuch des Bischofs von Görlitz, Mons. Rudolf Müller, angenommen. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und befindet sich in der niederschlesischen Oberlausitz. Mons. Müller vollendete am gestrigen Hochfest der Geburt von Johannes dem Täufer sein 75. Lebensjahr. Das Domkapitel wird bis zur Bestimmung eines Nachfolgers in der nächsten Woche – voraussichtlich aus den eigenen Reihen – einen Diözesanadministrator wählen.

„Kontraproduktive“ Ordinationen

Schweiz. Drei ältere, ehemals katholische Damen ließen sich gestern auf dem Bodensee von Mitgliedern einer kaum bekannten religiösen Gruppierung zu Frauenpriestern ordinieren. Zwei US-Amerikanerinnen und die geschiedene Schweizerin Monika Wyss wollten dadurch eine „Initialzündung“ bewirken. Frau Wyss ist vierfache Mutter: „Früher oder später würden in der katholischen Kirche ohnehin Priesterinnen geweiht“ – glaubt die Dame. Der Medienbeauftragte des Bistums Basel, Xaver Pfister, bezeichnete die Ordination als „kontraproduktiv“.

Priester beim Gänsebraten?

Schweiz. Das Basler Strafgericht sprach am Freitag einen Pfarrer frei, der sich wegen der Beherbergung von abgelehnten Asylsuchenden im Winter 2004/2005 vor Gericht verantworten mußte. Grund für den Freispruch ist die Annahme, daß der Pfarrer die Asylbewerber nicht verstecken wollte. Schon der Verteidiger des Priesters hatte erklärt, daß man von einem Pfarrer nicht erwarten könne, daß er in der Weihnachtszeit beim Gänsebraten sitze, während draußen Leute frieren.

Einladungen zum Interview

„Der scheidende Staatssekretär gab vorgestern eine etwas sibyllinische Erklärung ab. Er wandte sich an die Journalisten, von denen ihn viele, wie er meinte, in diesen Tagen um ein Interview gebeten hätten. Er bedankte sich für das Interesse, richtete dann aber zunächst den Dank an Benedikt XVI., der ihm trotz seines Alters »das Vertrauen erneuert hat, das mir der verstorbene Papst Johannes Paul II. zeigte, als er mich vor fünfzehn Jahren in dieses Amt rief.« Sodano richtete einen Gruß an seinen Nachfolger, Kardinal Bertone, mit dem ihn Wertschätzung und Freundschaft verbinden würden, und sprach dann die Hoffnung aus, daß er »in Zukunft den Journalisten-Freunden die in diesen Jahren im Staatssekretariat und in den verschiedenen Büros der römischen Kurie geleistete Arbeit darstellen kann. Es ist eine methodische und tiefschürfende Arbeit, eine Arbeit als Mannschaft mit großer Dienstbereitschaft, von der ich vorhabe, dankbar Zeugnis abzulegen«. Selten erhalten Journalisten von hochgestellten Männern der Kurie solche Einladungen zum Interview.“

Guido Horst in der katholischen Zeitung ‘Tagespost’ vom 24. Juni.
      
19 Lesermeinungen
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#19   virOblationis   12:53:11 | Dienstag, 27. Juni 2006
Junia(s)
Apostel sind im allg. Sinne Gesandte. Es können damit im speziellen Sinne die vom Heiland und in frühester Zeit Geweihten bezeichnet werden (Zwölfer-Kreis und wenige andere wie Barnabas und Paulus). Dies muß aber keineswegs stets der Fall sein.
Wird von irgendwelchen Aposteln gesprochen, so ist erst einmal an Gesandte, also Boten, einer Gemeinde zu denken. Das müssen ja nicht stets Männer gewesen sein. Man denke in diesem Zusammenhang einmal an das heilige Ehepaar Aquila und Priska, das aus Kleinasien stammend sich in Rom niedergelassen hatte und im Anschluß an die Ausweisung nach Korinth gelangt war (s. Apg. 18, 2). So erscheint es mir nicht einmal ausgeschlossen, daß es sich bei Andronikos und Junia(s) um ein Ehepaar jüd. Herkunft handelt, das Botschaften irgendeiner Gemeinde nach Rom übermittelt hat und Antworten von dort heimbrachte.
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#18   Annette   11:29:36 | Dienstag, 27. Juni 2006
Alfredo@
!!!PERFEKT!!!
Grazie Mille!!!! :(3 :(3 :(3
Besser geht’s nicht!!!! :-)
GOTT der HERR segne Sie alle
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#17   Aloah   11:06:48 | Dienstag, 27. Juni 2006
@Frl. Ilse Paulus-Interpretation?
>>Da das nicht zu bestreiten ist, die katholische Kirche aber immer noch auf ihrer (falschen) Meinung beharrt, kann sie nicht anders, als schlichtweg zu behaupten, „dann gilt eben in diesem Fall das NT nicht für uns“.<<
Wo steht das, oder nur eine eigene meinung? Quellangabe.
>>Röm. 16,7: Junia, „hervorragend unter den Aposteln“<<
Bei mir steht unter röm 16.7 (Herder-Bibel) aber folgendes:
„Grüßt Andronikus und Junias, meine Landsleute und Mitgefangenen, die unter den Aposteln hoch geschätzt sind und die sich vor mir zu Christus bekannt haben“
>>Das soll reichen: Man erkennt, in der frühen Kirche waren Frauen in verschiedenen Ämtern tätig, bis hin zum Apostelamt (das heißt nicht, dass es Paulus gepasst hätte).<<
Nicht viel inhaltliches dass zu verwerten wäre, schade.
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#16   Benedikt   10:52:33 | Dienstag, 27. Juni 2006
@ Frl. Ilse
Ihr Beitrag liefert keinen Beleg, dass Frauen einstmals Priesterinnen in der Kirche gewesen sind. Das Diakonat der Frau hatte damals einen ganz anderen Grund, der in der Taufassistenz begründet war. Damals wurde am ganzen Körper gesalbt, was ein Mann nicht bei einer Frau ausführen sollte.
Die Verehrung als Apostel wird von niemandem bestritten. Die Hl. Maria Magdalena hatte sogar dieselbe Festfarbe wie die Apostel. Sagt aber nichts. Nirgendwo steht: Sie legten den Frauen die Hände auf…
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#15   Frl.Ilse   10:40:48 | Dienstag, 27. Juni 2006
@Annette
Here it is:
1 Kor. 11,5: Frauen als Prediger der Gemeinde
Röm.16, 1f: Diakonin Phoebe (hierzu auch: Kol. 1, 28: darin bezeichnet sich Paulus auch als Diakon)
Röm. 16, 3: Prisca, „Mitarbeiterin in Christus“
Röm. 16,7: Junia, „hervorragend unter den Aposteln“
(Die katholische Kirche hat aus Junia den Mann Junias gemacht, aber leider kannten die Kirchenväter Hieronymus und Chrysostomus noch den richtigen Originaltext).
Das soll reichen: Man erkennt, in der frühen Kirche waren Frauen in verschiedenen Ämtern tätig, bis hin zum Apostelamt (das heißt nicht, dass es Paulus gepasst hätte).
Da das nicht zu bestreiten ist, die katholische Kirche aber immer noch auf ihrer (falschen) Meinung beharrt, kann sie nicht anders, als schlichtweg zu behaupten, „dann gilt eben in diesem Fall das NT nicht für uns“. Das ist natürlich intellektueller und theologischer Schwachsinn. Lassen Sie sich nicht für dumm verkaufen.
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#14   Annette   18:08:17 | Montag, 26. Juni 2006
Priesterinnen
Sulpicius: :-$
QUIS UT DEUS: :(3
aphrodite: Zeigen Sie mir eine Stelle wo unser GOTTund HERR eine Frau als Priester eingesetzt hat!!! !:)
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#13   Benedikt   15:09:14 | Montag, 26. Juni 2006
Deutsche Bischofskonferenz distanziert sich von Donum Vitae
Link www.faz.net/…common~Scontent.html
„Personen, die im kirchlichen Dienst stehen, ist eine Mitwirkung bei Donum vitae e.V. untersagt“
Wie es heißt, wurde der Beschluß, der in den kommenden Tagen in den Amtsblättern der Bistümer veröffentlichen werden wird und somit Rechtskraft erhält, unter anderem von der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre „erbeten“.
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#12   Asphyx †   13:11:46 | Montag, 26. Juni 2006
@Freinsberg
Gott, gib ihnen Augen, damit sie lesen können!
Gott, wirf Hirn vom Himmel, damit sie es auch begreifen!
Herr Freinsberg,
laut Kirchengeschichte ist sogar eine Päbstin festgehalten, aus dem altbekannten Geschlecht der florentiner Borgia-Familie.
Also gab es sehr wohl in der katholischen Kirche Frauen in Führungspositionen.
Dabei spielt übrigens keine Rolle, wie sie diesen Status erreichte, da das Frauenverbot in der Kirche erst nach ihrer Ermordung und Absetzung durch Männer eingeführt wurde.
Alles nachzulesen in der Kirchengeschichte. Gibt mehrere Bücher drüber, die ich nur empfehlen kann.
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#11   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   13:01:41 | Montag, 26. Juni 2006
Jetzt reicht’s!
Amtsträgerinnen (Bischof, Presbyter, Diakon) gabe es also in der Kirche nie.
Eine dreiste Lüge. Hier etwas zum Behirnen, auch wenn Ihnen das schwerfallen dürfte:
www.sbg.ac.at/…2002-2-02_gielen.pdf
Auch sehr interessant zu lesen ist das Gleichstellungsprojekt der Diözese Innsbruck:
www.dioezese-innsbruck.at/…s/gleichstellung.pdf
(Man beachte: Jedesmal, wenn auf den Nicht-Zugang von Frauen zum Weiheamt die Rede ist, wird auf das Kirchenrecht verwiesen, nicht auf Gott oder irgendwas anderes Metaphysisches!)
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#10   Freinsberg   12:39:59 | Montag, 26. Juni 2006
Priesterinnen?
Die Struktur der Ämter bildete sich dich erst allmählich heraus. Auf das Abendmahl Jesu zu rekurrieren, um das Verbot des Frauenpriestertums zu rechtfertigen, ist ein Anachronismus. Denn in den ersten Generationen der Christen gab es weder Priester noch Bischöfe.
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#9   Alfredo Ottaviani   12:31:19 | Montag, 26. Juni 2006
@ Aphrodite
Liebe Aphrodite,
1. da wir Katholiken das protestantische Prinzip „Sola scriptura“ nicht teilen, brauchen wir nicht alles und jedes mit der Hl. Schrift belegen. Wir sehen in Schrift & Tradition die Quellen der Offenbarung (also schriftliche Überlieferung und mündliche Überlieferung).
2. in der Hl. Schrift haben wir ein eindeutiges Zeugnis vor Augen, daß der Herr nur Männer (die 12 Apostel) das Amt übertragen hat (siehe Abendmahlsszene). In der Apostelgeschichte und den Briefen lesen wir, wie die Apostel in Ihren Gründungen Bischöfe als ihre Nachfolger hinterlassen haben.
3. die Tradition (also wie die Schrift ein Offenbarungsquell) überliefert uns ununterbrochen, daß keine Frauen in das von Gott eingesetzte dreistufige Amt eingesetzt wurden. Papst Joh. Paul II. fasst diesen Lehrkonsens in seinem Schreiben „Ordinatio Sacerdotalis“ zusammen und erklärt so endgültig in Übereinstimmung mit dieser Tradition, daß die Kirche nicht die Vollmacht hat, Frauen zu Priestern zu weihen. Auf Anfrage erklärte die Glaubenskongregation, daß diese Entscheidung endgültig und irreversibel ist (nicht aus sich heraus, sondern wegen des 2000-jährigen Lehrkonsenses).
Amtsträgerinnen (Bischof, Presbyter, Diakon) gabe es also in der Kirche nie. Sie gab es nur bei häretischen und schismatischen Sekten (und da auch nur ungültig).
O.K.?
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#8   aphrodite †   10:12:09 | Montag, 26. Juni 2006
@ Annette:
Die Bibelstelle, mit der Sie mir belegen können, dass Gott keine Priesterinnen möchte, möchte ich mal sehen. Los, antworten Sie!!! :-!
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#7   QUIS UT DEUS   23:33:34 | Sonntag, 25. Juni 2006
@annette
Was für eine demütige und weise Frau!
Vergelts GOTT! :(3 :(3 :(3 :(3 :(3 :)3
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#6   Graf von Galen   23:24:41 | Sonntag, 25. Juni 2006
Wider falsches Gutmenschentum
Der Herr Pfarrer sollte sich um das Heil der Seelen kümmern, anstatt das Recht jeden Landes zu unterwandern, Einwanderung zu beschränken.
Ich denke, sollte es im Einzelfall Zweifel geben, gibt es rechtsstaatliche Möglichkeiten.
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#5   Sulpicius   14:41:03 | Sonntag, 25. Juni 2006
@Annette
Dafür ein Küßchen! :-)
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#4   Annette   14:39:32 | Sonntag, 25. Juni 2006
Frauen als Priester??
Gehöre eigentlich zur Generation die mehr Rechte für Frauen möchten. A B E R Frauen als Priester… NEIN!!!!
Wo in GOTTES Wort steht, dass Frauen dies tun sollen?!!
GOTT hat Männer dafür eingesetzt und ER weiss auch warum!!!!!
Und das sag ich aus Überzeugung …als Frau!! :-)
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#3   Sulpicius   13:17:23 | Sonntag, 25. Juni 2006
Man mag zu Msgr. Bartolucci…
… stehen wie man will. Aber er hat 1000x mehr Ahnung von Liturgie und Kirchenmusik als dieser Möchtegern-Bugnini…
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#2   Asphyx †   13:06:23 | Sonntag, 25. Juni 2006
Weibliche RK-Priester
Auch ne gute Idee, aber wir sind nicht im 101. Jahrhundert nach Christi Geburt und die Bene Gesserit hat noch niemand erfunden. :-D
Interessant, wie das vor sich geht, ne 4fache Mutter als katholischer Priester – öfter mal was Neues. o.O
Gesegnet sei der Pabst und sein Ausspruch: „es werde dort Licht, wo vorher Dunkelheit war, und es herrsche von nun an dort Dunkelheit, wo vorher Licht war“
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#1   LukreciaB   11:25:57 | Sonntag, 25. Juni 2006
Basler Pfarrer
Schön zu sehen, dass man doch noch was tun kann gegen die unmenschlichen Praktiken in der Asylpolitik! Bravo an die Gesetzeshüter aus Basel!
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