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Dienstag, 4. Juli 2006 10:50
Der Tabubruch wird bestraft
„Dabei bleiben nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Würde und Eigenverantwortlichkeit der ehrenamtlich tätigen katholischen Laien auf der Strecke.“ Von Diplomingenieur Hedwig Kirchmair.
(kreuz.net) Der Gastkommentar „Kinder statt Kirchensteuer“ in der Wiener Zeitung vom 16. März 2006 hat in der Steiermark ordentlich Staub aufgewirbelt.

Wie weit darf ein katholischer Laie sein Recht auf freie Meinungsäußerung nutzen, bevor ihm ein Maulkorb umgeschnallt wird?

Die Ereignisse haben gezeigt, daß es wesentlich vom Thema abhängt, wie weit die Freiheit reicht.

Die Forderung, innerkirchlich
Hedwig Kirchmair:
Wer die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. ‘Evangelium Vitae’ als Richtschnur seines christlichen Denkens, Fühlens und Handelns nimmt, muß mit Sanktionen aus verschiedensten Ecken rechnen.
dem Lebensschutz die gebührende Priorität einzuräumen und die bisherige Rolle zu überdenken, scheint eine unerhörte Zumutung zu sein.

Ein doppelter Tabubruch sozusagen.

Wer die Enzyklika von Papst Johannes Paul II. ‘Evangelium Vitae’ als Richtschnur seines christlichen Denkens, Fühlens und Handelns nimmt, muß mit Sanktionen aus verschiedensten Ecken rechnen.

Dabei bleiben nicht nur die Meinungsfreiheit, sondern auch die Würde und Eigenverantwortlichkeit der ehrenamtlich tätigen katholischen Laien auf der Strecke.

Sind sie es nicht wert – die ungeborenen Kinder –, daß wir uns mit jeder Faser unseres Herzens für sie und ihre Mütter einsetzen, um ihr Leben kämpfen und täglich um Umkehr beten?

Sind sie es nicht wert, daß wir unsere politischen und kirchlichen Positionen dafür nützen, das Menschenrecht auf Leben für die Ungeborenen mit allen uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln zu fordern?

Sind sie es nicht wert, daß sich Politik und Kirchen an einen Tisch setzen und an einer Evaluierung und Neuordnung der geltenden Bestimmungen arbeiten?

Kein Mensch kann ermessen, was uns an „Humankapital“ allein in den letzten dreißig Jahren verloren gegangen ist.

Welche Bücher nicht geschrieben, welche Bilder nicht gemalt, welche Lieder nicht gesungen, welche Erfindungen nicht gemacht, welche Leben nicht gelebt werden, weil es uns die Mühe nicht wert war, diese Menschen am Leben zu lassen.

Was hilft uns Arbeit für alle, Wirtschaftswachstum, der Gewinn von Wahlen, wenn wir nicht imstande sind, die Grundfesten unserer Gesellschaft, die werdenden Mütter, so zu schützen und sorgenfrei zu halten, daß sie gerne in Liebe ihre Kinder annehmen und der Welt schenken.

Es bedarf einer gesamtgesellschaftlichen Anstrengung, diesen sicheren Raum für werdende Mütter wiederherzustellen.

Dieser besonderen Gabe der Frau gebührt Respekt und Rücksichtnahme. Wir alle sind hier mitverantwortlich.

Zur Aufarbeitung des entstandenen Schadens brauchen wir ein ganzes Heer von Seelsorgern und Therapeuten, die am besten schon vorgestern begonnen hätten, zu arbeiten.

Wer glaubt, mit einem Maulkorb die Probleme des Lebensschutzes zu lösen, der hat weder die Dynamik noch die Intensität begriffen, mit der dieses Thema über die Gesellschaft hereinbrechen wird.

Der Verlust eines Ehrenamtes ist dann das geringste Problem.


Diplomingenieur Hedwig Kirchmair ist Ehefrau, Mutter von 4 Kindern und jahrelang ehrenamtlich in der katholischen Laienarbeit tätig.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 19 Lesermeinungen:
Mittwoch, 5. Juli 2006 21:37
DDL: @legehschonwissen
Den Unterschied merkt man sofort an Ausdrucksweise und Haltung, keine Sorge. Weniger regelmäßige Leser mögen allerdings verwirrt sein, womit diese kindische Blödelei dann wohl auch ihren Zweck erfüllt hätte.

Dummfug wie diesen gibt’s leider immer ‘mal wieder in Foren, wo manche argumentativ so schwach sind, dass sie sich auf miese Tricksereien verlegen müssen. Pure ad hominems sind zwar die beliebteste Variante davon, aber Verwirrspielchen wie das hier werden von den einschlägigen Trollen auch regelmäßig gerne bemüht. Armseligerweise finden die das dann auch noch lustig. Ist aber auch irgendwie logisch: Es geht denen schließlich nicht ums Diskutieren, geschweige denn das gemeinsame Finden von Lösungen und Kompromissen, sondern lediglich darum, den bösen Andersdenkenden eins reinzuwürgen. Egal wie. Da muss man fast noch das kreuz.forum loben: Die sperren wenigstens offen und ehrlich jeden sofort, der ihrem Unsinn nicht Beifall klatscht.

Ich hab’ in anderen Communities auch schon meinen Teil an Nick-Nachahmungen abbekommen, das merkt der Kundige aber in aller Regel schon an der Wahl der Formulierungen.
Mittwoch, 5. Juli 2006 21:30
ähm…
Ich weiss zwar nicht genau, was da los ist, aber ich möchte darauf hinweisen, dass
1.) Hódmezövásárhelykutasipuszta nichts mit mir zu tun hat. Ist ein Kaff, zu klein für die Landkarte. Auf kreuz.net-isch würde man sagen Hódmezövásárhelykutasipuszta liegt zwischen Hódmezövásárhely und Oroszháza.
2.) Mein Benutzername ist:
legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért und
legeslegmegszentségtelenitheteltenségeskedéseitekért ist ein Benutzer, der sich heute angemeldet hat (offenbar inspiriert durch den Anflug eines Users, der meinte dass zwei ungarische Namen auf einmal soetwas von unwahrscheinlich seien, dass es sich nur um deinen Doppelaccount handeln könnte).
Mein Bentuzername bedeutet „weil du es nicht entheiligen können wirst!“ und ist mit Bedacht für diese Seite gewählt. Ob das andere auch etwas bedeutet, da müsste man bei der Finnougristik nachfragen.
Hoffe, damit eine Klärung zustande gebracht zu haben!
Mittwoch, 5. Juli 2006 18:56
bin auch nicht identisch mit legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért!
Das mir keiner auf diese Idee kommt!
Mittwoch, 5. Juli 2006 18:47
wennsielzulangesind???!!!
Mittwoch, 5. Juli 2006 16:20
Die Grundhaltung, die hinter Ihren Gesprächsbeitragen steht, teile ich vollmfänglich. Auch Ihre Stellungnahme zu Kirchmair – ich gehe davon aus, daß die Autorin die Ehefrau von Herrn Dipl.-Ing Kirchmair aus Graz ist – verdient meine volle Zustimmung.

Nur, warum schimpfen Sie immer auf VII? Die Grundhaltung, die Sie völlig zu recht beanstanden, hat mit dem letzten Konzil nicht mehr zu tuen, als die Lüneburger Haidschnucke mit der christlichen Seefahrt!

Katholisch ist weit mehr, als wir in der Schule gelernt haben. Johannes XXIII hat die katholische Kirche aus der ideologischen Enge des Katholismus hinausführen wollen in die ursprüngliche Weite ihrer Katholizität. Mehr, als tragisch ist, daß durch die von Johannes XXIII geöffneten Fenster eben nicht eine fragende und ehrlich suchende Welt strömte, sondern die mit Gott nicht viel anfangen könnende 68er Ideologie eingedrungen ist und mit nicht wenig Erfolg versucht hat, alles zu zerstören.

Johann XXIII und das Konzil wollten die Welt für Gott gewinnen und sich nicht einer Ideologie unterwerfen, wie es zu recht ideologiekritische Kreise irrtümlich verstehen. Die völlige Untauglichkeit von Ideologien zu Problemlösungen habe ich im Rahmen dieses Forums wiederholt erwähnt.
Mittwoch, 5. Juli 2006 15:40
bin nicht identisch mit Hódmezövásárhelykutasipuszta! Ähnlichkeiten in der Denke und Schreibe sowie häufiges Aufeinanderfolgen der postings sind rein zufällig!
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