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Montag, 3. Juli 2006 09:06
kreuzmeldungen
Es fehlt der Wille zum Frieden + Was man im Vatikan so tut + Vater gefunden + Für Mord und Totschlag + Frommer Kardinal
Es fehlt der Wille zum Frieden

„Ich verfolge die Ereignisse im Irak und im Heiligen Land mit wachsender Beunruhigung. Angesichts der blinden Gewalt auf der einen Seite – die Blutbäder anrichtet –, und angesichts der drohenden Verschlimmerung der Krise auf der anderen Seite – die seit einigen Tagen noch dramatischer geworden ist –, braucht es jetzt Gerechtigkeit und eine ernsthafte, glaubwürdige Verpflichtung zum Frieden. Leider fehlt es daran. Darum bitte ich alle um ein vertrauensvolles, drängendes Gebet. Der Herr erleuchte die Herzen, und keiner möge sich von der Pflicht zurückziehen, ein friedliches Zusammenleben zu gründen und anzuerkennen, daß jeder Mensch, ganz gleich zu welchem Volk er gehört, ein Bruder ist.“

Papst Benedikt XVI. beim gestrigen Angelusgebet zur Eskalation der Gewalt im Irak und im Gaza-Streifen

Was man im Vatikan so tut

Vatikan. Der päpstliche Privatsekretär Mons. Georg Gänswein ließ vor der italienischen Sportzeitung ‘Gazetta dello Sport’ durchblicken, daß er am Dienstag beim Halbfinale Deutschland gegen Italien zu seinem Heimatland halten werde. Nicht so Benedikt XVI.: „Der Papst ist immer unparteiisch, und deshalb wird er am Dienstag ein ganz großes Herz haben, das sowohl für Deutschland als auch für Italien schlägt.“ Mons. Gänswein wird das Halbfinale zusammen mit Kardinälen und Ordensschwestern auf einem Großbildschirm verfolgen.

Vater gefunden

Rußland. Der russische rechtsnationalistische Parlamentsabgeordnete Wladimir Schirinowski hat seine Familiengeschichte aufgeklärt. In Israel fand er kürzlich seinen 1983 verstorbenen Vater – Wolf Edelstein – auf einem Friedhof in Holon bei Tel Aviv. Das berichtete das Portal ‘aktuell.ru’. Schirinowski ist in Rußland für seine antisemitischen Äußerungen bekannt. Sein jüdischer Vater stammte aus Ostpolen. Im Krieg flüchtete er in die Sowjetunion. Dort heiratete er Alexandra Pawlowna Schirinowskaja. 1946 wurde er des Landes verwiesen und kehrte nach Polen zurück. Danach brach der Kontakt zur Familie ab. 1949 emigrierte Edelstein nach Israel. Jetzt fordert Schirinowski von der ukrainischen Regierung die Übereignung des bis heute bestehenden Sägewerks seines Großvaters. Außerdem solle Deutschland ihm für jeden 1941 ermordeten Familienangehörigen eine Million Euro zahlen.

Für Mord und Totschlag

Vereinigte Staaten. Die US-Regierung hat für ihre Militärausgaben im neuen Fiskaljahr 439,3 Milliarden Dollar beantragt. Das berichtete die Webseite ‘Finanznachrichten’. Das neue Haushaltsjahr beginnt am 1. Oktober 2006. Bis 2011 sollen die Kosten für die Armee auf 502,1 Milliarden Dollar steigen. Der Entwurf wird derzeit im Kongress debattiert. Von den beantragten 439 Milliarden sind 84,2 Milliarden Dollar für die Neuanschaffung von Waffen und Militärgerät vorgesehen.

Frommer Kardinal

Argentinen. Der Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Kardinal Bergoglio (69) kniete kürzlich bei einem ökumenischen Treffen in der argentinischen Hauptstadt, um vom päpstlichen Hofprediger, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa, und einigen protestantischen Pastoren den Segen zu empfangen.

Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 25 Lesermeinungen:
Dienstag, 4. Juli 2006 14:46
Markus-Antonius †: Armer Schüttel
Sie scheinen also auch infiziert zu sein! Schon erstaunlich, was manche Leute sich trauen, öffentlich abzusondern. Aber es beweist doch meine These: Sedisvakantisten darf man keine Aufmerksamkeit schenken. Allenfalls Mitleid.
Dienstag, 4. Juli 2006 11:21
Schüttel: @ Markus Antonius und alle anderen hier
Perpetua ist konsequent. Er zeigt, wo die Kontestation des Vat. II hinführt: zu angeblich häretischen Päpsten. Wo ist irgendein Theologe der FSSPX zu sehen, der einem Johannes Rothkranz überzeugend widerspricht? Hat man mit der „vulgären“ Ablehnung von Ökumenismus, Religionsdialog und Religionsfreiheit nicht diesselbe Position wie J.R.? Ist es nicht konsequenter, die Päpste als „häretisch“ abzulehnen, als sich ihnen gegenüber als Besserwisser und Aburteiler zu präsentieren (wie es jüngst die „Kirchliche Umschau“ in einem nicht gezeichneten Kommentar zur Polenreise Benedikt XVI. tat). Nun, die Geltung des Widerspruchsprinzios wird für Klarheit sorgen. Zwischen J.R.‘s Sedisvakantismus und der gehorsamen Unterwerfung unter Benedikt XVI. und die lehrende Kirche gibt es keinen glaubwürdig-katholischen „Mittelweg“.
Dienstag, 4. Juli 2006 11:05
Benedikt: Perpetua
Wenn Sie meine Lesermeinung genau gelesen hätten, wüßten Sie jetzt, wer diese Nachweise geführt hat und wo das nachzulesen ist.

Jaja, wer diese „Nachweise“ geführt hat…die Methode der Kirchenfeinde ist immer die gleiche. Zwischen Deschner und Sediavakantisten besteht da kein Unterschied.
Dienstag, 4. Juli 2006 10:39
Ansgar: @ Babylon
Ihre Bemerkung hinsichtlich des Häresie-Vorwurfs trifft zu. Auch ich vermag an der Aussage nichts Akatholisches zu entdecken.
Hinsichtlich der altestamentarischen Stellen, die so gelesen in der Tat problematisch sind, lege ich Ihnen den Rat ans Herz, das Alte Testament durch die Sichtweise des Neuen Testaments zu lesen. Jesus fußt zwar auf der Alten Schrift, überwindet sie aber gleichzeitig. Das AT muß man kennen; aber der Neue Bund ersetzt den alten, der für Christen keine Verbindlichkeit mehr hat. Im NT werden Sie keine inkriminierende Stelle finden.

@ Pius X. Es mag sein, daß ich nicht alles verstanden habe. Sie jedoch offenbar gar nichts. Es ist das Privileg und die Pflicht eines Theologen vom Range Ratzingers, die Schrift auszulegen. Wie gesagt, Ihr Zitat taugt nicht zum Häresievorwurf, ist vielmehr Beispiel von Ratzingers tiefem Glaubensverständnis.
Dienstag, 4. Juli 2006 10:33
Wie nennt man eigentlich die geistige Erkrankung unter der Perpetua leidet,
Keine Ahnung. Delirium Clemens?

und ist sie heilbar?
Ich fürchte nein. Aber beten können wir für Perpetuas Gesundung ja – vielleicht gibt’s ein Wunder.
Dienstag, 4. Juli 2006 10:12
man eigentlich die geistige Erkrankung unter der Perpetua leidet, und ist sie heilbar?
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