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Eher Haß als Liebe + Keine Hungerstreiks + Überzogen und verwunderlich + Eskalierende Abtreibungsgewalt + Anglikaner auf zwei Gleisen
Eher Haß als Liebe

Vatikan. Bei der letzten Mittwochsaudienz vor der Sommerpause erinnerte Papst Benedikt XVI. auf Polnisch, daß die Christen im Monat Juli besonders das kostbare Blut Christi verehren. In der heutigen Welt werde ununterbrochen unschuldiges menschliches Blut vergossen: „Die Herzen der Menschen sind häufig eher von Haß erfüllt als von evangeliumsgemäßer Liebe.“ Der Heilige Vater bat die Gläubigen zu beten, daß die moderne Menschheit die Macht des Blutes Christi erfahren möge.

Keine Hungerstreiks

Belgien. Die belgischen Bischöfe haben Menschen ohne Aufenthaltsbewilligung gestern aufgerufen, in Kirchen keine Hungerstreiks mehr durchzuführen. Es sei moralisch inakzeptabel, daß Menschen ihr Leben oder ihre Gesundheit derart aufs Spiel setzten: „Wir raten jedoch den Pfarreien, in der Regel nicht die Sicherheitskräfte zu rufen.“ Zuvor war eine Kirche im Erzbistum Mechelen-Brüssel auf Betreiben eines Bürgermeisters polizeilich geräumt worden. Die Erzdiözese hatte die Deportierung der 48 Menschen, die sich in der Kirche befanden, kritisiert. Es habe vorher keine Absprache mit der Leitung der Pfarrgemeinde gegeben.

Überzogen und verwunderlich

Österreich. Der neue Regionaldechant und Pfarrer der oberösterreichischen Gemeinde Buchkirchen, Pater Arno Jungreithmair OSB, forderte angeregt durch die Sanktionen für den Diakon Andreas Golatz eine rasche Kirchenreform. Andernfalls werde das Personalproblem bald erdrückend werden. Pater Jungreithmair sprach mit dem ‘Österreichischen Rundfunk’. Er hält die Reaktion von Bischof Ludwig Schwarz, die Priesterweihe von Hw. Golatz zu verschieben, für überzogen und verwunderlich: Golatz sei in der Diözese seit fünf Jahren bekannt und man wisse, daß er „loyal“ sei und „zur Kirche“ stehe.

Eskalierende Abtreibungsgewalt

China. Kürzlich stürzte sich die Chinesin Li Shimei in Ostchina in den Tod. Frau Li war Mutter eines geborenen Kindes und erwartete Zwillinge im siebten Monat. Doch die chinesischen Behörden wollten an ihr eine Zwangsabtreibung durchführen. Sie verschleppten die dreifache Mutter in einen Kinderschlachthof in der ostchinesischen Stadt Hefei. Dies berichtete das ‘Informationszentrum für Menschenrechte und Demokratie’ mit Sitz in Hong Kong. Frau Shimei versuchte aus dem zweiten Stock des Kinderschlachthofes zu flüchten und stürzte dabei in den Tod.

Anglikaner auf zwei Gleisen

„[Der anglikanische Erzbischof von Canterbury] Rowan Williams stellte dieser Tage in einer sechs Seiten umfassenden »Reflexion« eine losere Föderation der weltweit achtunddreißig Provinzen umfassenden Kirche in Aussicht, bestehend aus »konstituierenden« Mitgliedern, die sich einer Glaubenslehre verpflichten, und einem Kreis von »assoziierten« Mitgliedern, die sich der offiziellen Politik nicht beugen wollen und somit auch ihr Mitspracherecht verlören. Williams Entwurf für eine zweigleisige anglikanische Kirche kommt dem Eingeständnis des Scheiterns gleich. Weder Liberale noch Konservative könnten sich einfach auf eine historische Identität berufen, die den Realitäten nicht mehr entspreche, begründete Williams seine Initiative. Wie groß die Kluft ist, bekräftigte [die neue Vorsitzende der US-anglikanischen Bischöfe] Katherine Jefferts Schori in ihrer ersten Predigt nach der Wahl zur vorsitzenden Bischöfin, als sie von »Mutter Jesus« sprach.“

Aus einem Artikel von Gina Thomas in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 5. Juli 2006
      
13 Lesermeinungen
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#13   Bruder Theophil   15:55:48 | Freitag, 7. Juli 2006
In der Tat ein schwieriges Thema…
…denn einerseits ist kaum zu übersehen, dass viele Flüchtlinge unter Einsatz Ihres Lebens Wüsten und Meere durchqueren, um an einen zivilisierten Ort zu gelangen. Da kann man wohl kaum über Wohlstandsmehrung reden, sondern nur über reine Existenzsicherung. Andererseits sind wir trotz unseres Wohlstandes in vielerlei Hinsicht mit der Aufnahme überfordert. Neben dem finanziellen Aspekt geht es auch um Integration. Und um ehrlich zu sein, ich habe auch meine Probleme damit, wenn ein Flüchtling eine fast ebenso gute Grundsicherung hat, wie eine Seniorin, die als Trümmerfrau mal den Grundstein für unseren Wohlstand in extrem schwierigen Zeiten gelegt hat. Das ist einfach nicht in der Bevölkerung vermittelbar.
Von daher kann es nur Ziel sein, Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Zum einen wirtschaftlich, zum anderen auch politisch, in dem man Druck auf Regime ausübt, die ganz unverhohlen in die eigene Tasche wirtschaften und Menschen unterdrücken. Das Vorbild Amerikas kann da aber leider nicht so förderlich sein, denn mittlerweile sollte auch der Dümmste begriffen haben, dass Demokratie als conditio sine qua non in einigen Kulturkreisen nicht funktioniert.
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#12   Babylon †   13:58:06 | Freitag, 7. Juli 2006
Aloah erzählt nur noch Quatsch!
Das hat hier mittlerweile jeder mitgekriegt.
Nur mal eben ne pseudolustige Kurzbeschimpfung gegen argumentierende Forenteilnehmer und das war’s dann auch.
Diese traurige Gestalt werde ich gar nicht mehr zur Kenntnis nehmen. Wäre zuviel der Ehre. :-P
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#11   bonifatius   13:24:10 | Freitag, 7. Juli 2006
@Ansgar, Danke…
für ihre Sachlichkeit. Vielleicht wird der „Arienhasser“ ddl hierüber zum Nachdenken angeregt.
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#10   Beobachterin   13:21:29 | Freitag, 7. Juli 2006
Illegal
So viel Freunde von illegaler Einwanderung hier mit soviel scheinheiliger Empörung. Mehr als 95 % aller Asylbewerber werden in Deutschland abgelehnt – in Belgien wird es wohl auch kein anderer Personenkreis sein, der illegal ins Land kommt.
Wo wird hier die Grenze sein? Wollen wir, daß künftig mehr Kirchen von solchen Leuten besetzt werde, um auf die Tränendrüse zu drücken und ein Bleiberecht zu erhalten?
Konsequent kann nur die sofortige Rückführung (Abschiebung) von solchen Menschen sein. Man hätte die Kirchenbesetzung erst gar nicht zulassen sollen. Interessant auch, daß dann der Bürgermeister und nicht der Bischof die Räumung angeordnet hat.
Nehmen Sie sich doch einen Asylbewerber mit nachhause, verköstigen und versorgen Sie ihn mit ihrem eigenen Geld und bürgen sie auch sonst für ihn – das kann mir dann egal sein.
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#9   Ansgar   12:01:13 | Freitag, 7. Juli 2006
Ziemlich pöbeliger…
… Ton hier. Darf ich um Mäßigung bitten? Es handelt sich in der Tat um eine Gradwanderung. Wie schlecht ging es den Menschen, die in belgischen Kirchen Zuflucht suchten, wirklich? Sind es an Leib und Leben Bedrohte oder bloße Wohlstandssuchende? Inwieweit kann es die Aufgabe kirchlicher Organisationen sein, Menschen, die nach dem Gesetz des Staates ausgewiesen werden sollen, zu beherbergen und dadurch das Gesetz zu brechen? Ist Belgien ein Unrechtsstaat? Werden die Flüchtlinge nicht Zuhause gebraucht, um ihr Land aufzubauen? Was würden islamische Staaten mit christlichen Flüchtlingen tun, die Moscheen besetzen?
Das alles will wohl abgewogen werden.
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#8   Aloah   11:50:52 | Freitag, 7. Juli 2006
ddl der lustige karusselfahrer
>>Ich darf Ihnen versichern, dass ich die Äußerungen von „Beobachterin“ aufrichtigst ekelerregend finde. <<
Ich schrieb doch du sollst dir deinen quatsch sparen!
>>Aber wie bei Ihnen üblich, werden Sie keinerlei Substanz hinzufügen (können) und sich – ebenfalls wie üblich – nur ‘mal wieder gewaltig aus dem Fenster gelehnt haben.<<
Quatsch, ist sitze am tisch!
>>In der Belanglosigkeit Ihrer Einlassungen können Sie’s mit Moritz prima aufnehmen, nur verpackt der seine inhaltslosen Einwürfe meistens noch in scheinintellektuelles Geschwurbel.<<
Moritz? Kenn’ ich nicht!
Vielleicht ein guter anständiger mensch, nicht so be- oder versessen, getrieben von einem quantitativen schreibwahn ohne inhalte.
>>Also, zur Sache jetzt: <<
Welcher Sache? (Ich gehe jetzt Essen)
Du lustiges kerlchen hast mir doch oben bereits erklärt, dass ich „keinerlei Substanz hinzufügen“ kann/könnte.
>>Nur los, füllen Sie Ihr aggressives Blabla doch ‘mal mit Inhalt!<<
Geht nicht, das würde dein suboptimaler intellekt ohnehin nicht verkraften!
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#7   Maurice Corvisier   11:31:11 | Freitag, 7. Juli 2006
@ Beobachterin
Der Arme ist heute so schlecht dran, daß man sein letztes posting über mich in seinem Multikulti-Ortsverein gar nicht zeigen darf: Rassismusverdacht! Auf dem eigenen Mist ausgerutscht!
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#6   DDL   11:29:06 | Freitag, 7. Juli 2006
@Aloah
Ich darf Ihnen versichern, dass ich die Äußerungen von „Beobachterin“ aufrichtigst ekelerregend finde. Ich wäre natürlich gespannt auf Ihre Ausführungen, inwiefern daran irgendetwas „verlogen“ sein sollte, von „Quatsch“ einmal ganz zu schweigen. Aber wie bei Ihnen üblich, werden Sie keinerlei Substanz hinzufügen (können) und sich – ebenfalls wie üblich – nur ‘mal wieder gewaltig aus dem Fenster gelehnt haben. In der Belanglosigkeit Ihrer Einlassungen können Sie’s mit Moritz prima aufnehmen, nur verpackt der seine inhaltslosen Einwürfe meistens noch in scheinintellektuelles Geschwurbel.
Also, zur Sache jetzt: Sie finden es also auch prima, wenn man Menschen, die Zuflucht in der Kirche suchen, abschiebt bzw. erst’mal religiös durchsortiert, also quasi „gefilterte Nächstenliebe“ anwendet? Sie halten den verräterischen Halbsatz „schon gar nicht für Muslime“ für kompatibel mit der unkonditionellen und nicht an ein religiöses Bekenntnis gekoppelten, biblischen Aufforderung zur Nächstenliebe? Nur los, füllen Sie Ihr aggressives Blabla doch ‘mal mit Inhalt!
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#5   Aloah   11:16:59 | Freitag, 7. Juli 2006
ddl der tam-tam-pol-cor
>>Wie unsäglich erbärmlich von Ihnen – einmal ganz davon abgesehen, dass hier von „Besetzen“ nicht die Rede war. Es ging ja wohl eher um „Flucht“ und vor allem Verzweiflung – Hungerstreik macht man nicht ‘mal so eben zum Spaß. Aber Hauptsache, Ihnen geht’s gut und Sie können Ihrer satten und ach-so-christlichen „Das Boot ist voll“-Mentalität fröhnen.<<
Spar dir deinen theatralischen verlogenen quatsch.
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#4   Maurice Corvisier   11:15:59 | Freitag, 7. Juli 2006
@ Beobachterin
Weia, weia, da hat unser giftgrüner kleiner Dämon aber ganz, ganz schlecht geschlafen und ist heute überhaupt nicht gut drauf.
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#3   thaumaturgos   11:12:44 | Freitag, 7. Juli 2006
@DDL ich muss Ihnen leider zustimmen,
unter uns christen gibts genug solche subjekte … aber, the day will come. und das letzte wort hat gott
ich freue mich der menschlichkeit der belgischen kirche, auch wenn unter den „besetzern“ sicher nicht alle immer die besten absichten habe, menschen kann man nicht einfach übergehen und stehen lassen weil es uns so gut geht.
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#2   DDL   11:05:02 | Freitag, 7. Juli 2006
@Beobachterin
Wie unsäglich erbärmlich von Ihnen – einmal ganz davon abgesehen, dass hier von „Besetzen“ nicht die Rede war. Es ging ja wohl eher um „Flucht“ und vor allem Verzweiflung – Hungerstreik macht man nicht ‘mal so eben zum Spaß. Aber Hauptsache, Ihnen geht’s gut und Sie können Ihrer satten und ach-so-christlichen „Das Boot ist voll“-Mentalität fröhnen.
Ehrlich gesagt, ich verstehe jede werdende Mutter, die an einer Welt verzweifelt, die von Menschen wie Ihnen vergiftet wird, und die da kein Kind hinein setzen will. Wie schaut’s aus, würden Sie plötzlich umkippen in Ihrer Menschenfeindlichkeit, wenn Sie erführen, dass unter den Deportierten Schwangere sind? Oder gilt die hehre, hier so gern zur Schau gestellte, Kümmernis ohnehin nur arischen, Verzeihung, CHRISTLICHEN Embryonen? Und wieso endet die beschworene Nächstenliebe schlagartig, sobald die ‘mal geboren sind?
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#1   Beobachterin   10:50:30 | Freitag, 7. Juli 2006
Kirchenbesetzung
zur Meldung über Hungerstreik:
Eine Kirche ist kein herrenloses Eigentum, das nach Belieben besetzt werden darf, schon gar nicht durch Muslime. Es heißt, daß es offenbar wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Kirchenbesetzern gekommen sei, und Anwohner hätten zuvor unter anderem über Lärmbelästigung geklagt. Die meisten der papierlosen Besetzer müssen nun Belgien verlassen.
Ich würde in diesem Zusammenhang nicht das Wort „Deportation“ benutzen. Die Bischöfe hätten die Besetzung der Kirche erst gar nicht zulassen sollen.
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