Die Schwestern von der Heiligen Elisabeth lassen nicht locker. Jetzt wollen sie vor Gericht erzwingen, daß das Berliner Institut St. Philipp Neri die von ihm genutzte Kirche St. Afra räumt. Von Michael Charlier.
(kreuz.net, Berlin) Das Institut St. Philipp Neri ist eine dem althergebrachten lateinischen Ritus verpflichtete
Gemeinschaft päpstlichen Rechts.
Sie bemüht sich um ein modernes Großstadtapostolat auf der Grundlage
des Reichtums der katholischen Tradition.
Wie die Rechtsanwälte der Schwesternschaft dem Rechtsvertreter
des Instituts mitteilten, lehnen die Schwestern jedes Gespräch über eine Anpassung der bestehenden Vertragslage
ab und bestehen auf eine sofortige Räumung der Kirche und der angemieteten Wohnungen.
Die Räumung soll
bis Dienstag, dem 27. Juni erfolgen, andernfalls soll eine Räumungsklage erhoben werden.
Die Chancen
der Schwestern, mit ihren Forderungen durchzukommen, stehen nicht schlecht.
Es ist nicht zu bestreiten,
daß das Institut mit seinen Zahlungen im Rückstand ist. Das ist vor Gericht das einzige, was zählt.
Allerdings konnte das Institut in den vergangenen Wochen erhebliche Spenden einwerben und hat darauf
gestützt konstruktive Vorschläge unterbreitet. Sie wurden von der Schwesternschaft und ihren Beratern
kategorisch abgelehnt.
Juristisch ist diese Vorgangsweise legitim – aber mit ihrer Verweigerungshaltung
verstoßen die Schwestern von der Heiligen Elisabeth gegen den eindeutigen Willen des Papstes.
Der damalige
Kardinal Josef Ratzinger hatte 2004 persönlich interveniert, um den Erwerb von St. Afra durch das Institut
zu ermöglichen.
Die Schwesternschaft wollte lieber an eine nichtkatholische, aber offenbar solventere
Religionsgemeinschaft verkaufen.
Sie war auch nach der römischen Intervention bloß zum Abschluß eines
Vertrages bereit, dessen Erfüllung nur mit größtem Gottvertrauen und viel Optimismus denkbar erschien:
450.000 Euro, zahlbar in drei Jahresraten.
Nun zeigen sich die Schwestern entschlossen, die juristische
Möglichkeit zu nutzen, aus dem wohl ohnehin nur unwillig abgeschlossenen Vertrag mit dem Institut auszusteigen.
Dieses Vorgehen wirft eine Reihe von Fragen auf.
Ist es um die Finanzlage der international tätigen
und auf mehreren Kontinenten operierenden Schwesternschaft so bestellt, daß sie ohne Rücksicht auf innerkirchliche
Verpflichtungen ihr Recht einklagen müssen und keine Verhandlung und keine Vertragsveränderung zugestehen
können?
Oder lassen sie sich zum Werkzeug von Kräften machen, denen das Ziel der Institutsarbeit –
die Fruchtbarmachung eines traditionsverwurzelten Katholizismus für zeitgemäße Großstadtpastoral –
ein Dorn im Auge ist?
Die jetzt wohl kaum noch abwendbare Auseinandersetzung ist jedenfalls mehr als
ein Rechtsstreit zwischen einem Verkäufer und einem zwar bemühten, aber säumigen Zahler.
Ihre innerkirchliche
Dimension und Qualität kann nicht übersehen werden. Sie läßt sich auch nicht auf das bürgerliche
Gesetzbuch reduzieren.
Einen Versuch von Propst Dr. Gerald Goesche, mit den Schwestern direkt ins Gespräch
zu kommen, konterkarierten deren Anwälte mit dem routinemäßigen Hinweis, alle Korrespondenz in dieser
Sache habe ausschließlich über die Anwaltssozietät zu erfolgen.
Ist das der interreligiöse Dialog
2006?
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61 Lesermeinungen
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#62 Gotthard 21:17:37 | Freitag, 8. September 2006
Ehre? Der liebe Gott gibt uns die Gelegenheit, in unserer Zeit ein großes Werk zu Seiner Ehre zu vollbringen.
Was könnten wir uns Besseres wünschen. oder ist dieses Werk nicht zuerst zur Ehre des Herrn Goesche
und seiner Eitelkeit?
100 000 bonjour schrieb: „sind ja ganz schön. Aber kostet der Laden nicht 450.000? Wie kommen eigentlich
die Mönchlein dieses Instituts so durchs Leben?“. Zu den Einzelheiten des Finanzierungskonzeptes empfehle
ich einen Blick auf die Website – kommen Sie nicht gerade von dort? Was „Mönche“ und „Orden“ betrifft,
empfehle ich ein paar Nachhilfestunden: Eine „Gemeinschaft apostolischen Lebens“ ist kein Orden, und ihre
Angehörigen sind keine Mönche. Diese Gemeinschaften sind genau das, was der Name sagt: Gemeinschaften,
die nur durch den Willen zur Gemeinsamkeit, aber nicht durch Gelübde zusammengehalten werden. Bekanntlich
gibt es im Klerus der Kirche keine freischwebenden Individuen – alle Kleriker gehören Verbünden an,
in denen sie Mitbrüder (oder Schwestern) und einen Oberhirten haben. Für Weltpriester sind das die Diözese
bzw. der Bischof, für Ordensleute ihre Klostergemeinschaft und deren Vorsteher. Für Gruppierungen, die
außerhalb dieser beiden Strukturen stehen, aber als Gemeinschaft mit bestimmten Rechten und Pflichten
einen definierten rechtlichen Ort in der Kirche haben wollen, gibt es eben die „Institute päpstlichen
Rechts“, die ihre inneren Angelegenheiten selbst regeln und direkt an den apostolischen Stuhl „angebunden“
sind.
Fast 100 000 Wie man der Website ….institut-philipp-neri.de/des Instituts Philipp Neri entnehmen kann,
geht dort das geistliche Leben seinen gewohnten und geregeltenGang. Auch die Spenden scheinen weiter einzugehen –
die ersten 100 000 Euro sind fast komplett.
Finanzen als einziges Kriterium? Wenn die Schwestern ihre Kirche, die sie nicht mehr selber verwenden
können, an den Orden A oder den Orden B verkaufen könnten und der Orden B ein höheres Gebot abgibt,
so wäre es durchaus angängig, dass die Schwestern sich für das höhere Gebot entscheiden. Hier ist
es aber scheinbar so, dass ein anderer Interessent die Gebäude für einen nichtsakralen Zweck erwerben
will, die Kirche also profaniert werden müsste. Eine solche Profanierung dürfte nur ultima ratio sein,
wenn eine weitere sakrale Nutzung der Kirche nicht möglich wäre. Da die Profanierung auch von Ordenskirchen
durch den Bischof geschehen muss, sollte er den Schwestern deutlich machen, dass er eine Profanierung
nur genehmigen könnte, wenn eine weitere sakrale Nutzung unmöglich wäre. Da jedoch das Institut die
Kirche weiterhin für den Gottesdienst verwenden will, dürfte eine Profanierung nicht genehmigt werden.
Kirchen dürfen als dem profanen Gebrauch entzogene Gebäude auch für Orden keine Spekulationsobjekte
werden, sondern es muss das Gesamtwohl der Kirche betrachtet werden, dem bei Verkauf an eine andere Ordensgemeinschaft
sicher besser gedient ist.
pacta sunt servanda – zu deutsch: eingegangene Verträge muss man halten. Und wenn das Institut – warum
auch immer! – nicht in der Lage ist, und die von ihm notariell (also nach Belehrung) versprochenen Zahlungsverpflichtungen
einzuhalten, dann ist ein Angriff auf die Schwestern völlig ungerechtfertigt! Weiß man denn, ob die
das Geld nicht selbst nötig brauchen und auch auf die Vertragstreue des Instituts gebaut haben, zumal
ihnen evtl. das jdfalls finanziell bessere Angebot schon entgangen ist?
vigilate et orate … oder so ähnlich heißt es. Ja für den eigenen Ortsbischof zu beten gehört meiner
Meinung nach zu den allg. Pflichten eines jeden Katholiken. Für manche ganz besonders zu beten ist sicher
auch gut. Und weil das Vat.II. doch ein neues Pfingsten wollte, sollte man um eine besonders intensive
Ausgießung der Gaben des Heiligen Geistes in die Herzen und Seelen unserer Bischöfe beten. Denn Pfingsten
betraf doch zuerst und direkt die Apostel. Das neue Pfingsten muß und wird also zuerst und direkt die
Nachfolger der Apostel betreffen. (Meine ich zumindest in meiner bescheidenen Laienlogik.)
Gebet für den Ortsbischof Beten wir darum das sich der Kardinal-Erzbischof von Berlin für das Institut
bei den Schwestern einsetzt. Eine Gebetsnovene zum hl. Joseph ist hier sicherlich angebracht. :)3
Ausweg Das von Bernardo erwähnte Vorgehen könnte einen Ausweg bedeuten. Wenn die Schwestern die Kirche
an Nichtkatholiken verkaufen wollen, so bedarf es einer Profanierung. Dies geschieht durch ein Dekret
des Bischofs, der zuvor den Priesterrat seiner Diözese befragen muss. Eine Profanierung dürfte eigentlich
nur vorgenommen werden, wenn eine weitere sakrale Verwendung definitiv nicht möglich ist. Nun will das
Institut die Kirche ja gerne weiter als Gottesdienststätte nutzen. Hier könnte vielleicht der Bischof
mässigend auf die Schwestern einwirken und sie zu Geduld auffordern (nach Angaben auf der Homepage des
Instituts scheinen ja Möglichkeiten der Finanzierung in Sicht zu sein). Dieses Vorgehen würde jedoch
einen Einsatz des Bischofs zugunstern des Institutes voraussetzen.
@aragorn Sie schrieben:„Das Problem ist vielmehr, dass der erzbischof von berlin ein solches der tradition
verpflichtetes institut garnicht auf seinem gebiet haben will. da ist er sich mit vielen anderen deutschen
bischöfen einig.“ Nun, daß die meisten deutschen Bischöfe den alten Ritus und die ihm verpflichteten
Priester und Gläubigen nicht sonderlich schätzen, ist kein Geheimnis. Aber der Kardinal hat das Institut
immerhin freundlich in seiner Diözese aufgenommen, und da er bzw. das Bistum selbst ein paar Millionen
Euro Schulden haben, kann man ihm keinen Vorwurf machen. Aber soweit ich weiß, braucht die Dekonsekration
eines Gotteshauses bzw. der Verkauf einer Kirche an Nicht-Katholiken eine bischöfliche Genehmigung. Mit
diesem Mittel könnte der Kardinal die Eigentümerinnen vielleicht etwas geneigter stimmen, in Neuverhandlungen
einzuwilligen.
@ aragorn Warum hilft der Erzbischof von Berlin in dieser kritischen lagedem institut nicht mit einem
kredit aus? auch wenn das bistum berlin pleite ist, dürfte die noch ausstehende summe kein großes problem
sein. Sorry, aber ich bezweifle ernsthaft, dass der Erzbischof des Pleite-Bistums Berlin irgendwo 450.000 €
locker machen kann. Das wäre sogar viel, wenn das Bistum nicht pleite wäre.
wo bleibt der bischof von berlin? Warum hilft der Erzbischof von Berlin in dieser kritischen lagedem institut
nicht mit einem kredit aus? auch wenn das bistum berlin pleite ist, dürfte die noch ausstehende summe
kein großes problem sein. Das Problem ist vielmehr, dass der erzbischof von berlin ein solches der tradition
verpflichtetes institut garnicht auf seinem gebiet haben will. da ist er sich mit vielen anderen deutschen
bischöfen einig. wenn man heute in der deutschen kirche noch gegen etwas mit vereinten kräften vorgeht,
dann ist es die tradition. Alles andere aber wie gay-gottesdienste oder karnevalsmessen ist erlaubt, sorry,
vergass die fußballspiele in den kirchen. da das bistum berlin ja viele kirchen schließen muss, könnte
der EB doch eine dieser kirchen an die neri-leute abgeben. wo ein wille wäre, wäre auch ein weg.
Antwort an blueberry Sie hatten um eine Antwort gebeten. Ich bitte sie das sie sich an einer Novene zu
Ehren des hl. Joseph beteiligen, den wir ja als himmlischen Finzanzminister verehren dürfen. Leider ist
die Welt inhuman geworden, was ich sehr bedauere. Ich glaube, das kommt davon das nur wenige mehr an Gott
Vater, Gott Sohn und Gott heiligen Geist glauben bzw. glauben wollen. Lg ihr Frater Meinrad !:)
@deusexmachina Ihre Auffassung, die ggf. erforderliche Entweihung sei als Argument contra Veräußerung
unerheblich, lässt die öffentliche Wirkung solcher Schritte unberücksichtigt. Jedes Aufgeben eines
Kirchengebäudes, um den bis dahin „heiligen Ort“, der Konkurrenz zu überlassen, transportiert die Botschaft:
Die Kirche wird verdrängt, die andere Seite hat mehr Geld und Zulauf, kann der Kirche etwas wegnehmen,
was ihr bis dahin lieb und teuer war. Jede entweihte Kirche, insbesondere bei Überlassung als Kultstätte
an falsche Religionen, wird daher – zumindest unterschwellig – von vielen als kleiner Triumph der Gegenseite
wahrgenommen. Das verstärkt schleichend das latente Klima der Bestärkung Un- und der Verunsicherung
Rechtgläubiger. Vielleicht versucht man, diesen Aspekt mit falscher Ökumene zuzukleistern, was natürlich
ebenfalls verheerend wirkt. Die Aufrechterhaltung des katholischen Kults zumindest in älteren, traditionsreichen,
besonders schönen Kirchengebäuden, ist eine wichtige Aufgabe, die nicht leichthin mit cooler, intellektueller
Überheblichkeit à la „man kann ja ohne weiteres neue heilige Orte produzieren“ beiseite geschoben werden
darf. Liegt kein Fall absoluter Notwendigkeit vor, ist die Entweihung zu vermeiden. Ich kann der Berichterstattung
über den „Fall“ St. Afra nicht entnehmen, dass die Schwestern eine absolute Notwendigkeit für ihr Vorgehen
in Anspruch genommen hätten.
hl. Orte herstellen? Zum einem stelle ich mir grad die Frage, ob nicht die ganze Schöpfung als heilig
angesehen werden kann – weil ich glaube, dass für diese das schöne ungarische Wort legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért
gilt! Andererseits denke ich, dass besondere heilige Orte wie dies Kultstätten (also in unserem Sinne
z.B. Kirchen) sind, zwar durch Segnung und die entsprechende Verwendung „gemacht“ werden können, dass
dies aber auch nicht beliebig ist, sondern von Gott her kommt und an der Verwendung, nicht an der Segnung
erkannt werden kann.
#44 deusexmachina 17:04:19 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@Benedikt – Ist mir schon klar Dasselbe ließe sich bei Websites und „geegneten Servern“ ja auch sagen.
Mir ging es nur darum, herauszuarbeiten, dass das Besondere an einem „heiligen Ort“ ausschließlich diese
Betrachtung als „heilig“ ist, welche wiederum durch die Weihe entsteht. Dieses grundsätzlich beliebig
zu- und aberkennbare Attribut mach den Ort zu etwas Besonderem, verändert aber nicht den Ort an sich.
Da das Attribut aber beliebig übertragbar ist (auf jede andere geeignete Örtlichkeit), ist „heiliger
Ort“ nichts, was als Argument pro oder contra Veräußerung taugt. Man verliert nichts, was nicht andernorts
wieder reproduzierbar wäre. (Davon unberührt sind natürlich Gesichtspunkte wie etwa der, dass die anwohnenden
Gläubigen sich an diesen Ort gewöhnt haben, Tradition usw., denn das sind Aspekte, die genauso für
den altangestammten Schuhladen um die Ecke zutreffen und in dieser auf religiöse Belange abzielenden
Diskussion außen vor bleiben können).
@ DDL Es kann insofern keinen „Mangel an heiligen Orten“ geben, als „heilige Orte“ per Weihe hergestellt
werden. „Heilige Orte“ sind wie Websites: Man macht sie, wenn man sie braucht, und in grundsätzlich beliebiger
Anzahl. Es handelt sich also nicht um eine knappe Ressource, die zu bewahren Priorität hätte. Sorry,
aber so einfach ist das nun nicht. Eine Webseite lässt sich leicht auf einem anderen Server unterbringen,
aber ein Heiliger Raum ist nicht so einfach zu bekommen. Klar, man muss ihn einfach weihen, aber für
gottesdientliche Handlungen ist schon eine entsprechende Größe, Verfügbarkeit und vor allem Ausstattung
notwendig.
#42 deusexmachina 16:44:28 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@semper reformandus Es kann insofern keinen „Mangel an heiligen Orten“ geben, als „heilige Orte“ per Weihe
hergestellt werden. „Heilige Orte“ sind wie Websites: Man macht sie, wenn man sie braucht, und in grundsätzlich
beliebiger Anzahl. Es handelt sich also nicht um eine knappe Ressource, die zu bewahren Priorität hätte.
Das mit dem „Winkelzug“ war nur ein Weiterdenken des „wenn man das als Argument gelten ließe“. Denn das
würde ja de facto darauf hinauslaufen, irgendwelche beliebigen Orte / Gegenstände vor geltendem Recht
zu immunisieren. Ich sage nicht, dass das praktiziert wird, aber bekanntlich findet sich für jedes missbräuchliche
Schlupfloch früher oder später jemand, der es ausnutzt. Wie man „Spendenaufkommen planen“ kann? Nun,
in gewissem Rahmen ist das, basierend auf Erfahrungswerten, durchaus möglich, genauso wie Verkaufszahlen.
Wenn man das aber nicht kann, ist es unredlich, auf der Basis frommer Wünsche einen verbindlichen Vertrag
einzugehen. Pacta sunt servanda, das gilt auch für kirchliche Organisationen. Der Vertragspartner muss
auf das Bedienen des Vertrages vertrauen können. In Sachen „Naivität“ kann ich mich mangels näherer
Detailkenntnis nicht weiter äußern. Sie werden verstehen, dass ich die von kreuz.net hingeworfenen Brocken
kaum als seriöse Beurteilungsgrundlage ansehe. Jedenfalls aber gibt es bzgl. des Verhaltens des Instituts
mehrere mögliche Lesarten – es als armes Opfer kaltherziger Nonnen darzustellen ist nur eine davon und
vermutlich nicht die zutreffendste.
keine Panik? Ich habe gestern, 27. Juni 2006, noch die Hl. Messe im Institut besucht. Es war nichts zu
spüren von Auszugsstimmung. Vielleicht hatten die Schwestern ein Einsehen? Wir brauchen in Berlin diesen
Ort, an dem auch werktags die Mysterien im traditionellen Ritus gefeiert werden. Sonst müssen wir an
den Breitenbachplatz ausweichen, was nicht im Sinne des Erzbischofs sein kann.
@Gunsenum: „Ich möchte den Schwätzer gütig sehen, der eine Wohnung vermietet, dessen Mieter nicht zahlt
aber sich in theoretischen Verweisen ergeht man bemühe sich ja, die Miete zu zahlen, der dann noch freudig
den Mietvertrag weiterlaufen lässt! Ha ha ha!“ >>> Bei meiner eigenen Wohnung würde ich mir doch zumindest
die Argumente meines Mieters persönlich anhören und nicht nur über Anwälte kommunizieren – das gebietet
doch der normale Anstand und es gab da ja mal noch so etwas wie christliche Nächstenliebe … Eine Lösung
sollte doch auch im Interesse der Nonnen sein, zumal wenn es keine anderen katholischen Interessenten
für die Kirche zu geben scheint.
@ DDL Ich kann nur hoffen, dass Ihre erschütternde Auffassung nicht representativ für die Einstellung
der hier betroffenen Schwestern ist. Ich hoffe ferner, Ihre Formulierungen sind nur missverständlich.
Ich erlaube mir daher folgende Verständnisfragen: Meinen Sie wirklich, es gebe keinen Mangel an heiligen
Orten? Was meinen Sie, wenn Sie schreiben, solche Orte ließen sich beliebig reproduzieren? Wieso ist
der offenkundig gerade nicht bürgerlich-rechtlich gemeinte Verweis auf die vorzugswürdige Nutzung einer
geweihten Kirche für Zwecke katholischen Gottesdienstes aus Ihrer Sicht ein „juristischer Winkelzug“?
Wie kann man Spendenaufkommen „planen“? Ist ein Institut päpstlichen Rechts, das sich in seiner Aufbauphase
befindet und von Spenden abhängt, wirklich naiv, wenn es – nach Eintritt nicht vorhergesehener Schwierigkeiten –
hofft, dass es mit einem katholischen Orden eine andere Art der Auseinandersetzung geben sollte als zwischen
beliebigen sonstigen Parteien bürgerlichen Rechts? Zumindest in letzterem Punkt könnte es allerdings
sein, dass Ihre Einschätzung realistisch ist. Schade.
@semper reformandus ad 1.: Nun ist es ja nicht so, dass ein Mangel an „heiligen Orten“ bestünde, nicht?
Um genau zu sein, handelt es sich um ein beliebig und kostengünstig produzierbares Gut. Es gibt also
eigentlich keinerlei Anlass, das zu berücksichtigen. Sollte dies eine Rolle spielen, könnte sich der
„heilige“ Status als juristischer Winkelzug missbrauchen lassen. ad 2.: Es ist völlig belanglos, für
konkret welchen Posten die Rückstände existieren. ad 3.: Man muss dem Institut entweder völlige Planlosigkeit
oder – wahlweise – bewusste Falschaussage beim Abschluss des Kaufvertrages attestieren. Dass die Nonnen
weder eine Übergabe an jemanden Planlosen noch an einen Lügner favorisieren, halte ich für nachvollziehbar.
Es scheint fast so, als hätte sich das Institut allzu bereitwillig darauf verlassen, dass „man sich unter
Katholiken schon nichts tun wird“ und im Vertrauen auf diese naive Denke die eigene Verpflichtung nicht
besonders ernst genommen. Das wäre dann eine moralisch äußerst fragwürdige Ausnutzung der innerkatholischen
„Verwandschaft“.
@gunsenum Gerade Ihr Vergleich illustriert anschaulich, weshalb das Verhalten der Schwestern aus katholischer
Sicht befremden muss: Erstens: Es geht eben nicht um eine beliebige Mietwohnung, sondern um einen heiligen
Ort, der bei Auslieferung an eine außerkirchliche Organisation entweiht werden müsste. Sollte das im
Verhältnis zwischen dem Orden und dem Institut wirklich keine Rolle spielen? Zweitens: Es geht auch nicht
darum, einen Mietvertrag trotz Zahlungsschwierigkeiten des Mieters weiterlaufen zu lassen. Denn soweit
es nur um monatliche „Mietzahlungen“ geht, ist das Institut ja offenbar durchaus zahlungsfähig. Jedenfalls
nach den Angaben auf der Homepage ist längst mehr als genug Geld vorhanden, um etwa noch ausstehende
monatliche „Mietzahlungen“ für die bisherige Nutzungsdauer und für die mittelfristige Zukunft zu gewährleisten.
Drittens: Im Kern geht es nicht um einen Mietvertrag, sondern um einen Kaufvertrag. Dieser sah offenbar
von Anfang an eine Ratenzahlung vor. Verhandelt werden müsste also nur eine Anpassung der ohnehin im
Prinzip vereinbarten Raten, die man anfänglich vielleicht etwas zu optimistisch angesetzt hat, die aber
offenkundig überhaupt nur vereinbart wurden, weil der Orden genau wusste, dass das Institut auf Spenden
angewiesen war, das Geld also nicht auf einen Schlag parat hatte. In dieser Situation sollte über eine
Vertragsanpassung doch wohl zumindest verhandelt werden können!
Verstehe ich nicht! Also ich finde das Verhalten des Schwesternordens etwas befremdend… Da aber eine
Mailadresse im Forum angegeben ist, werde ich mich mal bei den Schwestern melden und nachfragen.
@ Marcel „In einem litauischen Museum, das zum Teil der atheistischen Propaganda gewidmet ist, befindet
sich in eine große Photographie mit dem „Austausch der Urkunden“ bei der Unterzeichnunge des neuen italienischen
Konkordats zwischen Staatspräsident Carxi und Kardinal Casaroli. Die Photographie trägt folgende Unterschrift:
„Das neue Konkordat zwischen Italien und dem Vatikan, ein großer Sieg für den Atheismus.“ Jeder Kommentar
scheint mir überflüssig.“ (Erzbischof Lefebvre, 1987) Wie wahr. Aus der Zusammensetzung „Litauisches
Museum“ und „1987“ schließt jeder messerscharf, dass es sich wohl um sowjetische Propaganda handelt.
Über den wirklich Inhalt des Konkordats sagt das gar nichts aus.
Ich möchte den Schwätzer gütig sehen, der eine Wohnung vermietet, dessen Mieter nicht zahlt aber sich
in theoretischen Verweisen ergeht man bemühe sich ja, die Miete zu zahlen, der dann noch freudig den
Mietvertrag weiterlaufen lässt! Ha ha ha! Es ist ja wohl sehr verständlich das insolventen Mietern gekündet
wird. Das würden die kreuznet-hardliner nicht anders bei ihren Privatwohnungen machen. Dafür gibt es
die klaren Grundsätze des Mietrechts. Weiterhin dürfte der autor dieses recht niveaulosen kreuznet-artikels
keinerlei Einblicke in die Verträge oder Hintergründe haben – daher ist dieser kreuznet-artikel nichts
mehr als heiße Luft!
Offenbar hat das Institut seinen Teil des Vertrags nicht eingehalten daher eben die Klage etwas völlig
natürliches ich kann auch nicht eine wohnung beziehen und nicht zahlen
Vielleicht kommt irgendeiner von den Schlaumeiern hier mal auf die Idee, den Fall aus der Sicht der Schwestern
zu betrachten? Wahrscheinlich nicht, es sind ja „V2-Nonnen“! Meine Güte, wird hier ein Quatsch verzapft.
Keiner von Euch hat doch einen Einblick in die Vertragsverhandlungen. Aber das ist ja hinreichend bekannt:
kreuz-net schreibt, und die gläubige Gemeinde schreit laut Amen.
Räumungsklage Na, eine Räumungsklage sichert doch das Überleben des Instituts für die nächste Zeit.
In einer Bananenrepublik wird hier dauert es nämlich Monate, bis die Vollstreckung erfolgt. Stichwort:
Mietnomaden.
Das Konzil der Zwiedenker: Schnee von (vor-) gestern Liberale Katholiken sind Zwiedenker und katholischer
Liberalismus ist eine Pest. So könnte man eine Quintessenz der dutzend vorkonziliaren Päpste formulieren.
Die Hauptgefahr geht nicht von den Freimaurern und Ketzern außerhalb der Kirche aus, sondern von den
liberalen Katholiken innerhalb. Über diese setzen dann die erstgenannten ihre Hebel an: so wurde V.II
ihr Konzil. Sie triumphierten. Man staune über ihren Applaus über V.II! Das sagt viel; der Konrade ewige
Beschwichtigungen nichts. „In einem litauischen Museum, das zum Teil der atheistischen Propaganda gewidmet
ist, befindet sich in eine große Photographie mit dem „Austausch der Urkunden“ bei der Unterzeichnunge
des neuen italienischen Konkordats zwischen Staatspräsident Carxi und Kardinal Casaroli. Die Photographie
trägt folgende Unterschrift: „Das neue Konkordat zwischen Italien und dem Vatikan, ein großer Sieg für
den Atheismus.“ Jeder Kommentar scheint mir überflüssig.“ (Erzbischof Lefebvre, 1987) Das Konzil hat
dem Weltgeist sämtliche traditionellen Barrieren geöffnet: u.a. indem es die Öffnung zur Welt erklärte
durch die Religionsfreiheit und durch die Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute;
beide echter Konzilsgeist und nicht „Konzils-Ungeist“. V.II ist unverteidigbar. Das werden die Konrade
noch merken, wenn hier alle Deiche brechen (die weltlichen, die geistlichen sind schon). Dann ist auch
V.II „Schnee von gestern“. Quo Primum, Quanta Cura und Quas Primas hingegen werden aktuell. :)
Gehirnzellen? Natürlich waren Unfehlbarkeit und unbefleckte Empfängnis niemals „neue Auffassungen“.
Vielmehr galten sie schon immer und wurden in einer Phase des Angezweifeltseins feierlich zum Dogma erhoben.
o^/ Schauen Sie mal hier, wieviele Bilder unter dem Titel „Immaculata“ aus der Zeit vor 1870 zu finden
sind: images.google.com/images?q=immaculata&h… Also, bitte erst selber kundig machen und dann die Gehirnzellen
der anderen wecken wollen! Nun sind wir aber minimal vom Thema abgekommen…
@ Athanasius: Strengst amal eure Hirnzellen an auch die Definitionen der Immacuklata und der Unfehlbarkeit
durch den sel. Pius IX. waren damals „neue Auffassungen“. Mit etwas Grips im Hirnerl wird doch das VII
(wies hier gern pejorativ bezeichnet wird) akzeptabel sein. Es ist in der Tradition und setzt sie fort.
Das ist doch auch die große Lektion von Bischof KRENN, der eben der Dümmste nicht war und stets mit
der aktuellen Lehre der Kirche loyal konform. Was hier getrieben wird von der FSSPX (auch von der „Kirchlichen
Umschau“ in einem unsäglich-dummen und antipäpstlichen Kommentar zur Polenreise BXVI’s) ist von David
Berger richtig als VULGÄRTRADITIONALISMUS bezeichnet worden!
@ Athanasius Das sagte ja auch Mgr. Pericle Felici, als er sagte, dass die Lehren die immer gelehrt wurden
(e.g. Auferstehung Jesu Christi, Himmelfahrt Mariä, Primat des Papstes), jetzt im Konzil mit der Kraft
des ordentlichen und universalen Magisteriums gelehrt wurden (also unfehlbar sind), die „neueren Aussagen“
fielen aber, so Percile (Sekretär des Konzils!), nicht unter dieser Garantie. Soll das heißen dass Sie
der Auffassung sind beim Zweiten Vatikanum wurden nur Dinge aus taktischen und strategischen Erwägungen
beschlossen? Denken Sie nicht sehr sehr niedrig von der Kirche wenn Sie ihr eine solche Falschheit und
Verlogenheit unterstellen?
… Diese Schwestern sind übrigens konsequent „ordenskleid-tragend“ und in ihrem Einsatz für Kranke
und Alte ausgesprochen engagiert. Dafür benötigen sie natürlich Geld. Ob sie der Meinung sind, dieses
Engagement sei wichtiger als die Förderung des Instituts Philipp Neri, weiß ich nicht. Was aber über
die kreuz.net-Nachricht rüberkommt, ist die Verweigerung des Dialogs. Eigentlich schade.
Neuere Auffassungen? jedes oekumenische konzil ist vom heiligen geist versammelt, daher unfehlbar und
zu AKZEPTIEREN Für ein Konzil gilt, wenn keine ex-cathedra-Aussagen gemacht wurden, was auch für andere
Akten des Magisteriums gilt, deshalb kann man vom Konzil natürlich sehr die Lehren im Lichte der Tradition
annehmen, in soweit es immer und überall gelehrt wurde. Aber „neuere Auffassungen“ haben nicht die Garantie
der Unfehlbarkeit, da, nach dem heiligen I. Vatikanischen Konzil (1869-1870), der Hl. Geist den Nachfolgern
Petri nicht versprochen wurde um durch Seinen Beistand neue Lehren zu offenbaren, sondern lediglich um
die Überlieferung getreu auszulegen. Das sagte ja auch Mgr. Pericle Felici, als er sagte, dass die Lehren
die immer gelehrt wurden (e.g. Auferstehung Jesu Christi, Himmelfahrt Mariä, Primat des Papstes), jetzt
im Konzil mit der Kraft des ordentlichen und universalen Magisteriums gelehrt wurden (also unfehlbar sind),
die „neueren Aussagen“ fielen aber, so Percile (Sekretär des Konzils!), nicht unter dieser Garantie.
Die FSSPX ist ja gerade deswegen, trotz der Ablehnung einiger Teil des unseligen Konzils, auch nicht häretisch,
etwas was séhr oft von Rom bestätigt wurde. Das authentische Lehramt hat nicht die Garantie frei von
Irrtümern zu sein.
VII unfehlbar ? @taumathorgos Sie haben einen falschen Unfehlbarkeitsbegriff. Unfehlbar sind Konzile nur
da, wo diese explizit Irrlehren verwerfen oder Wahrheiten verkünden. VII steht teilweise im praktischen
Gegensatz zu bereits endgültig definierten Glaubenswahrheiten. So in seiner falschen Lehre zur Religionsfreiheit
oder zum Ökumenismus. Beides hat ja auch seine verheerende Wirkung gezeigt. Um so unverständlicher ist
für mich, daß trotzdem noch daran festgehalten wird.
interreligiös? Ist das der interreligiöse Dialog 2006? hoffentlich nur ein schreibfehler. oder fühlt
sich das institut philipp neri tatsächlich einer anderen religion zugehörig als die schwestern?
#20 Forum Romanum 09:25:24 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Papst Benedikt XVI. Papst Benedikt XVI. hat in einer seiner letzten Angelusansprachen gesagt, dass die
Lesart des 2. Vatikanischen Konzils mit Bedacht gelesen werden müsse. Die Kirche habe nun die Aufgabe
das Konzil interpretieren zu lernen. Da die Kirche aus der Tradition lebt, bedeutet jedes Konzil, dass
es keinen Bruch mit der Tradition geben darf, sondern dass die Tradition sich mit neueren Auffassungen
verbinden kann. Er ist mit der misslungenen Liturgiereform d.h. für uns Deutsche, deren Umsetzung, nicht
zufrieden.
#19 thaumaturgos 08:20:59 | Mittwoch, 28. Juni 2006
@athanasius machen sie doch ihren großen ‘namenspatron’ eine freude und sind sie ehrlich jedes oekumenische
konzil ist vom heiligen geist versammelt, daher unfehlbar und zu AKZEPTIEREN … aber bei den tradis wird
nur akzeptier was das selbstgebastelte lehramt mag!
So ein Mist Wer das Vat. II ablehnt stellt sich doch klar außerhalb der Lehre der Kirche Sagt derjenige,
der noch vor kurzem die Wandlungsworte ins Lächerliche zog sowie die Römische Kurie. Vat. II hat nichts
definiert was ein Katholik akzeptieren muss als „göttlicher Offenbarung“. Das ist festgestellt von Paul
VI., Johannes XXIII. vor allem, aber auch vor allem vom Sekretär des Konzils, Mgr. Pericle Felici.
Aufregung, Aufregung … nichts als Aufregung! Liebe Leute! Ich verstehe überhaupt nicht, warum hier
auf der Leserseite eine solche Aufregung herrscht, von wegen geldgieriger Schwestern und so. Der Artikel
will uns doch etwas ganz anderes sagen: Hier wird klar festge- (oder unter-)stellt, dass es sich um kirchenpolitische
Motive handeln soll. Die Redaktion ist also der Auffassung, dass kirchenpolitische Kämpfe hier mit juristischen
Methoden ausgefochten werden. Das kann gut sein, dass die Redaktion hier recht hat, deshalb verstehe ich
überhaupt nicht, warum eine Liste auch sonst „blattlinientreuer“ Poster hier auf einmal vehement widerspricht
und den Schwestern rein pekuniäre Interessen unterstellt. Abgesehen davon, dass dieser Orden – wie die
meisten – auch unter Armutsgelübde lebt und keine Schwester persönlichen Profit aus dem Verfahren ziehen
können wird. Soweit meine bescheidene Meinung … Übrigens, noch etwas: @sulpicius: Sie schießen wieder
den Vogel ab, mit ihrer Ansage, dass nach dem Vatikanum II orientierte Schwestern nicht papsttreu wären:
1.) Wer das Vat. II ablehnt stellt sich doch klar außerhalb der Lehre der Kirche und 2.) gerade bei der
Biographie des amtierenden Papstes wäre ich in Richtung Vatikanum II vorsichtiger, denn das ist ein argumentativer
Boomerang …
#16 PhilippNeri 00:02:02 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Nonnen erzwingen Zwangsräumung? Darf das wahr sein? Das Institut ist in Berlin Heimat zahlloser, wirklich
gläubiger Katholiken geworden. Wer einmal die hl. Messe in St. Afra gehört hat, wird verstehen können,
warum… Die drohende Schließung ist eine große Gefahr für diese Katholiken, von denen viele erst durch
den Einsatz des Instituts zu unserem Glauben gefunden haben. Besonders begeistert viele Gläubige – das
weiß ich aus eigener Erfahrung – der selbstlose Einsatz der Priester des Instituts für Menschen, die
der katholischen Lehre bislang noch fernstehen. Kann es sein, daß gerade dieser zeitgemäße apostolische
Kampf um Seelen ein Ärgernis in den Augen der interreligiös und ökumentistisch geprägten Nonnen darstellt?
Würden sich die Nonnen doch die Worte des hl. JoséMaria vor Augen führen: „Der Gerechte lebt aus dem
Glauben, wie kannst du es zulassen, daß dieses Feuer erlischt?“
#15 Bernardin † 23:27:29 | Dienstag, 27. Juni 2006
Zum Glück… … hat der ExBochumer keine E-Mail-Adresse gefunden, um seine ungefragte und primitive
Antwort zu senden! Wie schon mal bemerkt, ich wusste gar nicht, dass ein Bochumer der EX ist, so sein
kann!
Das sind aber merkwürdige Schwestern! Wenn Ordensfrauen so sehr hinter dem Mammon her sind, daß sie
Rechtsanwälte gegen glaubenstreue Priester mobilisieren müssen, dann fällt einem nur noch Schillers
„Glocke“ ein: „Da werden Weiber zu Hyänen …“
Rückkehr zur Tradition Auch wenn ich kein Freund der Zersplitterung der traditionell gesinnten Katholikrn
bin, so bedauere ich es doch sehr, wenn diese schöne Kirche an Ketzer veräußert werden sollte.
@ Frater Ja ich finde auch dass die Schwesterngemeinschaft viel humander sein könnte. Auch die Pius Bruderschaft
könnte viel humaner sein. Oder kreuz.net. Ist schon ziemlich inhuman was man hier so alles über Randgruppen
der Gesellschaft (zu der allerdings auch Traditionskatholiken gehören) lesen muss. Finden Sie nicht auch?
Geldgierige Schwestern? Ich finde es eigenartig, das eine kath. Schwesterngemeinschaft so aufs Geld aus
ist, sie könnten doch viel humaner sein. z.B. den Kaufpreis heruntersetzen und der die Zahlungen auf
mehrere Jahre ausweiten. Da hilf glaub ich nur noch eine päpstl. Finanzspritze.
.die Fruchtbarmachung eines traditionsverwurzelten Katholizismus für zeitgemäße Großstadtpastoral
Diese „zeitgemäße Großstadtpastoral“, wie darf man sich die vorstellen? Ich habe da so meinen Verdacht…
Ansonsten kann ich ich die Aufregung nicht verstehen. Die gleiche Heulerei kann JEDER veranstalten der
in irgendeiner Weise im Kapitalismus unter die Räder gerät. Wenn ein Vermitter seinem Mieter kündigt,
dann handelt sich beim Mieter GRUNDSÄTZLICH um eine fünfache, allein erziehende Mutter oder um einen
verwitweten Alkoholiker mit zwei Minderjährigen oder um eine 85-jährige Kriegerwitwe deren Mann in Stalingrad
hingerichtet wurde weil er gegen Hitler war usw. Also das ist doch lächerlich. Da wäre es glaubwürdiger
wenn kreuz.net die Einführug des Sozialismus fordern würde!
Ät Atheist Babylon Ja, einigermassen haben Sie Recht. Es ist aber keine katholische Tradition profitorientiert
zu sein. Investitionsorientiert, und zwar korporativ, dás war die Kirche immer. Deshalb nahmen Orden
ja auch Klöster zurückgehender Orden über für eigenen Gebrauch. Und ja, es ist sogar unbiblisch, was
diese Schwestern hier dem wehrlosen jungen Priesterinstitut von Pfarrer Goesche antun durch ihre Anwälte.
Wie unten gesagt, ich glaube sogar, dass das Exkommunikation bewirken kann. Der Schwestern, denn diese
haben alles vor Gericht geschleppt ohne Lösungen zu suchen. Da man ohnehin die Priester weghaben will,
fürchte ich. „Keine Alte Messe in unserer progressiven Arbeits…eeh…Klostergemeinschaft. Wir sind
doch die Gemeinschaft von Morgen! Ans Gewehr gegen die korporativen Reaktionären vom Institut! Auf gegen
den Traditionalismus!“ Zutiefst unchristlich. Da hat das Institut das völligste Recht sich in der Öffentlichheit
zu beklagen, da ja die Schwestern sowieso dieses finanzielle Problem offenkundig machten. Was aber gar
nicht so gut ausgehen könnte. Für die traditionsverbundenen römisch-katholischen Gläubigen Berlins
ist aber die Sicherheit immer da, dass die neu gebaute FSSPX-Kirche nicht abgetrieben wird.
Profitorientiert? Das ist aber kath. Tradition oder etwa nicht? Sonst wird hier doch immer gegen den
bösen Kommunismus gewettert. o^/ Ansonsten ist es lustig, daß sich Katholiken (und zwar Priester und
Nonnen) vor einem weltlichen Gericht verklagen. Hat Paulus da nicht mal gesagt, sowas soll man intern
regeln? Peinlich, peinlich, meine Herren…
Fragen… Verstehe den Betrugsvorwurf nicht. Es war doch klar, dass die Zahlungsfähigkeit des Instituts
von Spenden abhängen würde. Wo ist die Täuschung? Und noch etwas kann man kaum fassen: Viele Christen
haben unter großen Opfern für diese segensreiche Einrichtung gespendet. Und die ehrwürdigen Schwestern
können nicht einmal ihre Forderung stunden, um dem Institut zu helfen?
#6 ExBochumer † 20:16:01 | Dienstag, 27. Juni 2006
Armseelige Schwestern. Das sind diese Damen, die profitorientiert denken und nicht mehr an der r.-k. Kirche
interessiert sind. Leider habe ich nicht eine email-Adresse gefunden. Sonst hätte ich diesen verweltlichen
Damen schon meine Meinung gesagt.
frage vielleicht hat probst groesche auch keine ahnung von finanziellen und rechtlichen dingen? ihm war
der preis bei übernahme bekannt, also begeht das institut nichts weiter als betrug ! als kirchliche einrichtung…
Meine Frage. Warum müssen die Schwestern überhaupt verkaufen? Tragen die Schwestern noch ein Ordenskleid?
Warum kann der Hl. Stuhl nicht intervenieren. Ich dachte sogar, dass das vor säkulares (finanzielles
oder strafliches) Gericht ziehen eines geweihten Priesters ohne Erlaubnis der Diözese ein Verbrechen
darstellt das die Exkommunikation latae sententiae zu sich zieht. Ist darüber nachgedacht worden? Wenn
die Schwestern ohnehin schon schliessen müssen, wie üblich in der Mainstream Amtskirche modernistischer
Prägung wohl wegen Anwachsmangels oder zahlenmässige Selbstauflösung, weshalb donieren sie dann nicht
ihre Gebäuden dem Institut St. Philipp Neri? Oder müssen die geldgierigen Schwestern ihr Geld mit ins
Grab nehmen, und einfache römisch-katholische Priester mit in den Boden ziehen?
Sehr schade… …das Ganze, und das Verhalten der Schwestern ist mehr als armselig! Man muss heute alles
andere als katholisch und vor allem aber liquide sein, um in der Auseinandersetzung mit solchen „Christinnen“
bestehen zu können. Einfach nur armselig…