Pius XII.
Fußball-Illusionen eines Papstes?
Auf dem Fußballplatz des Lebens muß sich der Christ richtig verhalten, um den Augenblick zum Angriff nicht zu verpassen – ohne dabei die Bewegungen des Gegners und die Gefahren für sein eigenes Tor aus dem Auge zu verlieren.
(kreuz.net, Vatikan) Am 6. Juli 1956 hielt Papst Pius XII. († 1958) eine Ansprache über das Fußballspiel.

Der Heilige Vater erklärte, daß der Sport – und besonders vielleicht der Fußball – auch eine Schule der Tugenden sein könne.

So könne das Fußballspiel die persönlichen Tugenden fördern.

Wie der Fußball verlange die Selbstvervollkommnung des Christen:
· Ausdauer,
· Opfer,
· innere Zucht,
· Bescheidenheit in der Annahme von Ermahnungen,
· Enthaltsamkeit in allem, was dem erwählten Ziel schaden könnte,
· Selbstverleugnung im Ertragen schwieriger Augenblicke,
· geistige Überlegenheit in der Niederlage, ohne sich dabei zu vergeben,
· Liebe im Sieg ohne Erniedrigung des Gegners.

Das Fußballspiel fordere aber auch soziale Tugenden. Pius XII. erwähnte vor allem die Übernahme der Aufgabe, die einem Spieler innerhalb seiner Mannschaft zugewiesen wird.

Ferner sei es eine soziale Tugend, die Spielregen anzuwenden und dabei zugunsten des Zusammenspiels auf persönliche Glanzstücke zu verzichten.

Schließlich müsse der Spieler damit zufrieden sein, im komplizierten Mechanismus der Taktik die Rolle eines kleinen Rädchens zu übernehmen: ohne Selbstsucht, Eitelkeit, persönliche Ansprüche.

Pius XII. erinnerte an den Alltag:

„Auch im Leben muß man seine Sache oft unerschrocken, entschlossen und kraftvoll verteidigen, wenn man nicht verlieren und nicht von den entfesselten Leidenschaften überwältigt werden will.“

Sehr oft komme es darauf an, sich auf diesem Platz richtig zu verhalten, um den Augenblick zum Angriff zu ergreifen, ohne dabei die Bewegung des Gegners und die Gefahren für sein eigenes Tor aus dem Auge zu verlieren.

Sehr oft müsse man im guten Zusammenspiel mit der ganzen Linie überlegt, entschlossen und flink vorwärts stürmen, um den günstigen Augenblick nicht zu verfehlen.
      
12 Lesermeinungen
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#12   HansUrs   19:05:20 | Dienstag, 2. Januar 2007
@Tridentinus
Klar, das war wirklich eine Schnapsidee von Pius XII., die Feier der Osternacht nicht mehr am Karsamstag morgen (in „fortschrittlichen“ Gemeinden mit verhängten Fenstern) zu feiern.
Einen mir bekannten Priester habe ich einmal nachmittags beim Gebet der Laudes angetroffen. Auf meine Nachfrage, ob er morgens nicht dazu gekommen sei, sagte er etwas empört: „Halte ich etwa die veritas horarum – ich bin doch kein Modernist“. Hm, vielleicht gibt es ja doch auch andere Möglichkeiten, seine Rechtgläubigkeit zu beweisen …
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#11   Tridentinus   18:17:42 | Montag, 10. Juli 2006
Vorschub
Vielleicht – und nicht sicher – hat Pius XII. nicht dem Modernismus, aber wohl sicher einem verderblichen Autoritätspositivismus Vorschub geleistet. Wenn man so argumentiert, kann man alles legitimieren, nur vorausgesetzt, die Anordnungen seien formal von den Trägern der rechtmässigen Autorität ausgegangen – letztlich auch den Modernismus, einschliesslich seiner liturgischen Missgestalt.
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#10   ottaviani   15:01:11 | Montag, 10. Juli 2006
PiusXII
hat sicher nicht bewußt dem modernismus vorschub geleistet allerdings muß man kritisch anführen daß er die päpstliche unfehlbarkeit etwas überdehnt hat nicht im sinne des dogmas diese eher psychologische tatsache war ja auch der grund warum sich viele konservative bis heute mit der idee daß aus „rom“ was falsches kommt nicht anfreuden können
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#9   Tridentinus   14:46:43 | Montag, 10. Juli 2006
Warum, Markus-Antonius?
Die Traditionalisten müssen Pius XII. endlich entzaubern: ER hat Montinis Grössenwahn grundgelegt, und ER hat de facto die liturgischen Umwälzungen angestossen. Wenn ich Sedi wäre, früge ich mich ob nicht vielleicht Pius XI. „der letzte Papst“ war. Oder Vielleicht Pio Nono, der gegenüber Kardinal Guidi OP nachweislich sagte: „Die Tradition bin ich!“?
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#8   Markus-Antonius †   10:05:18 | Montag, 10. Juli 2006
Nachdem
Pius XII. jetzt von Kreuz-net als Fußballkenner geoutet wurde, dürfte es doch klar sein, dass die FSSPX die Statuten ändern muss. Fußball-Kenntnisse sind ebenso notwendig wie der Umgang mit Manipel und Weihrauchfass.
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#7   Tridentinus   13:54:41 | Sonntag, 9. Juli 2006
Bildkommentar
Nachdem es vereinzelt passiert, dass die Bilder, die die kreuz.net-Artikel illustrieren, anstelle der Artikel selbst kommentiert werden, fällt mir hierzu ein: Jeder hat seinen Vogel…
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#6   Nanny Ogg   11:46:34 | Samstag, 8. Juli 2006
Allez les bleus :-]
Bleu blanc rouge!
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#5   blueberry   22:50:14 | Freitag, 7. Juli 2006
Berlin, Berlin
Wir fahren nach Berlin!!!!
Finale ! oho! Finaaaalleee ohoho!
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#4   Hyazinth   22:37:54 | Freitag, 7. Juli 2006
Da haben
Sie natürlich Recht, aber ich denke, als Italiener und Germanophiler, hätte er es sich vielleicht doch gegönnt und ein kleines Päuschen eingelegt und zumindest die 2. halbzeit angesehen (oder das Elfmeterschießen, daß es leider nicht gab). ^-^
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#3   Pius30   20:03:35 | Freitag, 7. Juli 2006
Pius XII
Pius XII. wäre sicherlich beim Spiel Italien-Deutschland nicht früher ins Bett gegangen – und zwar aus 2 Gründen:
1. Hätte Pius XII. erst gar nicht das Spiel gesehen, da er mit seiner Zeit sehr haushaltete und sich diesen Luxus, Fussball-Tv zu sehen, verwehrt hätte.
2. Pius XII ist in der Regel erst gegen 02.00 Uhr nachts schlafen gegangen. Folglich hääte er, wenn er sich das Spiel angeschaut hääte, noch ca. 2 Std. an seinen Schreibtisch setzen können o.ä.
Wer es mir nicht glaubt, möge das Buch: „Ich habe ihm gedient“ lesen…
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#2   Hódmezövásárhelykutasipuszta   19:04:48 | Freitag, 7. Juli 2006
fußball.kreuz.net – Warum der Fußballvergleich wunderbar auf kreuz.net passt!
kreuz.net ist eine hervorragende Mannschaft – der Meistertitel ist ihr sicher, denn Schiedsrichter, die unparteiisch sind und nicht zu kreuz.net halten, werden einfach aus dem Fußballverband ausgeschlossen.
Die Spieler von kreuz.net fallen im Strafraum schon durch Luftzug um, wenn sie aber einen Gegner mit gezückter Schusswaffe ins Knie getroffen haben, werfen Sie ihm eine „Schwalbe“ vor.
Die Abseitsfalle von kreuz.net funktioniert hervorragend, wenn nötig auch in der gegnerischen Hälfte. Zur Halbzeit beteuert der Trainer im Interview, die Gegner seien nicht durch die Brutalität seiner Mannschaft dezimiert sondern durch ihr verweichlichtes Spiel außer Stande, 90 Minuten durchzuhalten. Weiters hält er dem Reporter entgegen, seine Mannschaft liege doch in Führung, denn er habe schließlich das letzte Tor nicht anerkannt. Der Schiedsrichter müsse sich demnächst für die Aberkennung des Tores entscheiden, sonst würde Fußball generell abgeschafft werden!
Zu Vorwürfen über Spielmanipulation, Betrug und Absprachen nimmt der Trainer nicht Stellung, denn seine Mannschaft hat solches doch nicht nötig. Die stärkste Waffe sei der Teamgeist, und wenn der Gegner nach den vielen „Schwalben“ seine halbe Mannschaft ins Krankenhaus bringen lasse könne man ihm das doch nicht vorwerfen.
Auf die Frage, ob er bei der Bestellung des Schiedsrichters maßgeblich manipuliert habe, spricht der Trainer dem Reporter seine Kenntnis von Fußball ab und antwortet lapidar: „Wir spielen doch hier nicht Halma“
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#1   Hyazinth   18:41:33 | Freitag, 7. Juli 2006
Pius XII.
wäre vielleicht nicht beim WM-Halbfinalspiel Deutschland gegen Italien noch vor Spielschluß ins Bett gegangen… ;-)
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