Piusbruderschaft
Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind
„Das letzte Konzil führte das Priestertum in die schwerste Krise der Kirchengeschichte.“ Deren Ursache sei das Dekret über die Priester, das zwar die alte Definition von Trient wiederhole, aber in einen Kontext stelle, wie ihn sich Martin Luther gewünscht habe. Von Bischof Bernard Fellay.
(kreuz.net, Ecône) „Als ich zum ersten Mal die alte Messe gelesen habe, entdeckte ich, was der Priester ist.“ Dieses ergreifende Zeugnis haben wir in der letzten Zeit oft von Priestern zu hören bekommen, die sich uns annähern.

In diesem Satz ist ein großer Teil des tiefen Geheimnisses zusammengefaßt, das die Kirche gegenwärtig verwundet:

1) Die Kirche befindet sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in einer Krise, weil man dem Priestertum seine Kraft genommen hat. Das ist eines der fundamentalen Elemente dieser Krise.

2) Das Priestertum ist und bleibt einer der entscheidensten Punkte für die Wiederherstellung
Bischof Bernard Fellay:
In der Konstitution über die Kirche, ‘Lumen gentium’, werden den Bischöfen und vor allem den Laien ganze Kapitel gewidmet, während man zum Priester nur einige Paragraphen findet.
der Kirche. Erzbischof Lefebvre war unter den Männern der Kirche des 20. Jahrhunderts derjenige, der dies vielleicht am besten begriffen hat.

3) Mit der Gründung der Priesterbruderschaft St. Pius X. besaß er kein anderes Ziel, als die Wiederherstellung des Priestertums, um dadurch die ganze Kirche zu erneuern.

4) Um das zu erreichen, muß die innige Verbindung zwischen Priester und Heiliger Messe, die von einer ungeahnten Tiefe ist, wiederhergestellt werden. Die Konzilsväter haben es offen zugegeben, daß der Priester der „große Vergessene“ des Zweiten Vatikanums ist.

In der Kirchenkonstitution ‘Lumen gentium’ werden den Bischöfen und vor allem den Laien – einer der großen „Entdeckungen“ des Konzils – ganze Kapitel gewidmet, während man zum Priester nur einige Paragraphen findet.

Die Priester werden
Internationale Theologenkommission:
Durch das Zweite Vatikanum ist die Stellung des Priesters in der Kirche nur noch verschwommen erkennbar.
entweder dem Bischof oder dem allgemeinen Priestertum der Getauften untergeordnet.

1971 kann die internationale Theologenkommission sagen: „Das Zweite Vatikanum hat dieses priesterliche Bild unter zwei Aspekten verändert. Das Konzil hat vor allem das allgemeine Priestertum aller Gläubigen behandelt und erst danach das Amtspriestertum […]

Es hat desweiteren die Stellung des Bischofs als Zentrum der Teilkirche und als Glied des universalen Bischofskollegiums hervorgehoben. Die Stellung des Priesters in der Kirche ist nur noch verschwommen erkennbar.“ (Le ministère sacerdotal, Cerf, Paris, 1971)
.

Diese Verschwommenheit, die aus dieser Geringschätzung und neuen Betrachtungsweise des Priestertums entstand, hat den Identitätsverlust des Priesters verursacht, von dem Johannes Paul II. 1992 im postsynodalen Schreiben ‘Pastores dabo vobis’, sprach.

Er sagte, daß dieser Identitätsverlust von einer irrigen Interpretation des Konzils herrühre.

Identitätsverlust, eine unklare Stellung in der Kirche. Und das obwohl das Konzilsdekret [über die Priester] ‘Presbyterorum ordinis’ die vom Konzil von Trient gegebene Definition des Priesters wiederholt!

Aber der Kontext ist so geartet, daß der Begriff des Priesters als Prediger – wie ihn Luther († 1546) haben wollte – in den Vordergrund geschoben wird und nicht der Priester, der das Opfer darbringt.

Das führt Pater Daniel Olivier, einen anerkannten Fachmann in der Frage des Niedergangs des Priestertums nach dem Konzil, zu folgender Aussage:

„Das wahre Problem ist für den Katholizismus so ungewöhnlich, daß man die instinktive Erblindung leicht erkennt, die es erlaubt, diesem Problem auszuweichen.

Der Wille, zweien Konzilien treu zu sein, die so unterschiedliche Wege gehen, ist ganz einfach unmöglich.“ (Daniel Olivier, Les deux visages du prêtre, Fayard, Paris 1971, Seite 106.)


Der neuen Darstellung des Priestertums entspricht die Neue Messe völlig. Sie ist in ihrer Art und Absicht sogar noch protestantischer.

Die beiden Elemente – Definition des Priesters und der Neuen Messe – genügten, um die schwerste Krise des Priestertums in der ganzen Kirchengeschichte hervorzurufen.

Sagen wir es offen: Das Priestertum wurde in geschickter Weise entstellt. Das Vorstehen (praeesse), das Predigen (praedicare) sind sicher priesterliche Aufgaben. Aber sie sind nicht das Wesentliche: Opfern (sacrificare).

Solange der Priester nicht versteht, daß sein Daseinsgrund das Opfer ist und daß seine Weihe ihn zum Opfer hin ausrichtet
Bischof Bernard Fellay:
Für die nach Erzbischof Bugninis eigenen Worten im Namen des Ökumenismus »protestantisierte« Messe brauchte es auch ein entsprechendes Priestertum.
und zwar zum Kreuzesopfer unseres Herrn, hat er nicht wirklich begriffen, wer er ist.

Ein Priester ohne Messe und Opfer ist wie ein Auge ohne Sehkraft, ein Ohr ohne Gehör oder wie Beine, die nicht gehen.

Noch nie ist es dem Feind der Kirche gelungen, die Kirche so sehr im Herzen zu treffen. Denn das Herz der Kirche, das dem ganzen mystischen Leib das übernatürliche Leben mitteilt und das Leben im ganzen Organismus verteilt, ist das heilige Messopfer.

Für die nach [Erzbischof Annibale] Bugninis († 1982) eigenen Worten im Namen des Ökumenismus „protestantisierte“ Messe brauchte es auch ein entsprechendes Priestertum.

Den Priestern, die wir am Briefbeginn zitierten, fiel es durch den Kontakt mit der überlieferten heiligen Messe wie Schuppen von den Augen. Sie sind – wie sie mir erzählen – zugleich enttäuscht aber auch glücklich.

Enttäuscht weil „man“ ihnen diesen Schatz vorenthalten hat.

Glücklich – von Glück überströmt – weil sie die außerordentliche Größe ihrer Berufung, der beeindruckenden Wirklichkeit der Teilnahme am Priestertum Unseres Herrn Jesus Christus „in persona Christi“erfaßt haben.

Der Priester ist eingebunden, ja sogar hineingetaucht, in die Opferhandlung unseres Herrn, des Hohenpriesters. Er partizipiert daran mit seinem ganzen Sein, das er Jesus hingibt, der Priester und Opfergabe zugleich ist für das Heil der Seelen, für die Erlösung.

Das alles wird in der Neuen Messe unterschlagen. Arme Priester, die nicht wissen, was sie sind.

Aus dem Pfingstbrief des Generaloberen der vom Vatikan aufgehobenen Priesterbruderschaft St. Pius X. an Freunde und Wohltäter.
      
47 Lesermeinungen
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#47   Pius X.   01:26:41 | Dienstag, 11. Juli 2006
@FioreGraz, Gotthard: Aufhebung FSSPX
Sie wurde auch vom Vorgänger Bischof Charrière „ad experimentum“ vorübergehend genehmigt, folglich lag es auch in der Kompetenz des Nachfolgers sie wieder aufzulösen. Weiters wurde dieses Recht bevor Bischof Mamie den Schritt setzte seitens Paul VI. und einer dafür einberufenen Kardinalskommision bestätigt.
Diese „Bestätigung“ geschah jedenfalls nicht in Übereinstimmung mit dem damals geltenden Kirchenrecht von 1917 und war somit eine fehlbare Falschauskunft.
Eine Pia Unio im Sinne von Confraternitas die mit Zustimmung der Ortsbischöfe ihre Niederlassung nun schon in 2 Diözesen (Fribourg und Sitten) hatte, konnte natürlich nicht mehr von einem dieser beiden Bischöfe aufgehoben werden, da sie ja noch die Erlaubnis des Bischofs der anderen Diözese hatte.
Das ist der eigentlich kirchenrechtlich entscheidende Grund für die Ungültigkeit der Auflösung.
Deshalb hätte die Aufhebung der FSSPX gültig nur vom Papst aufgehoben werden können.
E.B. Lefebvre als Doktor des Kirchenrechtes wußte das und berief sich zu Recht darauf. Die Genehmigung „ad experimentum“ auf 6 Jahre war zur Zeit der Scheinauflösung, die also erst Nov. 1976 gewirkt hätte, ebenfalls noch gar nicht abgelaufen. Gewöhnlich wurden die Verlängerungen ohne Probleme gewährt.
Die Inkardinierung der Priester 1976 durch Lefebvre war also berechtigt, die Suspension unberechtigt, der Rekurs von E.B. Lefebvre also zu Unrecht abgelehnt, auch deshalb, weil der Rekurs eines Bischofs nicht abgelehnt werden darf.
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#46   legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †   20:51:22 | Samstag, 8. Juli 2006
@Bernardin, R.B.Stadler, etc.
Oh Herr, lass Abend werden!
Oh – ist ja schon …
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#45   Bernardin †   20:40:25 | Samstag, 8. Juli 2006
IMPERATOR
KÖNNEN SIE BELEGEN, MIT DATEN, MIT FAKTEN, WANN MSGR. P.MAMIE BISCHOF VON SITTEN WAR???
MSGR. MAMIE WAR NIE BISCHOF VON SITTEN, IMMER nur VON FRIBOURG, LAUSANNE, GENF!
DIE NACHFOLGER VON MSGR. CH. VON SITTEN WAREN BISCHOF NESTOR ADAM UND HENRI KARDINAL SCHWERY!
warum verbreiten sie unwahrheiten?
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#44   R.B.Stadler   20:26:56 | Samstag, 8. Juli 2006
@pius30
Grüß Gott,
a*******Wenn ich hier Artikel wie „Fellay lügt“ lese, frage ich mich, wieso hier mit der Wortwahl nicht besser umgegangen wird.******e
die Wortwahl ist dem Herrn gemäß seines häretischen Status passend. Der Herr Fellay ist leider nur ein Laie ebenso wie die V2-Priester, die er kritisiert. Die Piusmannschaft kennt die genauen Umstände seit längerem, Lefebvre war auch nur ein Laie. Da Lefebvre von dem Hochfgradfreimaurer Lienart keine gültige Priesterweihe empfangen konnte, war er weder Priester noch Bischof. Die Kritik von Fellay ist eigentlich eine Kritik an der inneren Intention von Lienart. Würde der Herr sich den Kopf zerbrechen und die Kirchenlehre bis Pius XII. genau studieren, käme er zu dem Entschluß, daß sein Verein, wie der von Papa Rattzi nur Laienschauspielgruppen sind.
In Christo,
RBS
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#43   aschera   02:22:25 | Samstag, 8. Juli 2006
@Athanasius
Lex orandi, lex credendi.
Zwei Möglichkeiten: Entweder sie wollen es spannend machen und verkünden morgen, was ihr Posting mit dem darunter zu tun hat,
oder sie haben selbst keine Ahnung, wovon sie reden!
Was von beiden trifft zu?
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#42   Athanasius   21:30:02 | Freitag, 7. Juli 2006
@Unterem Beitrag
Dennoch lehren die Altväter:
Lex orandi, lex credendi. Das Gesetz des Betens, ist das Gesetz des Glaubens.
Die Zelebration der heiligen Eucharistie, des Meßopfers also, ist wahrhaft die summa vitae sacerdotis. Das Ziel priesterlichen Lebens. Das bedeutet aber nicht, daß er keine andere Aufgaben hat. Aber das sagt Weihbischof fellay ja auch gar nicht. Im Gegenteil. Er spricht nicht negativ vom Pastoral, nur negativ von einer entarteten Reihenfolge priesterlicher Aufgaben.
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#41   aschera   20:50:18 | Freitag, 7. Juli 2006
Eine Frage zur Logik: Nachvatikanisches Priesterrollenbild
Ich weiß zwar jetzt schon, wer mich nachher verbal verprügeln wird, aber ich bin ja zäh.
Die Grundthese des Artikels ist doch, dass die Priester ob ihrer Funktion in der Messe nach dem gültigen Ritus der Kirche so verwirrt sind, dass sie an einer Identitätskrise leiden und die Ursache dieses Übels das Konzil ist und das Allheilmittel dagegen wäre die Wiedereinführung des Ritus von 1570.
Nun stellen sich mir ein paar Fragen der Logik:
Man verlangt vom Priester, dass er vor der Weihe zu so weitreichenden Entscheidungen wie zum Zölibat bereit ist, traut ihm aber nicht zu, ohne Imperative von außen seine eigene Rolle in der Funktion zu finden.
Man nimmt an, dass Priester heute, 40 Jahre danach, durch das Konzil in ihrer Rollenfindung irritiert sind. Selbst die spätesten Spätberufenen waren zum Konzil kaum aus der Pubertät! Wenn es also eine solche Irritation gibt, dann sind doch solche Umkehrbestrebungen daran schuld.
Man geht weiters davon aus, dass pastorales Wirken im Leben eines Priesters eine Nullstelle ist und nichts mit seiner Rollenfindung zu tun hat. Wenn viele Leser hier auch Priester nur beim Zelebrieren sehen, so leben und ARBEITEN Priester doch auch (und eigentlich hauptsächlich) außerhalb der Gottesdienste!
Ich weiß, dass ich mit meinen Postings hier niemanden Bekehren kann. Aber wenn man für eine Sekunde über jeden der drei Punkte nachdenkt, bin ich schon zufrieden.
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#40   Gotthard   20:03:16 | Freitag, 7. Juli 2006
PIussekte und die Wahrheit
Und ich gehe mal davon aus, dass die FSSPX nicht öffentlich etwas darlegt, was (kirchen)rechtlich falsch ist.
doch, das tut sie!
Nachdem Lefebvre 1970 gebeten worden war, diese Seminaristen persönlich zu unterrichten, wandte er sich an den Diözesanbischof von Lausanne, Genf und Freiburg, François Charrière, der die Gründung der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) als pia uniogenehmigte, einen vorläufigen Status in Richtung eines offiziell anerkannten religiösen Institutes oder einer Gemeinschaft apostolischen Lebens. François Charrière genehmigte den pia-unio-Status zunächst für sechs Jahre ad experimentum.
Diese vorläufige Anerkennung wurde am 25. April 1975 zurückgenommen…mit Billigung des Papstes.
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#39   Hódmezövásárhelykutasipuszta   19:20:27 | Freitag, 7. Juli 2006
Humanae Vitae
Also, nachdem auch mein Name gefälscht wurde, Himmelvahrt war es nicht, sondern Humanae Vitae.
Ich wollte keine Rätsel aufgeben, aber war der Meinung, dass die Abkürzung allgemein üblich sei.
Zu den Anmerkungen, HV habe ja nur geltendes festgeschrieben, sei nur eines gesagt:
HV hat geltende Lehre neu interpretiert, hat Steinbruchexegese erster Güte betrieben und eine fatale Akzentsetzung vorgenommen.
Wenn keine Neubestimmung erfolgt, ist eine Enzyklika doch sinnlos, ungefähr so sinnlos wie … (sie wissen schon, welche).
Das Verdienst der Erkenntnis anderer Ehezwecke als jener der Fortpflanzung können ältere Kirchenlehrer für sich verbuchen. Ich denke dabei zuerst einmal an Irenäus von Lyon.
Das Konzil für die Folgen der Sabottage, die es in der Umsetzung erlitten hat, selbst verantwortlich zu machen, das ist doch äußerst billig. Das ist, als würde man in die Hose machen und dann den Schneider dafür zur Verantwortung ziehen, dass die Hose nass ist.
zum Priesterbild:
Im Timoteusbrief steht sinngemäß, wer nicht in der Lage ist, seinem eigenen Haus vorzustehen, wie soll der eine Gemeinde leiten. Darum Frage ich: wer nicht in der Lage ist, sich selbst Orientierung zu schaffen, sich in seiner Rolle zu definieren, wie soll der einer Gemeinde Orientierung verschaffen und ihr behilflich sein, sich in einer säkularisierten Welt zu orientieren.
Im 20. Jahrhundert war das eben nicht mehr so, dass die Kirche Definitionsmacht über jede Wirklichkeit hatte und tun konnte, was sie wollte!
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#38   FioreGraz   18:54:14 | Freitag, 7. Juli 2006
@Imperator
Nun bestimmt jedoch das Kirchenrecht, dass eine kirchliche Gemeinschaft, die ordnungsgemäß kanonisch errichtet wurde
Das war es eben nicht und das verschleiert fssxp, sie war eben nur „ad experimentum“ für 6 Jahre vom Bischof genehmigt, Levebre wollte zwar die Bestätigung von Rom die wurde ihm aber verweigert. Sprich nach den 6 Jahren war sowieso Schluß mit oder ohne Aufhebung.
Daher hatte er aber auch wiederum, da nur „ad esperimentum“ und nicht regulär, das Recht die fssxp aufzuheben. Weiters bedeutet die Abschmetterung des Rekurses defacto die Auflösung durch den heiligen Stuhl.
LG
Fiore
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#37   Imperator   16:53:58 | Freitag, 7. Juli 2006
@Fiore
Sie wurde auch vom Vorgänger Bischo Charrière „ad experimentum“ vorübergehend genehmigt,[…]
Sollte man annehmen, ist aber kirchenrechtlich nicht richtig. :-@ Auf www.fsspx.info lesen wir:
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. wurde am 1. November 1970 „kanonisch errichtet“, […] Dies geschah durch den Bischof von Freiburg, Genf und Lausanne, Mgr. Charrière.
[…]
Auf Betreiben dieser Bischöfe machte sich der päpstliche Staatssekretär, Kardinal Villot, daran, die FSSPX zu beseitigen. Er veranstaltete einen Scheinprozess und ließ schließlich die Bruderschaft durch den Bischof von Sitten, Mgr. Mamie, aufheben. Nun bestimmt jedoch das Kirchenrecht, dass eine kirchliche Gemeinschaft, die ordnungsgemäß kanonisch errichtet wurde, nur vom Papst selber wieder aufgehoben werden kann. Eine solche päpstliche Aufhebung der FSSPX ist bis heute nicht erfolgt. Die Aufhebung von Mgr. Mamie war also rechtlich ungültig und wurde deshalb von Erzbischof Lefebvre nicht anerkannt, der einfach weitermachte wie bisher. Daraufhin strafte ihn Rom mit der Strafe der „Suspension“, d.h. Verbot der Ausübung seiner Ämter. Da jedoch der Grund für die Suspension rechtlich ungültig war, war die Suspension ebenfalls ungültig und wurde von Erzbischof Lefebvre ebenso wenig anerkannt.
Und ich gehe mal davon aus, dass die FSSPX nicht öffentlich etwas darlegt, was (kirchen)rechtlich falsch ist.
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#36   Stimme aus dem Tradiland   13:54:21 | Freitag, 7. Juli 2006
Das fehlt vor allem: Der Antimodernisteneid des Hl. Papstes Pius X. (1910)
Unter anderem hier unter der Überschrift Iusiurandum contra errores modernismi = Antimodernisteneid (1910) www.kreuz.net/bookentry.611.html zu finden. Sehr schön und eindrucksvoll.
Seine Nichtbeachtung und die der Bulle Quo Primum von 1570 www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=311&pid=38… erklären in wenigen Sätzen die Krise der heutigen Kirche. Noch leichter erklärt als die systemathische Zerstörung der Hl. Tradition.
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#35   stat crux   13:36:27 | Freitag, 7. Juli 2006
Zugegeben,
im Wind der 1970er hat sich Kasper zu ein paar Platitüden hinreißen lassen, aber wird sind über 35 Jahre weiter! Pius XI. hat die ökumenische Bewegung gebremst, die vor dem II. Weltkrieg eine Art „Parlamentarismus“ der Konfessionen ansteuerte. Die Akzentverschiebung des Vatikanum II besagt doch im Kern, dass wir die Eine Herde ansteuern, die vor uns liegt, nicht die imaginäre, die scheinbar hinter uns liegt. Oder sehr ich das etwa „modernistisch“? Dann stammt der Modernismus offenkundig unmittelbar aus dem Johannesevangelium.
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#34   Kardinal Mazzella   13:30:14 | Freitag, 7. Juli 2006
wozu die FSSPX gut sein soll
Mit gleichem Recht könnte man fragen, wozu die Kirche ein troianisches Pferd wie das Institut für die Einheit der Gläubigen in ihren Reihen dulden soll und was noch schlimmer ist, Kardinal Kasper ist mit den Schriften der römischen Theologie – also Perrone, Mazzella usw. – bestens vertraut hat er doch bei Scheffczyck über sie promoviert und dennoch vertritt er hartnäckig den von Pius XI verurteilten Oekumenismus
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#33   stat crux   13:05:49 | Freitag, 7. Juli 2006
Camillo Mazzella S.J.
war tatsächlich ein interessanter Theologe, aber kein „Ideologe“.
Wahr bleibt, dass kein unverblendeter Zeitgenosse überhaupt noch erkennen kann, zu welchem Zweck die SSPX noch gut sein soll; es sei denn, sie hält sich tatsächlich (unter naturalistischer Umdeutung der Tradition) für „die wahre Kirche“. Aus römischer Sicht bliebe diese dann aber erst Recht ein virtuelles Konstrukt, mag sie auch noch so heftig beteuern, dass sie (und nicht „Rom“) die Leibhaftige sei.
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#32   FioreGraz   12:58:11 | Freitag, 7. Juli 2006
@Imperator
Eben. Durch den (nicht dazu berechtigten) Diozesan(?)bischof, aber eben nicht vom (dazu berechtigten) Vatikan.
Sie wurde auch vom Vorgänger Bischo Charrière „ad experimentum“ vorübergehend genehmigt, folglich lag es auch in der Kompetenz des Nachfolgers sie wieder aufzulösen. Also kein unberechtigter Akt. Weiters wurde dieses Recht bevor Bischof Mamie den Schritt setzte seitens Paul VI. und einer dafür einberufenen Kardinalskommision bestätigt. Und folgerichtig Levebres Einwände genau dieser Natur abschliesend abgelehnt.
Die weitere Existenz an sich war schon der erste schismatische Akt des Ungehorsams inkl. der nicht erlaubten Priesterweiehn, anschliesender Suspendierung und als draufgabe unerlaubte Bischofsweihen für eine Bruderschaft die gar nicht existieren durfte da untersagt als Notwehrakt…
Levebre wollte wie Luther mit dem Kopf durch die Wand, schlimemr noch er war an einem Ausgleich gar nicht interesiert.
LG
Fiore
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#31   Kardinal Mazzella   12:39:01 | Freitag, 7. Juli 2006
stat crux
was Sie behaupten ist schlichtweg unwahr. Besorgen Sie sich doch einmal Dominique Bourmaud: 100 années de modernisme, sowie jene des 4 fachen Symposiums am Institut Saint Pie X in Paris über V2. Wenn Sie ein Anhänger der V 2 Ideologie sind, so ist es Ihre Sache, aber auf keinen Fall kann es den Anspruch erheben katholisches Glaubensgut zu sein. Zu Ihrer Orientierung habe ich die meisten von Ihnen zitierten Autoren gelesen und kenne die Argumente von Balthasar’s: Schleifen der Bastionen, oder Congars: Le Concile de Vatican II, son église, peuple de Dieu et Corps du Christ. Hören Sie endlich auf alle diejenigen, die der V 2 Ideologie nicht anhängen als Hinterwäldler zu bzeiechnen.
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#30   Lima †   12:31:03 | Freitag, 7. Juli 2006
was passiert eigentlich, wenn …
was passiert eigentlich, wenn …
ein verheirateter Katholischer Priester trotzdem einer Eucharistiefeier vorsteht?
Dann tritt wahrscheinlich das Kirchenrecht auf den Plan und es wird hin- und hergedreht und gewendet.
Doch: Nach dem Glaubenssinn der Gemeinde wird dann nicht gefragt, oder?
und:
was passiert eigentlich, wenn …
ein katholischer Priester, der nicht heiratet, weil er sein Priesteramt sonst verlieren würde, aber ansonsten nicht anders lebt als der Verheiratete (mit dem einzigen Unterschied, dass Lüge und Doppelleben sowei Doppelmoral in eine ethische Bewertung hinzukommen)?
Dann ist kirchenrechtlich gesehen alles klar und deutlich!
o^/ ?:) o^/ !:) ?:) o^/ !:)
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#29   stat crux   11:18:44 | Freitag, 7. Juli 2006
Ob M.L. ein Freimaurer war
oder nicht, das hängt von der Klärung des Begriffs ab. Das Phänomen der Logen und Geheimgesellschaften ist so vielschichtig und komplex, dass es durchaus auch solche gibt, die antiliberal, antihumanitär und sogar antidemokratisch eingestellt sind (etwa „P 2“ in Italien). Pierre Plantard als Möchtegern-Gründer einer anti-maurerischen Loge, die als „Prieure de Sion“ zweifelhaften literarischen Ruhm erlangte, markiert da nur ein Einzelphänomen inmitten des rechtslastig-okkulten Sumpfes. In kirchenrechtlicher Betrachtungsweise ist die Priesterbruderschaft jedenfalls von einer Freimaurerloge nicht zu unterscheiden, da ihr jede Anerkennung der legitimen Autorität als katholischer Verein fehlt.
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#28   Pius30   11:08:14 | Freitag, 7. Juli 2006
Bitte Wortwahl beachten
Wenn ich hier Artikel wie „Fellay lügt“ lese, frage ich mich, wieso hier mit der Wortwahl nicht besser umgegangen wird.
Weihbischog Fellay vorzuwerfen, er lüge, ist genauso überzogen wie Erzbischof Lefebvre vorzuwerfen, er sei Freimaurer gewesen, was ich neulich auch wo gelesen habe.
Nur mal so als Tipp: Vielleicht wäre es sinnvoller, zu sagen: Fellay vertritt die Ansicht…, aber dem stimme ich nicht zu, da er dies… und das… wenig differenziert sieht… und es falsch in den Gesamtkontext einordnet.
Aber gleich zu schrieben, er lügt und ihm damit Absicht zu unterstellen, ist unwissenschaftlich und unmöglich und beleidigend.
Dies nur mal als bescheidener Tipp. :-@
Euer Pius.
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#27   stat crux   11:04:23 | Freitag, 7. Juli 2006
Markus Antonius:
Jedwedes Wirken des Hl. Geistes wird seitens der SSPX für unmöglich erachtet, sofern es nicht der Umdeutung der Tradition in einen integralistischen Naturalismus zugute kommt. Die Tradi wagen ja nicht einmal vorkonziliare Autoren zu lesen, die NIE auf dem Index standen (bspw. Congar, Danielou, Lubac, Grillmaier, Scheffczyk, v.Balthasar), denn sogar der Index war denen nicht Index genug. Während die Religion zwei Quellen hat, das menschliche Suchen und das Wort Gottes, hat diese „Tradition“ nur eine Quelle: Der nie enden wollende Phantomschmerz französischer Monarchisten, dass bereits Pius VIII. die Julirevolution in Frankreich 1830 gebilligt hat. Das war der Anfang vom Ende der „katholischen“ Wahrheit.
So zutreffend manche Diagnosen sind, Fellay et al. sind doch froh, dass die Symptome ihnen Gelegenheit bieten, einen absolut falschen Begriff von Tradition zu propagieren. „Therapie“ kann dieser aber nicht sein.
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#26   Markus-Antonius †   09:49:04 | Freitag, 7. Juli 2006
Der „Bischof“
täte gut daran, sich in seinem Pfingstbrief mit dem Wirken des hl. Geistes zu befassen. Möglicherweise käme ihm dabei mal eine Erleuchtung.
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#25   Imperator   09:28:13 | Freitag, 7. Juli 2006
@Fiore
1975 durch Bischof Mamie.
Eben. Durch den (nicht dazu berechtigten) Diozesan(?)bischof, aber eben nicht vom (dazu berechtigten) Vatikan.
Das soll keine Erbsenzählerei meinerseits sein. Nur lässt dies mal wieder auf die ach so genaue und seriöse Berichterstattung von kreuz.net schliessen. Aber wir sind es ja nicht anders gewohnt. :-S
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#24   r.ruhrgebietler   09:01:38 | Freitag, 7. Juli 2006
welch schmales Brett hat die Redaktion denn hier getroffen??
ist das ernst gemeint??
„Aus dem Pfingstbrief des Generaloberen <b>der vom Vatikan aufgehobenen Priesterbruderschaft St. Pius X. </b> an Freunde und Wohltäter.“
Wann soll das gewesen sein??
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#23   FioreGraz   08:22:30 | Freitag, 7. Juli 2006
@monti
ja, und seht mal, was aus Luthers „Draufpfiff“ geworden ist: Eine Bewegung, die in Deutschland ebensoviele Anhänger gefunden hat wie der Katrholizismus.
Ob das auch der FSSPX widerfährt?
Aber auch eine Bewegung die mit der verwirklichten Kirche und katholischen Lehre soviel gemein hat wie ein Elefant und ein Fahrrad.
LG
Fiore
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#22   monti   07:41:20 | Freitag, 7. Juli 2006
@FioreGraz
ja, und seht mal, was aus Luthers „Draufpfiff“ geworden ist: Eine Bewegung, die in Deutschland ebensoviele Anhänger gefunden hat wie der Katrholizismus.
Ob das auch der FSSPX widerfährt?
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#21   Schüttel   06:54:38 | Freitag, 7. Juli 2006
Dieser Artikel folgt dem vorherigen …
Exz. Fellay antwortet indirekt Exz. Genn, dessen Priester gar nicht mehr wissen können, was und wofür sie da sind in den geplanten Mega-„Pfarreien“.
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#20   FioreGraz   06:44:29 | Freitag, 7. Juli 2006
@Imperator zur Info
1975 durch Bischof Mamie. Der Rekurs durch den späteren Schismatiker Levebre wurde am 10 Juni 1975 von Rom abgelehnt. Levebre wurde suspendiert, pfiff darauf … typisches Verhalten, Luther hats nicht anders gemacht.
LG
Fiore
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#19   Imperator   23:53:07 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@Redaktion!!!
Aus dem Pfingstbrief des Generaloberen der vom Vatikan aufgehobenen Priesterbruderschaft St. Pius X. an Freunde und Wohltäter.
Hab ich da was verpasst? Wann soll das denn gewesen sein?
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#18   Kreuzfidel   23:36:21 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Kries schon vor V2
Die Kriese des Priestertums hat schon vor dem V2 begonnen.
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#17   Kardinal Mazzella   23:33:27 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Gotthard
Ich hoffe, Sie sind anständig genug, sich nicht mehr als katholisch zu bezeichnen, denn was Sie da erzählen ist Ihre reine Erfindung.
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#16   Sulpicius   22:58:28 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@Gotthard
die Pille war die Erfüllung der Sehnsucht von Generationen von Ehepaaren und Frauen
Klar, damit sie jetzt endlich ohne Sinn und Verstand drauflos poppen konnten. Eine andere Sehnsucht stand da nicht hinter.
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#15   Gotthard   22:28:11 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Priester?
Solange der Priester nicht versteht, daß sein Daseinsgrund das Opfer ist und daß seine Weihe ihn zum Opfer hin ausrichtet und zwar zum Kreuzesopfer unseres Herrn,
Priester in diesem Sinne hat die Kirche nie gehabt. Religionsgeschichtlich ist ein Priester jemand, der aus den dem Menschen Gegebenen einen Teil für die Gottheit – als Opfer – reserviert und dieser Gottheit dann „darbringt“.
Daraus erwuchsen Ansehen und gesellschaftliche Stellung. Dieser Priester tat etwas für mich gegenüber Gott … darauf war ich angewiesen … ich hatte keinen Zugang.
Solche Opfer – und damit auch Priester – kennt das Christentum nicht.
Es hat ein Opfer gegeben, das einHoherpriester, der mitleiden kann, dargebracht hat: der Tod Jesu am Kreuz und seine Annahme in der Auferstehung.
So hat Herr Fellay eine sehr sonderbare Ansicht des Ordo in der katholischen Kirche.
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#14   matti110   22:27:30 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Bildtext
Es sind 4 Neupriester. Das Wort „mehrere“ und das Bild erwecken doch den Eindruck von „mehr“ Weihen für die FSSPX in ganz Amerika.
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#13   Malachias †   22:12:18 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@aschera
Mit hv hat montini/paul vi. doch nur die lehre, die schon immer gegolten hat, bestätigt. Sogar in dem sinn abgemildert, dass er nicht mehr die kinderzeugung als ersten zweck des ehelichen aktes bezeichnet hat.
was v2 betrifft, siehst du das wohl ein bisschen zu extrem: es wären vielleicht weniger kirchensteuerzahler da, dafür aber u.U. mehr praktizierende katholiken. die kirche wäre möglicherweise noch so „lebendig“ wie kurz nach dem konzil, wen dem so ist…
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#12   Gotthard   22:11:40 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@malachias
diese These bzw meinung können auch nur Leute haben, die weder die Menschen kennen noch die Zeit noch die Geschichte …
Humanae Vitae war DER Bruch … war das Waterloo der Kirche …
die Pille war die Erfüllung der Sehnsucht von Generationen von Ehepaaren und Frauen … die wurde brutal zerstört… damit das Vertrauen in die Kirche.
Aber um das zu kapieren, muss man die Menschen kennen …
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#11   aschera   22:06:53 | Donnerstag, 6. Juli 2006
nicht schlagartig
Also, ich meine, dass Humanae Vitae eine Krise ausgelöst hat, die der Aufbruchsstimmung nach dem Konzil zumindest einen gehörigen Dämpfer versetzt hat. Schlagartig ausgelöscht wurde sie natürlich nicht, denn es gibt sie bis heute. Nur ist die Kirche numerisch durch Humanae Vitae reduziert, weil sich die Menschen von ihr abgewandt haben, die gerade dabei waren, sich ihr zuzuwenden.
Wenn die Messordnung damit im Zusammenhang steht, dann nur in der Form, dass die Neue Form der Feier den Menschen näher war, sie als Gläubige und Subjekte der Feier erstmals ernstgenommen hat. Das ist als positive Entwicklung zu werten.
Ohne dieses Konzil wäre die römisch-katholische Kirche heute eine Gruppierung, die sich nicht mal eine .net Domain leisten könnte.
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#10   Malachias †   21:55:42 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@aschera
Und diese Lebendigkeit soll dann schlagartig durch „HV“ ausgebremst worden sein? :-S
Könnte es nicht auch etwas mit dem NOM (der neuen Messe) zu tun haben? ?:)
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#9   Hódmezövásárhelykutasipuszta:   21:55:00 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Malachias
Aschera liegt falsch! Mit „HV“ ist natürlich Himmelvahrt gemeint! Seitdem steckt die Kirche in einer einzigen Krise!
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#8   aschera   21:52:48 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Wenn ich raten müsste
würde ich aus dem Zusammenhang „seit HV ist die Kirche in der Krise“ auf Humanae Vitae tippen. Denn in einem hat der User, der offenbar oft an Piroschka denkt ;-) vollkommen Recht: die Zeit zwischen Vatikanum II und Humanae Vitae hat nichts von einer Kirchenkrise – ganz im Gegenteil, ich glaub so lebendig wie damals war die Kirche seit der konstantinischen Wende nicht mehr.
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#7   Malachias †   21:46:39 | Donnerstag, 6. Juli 2006
@Hódmezövásárhelykutasipuszta
Mal ganz dumm gefragt: Was ist denn o.O „HV“?
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#6   Gotthard   21:46:02 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Petitessen
Sie machen es sich leicht S.E. Fellay zu verleumden.
Diese Petitesssen von Äußerungen eines Winkelbischofs … was kann dieser Herr denn schon ausrichten?
Dieser Mini-Verein von Pius-XX ist doch zu vergessen… wären die Menschen genau auf dieser Wellenlänge, DANN wäre diese Gruppierung keine zu vernachlässigende Größe.
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#5   daughter_of_isis* †   21:42:42 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Retortenjournalismus!
kreuz.net und die ewige Wiederkehr des Gleichen
Monat für Monat das gleiche Spiel!
Aber will man wirklich von kreuz.net mal was Überraschendes erwarten?
Sowie man von den BigBrother-Bewohnern keinen intellektuellen Tiefgang oder interessante, faszinierende Dialoge erwarten kann, so kann man das bei kreuz.net auch in die Tonne kloppen!
… und die ganze Webpage am besten mit!
Eine Seite gemacht von Kleingeistern für Kleingeister!
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#4   Hódmezövásárhelykutasipuszta   21:32:13 | Donnerstag, 6. Juli 2006
kreuz.net und die ewige Wiederkehr des Gleichen
@Guntram Wenn man mit dem Herrn Dings verschiedener Meinung ist, ist das schon Verleumdung? Ist der Gott persönlich?
@Analyse des Herrn Fellay In seiner Analyse sagt Herr Fellay mit durchaus verständlicher Absicht mehrmals die Unwahrheit:
1) Die Kirche befindet sich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in einer Krise. Falsch! Die Kirche befindet sich seit HV in einer Krise.
2) Das Priestertum ist und bleibt einer der entscheidensten Punkte für die Wiederherstellung
der Kirche. Falsch! Die Kirche besteht, sie braucht nicht wiederhergestellt zu werden. Finde das Infam, als Häretiker den Bestand der Kirche anzuzweifeln, nur weil man selbst nicht dazugehört.
Irgendwie habe ich grade so das Gefühl, der Artikel ist ungefähr so als ob Malta aus der EU austreten würde und danach die anderen 24 EU-Staaten dazu drängen wollte, Malta beizutreten.
Naja, abschließend bleibt noch die Frage an die Redaktion: Habts nichts Neues?
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#3   Guntram   20:28:03 | Donnerstag, 6. Juli 2006
der Weg ins Freie
Herr Stadler? Wie sieht der aus? Sie machen es sich leicht S.E. Fellay zu verleumden.
Skizzieren SIE doch, wenn sie so klug daherreden, was ist der Ausweg?
Sie sind in Wirklichkeit ein armer egozentrischer Wicht, der hier alles mieß machen will.
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#2   R.B.Stadler   20:18:23 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Fellay lügt!!!!!!!!!!!!
Grüß Gott,
Herr Fellay lügt, das V2 stellt den Priester nicht in den Kontext von Luther. Nein, es stellt den Neupriester mit Luthers Ansicht vom Gemeindevorsteher gleich. Der Neupriester ist nur noch ein Laie der der Gemeinde vorsteht und eine Mahlfeier abhält. Der Neubischof ist in diesem Sinn auch kein Bischof mehr, sondern ein zum Amt bestellter Laie.
Die Hauptlüge von Herrn Fellay, die Montini-Weihen wären gültig. Was aber nicht sein kann darf nicht sein, wenn er an den Motini-Weihen zweifelt, muß er auch an seiner eigenen Weihe zweifeln, deshalb hält er krampfhaft an den Lügen fest und verschweigt seinen Sektenmitgliedern, daß Rom schon längst nicht mehr zum apostolischen Glauben zurückkehren kann.
Mit Fellay gehen die Tradisekten unter, wie die V2-Sekte mit Papa Rattzi.
In Christo,
RBS
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#1   stat crux   18:49:24 | Donnerstag, 6. Juli 2006
Nicht ganz falsch!
Das Konzil hat das Priestertum sträflich vernachlässigt. Man richte aber bitte das Augenmerk auch darauf, dass fast sämtliche Protagonisten der nachkonziliaren Krise in vorkonziliaren Autoritätsbegriffen befangen blieben, gerade auch im Blick auf die oft despotische Durchführung von Reformen in Pfarreien und Klöstern.
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