11:15:11 | Donnerstag, 29. Juni 2006
Eine Gruppe rechtsextremer Rabbiner, die im vergangenen Juli den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon verflucht hat, ist erneut in Aktion getreten.
(kreuz.net, Jerusalem) Radikale Rabbiner haben nach eigenen Angaben eine religiöse Verfluchung des israelischen
Premierministers Ehud Olmert veranstaltet.
Das berichtete die Webseite ‘israelnetz.de’ gestern mit Bezug
auf den israelischen Fernsehsender ‘Canal 10’.
Die traditionelle Zeremonie heißt auf aramäisch „Pulsa
denura“ – Feuerpeitsche. Sie ist ein Fluch, dessen Ursprünge auf die kabbalistische Mystik zurückgehen.
In der Zeremonie, die den Verfluchten innerhalb eines Jahres zu Tode bringen soll, werden „Engel der
Zerstörung“ angerufen, damit sie dem Verfluchten seine Sünden nicht vergeben, ihn töten und alle im
Alten Testament genannten Flüche auf ihn kommen lassen.
Das erste Mal machte dieser Ritus in Israel
vor elf Jahren Schlagzeilen.
Damals wurde er gegen den damaligen Regierungschef Jitzhak Rabin († 1995)
abgehalten. Rabin wurde kurze Zeit später von einem Studenten ermordet.
Im Juli 2005
verfluchte eine
Gruppe um einen Rabbiner namens Josef Dajan den damaligen Premierminister Ariel Scharon, weil er einem
teilweisen Truppenabzug aus der Westbank und dem Gaza-Streifen zugestimmt hatte.
Kein halbes Jahr später
erlitt Scharon eine schwere Hirnblutung. Seitdem liegt er in einem Pflegeheim im Koma.
Die jüngste Feuerpeitsche
wurde am vergangenen Sonntag auf dem Herzl-Berg in Jerusalem geschleudert.
Dazu versammelte sich eine
Gruppe neben dem Grab des früheren extremistischen Tourismusministers Rehavam Seevi, der im Oktober 2001
von palästinensischen Extremisten ermordet worden war.
Nach Angaben des Fluchkommandos wurde bereits
am Vortag an einem anderen Ort ein ähnlicher Ritus abgehalten.
„Die Zeremonie fand genau ein Jahr nach
der Zeremonie für Ariel Scharon statt“, sagte einer der Teilnehmer:
„Wenn – was Gott verhüten möge –
Olmert sein Amt weiterführt, werden wir einen hohen Preis zahlen.“ Olmert sei ein „Schuft“.
Man hätte
die Feuerpeitsche schon vor einem halben Jahr schleudern sollen, erklärte der Teilnehmer:
„Aber das
ist etwas, was man nicht jeden Tag machen kann“.
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#12
Onan † 00:30:12 | Freitag, 30. Juni 2006
#11
Uwe Schmidt 00:18:14 | Freitag, 30. Juni 2006
#10
Gotthard 22:13:41 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#9
blueberry 21:39:29 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#8
aschera 17:44:54 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#7
chrysant 16:19:33 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#6
Benedikt 14:56:35 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#5
Stimme aus dem Tradiland 14:42:46 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#4
timpressum † 14:06:08 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#3
Rituale Romanum 13:52:41 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#2
ottaviani 12:15:11 | Donnerstag, 29. Juni 2006
#1
Pünktchen 11:52:09 | Donnerstag, 29. Juni 2006