USA
Was ist ein moderater Bischof?
Im April schickten einige Gläubige der US-Diözese Orange im Bundesstaat Kalifornien einen Brief an ihren Bischof. Der Beginn des Schreibens.
(kreuz.net) Es ist uns bekanntgeworden, daß es Sie, Exzellenz, Ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht haben, daß viele Laien in der Diözese Orange mit ihrer Leitung unzufrieden sind.

Als Katholiken, welche die Autorität von Papst Benedikt XVI. respektieren, um die Lehre der Kirche wissen und sich bemühen, dem Lehramt treu zu sein, ist uns unsere Diözese ein großes Anliegen.

Dieser Brief soll dazu dienen, Ihnen die Gründe für unsere äußerste Enttäuschung über ihre Amtsführung als Bischof dazulegen.

Bevor Sie zum Bischof unserer Diözese ernannt wurden, gaben Sie am 1. Juli 1998 ein Interview mit der Tageszeitung ‘Orange County Register’, in dem Sie sich Ihrer neuen Herde vorstellten.

Im Titel des Artikels wurden Sie als ein Bischof vorgestellt, der kirchenpolitisch zum Mittelfeld gehört. Im Untertitel wurde gesagt, daß Sie in ihrer früheren Diözese populär gewesen seien und daß Ihre „gemäßigten Ansichten“ nur einige gestört hätten.

Wir waren enttäuscht zu lesen, daß Sie sich in diesem Interview selber als „moderat“ bezeichneten.

War Christus „gemäßigt“, Bischof Brown? Stellte er sich seinen Jünger als „irgendwo zum Mittelfeld gehörig“ vor?

Wir hoffen, daß sich Ihre Gemäßigtheit nicht auf die Treue zu Christus und zur kirchlichen Lehre bezieht.

Im gleichen Interview erwähnten Se unter Ihren Erfolgen den persönlichen Aktivismus auf dem Gebiet der Homo-Rechte.

Im Artikel heißt es: „Er scheute nicht den Konflikt, um sich für Zivilrechte Homosexueller einzusetzen.“

Oder: Einmal waren einige verärgert, weil Bischof Tod Brown sich weigerte, im US-Bundesstaat Idaho eine Anti-Homo-Initative zu unterstützen.

Der Bischof erklärte damals, daß dies zu einer „Haltung der Intoleranz und Feindschaft gegen homosexuelle Bürger geführt hätte“.

Für uns sind solche Informationen bedeutungsvoll.

Sie sind sich sicher bewußt, daß der erste Eindruck wichtig ist. Indem Sie uns bei ihrer Einführung wissen ließen, daß die Homosexualität ein Thema ist, das ihnen wichtig ist, offenbarten Sie uns – vielleicht mehr als Sie wollten – die Richtung, in die Sie uns führen wollen.

Seit Jahren sehen wir, wie eine Gruppe elitistischer Opponenten versuchen, die kirchliche Lehre in der Diözese Orange zu zersetzen. Es erschreckte uns, zu sehen, daß diese Opponenten vor Freude tanzten, als Sie von Papst Johannes Paul II. als Nachfolger bestimmt wurden.

Sie können sich unsere Enttäuschung vorstellen, als wir hörten, daß unser neuer Bischof sich selber nicht als einen Gläubigen, sondern als einen Mittelfeld-Aktivisten für Homo-Rechte bezeichnet.
      
7 Lesermeinungen
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#7   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   17:17:29 | Montag, 3. Juli 2006
@aschera
Also, ich bin dafür, dass man diesen Bischof absetzt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass unsere Diözese ihn dann haben kann!
Sie können ihn ja mal fragen, ob er sich freiwillig versetzen lässt … (ich hoffe, in ihrer diözese versteht man kaugummi-im-mund-englisch).
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#6   Gunsenum   08:47:25 | Montag, 3. Juli 2006
Wer zu spät kommt…
Man beachte nebenbei den AKTUALITÄTSWERT der Nachricht…kreuznet hat es immerhin schon geschafft, den Artikel im April, im Mai und im Juni nicht zu bringen! Respekt vor der Aktuaöität der „katholischen“ Nachrichten!
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#5   aschera   08:39:03 | Montag, 3. Juli 2006

wer ist „sie“, „ihr“?!
naja, Neue Deutsche rechtschReibung!
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#4   Bonjour   06:44:43 | Montag, 3. Juli 2006
Rätsel
„Wir hoffen, daß sich ihre Gemäßigtheit nicht auf die Treue zu Christus und zur kirchlichen Lehre bezieht.“
„Im gleichen Interview erwähnten sie unter ihren Erfolgen den persönlichen Aktivismus auf dem Gebiet der Homo-Rechte.“
Nur zwei beispielhafte Ausschnitte aus dem an den Bischof gerichteten Brief, nicht wahr? Gut. Aber von wem ist denn darin die Rede: wer ist „sie“, „ihr“?!
:-P
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#3   Aragorn   15:32:48 | Sonntag, 2. Juli 2006
moderner bischof
ist doch ein typisch moderner nachkonziliarer Bischof. Jeder bekommt, was er verdient. Mit solchen Bischöfen, die sich zu Fürsprechern für die unterdrückten Schwulen machen, brauchen wir uns um den Untergang der Kirche keine Sorgen mehr zu machen. Mehr noch: Mit solchen Bischöfen braucht es auch keiner äußeren Feinde mehr. Besser wären 10 Divisionen der Freimaurer, die die Kirche mit Panzern und Raketen angriffen als solche Weicheier von Bischöfen, die man bestenfalls nur noch des hohen Amtes respektieren kann, dass sie (Gott sei’s geklagt!) :-( innehaben. :-(
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#2   Gotthard   15:20:56 | Sonntag, 2. Juli 2006
8 Jahre später
8 Jahre Übersetzungsarbeiten habe kein gutes Ergebnis erbracht… sonst hoch aktuell!
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#1   aschera   15:16:10 | Sonntag, 2. Juli 2006
Recht so!
Also, ich bin dafür, dass man diesen Bischof absetzt. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass unsere Diözese ihn dann haben kann!
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