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Dienstag, 4. Juli 2006 13:31
Neue Teufeleien während des Papstbesuches
Antiklerikale Gruppen rufen gegenwärtig zu einer Versammlung von Nudisten im Zentrum von Valencia auf. Sie soll am Tag der Ankunft des Papstes stattfinden.
Ausschnitt eines früheren Werbeplakates der Nudisten
Ausschnitt eines früheren Werbeplakates der Nudisten
(kreuz.net, Valencia) Auch die Feinde der Kirche bereiten sich in Spanien auf den Papstbesuch vor.

Benedikt XVI. wird anläßlich des dortigen Weltfamilienkongresses vom 1. bis 9. Juli die Stadt Valencia besuchen.

Valencia befindet sich im Osten von Spanien an der Mittelmeerküste.

In der Stadt stehen auch verschiedene antipäpstliche Veranstaltungen auf dem Programm: öffentliche kollektive Glaubensabschwörungen, zahlreiche Angriffe auf Kirche und Papst während eines Homo-Aufmarsches und schließlich ein Auftritt von Nudisten auf Fahrrädern.

Solche Demonstrationen haben in Spanien eine gewisse Tradition. Ihr Vorwand ist eine Wiedereroberung der Straßen, die von den Motorfahrzeugen besetztgehalten werden.

Trotz dieses angeblichen Anliegens bezeichnen die unbekleideten Fahrradfahrer ihrer Veranstaltung in Valencia offiziell als „antipäpstlich“.

Die Nudistenprovokation soll am kommenden Samstag – den 8. Juli – im Stadtzentrum stattfinden – wenige Meter vom Ort, wo das Papamobil vorbeifahren wird.

Sie steht unter dem im Zusammenhang mit dem Papstbesuch bereits aufgetauchten Motto „Ich erwarte dich nicht“ und wurde über das Internet organisiert.

Dabei riefen die Veranstalter dazu auf, an der Nudistenfahrt, die ein „Meilenstein im Kampf der Bürger von Valencia darstellen könnte“, teilzunehmen.

Im Aufruf werden auch Ratschläge für die Teilnehmer gegeben.

So solle man darauf achten, daß die schamlosen Radfahrer zusammenbleiben, bei einem Unfall aufeinander aufpaßt oder weite Kleidungsstücke tragen für den Fall, daß es notwendig sei „sich schnell zu kleiden oder zu entkleiden.“

Ebenso wird geraten, jede Art von Provokation oder Obszönität vor den öffentlichen Ordnungshütern zu unterlassen.

Auch zur Pünktlichkeit wird ermahnt, damit man so wenig wie möglich aufeinander warten muß „und niemand uns aufhalten kann.“

Im Aufruf finden sich Karikaturen des Papstes, der dafür kritisiert wird, daß er „eine überholtes, hierarchisches und aufgedrängtes Lebensmodell“ vertrete.
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 49 Lesermeinungen:
Donnerstag, 6. Juli 2006 21:04
aschera: ojeeeeeee
… eine Theodizeedebatte.
ich log mich schnell aus!
Donnerstag, 6. Juli 2006 14:51
Jesus hätte das Unglück von Uwe Schmidt aber verhindern können. Ja warum hat er es denn nicht getan??? Er ist nicht direkt dafür verantwortlich, aber er hat es doch ganz offensichtlich geschehen lassen. Die Frage ist: why???
Donnerstag, 6. Juli 2006 00:40
Uwe Schmidt: @ansgar
Jesus hätte das Unglück von Valencia und das von New Orleans aber verhindern können. Ja warum hat er es denn nicht getan??? Er ist nicht direkt dafür verantwortlich, aber er hat es doch ganz offensichtlich geschehen lassen. Die Frage ist: why???
Donnerstag, 6. Juli 2006 00:08
Bruder Theophil: @ methusalix
Wäre ja nett wenn Sie auch mal inhaltlich was sagen könnten, ausser BLUBB.

Was ich in meinem Posting gesagt habe, lässt sich sehr leicht in der Realität nachvollziehen. Nehmen sie z.b einen Übergewichtigen, oder einen Alkoholiker. Die werden immer Ausschau halten nach Leuten, die noch ein bisschen massloser sind, um zu sagen: Möööönsch, so schlimm isses bei mir ja gar nicht. Nicht anders verhält es sich mit den Abartigen dieser Gesellschaft, denn die gemeinsame Klammer ist die Masslosigkeit, neben aller Verderbtheit der Person und der Seele.
Mittwoch, 5. Juli 2006 23:15
methusalix †: Hallo Bruder!
Bruder Theophil: @ DDL Das sehe ich anders…
Ich bin der festen Überzeugung, dass Leute, die an sich Verhaltensmuster entdecken, die man vorsichtig als Anomalien bezeichnen würde, ständig auf der Suche sind, diese Anomalien zu relativieren.


Lieber Bruder Theophil, wenn sie einmal ein Paradebeispiel für verklemmten Relativismus sehen wollen, dann gehen Sie zum Hexenverbrennungs-Thread weiter unten. Da wird mit immensem Aufwand versucht die Schuld der Kirchenbeamten am Massenmord an Frauen relativ klein darzustellen. Ja eigentlich hat das ja alles gar nicht stattgefunden und war relativ harmlos. Die Kirchenbeamten wollen das alles gar nicht wahr haben. Am schönsten hat so einen Reltivismus einer meiner Religionslehrer im Gymnasium erfunden: „Die Hochkulturen Mittel- und Südamerikas verschwanden!“ Dieser Kirchenbeamte war so etwas von verklemmt, der konnte noch nicht einmal aussprechen, dass die Azteken und die Inkas alle von Katholiken ermordet worden waren.
Mittwoch, 5. Juli 2006 22:38
Ich muss mal etwas Positives sagen:
Die Überschrift heißt nicht „… während dem Papstbesuch“, wie sonst immer, sondern tatsächlich „während des Papstbesuches“!
Das finde ich äußerst positiv.
Ist aber auch schon das einzige an dem Artikel.
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