10:50:34 | Dienstag, 4. Juli 2006
„Dabei bleiben nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Würde und Eigenverantwortlichkeit der ehrenamtlich tätigen katholischen Laien auf der Strecke.“ Von Diplomingenieur Hedwig Kirchmair.
(kreuz.net) Der Gastkommentar
„Kinder statt Kirchensteuer“ in der Wiener Zeitung vom 16. März 2006 hat
in der Steiermark ordentlich Staub aufgewirbelt.
Wie weit darf ein katholischer Laie sein Recht auf freie
Meinungsäußerung nutzen, bevor ihm ein Maulkorb umgeschnallt wird?
Die Ereignisse haben gezeigt, daß
es wesentlich vom Thema abhängt, wie weit die Freiheit reicht.
Die Forderung, innerkirchlich
Hedwig
Kirchmair:
Wer die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. ‘Evangelium Vitae’ als Richtschnur seines christlichen
Denkens, Fühlens und Handelns nimmt, muß mit Sanktionen aus verschiedensten Ecken rechnen.
dem Lebensschutz
die gebührende Priorität einzuräumen und die bisherige Rolle zu überdenken, scheint eine unerhörte
Zumutung zu sein.
Ein doppelter Tabubruch sozusagen.
Wer die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. ‘Evangelium
Vitae’ als Richtschnur seines christlichen Denkens, Fühlens und Handelns nimmt, muß mit Sanktionen aus
verschiedensten Ecken rechnen.
Dabei bleiben nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Würde
und Eigenverantwortlichkeit der ehrenamtlich tätigen katholischen Laien auf der Strecke.
Sind sie es
nicht wert – die ungeborenen Kinder –, daß wir uns mit jeder Faser unseres Herzens für sie und ihre
Mütter einsetzen, um ihr Leben kämpfen und täglich um Umkehr beten?
Sind sie es nicht wert, daß wir
unsere politischen und kirchlichen Positionen dafür nützen, das Menschenrecht auf Leben für die Ungeborenen
mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln zu fordern?
Sind sie es nicht wert, daß
sich Politik und Kirchen an einen Tisch setzen und an einer Evaluierung und Neuordnung der geltenden Bestimmungen
arbeiten?
Kein Mensch kann ermessen, was uns an „Humankapital“ allein in den letzten dreißig Jahren
verloren gegangen ist.
Welche Bücher nicht geschrieben, welche Bilder nicht gemalt, welche Lieder nicht
gesungen, welche Erfindungen nicht gemacht, welche Leben nicht gelebt werden, weil es uns die Mühe nicht
wert war, diese Menschen am Leben zu lassen.
Was hilft uns Arbeit für alle, Wirtschaftswachstum, der
Gewinn von Wahlen, wenn wir nicht imstande sind, die Grundfesten unserer Gesellschaft, die werdenden Mütter,
so zu schützen und sorgenfrei zu halten, daß sie gerne in Liebe ihre Kinder annehmen und der Welt schenken.
Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, diesen sicheren Raum für werdende Mütter wiederherzustellen.
Dieser besonderen Gabe der Frau gebührt Respekt und Rücksichtnahme. Wir alle sind hier mitverantwortlich.
Zur Aufarbeitung des entstandenen Schadens brauchen wir ein ganzes Heer von Seelsorgern und Therapeuten,
die am besten schon vorgestern begonnen hätten, zu arbeiten.
Wer glaubt, mit einem Maulkorb die Probleme
des Lebensschutzes zu lösen, der hat weder die Dynamik noch die Intensität begriffen, mit der dieses
Thema über die Gesellschaft hereinbrechen wird.
Der Verlust eines Ehrenamtes ist dann das geringste
Problem.
Diplomingenieur Hedwig Kirchmair ist Ehefrau, Mutter von 4 Kindern und jahrelang ehrenamtlich
in der katholischen Laienarbeit tätig.
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DDL 21:37:51 | Mittwoch, 5. Juli 2006
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aschera 14:56:58 | Mittwoch, 5. Juli 2006
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Copertino 01:16:37 | Mittwoch, 5. Juli 2006
#7
Copertino 13:26:21 | Dienstag, 4. Juli 2006
#5
Copertino 12:53:14 | Dienstag, 4. Juli 2006
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Gotthard 12:45:06 | Dienstag, 4. Juli 2006
#2
Copertino 12:33:07 | Dienstag, 4. Juli 2006