„Niemand in Gaza soll in der Nacht Schlaf finden.“ Das erklärte kürzlich der israelische Premierminister Ehud Olmert vor der Presse.
(kreuz.net, Gaza Stadt) Die jüngsten mehrfachen israelischen Bombenangriffe auf das einzige Elektrizitätswerk
im Süden von Gaza Stadt hat die Stromversorgung im ganzen Landstrich fast zum Erliegen gebracht.
Das
bestätigte der Pfarrer der Pfarrei zur Heiligen Familie in der Stadt Gaza, Hw. Manuel Musallam, in einem
Telephoninterview mit der Nachrichtenagentur ‘Catholic News Service’.
Die Menschen erhalten nur noch
vier bis sechs Stunden pro Tag Elektrizität. Dadurch ist das Funktionieren der Wasserpumpen und die Wasserversorgung
der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet.
Der Wiederaufbau des durch die Luftangriffe zerstörten Kraftwerkes
wird voraussichtlich sechs Monate dauern.
Die Arbeiten werden nach Schätzungen knapp 50 Millionen Euro
kosten. Vorläufig sind rund 700.000 Menschen in Gaza direkt vom Strommangel betroffen.
Israel greift
den wehrlosen Gazastreifen mit hochmodernen amerikanischen Kampfhubschraubern und F-16-Angriffsjets an.
Pfarrer Musallam erklärte auch, daß viele Fenster der katholischen Schule in Gaza Stadt durch Überschallknalle
zerstört wurden. Sie wurden am 30. Juni von israelischen Fliegern gezielt über der Stadt ausgelöst.
Im Gazastreifen gibt es etwa 2.200 Christen. Davon sind 200 katholisch. Insgesamt leben auf weniger als
380 Quadratkilometern 1.4 Millionen Menschen.
Zu Beginn des Einmarsches zerstörte die israelische Luftwaffe
die drei großen Brücken, die den Norden und den Süden des Gazastreifens verbinden. Damit ist das Land
zweigeteilt.
Seit mehreren Tagen warten ferner Hunderte Menschen auf der ägyptischen Seite der Grenze
zu Gaza.
Sie dürfen nicht in ihre Häuser zurück, weil die Grenzen geschlossen wurden. Darum müssen
sie mitten in der Wüste ausharren: Frauen, Kinder und alte Menschen. Einige von ihnen sind krank. Viele
sind nur unzureichend mit Wasser und Nahrung versorgt.
Die Ausgesperrten besitzen keine Schlafplätze
oder sanitäre Anlagen.
Über das Wochenende tötete das israelische Militär im Gaza-Streifen nach Angaben
der palästinensischen Behörden ein 18 Monate altes Kind und einen erwachsenen Mann.
Drei Männer wurden
während des Raketenangriffes auf das palästinensische Innenministerium in Gaza verletzt. Bei weiteren
israelischen Angriffen erlitt ein fünfjähriges Mädchen lebensgefährliche Verletzungen.
Am Montag
töteten israelische Soldaten im Gaza-Streifen vier Männer durch Fernlenkgeschosse. Unter den Opfern
befand sich ein Polizist.
Israelische Kampfhubschrauber feuerten eine Rakete auf das Büro des palästinensischen
Ministerpräsidenten. Es handelte sich um einen Warnschuß. Die israelischen Angreifer wußten wohl, daß
das Büro unbesetzt war.
Nach Angaben der ‘Berliner Zeitung’ ging es darum, dem Ministerpräsidenten,
Ismail Haniyeh, zu sagen: „Diesmal ist es dein Büro. Morgen bist du es. Nicht anders macht es die Mafia“ –
so die Zeitung.
Am Montag zitierte die australische Tageszeitung ‘The Age’ den israelischen Premierminister
Ehud Olmert mit den Worten:
„Ich übernehme die persönliche Verantwortung für das, was in Gaza geschieht.
Ich will, daß niemand in Gaza in der Nacht Schlaf findet. Ich will, daß sie wissen, wie das ist.“
Olmert
bezog sich damit auf den andauernden Beschuß des Gaza-Streifens durch israelische Artillerie und die
tieffliegenden israelischen Kampfflugzeuge, die über dem Gaza-Streifen die Schallmauer durchbrechen.
Bernard Sabella, ein katholisches Mitglied des palästinensischen Parlamentes, erklärte, daß die wachsende
Gewalt der Israelis und die Verschleppung von Parlamentskollegen Versuche der Besatzungsmacht seien, die
Hamas-Regierung zu Fall zu bringen.
„Sie benützen die Gelegenheit, Hamas politisch und militärisch
zu treffen.“
Doch dieser Versuch werde dazu führen, Hamas „auf der Straße“ zu stärken, erklärte Sabella:
„Wenn sie damit weiterfahren, unser Volk zu pulverisieren, welche Hoffnung geben sie den Leuten?“
Damit
werde nur ein weiterer Kreis der Gewalt eröffnet.
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@Dr. Christoph Heger – Was kümmert mich, was für Sie diskutabel ist? – Was hat das denn jetzt mit meinem
Hinweis zu tun, daß Sie meinen Text offenbar nicht richtig gelesen haben? – Durchaus nicht. – Das darf
ich also dahingehend auffassen, daß Sie tatsächlich der Meinung sind, ein Terroranschlag gegen Zivilisten
sei durch ein „Widerstandsrecht“ gedeckt. Offenbar haben Sie ein gelinde gesagt eigenartiges Verständnis
des Kriegsvölkerrechts.
@Tacitus Das Völkerrecht ist allerdings nach dem 2. Weltkrieg so geändert worden, daß „Widerstandsakte“
legitimiert wurden. Das findet auch auf den palästinensischen Widerstand Anwendung. – Das ist sachlich
falsch. Durchaus nicht. Der palästinensische Widerstand wäre so interpretierbar, wenn er sich gegen
das israelische Militär richten würde. Auch der nachträglich legitimierte Widerstand gegen die deutsche
Besetzung richtete sich mitnichten nur gegen deutsches Militär. Außerdem verübt auch das israelische
Militär gezielte Mordanschläge auf Zivilpersonen. Falls dies eine Aufforderung sein soll. über ein
Machwerk des zaristischen Geheimdienstes zu diskutieren, Es waren Sie, der die „Protokolle der Weisen
von Zion“ erwähnte. bestimmt doch kreuz.net nicht, was für mich diskutabel ist, oder nicht. Was kümmert
mich, was für Sie diskutabel ist? MfG Christoph Heger
@Dr. Christoph Heger – Das ist nun leider kein Unsinn. – Dann darf ich davon ausgehen, daß Sie der Auffassung
sind, die IDF bediene sich der Methoden der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie? – Eben nicht. –
Eine Aussage, die sehr viel inhaltliches Gewicht enthält. Vielleicht bequemen Sie sich dazu, zu erklären,
warum das nicht der Fall sein soll? – Das Völkerrecht ist allerdings nach dem 2. Weltkrieg so geändert
worden, daß „Widerstandsakte“ legitimiert wurden. Das findet auch auf den palästinensischen Widerstand
Anwendung. – Das ist sachlich falsch. Der palästinensische Widerstand wäre so interpretierbar, wenn
er sich gegen das israelische Militär richten würde. Diskotheken oder Restaurants in die Luft zu sprengen,
wird aber vom Völkerrecht nicht gedeckt. Wer das behauptet, weiß es entweder nicht besser, oder handelt
wider besseres Wissen. – Ich höre. – Falls dies eine Aufforderung sein soll. über ein Machwerk des zaristischen
Geheimdienstes zu diskutieren, das nicht nur handwerklich schlecht gemacht sondern zudem auch in Deutschland
indiziert ist, so sehen Sie mir bitte nach, daß ich das dankend ablehne. – Was außerhalb der Diskussion
ist, bestimmt hier kreuz.net. – Danke nein. Meine – von Ihnen dankenswerterweise ja zitierte – Formulierung
war eindeutig: „Auch das steht für mich … außerhalb jeder Diskussion“. Unabhängig davon, wie ich
insgesamt zu kreuz.net stehe, bestimmt doch kreuz.net nicht, was für mich diskutabel ist, oder nicht.
@Tacitus – Israel nimmt sich … ein Repressalienrecht heraus, das man … der Wehrmachtsführung als
„Nazi-Methoden“ angelastet hat. – Ich wäre mit dem Verbreiten eines solchen Unsinns … vorsichtig. Das
ist nun leider kein Unsinn. Der israelische Einsatz richtet sich klar gegen legitime Ziele, Eben nicht.
nämlich gegen einen Gegner, der sich unter dem Einsatz völkerrechtswidriger Mittel die Vernichtung Israels
auf die Fahnen geschrieben hat. Das Völkerrecht ist allerdings nach dem 2. Weltkrieg so geändert worden,
daß „Widerstandsakte“ legitimiert wurden. Das findet auch auf den palästinensischen Widerstand Anwendung.
der Vergleich mit dem Nationalsozialismus gehört … in die Mottenkiste Antiisraelischen Sentiments Wieso?
ist nicht diskussionswürdig. Sie brauchen nicht zu diskutieren, können es mir aber nicht verbieten.
Da könnte man ja gleich über die Weisen von Zion reden Ich höre. ist … Ihre Formulierung von der
palästinensischen „Resistance“ sehr erhellend Sollte sie auch sein, nämlich die Parteilichkeit entlarven,
die dort von „Widerstand“, hier von „Terror“ schwadroniert. Auch das steht für mich – ebenso wie „Antizionismus“,
der in Wahrheit zumeist lediglich pseudointellektualistisch verbrämter Antisemitismus ist – außerhalb
jeder Diskussion. Was außerhalb der Diskussion ist, bestimmt hier kreuz.net.
@Dr. Christoph Heger – Israel nimmt sich gegenüber der palästinensischen Bevölkerung ein Repressalienrecht
heraus, das man seinerzeit der Wehrmachtsführung als „Nazi-Methoden“ angelastet hat. – Ich wäre mit
dem Verbreiten eines solchen Unsinns ein bißchen vorsichtig. Der israelische Einsatz richtet sich klar
gegen legitime Ziele, nämlich gegen einen Gegner, der sich unter dem Einsatz völkerrechtswidriger Mittel
die Vernichtung Israels auf die Fahnen geschrieben hat. Bei allem Verständnis für die Situation des
Palästinensischen Volkes sollte man doch dieses und seine Führung nicht in einen Topf werfen. Ich weine
weder einem Hamas-Terroristen noch einem Fatah-Bonzen, der sein Schweizer Bankkonto mit EU-Hilfsgeldern
füllt, eine Träne nach. Nebenbei bemerkt, der Vergleich mit dem Nationalsozialismus gehört nun wirklich
in die Mottenkiste Antiisraelischen Sentiments und ist nicht diskussionswürdig. Da könnte man ja gleich
über die Weisen von Zion reden… Bei Licht betrachtet ist allerdings Ihre Formulierung von der palästinensischen
„Resistance“ sehr erhellend – gezielte Anschläge auf die israelische Zivilbevölkerung, und zwar vor
allem, wie von der Hamas-Führung immer wieder gefordert, auf die Altersgruppe der 15-25-Jährigen, dienen
nur einem Ziel, dem erklärten Ziel von Hamas und Hezbollah: die Vernichtung Israels. Auch das steht für
mich – ebenso wie „Antizionismus“, der in Wahrheit zumeist lediglich pseudointellektualistisch verbrämter
Antisemitismus ist – außerhalb jeder Diskussion.
Aber… Klar ist es nicht Recht, was die israelische Armee macht. Auf der anderen Seite muss man auch
sehen, dass die Palästinensische Regierung auch nichts dagegen unternimmt, dass weiterhin Selbstmordattentate
und Raketenangriffe auf Israel stattfinden. Nun soll mir niemand sagen, dass die Palästinenser nichts
dagegen tun können, wenn die Israelis die Polizeistationen zerstören. Die Terrororganisation Hamas ist
die Regierung. Und die hätten die Möglichkeit! Dass die UNO sich in Israel einmischt, ist nicht wahrscheinlich
und wenn, dann auch nicht gut. Was die UNO zustande bringt, hat man ja im Irak, Bosnien und in Ruanda
gesehen. Sollte dies nun auch noch in Israel passieren? Bin Laden hätte seine wahre Freude daran!
Nicht wegsehen! In der Tat sollten sich traditionstreue Katholiken nicht nur mit der Art des Kommunionempfangs
beschäftigen. Sie sollten sich vielmehr einen kritischen Geist nach allen Seiten bewahren und Verbrechen
ablehnen, auch wenn sie von der israelischen Arme begangen und von unseren feigen Politikern gedeckt werden.
@Tacitus: Verantwortung Sie sind über einige Untertöne … irritiert? Dann sollte man aus Untertönen
richtige Töne machen. Dazu das folgende. scheint mir der Eindruck zu entstehen, als liege die Verantwortung
für die momentane Eskalation bei der israelischen Regierung. Ja bitte, wer wäre denn sonst verantwortlich
für den derzeitigen Terror der israelischen Armee gegen die Palästinenser im Gaza-Streifen als eben
die Führung dieser Armee? Der „Krieg“ der israelischen Armee gegen die palästinensische Zivilbevölkerung
ist ja nicht die naturgesetzliche Folge der Gefangennahme eines israelischen Soldaten seitens der palästinensischen
Résistance. Diese Gefangennahme scheint Israel auch wenig zu interessieren, das sie nur zur Gelegenheit
nimmt, lang gehegte Pläne zu verwirklichen, den Palästinensern das Leben unmöglich zu machen, indem
man ihr Land verwüstet. Israel nimmt sich gegenüber der palästinensischen Bevölkerung ein Repressalienrecht
heraus, das man seinerzeit der Wehrmachtsführung als „Nazi-Methoden“ angelastet hat. MfG Christoph Heger
@Bernardin Dass sich hier so wenige äußern, hat mehrere Gründe. Zunächst einmal die kreuz.net-typischen:
Da es hier weder um Antreibung noch um Homosexualität geht, interessiert es auch kaum. Und da es auch
nicht um die weltbewegende Frage geht, ob eine Hostie mit der Hand oder dem Mund empfengen werden darf,
interessiert es noch weniger – was ist schon Krieg im Vergleich zur ewigen Liturgie? Dann sind da die
allgemeinen Gründe, und die hat Sozialkatholisch m.E. vollkommen korrekt umrissen: Man weiß wirklich
nicht mehr, auf wessen Seite man da stehen soll und ob denn überhaupt. „Ratlosigkeit“ dürfte bei nachdenklicheren
Leuten die derzeit überwiegende Haltung sein (die Plärrer stürzen sich natürlich nach wie vor auf
ihre präferierte Seite und verdammen die jeweils anderen – wie Sie bald merken werden, wenn Malachias
oder rudolfsohn diesen Thread entdecken). Vielleicht wäre es tatasächlich das Beste, Jerusalem zur internationalen
Stadt zu erklären und die UNO eine Grenze festlegen und erst einmal auch schützen zu lassen – ja, das
wäre ein Eingriff in die Souveränität, aber herrjeh, wenn man das bei Kuwait konnte, dann wird man
das auch bei diesem ansonsten immerwährenden Hexenkessel können! Wird sich aber natürlich niemand trauen,
ist klar. Und so geht das Abschlachten in stets sich windender Rachespirale weiter…
@bernardin – Auserwählung heisst immer Verantwortung! – Damit kann ich ehrlich gesagt nicht viel anfangen –
wie sollte Ihrer Meinung nach „verantwortliches Handeln“ von Seiten der israelischen Regierung aussehen?
@ Bernardin Wer schreit hat Unrecht! Und die katholische Kirche ist nunmal mehr als nur V2 Vieleicht
sollten sie mal über ihren Tellerrand hinausschauen! o^/
SOZIALKATHOLISCH DOCH ES GEHT MIR SEHR GUT. ICH STEHE AUF DEM BODEN DES II. VATICANUMS. UND ICH WEISS
DURCH O.V.NELL-BREUNING UND JOSEF HÖFFNER, WAS SOZIALKATHOLISCH IST. UND ES IST EINE VERHÖHNUNG DES
KREUZES JESU CHRSTI, DIESES FORUM KREUZ.NET ZU NENNEN. DIESES FORUM KANN NUR SCHWUL.NET ODER LEFEVBRE.NET
HEISSEN.
sozialkatholisch ich glaube, es geht dir nicht gut. aber lassen wir das. aber dann hätten die katholischen
christen eine grosse verantwortung im denken, reden und tun – auch hier im SCHWUL.NET
@ Bernardin Im Moment sind wir Christen das auserwählte Volk und die Juden können nur zu ihrer Auserwählung
zurückkehren wenn sie Jesus Christus als ihren Herrn und Erlöser anerkennen.
In der Verantwortung 1. Es stimmt nachdenklich, wie wenige Schreiber sich zu diesem Thema äussern! Die
Welt schreit und brennt, und die sogenannten Frommen kümmern sich um Messritus und Homosexualität! 2.
Das Volk Israel von gestern und von heute steht immer in Verantwortung vor Gott! Auserwählung heisst
immer Verantwortung!
@sozialkatholisch – Wir sollten die Berichte aus dem Nahen Osten gegenüber sehr kritisch eingestellt
sein. – Dem kann ich natürlich nur zustimmen. Die zum Teil unverhohlene Ablehnung Israel gegenüber,
die quer durch die verschiedenen Medien in Europa zu beobachten ist, stimmt in der Tat nachdenklich. Auf
einer allgemeineren Ebene betrübt mich allerdings das offenbar dahinter stehende Menschenbild, demnach,
um es einmal drastisch auszudrücken, Tote nur dann nachrichtenwürdig sind, wenn sie Opfer israelischer
Militäraktionen geworden sind. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.
@ Tacitus Sicherlich können persönliche Eindrücke trügen, vielleicht erinnern sie sich an die jubelnden
palästinensischen Frauen die nach dem 11 September gezeigt wurden und die fast die gesamte Welt empörten.
Später wurde ganz klein nebenbei berichtet das die Aufnahmen von einem palästinensischen Fest stammten.
Wir sollten die Berichte aus dem Nahen Osten gegenüber sehr kritisch eingestellt sein.
@sozialkatholisch Sorry, da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt – ich meinte, daß die palästinensischen
Opfer militärischer Aktionen der israelischen Regierung jede Aufmerksamkeit auf sich ziehen, palästinensische
Opfer der palästinensischen Organisationen aber nicht. Ich habe bislang wenig über das Schicksal von
Gilad Shalit gehört. Ich wage einmal die Behauptung, daß im umgekehrten Fall wohl bereits die erweiterte
Familie wortreich auf den Bildschirmen zu sehen gewesen wäre.
@ Tacitus Genau das wollte ich damit sagen, ganz groß liest man von einem israelischen Opfer und am Ende
kleingedruckt von mehreren palästinensischen Opfern
@sozialkatholisch – Um jedes Opfer in diesem Konflikt ist zu trauern, aber ich habe das Gefühl das die
Presse die israelischen Opfer höher bewertet und mehr aufbauscht als die palästinensischen Opfer. –
Diese Einschätzung kann ich nicht teilen. Die Fähigkeit der PLO/Fatah/Autonomiebehörde, westliche und
insbesondere kontinentaleuropäische Medien zu manipulieren, war in der Vergangenheit außerordentlich.
Während daher nahezu jedes Opfer israelischer Gewalt primetime-Sendezeit zugestanden bekommt, fallen
palästinensische Opfer palästinensischer Gewalt völlig aus dem Blickfeld westlicher Beobachter. Die
Zahl der seit der Gründung der PLO mehreren aufeinanderfolgenden Säuberungswellen zum Opfer gefallenen
Palästinenser dürfte im Bereich um 20.000 Personen liegen. Leider haben diese keine Lobby; es hat den
Anschein, als seien für den Westen tote Palästinenser nur dann interessant, wenn sie der israelischen
Regierung anzulasten sind. Das ist traurig.
Ringparabel Wenn an der Ringparabel von Lessing doch was wahres dran seien sollte kann man sagen das der
jüdisch/israelische Ring zu 100% als Fälschung enttarnt ist. Um die Echtheit des islamischen Rings steht
es dann wohl auch nicht viel besser und besonders den israelifreundlichen, amerikanischen Protestanten
trifft auch nur noch ein geringer Abglanz des wahren Rings. Die Schuldfrage zwischen den Palästinensern
und Israelis zu klären ist beinahe unmöglich und wenn nicht eine Seite mit christlicher Vergebung und
selbstkritischer Hinterfragung der eigenen Schuld anfängt wird sich die Spirale der Gewalt immer weiter
drehen. Ich möchte auch nicht für eine der beiden Seiten direkt Partei ergreifen gebe aber zu bedenken
die Presse über dieses Thema sehr kritisch zu lesen ist. Um jedes Opfer in diesem Konflikt ist zu trauern,
aber ich habe das Gefühl das die Presse die israelischen Opfer höher bewertet und mehr aufbauscht als
die palästinensischen Opfer. Möge Gott dem hl. Land Frieden schenken und den Christen im hl. Land besonders
Schutz und Trost gewähren.
Bedenkliche Untertöne Bei aller berechtigter Bestürzung über die sich im Gazastreifen entfaltenden
Ereignisse bin ich über einige Untertöne des Artikels doch etwas irritiert – vermutlich unabsichtlich
scheint mir der Eindruck zu entstehen, als liege die Verantwortung für die momentane Eskalation bei der
israelischen Regierung. Offenkundigerweise ist dies jedoch nicht der Fall; vielleicht sollte man dann
doch einmal daran erinnern, daß diejenigen, die jetzt auf Seiten der Hamas-„Regierung“ jegliche Verhandlungen
„unter Feuer“ verweigern, der israelischen Regierung genau dieses immer wieder abgesprochen haben.