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Freitag, 30. Juni 2006 10:52
Diözesanbischof auf Werbetour für die Lefebvristen
Ein evangelischer Pastor wollte in Schweden konvertieren und wandte sich an den Ortsbischof. Doch der sah die Ökumene in Gefahr und ließ den Suchenden weiterziehen – zur Priesterbruderschaft St. Pius X.
Pastor Sandmark ist bei seiner protestantischen Gemeinde sehr beliebt.
Pastor Sandmark ist bei seiner protestantischen Gemeinde sehr beliebt.
(kreuz.net, Paris) Der lutherische Pastor Sten Sandmark und ein befreundeter, lutherischer Theologiestudent werden am 30. Juli in Paris in den Schoß der Mutter Kirche zurückkehren – bei der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Das berichtete der französische Distrikt der Priesterbruderschaft St. Pius X. kürzlich auf seiner Homepage.

Bereits seit rund zehn Jahren pflegt Pastor Sandmark Beziehungen zur Kirche. In dieser Zeit setzte die lutherische Landeskirche ihre Anpassung an die Vorgaben der liberalen Gesellschaft fort.

Im Oktober 2005 brachte die kirchliche Absegnung des Homo-Konkubinates bei Pastor Sandmark das Faß zum Überlaufen.

„Das alles hat mich moralisch verpflichtet, aus der Struktur auszusteigen“ – erklärte der Pastor vor der schwedischen Presse.

Andernfalls würde er sich als Verantwortungsträger mitschuldig machen.

Pastor Sandmark suchte den katholischen Glauben „in seiner Integrität“, „um seine Seele zu retten“.

Er wandte sich mit seinem Wunsch nach einer Konversion an den einzigen katholischen Bischof des Landes, Mons. Anders Arborelius (56), der in Stockholm residiert.

Bischof Arborelius ließ sich vom Anliegen des Lutheraners wenig beeindrucken.

Der Prälat versuchte dem Pastor zu erklären, daß Lutheraner und Katholiken angeblich als Schwesterkirchen parallele Wege zum universellen Christus gingen.

Dem lutherischen Pastor schien es, vom Regen in die Traufe geraten zu sein.

In seiner Gemeinde im südostschwedischen Oskarshamn hält er die lutherische Abendmahlfeier an einem Hochaltar. Er stößt sich auch an der Neuen Messe von Papst Paul VI.

Pastor Sandmark erklärte vor dem schwedischen Fernsehen: „Ich konnte das Luthertum nicht verlassen, um es von der anderen Seite wiederzufinden.“

Bereits im September 2005 kam der Pastor in Kontakt mit einer katholischen Gruppe, die sich ‘Vereinigung der Nationen des christlichen Europa’ nennt.

Diese Vereinigung organisierte auf den Spuren der Heiligen Brigitta von Schweden († 1373) sechs Alte Messen in schwedischen Kirchen, die noch in katholischer Zeit errichtet, aber nach der Reformation protestantisch wurden.

Eine dieser Heiligen Messen fand in der Kirche von Pastor Sandmark statt.

Der Pastor und ein anwesender Theologiestudent waren von der Messe – die von einer französischen Gregorialschola begleitet wurde – zu Tränen gerührt.

Nach der Messe erklärte der Pastor auf Lateinisch: „Extra Ecclesiam nulla salus.“

Die Konversion des Pastors und des Theologiestudenten wird am Sonntag dem 30. Juli während eines Hochamtes in der Pariser Lefebvristenkirche St. Nicolas du Chardonnet stattfinden.

Das Gotteshaus wurde im Jahre 1977 von der Piusbruderschaft mit Gewalt besetzt und wird seither von ihr betreut.

Die beiden Schweden werden bei ihrer Konversion auch bedingungsweise – falls ihre lutherische Taufe ungültig gewesen sein sollte – nachgetauft.

Während des Ritus werden sie den lutherischen Irrlehren abschwören.

Danach wollen beide das Theologiestudium bei der Piusbruderschaft beginnen, um anschließend Priester zu werden.

Der ehemalige Pastor Sandmark möchte später als Missionar in sein Heimatland zurückkehren.
30 Lesermeinungen:
Freitag, 11. August 2006 22:21
Bernardin †: GUTER BISCHOF
Herzliche Gratulation Herr Bischof! Beim Gespräch mit diesem Pfarrer haben Sie sofort erkannt, dass er in Ihre Diözese Unruhe bringen wird! Sie haben erkannt, dass dieser Mann RUECKWAERTSGEWANDT ist, zu den Ewiggestrigen gehört und bereits auf dem Weg nach Econ ist! Ein solcher Priester hätte der Sache Chisti in Ihrer Region nicht gut getan, mehr Schaden angerichtet als Positives aufgebaut!
Dienstag, 4. Juli 2006 12:59
Kardinal Mazzella: Benedikt: für einmal mit Ihnen einig
„Erklären Sie dopch auch mal bei Gelegenheit, warum die FSSPX die Unterordnung unter den Papst verlangt, sich aber selbst dieser Unterordnung entzieht.“

Ihr Hinweis ist zutreffend, denn die Haltung der FSSPX-Oberen ist in dieser Frage deswegen widersprüchlich, weil sie eine Hypothese zu einer Glaubenswahrheit erhebt. Ob man die Konzilspäpste als wahre Päpste anerkennt oder nicht, beides sind Ermessensfragen dh es liegt ihnen die Bewertung eines abwegigen Verhaltens zu Grunde. Ob es dazu ausreicht, demjenigen, der sich für den Papst ausgibt, die Nachfolge des heiligen Petrus abzuerkennen, wird nur ein dem Modernismus nicht anheimgefallener Papst feststellen können. Zweifel an der Rechtmässigkeit der Konzilspäpste zu haben, ist durchaus berechtigt mehr jedoch nicht. Ein berechtigter Zweifel hat jedoch aufhebende Wirkung und gibt einem das Recht auf das zurückzugreifen, was als gesichert gilt und in unserem Falle die vorkonziliare Lehre.
Der Traditionsbegrif der FSSPX ist in keiner Weise hahnebüchen aber dennoch lückenhaft, das heisst es liegt ein Erklärungsbedarf vor.
Dienstag, 4. Juli 2006 11:58
Benedikt: @ „Kardinal“ Mazzella
sie haben überhaupt nichts widerlegt

Widerlegt? Ich hatte nicht vor, irgendetwas zu widerlegen. Die Anhänger der FSSPX haben sich hier wieder mal über die Vorbehalte aufgeregt, die andere gegenüber ihnen und der Bruderschaft entwickeln und ich habe lediglich geschrieben, aus welchem Grund das wohl so sein könnte, nichts weiter.

Das ist kein katholisches Gedankengut, das er vertritt

Natürlich nicht, klar. Außer der FSSPX ist natürlich niemand katholisch. Wenn man die Schriften der Brunderschaftsbischöfe so liest kann man allerdings auch zu einem anderen Ergebnis kommen. Allein der völlig hahnebüchene Tradtionbegriff der FSSPX: Sie suchen sich ein bestimmtes Datum, meinetwegen den 1.1.1951 und erklären fürderhin, dass ab nun keine Änderungen mehr erlaubt seien, da dies der Tradition entspreche. Dieser Traditionsbegriff ist nicht katholisch. In der Kirche waren die Dinge immer im Fluss, Änderungen durch Päpste waren Standard, wovon der Hl. Pius X. locker Zeugnis geben kann. Vor den Pharisäerbischöfen würde er heute sicher keine Gnade finden.

Erklären Sie dopch auch mal bei Gelegenheit, warum die FSSPX die Unterordnung unter den Papst verlangt, sich aber selbst dieser Unterordnung entzieht.
Montag, 3. Juli 2006 00:25
sie haben überhaupt nichts widerlegt und ich empfehle Ihnen die Ratzingers Auffassung von Kirche, Eucharistie und Sünde zu studieren. Das ist kein katholisches Gedankengut, das er vertritt, und wenn Bischof de Mallerais ihn kritisiert, so tut er es in Kenntnis der Sache
Sonntag, 2. Juli 2006 15:06
Athanasius: @Benedikt
Materielle Häresie, die er noch zurückziehen bzw. korrigieren kann, aber! Tissier hat weiteres nicht gesagt.

Es ist in der Tat eine Neurose, vor allem seitens konservativer“ Novus Ordo-Katholiken, die FSSPX von der römisch-katholischen Kirche auszugrenzen, da:

1. Der Hl. Stuhl mehrfach klargesetzt hat, dass es sich nicht um ein formales Schisma handelt, dass die FSSPX-Gläubigen römische Katholiken sind, dass die FSSPX eine interne Angelegenheit ist und bleibt.

2. Man sich ja selber sosehr gegen die vorkonziliaren Lehren bzgl. Religion-Staatsverhältnis „wehrt“, also diese verwirft, dass man sich wirklich fragt, ob nicht die Novus Ordo Katholiken selber vor 1962 eine separate Gemeinschaft in Nachahmung der ALtkatholiken gebildet hätten. Wahrscheinlich nur nicht, weil diese die konservativen, also nicht völlig apostatischen, Novus Ordo-Katholiken den Heiligen Vater als Jemand sehen, der über der Göttlichen Überlieferung steht und seinen Vorgängern straflos widersprechen kann und einfach den Glauben ändern kann, dabei auch noch ohne Sünde ist. Das war vor 1962 ein frommes Missverständnis Gläubiger des heiligen Dogmas von Vaticanum I., jetzt wird es aber zum Verhängnis für die Kirche im Kampf gegen den Relativismus, Modernismus und Liberalismus.
Sonntag, 2. Juli 2006 13:39
Benedikt: @ Dr. Regazzoni
Dass die FSSPX eine Abspaltung von der katholischen Kirche sein soll, ist ein Phantasieprodukt bezw. eine Neurose der V 2 Ideologen.

Angesichts der Interviews, die Mgr. Tissier de Mallerais usw. alle paar Monate geben, genauer gesagt wegen der Inhalte dieser Interviews hat sich die Piusbruderschaft derartige Vorwürfe selber zuzuschreiben. Das Selbstmitleid, mit dem einige FSSPXler die Vorwürfe betrachten ist lachhaft. Hinterher jubeln sie wieder ihrem Weihbischof zu, weil er den Papst in einem Interview der Häresie beschuldigt hat.
Sonntag, 2. Juli 2006 12:51
Athanasius: Babyloni
Zustimmung. Dennoch gibt es auch Leute, mittlerweile, die glauben konvertieren zu müssen um die „andere Kirche“ von „innen aus“ zu ändern nach ihren eigenen Vorstellungen. Oder in ihr bleiben um sie zu ändern (das sind die meisten).
Samstag, 1. Juli 2006 14:55
Babylon †: @ Atha: Im Detail weiß ich das natürlich nicht
aber er wird ja nicht zum Spaß Katholik geworden sein. Ich weiß aber, daß er mit seiner Familie schon in luth. Zeit den Rosenkranz gebetet hat und sich keineswegs als Vorreiter für die Abschaffung des Zölibats sieht.

Konvertiten sind doch meist ziemlich „auf Linie“.
Samstag, 1. Juli 2006 11:23
Athanasius: Babyloni
Aber was für Ritus zelebriert dieser konvertierte Pastor jetzt? Glaubt er alle Dogmen? Hat er eine Abschwörung der lutherischen Häresien abgelegt? Oder hat er sich als Vorbild für die Heiratsbewegung gesehen?

Übrigens hat die FSSPX wohl sehr oft Konvertiten gemacht. Vorwiegend aus dem Protestantismus, sogar in Brasilien, aber auch unter etwa den Griechisch-Orthodoxen und den ukrainischen Orthodoxen.
Samstag, 1. Juli 2006 01:19
Babylon †: Im Erzbistum Hamburg ist vor kurzem
auch ein ev. Pastor (verheiratet mit Kindern) konvertiert und jetzt kath. Priester, aber „ganz normale“ Kirche.

Das passiert nun wirklich häufiger.

Da braucht wohl keiner eifersüchtig zu sein auf diesen einen Schweden…
Freitag, 30. Juni 2006 22:19
athanasius1957: St. Nicolas de Chardonnet
Das Beste, was dieser Kirche passieren konnte, war die Besetzung. Ich kenne sie von vorher und seither. Die Metamorphose war und ist eklatant. Vorher: grau, gräulich bis schwarz, da kein Geld zur Renovierung, danach sukzessive Restaurierung: klar hell leuchtend und bei jeder Messe „tret’n voll“.
Zu bedenken ist aber Folgendes:
Da die Kirche als Gebäude dem Staat gehören und die Schlüssel dazu der Bürgermeister hat, ergeben sich so „tolle“ Aktionen wg. des eklatanten Priestermangels, daß der er nicht mehr genutzte Kirchen, natürlich in Absprache mit dem Ortsbischof, auch den Muslimen geben kann. Dies ist im Süden Frankreichs schon mehrmals passiert. Die Muslime feierten dann die Übernahme als Sieg über die Apostasie.
Freut euch über die Kipferln auf dem Turm statt Kreuze und die glockenlose Gegend: Es sind ja nur Sektierer die Lefevbrianer odr…
Freitag, 30. Juni 2006 22:12
Athanasius: Die wahre Ökumene
Hier sieht man die wahre Ökumene. Die Römisch-Katholische Ökumene wie Pius XI. sie mit ‘Mortalium animos’ 1928 meinte. Sogar die Taufe sub conditióne ist kein zu weites Hindernis.

Meine Glückwünsche an den Schweden.

Und Otterbeckchen: daß Sie vor Eifersucht zu schimpfen anfangen, ist wohl Beweis für Ihren Mangel an Argumenten.
Freitag, 30. Juni 2006 17:38
Agiafortuni: Dr. Otterbeck: Volljährigkeit
Einzig in der modernen Gesellschaft wird man mit 18 oder schon vorher für volljährig gehalten, denn in Wirklichkeit
wird man es nicht dank dem Alter sondern dank den Einsichten die man sich angeeignet hat.
Freitag, 30. Juni 2006 15:53
Dr. Otterbeck: Heute wird das Schisma volljährig.
Feiert Ihr?

P.S.
Ich bin nicht Ralf B.
Freitag, 30. Juni 2006 15:41
Agiafortuni: Ralf B.-Dr.Otterbeck
Der Ungehorsam gegenüber Frevlern, die sich für Päpste ausgeben bereitet einiges Kopfzerbrechen. Aber auf der anderen Seite kann ich gegenüber Freveltaten der Konzilspäpste nicht einfach schweigen, denn erine solche Haltung ist noch weniger katholisch als der Ungehorsam. Die von Johannes XXIII eingeleitete Entwicklung nach dem Grundsatz „o oekumenisch wie möglich, so katholisch wie nötig“ hat beim gläubigen Volk ein Schaden zugefügt, der sich kaum ermessen lässt. Gleiches lässt sich nicht von der FSSPX sagen, denn dank dem mutigen Widerstand des Erzbischofs wird die Messe als Sühneopfer weitergefeiert. Auch war er einer der wenigen, die den Mut hatten Jopas Assisi Schwachsinn als das zu entlarven, was er in Wirklichkeit auch ist, ein kaum zu überbietender Schwindel
Freitag, 30. Juni 2006 14:55
Marcel: Wunderbare Geschichte
… die natürlich im Kreuzforum nicht fehlen darf. :)
Danke dafür!

P.S. Die Kirchengebäuden in Frankreich „gehören“ dem säkularen Staat (nachdem dieser sie in der blutigen antikatholischen 1789-Revolution der Kirche geraubt hat). Demnächst werden da noch ganz andere Gruppen als (Traditions-) Katholiken hochoffiziell einziehen, weswegen die franz. Bischofskonferenz angesichts der V.II-Implosionsfolgen in argen Zugzwang kommt.
Freitag, 30. Juni 2006 13:51
zwobbel: Copertino: Aufschlussreich…
Ja sehr guter Hinweis.

Alle abgeirrten Schafe müssen zurückfinden in den Schoß der Mutter Kirche, nämlich die eine heilige katholische und apostolische Kirche. Letztlich werden auch die „besten“ Bischöfe nicht verhindern können, das es zur vollen Einheit in der ganzen Wahrheit kommen wird. Denn das ist der Wille Gottes.

Es würde aber eher dem Auftrag Christi entsprechen, wenn alle daran mitwirken würden, daß Gottes Wille schneller umgesetzt wird.
Freitag, 30. Juni 2006 13:49
Peccator: @Lieber Copertino
AUSGEZEICHNET. Sie haben es auf den Punkt gebracht. Ob der Herr B. darauf wohl eine Antwort gibt, die nicht wieder am Sachverhalt vorbeigeht?
Freitag, 30. Juni 2006 13:16
Copertino: @Ralf B.
Sie finden also, dass der Diözesanbischof seine Verantwortung als katholischer Hirte auf beste Weise wahrgenommen hat?

Sie sehen also ein:

a.) Fehlverhalten beim lutherischen Pastor, überhaupt beim Ortsbischof um eine Konversion zu bitten?

b.) Fehlverhalten bei der FSSPX, dass sie sich bereit erklärt hat, dem Pastor bedingungsweise die Taufe zu spenden.

Eine Frage: Sie sind doch katholisch?
Freitag, 30. Juni 2006 13:08
Ralf B. †: @Reggazzoni
Aber die Anwendung von Gewalt sowie Verharren im Ungehorsam gegenüber dem Papst lässt sich wohl aus der katholischen Tradition begründen… Und dass exkommunizierte Bischöfe den „Schoß der Kirche“ bilden, das lässt sich dann wohl auch aus der Tradition begründen…
Weiter so, aus Euch Selfmade-Religion-Burschen werden noch richtig gute Demagogen!
Freitag, 30. Juni 2006 12:58
Copertino: Aufschlussreich…
…dass hier einige alle Nebenschauplätze ausleuchten – die Besetzung von St. Nicolas de Chardonnet, die Taufe des Pastors – , dass aber das eigentliche Phänomen, nämlich dass ein in der lutherischen Gemeinschaft tief verwurzelter Pastor vom zuständigen katholischen Bischof schlicht abgewimmelt wird, eher betretenes Schweigen auslöst, oder höchstens eine verlegene Frage, ob man denn da von „Rückkehr in den Schoss der Kirche sprechen könne“.

Das hier ist EIN Beispiel eines abgewiesenen Kirchenasylbewerbers, und es gibt viele davon! Aber, werte konziliante Katholiken: auf die andere Seite drehen und weiterschlafen…was will denn der gute Pastor von uns?
Freitag, 30. Juni 2006 12:36
Agiafortuni: Ralf B.
Dass die FSSPX eine Abspaltung von der katholischen Kirche sein soll, ist ein Phantasieprodukt bezw. eine Neurose der V 2 Ideologen. Sie lässt sich aus der katholischen Tradition nicht begründen. Als der Rechtgläubigkeit verpflichteter Katholike kann ich mich über den mutigen Schritt dieser beiden Männer aus dem Lande der heiligen Brigitte nur freuen und ich werde sie gerne in mein Gebet miteinschliessen
Freitag, 30. Juni 2006 12:18
Sulpicius: @Ralf B.
Tja, das gehört zum Mysterium unserer ökumenistischen Zeit…
Freitag, 30. Juni 2006 12:10
Ralf B. †: Ralf B.
Seit wann „kehrt man in den Schoß der Mutter Kirche zurück“, wenn man sich einer von der katholischen Kirche abgespaltenen Sekte anschließt, die vor Gewalt nicht zurückschreckt und deren Bischöfe exkommuniziert und deren Priester suspendiert sind?
Freitag, 30. Juni 2006 12:05
ottaviani: nein fiore das ist keine haeresie
das ist kirchliche praxis bis nach dem II vatikanum
Freitag, 30. Juni 2006 12:03
zwobbel: +++++++++
Genauer gesagt wird die Taufe eben nicht wiederholt.
Wenn die damalige Handlung eine echte, also gültige Taufe war, dann ist der neue Anlauf nur frommer Zeitvertreib. Wenn aber nicht, dann wird die Taufe nun endlich gespendet.

Genauso wie bei Eheanullierungen ja die Ehe nicht aufgehoben wird, sondern es wird ggf. festgestellt, daß diese Ehe niemals bestanden hat.
Freitag, 30. Juni 2006 11:50
mariokin: @Fiore
Lieber Fiore. Nein. Das ist nach dem Codex Juris Canonici CIC, kurz dem Kirchenrecht von 1983, welches jetzt gilt, völlig legitim. Wenn ernsthafte Zweifel an der ordnungsgemäßen Spendung eines Sakramentes den Verdacht begründen, dass ein Sakrament nicht gültig zustandegekommen ist, dann darf, ja mitunter muss es sub conditione, d.h. „unter der Bedingung, dass…“ wiederholt werden. Zur Gültigkeit eines Sakramentes sind eine gültige Form und Materie notwendig. Für die Taufe hieße das: Materie Wasser. Die Form: Das Wasser muß fließen, also zumindest über den Kopf gegossen werden (3 maliges Übergießen laut Codex) und dazu die trinitarische Formel: N.N. ich taufe dich + im Namen des Vaters + und des Sohnes + und des hl. Geistes. Ist bei diesem Pastor also der Fall, dass die Taufe ihrem Ritus nach fehlerhaft gespendet wurde, kann man sub conditione auch die Taufe wiederholen, d.h. Die Formel lautet dann: „N.N. Wenn du noch nicht getauft bist, taufe ich dich…“

Das hat mit Häresie, also Glaubensabfall überhaupt nichts gemeinsam.

VG Mariokin
Freitag, 30. Juni 2006 11:39
Hyazinth: Stimmt,
würde mich auch interessiern wie das jetzt gemeint ist. ich glaube eher weniger, daß die Pius-Leute mit Messern und Maschinengewehren bewaffnet die Kirche gestürmt haben und alle näherkommenden Modernisten und Liberale mit Molotowcocktails beschmissen haben, während andere schon die Schützengräben aushuben. ?:)
Freitag, 30. Juni 2006 11:35
FioreGraz: Toll jetz geht man da auch schon Sonderwege
Die beiden Schweden werden bei ihrer Konversion auch bedingungsweise – falls ihre lutherische Taufe ungültig gewesen sein sollte – nachgetauft.

Jetzt verstricken sich die Piusbrüder selbst in Häresie.

LG
Fiore
Freitag, 30. Juni 2006 11:16
timpressum †: Mit Gewalt besetzt
Das Gotteshaus wurde im Jahre 1977 von der Piusbruderschaft mit Gewalt besetzt und wird seither von ihr betreut.

Aha – wenn eine katholische Splittergruppe eine Kirche mit Gewalt besetzt, ist das in Ordnung, aber wenn Schwule und Lesben friedlich für ihre Rechte demonstrieren, ist das verwerflich. Komische Sitten…
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