So etwas wie ein Schisma
Schon in der Glaubenskongregation fragte sich der jetzige Papst, wie die Erscheinungen von Medjugorje angesichts ihrer großen Anzahl als echt erachtet werden könnten – erklärte der für den Ort zuständige Diözesanbischof kürzlich.

Mons. Peric predigte bei einem Firmgottesdienst am Fronleichnamstag in Medjugorje.
Der Bischof erklärte, daß einige der auch in Medjugorje tätigen Franziskanerpatres wegen ihres Ungehorsams gegenüber dem Heiligen Vater von ihrem Orden ausgeschlossen worden seien.
„Sie betätigen sich nicht nur illegal in ihren Pfarreien, sondern sie haben auch die Sakramente unerlaubt, andere sogar ungültig gespendet.“ Es handle sich um ein schockierendes, antikirchliches Verhalten.

„Wir beten zu Gott, daß dieser Skandal und dieses Schisma so bald als möglich aus unserer Mitte ausgerissen wird.“
Der Bischof unterstrich, daß sowohl sein Vorgänger als auch er selber an den Marienerscheinungen von Medjugorje ernste Zweifel gehegt hätten und nach wie vor hegten:
„Ich bin dem Heilige Vater Papst Johannes Paul II. seligen Angedenkens und dem regierenden Papst Benedikt XVI. wirklich dankbar, daß sie das Urteil der Bischöfe bezüglich der »Erscheinungen« immer geachtet haben.“
Gleichzeitig unterstrich Mons. Peric, daß er das Recht des Papstes, eine letzte Entscheidung über die Marienerscheinungen zu treffen, selbstverständlich respektiere.
Sein eigenes Urteil über die „Erscheinungen“ faßte der Bischof in fünf Punkten zusammen:
1. Medjugorje sei innerhalb des Bistums eine katholische Pfarrei wie jede andere. Deshalb stehe es nur den kirchlichen Autoritäten zu, der dortigen Pfarrkirche den Titel „Heiligtum“ zu verleihen.
2. Es könne – basierend auf den kirchlichen Untersuchungen zu den Ereignissen in Medjugorje – nicht gesagt werden, daß die Vorkommnisse übernatürliche Erscheinungen oder Offenbarungen beinhalten würden. Die Kirche habe bis jetzt keine einzige der Erscheinungen als übernatürlich oder marianisch anerkannt.
3. Priester, die in Medjugorje arbeiten oder die Pfarrei besuchen, dürften entgegen der Position der Kirche keine Privatmeinungen über die sogenannten Erscheinungen verbreiten – etwa bei der Sakramentenspendung, bei verschiedenen Andachten oder über die Medien.
4. Die Gläubigen müßten wissen, daß kirchliche Wallfahrten – ob privat oder öffentlich, individuell oder in der Gruppe –, nicht erlaubt sind, sofern sie sich auf diese „Erscheinungen“ stützten.
5. Die Tatsache, daß während der letzten 25 Jahre von Zehntausenden Erscheinungen die Rede war, verleihe diesen Erscheinungen keine Echtheit.
Im Gegenteil: „Unser gegenwärtiger Papst – den ich bei einer Audienz am 24. Februar diesen Jahres getroffen habe – bemerkte, daß man sich in der Glaubenskongregation immer gefragt habe, wie all diese »Erscheinungen« für die katholischen Gläubigen als echt betrachtet werden können.“
Sie scheinen gerade deshalb nicht echt zu sein, weil ihr Stattfinden bereits im Vorfeld lange vorher angekündigt wird.
Auch die Inhalte der Erscheinungen seien im vornhinein absehbar. Bei der Flut von Botschaften handle es sich stets um Variationen desselben Themas.
Mons. Peric mahnte die sogenannten Seher, kirchlichen Gehorsam zu zeigen und in der Pfarrei Medjugorje die öffentlichen Manifestationen und Botschaften zu beenden.
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Samstag, 29. Juli 2006 18:04
efrohi: Zeuge
Ich habe als Kind eine Erscheinung in Medugorje gehabt!
Kein Witz !
Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben !
Ob allerdings dies oder das (Botschaften usw) wahr ist und direkt von der Gottesmutter kommt ist für mich nicht wichtig. Ich habe es erlebt und keine Botschaft bekommen. Worte waren nicht nötig …
Warum man sich so stark dagegen wehrt verstehe ich nicht. Und das gerade Priester am stärksten gegen diese Erscheinungen sind (Bischof usw) bzw diese anzweifeln verstehe ich auch nicht. Glauben sie etwa nicht ?
Verschidene Teams waren doch schon vor Ort, soviel ich weis, und haben doch Tests gemacht, wo sie eindeuitig festgestellt haben, dass die Seher nicht Lügen usw.
Naja, mir es egal. Ich weis aber was ich erlebt habe. Warum ? Weis ich auch nicht ?
Bin für Fragen offen !
Grüße efrohi
Kein Witz !
Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben !
Ob allerdings dies oder das (Botschaften usw) wahr ist und direkt von der Gottesmutter kommt ist für mich nicht wichtig. Ich habe es erlebt und keine Botschaft bekommen. Worte waren nicht nötig …
Warum man sich so stark dagegen wehrt verstehe ich nicht. Und das gerade Priester am stärksten gegen diese Erscheinungen sind (Bischof usw) bzw diese anzweifeln verstehe ich auch nicht. Glauben sie etwa nicht ?
Verschidene Teams waren doch schon vor Ort, soviel ich weis, und haben doch Tests gemacht, wo sie eindeuitig festgestellt haben, dass die Seher nicht Lügen usw.
Naja, mir es egal. Ich weis aber was ich erlebt habe. Warum ? Weis ich auch nicht ?
Bin für Fragen offen !
Grüße efrohi
Dienstag, 11. Juli 2006 21:15
Jörg Guttenberger, Köln: Horst Schlämmer, Graf von Galen
Schlämer: „Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften mangelt!“
Galen: auf welche Quellen berufen Sie sich? Es wurde ebefalls behauptet, der zuständige Bischof intrigiere gegen die Wallfahrt. Grüppchen, die zum Ungehorsam gegen kirchliche Autoritäten aufrufen, gibt es schließlich überall.
Bekanntlich hatte der hl. Pater Pio OFM Cap ebenfalls zeitweise nicht unerhebliche Schwierigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit, aufgrund falscher Anklagen!
Soweit es nicht um dogmatische Aussagen geht, wie hier, sollten wir uns schon eine unabhängige Meinung bilden, soweit Interesse besteht. Zu mehr, als einer mehr oder weniger gut begründeten Meinung reicht es ohnehin nicht, denn eine abschließende Stellungnahme geht deutlich über unsere fachliche Qualifikation hinaus.
Galen: auf welche Quellen berufen Sie sich? Es wurde ebefalls behauptet, der zuständige Bischof intrigiere gegen die Wallfahrt. Grüppchen, die zum Ungehorsam gegen kirchliche Autoritäten aufrufen, gibt es schließlich überall.
Bekanntlich hatte der hl. Pater Pio OFM Cap ebenfalls zeitweise nicht unerhebliche Schwierigkeiten mit der kirchlichen Obrigkeit, aufgrund falscher Anklagen!
Soweit es nicht um dogmatische Aussagen geht, wie hier, sollten wir uns schon eine unabhängige Meinung bilden, soweit Interesse besteht. Zu mehr, als einer mehr oder weniger gut begründeten Meinung reicht es ohnehin nicht, denn eine abschließende Stellungnahme geht deutlich über unsere fachliche Qualifikation hinaus.
Dienstag, 11. Juli 2006 10:10
Horst Schlämmer: @Graf…
Guter Beitrag auf das Komprimat an Schmarn von Gutenberger.
Dienstag, 11. Juli 2006 09:48
Graf von Galen: Wider den Betrug von Medjugorje, @ Jörg Guttenberger
Da die Inszenierer des Betruges von Medjugorje im Namen der allerseligsten Jungfrau Maria auftreten, darf
die Kirche hierzu nicht schweigen, zumal hier falsche Lehren (Gleichheit aller Religionen, Verharmlosung der Hölle) verbreitet, zu Ungehorsam gegen die rechtmäßige Autorität der Kirche aufgerufen, der Bischof verunglimpft und den Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche gezogen wird.
die Kirche hierzu nicht schweigen, zumal hier falsche Lehren (Gleichheit aller Religionen, Verharmlosung der Hölle) verbreitet, zu Ungehorsam gegen die rechtmäßige Autorität der Kirche aufgerufen, der Bischof verunglimpft und den Leichtgläubigen das Geld aus der Tasche gezogen wird.
Montag, 10. Juli 2006 19:28
Toby: @ Jörg Guttenberger
Eine gute Antwort, vielen Dank!
Montag, 10. Juli 2006 18:49
Jörg Guttenberger, Köln: Toby: Ort des Gebetes
Ich habe nicht behauptet, dort habe es keine übernatürliche Erscheinung gegeben, eine Stellungnahme
zur Frage der Übernatürlichkeit ginge deutlich über meine Kompetenz hinaus und wäre anmaßend!
Vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Mutter Gottes“ in Köln und anderen Gnadenbildern geschehen ebenfalls auf natürlichem Wege unerklärbare Gebetserhörungen (z. B. Heilung von Krankheiten), ohne daß die Mutter des Herrn persönlich erschienen ist. Hieraus folgt: zu außergewöhnlichen und „normalen“ Gebetserhörungen sind solche Erscheinungen uerheblich.
Warum sollen wir die Frage einer übernatürlichen Erscheinung in Medjugorje nicht offen lassen? Warum soll hier nicht jeder entsprechend seinam persönlichen Empfinden entsprechend glauben? Eine kirchliche Anerkennung oder deren Ausbleiben hat sicher keinen Einfluß auf die Erhörung unserer Gebete. Das Maß deren Erhörung entspricht vielmehr dem Maße unserer hingebenden Liebe zum Herrn.
Vor dem Gnadenbild der „Schwarzen Mutter Gottes“ in Köln und anderen Gnadenbildern geschehen ebenfalls auf natürlichem Wege unerklärbare Gebetserhörungen (z. B. Heilung von Krankheiten), ohne daß die Mutter des Herrn persönlich erschienen ist. Hieraus folgt: zu außergewöhnlichen und „normalen“ Gebetserhörungen sind solche Erscheinungen uerheblich.
Warum sollen wir die Frage einer übernatürlichen Erscheinung in Medjugorje nicht offen lassen? Warum soll hier nicht jeder entsprechend seinam persönlichen Empfinden entsprechend glauben? Eine kirchliche Anerkennung oder deren Ausbleiben hat sicher keinen Einfluß auf die Erhörung unserer Gebete. Das Maß deren Erhörung entspricht vielmehr dem Maße unserer hingebenden Liebe zum Herrn.
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