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Dienstag, 27. Juni 2006 17:14
Der Vatikan will vermitteln
Der katholische Klerus im Gaza-Streifen soll dazu beitragen, den verschleppten israelischen Soldaten wieder nach Hause zu bringen.
(kreuz.net, Tel Aviv) Der Heilige Stuhl will sich darum bemühen, den im Gaza-Streifen verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit wieder zurückzubringen.

Das berichtete die Tageszeitung ‘The Jerusalem Post’ heute Dienstag.

Für den Soldaten, der auch französischer Staatsbürger ist, hat sich bereits Frankreich eingesetzt.

Nach einem Treffen mit dem israelischen Präsidenten Mosche Katsav erklärte der Päpstliche Nuntius im Heiligen Land, Mons. Antonio Franco, am Montag, daß der Vatikan sein bestes geben werde, um den Schalit nach Hause zurückzubringen.

Der Nuntius im Heiligen Land hatte sich ins Haus des Staatspräsidenten begeben, um ihm sein Beglaubigungsschreiben als vatikanischer Botschafter für Israel zu überreichen.

In der anschließenden privaten Konversation brachte Staatspräsident Katsav auch das Schicksal des verschleppten Soldaten vor und bat den Heiligen Stuhl um Hilfe.

Der Nuntius versprach eine Mitarbeit, noch bevor er mit dem Vatikan Rücksprache getroffen hatte. Er sagte dem Staatspräsidenten, daß er Kontakt mit dem katholischen Klerus im Gaza-Streifen aufnehmen werde.

Der israelische Staatspräsident diskutierte mit Mons. Franco auch die Möglichkeit eines Besuches von Papst Benedikt XVI. im Heiligen Land.

Der Nuntius antwortete, daß ein solcher Besuch zwar geplant, aber noch keine Datum festgelegt sei.

Der israelische Staatspräsident hatte den Papst bei einem Besuch im vergangenen November nach Israel eingeladen.

Eine zweite Einladung des damaligen interimistischen Premierministers Ehud Olmert erhielt der Papst im vergangenen April bei einem Treffen mit dem israelischen Politiker Schimon Peres.

Kürzlich soll der Päpstliche Nuntius mit dem Tourismusminister Isaak Herzog die Möglichkeit diskutiert haben, eine Bischofssynode unter Beteiligung des Papstes im Heiligen Land abzuhalten.

Vor Radio Vatikan drückte Mons. Franco am Montag seinen Wunsch aus, daß der verschleppte israelische Soldat freigelassen werde, „ansonsten könnte es zu Repressionen kommen, und jedermann kann voraussehen, was geschehen könnte“.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ‘AGI’ sprach Nuntius Franco mit Präsident Katsav auch über die Beziehungen zwischen Israel und dem Heiligen Stuhl.

Die Beziehungen seien „gut“, müßten aber verbessert werden.

Der Nuntius erwähnte die vielen bilateralen Treffen, die in den letzten Monaten von den Vertretern der israelischen Regierung boykottiert wurden: „Wir erwarten die nächsten Treffen.“

Nach Angaben von Mons. Franco ist die Hoffnung im Heiligen Land „schwach und zerbrechlich“.

Die christliche Minderheit im Land zahle den höchsten Preis:

„Sie sind oft gezwungen, im Ausland Asyl zu suchen. Unsere Christen leiden. Sie bezahlen für die Folgen dieser Situation, aber sie sind ein Faktor der Moderation, weil Katholiken immer die Suche nach dem Frieden und die Vermittlung bevorzugen.“
4 Lesermeinungen:
Mittwoch, 28. Juni 2006 13:08
Parzifal: Die Lage ist aussichtslos…
…und sozusagen beschißen!

Was soll man viel sagen? Ich bin froh dass ich weder Israeli noch Palästinenser bin.

Aber was ich echt lustig finde ist dieses Interview.

So jung und schon so respektlos…
Aber irgendwie ist die Kleine echt niedlich.
Mittwoch, 28. Juni 2006 12:53
Markus-Antonius †: Für Steilvorlagen
sind andere zuständig.
Mittwoch, 28. Juni 2006 11:11
Horst Schlämmer: @Markus-Antonius
Nun, eine Steilvorlage zum Thema ist Ihr Beitrag auch nicht.
Mittwoch, 28. Juni 2006 11:06
Interessiert keinen dieses überaus wichtige Thema? Oder beschäftigen sich die geneigten Leser gerade mal wieder mit Homo-Hetze, Freimaurer-Phantasien, Manipeln oder Kniebeugen?
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