Wer ist der Schuldige? Der Bürgermeister weiß es
Zehn Tage nach seinem Skandalinterview ist der Linzer Diakon Andreas Golatz immer noch nicht zu Verstand und Einsicht gekommen. Seine Tiraden kann er auch nach abgesagter Priesterweihe nicht bereuen – und bekommt dafür Applaus von der falschen Seite.

Die Kirche war bis über den letzten Sitzplatz gefüllt. Steyregg befindet sich wenige Kilometer östlich von Linz. Diakon Golatz hätte am vergangenen Hochfest Peter und Paul als einziger Kandidat für die Diözese Linz zum Priester geweiht werden sollen.
Nach seinem Skandalinterview in der antiklerikalen Tageszeitung ‘Der Standard’ kamen der Bischof von Linz, Mons. Ludwig Schwarz, und Diakon Golatz gemeinsam überein, die Priesterweihe zu verschieben.
Hw. Golatz las am Sonntag am Ambo – Rednerpult – seiner Pfarrkirche gefaßt und ruhig die Presseerklärung, die er gemeinsam mit Bischof Ludwig Schwarz verfaßt hatte:
Die Entscheidung der Aufschiebung der Priesterweihe war eine gemeinsame zwischen Bischof Dr. Ludwig Schwarz und mir. Ich möchte Meldungen in den Medien entschieden zurückweisen, ich hätte die Priesterweihe inzwischen ganz abgesagt.
Ich bin mit dem Bischof so verblieben, daß ich mir Bedenkzeit erbeten habe. Das ist zurzeit von meiner Seite der Stand der Dinge.
Es gab auch keinen wie auch immer gearteten Maulkorberlaß der Kirche, wie es in der Zeitung geheißen hat, sondern ich möchte in dieser für mich sehr schwierigen Situation einfach nicht mit den Medien sprechen und bitte dafür um Verständnis.
Doch bei der letzten Aussage handelte es sich um billige Predigtrhetorik.
Gleich danach überkam den Diakon der Drang, doch mit den Medien zu sprechen. Er bekräftigte seine antikatholischen Thesen erneut – und ausgerechnet – vor der gleichen kirchenfeindlichen Tageszeitung wie das erste Mal.
Die Tiraden erschienen noch gestern abend in der Onlineausgabe der Zeitung.
„Alles ist für etwas gut, auch wenn es zur Zeit nicht leicht ist“ – erklärte Hw. Golatz. Es habe mit Bischof Schwarz ein „durchaus angenehmes Gespräch“ gegeben und er hoffe auf eine Priesterweihe.
Zur Frage, ob er seine Aussage bereue und jetzt von einem „Aufstand gegen Rom“ absehe, meinte der Diakon, daß „bereuen“ übertrieben sei.
Das Wort Aufstand sei sicher eine „unglückliche Wortwahl“ gewesen, „aber es muß sich etwas tun“. Die Kirche habe ein Problem. Das könne keiner wegdiskutieren.
Dennoch wäre eine „diplomatischere Vorgehensweise“ vielleicht besser gewesen: „Ich hoffe etwas ausgelöst zu haben.“
Den abgesagten Weihetag habe er nach einem kurzen Besuch im Linzer Dom allein in seinem Zimmer verbracht.
Der Bürgermeister der Gemeinde Steyregg, Josef Buchner, nützte die Gelegenheit der abgesagten Primizmesse, um Bischof Schwarz öffentlich zu demontieren:
„Golatz war mutig und ich stehe voll hinter seinen Aussagen. Die Kirche braucht solche kritischen Geister.“
Bürgermeister Buchner ist Kandidat der ‘Steyregger Bürgerinitiative für Umweltschutz’ und war früher Nationalratsabgeordneter der ‘Vereinten Grünen Österreichs’.
Nicht Golatz habe der Kirche geschadet, sondern Bischof Schwarz – pontifizierte der Bürgermeister weiter: „Das war eine öffentliche Demontage und ich bin tief bestürzt über diese unverständliche Vorgangsweise.“
Er sage zu Herrn Golatz danke, aber sicher nicht zum Bischof.
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Mittwoch, 5. Juli 2006 07:51
Aragorn: die geister, die ich rief…
Die Geister, die man vor 40 Jahren gerufen hat, die treiben heute in der Kirche ihr Unwesen. Der besagte Diakon aus Österreich ist doch nur ein Beispiel für die vielen großen und kleinen Revoluzer, die die Kirche mit ihren kruden Ideen umkrempeln wollen. Da tummelt sich mittlerweile alles, von Befürwortern der Frauenweihe über Vertreter der Schwulen bis hin zu Ökumenebesessenen die meinen, nur eine Alianz mit den Protestanten könne der Kirche eine Zukunft bescheren. Erst vor wenigen Tage habe ich von einem Priester gehört, der bei seinen Messe alle und jeden zur Kommunion einlädt. Was der Kirche von heute fehlt, ist im Wesentlich Disziplin, Gebet und Gehorsam. Das gilt nicht nur für die einfachen Fußtruppen, sondern auch für das Führungskorps. Die machen den Ungehorsam vor, besondern hier in Deutschland.
Dienstag, 4. Juli 2006 02:36
Sind Sie sich sicher, dass sie nichts getrunken haben?
Oder wollten Sie einfach nur posten um des Postens willen?
Oder wollten Sie einfach nur posten um des Postens willen?
Montag, 3. Juli 2006 21:25
Sulpicius: Immer druff…
… auf den Politker-Sack! Man trifft immer den Richtigen.
Montag, 3. Juli 2006 17:07
Ich finde der eigentliche Skandal ist der Nachdruck, mit dem hier Stimmung gemacht wird.
kreuz.net sagt nicht etwa: der meint, wir meinen aber etwas anderes – diese gründe haben wir für unsere meinung. Nein, kreuz.net sagt der Skandaldiakon sagt im Skandalinterview mit der kirchenfeindlichen Tageszeitung …
Und der Rest ist schon uninteressant, weil in der Bezeichnung der Person schon die ganze (respektlose!) Wertung enthalten ist!
kreuz.net sagt nicht etwa: der meint, wir meinen aber etwas anderes – diese gründe haben wir für unsere meinung. Nein, kreuz.net sagt der Skandaldiakon sagt im Skandalinterview mit der kirchenfeindlichen Tageszeitung …
Und der Rest ist schon uninteressant, weil in der Bezeichnung der Person schon die ganze (respektlose!) Wertung enthalten ist!
Montag, 3. Juli 2006 17:01
Hódmezövásárhelykutasipuszta: Priesterweihe
Bei der Priesterweihe gelobt man u.a. Gehorsam gegenüber dem Bischof. Manche verstehen das allerdings
im Falschen Sinne des parere und der richtige Sinn des obedescere bleibt ihnen verschlossen.
Hoffentlich stimmen die lateinischen Vokabel jetzt, sonst werd ich wieder zerfleischt.„Parieren“ ist etwas für Hunde!
Zur Leistung des Gehorsams gehört auch, dass man sich kritische Gedanken macht – da finde ich es fatal, dass der Bischof darauf ein so missverständliches Zeichen setzt!
Hoffentlich stimmen die lateinischen Vokabel jetzt, sonst werd ich wieder zerfleischt.„Parieren“ ist etwas für Hunde!
Zur Leistung des Gehorsams gehört auch, dass man sich kritische Gedanken macht – da finde ich es fatal, dass der Bischof darauf ein so missverständliches Zeichen setzt!
Montag, 3. Juli 2006 12:01
aschera: @Zur Kenntnisnahme:
Danke für ihren Einwurf. Jetzt ist mir auch klar, wie es erklärt werden kann, dass die kreuz.net-Redaktion
den Steyregger Bürgermeister für sooo mächtig hält, dass sie gar schreibt:
Der Grüne Bürgermeister der Gemeinde Steyregg nützte die Gelegenheit der abgesagten Primizmesse, um Bischof Schwarz öffentlich zu demontieren
Es handelt sich hier nicht um eine journalistische Fehleinschätzung, sondern um reine Unwissenheit über die Bedeutung und Verwendung von Wörtern. Im Standard steht als Originalzitat von Buchner zu lesen: „Das war eine öffentliche Demontage und ich bin tief bestürzt über diese unverständliche Vorgangsweise.“
Offenkundig kennt man das Wort Demontage / demontieren in der Redaktion nicht und hat es einfach so verwendet.
Wie man Journalisten, die der Sprache, in der sie schreiben, nicht mächtig sind – vor allem dann, wenn es die Muttersprache ist – bezeichnen könnte, das sei den LeserInnen überlassen. Und wie man solche Journalisten bezeichnet, wenn sie dann die Wörter, deren Bedeutung sie nicht kennen, in ihren eigenen Artikeln auch noch verwenden, ebenso.
Der Grüne Bürgermeister der Gemeinde Steyregg nützte die Gelegenheit der abgesagten Primizmesse, um Bischof Schwarz öffentlich zu demontieren
Es handelt sich hier nicht um eine journalistische Fehleinschätzung, sondern um reine Unwissenheit über die Bedeutung und Verwendung von Wörtern. Im Standard steht als Originalzitat von Buchner zu lesen: „Das war eine öffentliche Demontage und ich bin tief bestürzt über diese unverständliche Vorgangsweise.“
Offenkundig kennt man das Wort Demontage / demontieren in der Redaktion nicht und hat es einfach so verwendet.
Wie man Journalisten, die der Sprache, in der sie schreiben, nicht mächtig sind – vor allem dann, wenn es die Muttersprache ist – bezeichnen könnte, das sei den LeserInnen überlassen. Und wie man solche Journalisten bezeichnet, wenn sie dann die Wörter, deren Bedeutung sie nicht kennen, in ihren eigenen Artikeln auch noch verwenden, ebenso.
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