Die neue Generation – besonders die heranwachsenden Priester – wollen die „nie verbotene“ Alte Messe. Das weiß man auch in Rom. Die Entscheidung liegt beim Papst.
(kreuz.net, Paris) Der Sekretär der römischen Kongregation für die Liturgie, Erzbischof Albert Ranjith
Patabendige (58), forderte erneut eine Neubewertung der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanischen
Konzil.
Erzbischof Ranjith äußerte sich vor der Montagsausgabe der katholischen französischen Tageszeitung
‘La Croix’.
Der Prälat erklärte, daß es für alle entscheidend sei, auf Gott zu hören und mit dem
Übernatürlichen in Kontakt zu treten. Dies zeige die Geschichte der Liturgie im Laufe der Jahrhunderte.
Die Kirche habe immer gewußt, daß ihr liturgisches Leben auf Gott hin orientiert sein müsse.
Allerdings
herrsche seit einigen Jahren die Tendenz, die tief mystische Atmosphäre der Liturgie durch einen Geist
der absoluten Freiheit zu ersetzen. Man schaffe Raum für liturgische Erfindungen – ohne Wurzeln und ohne
Tiefgang.
Dabei handle es sich vorwiegend um ein Problem des Westens. In Asien, beispielsweise in Sri
Lanka – dem Heimatland des Erzbischofs – hätten die Menschen noch ein Bedürfnis nach dem Übernatürlichen.
Die abendländische Verweltlichung führe zu einer Aufspaltung:
„Es gibt jene, die sich in Mystizismus
flüchten und dabei das Leben vergessen und jene, welche die Liturgie banalisieren und dabei ihrer Vermittlungsfunktion
des Übernatürlichen berauben.“
Man dürfe den Sinn für das Göttliche nicht auf das Niveau des Menschen
herabwürdigen. Im Gegenteil: „Man muß versuchen, den Menschen dorthin zu erheben, wo er das Mysterium
Gottes berührt.“
Es gehe dabei nicht darum, anti- oder nachkonziliar, konservativ oder progressiv zu
sein.
Zur Liturgiereform erklärte Erzbischof Ranjith, daß diese nie abgehoben habe.
Es handle sich
auch nicht um die Liturgiereform des letzten Konzils. Sie sei vielmehr davor – durch die liturgische Bewegung
am Anfang des 20. Jahrhunderts – geboren worden.
Nach dem Zweiten Vatikanum habe es Ausuferungen gegeben,
die den wahren Sinn der Liturgie verschleiert hätten und nicht im Sinn des Konzils gewesen seien.
Insofern
könne man von einer notwendigen Korrektur, von einer Reform der Reform sprechen: „Man muß die Liturgie
im Geist des Konzils zurückgewinnen.“
Als Beispiele nannte der Erzbischof die Meßzelebration am Volksaltar
und in der Landessprache:
„Die Konzilskonstitution [über die Liturgie, Sacrosanctum Concilium] schreibt
nirgends vor, daß sich der Priester nunmehr zur Gemeinde drehe – noch, daß die Verwendung des Lateinischen
verboten sei.“
Das Konzil fordere im Gegenteil die Bewahrung der Kirchensprache.
„Wir erwarten, daß
uns der Papst zu diesen Punkten seine Anweisungen gibt.“
Man dürfe aus der Liturgiereform jedenfalls
kein ideologisches Problem konstruieren.
Erzbischof Ranjith bemerkte, daß viele junge Priester den Alten
Lateinischen Ritus zelebrieren wollten. Man müsse eindeutig klarstellen, daß die überlieferte Messe
nicht gesetzeswidrig sei.
Es liege an Benedikt XVI. zu entscheiden, ob zur Zelebration im Alten Ritus
ermutigt werden solle oder nicht.
Jedenfalls verlange die neue Generation nach einer größeren Hinwendung
zum Mysterium: „Es ist keine Frage der Form, sondern der Substanz.“
Ein „wissenschaftlicher oder historisch-theologischer
Geist“ sei ungenügend, um von der Liturgie zu sprechen. Dafür sei eine Haltung der Meditation, des Gebetes
und der Stille erforderlich:
„Noch einmal: Es geht nicht darum, ein Progressist oder ein Konservativer
zu sein, sondern darum, daß die Menschen beten und die Stimme des Herrn hören können.“
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58 Lesermeinungen
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Lieber Athanasius Ihre geschätzte Aufmerksamkeit sollte ja bereits umgelenkt sein, nämlich genau zu
dem Punkt den sie mit irgendwelchen Zitaten aus Heiligengeschichten zu umgehen versuchen: Schlagen Sie
bitte Mt 26,20; Mk 14,17; Lk 22,14; Joh 13,1 (jeweils ff) auf und lesen Sie nach. Sie werden merken, das
von den Einsetzungsworten bis zur daraus gewonnenen Tradition der Entstehungsfunken der Eucharistie wie
der gesamten Liturgie in ein und demselben Ereignis liegt, das man als letztes Abendmahl bezeichnet. Wenn
Sie meinen, diese Bezeichnung sei zu sehr protestantisch geprägt dann tun Sie mir erstens leid, weil
Sie vergessen dass jede christliche Konfession ein und denselben Ursprung hat und zweitens auch deswegen,
weil Sie mit Begriffen nur dogmatisch und pragmatisch hantieren können – wenn Sie – wie Sie es ja in
ihrem P.N.-Gleichnis fordern – Worte richtig verwenden würden, dann würden Sie merken, dass das Abendmahl
kein Begriff ist, denn uns Luther gebracht hat. Für so einen Blödsinn würde sich Jesus im Grab umdrehen,
wenn er denn eines hätte…
Marcello, alter Gauner! Erst jetzt entdecke ich Ihre (und Ihres Vetters) Erwägungen zu Frauenkleidern
und -wahlrecht in Ihrem „Forum“. Eine parlamentarische Monarchie ist im Sinne der Christlichen Gesellschaftslehre
eine Demokratie. Der Gegenbegriff ist da Republik zu Monarchie. Die spanische Monarchie z.B. ist „demokratisch“
(sonst könnte Spanien nicht in der EU sein). Die Ausübung monarchischer Autorität funktioniert in Europa
nur noch (!) in Monaco. Selbst Liechtenstein kennt eine politische Partizipation der Bürger. Ein „Zurück“
hinter 1830 (anhand des frz. Beispiels) hat nicht einmal die Billigung des damaligen Papstes Pius VIII.
gefunden, zum Leidwesen ihren virtuellen „Tradition“. P.S. Ich empfehle Ihnen eine vorrevolutionäre Perücke
(ggf. mit Tonsur).
@Athanasius19… Darf ich Ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf den Umstand lenken, dass auch die katholische
Eucharistiefeier unter Berufung auf deren Einsetzung beim letzten Abendmahl etabliert wurde! Wäre das
anders, würden wir als johannäische Kirche statt Altären wahrscheinlich Kneipp-Becken in den Apses
haben.
Les extremes se touchent! Wenn sich das Spielchen weiter entspannt, finden wir vielleicht noch einen etwas
pazifistischeren Umgangston; sofern Ihr tief eingewurzelter Zynismus Ihnen das noch erlaubt, Marcel.
Brüder, Spiele, Bilder Stat Crux schrieb: (heute im kreuzforum); Sie liefern Anschauungsmaterial, das
meine Sicht voll bestätigt. Diese Bilder gefallen als auch der Froschperspektivensicht? Wie schön. :)
Die Brüder spielen … Apropos Brüder, Spielen, Bilder: Kennen Sie das? „Ein NOM-Katholik, der es zu
was gebracht hat. Ein angesehenes Mitglied der Konzilskirche“ www.bku.de/…17841eb7dd210daa.jpg Studieren
Sie bitte mal die Gesichter echter Denker. Die sind nicht so glatt, so ausdruckslos. Echte Denker müssen
auch nicht eigene Wichtigkeit demonstrieren, sie sind es. Wesensfrage: braune Kohle. Woher?? Ach, das
fragen Sie sich mit Rothkranz zusammen. Womit Ihr Lieblingssätzchen zuträfe, stimmte es: Les Extremes
berühren sich. ;)
ad jotam Was heisst herausgewunden: Diese Wortwahl zwischen protestantischem Abendmahl und Empfang der
Hl. Kommunion ist doch exakt zur semantischen Unterscheidung der Realpräsenz da. Gerade die deutschsprachigen
Publikationen in den letzten Jahrzehnten verwirrten doch durch Verwendung von Abendmahl für die konsekrierte
Hostie und die Rezeption der Eucharistie gezielt. Philip Neri hatte einmal eine römische Dame zur Beichte.
SIe selbst sagte über sich, daß sie ein Schandmaul habe. Als Buße legte er ihr auf, einen Sack Daunen
in Rom zu verteilen. Nachdem dies erfolgt war kam sie zu ihm zurück. Er meinte nun, sie möge die Federn
wieder einsammeln. Sie antwortete darauf, die sei unmöglich. Philip Neri: Genauso ist es mit jedem Wort,
Du kannst es nicht zurückholen. …Ob Sie das jetzt so nennen wollen, um sich vom protestantischen Abendmahl
abzugrenzen sei Ihre Sache, ich finds einfach kleinlich und denk mir, dass so ein GEdankengang einen theologisch
und theologiegeschichtlich etwas zu beschränkt geratenen Horizont zeigt… Da ich als Wissenschafter
mir oft genug über die exakte Wortwahl Gedanken machen darf, um etwaigen Korrekturen bei der PeerReview
zu entgehen, hoffe ich, daß Sie nun im Positiven erkennen, daß mein Horizont nicht so kleinlich oder
beschränkt ist, wie Sie’s hier darstellen
Lieber athanasius! Schön herausgewunden. Dabei hab ich doch klar und deutlich gesagt: Die Botschaft Jesu
ist nicht dazu da, sie auf das Abendmahl und dessen Rezeption zu beschränken – wenn Sie die Eucharistie
von diesem letzten Abendmahl und seiner Rezeption abheben wollen, dann ist das einfach falsch. Dass Sie
nur das Wort „Abendmahl“ hören und gleich über die bösen Protestanten zu jaulen beginnen, zeigt wieder
mal, wie sehr man sich hier in seinen Gräben verschanzt – als wäre das Abendmahl etwas, das nur die
Protestanten haben… Und die Kommunion wird nicht für diese „Spezies“ (?!?!?) verwendet, die Kommunion
ist eine Tradition des Abendmahles. Ob Sie das jetzt so nennen wollen, um sich vom protestantischen Abendmahl
abzugrenzen sei Ihre Sache, ich finds einfach kleinlich und denk mir, dass so ein GEdankengang einen theologisch
und theologiegeschichtlich etwas zu beschränkt geratenen Horizont zeigt…
ad aschera et jotham zur aufklärung terminus „abendmahl“: ich meinte hier nur das wort in bezug auf ihre
verwendung für die hl. messe. im katholische wurde und wird messe bzw. kommunion für die spezies verwendet.
luther hat den terminus „abendmahl“ zur unterstreichung des mahlcharakters genommen. Im römischen kanon
wird soweit ich recht informiert bin dieser nur einmal verwendet nämlich am gründonnerstag.
Abendmahl Athanasius: aber niemals von Abendmahl, welches durch Luther ins Deutsche hereinkam uje – woher
haben sie diese theologieschichtliche weisheit?
Lieber athanasius! Ihre liturgischen Vorstellungen sind etwas primitiv bis naiv. Hiermit eine kleine Nachhilfe:
1) Wenn die Sekten so toll sind, wieso gehn Sie dann nicht hin? Das Christentum ist eben keine Sekte,
dass irgendein angebliches Mysterium (das dann gar keines ist) zu transportieren versucht, sondern es
hat eine Botschaft zu verkündigen. Dieser Gedankengang ist etwas wirr. 2) Lieber athanasius, selbst ein
Kirchenvater wie Sie sollte wissen, dass die gesamte Eucharistie (und damit auch ihre geliebten Hostien,
wobei ich bei denen nicht weiß, wieso) aus dem Abendmahl entstanden ist. Aja, wie ist das mit den Einsetzungsworten –
die sind von Luther?!? 3) Was ein Heiliger vor 500 Jahren wirklich gemacht hat, weiß man nicht. Heiligenviten
sind großteils Legenden. Davon abgesehen, wenn er es wirklich geschafft hat, verstanden zu werden, dann
lag das sicher nicht daran, dass die Leute sein Latein, sondern die Sprache seines Herzens verstanden
haben. So viel dazu – und das ist kein Argument für die lat. Messe. 4) Das kommt wohl daher, dass die
Orthodoxen großteils Griechen sind und auch in den anderen Familien der Orthodoxen die Sprache verstanden
wird. Aber nochmal: Argumentieren Sie nicht mit „Weil die es auch haben“, sondern bleiben Sie bitte in
den eigenen Reihen! 5) Diese Reaktion ist die eines Ratlosen, der nicht weiß, was er – ausser einer Beleidigung –
antworten soll, da er keine Antwort weiß. Keep cool, athanasius!
Marcel(linus): Danke für die Fotos aus Econe! (heute im kreuzforum); Sie liefern Anschauungsmaterial,
das meine Sicht voll bestätigt. Die Brüder spielen Petersdom im Kirmeszelt. Ein spirituelles Disneyland!
Besonders schön: Das Foto mit den Tradigewändern unter Hochspannungsleitungen. Demnächst auch Bischofsweihen
im „Braunkohle“-Tagebau? Wesensfrage: braune Kohle. Woher??
@jotham 1. sprachlich unverständliches Mysterium Warum haben dann asiatische Sekten einen derartigen
Zulauf, die unverständlich ein Omani padme hum rezitieren? Warum gehen die CDs der Mönche von Silo in
Esoterenkreisen weg wie die warmen Semmeln? 2. das Abendmahl und dessen Rezeption Wenn Sie schon von der
Realpräsenz sprechen, dann bitte auch von der Hl. Kommunion, von Hostie aber niemals von Abendmahl, welches
durch Luther ins Deutsche hereinkam. 3. Worte unverständlich Wie kommt es, dass beispielsweise in Indien
der Hl. Franz Xaver lateinisch predigen konnte und vor und nach ihm die Konversionsraten trotz Latein
auch in der übrigen Welt eine für heute unverständliche Höhe erreichten. 4. allgemeine Aufwertung
des Lateinischen geht nur auf Kosten der Verkündigung. Eben nicht, auch die Orthodoxie verwendet bis
heute Altslawisch oder Griechisch oder Altarmenisch(Mechitaristen Wien), Aramäisch, Syrisch, auch griechisch-katholische
wie die Thomaschristen in Indien, … 5. Realpräsenz und liturgischer Kult hin und her, nur weils auf
Latein ist, wird der Herr nicht gegenwärtiger sein als sonst. Diese Bemerkung ist nur die Reaktion eines
gekränkten Kindes, welches seinen Willen nicht durchsetzen kann.
Leute, der Sinn einer Messe ist nicht ein sprachlich unverständliches Mysterium – das wäre einfach nur
unbiblisch. Die Botschaft Jesu ist nicht dazu da, sie auf das Abendmahl und dessen Rezeption zu beschränken,
sondern war primär eine, die man mit Worten zu verkündigen hat. Wenn man diese Worte also nun unverständlich
macht (etwa durch die Sprache selbst oder auch durch veralterte Redewendungen), dann wird das Evangelium
nicht mehr verkündet, so einfach ist das. Damit wären zwar ein paar Leute immer noch glücklich (und
zwar genau jene, die den alten Ritus wegen seiner Mystik fordern), aber der Großteil wäre a) abgeschreckt
und b) vertrieben, weil der Sinn einer Messe einfach nicht mehr getroffen wird. Wie gesagt: Wer will,
soll gehen. Aber eine allgemeine Aufwertung des Lateinischen geht nur auf Kosten der Verkündigung. Die
Liturgie fußt eben nun einmal auf dieser Verkündigung, die eben wieder mit Worten zu geschehen hat,
die allgemein verständlich sind. Realpräsenz und liturgischer Kult hin und her, nur weils auf Latein
ist, wird der Herr nicht gegenwärtiger sein als sonst – oder glaubt hier etwa jemand, er kommt nur, wenn
man Latein spricht (was er selbst nicht getan hat)?
Unterschiede @Isidorus: Ich will zwar nicht behaupten, dass mein Latein noch flüssig ist, ich verstehe
es aber gleich wohl – im Gegensatz zu vielen, die nach lateinischen Messen schreien. Für mich gibt es
einfach einen Unterschied zwischen einem christlichen Gottesdienst und einer künstlerischen Veranstaltung.
Letzteres kann wohl Teil von ersterem sein, es aber nicht ersetzen. Und ein christlicher Gottesdienst
wird erst durch die gemeinschaftliche Teilnahme der Christen zu einem solchen. Das aber ist nur möglich,
wenn die Gottesdienstbesucher die Worte einigermaßen verstehen, die der Priester und sie selbst äußern.
Gerade die orthodoxe und die katholische Kirche haben das Wort zu lange vernachlässigt, und dies hat
zur Recht zur evangelischen Abspaltung geführt (wobei die Protestanten die Verehrung des Wortes sicher
in vielen Fällen weit übertrieben haben). Es ist zwar eine gute und wichtige katholische Tradition,
auch dem Gemüt und dem „Bauch“ etwas zu bieten, zur Glaubensvertiefung gehört aber auch, die Worte der
Liturgie zu verstehen. Nur dann kann man von Ganzheitlichkeit im Glauben reden. Und zu oft gewinne ich
gerade in dieser Diskussion den Eindruck, dass es in erster Linie um inhaltsentleerten Kunstgenuß geht.
Jesu Ratschlag Durch das ermüdende Reden im NOM werden die anwesenden Laien nur von ihren persönlichen
Gebeten abgehalten, dann sollten die anwesenden Laien doch besser dem Rat Jesu folgen und in ihre Kammer
gehen, um dort ihre persönlichen Gebete abzuhalten…
Latein oder Volkssprache ist in der alten M. eigentlich sekundär, denn das Mysterium, der Canon Missae
ereignet sich in der Stille!!!! Durch das ermüdende Reden im NOM werden die anwesenden Laien nur von
ihren persönlichen Gebeten abgehalten, indem sie natürlicherweise versuchen, dem Redefluss zu folgen.
Das ist der wesentliche Unterschied. ?:)
magnificat wissen sie, das schönste magnificat hat eine griechische vorlage, basiert aber auf deren lateinischer
übersetzung, ist in deutscher sprache abgefasst und wird am schönsten mit einer von einem russen komponierten
melodie nach griechisch-mazedonischen stilvorlagen gesungen. und da stellt sich die frage, die volkssprachlichkeit
ist doch sehr bedeutend, aber latein geht auch, wenn man es will, wenn man es versteht (denn verstehen
gehört dazu). soll man also optional auch in latein feiern, kein problem dabei, aber: ich bin draufgekommen,
dass gerade die heißesten verfechter der alten messe und der lateinischen messe am allerwenigsten latein
können und verstehen. bei uns musste sogar voriges jahr einer der wildesten fundamentalisten, der latein
nach altem ritus feiern möchte (wenn er geweiht ist), sein diplomarbeitsthema wechseln, weil – halten
sie sich fest – er hat die lateinischen quellen nicht verstanden!
Werter Bernardone, Es bleibt Ihnen völlig unbelassen, nur in volkssprachliche Messen zu gehen. Das ist
Ihr gutes Recht und hat wohl niemand hier in Frage gestellt. Zum anderen akzeptieren Sie bitte, dass es
aber auch Menschen gibt, die sehr gerne in eine lat. Messe gehen, sei es novus , sei es vetus ordo. Und
eine kleine Bitte am Rand: Generalisieren Sie Ihre eigenen (?) Bildungsdefizite nicht: Es gibt sehr wohl
Menschen, die die Lateinische Sprache verstehen. Auch heute noch!!! Danke, Isidorus Hispalensis.
Latein Also ich werde sicher keine Messe besuchen, die in Latein gehalten wird – einer Sprach, die heute
kein Mensch mehr versteht. Und wenn die Menschen nicht verstehen, was im Gottesdienst gesprochen wird,
dann ist das kein Gottesdienst mehr, sondern eine Aufführung. Ein Gottesdienst wird erst durch die Gemeinschaft
zu einem solchen, nicht durch liturgische Formen. (Latein wurde übrigens nur dadurch zur Kirchensprache,
weil damals mehr Menschen im weströmischen Reich es verstanden als Griechisch, das zuvor Liturgiesprache
war. Und später wurde es beibehalten, um mystische Geheimnisse vorzutäuschen und den Gottesdienst zu
einer magischen Kulthandlung zu entleeren.)
@athanasius 1) Wenn sie in 1 Sam nachgelesen hätten würden Sie wissen, dass man sowas nicht als Argument
verwenden sollte. 2) Wieviele Priester und welche Ministranten was machen ist doch sowas von egal (zumindest
bei den Minis), Sie glauben doch nicht etwa in ihrem sturen Konformismus, dass das etwas an der Realpräsenz
ändert? ISt es nicht anmaßend zu glauben, dass Christus nicht präsent ist, wenn die Menschen was falsch
machen? Sie haben scheinbar die Grundlinien der christlichen Botschaft nicht verstanden – und schon gar
nicht die beiden Dimensionen der Liturgie. 3) Dass diese Tradition des Versteckens keine sinnvolle ist,
werden Sie wohl eingestehen müssen – oder wie wollen Sie diese begründen, nur weil es Tradition war,
oder wie? 4) Schön dass Sie mich am liebsten exkommunizieren möchten, aber dafür sind sie leider nicht
zuständig. Ich habe nicht vor hier irgendetwas zurückzunehmen. Dass die Priester das „Opfer“ (wie sie
sagen) an Christi statt vollziehen, bedeutet noch lange nicht, dass sie seine Stellvertreter sind. Wer
den Priestern diese „Gewalt“ zubilligt, der hat mit der Reinkarnation etwas zu weit ausgeholt – ob das
katholisch ist oder nicht ist wurscht, es ist einfach ein Blödsinn – Bibel lesen, dann wissen!
@Jotam Wenn Sie nicht glauben, dass der Priester in persona Christi capitis handelt in der Heiligen Messe
und dort also leiblich und geistlich Jesus Christus in sakramentaler Weise vertritt, haben Sie weit unten
aufgehört römisch-katholisch zu sein. Es sei denn, Sie haben es so nicht gemeint und nehmen Ihre Aussage
zurück oder korrigieren diese.
@ jotham 1) Was die Orthodoxen machen ist mir egal Ihr gutes Recht – man kann seine eigenen Standpunkte
nicht immer dadurch argumentieren, dass man sagt „die habens auch so“ (siehe 1 Sam). Wie Sie richtig sagen,
es ist ein Argument. Aber zur Entscheidungsfindung gehören viele Argumente pro et contra. Ausserdem schaut
der Priester niemandem in die Augen, denn dazu müsste diese Person schon direkt vor dem Volksaltar stehen.
Meinen Sie dies wirklich ernst? Wieviele Priester schauen denn wirklich bei der Wandlung nur auf die Spezies
und wieviel Ministranten schauen auf diese bei der Elevatio? Hier geht es nicht um irgendein den Menschen
mystisch enthobenes Geheimnis, hier geht es um eine Realpräsenz – und dies verhindert schon jegliche
abgehobene Spiritualisierung Völlig d’accord von wegen „alles ganz geheim und unverständlich, daher
am besten gleich hinterm Vorhang und ja nicht zu sehen…“ Ich weiß, dass das v.a. orthodoxe liturgische
Tradition ist,… Warum nur orthodoxe und nicht auch römisch-kath. Tradition? Hatten wir nicht bis vor
wenigen Jahren auch die Kommunionbank? 2) Es ist sehr wohl eine Anmaßung zu glauben, man könnte Christus
vertreten… Mit dieser Aussage stehen Sie aber völlig konträr zur Lehrmeinung und zum Patrimonium:
Der Priester bringt an Christi statt als Alter Christus das Opfer dar.
@athanasius 1) Was die Orthodoxen machen ist mir egal – man kann seine eigenen Standpunkte nicht immer
dadurch argumentieren, dass man sagt „die habens auch so“ (siehe 1 Sam). Ausserdem schaut der Priester
niemandem in die Augen, denn dazu müsste diese Person schon direkt vor dem Volksaltar stehen. Hier geht
es nicht um irgendein den Menschen mystisch enthobenes Geheimnis, hier geht es um eine Realpräsenz –
und die Tatsache, dass diese so genannt wird, verhindert schon jegliche abgehobene Spiritualisierung von
wegen „alles ganz geheim und unverständlich, daher am besten gleich hinterm Vorhang und ja nicht zu sehen…“
Ich weiß, dass das v.a. orthodoxe liturgische Tradition ist, aber das ist kein Argument, diesen biblisch
nicht argumentierbaren Mysterienquatsch zu begründen. 2) Es ist sehr wohl eine Anmaßung zu glauben,
man könnte Christus vertreten. Dass der Priester in der liturgischen Tradition diese Rolle einnimmt,
ist klar, aber dass ihm diese Rolle zurecht zukommt (man vergleiche diese mit den Traditionen der Urkirche)
ist mehr als fraglich. Quintessenz: Die Liturgie mag in dieser Form ihre Traditionen haben. Worum es hier
geht ist die „Alte Messe“ und das sie ja so toll ist. Ich hätte gerne einmal aus der Bibel belegt, wie
man diese Geheimniskrämerei, die dort geschieht, denn belegen will?
@jotham …- da der Priester aber kein Zauberer ist, der die Hostie in Fleisch und den Wein in Blut Christi
verwandelt, stellt sich mir die Frage: Fühlt sich der inkanierende Gott/Christus denn dadurch gestört,
dass diese Zeremonie hin zum Volk vollzogen wird? …Die Eucharistie ist bei Weitem keine Zauberei…
Und einen Showmaster spielt er dabei wirklich nicht – den spielt er nur, wenn er von sich selbst glaubt,
als Priester Jesus zu vertreten. 1.Konzentration: Können Sie sich konzentrieren, wenn Sie jemandem ins
Auge schauen oder nehmen Sie nicht doch ein wenig Abstand dafür. Warum ziehen sich die Griechen hinter
den Ikonostas zurück, wohl um das Geheimnis zu wahren, jenes Mysterium des fleischgewordenen Logos. 2.
Ich bin völlig Ihrer Meinung, daß der Priester kein Zauberer ist, denn er bringt das Opfer ja als Alter
Christus an Christi statt da. 3. Dies steht aber im Gegensatz zu Ihrer Aussage, der Priester würde den
Showmaster nur spielen, wenn er von sich selbst glauben würde, Christus zu vertreten.
Also ich verstehe nicht ganz… …warum man um die Messe im alten Ritus so viel Geschrei macht. Zum einen
ist sie ja nie verboten worden. Zum anderen scheint es so, als wolle man den alten Ritus für alle verbindlich
machen wollen. Das dürft in vielen Pfarreien wohl großen Unmut hervorrufen. Ich schlage daher vor, daß
man einen Kompromiß findet. Man geht auf den örtlichen Priester und Pfarrgemeinderat zu und stößt
eine Diskussion an, daß im Kirchenkalender eine Messe im alten Ritus für Interessierte angeboten wird,
z.B.: einmal im Monat. Die meisten Pfarreien und Seelsorgeeinheiten verfügen ja meistens auch über mehrere
Gotteshäuser in verschiedenen Größen. Der Glanz und die Festlichkeit des alten Ritus wird dann sehr
schnell mehr Leute anziehen. Dementsprechend kann man dann auch den Gottesdienst häufiger anbieten, oder
in die grössere Kirche des Ortes ziehen. Das Problem, das ich in einigen Fällen beobachtet habe, ist
jedoch ein ganz anderes: Dass nämlich jüngere Priester nicht mehr in der Lage sind, eine alte Messe
in lateinischer Sprache zu halten.
@Babylon, aschera Toll, was Sie so alles wissen… Wäre nur schön, wenn es wenigstens noch ein bißchen
was mit dem Thema zu tun hat. Homo-artikel gibts doch woanders schon mehr als genug! Ewig lebe die alte
Messe!!!
Homosexualität im Mittelalter mal so allgemein: Es gibt ein schönes Gedicht eines Klerikers aus Verona
im 9.Jh., an einen Jugendlichen, den ein Nebenbuhler ihm entführt hatte. Baudri v. Borgeuil, später
Erzbischof (um 1100), schreibt, daß er Liebesverse sowohl an Mädchen und Jungen geschickt habe. Marbod,
später Erzbischof v. Rennes (um 1100), schreibt, daß er mit beiden Geschlechtern intim war. Alles in
schönen lat. Versen. Die Reihe ließe sich fortsetzen. Zu dieser Zeit war gerade im hohen Klerus eine
große erotische Unbefangenheit anzutreffen. Homosexualität war zwar irgendwie Sünde, aber auch wieder
irgendwie geschützt durch die antike Kultur und Mythologie. Schon der im Mittelalter hochverehrte Ovid
hatte ja geschrieben: „Sei’s ein Knabe, sei’s ein langhaariges Mädchen“
@palestrina Zuviele Motteten gehört? 1) Ihre Annahmen und Ausführungen über das Mittelalter sind doch
etwas eigenartig. Woher wollen Sie denn wissen, was wer verurteilt hat? Haben Sie irgendwo eine Quelle
über Homosexualität gefunden? Wenn ja, wo? Und woher nehmen Sie überhaupt ihr so fundiertes, genaues
Wissen über die Lebensbedingungen- und Umstände im Mittelalter? 2) Zum Thema zwei knappe Sätze, die
nicht pauschal gemeint sind sondern eine Allgemeintendenz deutlich machen wollen. Das ist als würde man
sagen: Das ist nicht böse gemeint, aber manchmal muss ich etwas böses sagen. Oder: Es ist nicht überall
so, aber eigentlich schon überall. Die Konstruktion über „pauschal“ und „Allgemeintendenz“ (so vorsichtig
letzteres Wort klingt) ist letztlich sinnlos, denn Sie meinen sehr wohl, dass das pauschal gilt. 3) Wieder
dieselbe Frage: Woher wissen Sie wie viele Leute die Intention der alten Messe verstanden haben, wieviele
nicht, wieviele die neue verstehen, wie viele nicht, wer überhaupt nie etwas verstanden hat, ob es an
der Sprache liegt, ob an der Zeit? Also ich kann Ihnen versprechen: Ihre verklärte Sich über die Vergangenheit
in Ehren, aber die alte Messe wurde bei weitem nicht vom Großteil der Menschen verstanden – in unserem
Ort wurde sie bis vor 10 Jahren (mit kleinen Änderungen) gelesen und keiner verstand irgendwas. So viel
dazu.
Konzentration Wenn Sie meinen, das „Gelingen“ einer Eucharistie hinge davon ab, wie sehr sich der Priester
darauf konzentriert (und das kann er nach Ihrer Aussage nur ausreichend, wenn er das Volk nicht ansehen
muss – wieso, macht es ihn nervös?) – da der Priester aber kein Zauberer ist, der die Hostie in Fleisch
und den Wein in Blut Christi verwandelt, stellt sich mir die Frage: Fühlt sich der inkanierende Gott/Christus
denn dadurch gestört, dass diese Zeremonie hin zum Volk vollzogen wird? Und: Hätte er es selbst gerne
so gehabt, dass der Priester sich mit dem Gemeimnis, dass er uns lt. kirchlicher Lehre „offenbart“ hat
und in der Eucharistie noch immer offenbart, irgendwo in ein stilles Kämmerchen zurückzieht? Die Eucharistie
ist bei Weitem keine Zauberei. Deswegen ist es für ein „Gelingen“ völlig wurscht, ob der Priester zum
Volk steht oder nicht – diese Variante ist einfach nur jene, die das „Geheimnis“ der Liturgie nicht versteckt.
Und einen Showmaster spielt er dabei wirklich nicht – den spielt er nur, wenn er von sich selbst glaubt,
als Priester Jesus zu vertreten.
@ jotham Liturgieverständnis daß er sich am Volksaltar als Showmaster produziert. Nanana. Da versteht
wohl jemand die Liturgiekonstitution nicht. Lieber „Hacki“, was genau ist der Sinn eines Volksaltares
und mit welcher Begründung würden Sie (aus der Grunderzählung der Eucharistie, dem letzten Abendmahl)
diesen Ablehnen? Dass Jesus den Jüngern den Rücken zugewandt hat? Showmaster ist die feinere Form. Ich
meinte zu einem Priester einmal, ein chirurgisch tätiger Arzt sei ihm gegenüber im Vorteil, da er sich
auf die Mysterien der Operationskunst konzentrieren könne, Assistenzen und Instrumentaria habe. Er jedoch
müßte den „Kasperl“ zum Volke machen und habe statt Assistenzen eben Konzelebranten sowie den Vorsitzenden
des Liturgiebeirates seiner Pfarre. Und der Letztere hat sicher einen Kurs in Liturgie und in Regiearbeit
Jesus hat den Jüngern beim letzten Abendmahl sicher nicht den RÜcken zugekehrt. Aber, da alle auf einer
Seite der Tafel zu Tische lagen, hat Er ihnen auch sicher nicht in die Augen geschaut.
Freude über diese Aussage Ich freue mich sehr über die Aussage dieses Kurienbischofs. Wann es jedoch
soweit sein wird ist scheinbar aber noch nicht abschätzbar. Beten wir um die allgemeine Zulassung dieses
altehrwürdigen Ritus der hl. röm. kath. Kirche. ?:)
@aschera doch, alle die von Ihnen aufgezählten Sachen gab es auch im Mittelalter. Nur wäre niemand darauf
gekommen, Abtreibung ein Frauenrecht zu nennen, Homosexualität normal zu finden und Sexualstraftäter
damit zu entschuldigen, dass sie eine schwere Kindheit gehabt hätten. Das ist der Unterschied. Zum Thema
zwei knappe Sätze, die nicht pauschal gemeint sind sondern eine Allgemeintendenz deutlich machen wollen.
Vor der Lituriereform haben viele nicht jedes Wort verstanden, aber alle hatten begriffen, dass die Messe
die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers ist. Heute verstehen alle jedes Wort aber nur ganz wenige begreifen
noch, dass die Messe die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers ist. Komisch, was?
sollte es tatsächlich wieder aufwärts gehen Die kleine Gemeinde der Rechtgläubigen Katholiken wartete
schon 1962 darauf, daß das V2 sich doch wieder rückbesinnt. Zur Anbetung des Kreuzesopfer Jesus Christus.
Das schließt selbstverständlich mit ein, daß die Priester als Vermittler zwischen der Gemeinde und
dem Allerheiligsten zu eben jenem gewand die hlg. Liturgie aufopfern. Wir werden es als vielleicht doch
noch erleben, daß Gott allein in der Kirche die Ehre gebührt – von der Gemeinde und den Priestern. Dann
besteht ja auch Hoffnung, daß Gott sich den von IHM so geliebten Seelen wieder zuwendet. Was für eine
übergroße Gnade! Gelobt sei Jesus Christus!!
@Exotik und Nostalgie jaja, die gute alte Zeit, da war früher immer alles besser! Eine besonders tolle
Zeit war das Mittelalter: Es gab keine Homosexuellen (und wenn mir jemand das Gegenteil beweisen will,
verlange ich sofort, dass er mir eine repräsentative Statistik oder andere Beweise wie Photos, Filmaufnahmen
oder zumindest Radiointerviews vorlegt) Es gab keine Abtreibungen (und wenn jemand etwas anderes behauptet,
dann will ich bitte, dass er mir zeigt, in welchem mittelalterlichen Handelsregister er eine Abtreibungsklinik
verzeichnet sieht). Es gab keine pädosexuellen Handlungen (und wenn jemand etwas anderes behauptet, dann
soll er mir bitte die Internetpostings vorlegen, in denen Leute solche Handlungen oder die Neigung dazu
eingestanden haben). Es gab keine wüsten Beschimpfungen und Anfeindungen (oder kennt jemand eine Internetseite
aus dem Mittelalter, auf der jemand beflegelt worden wäre?). Und, was das schönste ist, es gab eine
einheitliche Liturgie, die nirgends nie anders gefeiert wurde. Es gab nichteinmal Priester mit S-Fehler
oder Akzent. (Wer mir ein Audio- oder Video-File schickt, dass das Gegenteil beweist, bitte …) Kurzum:
Diese nostalgischen Neigungen zeugen nur von Naivität (im besten Fall)!
@Romulus Nimm es mir nicht übel, aber was bei euch Tradis verkehrt, sind liturgisch interessierte und
versierte Gläubige und nicht die ganz normale ungefilterte katholische Durchschnittsgemeinde. Wenn einen
was wirklich interessiert, dann liest man doch gerne was drüber, oder? Für mich bedeutet dies, dass
die Gläubigen sich mit ihrem Glauben beschäftigen, genau das, was die Amtskirche immer mehr zu zerstören
weiß… (u.a. weil man denkt: Jetzt ist die Sprache deutsch, jetzt versteh’ ich alles. Von wegen!) Es
gibt bei uns aber genauso welche, die ohne Schott mitfeiern; sie sind aber trotzdem tiefer und andächtiger
dabei. Manche Katholiken haben noch nicht mal mehr ein Gesangbuch, da fängst du mit nem Schott an. Das
ist doch das reinste Armutszeugnis. Wer sich für den Glauben interessiert und ihn lebt, der hat doch
bitte auch die entsprechende Literatur parat und engagiert sich damit. Warum soll denn das Evangelium
und die Lesung auf lateinisch vorgelesen werden und „alle“ lesen deutsch mit. Kann man es doch gleich
deutsch vorlesen. Das stimmt, wird auch z.T. so gemacht (z.B. in Stillmessen), außerdem werden Lesung
und Evangelium vor der Predigt immer auf deutsch wiederholt. Der Schott spielt aber v.a. bei den ganzen
Orationen und dem Canon eine wichtige Rolle, um diese/n verfolgen zu können.
Exotik und Nostalgie Das Interesse an der alten Messe ist meiner Meinung nach von zwei Motiven getragen,
die konservativen Kirchenkreisen, die in dieser Form zelebrieren, die selbe Art von Zustrom bescheren,
wie sie auch New Age, Esoterik und Sekten haben: Das Interese am Exotischen, am nicht alltäglichen und
gewöhnlichen auf der einen Seite und das Interesse an Nostalgie, Altertümlichkeit und geheimnissvollen
Zeiten wie das Mittelalter. Beide überlappen sich natürlich, weil das Interesse am Alten oft auch von
der Neugier auf Exotisches getragen ist. Gepaart mit den klaren und deutlichen Moralvorgaben der willkürlichen
Deontologie dieser Kirchenkreise und einigen Jenseitsvertröstungen ergibt das außerdem noch ein wunderbares
Rattenfängerschema.
@ Frasim @Aragorn Die Gläubigen sind viel tiefer und aktiver dabei als im NOM, kennen sich meist in der
kath. Lehre umfassender aus und verfolgen (auch die Stillmessen!) mit ihrem Schott- Messbuch rege mit.
Nimm es mir nicht übel, aber was bei euch Tradis verkehrt, sind liturgisch interessierte und versierte
Gläubige und nicht die ganz normale ungefilterte katholische Durchschnittsgemeinde. Manche Katholiken
haben noch nicht mal mehr ein Gesangbuch, da fängst du mit nem Schott an. Warum soll denn das Evangelium
und die Lesung auf lateinisch vorgelesen werden und „alle“ lesen deutsch mit. Kann man es doch gleich
deutsch vorlesen. @Aragorn Erst mal fände ich es gut, wenn Sie die Groß- und Kleinschreibung der deutschen
Sprache beachten würden. Das würde die Lesbarkeit enorm erhöhen. Auch im NOM ist nicht alles erlaubt.
Missbrauchen kann man nicht nur den NOM sondern auch die Tridentinische Messe. Von festen Regel, die Sie
für die Litrugie anpreisen, scheinen Sie selbst nicht allzuviel zu halten, wenn ich an Ihr Kleinschreiben
denke. IchschreibedochauchnichtalleszusammenumwenigerArbeitbeimTippenzuhaben.
Liturgieverständnis daß er sich am Volksaltar als Showmaster produziert. Nanana. Da versteht wohl jemand
die Liturgiekonstitution nicht. Lieber „Hacki“, was genau ist der Sinn eines Volksaltares und mit welcher
Begründung würden Sie (aus der Grunderzählung der Eucharistie, dem letzten Abendmahl) diesen Ablehnen?
Dass Jesus den Jüngern den Rücken zugewandt hat? Puh, da kommen Sie in eine exegetische Sackgasse oder
besser an eine Klippe. Es geht hier nicht um ach so himmlisch-liturgische Konstruktionen der Tradition,
sondern um das Wesentliche: Ein Gläubiger soll direkt am Geschehen die Eucharistie mitvollziehen können –
weil auch die Jünger das getan haben, und schließlich maßen wir uns an, die Nachfolger dieser Urchristen
zu sein. Ich bin dafür, jedem das Seine zukommen zu lassen, und wenn jemand meint, dass er die „alte
Messe“ unbedingt braucht, dann soll er doch hingehen. Einen allgemeinen Rückschritt fände ich aber nicht
mal mehr bedenklich, sondern schon eine handfestie Idiotie.
zum Thema Es gibt tatsächlich einige junge Geistliche, die die alte Messe entdeckt haben, das ist nicht
zu leugnen. Und das sind dann nicht gleich Piusler, sondern es gibt GottseiDank auch noch andere traditionelle
Gemeinschaften (FSSP, SJM, IPN, ICRSP,…) in der vollen Einheit mit Rom (jaaa, stellt euch vor, auch
bei uns Tradis gibts Abstufungen…)! Bedenkt man, dass die Möglichkeiten, mit der alten Messe in Berührung
zu kommen, recht dünn gesät sind, so sind es doch relativ viele junge Interessierte. Aufgrund ihres
jungen Alters haben diese die alte Liturgie nicht von Kindesbeinen an sondern komplett neu für sich entdeckt,
was auch für die Messe an sich spricht. Und von wegen, es verstehe niemand, was dort gebetet und gelesen
wird. Die Gläubigen sind viel tiefer und aktiver dabei als im NOM, kennen sich meist in der kath. Lehre
umfassender aus und verfolgen (auch die Stillmessen!) mit ihrem Schott- Messbuch rege mit. Allen, die
sich hier so über die trid. Messe aufregen, lege ich einen persönlich Besuch einer solchen nahe, um
selbst vom Mysterium fidei ergriffen zu werden und zu erkennen, was für einen Schatz die kath. Kirche
fast verloren hätte
mit verlaub, romulus! Mit Verlaub, Romulus! Es ist viel anspruchsvoller, die alte liturgie zu zelebrieren,
als die neue. die neue liturgie kann jeder nach eigenem gusto zelebrieren, da es hier kaum verbindliche
regeln gibt im gegensatz zur alten liturgie. und auch in der alten liturgie gibt es ja die predigt, die
vorbereitet werden muss. der vorteil der alten liturgie besteht ja gerade darin, dass man sie nicht immer
wieder neu erfinden muss, sondern dass sie nach festen regeln abläuft. es gibt tatsächlich im jungen
klerus eine gewisse renaissance des alten ritus. die leute finden schon ihre möglichkeiten, diesen ritus
zu erlernen. die abneigung gegen die tridentinische liturgie gibt es bei den priestern, die zur zeit des
V II geweiht wurden.
Naja, erst mal abwarten Erzbischof Ranjith bemerkte, daß viele junge Priester den Alten Lateinischen
Ritus zelebrieren wollten. Mit Verlaub, aber das halte ich für ein Gerücht. Diese jungen Priester, die
es kaum noch gibt, haben nie die „Alte Liturgie“ kennengelernt und sind damit nicht groß geworden. Wie
wollen die sich ein einigermaßen konkretes Bild machen? Ich denke mal, die wollen die Alte und die Neue
Messe. Ihr Eintreten für die alte Liturgie ist klerikale Schwärmerei, sonst nichts. Dann müssen sie
ihre Gottesdienste noch weniger vorbereiten als sie es ohnehin schon tun… „Ist ja eh alles lateinisch
und keiner versteht was und lesen habe ich ja gelernt…“, so denken die.
Wesensfrage :)3 Daß viele (fromme) jüngere Priester sich für die alte Messe interessieren stimmt tatsächlich.
Es ist ja auch eine Zumutung, von einem Mann, der deswegen ehelos lebt, damit er ein intensiveres (Gebets)Leben
führen kann, zu verlangen, daß er sich am Volksaltar als Showmaster produziert. Seit ich die Alte Messe
entdeckt habe, ist mir klar, dass diese mit der Bugnini-Messe vom Wesen her überhaupt nichts gemeinsam
hat, egal, ob sie von ein Petrus- oder Piusbruder zelebriert wird.
#12 Bernardin † 17:18:18 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Pünktchen… Wenn Sie offen und ehrliche wären, dann würden Sie Ross und Reiter nennen, also genau
den Namen der Abtei! Aber hier bei KREUZ.NET geht es ja nicht um Wahrheit, sondern nur um Polemik, um
ein aufgeblasenes Getue. Hier können sehr merkwürdige Typen ihre Unchristlichkeit und ihre Parolen zur
Schau stellen!
@ Babylon Da darf man wohl von ausgehen. Und fragt mal in St.Georgen in Frankfurt nach (priesterseminar
für die norddt. Bistümer). Da mit Sicherheit auch keiner. Die haben dafür die Möglichkeit zum Besuch
der Göttlichen Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos. Dass die Absolventen von St. Georgen liberal wären,
kann übrigens nicht festgestellt werden.
Pünktchen Doch „Lefebvisten“, denn auf deren geistigem Komposthaufen ist der Artikel wohl gewachsen,
egal wer jetzt nun welche Äußerung getan hat. Das Herauspicken von Aussagen von ansonsten „modernistischen“
Bischöfen, die man ganz gut für die eigene Propaganda gebrauchen kann, ist doch schon echte FSSPX-Tradition.
Diakon Golatz aus Linz ist nicht scharf auf die Alte Messe! Da darf man wohl von ausgehen. Und fragt mal
in St.Georgen in Frankfurt nach (priesterseminar für die norddt. Bistümer). Da mit Sicherheit auch keiner.
the lord wants us Die jungen Priester wollen die alte Messe? Glaub ich nicht! Die jungen Priester im kreuz.net-Umfeld
wollen die alte Messe? Glaub ich sofort! Doch da frag ich mich: Warum wollen Sie das? Wie sind sie dazu
gekommen? Ich mutmaße mal, so wie normale Leute zu ihrem Schnupfen: durch Ansteckung!
Parolendrescherei der Spalter Die neue Generation – besonders die heranwachsenden Priester – wollen die
„nie verbotene“ Alte Messe. Typische Parolendrescherei der Lefebvristen. Im Endeffekt zielen Artikel wie
diese doch nur darauf, die sogenannte „alte“ Messe gegen die sogenannte „neue“ Messe auszuspielen und
so den Keil zwischen Katholiken tiefer zu treiben.
traumaturgos Wenn Sie vom Studium her Leute kennen, die inzwischen „auch schon“ Bischöfe sind, dann liegt
ihr Studium sicher schon um mehr als ein Jahrzehnt zurück! Von Ihrer Generation ist hier nicht die Rede!
Ihre persönlichen Begenungen mit irgendwelchen Einfaltspinseln sind wohl auch nicht ganz verallgemeinerungsfähig,
oder?
#3 thaumaturgos 16:33:20 | Donnerstag, 29. Juni 2006
ich kenn allein studium her leute die nun in aller welt priester und zt auch schon bischöfe sind, da
wollte das nie eineraber träumt weiter … die KATHOLISCHE MESSE ordentlich gefeiert ist sehr gut und,
feiert die tridMesse auf deutsch und euch tradis laufen die schäflein weg plötzlich verstehen sie was
da gesagt wird, um himmels willen … wie sagte in amerika einer zu mir, der nachmittags um 14h seine
LATEINISCHE komplet betete. ich fragte, ob er denn nicht wisse dass das ein abendgebet sein, darauf er:
father says the LOrd wants us to pray latin, we do not need to understand … naja, schöne alte zeit
Die jüngeren Priester An einer der größten Benediktinerabteien in Deutschland kann man dieses Generationenphänomen,
das Erzb. Ranjith beschreibt, sehr wohl wahrnehmen. Wie ich von dort weiß, sind es gerade die jüngeren
Mönche, die der alten Messe gegenüber offen sind. Auch die liturgisch traditionelle Benediktinerabtei
St.Madeleine in LeBarroux wird häufig von den jüngeren Benediktinern aus allen Teilen der Welt besucht,
die dort die „alte Messe“ in ihrer Schönheit und Würde im benediktinisch-monastischen Rahmen erleben
wollen.
Aha, wollen die das? Die neue Generation – besonders die heranwachsenden Priester – wollen die „nie verbotene“
Alte Messe. Aha. Wollen die das? Und weil es ein paar Levfebristen wollen, ist es gleich die Meinung des
ganzen Klerikernachwuchses? Irgendwie sehr pauschal, oder?