14:25:48 | Mittwoch, 28. Juni 2006
Der Linzer Ex-, Wieder-, und Noch-Regens stellte sich in einem Presse-Interview hinter seinen Zögling
Andreas Golatz. Gemistet werden in Linz nur die Ferkel. Ein Kommentar.
(kreuz.net, Linz) Seit Jahrzehnten begeht die Diözese Linz abseitige Wege.
Wenn dann ein Weihekandidat
das sagt und tut, was der Noch-Regens seinen Seminaristen zehn Jahre lang eingeimpft hat, beginnt der
große Katzenjammer.
Der Linzer Skandaldiakon Andreas Golatz (31) war früher Mitglied der charismatischen
Erneuerung. Er gehörte dem Linzer Gebetskreis an und wollte dann Priester werden. In Linz.
1995 begann
er als Laientheologie in Linz zu studieren und trat im Jahr 2000 ins Priesterseminar ein.
Sein erstes
Jahr absolvierte er im neu errichteten Vorbereitungsjahr für österreichische Seminaristen – im sogenannten
Propädeutikum – im niederösterreichischen Horn.
Diese Zeit nannte er später „sinnlos“ und „fadisierend“.
Die Vorlesungen hört er an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz. Die Linzer Professoren
indoktrinieren ihn mit der Frauenweihe.
Dort hörte er ziemlich genau das Gegenteil von dem, was der
Papst in Rom lehrt.
In der Theologisch-Praktischen Quartalschrift – Herausgegeben von den Professoren
der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz – bekannte (lat. „professio“) der Linzer Lehrkörper
im Jahr 1996 seine Meinung zur Frauenweihe.
Dr. Christoph Niemand – gegenwärtiger Studiendekan an der
Universität und Professor für Neues Testament – meinte, die Kirche solle aus Sorge um ihr Außenbild –
wegen des Unverständnisses von Heiden und Neuheiden – „Frauen an ihrem sakramentalen Amt zulassen“:
„Es geht schlicht und einfach darum, daß die Kirche die Basiswerte der jeweils zeitgenössischen Gegenwart,
nicht aber die Basiswerte einer vergangenen Gesellschaft zum Modell ihrer Selbstorganisation nehmen muß.“
Dr. Józef Niewiadomski – ehemaliger Ordinarius für Dogmatik – nannte „das päpstliche »Nein« zur
Priesterweihe“ wegen des Unterschiedes von „männlichen und weiblichen AmtsinhaberInnen“ einen „Skandal“.
Frauen zur Weihe zuzulassen sei eine „pastorale Notwendigkeit“.
Der 2004 emeritierte Dogmatikprofessor
DDr. Walter Raberger war überhaupt der Ansicht, daß das päpstliche Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“
nicht endgültig sei.
Denn das Wort sei nicht Mann sondern Fleisch geworden, und eine Frau könne in
diesem „Logos-Sarx-Schema“ ebensogut „in persona Christi“ handeln.
Daß die bisherige Praxis auf der
„Männerherrschaft“ des damaligen Judentums basiere, habe sogar schon Karl Rahner gewußt. Fazit: „Die
Diskussion muß weitergehen!“
Herr DDr. Severin Lederhilger – ehemaliger Professor für Kirchenrecht und
jetzt Linzer Generalvikar – wollte „Frauen zu Diakoninnen weihen“, um „die Diakonie insgesamt aus ihrem
Aschenputteldasein zu befreien“. Diese Regelung solle aber nicht für die ganze Weltkirche beschlossen,
sondern nur in gewissen Gebieten als „Indult inkulturiert“ werden.
Da es „kirchenrechtlich möglich und
durchführbar“ sei, Frauen zu Ständigen Diakoninnen zu weihen, nannte Pater Lederhilger dann die Kanones,
die geändert werden müßten.
Auch Dr. Peter Hofer – Professor für Pastoraltheologie – konnte sich
Diakoninnen vorstellen. Denn damit sei es möglich, „in der Nachfolge Jesu“ die Trennung von Seelsorge
und Pflege zu überwinden.
Dr. Hanjo Sauer – Fundamentaltheologie – sah in der „Ordofähigkeit der Frau
eine praktische Frage“. An diesen Fragen und Herausforderungen würde sich „die Glaubwürdigkeit des Glaubens“
der Kirche entscheiden.
Wer sich im Glauben wiegt, daß das Linzer Priesterseminar eine Erholung von
den an der Hochschule verbreiteten Ketzereien, Irrlehren und Dummheiten ist, der irrt sich.
So sprach
der Noch-Regens in Linz, Prälat Maximilian Mittendorfer, in der oberösterreichischen Lokalzeitung ‘Volksblatt’
am 20. April 2002 davon, daß die Frauenordination und die Priesterehe „kommen“ würden.
Vor
zwei Monaten
erklärte er in der Lokalzeitung ‘Linzer Rundschau’: „Viele Männer und Frauen, die größtenteils ehrenamtlich
arbeiten, hätten die Begabung und Ausbildung für das Priesteramt“.
Darum ist es nicht wunderlich, daß
Regens Mittendorfer keine Probleme hatte, seinen vorlauten ehemaligen Zögling Golatz vor der österreichischen
Tageszeitung ‘Presse’ als „kirchenloyalen Mann“ zu bezeichnen.
Exzellenz Schwarz, bitte verschieben Sie
nicht die Priesterweihe. Verschieben Sie diesen Regens.
Befördern Sie ihn zum Bischofsvikar und Verantwortlichen
für Ihre Pontifikalschuhe.
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