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Donnerstag, 29. Juni 2006 09:37
Auch ein Handschlag
Der Ex- US-Präsidentschaftskandidat und Abtreibungspolitiker John Kerry empfing kürzlich vom Nuntius in den USA die Handkommunion. Anlaß war die Installation des neuen umstrittenen Erzbischofs von Washington.
Abtreibungspolitiker John Kerry empfing am 22. Juni vom Päpstlichen Nuntius in den USA die Handkommunion.
Abtreibungspolitiker John Kerry empfing am 22. Juni vom Päpstlichen Nuntius in den USA die Handkommunion.
(kreuz.net, Washington) Der Mitte Mai zum Erzbischof von Washington ernannte Mons. Donald William Wuerl (65) wurde am letzten Donnerstag in sein neues Amt eingeführt.

Zur Installationsmesse waren neun Kardinäle und mehr als 3.000 Gläubige erschienen.

Der neue Erzbischof von Washington, der Apostolische Nuntius in den Vereinigten Staaten, Erzbischof Pietro Sambi (68) sowie der scheidende Kardinal Theodore McCarrick von Washington wurden von den Gläubigen beim Einzug – Introitus – mit wellenförmigen Klatschbewegungen begrüßt.

Auf dem Weg zum Altar Gottes schüttelte Mons. Wuerl eifrig die Hände der Anwesenden – unter ihnen auch die demokratischen US-Senatoren Edward Kennedy und John Kerry.

Die beiden katholischen Senatoren saßen in der dritte Reihe beim Mittelgang.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Kerry ist ein deutlicher Verfechter der Kinderabtreibung.

In seiner Predigt bat der neue Erzbischof von Washington seine Gläubigen, ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu helfen.

Seine Rolle als Erzbischof bestehe auch im Heiligungsamt. Er sei für eine Erzdiözese verantwortlich, wo „Sonntagsmessen in zwanzig verschiedenen Sprachen“ zelebriert würden.

Der Erzbischof erklärte weiter in seiner Predigt, „die Stimme der großartigen Lehrtradition“ sein zu wollen, die in Gottes Wort und Weisheit gründe.

Bei der Kommunionspendung legte Nuntius Sambi dem Ex- Präsidentschaftskandidaten Kerry den Leib Christi auf die Hand.

Das berichtete das Nachrichtenorgan der US-Bischofskonferenz, ‘Catholic News Service’.

Neben dem Päpstlichen Nuntius teilte der neue Washingtoner Erzbischof die Kommunion aus.

Die kanadische Lebensrechtshomepage ‘LifeSiteNews’ erbat von der Apostolischen Nuntiatur eine Klarstellung, erhielt aber keine Antwort.

Ein Sprecher der Erzdiözese Washington beschwichtigte vor ‘LifeSiteNews’, daß der Nuntius die Kommunion zufällig auf der Seite ausgeteilt habe, wo die Abtreibungspolitiker gesessen seien.

Auch das erzbischöfliche Händeschütteln mit den umstrittenen Senatoren habe nichts zu bedeuten. Der Prälat habe während des liturgischen Einzugs „hunderten Leuten“ die Hand gereicht.

Die Beförderung von Mons. Wuerl nach Washington wurde mit Blick auf seine achtzehnjährige Amtszeit im Bistum Pittsburgh – im Nordosten der USA – nicht nur mit Freude gesehen.

So kommentierte die lefebvristische Monatszeitung ‘Remnant’ seine Ernennung trocken: „Vom Regen in die Traufe“.

Der katholische Journalist Matt C. Abbott veröffentlichte zur Ernennung von Mons. Wuerl auf der US-Homepage ‘Renew America’ einen Artikel seines Kollegen Randy Engel aus dem Jahr 1996.

Der Text spricht von den schweren Mißständen, die von Bischof Wuerl in seinen ersten acht Jahren als Diözesanbischof von Pittsburgh gefördert und geduldet wurden.

So soll er während seiner Zeit in Pittsburgh Abtreibungsleugner und Homo-Ideologen sehr gefördert haben.

Protestanten und Ungläubige wurden für die Ausbildung von Katecheten- und Religionslehrern beigezogen.

Zahlreiche architektonisch sehr schöne Kirchen fielen in dieser Zeit in der finanziell gebeutelten Diözese Pittsburgh kostspieligen Renovierungen zum Opfer.

Ein Pfarrer in Pittsburgh – der auch gerne Homo-Eucharistiefeiern vorsteht – ließ seine Kirche lavendelfarben streichen und die Kirchenwände vollständig mit Homo-Bannern behängen.

Gegen seine rechtgläubigen Schäfchen und Priester ging Mons. Wuerl im Namen der Einheit und des Gehorsams mit voller Härte vor.

Im Jahr 1995 leugnete er sogar den Primat des Papstes: „Jemand, der zwar dem Papst, aber nicht seinem Bischof folgen will, ist ein Häretiker. Er ist durch das Kirchenrecht exkommuniziert.“

Für die Gläubigen würde es genügen, sich an die Lehrautorität des Bischofs zu halten.

Gleichzeitig forderte Bischof Wuerl im Gespräch mit Vorkämpfern für die Kindertötung im Mutterleib „Dialog statt Verdammung“.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 13 Lesermeinungen:
Donnerstag, 29. Juni 2006 23:51
semiotico: Lieber jotam!
Fabelhaft fabuliert. Was der gute Hirte mit seinen Worten gemeint hat ist, dass jede Gemeinde Leute, die ihnen nicht in den Kram passen, einfach beschimpfen darf. Das steht ja schon im Alten Testament (nur hat man vergessen wo) und im Neuen Testament sowieso (heißt es da nicht „Selig sind die Schimpfenden, den ihnen gehört das Himmelreich“, „Wer ausgibt, dem wird nicht gegeben werden!“ und erst recht „Selig seid ihr, wenn ihr andere meines angeblichen Willens wesen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so haben vor euch auch schon die Philister und Seleukiden verfolgt!“)

Alles klar jetzt?
Donnerstag, 29. Juni 2006 22:20
jotam: Lieber Knecht!
darum muss jeder offizielle Verterter der Kriche, der dem Katholizismus Schande bereitet zur Rechenschaft gezogen werden.

Wer bereitet hier wem durch was Schande? Ich will keine Beschimpfungen, ich will belege, was dieser Mann denn im Sinne der christlichen Nächstenliebe falsch gemacht hat?

Anbiederung bei den Heiden

Den Begriff „Heiden“ gibt es aktuell verwendet nicht mehr. Wenn du die „Nichtgläubigen“ meinst (die so übrigens in allen päpstlichen Dokumenten genannt werden), dann gibt es da keine Anbiederungen sondern nur Angebote und Versuche, diese Nichtgläubigen für die RKK zu gewinnen.

Natürlich liegt es auch an der Gemeinde vor Ort, Politiker die eine Schande für den Katholizismus und obendrein sich medienstark in der Kirche blicken lassen zu beschimpfen und anzurempeln, damit diese wieder zur Besinnung kommen.

Dieser Satz ist so undeutsch, dass ich ihn überhaupt nicht verstehe. Was ist seine Aussage, wer ist gemeint und können Sie das, was sie diesem unterstellen, auch irgendwie belegen?
Donnerstag, 29. Juni 2006 19:47
kreuzi: Der Papst
ist die oberste Instanz der Kirche, darum muss jeder offizielle Verterter der Kriche, der dem Katholizismus Schande bereitet zur Rechenschaft gezogen werden. In Deutschland gibt ja auch einen Bischof in Limburg, der in seinen jüngeren Tagen durch antikirchliche Aktionen Anbiederung bei den Heiden gesucht hat. Kurz vor der drohenden Arbeitslosigkeit scheint der Bischof mit zunehmenden Alter vernünftiger geworden zu sein. Natürlich liegt es auch an der Gemeinde vor Ort, Politiker die eine Schande für den Katholizismus und obendrein sich medienstark in der Kirche blicken lassen zu beschimpfen und anzurempeln, damit diese wieder zur Besinnung kommen.
Donnerstag, 29. Juni 2006 19:11
ExBochumer: Wundersam.
Das ist schon kreuz.net.

Mehr sage ich nicht dazu.
Donnerstag, 29. Juni 2006 17:52
aschera: uuuuh…
Donnerwetter! Ein unglaublich dichter Artikel! Die haben es doch tatsächlich geschafft, ihre bevorzugten Hassobjekte Abtreibung, Homosexualität und Handkommunion in 1 einzigen Artikel unterzubringen.
Donnerstag, 29. Juni 2006 16:22
wieso unter „Impressum“ Folgendes steht:
Sodalicium for ‘Religion and Information’
1018 E. Mariposa Ave
El Segundo, CA 90245-3114
U.S.A.
Das soll wohl noch eine rhetorische Frage:
Die Tatsache, dass es 1.) für den deutschsprachigen Bereich kreuz.net kein eigenes Impressum gibt und dass es 2.) keine nachvollziehbare europäische Anschrift gibt (nichtmal eine Email-Adresse, nur Webformulare!) ist der klare und deutliche Beweis dafür, dass sich die Redaktion von kreuz.net bewusst ist, dass sie gegen christliche Gebote und staatliche Gesetze verstößt. Nachdem die Seite so eingerichtet wurde, ist hiermit der Vorsatz bewiesen.
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