Gestern Freitag wählte das Generalkapitel der Priesterbruderschaft St. Petrus den US-Amerikaner Pater John Berg zum neuen Generaloberen.
(kreuz.net, Wigratzbad) Das Generalkapitel – zu dem 41 der knapp 200 Priester der Bruderschaft gehören –
tagt seit dem 4. und noch bis zum 20. Juli im bayerischen Wigratzbad. Dort befindet sich auch das Priesterseminar
des französischen und des deutschen Distrikts.
Der neue Generalobere ist nach den Statuten auf sechs
Jahre gewählt. Er ist für die Ernennung des Generalvikars, des Generalassistenten, des Generalökonomen
sowie der Distrikts- und Seminaroberen verantwortlich.
Pater Berg ist seit ihrer Gründung im Jahr 1988
der dritte Generalobere der Petrusbruderschaft.
Der Schweizer Pater Josef Bisig hatte das Amt von 1988
bis 2000 inne. Seitdem übte es der Franzose Pater Arnaud Devillers aus.
Der neue Generalobere stammt
aus Minneapolis im nördlichen US-Bundesstaat Minnesota. Er besuchte eine katholische Schule und absolvierte
bis 1993 das philosophisch und theologisch stark traditionell ausgerichtete St. Thomas Aquinas College
im US-Bundesstaat Kalifornien.
Seine theologischen Studien absolvierte er anschließend an der Ordenshochschule
der Petrusbruderschaft in Wigratzbad. Im Jahr 1997 empfing er die Priesterweihe.
Zwei Jahre später erwarb
er an der Päpstlichen Universität des Opus Dei ‘Santa Croce’ in Rom ein Lizentiat.
Im Jahr 2000 unterrichtete
er am US-Priesterseminar der Bruderschaft Unsere Liebe Frau von Guadalupe.
Seitdem wirkte der begnadete
Prediger mehrere Jahre in der Indultpfarrei der Petrusbruderschaft in Sakramento – der Hauptstadt des
US-Bundesstaates Kalifornien.
Das Generalkapitel der Petrusbruderschaft wird in den nächsten Tagen die
weiteren Ämter des Generalrats besetzten. Der Generalrat besteht aus dem Generaloberen, drei Assistenten
und zwei Beratern.
Seit der vom Vatikan erzwungenen Abwahl des ersten Generaloberen und der de facto
Einsetzung von Pater Arnaud Devillers durch die römischen Autoritäten, herrschen in der Petrusbruderschaft
beträchtliche interne Spannungen, insbesondere zwischen dem deutschen und dem französischen Distrikt.
Die Wahl eines US-Amerikaners zum Generaloberen kam deshalb nicht überraschend. Bereits Anfang des Jahres
nannten katholische Informationsdienste Pater Berg als aussichtsreichsten Kandidaten.
Er wird jetzt die
nicht ganz einfache Aufgabe haben, die beiden Lager wieder zusammenzuführen.
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27 Lesermeinungen
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Pius wahlen H.H.P. Schmidberger wollte nicht mehr der mann ist seit seiner Priesterweihe auf Führungsposten
das sind 31 jahre ich denke er hat etwas ruhe verdient
Schmidberger abgewählt Ergebnis der Pius-Wahlen: Generaloberer Fellay 1. Ass. N. Pfluger 2. Ass. Nély
scheint straffer organisiert zu sein als die Petruskonkurrenz.
@Markus-Antonius Schismatisch ist doch der, der den papst nicht als oberste theologische und juristische
Autorität anerkennt , so wie das die Orthodoxen tun, oder ? Sind dann nicht auch die meisten deutschen
Theologen, die allermeisten Religionslehrer und Pastoralreferenten und manche deutsche Bischöfe (Bsp.
Hohmeyer) eine schismatische deutsche Sekte von Pseudo-Katholiken ?
@Gotthard die Bekehrung Roms und der Bischöfe der typische Hochmut einer Sekte… Vorsicht Gotthard!
So böse Vorwürfe fallen schnell auf einen selbst zurück. Für die Bekehrung Roms und der Bischöfe
betet doch auch und vor allem Ihre eigene Fraktion: Bekehrung Roms in der Frage des Zölibats, des Frauenpriestertums,
der wiederverheiratet Geschiedenen…
Vertrauen Ein Abkommen mit Rom ist nur unter der Bedingung möglich, dass das Verhältnis der beiden Partien
vom Vertrauen geprägt wird. Ein solches Vertrauen könnte entstehen, wenn Benedikt XVI den Forderungen
der FSSPX Oberen entsprechen würde und a. die katholische Messe freigeben und b. die von seinem Vorfgänger
verhängten Exkommunikation für null und nichtig erklären würde. Weil die Erfüllung der beiden Forderungen
für Benedikt XVI ein Ding der Unmöglichkeit im juristischen Sinne ist, wird das Misstrauen weiterhin
bestehen und es ist ehrlich gesagt, besser dass es so bleibt.
Die FSSP ist daher konzilskatholisch, nicht traditionskatholisch Theresia: Wir beten um das Abkommen Liebe
Theresia, wer ist „wir“ und welches „Abkommen“? Wir – Sie und ich – reden nicht vom Gleichen. Es gibt
zur Zeit kein Abkommen, dem die FSSPX und Rom zustimmen. Wir – die Gläubigen der FSSPX – beten zusammen
mit unseren Priestern, Ordensleuten und Bischöfen für die Kirche, die Ausbreitung des Glaubens, die
Bekehrung Roms und der Bischöfe, die Heiligung der Priester und Ordensleute, für Priester- und Ordensberufungen.
(O-Ton P. Pfluger, deutscher Distriktsoberer der FSSPX www.kreuzforum.net/showthread.php?tid=679&pid=77…)
– Athanasius: Ich muss sagen, dass ich Deine rigoröse Ablehnungsstrategie der FSSP gegenüber, viel zu
hart und persönlich attackierend finde. Es ist eine harte, aber herzliche Ablehnung, und nicht im Personenrahmen,
sondern in der Sache: der Weg _der_ FSSP ist falsch. Die Ablehnung ist konsequent, wenn man begriffen
hat: What are we to think of the Fraternity of Saint Peter? www.sspx.org/…s/q13_fraternity.htm (SSPX-FAQ)
Für Wischi-Waschi-Schlingerkurse ala FSSP steckt der Karren zu tief im Dreck, werter Athanasius. Das
kann man mit 19 aber noch nicht so klar sehen. Kommt Zeit, kommt Rat. Das Bild P. Bergs brachte ich, weil
ich es im Kreuznet-Artikel nicht sah, da einen FF-Bildblocker auf www.kreuz.net verwendend… :) Ich brachte
es, weil P. Berg ein gutes Gesicht hat
Unguter Geist Lieber Marcel, das Es kommt in naher Zukunft kein Abkommen zustande, gerade weil die Kurie
unbeirrt am modernistischen Kurs festhält (unser Papst verteidigt V.II wie eh und je, und sogar den Rahner).
ist ein unguter Geist. Wir beten um das Abkommen, und ob es kommt, steht nicht in unserem Ermessen. Unsererseits
eines abzulehnen ist falsch.
Lieber Marcellus Ich muss sagen, dass ich Deine rigoröse Ablehnungsstrategie der FSSP gegenüber, viel
zu hart und persönlich attackierend finde. Vor allem angesichts der Prinzipien P. Bergs.
Vieles spricht für Pater Berg Auf den ersten Blick scheint die Wahl von Pater Berg zum neuen Generaloberen
der FSSP ein gutes Zeichen zu sein und Anlass zu Hoffnung zu geben. Interessant ist auch die Tatsache,
das Pater Berg erst 36 Jahre alt ist, also relativ jung für das Amt eines Generaloberen. Hoffen wir,
dass dies für einen „Generationswechsel“ zugunsten der Tradition spricht. Möge es Pater Berg gelingen,
das berechtigte Anliegen der Tradition auch über die Petrusbruderschaft hinaus in die Gesamtheit der
katholischen Weltkirche hineinzutragen.
@ Kardinal Mazzella, u.a. Es wundert mich oft, wie so viele Anhänger und Mitglieder der Piusbruderschaft
nicht mehr in der Lage sind, zwischen Sünde und Sünder zu unterscheiden. Wenn die Autoritäten, ob in
Rom oder sonstwo, etwas gegen den katholischen Glauben oder Liturgie tun, müssen wir es freilich ablehnen.
D.h. aber noch nicht, daß man bloß alles wegschmeißen dürfe. Wir müssen dem rechtmäßigen Gebrauch
der Autorität immer folgen. Wir dürfen keine Novatianer noch Donatisten werden. Noch öfter wundert
es mich wie einige von der Piusbruderschaft ganz ohne Nächstenliebe oder Gerechtigkeit die Petrusbruderschaft
angreifen. Man darf disziplinäre Sachen nicht mit Glaubenssachen verwechseln, in dem Sinne, als ob es
keine Unterschiede gäben. Man kann darüber streiten, welche Mittel am angebrachtesten seien, die Überlieferung
zu verteidigen. Dennoch ist es ungerecht, die Petrusbruderschaft zu verteufeln, weil sie die Lage anders
anschauen als die Piusbruderschaft. In Disziplinsfragen gibt es keine Unfehlbarkeit. Es ist auch falsch
zu behaupten, daß ein eventuelles Abkommen (so unwahrscheinlich es sein mag) der Piusleute mit Rom an
sich den Abfall in den Modernismus bedeutete, oder ihnen des freien Willens beräubte, und die FSSPXler
unfähig machte, weiter den Konzilsungeist zu kritisieren. Das sind bloße Dummheiten, die eines denkenden
Menschen unwürdig sind. Ich bin noch nie FSSPXler, und scheue mich gar nicht, wenn angebracht, Konzil,
Papst, usw., zu kritisieren. Also, bitte, anständig bleiben!
Immerhin So sieht der neue Generalobere der konzilskatholischen FSSP aus: P. Berg www.sacbee.com/…nt/779-0226mass4.jpg
Immerhin wollten ihn die liberal-Liberalen in der FSSP nicht, weil er ihnen zu traditionell sei und er
die FSSPX nicht verabscheue. „Das ist doch schon einmal etwas.“ :)
Roma locuta Die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ hat die Wahl von P. John Berg sofort akzeptiert.
Berg vereinigt in sich neben einem gewissen „Lefebvrismus“ auch einen grossen Respekt für die Hierarchie,
für Benedikt XVI. und ist äusserst diplomatisch. Von ihm stammt aber auch der Satz, dass er lieber Taxifahrer
in Manhattan werden wird, als wie ein Priester niemals mehr die überlieferte Lateinische Messe zelebrieren
zu dürfen. Nach Informationen des sehr romtreuen ‘Catholiccitizens.org’ ist P. Berg im Jugendapostolat
und in der Diplomatie ein wunderbarer Priester, mit Prinzipien.
Alte Messe, alter Katechismus von Trient K. Mazzella: ich habe nicht behauptet, dass ein Abkommen in Sichtweite
liegt, sondern nur auf die Folgen aufmerksam gemacht, die ein Abkommen beinhalten würde. Dann tut es
mir leid, Sie mißverstanden zu haben. Vielleicht drückte der Konjunktiv dieses „Wenn, dann“-Denkspiel
besser aus? „Eines ist nämlich klar, käme ein Abkommen zustande, …“ Bemerkung Catharinas zur Wahl
des neuen Oberen der FSSP, dass die Geduld gegenüber dem modernistischen Rom sich bezahlt gemacht hätte.
Catharina irrt, wie so oft. Geduld soll man mit den Irrenden haben, nicht mit dem Irrtum. Hätte Paulus
Geduld mit dem Irrtum Petrus gehabt, würden wir heute noch nicht die Juden missionieren. Hätte er keine
Geduld mit dem Petrus gehabt, wäre er Sedisvakantist geworden. Seit V.II missioniert man nicht mehr.
Nun, wir von der katholischen Tradition schon. Wir haben keine Geduld mit den Irrtümern des pastoralen
V.II, weil für uns alle dogmatischen Konzile gelten und wir Geduld mit dem Papst haben. Auch die FSSP
wird es noch lernen: Man muß sich entscheiden. Neue Messe – neuer V.II-Glaube, oder Alte Messe – alter
Glaube. Zur Messe des Konzils von Trient paßt nur der Katechismus des dogmatischen Konzils von Trient.
Man kann die alte Messe nicht beibehalten und gleichzeitig den Geist des V.II anerkennen, der diese Messe
aller Zeiten zerstört. Diese Messe aller Zeiten widerspricht dem Geist des Konzils: dem Ökumenismus,
der Kollegialität, dem Liberalismus.
Marcel ich habe nicht behauptet, dass ein Abkommen in Sichtweite liegt, sondern nur auf die Folgen aufmerksam
gemacht, die ein Abkommen beinhalten würde. Dabei bezog ich mich auf die Bemerkung Catharinas zur Wahl
des neuen Oberen der FSSP, dass die Geduld gegenüber dem modernistischen Rom sich bezahlt gemacht hätte
Noch lange nicht über dem Berg… K. Mazella schrieb: Eines ist nämlich klar, kommt ein Abkommen zustande,
wird der neue {FSSPX-} Generalobere heisse er Fellay, Schmidberger oder sogar Williamson sich eines Teiles
seiner Gestaltungsbefugnis zu Gunsten des modernistischen Lehramtes entledigen müssen. Das sind falsche,
und daher ungute Spekulationen. Es kommt in naher Zukunft kein Abkommen zustande, gerade weil die Kurie
unbeirrt am modernistischen Kurs festhält (unser Papst verteidigt V.II wie eh und je, und sogar den Rahner).
Die Worte des Generaloberen, der Bischöfe und der Distriktsoberen sind darüber sehr deutlich, wenn man
sie liest und ihnen zuhört. Also bringte solche Spekulationen nichts. Doch zurück zum Thema hier: Wie
ist dieser P. Berg? Im Vergleich zum Vorgäner, zu P. Bisig, usw.
über den Umgang mit römischen Modernisten Hat man die Art und Weise im Auge, wie das modernistische
Rom mit dem damaligen Generaloberen der Petrusbruderschaft umgesprungen ist, kann man die Haltung Bischof
Fellays gegenüber dem modernistischen Rom sehr gut verstehen. Konsequenterweise wird man sich aber die
Frage stellen müssen, haben wir in diesem Milieu überhaupt etwas zu suchen? Eines ist nämlich klar,
kommt ein Abkommen zustande, wird der neue Generalobere heisse er Fellay, Schmidberger oder sogar Williamson
sich eines Teiles seiner Gestaltungsbefugnis zu Gunsten des modernistischen Lehramtes entledigen müssen.
Daran wird niemand vorbeikommen. Aergernisse wie das zweifache Jammerspiel von Assisi, den Besuch des
Oberhauptes in Stätten wo er nichts zu suchen hat werden dann stillschweigend hingenommen werden müssen
und Schriften wie vom Oekumenismus zur lautlosen Apostasie werden sich die Oberen der FSSPX nicht mehr
leisten können. Wird unter solchen Umständen ein Apostolat noch möglich sein? Schliesslich geht es
nicht allein um das Recht die Messe nach dem katholischen Ritus des heiligen Pius V feiern zu können,
sondern ebensosehr um die dahinter stehende Ekklesiologie und es ist zu hoffen, dass die Oberen es einsehen
werden
Grund zur Freude Nun hat die Priesterbruderschaft St. Petrus doch das, was sie während sechs Jahren ersehnte:
einen selbstgewählten Oberen. Der Gehorsam hat sich gelohnt, die Geduld Rosen gebracht. Möge Fr. Berg
gesegnet sein und selbst ein Segen für viele sein!
Die Vorgänge um das vorhergegangene Generalka<pitel der Petrusbruderschaft zeigt deutlich wie vorsichtig
man mit den modernen Autoritäten sein muß ich wünsche Hochwürden Berg alles Gute