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Mittwoch, 5. Juli 2006 17:56
„Eine Parade von Schweinen auf dem Tempelberg“
Ein israelischer Oberrabbiner bat im Kampf gegen einen geplanten Homo-Marsch in Jerusalem den Papst um Hilfe. Indes berief das israelische Parlament eine Sondersitzung ein.
Homo-Marsch in Jerusalem 2005
Homo-Marsch in Jerusalem 2005
(kreuz.net, Jerusalem) Der sephardische Oberrabbiner von Jerusalem Schlomo Amar hat den Papst um Beistand gebeten.

Seine Heiligkeit soll sich dafür einsetzten, daß ein mehrtägiger Homo-Marsch, der für Anfang August in der Heiligen Stadt geplant ist, verhindert werde.

Dies berichtete die israelische Tageszeitung ‘Jediot Acheronot’ heute Dienstag.

Die Sepharden sind Juden südeuropäischer und arabischer Herkunft.

Der aus Marokko stammende Rabbi Amar forderte den Papst in einem Brief auf, „sich nachhaltig und eindeutig gegen dieses schreckliche Phänomen zu stellen, in der Hoffnung, daß ein genereller Protest von verschiedenen Religionsvertretern die verlorenen Herzen weckt, die sich täuschen und ihren Seelen unermeßlichen Schaden zufügen.“

"Unreine raus aus dem Heiligen Land"
„Unreine raus aus dem Heiligen Land“
Die Heilige Stadt werde von bösen Leuten attackiert, welche die Ehre Jerusalems verletzten und dessen Größe beschämen wollten.

Oberrabbiner Amar zeigte sich in seinem Brief besorgt, daß der Homo-Marsch einen schlechten Einfluß auf Kinder und Jugendliche ausüben und sie verderben könnte.

Die Homo-Provokation war heute Dienstag auch Thema einer Sondersitzung im israelischen Abgeordnetenhaus – der Knesset.

An der Sitzung nahmen auch führende Vertreter von jüdischen, christlichen und moslemischen Organisationen sowie Veranstalter des homo-ideologischen Auflaufs teil.

Heute wurde auch eine Umfrage bekannt, wonach 63 Prozent der liberalen, 81 Prozent der konservativen, 99 Prozent der nationalistisch-religiösen und 100 Prozent der orthodoxen Juden sowie 92 Prozent der arabischen Muselmanen und Christen den Homo-Marsch ablehnten.

Der Parlamentarier Nissim Seev von der religiösen Partei ‘Schas’ erklärte bei der Sondersitzung, daß der Homo-Marsch in Jerusalem eine Parade von Schweinen auf dem Tempelberg sei: „Das ist eine abscheuliche Parade des Schmutzes.“

Er fragte die anwesenden Organisatoren, ob sie Jerusalem in Brand stecken wollten: „Wollt ihr uns eure sexuellen Tendenzen aufzwingen?“

Unterstützung erhielt der jüdische Abgeordnete von einem moslemischen Kollegen. „Wir sind diesem Problem in der arabischen Gesellschaft bisher nicht begegnet.“

Es handle sich um ein falsches Phänomen,
Ghaleb Mgadalah:
„Noch ist nicht entschieden, ob Homosexualität eine Krankheit oder eine Perversion ist.“
das durch eine Genehmigung dieser provokativen Parade nicht gefördert werden solle.

Ein weiterer Abgeordneter von ‘Schas’ meinte, daß „Stolz“ eine verabscheuungswürdige Eigenschaft sei, die ausgerottet werden müßte:

„Noch ist nicht entschieden, ob Homosexualität eine Krankheit oder eine Perversion ist.“

Der Vorsitzende des tagenden Knesset-Kommitees, Ghaleb Mgadalah von der sozialistischen Arbeiterpartei, rief die Organisatoren auf, ihre Pläne angesichts der Proteste der drei monotheistischen Religionen zu überdenken.

Ein Vertreter der ‘Vereinigung von Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transsexuellen in Israel’ protestierte laut der liberalen jüdischen Tageszeitung ‘Haaretz’:

„Jerusalem gehört nicht nur euch. Wir sind nicht hierher gekommen, um auf den Straßen Sex zu machen.“
Alle Lesermeinungen anzeigen 6 von 158 Lesermeinungen:
Donnerstag, 20. Juli 2006 22:27
chrisc: Scham und Entsetzen
Was manch einer hier zum Thema Homosexualität losläßt, ist unter aller S…
Ich bin selber schwul und das ist gut so. Und ich weiß, das Gott mich so liebt.
Wenn ich manches hier lese, schäme ich mich, katholisch zu sein
Freitag, 14. Juli 2006 20:27
Thaddäus: Ui…!
„Das ist eine abscheuliche Parade des Schmutzes.“

„Noch ist nicht entschieden, ob Homosexualität eine Krankheit oder eine Perversion ist.“

Ui, da werden sich jetzt aber einige aus Wut in einen von ihnen zum Genital zweckentfremdeten Körperteil beissen wollen…
Freitag, 14. Juli 2006 05:24
Abu: @Agnostiker
Was meinen Sie, wie viele Beispiele es gibt, wo Kinder durch Nicht-Erziehung zu lebens-inkompetenten Loosern werden, weil sie schon in der Schule nicht auf ihrem Hintern sitzen bleiben können; wo Kinder in ihren Eltern mangels Anwesenheit oder Vorbildcharakter keine Geschlechtsidentität gewinnen und in der Sexualität deshalb lebenslang vergeblich nach Mama oder Papa suchen?
Donnerstag, 13. Juli 2006 11:08
Das möchte ich sehen, daß jemand zur Hausfrau gezwungen wird im Katholischen, in Deutschland!

In der Realität mit Sicherheit nicht selten! Ich persönlich kenne ein Beispiel für eine sehr strenge und beeinflussende Erziehung und diese Person schafft es nicht aus dem vorgegebenen Leben heraus.
Mittwoch, 12. Juli 2006 23:26
Parzifal: @ Le Pen
Es lebe ZINEDINE ZIDANE!
Es lebe ZIZOU!
Mittwoch, 12. Juli 2006 23:22
Dann sind wir uns ja fast einig. Würde meine Tochter Managerin werden wollen, wäre ich auch geschwächt, aber ich würde mich fragen: Hab ich was falsch gemacht?

Ich glaube nicht, dass sowas was mit „falsch machen“ zu tun hat. Menschen sind nun halt mal Individuen. Ich habe auch nicht alle Werte meiner Eltern übernommen, obwohl ich ein sehr inniges Verhältnis zu ihnen habe. Mein Vater meint sogar – augenzwinkernd – ich sei total aus der Art geschlagen. Der Mensch hat nun mal den freien Willen und das ist auch gut so.

Trifft man Entscheidungen nur aus dem Grund seinen Eltern einen Gefallen zu tun, dann wird man ganz sicher nicht glücklich damit.
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