Ein Interview mit Kardinal Meisner in der deutschen Zeitung „Welt am Sonntag“. Der Kardinal übte indirekt scharfe Kritik am deutschen Bundeskanzler und dem deutschen Außenminister. „Wer vier Ehen hinter sich gebracht hat, taugt nicht als Vorbild“. Das ‘C’ im christdemokratischen Parteinamen dürfe nicht unter den Tisch fallen.
(kreuz.net, Köln) Der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, beantwortete Fragen zum möglichen
EU-Beitritt der Türkei, dem Laizismus, der Ehe und dem adventlichen Weihnachtstrubel.
Das Interview
wurde gestern in der Zeitung „Welt am Sonntag“ publiziert.
Auf die Frage, ob Muslime die Werte der Deutschen
positiv beeinflussen können, antwortete der Kardinal: „Natürlich“. Gleichzeitig drückte er auch Unverständnis
über die Türken aus. Der Erzbischof von Köln stellte die Frage, warum die Türken überhaupt in die
EU wollten: „Nur wegen des Geldes? Wegen unseres Wertesystems sicher nicht.“ Würde er überzeugter Moslem
sein, dann wäre ihm der Euro nicht Grund genug, in die EU einzutreten.
Der Kardinal erzählte diesbezüglich
ein persönliches Beispiel.
Als er 1980 zum ersten Mal in Westberlin war, wollte er den Berliner Stadtteil
Kreuzberg sehen. An einem Zeitungskiosk bemerkte er pornographische Zeitschriften. Er war entsetzt. Dann
sah er einen Moslem kommen. Dieser riß die Zeitschriften kurzerhand herunter. Kardinal Meisner gestand
ein, Beschämung darüber empfunden zu haben, daß er nicht selber zu Tat geschritten ist.
Auf den Laizismus
angesprochen, meinte Kardinal Meisner, daß der liberale Fundamentalismus deutlich schlimmer sei, als
der muslimische. „Alles ist möglich, alles ist erlaubt.“ Nur das Religiöse soll jeden öffentlichen
Charakter verlieren.
Die Frage des Homosexuellen-Konkubinates, kläre sich schon aus der Schöpfung.
Der Mensch finde sich in zwei Grundausformungen, als Mann und Frau. Aufgrund der Schöpfungsordnung seien
beide aufeinander bezogen. Nur Mann und Frau können den Fortbestand der Menschheit garantieren. Jeder
müsse von der Selbsthingabe leben, nicht für die Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung finde der
Mensch nur in der Hingabe.
Auf die schwierige Frage, wie man das Wertebewußtsein der Ehe wieder vermitteln
könne, meinte der Kardinal, man müsse dieses Thema häufig ansprechen. In diesem Zusammenhang kritisierte
Kardinal Meisner ausdrücklich die Vertreter aller Parteien: „Sauberkeit und Eindeutigkeit im privaten
Leben sind wichtig, wer vier Ehen hinter sich gebracht hat, taugt nicht als Vorbild.“
Der deutsche Bundeskanzler
Gerhard Schröder ist mit der vierten Frau verheiratet. Der deutsche Außenminister Joschka Fischer ist
viermal geschieden.
Kardinal Meisner erinnerte auch die christdemokratischen Parteien, das ‘C’ in ihrem
Namen in der Praxis umzusetzen. Auch auf die Gefahr hin, eine Wahl zu verlieren, sollten christliche Politiker
keine Abstriche machen.
Auf eine abschließende Frage zum Weihnachtstrubel antwortete der Kardinal mit
einer Mini-Geschichte: „Ein Kind habe das Christkind nach Weihnachten gefragt und die Antwort erhalten:
Euer Weihnachten interessiert mich nicht. Frag die Geschäftsleute.“
Das Weihnachtsfest zeige aber auch,
daß der Hunger nach Gott im Menschen nicht umzubringen sei. Schließlich komme niemand wegen Gänsebraten
und Marzipan in die Kirchen.
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Fröhliche Weihnacht Gerade Linke beklagen den „Geschenktrubel“. Gehälter der linken Politiker macht’s
leicht so’s Maul aufzureißen. Ihnen fehlt’s nicht am Geld „nur“ am Glauben. Aber auch viele Christen
finden diesen Wirtschaftsanschub entweihend – ist es aber nicht; auch die Weisen aus dem Morgenland brachten
königliche (diplomatische) Geschenke. Viele Bauern, Winzer, Geflügelzüchter Heimarbeiter, Kleinsthandwerker
gingen endgültig pleite ohne Weihnachten. Auch Jesus Christus aß gerne mal festlich: Hochzeit zu Kana
wo er zur Freude der Gäste für Extraklasse Wein sorgte. Sollen wir zu Weihnachten nur beten? Gerade
der Christ darf auch mal ausgelassen fröhlich sein und nicht nur miesepetrig singen OH DU FRÖHLICHE
Die Linken übersehen u.a. die Speisung von Obdachlosen zu Weihnachten, Besuche von Angehörigen mit Geschenken
die sonst überhaupt nicht in die Altenheime, Gefängnisse etc. kämen. (Eines Hl. Abends fuhr ich mit
vielen Anderen, die ganze Nacht Alte und Obdachlose zu einer Weihnachtsfeier. Millionen Menschen tun Gutes
an Hl. Abend; auch wenn sie’s ganze Jahr nichts Derartiges tun. Ist das nicht herrlich?! Dolfus erwähnt
richtig, dass Viele nicht wissen, was sie eigentlich feiern. Mein Freund ein junger Pfarrer, sagte Sonntag
von der Kanzel WER MIT HADER UND STREIT ÜBER SEINEN NÄCHSTEN INS WEIHNACHTFEST GEHT, SOLLE BESSER ERST
GAR NICHT WEIHNACHTEN FEIERN. Aber selbst die zur Schande und Befleckung ihrer Seele, Weihnachten nur
als Fress- und Geschenkfest sehen, trugen doch mit ihren Extraausgaben zur Verbesserung der wirtschaftl.
Lage Vieler bei. Dass zum Stichwort Zinswirtschaft die gierigen Banken und Versicherungen diesen Extrafluss
Geldumlauf bei sich binden wollen und damit die Geld- und Aktienwirtschaft Weniger stärken, aber die
Allgemeinwirtschaft abwürgen, ist auch klar. Jeder will und muss und darf wenn er etwas leistet, Geld
verdienen und auch durch Arbeit die Keinem schadet, wohlhabend werden. Kurzsichtige werden es beklagen
obwohl sie davon leben. Geschimpft wird immer über alles. Die Leute sind- wie spielende Kinder die über
Andere schimpfen, weil sie nicht das mitspielen, was sie spielen! Der Satz ist nicht von mir, sondern
von Matthäus Kapitel 11 Vers 16-17 – Jesus vergleicht die Menschen mit spielenden Kindern, aber sich
über die Rollen der einzelnen nicht einigen können. Fröhliche Weihnacht wünscht Bruno-Maria Schulz
Et … et … Ich würde sagen, sowohl als auch. Gegen das Schenken ist grundsätzlich nichts einzuwenden,
und es stimmt natürlich, daß diesen großen Anlässe sehr wichtig für unsere Ökonomie sind. Meist
beklagen ja die Linken mit ihren arroganten Intellektuellenzopferl, von oben herabblickend auf den „naiven
Durchschnittsbürger“, den ganzen Trubel, während der kleine Mann so herzlos sei und auch noch den Kopf
schüttele über unglaubliche Ausländer- und Scheinasylantenkriminalität in deutschen Landen, zur Zeit
besonders stark bei uns in Ostösterreich. Aber daß es dann kein Weihnachtsgeld gebe, das geht den Linken
nicht auf. Und auch nicht, daß ohne Unternehmertum – und besonders Mittelstandsunternehmertum – wir auf
dem Niveau des Ostblocks wären. Auf der anderen Seite ist es schon so, daß viele nicht mehr wissen,
was wir eigentlich feiern, aber durch Abschaffen des Schenkens an sich – in einem gewissen Rahmen – tut
man keinem einen Gefallen. Man täte uns einen Gefallen durch Abschaffen der Zinswirtschaft, viele warnten
vor ihr, und darin hatte auch Martin Luther recht. Leider sehen fast alle – auch G’studierte – im Ökonomiesystem
eine fix vorgegebene Größe. Man braucht einen „Augenöffner“, z.B. „Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise“
von Günter Hannich (www.kopp-verlag.de) Merry Christmas!
Weihnactsgeschäft dient ALLEN – auch dir! zum Weihnachtstrubel sagte Kardinal Meisner: „Ein Kind habe
das Christkind nach Weihnachten gefragt und die Antwort erhalten: Euer Weihnachten interessiert mich nicht.
Frag die Geschäftsleute.“ Das ist eine ebenso populistische, wie gedankenlose Stimmungsmache gegen die
Grundlage der Existenz sehr vieler Menschen, vom kleinsten Lohnarbeiter bis zu größten, auch sozialen
Einrichtungen, die vom Mehrumsatz der Erzeugenden leben. Die diesen Unsinn (Fest der Geschäftsleute)
ernst nehmen, müssten logischerweise auch auf Weihnachtsgratifikation + Weihnachtsgeld verzichten! Wer
tut das? Jeder hat aber gerne etwas mehr Geld zum Jahresende, das nur bezahlt werden kann, weil zu Weihnachten
mehr Umsatz gemacht wird. Was ist daran falsch, dass der erweiterte Einkauf zu Weihnachten unendlich vielen
Menschen Brot und Arbeit gibt? Dass der erweiterte Einkauf zu Weihnachten auch der Kirche ein erhebliches
Mehr an Einnahmen bringt? Dass der erweiterte Einkauf zu Weihnachten daraus resultiert, dass man zu Geburtstagsfeiern
etwas schenkt und da man dem Jesuskind nichts schenken kann, eben den Angehörigen, Freunden, Bekannten.
Was ist daran falsch, dass der erweiterte Einkauf zu Weihnachten sehr Vielen viel Freude bringt? Dass
viele kleine Geschenke abgekühlte Liebe zum Nächsten wieder aufwärmen. Das Geld das dazu verwendet
wird, würde nie und nimmer ausgegeben für Arme und Bedürftige, denn das Mehr an Geld das man verdient,
wird auch und gerade mit dem Weihnachtsgeschäft erwirtschaftet – es wäre sonst einfach nicht da. Daß
das gesamte Geld das einen Staat aufrecht erhält dadurch existiert, dass unzählige Arbeiter, Handwerker,
Bauern eine verkaufsfähige Ware erzeugen und verkaufen (auch der kleinste Lohnarbeiter verkauft seie
Areit gegen Geld), daran denkt Keiner. Dass ausschließlich und nur durch diesen Verkauf und an Weihnachten
mehr Verkauf Geld zum Leben da ist, daran denkt Keiner. Eine Frau goss Jesus Nardenöl über den Kopf,
um Jesus wie einen König zu salben. Das Nardenöl hatte den Wert eines Kleinwagens. Die Apostel waren
entsetzt darüber und sagten, man hätte es verkaufen und das Geld den Armen geben können. Wie reagierte
Jesus? Er sagte: Arme habt ihr immer unter Euch, den Menschensohn aber nur jetzt. War dieser Frau nicht
zu gönnen, ihr größtes Gut Jesus zu schenken? Gab Jesus nicht viel mehr? Speiste Er nicht Tausende
und gab er nicht zuletzt Sein Leben für uns? Ist den Menschen nicht zu gönnen einmal im Jahr – zum Geburtstag
Jesu, etwas zu schenken? Bringt dieser Wirtschaftsanschub nicht vielen Menschen Brot und Lohn? Wäre besser,
wenn die Milliarden Euro die durch Weihnachten bewegt und erzeugt werden nicht da wären? Auch hier sollte
man etwas realistischer denken. Idealismus ist gut, ernährt aber Keinen. Dazu bedarf es ganz realen Geldes.
Von da her ist Meisners populistisches „Gleichnis“ höchst unüberlegt. Bruno-Maria Schulz