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Dienstag, 4. Juli 2006 08:22
kreuzmeldungen
Säumige Arbeiter + Sie haben ihn entkrönt + Vor den Richter + Schock in der Türkei + Man faßt sich an den Kopf
Säumige Arbeiter

„Bei den ‘Ad-Limina’ Besuchen fragen mich etliche Bischöfe: »Aber wann wird das postsynodale Dokument endlich kommen?« Und ich antworte: »Sie arbeiten daran. Es kann sicher nicht mehr lange dauern.« Ich sehe hier so viele kompetente Männer versammelt, daß ich nur hoffen kann, dieses Dokument bald zu sehen und selber daraus zu lernen, sodaß es zum Wohl der Kirche, die wirklich darauf wartet, veröffentlicht werden kann.“

Bei einer Versammlung der 15 für den Entwurf der Apostolischen Exhortation über die Eucharistie bestellten Kardinäle, Erzbischöfe und Bischöfe mahnte Papst Benedikt XVI. Anfang Juni zur Eile. Daraufhin beschleunigten die säumigen Prälaten ihre Arbeit und erklärten bereits am 10. Juni, daß der Text praktisch fertig sei und dem Papst bald übergeben werde.

Sie haben ihn entkrönt

Vatikan. Zum Fest der Heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus wird die sitzende Statue des Heiligen Apostels Petrus, die sich im römischen Petersdom befindet, jährlich in festliche Gewänder gekleidet. Doch dieses Jahr begnügte sich der Vatikan mit Rauchmantel und Fischerring. Auf die Tiara – die dreifache päpstliche Krone – mußte der Apostelfürst heuer verzichten.

Vor den Richter

Vatikan. Bei einer U-Bahn Entgleisung in der ostspanischen Stadt Valencia – wo gegenwärtig das fünfte Weltfamilientreffen stattfindet – kamen gestern mehr als 40 Menschen ums Leben. Papst Benedikt XVI. zog sich nach Erhalt dieser Nachricht in seine Privatkapelle zurück, um für die Opfer und ihre Angehörigen zu beten. Noch am Nachmittag ließ der Papst ein Beileidstelegramm an den Erzbischof von Valencia, Mons Agustín García-Gasco y Vicente (75), aufsetzen.

Schock in der Türkei

Türkei. Am Sonntag wurde in der türkischen Hafenstadt Samsun der französischer Priester Pierre Brunissen (74) niedergestochen. Der Geistliche wurde schwer an der Hüfte und am Bein verletzt, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Der Angriff ereignete sich in einer belebten Straße, ungefähr einen Kilometer von der katholischen Kirche entfernt. Es handelt sich bereits um die dritte Attacke auf einen Priester in der Türkei seit Februar. Der mutmaßliche Täter (47) ist arbeitslos, geschieden und wurde wegen Schizophrenie psychiatrisch behandelt.

Man faßt sich an den Kopf

Spanien. Zwei spanische Soldaten (27, 23) wollen ihr Homo-Konkubinat Mitte September staatlich beglaubigen lassen. Die beiden auf einem Luftwaffenstützpunkt nahe dem südspanischen Sevilla stationierten Sodomisten werden allerdings nicht in der Gala-Uniform der Luftwaffe antreten: „Die Militärs alter Schule fassen sich an den Kopf und machen uns das Leben unmöglich.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 28 Lesermeinungen:
Samstag, 8. Juli 2006 19:23
aschera: Wenn sie meinen …
… sollen Sie recht haben. Nur auf das -in würde ich noch gerne insistieren, da ansonsten die Redaktion meine Beziehung als Homo-Konkubinat titulieren würde.
Die Erkenntnisabsicht der Literaturwissenschaft mag übrigens durchaus laizistisch und streng profan sein, das ändert nichts daran, dass ihre Methodik der Kern der exegetischen Methodik ist. Und eine schule von ganz streng formalistischen WissenschaftstheoretikerInnen würde übrigens den Begriff Exegese auch nicht notwendigerweise für eine Forschung auf dem Hintergrund einer religiös motivierten Erkenntnisabsicht reservieren. Im Gegenteil wird heute oftmals die religiös motivierte Erkenntnisgewinnung anhand einer profanen überprüft und abgesichert. Schließlich muss ein Forschungsergebnis, das wissenschaftlich sein soll, auch ohne die Erkenntnisabsicht nachvollziehbar bleiben, denn sonst wäre Theologie keine Wissenschaft sondern reine Ideologiätiologie und würde sich nicht an der kulturwissenschaftlichen Forschung beteiligen sondern wäre mit der Verwaltung eines Doktrinensystems beschäftigt.
Gut, ich hoffe zum Verständnis meiner Kritik beigetragen zu haben.
Samstag, 8. Juli 2006 18:46
Hyazinth: Aschera
Natorlich kann man beides nicht gänzlich auseinanderdividieren, aber es bleibt doch wohl festzuhalten, daß Literaturwissenschaft auf einem fasr gänzlich weltlichen Hintergrund steht, im Sinne von: was will uns das Werk sagen, wen der Schreiber kritisieren, auf wen nimmt er Bezug und was sind seine Vorbilder und Kontexte. Wohingegen Exegese aus einem theologisch, heilsgeschichtlich, messianischen betrachtet werden muß. Daß dabei auch teilweise literarische Gesichtspunkte eine Rolle spielen ist natürlich nicht von der hand zu weißen, auch wenn die Bibel keinen allzugroßen literarisch-ästhetischen Wert hat. Aber Sie scheinen ja ein knochenharter, der Aufklärung anhängender,liberalistischer „Holzweg“-Hobby-Theologe zu sein. Wenn Sie Literatur wollen, lesen Sie Faust!!! !:)
Donnerstag, 6. Juli 2006 12:20
aschera: Die Differenzierung von
Exegese und Literaturwissenschaft zeigt schon, dass sie keine Ahnung von beiden haben.
Literaturwissenschaft versteht sich heutzutage als Teil der Kulturwissenschaften und Exegese ist eine wissenschaft, die sich mit einem definierten Materialobjekt auch literaturwissenschaftlicher Methoden bedient.
Man kann also im Bezug auf biblische Texte nie sagen, das ist Exegese und das ist Literaturwissenschaft.
Mittwoch, 5. Juli 2006 14:43
Hyazinth: Babylon
Die moderne Exegese behauptet, dieser Satzt stamme nicht von Jesus. Bewiesen haben sie es noch längst nicht. Außerdem ist das was Sie meinen Literaturwissenschaft, keine Exegese!
Mittwoch, 5. Juli 2006 09:44
blueberry: @ Ansgar
Na, wenn Küng das sagt… Vielleicht gelingt es bei Ihrer apellatio ad auctoritatem auch noch, den weisen und objektiven weltbekannten oberkatholischen Fachautor Eugen Drewermann mit einem ähnlichen Statement zu zitieren. Dann wäre ich restlos überzeugt.

Sie leiden offenbar unter einem Anti Küng Komplex. Das ist bedenklich!
Besonders weil ich noch mal nachgeschlagen habe und geknickt gestehen muss dass Hans Küng sagt dass Petrus vielleicht schon in Rom war, aber wahrscheinlich kein Bischof war.
Mittwoch, 5. Juli 2006 01:44
Babylon †: Spanien ist so unglaublich fortschrittlich
geworden in letzter Zeit, sogar noch viel mehr als Deutschland. Weiter so!

Tiara: Das anachronistische Ungetüm hatte doch schon Paul VI. abgelegt, und Ratze hat die Tiara ja sogar gar nicht mehr in sein päpstl. Wappen aufnehmen lassen.
Die Tiara ist also im Orkus der Geschichte verschwunden. Also wär’s lächerlich, dieser Statue so’n Teil aufzusetzen.

Natürlich gibt es keinen stichhaltigen Beweis dafür, daß Petrus jemals in Rom war. Vielleicht war er’s, aber wohl eher nicht.
Und Papst war er auf gar keinen Fall. Da genügt sogar ein oberflächlicher Blick in die Kirchengeschichte.
Daß Mt 16,18f. natürlich nie von Jesus gesprochen worden ist, sagt die komplette moderne Exegese.
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