Australien: Eine ewige Erziehung
In Australien scheint sich in der höheren Erziehung etwas zu bewegen. Der Erzbischof von Sydney, George Kardinal Pell, spricht von einer Herausforderung im Schulsektor.

Ziel des Obergymnasiums ist „für die Ewigkeit zu erziehen“. Die neue Institution soll in einem bereits existierenden kirchlichen Gebäude untergebracht werden. Dort gibt es bereits eine Kapelle, die von den umliegenden Katholiken gerne und häufig für das Gebet aufgesucht wird.
Die Eröffnung des Obergymnasium wird erst im Jahre 2006 stattfinden. Bis dahin laufen die Vorarbeiten.
Die Bibliothek für die neue Erziehungsanstalt ist aus Beständen von untergegangenen Institutionen
zusammengesetzt, nämlich aus der ehemaligen Bibliothek des Dominikanerkonventes in Canberra und der Bibliothek
des ehemaligen Priesterseminars der Herz-Jesu-Missionare in Drummoyne.Im Augenblick wird das Projekt durch Postaussendungen an konservative Australier beworben.
Es gibt auch kritische Stimmen zu „Campion College“. So verlautet aus dem Kirchenvolk, daß eine Erneuerung des katholischen Unterrichtes zuerst in den Grundschulen stattfinden sollte. Das wäre in Australien im Grunde genommen nicht schwierig, weil sehr viele katholische Pfarreien ihre eigenen Grundschulen führen und der Pfarrer eigentlich eine direkte Kontrolle über den Unterricht hätte. Leider wird diese Kontrolle in den wenigsten Fällen wahrgenommen. Deshalb ist das Niveau des Religionsunterrichtes in den katholischen Schulen Australiens in der Regel inakzeptabel.
Kardinal Pell kündigte weiter an, daß „Notre Dame Australia“, die Katholische Universität von Westaustralien, gedenke, in zwei Jahren eine Filiale in Sydney zu eröffnen.
Dieses Vorhaben wird fianziell sowohl von der australischen Bundesregierung als auch von der Erzdiözese Sydney unterstützt. Die Universität wird Vorlesungen für verschiedene Berufszweige anbieten. Der Schwerpunkt liegt auf den Rechtswissenschaften und der Medizin.
Der Erzbischof von Sydney betonte, daß die Kirche in Australien in der höheren Erziehung vor einer großen Herausforderung stünde. Die Ankunft von „Notre Dame“ in Sydney sei ein weiterer Schritt, um dieser Herausforderung zu antworten.
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