US-Kirche
Auch ein Handschlag
Der Ex- US-Präsidentschaftskandidat und Abtreibungspolitiker John Kerry empfing kürzlich vom Nuntius in den USA die Handkommunion. Anlaß war die Installation des neuen umstrittenen Erzbischofs von Washington.
(kreuz.net, Washington) Der Mitte Mai zum Erzbischof von Washington ernannte Mons. Donald William Wuerl (65) wurde am letzten Donnerstag in sein neues Amt eingeführt.

Zur Installationsmesse waren neun Kardinäle und mehr als 3.000 Gläubige erschienen.

Der neue Erzbischof von Washington, der Apostolische Nuntius in den Vereinigten Staaten, Erzbischof Pietro Sambi (68) sowie der scheidende Kardinal Theodore McCarrick von Washington wurden von den Gläubigen beim Einzug – Introitus – mit wellenförmigen Klatschbewegungen begrüßt.

Auf dem Weg zum Altar Gottes schüttelte Mons. Wuerl eifrig die Hände der Anwesenden – unter ihnen auch die demokratischen US-Senatoren Edward Kennedy und John Kerry.

Die beiden katholischen Senatoren saßen in der dritte Reihe beim Mittelgang.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Kerry ist ein deutlicher Verfechter der Kinderabtreibung.

In seiner Predigt bat der neue Erzbischof von Washington seine Gläubigen, ihm bei der Erfüllung seiner Aufgaben zu helfen.

Seine Rolle als Erzbischof bestehe auch im Heiligungsamt. Er sei für eine Erzdiözese verantwortlich, wo „Sonntagsmessen in zwanzig verschiedenen Sprachen“ zelebriert würden.

Der Erzbischof erklärte weiter in seiner Predigt, „die Stimme der großartigen Lehrtradition“ sein zu wollen, die in Gottes Wort und Weisheit gründe.

Bei der Kommunionspendung legte Nuntius Sambi dem Ex- Präsidentschaftskandidaten Kerry den Leib Christi auf die Hand.

Das berichtete das Nachrichtenorgan der US-Bischofskonferenz, ‘Catholic News Service’.

Neben dem Päpstlichen Nuntius teilte der neue Washingtoner Erzbischof die Kommunion aus.

Die kanadische Lebensrechtshomepage ‘LifeSiteNews’ erbat von der Apostolischen Nuntiatur eine Klarstellung, erhielt aber keine Antwort.

Ein Sprecher der Erzdiözese Washington beschwichtigte vor ‘LifeSiteNews’, daß der Nuntius die Kommunion zufällig auf der Seite ausgeteilt habe, wo die Abtreibungspolitiker gesessen seien.

Auch das erzbischöfliche Händeschütteln mit den umstrittenen Senatoren habe nichts zu bedeuten. Der Prälat habe während des liturgischen Einzugs „hunderten Leuten“ die Hand gereicht.

Die Beförderung von Mons. Wuerl nach Washington wurde mit Blick auf seine achtzehnjährige Amtszeit im Bistum Pittsburgh – im Nordosten der USA – nicht nur mit Freude gesehen.

So kommentierte die lefebvristische Monatszeitung ‘Remnant’ seine Ernennung trocken: „Vom Regen in die Traufe“.

Der katholische Journalist Matt C. Abbott veröffentlichte zur Ernennung von Mons. Wuerl auf der US-Homepage ‘Renew America’ einen Artikel seines Kollegen Randy Engel aus dem Jahr 1996.

Der Text spricht von den schweren Mißständen, die von Bischof Wuerl in seinen ersten acht Jahren als Diözesanbischof von Pittsburgh gefördert und geduldet wurden.

So soll er während seiner Zeit in Pittsburgh Abtreibungsleugner und Homo-Ideologen sehr gefördert haben.

Protestanten und Ungläubige wurden für die Ausbildung von Katecheten- und Religionslehrern beigezogen.

Zahlreiche architektonisch sehr schöne Kirchen fielen in dieser Zeit in der finanziell gebeutelten Diözese Pittsburgh kostspieligen Renovierungen zum Opfer.

Ein Pfarrer in Pittsburgh – der auch gerne Homo-Eucharistiefeiern vorsteht – ließ seine Kirche lavendelfarben streichen und die Kirchenwände vollständig mit Homo-Bannern behängen.

Gegen seine rechtgläubigen Schäfchen und Priester ging Mons. Wuerl im Namen der Einheit und des Gehorsams mit voller Härte vor.

Im Jahr 1995 leugnete er sogar den Primat des Papstes: „Jemand, der zwar dem Papst, aber nicht seinem Bischof folgen will, ist ein Häretiker. Er ist durch das Kirchenrecht exkommuniziert.“

Für die Gläubigen würde es genügen, sich an die Lehrautorität des Bischofs zu halten.

Gleichzeitig forderte Bischof Wuerl im Gespräch mit Vorkämpfern für die Kindertötung im Mutterleib „Dialog statt Verdammung“.
      
13 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#13   semiotico   23:51:28 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Lieber jotam!
Fabelhaft fabuliert. Was der gute Hirte mit seinen Worten gemeint hat ist, dass jede Gemeinde Leute, die ihnen nicht in den Kram passen, einfach beschimpfen darf. Das steht ja schon im Alten Testament (nur hat man vergessen wo) und im Neuen Testament sowieso (heißt es da nicht „Selig sind die Schimpfenden, den ihnen gehört das Himmelreich“, „Wer ausgibt, dem wird nicht gegeben werden!“ und erst recht „Selig seid ihr, wenn ihr andere meines angeblichen Willens wesen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet. Freut euch und jubelt: Euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn so haben vor euch auch schon die Philister und Seleukiden verfolgt!“)
Alles klar jetzt?
Redaktion benachrichtigen
#12   jotam   22:20:22 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Lieber Knecht!
darum muss jeder offizielle Verterter der Kriche, der dem Katholizismus Schande bereitet zur Rechenschaft gezogen werden.
Wer bereitet hier wem durch was Schande? Ich will keine Beschimpfungen, ich will belege, was dieser Mann denn im Sinne der christlichen Nächstenliebe falsch gemacht hat?
Anbiederung bei den Heiden
Den Begriff „Heiden“ gibt es aktuell verwendet nicht mehr. Wenn du die „Nichtgläubigen“ meinst (die so übrigens in allen päpstlichen Dokumenten genannt werden), dann gibt es da keine Anbiederungen sondern nur Angebote und Versuche, diese Nichtgläubigen für die RKK zu gewinnen.
Natürlich liegt es auch an der Gemeinde vor Ort, Politiker die eine Schande für den Katholizismus und obendrein sich medienstark in der Kirche blicken lassen zu beschimpfen und anzurempeln, damit diese wieder zur Besinnung kommen.
Dieser Satz ist so undeutsch, dass ich ihn überhaupt nicht verstehe. Was ist seine Aussage, wer ist gemeint und können Sie das, was sie diesem unterstellen, auch irgendwie belegen?
Redaktion benachrichtigen
#11   kreuzi   19:47:59 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Der Papst
ist die oberste Instanz der Kirche, darum muss jeder offizielle Verterter der Kriche, der dem Katholizismus Schande bereitet zur Rechenschaft gezogen werden. In Deutschland gibt ja auch einen Bischof in Limburg, der in seinen jüngeren Tagen durch antikirchliche Aktionen Anbiederung bei den Heiden gesucht hat. Kurz vor der drohenden Arbeitslosigkeit scheint der Bischof mit zunehmenden Alter vernünftiger geworden zu sein. Natürlich liegt es auch an der Gemeinde vor Ort, Politiker die eine Schande für den Katholizismus und obendrein sich medienstark in der Kirche blicken lassen zu beschimpfen und anzurempeln, damit diese wieder zur Besinnung kommen.
Redaktion benachrichtigen
#10   ExBochumer †   19:11:43 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Wundersam.
Das ist schon kreuz.net.
Mehr sage ich nicht dazu.
Redaktion benachrichtigen
#9   aschera   17:52:13 | Donnerstag, 29. Juni 2006
uuuuh…
Donnerwetter! Ein unglaublich dichter Artikel! Die haben es doch tatsächlich geschafft, ihre bevorzugten Hassobjekte Abtreibung, Homosexualität und Handkommunion in 1 einzigen Artikel unterzubringen.
Redaktion benachrichtigen
#8   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   16:22:17 | Donnerstag, 29. Juni 2006
rhetorische Frage
wieso unter „Impressum“ Folgendes steht:
Sodalicium for ‘Religion and Information’
1018 E. Mariposa Ave
El Segundo, CA 90245-3114
U.S.A.
Das soll wohl noch eine rhetorische Frage:
Die Tatsache, dass es 1.) für den deutschsprachigen Bereich kreuz.net kein eigenes Impressum gibt und dass es 2.) keine nachvollziehbare europäische Anschrift gibt (nichtmal eine Email-Adresse, nur Webformulare!) ist der klare und deutliche Beweis dafür, dass sich die Redaktion von kreuz.net bewusst ist, dass sie gegen christliche Gebote und staatliche Gesetze verstößt. Nachdem die Seite so eingerichtet wurde, ist hiermit der Vorsatz bewiesen.
Redaktion benachrichtigen
#7   Babylon †   16:20:32 | Donnerstag, 29. Juni 2006
„Mit Homobannern geschmückt“?
Meint Ihr damit die Regenbogenflaggen?
Aber Jehova („Er hat Jehove gesagt!!! :-] ) hat doch höchstselbst nach der Sintflut (bei der er seine mißratene Schöpfung so elendig ersäufte) einen Regenbogen erscheinen lassen.
Wer weiß…? ;-)
Redaktion benachrichtigen
#6   semiotico   16:10:02 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Verfolgungswahn
Warum werden hier so viele Artikel anonym verfasst?!
Ist das eine rhetorische Frage? Man könnte auch fragen, wieso unter „Impressum“ Folgendes steht:
Sodalicium for ‘Religion and Information’
1018 E. Mariposa Ave
El Segundo, CA 90245-3114
U.S.A.
Vielleicht hat das pseudoimmunitätswahrende Verfolgungswahn-Gründe?
Redaktion benachrichtigen
#5   Gunsenum   13:34:00 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Geistiger und sprachlicher Durchfall---
Ein Pfarrer in Pittsburgh – der auch gerne Homo-Eucharistiefeiern vorsteht – ließ seine Kirche lavendelfarben streichen und die Kirchenwände vollständig mit Homo-Bannern behängen.
Was bitte sind Homoeucharistiefeiern? warum gibt das hier wieder eine Erwähnung? das sind doch ganz normale Kommunionempfänger. ein Blick in den katechismus mahnt zu Respekt und würdigem Umgang. Ihr sprecht ja auch nicht von Krüppeleucharistiefeier, von heterosexuellen Sadomasoeucharistiefeiern, von Bieucharistiefeiern, von Rentnereucharistiefeiern, von Jägereucharistiefeiernwenn jemand der so veranlagt oder gesellschaftlich so disponiert ist, kommuniziert. Was soll das?
Warum werden hier so viele Artikel anonym verfasst?!
Redaktion benachrichtigen
#4   Stimme aus dem Tradiland   13:00:59 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Neuerliche Beförderung eines Katastrophen-Bischofs!
Wenn nur 10% von dem stimmen, was man in dem Originalartikel „Bishop Wuerl’s appointment cause for concern?“ auf „Renew America“ www.renewamerica.us/…olumns/abbott/060518 vom 17. Mai 2006 bzw. aus 1996 nachlesen kann – wovon auf kreuz.net im obigen Artikel nur ein Bruchteil wiedergegeben ist, dann muß man leider betonen:
Papst Benedikt XVI. hat – absurd und kontraproduktiv – wieder einen Katastrophen-Bischof zu höheren Ehren befördert!
Allerdings: Kann man annehmen, dass nur 10% stimmen, wo doch die Quellen nachprüfbar angegeben sind?
Nein, kann man nicht.
Also ist zu betonen: Die Bestellung von Msrgr. Wuerl zum Erzbischof von Washington ist ein himmelschreiender Skandal, für welchen Papst Benedikt XVI. die volle Verantwortung trägt!
Redaktion benachrichtigen
#3   semiotico   10:52:43 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Konjunktivisches Exegese
Kerry empfing kürzlich vom Nuntius in den USA die Handkommunion.
Ui, was erlaubt sich der? Gibt ihm die Handkommunion! So ein Sakrileg aber auch! Das darfs doch nicht geben, nein, also wirklich: Ein Demokrat in der Kirche und dann auch noch Handkommunion. Nein, der gehört sofort exkommuniziert!
So soll er während seiner Zeit in Pittsburgh Abtreibungsleugner und Homo-Ideologen sehr gefördert haben.
Um eine ewig lange Exegese dieses Satzes zu ersparen nur eine kurze selibge zum Wörtchen „soll“: Es drückt in diesem Falle eine unsichere Bestimmung aus, näherhin eine Behauptung. Wie der genannte Herr Engel das belegt haben soll (wieder so etwas), wird nicht beschrieben (weil er es vielleicht gar nicht belegt hat?). Abgesehen von dieser konjunktivischen Tatsache möchte ich noch einbringen, dass es keine „Abtreibungsleugner“ gibt – was bitte soll das sein? Jemand, der sagt, dass es gar keine gibt? ?:) Und über die Homosexuellen red ich jetzt gar nicht, weil wir diese Diskussion schon bis zur Vergasung (gabs ja auch nicht, oder?) stattgefunden hat. Prost, Mahlzeit!
Redaktion benachrichtigen
#2   Benedikt78   10:42:07 | Donnerstag, 29. Juni 2006
ABC – Lesen ist nicht schwer!
Der katholische Journalist Matt C. Abbott veröffentlichte zur Ernennung von Mons. Wuerl auf der US-Homepage ‘Renew America’ einen Artikel seines Kollegen Randy Engel aus dem Jahr 1996.
Der Text spricht von den schweren Mißständen, die von Bischof Wuerl in seinen ersten acht Jahren als Diözesanbischof von Pittsburgh gefördert und geduldet wurden.
So soll er während seiner Zeit in Pittsburgh Abtreibungsleugner und Homo-Ideologen sehr gefördert haben.
Den wichtigen Teil habe ich Ihnen sogar fett hervorgehoben. Das von Ihnen gebrachte Zitat bezieht sich auf den Bericht.
Redaktion benachrichtigen
#1   thaumaturgos   09:48:04 | Donnerstag, 29. Juni 2006
typisch …
So soll er während seiner Zeit in Pittsburgh Abtreibungsleugner und Homo-Ideologen sehr gefördert haben.
UND WO SIND DIE BELEGE, wenigstens ansatzweise?
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
Rechtgläubiger PriesterZum Schweigen gebracht USAGeht es bei den Sexskandalen um die Kinder oder um Geld? USANicht katholischer als der Papst USAMoralisches Leichenschauhaus USADie Erzdiözese Boston zieht die Konsequenzen USADer Erzbischof mag schwule Cowboys USAWeitere Bestätigung USAHauptsache, die Fassade stimmt USAEine Scheinübung USAUnangebrachte Urlaubsbräuche USAHomophiler Bischof? USAFirmung mit acht USA„Wie falsch das ist!“ USASie kommandiert die US-Bischöfe USADer Kardinal beim Präsidenten
RSS Feed  •  News Ticker  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net