Neuer Todesfluch
Eine Gruppe rechtsextremer Rabbiner, die im vergangenen Juli den damaligen israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon verflucht hat, ist erneut in Aktion getreten.

Das berichtete die Webseite ‘israelnetz.de’ gestern mit Bezug auf den israelischen Fernsehsender ‘Canal 10’.
Die traditionelle Zeremonie heißt auf aramäisch „Pulsa denura“ – Feuerpeitsche. Sie ist ein Fluch, dessen Ursprünge auf die kabbalistische Mystik zurückgehen.
In der Zeremonie, die den Verfluchten innerhalb eines Jahres zu Tode bringen soll, werden „Engel der Zerstörung“ angerufen, damit sie dem Verfluchten seine Sünden nicht vergeben, ihn töten und alle im Alten Testament genannten Flüche auf ihn kommen lassen.
Das erste Mal machte dieser Ritus in Israel vor elf Jahren Schlagzeilen.
Damals wurde er gegen den damaligen Regierungschef Jitzhak Rabin († 1995) abgehalten. Rabin wurde kurze Zeit später von einem Studenten ermordet.
Im Juli 2005 verfluchte eine Gruppe um einen Rabbiner namens Josef Dajan den damaligen Premierminister Ariel Scharon, weil er einem teilweisen Truppenabzug aus der Westbank und dem Gaza-Streifen zugestimmt hatte.
Kein halbes Jahr später erlitt Scharon eine schwere Hirnblutung. Seitdem liegt er in einem Pflegeheim im Koma.
Die jüngste Feuerpeitsche wurde am vergangenen Sonntag auf dem Herzl-Berg in Jerusalem geschleudert.
Dazu versammelte sich eine Gruppe neben dem Grab des früheren extremistischen Tourismusministers Rehavam Seevi, der im Oktober 2001 von palästinensischen Extremisten ermordet worden war.
Nach Angaben des Fluchkommandos wurde bereits am Vortag an einem anderen Ort ein ähnlicher Ritus abgehalten.
„Die Zeremonie fand genau ein Jahr nach der Zeremonie für Ariel Scharon statt“, sagte einer der Teilnehmer:
„Wenn – was Gott verhüten möge – Olmert sein Amt weiterführt, werden wir einen hohen Preis zahlen.“ Olmert sei ein „Schuft“.
Man hätte die Feuerpeitsche schon vor einem halben Jahr schleudern sollen, erklärte der Teilnehmer:
„Aber das ist etwas, was man nicht jeden Tag machen kann“.
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Freitag, 30. Juni 2006 00:30
Onan †: @Pünktchen
Ein solcher Aufruf zur Gewalt wäre in Dtland strafbar, sicher auch, wenn er sich einer religiös verbrämten
Form bediente.
außer der Server steht in Texas
außer der Server steht in Texas
Freitag, 30. Juni 2006 00:18
Uwe Schmidt: Anáthema
wird ja auch mit „Bannfluch“ übersetzt – aber es ist eben nur ein Verbann- und Ausschluss-Fluch, kein Fluch, der einem alles Böse wünscht!
Donnerstag, 29. Juni 2006 22:13
Gotthard: Parallelen
ein Fluch bei rechtslastigen Rabbinern und viele Artikel und noch mehr Meinungen auf kreuz.net … herrlich diese Parallelen zu sehen …
Donnerstag, 29. Juni 2006 21:39
blueberry: Fluch und sowas!
Hat nicht der Papst den armen Heinrich IV. mit dem Bann belegt? Dies hat jahrzehntelange bürgerkriegsähnliche
Zustände in Deutschland nach sich gezogen und Anarchie und Chaos bewirkt.
Ob man das dann Bann oder Fluch nennt, wo ist da der Unterschied?
Irre gibt es überall und diese Rabbis sind eben das jüdische Pendant zu kreuz.net. Sozusagen Brüder im Geiste. Wenn die Rabbis den Sozi Rabin verfluchen, dann verflucht kreuz.net eben stellvertretend den Sozi Willy Brand. Letztlich doch alles das selbe!
Ob man das dann Bann oder Fluch nennt, wo ist da der Unterschied?
Irre gibt es überall und diese Rabbis sind eben das jüdische Pendant zu kreuz.net. Sozusagen Brüder im Geiste. Wenn die Rabbis den Sozi Rabin verfluchen, dann verflucht kreuz.net eben stellvertretend den Sozi Willy Brand. Letztlich doch alles das selbe!
Donnerstag, 29. Juni 2006 17:44
aschera: ganz klar:
Hier wird – wieder mal – die Gleichung „Judentum = fanatischer Extremismus“ aufgestellt. Dieses Urteil ist 1) grundfalsch (das gilt ebenso für den Islam) und 2) von Leuten verfasst, die lieber nicht mit Steinen auf andere werfen sollten.
Donnerstag, 29. Juni 2006 16:19
chrysant: was will kreuz.net…
mit diesem Artikel bezwecken?
Uns zeigen was die richtige Religion ist?
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