Als ob Gott nicht wäre + Blutbad II + Auf und davon + Jesus klebt + Durchschnittsalter 68
Als ob Gott nicht wäre
Spanien. Papst Benedikt XVI. unterstrich bei einer ersten kurzen Ansprache am
Flughafen von Valencia die Bedeutung der Glaubensweitergabe in der Familie: „Ich will die zentrale Rolle
hervorheben, welche die auf der Ehe aufbauende Familie für Kirche und Gesellschaft hat. Sie ist eine
nach dem Plan Gottes unersetzliche Institution.“ In der Kathedrale von Valencia überreichte der Heilige
Vater den spanischen Bischöfen einen persönlichen Brief. Darin fordert er sie auf, weiterhin zu verkünden,
daß die Abwendung von Gott und der Atheismus die Wahrheit des Menschen bedrohen und die Zukunft der Kultur
und der Gesellschaft belasten.
Blutbad II
Heiliges Land. Gestern um 12.00 Uhr informierte das ‘Palästinensische
Zentrum für Menschenrechte’, daß beim israelischen Einmarsch im Gaza-Streifen in den letzten 24 Stunden
weitere zehn Menschen getötet wurden. Unter ihnen befanden sich zwei Kinder. Eines von ihnen, Schadi
Yousef ‘Omar (16), war taub. ‘Omar wurde von einem Schuß in die Brust getötet. Am Freitag abend um 21.00
Uhr starb Anwar Isma’il ‘Abdul Ghani ‘Atallah (12) an einem Kopfschuß. Am Samstag morgen wurde die Leiche
des geistig behinderten Jaber Raihan (42) gefunden, nachdem die israelische Armee ein zeitweise besetztes
Gebiet wieder geräumt hatte. Raihan wurde von einer Kugel in den Unterleib getroffen und verblutete.
Die Soldaten griffen auch Journalisten und Ambulanzen an. Die Armee besetzt ferner Privathäuser und überließ
den Bewohnern nur ein einziges Zimmer. Der Gaza-Streifen ist ganz von der Umwelt abgeschnitten.
Auf und
davon
Polen. Ein Pfarrer der zentralpolnischen Diözese Lowicz hat sich mit Kollektengeld in der Höhe
von mehreren zehntausend Euro ins Ausland abgesetzt. Dies berichtete die polnische Lokalzeitung ‘Dziennik
Lodzki’ am Donnerstag. Nach Informationen der Zeitung ist der Priester der Spielsucht verfallen und hat
Wettschulden. Die Gläubigen bemerkten den Diebstahl erst, nachdem ihr Pfarrer sechs Wochen lang verschwunden
war. Die Diözese verzichtete darauf, die Polizei zu alarmieren. Es handle sich um eine interne Angelegenheit.
Jesus klebt
USA. Das US-Online-Kitschgeschäft ‘ArchieMcPhee’ hat eine neue Marktlücke entdeckt: Wundpflaster
mit dem Aufdruck von Christusdarstellungen. „Das Pflaster ist zum Statement am Knie avanciert“ – kommentierte
die schweizerische Gratiszeitung ‘20 Minuten’. Weiteres Verbandmaterial gibt es in Form und Aufdruck von
Eiern, Speck, Steak oder Lippen.
Durchschnittsalter 68
„Wurden in den fünfziger Jahren [in Spanien]
noch jährlich rund siebentausend Seminaristen ausgebildet, so sind es gegenwärtig höchstens 1500. Dankbar
empfängt man in manchem verwaisten spanischen Dorf inzwischen polnische Geistliche als ambulante Betreuer,
weil die zwanzigtausend zumeist schon betagten spanischen Priester nicht mehr alle Gemeinden besuchen
können. In den Ordensklöstern gibt es noch fünfzigtausend Mönche und Nonnen mit einem gegenwärtigen
Durchschnittsalter von 68 Jahren. Weitere fünfzehntausend sind als Missionare im Ausland tätig.“
Aus
einem Artikel von Leo Wieland in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ vom 5. Juli 2006.
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52 Lesermeinungen
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@Dr. Christoph Heger – die bis dahin noch den bei weitem größten Anteil an Grund und Boden in Palästina
hatten – Diese Aussage können Sie natürlich belegen, nehme ich an. Und Sie können natürlich auch erklären,
wieso dann der Teilungsplan der UNO ja wohl ein himmelschreiendes Unrecht gewesen sein muß – denn der
hat das Land ungefähr halbiert. Alles eine böse Verschwörung? Freimaurer am Werk? Eigentlich wäre
diese ganze geistlose Diskussion bei Lichte betrachtet lustig, wenn sie nicht dazu führen würde, daß
dem Terror immer noch geistiger Vorschub geleistet wird. Ich frage mich ernstlich – und bin damit nicht
alleine, manchen Palästinensern geht das ganz ähnlich – warum niemand an den Zusammenbruch der palästinensischen
Zivilgesellschaft im Gazastreifen erinnert. Warum keiner darauf hinweist, daß es PLO und Autonomiebehörde
in gut 40 Jahren ihrer Existenz geschafft haben, erheblich mehr Palästinenser umzubringen, als die Israelis.
Hamas, Hezbollah und wie die bewaffneten Gruppen alle heißen, zu idealisieren, ist eine schöne Sache
für einen Lehnstuhlexperten. Vor Ort gestalten sich die Dinge dann doch erheblich anders. Sie können
mir glauben, der „Freiheitskampf“ der Hezbollah im Libanon hatte nichts heroisch-ehrenvolles an sich;
die somalischen Milizen haben sich kaum anders verhalten, mit dem einzigen Unterschied, daß bei der Hezbollah
öfters die Weltöffentlichkeit zuschaut, und man dann doch mal in die Kamera winkt und den Hilfskonvoi
passieren läßt…
Theresia, freundlichen Dank für die Richtigstellung; „Teil der Kirche“ kann die SSPX allerdings erst
werden, wenn sie sich zu einer klugen Traditionskritik durchringt; also nicht Pontifikalhandschuhe, absolute
Monarchie und Offenbarung als gleichermaßen übernatürlich behandelt.
stat crux, Marcel Die SSPX (Society of Saint Piusx) erteilt der Wiedererrichtung Israels durch Menschenhand
eine klare Absage! Das hat Marcel so nicht geschrieben. Hätte er es, wäre es idT neben der Spur. Marcel
führt hier eine Diskussion aus dem Oberseminar, ob die Gründung Israels 1947 eine gute oder schlechte
Idee war und entscheidet sich flott für letzteres, was ihm unbenommen ist. Leider ist diese Debatte für
die Beurteilung der Realität (Israel ist) nicht weiterführend. Die FSSPX hat sich nie zur Frage Israels
geäußert. Da sie Teil der Kirche ist, gilt folglich die Anerkennung Israels durch den Hl. Stuhl. P.
Steiner hat im letzten MB seine Privatmeinung niedergelget und ausgeführt, daß nur das Christentum imstande
ist, den ansonsten unlösbaren Konflikt zu lösen und aus dieser Position heraus einer einseitigen Parteinahme
pro Israel eine Absage erteilt. Das Existenzrecht Israels hat er natürlich nicht in Abrede gestellt.
Es bleibt dabei: wer heute noch das Existenzrecht Israels in Frage stellt, ist ein Antisemit. Das ist
einer der wenigen eindeutigen Antisemitismustatbestände. Antisemitismus ist nicht strafbar. Es ist aber
ein Gebot der Ehrlichkeit, ihn zuzugeben, wenn man so denkt.
Marcel!! Die SSPX (Society of Saint Piusx) erteilt der Wiedererrichtung Israels durch Menschenhand eine
klare Absage! Wow. Da zittert der Erdkreis!! Erteilte Ihr Idol zufällig auch dem Fall der Berliner Mauer
eine Absage? Und dessen Idol (Charles X.) der Julirevolution 1830??
Der Fluch der bösen Tat @Tacitus: Mit Verlaub, nicht nur von Garibaldi wissen Sie wenig. Was Sie nicht
sagen! Einigen wir uns auf das philosophische „Ich weiß, daß ich nichts weiß.“ Ich weiß natürlich,
daß Sie mir ohnehin nicht zuhören, Das wissen Sie zweifellos nicht. Eine falsche Behauptung kann niemand
„wissen“. aber es sei an dieser Stelle nochmal gesagt: Wieso „nochmals“? Im übrigen ist alles, was Sie
zum früheren Landkauf von zionistischen Organisation bis zum 1. Weltkrieg und in der Mandatszeit sagen,
völlig irrelevant für die Beurteilung des Landraubs und der Vertreibung der Palästinenser danach, die
bis dahin noch den bei weitem größten Anteil an Grund und Boden in Palästina hatten. Es ist der Erwähnung
wert, daß dabei auch kirchlicher und deutscher Grundbesitz geklaut wurde. @Blueberry: Allein die Belagerung
von Paris durch die preußisch-deutschen Truppen hat 47 000 ausschließlich zivile Opfer gefordert! Das
hat ja wohl die Pariser Kommune und nicht Bismarck zu verantworten. Die Belagerung von Paris war jedenfalls
kein Verstoß gegen das Kriegsvölkerrecht. MfG Christoph Heger
@ Dr. Heger Sie war nicht belastet mit der Vertreibung und Ermordung der früheren Bewohner von irgendeinem
Landstrich. Allein die Belagerung von Paris durch die preußisch-deutschen Truppen hat 47 000 ausschließlich
zivile Opfer gefordert!
@Dr. Christoph Heger Mit Verlaub, nicht nur von Garibaldi wissen Sie wenig. Ich weiß natürlich, daß
Sie mir ohnehin nicht zuhören, aber es sei an dieser Stelle nochmal gesagt: 1. Die ersten Siedlungen
beginnen in den 1870er Jahren. Das hierfür benötigte Land wird – wie sollte es auch anders sein – angekauft.
2. Daneben existieren um die Jahrhundertwende immer noch zum Teil relativ große Jüdische Gemeinden,
die sich bis in die Zeit der Kreuzzüge zurückverfolgen lassen. Hier ist vor allem Hebron zu nennen;
die Gemeinde wird 1929 bei einem Massaker ausgelöscht. 3. Bis zum ersten Weltkrieg und noch bis in diesen
hinein wird weiter von verschiedenen Agenturen Land angekauft. 4. Erst in der Zwischenkriegszeit nach
der Teilung des Mandatsgebietes durch die Engländer kommt es zu einem massiven Zuzug von Arabern, die
die vorher ansässige Bevölkerung zum Teil in den Westen und Norden abdrängen.
Landraub etc. Die Einigungskriege Bismarcks oder Garibaldis unterscheiden sich nicht von der Art wie Israel
um seinen Staat gekämpft hat. Von Garibaldi weiß ich wenig. Er hat womöglich einige Grundbesitzer um
ihren Grundbesitz gebracht. Jedenfalls ist die Gleichsetzung mit dem Landraub der Zionisten völlig unsinnig.
Das gilt im besonderen Maße für Bismarcks Einigungspolitik. Sie war nicht belastet mit der Vertreibung
und Ermordung der früheren Bewohner von irgendeinem Landstrich. Ihr Problem (Dr. Heger) besteht darin
dass sie sich nur darum kümmern ob es legitim ist ein Stück Land zu rauben. Das ist überhaupt kein
„Problem“! Ein solcher Raub ist zweifellos illegitim. Damit gehen Sie am eigentlichen Problem vorbei.
Das sehen die Beraubten, Vertriebenen und Ermordeten natürlich etwas anders. In Wirklichkeit geht es
nicht um Land sondern um das Recht eines Volkes auf einen eigenen Staat, dazu ist das Land praktisch nur
ein Mittel zum Zweck. Und der Zweck heiligt eben nicht die Mittel. MfG Christoph Heger
@ Marcel, Dr. Heger usw. 1. ist Israel ein säkularer Staat und wenn er der Staat des jüdischen Volkes
ist dann ist damit eine jüdische Nationalität gemeint und nicht eine Religion. 2. geht es bei der Staatsgründung
Israel prinzipiell nicht um das Land sondern um den Staat. Es geht um den Wunsch eines Volkes in seinem
eigenen Nationalstaat u leben. Dieses Streben ist historisch eingebettet in eine wesentlich umgreifendere
Entwicklung. Auch Völker wie die Deutschen (1848/49) oder Italiener haben für ihren eigenen Staat gekämpft
und dafür durchaus auch getötet. Die Einigungskriege Bismarcks oder Garibaldis unterscheiden sich nicht
von der Art wie Israel um seinen Staat gekämpft hat. Ihr Problem (Dr. Heger) besteht darin dass sie sich
nur darum kümmern ob es legitim ist ein Stück Land zu rauben. Damit gehen Sie am eigentlichen Problem
vorbei. In Wirklichkeit geht es nicht um Land sondern um das Recht eines Volkes auf einen eigenen Staat,
dazu ist das Land praktisch nur ein Mittel zum Zweck. 3. Die Staatsgründung Israels theologisch deuten
zu wollen ist gefährlich, weil man in einen riskanten Armageddon Strudel geraten kann. 4. Dass Pius XII
an der israelischen Staatsgründung hinter der Kulissen beteiligt gewesen sein soll ist wohl sehr unwahrscheinlich.
Hier geht es wohl eher darum von seinem Versagen während der Nazi Herrschaft abzulenken.
@Marcel – Das bedeutet nicht, daß man die von irrenden Menschen geprägte Geschichte ungeschehen machen
könnte: „USA den Indianern“… ;) Sie scheinen anzunehmen, daß jeder Isreal-Kritiker die moslemische
Wahnsinnposition der „Löschung Israels von der Landkarte“ meint? – Dann erklären Sie mir doch mal, wie
man die „von irrenden geprägte Geschichte“ (offenbar irren aber nie die Gegner Israels, merkwürdig,
müssen ja tolle Leute sein…) ungeschehen gemacht werden kann? Der Vergleich mit den Ureinwohnern der
USA ist so abwegig wie nur was. Wenn wir danach gehen, könnte ich ja gleich einen bewaffneten Kreuzzug
fordern, denn das Land, um das es geht, war fast ein Jahrtausend lang römisch! Ich möchte wirklich mal
wissen, warum den Palästinensern ständig dieser „Wir waren hier seit Gott das Universum schuf“-Unsinn
abgekauft wird.
Hänchen-Keulen und andere MK28: daß die Frage nach dem Umgang mit Israel theologisch nicht eindeutig
in Ihrem Sinne zu beantworten ist; im Gegenteil, aus den von mir dargestellten Gründen spricht vieles
für eine pro-israelische Position. Werter MK28, nein, diese Frage ist theologisch geklärt: Niemand errichtet
ein Friedensreich in Israel, es sei denn Christus selbst! D.h. die einzige Lösung für den unendlichen
Streit zwischen Juden und Muselmanen im gelobten Land ist die Bekehrung aller zu Christus. Das bedeutet
nicht, daß man die von irrenden Menschen geprägte Geschichte ungeschehen machen könnte: „USA den Indianern“…
;) Sie scheinen anzunehmen, daß jeder Isreal-Kritiker die moslemische Wahnsinnposition der „Löschung
Israels von der Landkarte“ meint? Denn Sie schwingen die Antisemitismuskeule viel zu häufig. Das ist
nicht richtig. Das haben Sie auch nicht nötig. Im übrigen hat P. Steiner – zu meiner eigenen Verwunderung –
das selbst offen gelassen und die Möglichkeit, daß die Sammlung der Juden Teil des Heilsplanes ist,
erwähnt (S 58 S. 58 im MB Juli 2006? Diese Ausgabe geht nur bis S. 56; ich nehme an, Sie meinen Seite
38 (eine andere mit X8 gibt es nicht zum Thema) ? Da steht: Als abschließende Antwort auf die Frage nach
der Heimat Israels muss wie bereits erwähnt der höchste Standpunkt in Betracht gezogen werden, und das
ist der heilsgeschichtliche. {…} Niemand errichtet ein Friedensreich in Israel, es sei denn Christus
selbst!
@Stimme Irgendwie habe ich den Eindruck, daß bei Ihnen die Begriffe wirklich durcheinander gehen. Der
Staat Israel ist doch wohl etwas völlig anderes als das Volk Israel. Wie Sie über das Volk Israel denken,
sei jetzt einmal dahingestellt, aber was für eine Konsequenz soll man denn aus Ihren Äußerungen hinsichtlich
der Existenz des Staates Israel bitteschön ziehen? Ich sage es gerne nochmal, anscheinend ist es für
manche schwierig, sich den Realitäten stellen: Israel existiert. Wer meint, das müsse man ändern, muß
ja zwangsläufig nach einer drastischen Lösung suchen, darf sich dann aber nicht wundern, wenn ihm die
IDF die Tür eintritt. Was die Frage nach dem angeblichen „Unrecht“ einer „israelischen Landnahme“ angeht,
so wird Schwachsinn nicht durch ständige Wiederholung zur Tatsache. Fakt ist, daß die überwältigende
Mehrheit der heutigen Bevölkerung Israels und der besetzten Gebiete in den Jahren zwischen 1925 und 1949
eingewandert sind, Israelis wie „Palästinenser“ (die sich damals noch nicht so nannten). Wer das abstreitet,
hat entweder keine Ahnung oder leugnet wissentlich unbestreitbare Tatsachen.
Na, immerhin Die völkerrechtliche Legalität und auch Legitimität interessiert überhaupt nicht, sie
ist vielmehr unstrittig. Das verdient, festgehalten zu werden. Wenn er rechtlich legitim ist, können
Sie zwar die Gründung für einen Fehler halten, sind aber an das Recht gebunden, Röm13. Nur wenn es
offen und eindeutig im Gegensatz zum Glauben stünde, wäre das anders. Aber den Beweis müssen Sie führen,
nicht ich. Und den können Sie nicht führen. Insofern bleibt es bei einer persönlich abweichenden Meinung –
die Ihnen unbenommen ist. An der Sache ändert es nichts.
@ MK28 Auch wenn es Ihnen nicht paßt: es war Pius XII, der intern über die katholischen Staaten die
Mehrheit pro Israel organisieren half. Sie haben bisher dafür keinen Beweis erbracht. Da die Archive
aus diesem Zeitraum nicht zugänglich sind, können Sie bestenfalls Tertiärquellen zitieren. Selbst wenn
es stimmen würde, würde das an meiner Ansicht nichts ändern. Ein Unrecht, welches von einem Papst unterstützt
wird, bleibt ein Unrecht und der Papst macht sich mitschuldig. An der grundsätzlichen Frage ändert dies
gar nichts. Wenn richtig ist, dass wir „sie an den Früchten erkennen werden“, dann ist das Urteil über
Israel längst gesprochen: Eher machen wir auch hierzulande Bekanntschaft mit den „Errungenschaften“ der
Wasserstoffbombe, als dass in Israel Friede werde. Anspruch auf das gelobte Land hat nur das Volk Gottes,
das sind die Christgläubigen. Die völkerrechtliche Legalität und auch Legitimität interessiert überhaupt
nicht, sie ist vielmehr unstrittig. Auch Nazi-Deutschland und Sowjetrußland sowie die Roten Khmer waren
völkerrechtlich anerkannt. Völkerrechtlich ist ja sogar Abtreibung ein Menschenrecht.
Marcel, Stimme, Heger 1. Stimme: Auch wenn es Ihnen nicht paßt: es war Pius XII, der intern über die
katholischen Staaten die Mehrheit pro Israel organisieren half. 2. Marcel: Es bleibt dabei, daß die Frage
nach dem Umgang mit Israel theologisch nicht eindeutig in Ihrem Sinne zu beantworten ist; im Gegenteil,
aus den von mir dargestellten Gründen spricht vieles für eine pro-israelische Position. Im übrigen
hat P. Steiner – zu meiner eigenen Verwunderung – das selbst offen gelassen und die Möglichkeit, daß
die Sammlung der Juden Teil des Heilsplanes ist, erwähnt (S 58, und das bei seiner bekannten Meinung!)
3. Es bleibt die Anerkennung Israels durch den Vatikan. Wir sind keine Sedisvakantisten, und gegen den
Glauben hat Rom dadurch (s. 2.) nicht verstoßen – also bindet die Entscheidung. 4. Heger: Die völkerrechtliche
Legalität und auch Legitimität (es handelt sich um verschiedene rechtliche Kategorien) der Israel-Gründung
ist nicht von der arabischen Zustimmung abhängig. Sie ist auch von etwaigen Fragen nach der Garantie
privaten Eigentums unabhängig. Völkerrechtlich ist die Sache klar, und da gibt es nichts zu deuteln.
5. Daß die Moslems die Verheißung Gottes an die Juden nicht teilen ist klar – na und? Seid wann glauben
Sie an Allah und Mohammed?
Erstaunlicher Irgendwie ist der sich hier breitmachende Israelhaß ja doch erstaunlich. Auf theologischer
Ebene ist eine Diskussion um die Frage nach der Auserwähltheit des Volkes des Alten Bundes ja durchaus
interessant. Geschichtsklitterung zum Palästinakonflikt ist da schon weniger prickelnd, zumal, wenn von
solchen Lehnstuhl-Experten ohne jedes Wissen um die tatsächliche Situation geäußert, wie es hier wohl
auch welche gibt. Das Freimaurer-Verschwörungstheorie-Gefasel finde ich schlicht kindisch; wenn ich nicht
mehr weiter weiß, dann waren’s die Freimaurer, oder die Heinzelmännchen oder die Waschbären… Besonders
bemerkenswert finde ich schließlich die Aussage: „Ihr Philosemitismus ist nicht katholisch“. Da scheint
„im Tradiland“ ja einiges auch begrifflich durcheinanderzugehen. Gott sei Dank hat dieses „Tradiland“
offenbar nichts mit der echten (vor-VatSec) katholischen Kirche zu tun, da finden sich heute solche Auswucherungen
allenfalls an den Rändern.
Ringparabel MK28: die Sammlung der Juden ist Voraussetzung für ihre Bekehrung, so daß zumindest aus
diesem Grunde die Staatsbildung theologisch gerechtfertigt ist (so neuerdings auch das MB) Werter MK28.
Wie schon einmal gesagt, schätze ich einige Ihrer Beiträge sehr, vor allem zu V.II, FSSP, … Beim Thema
Israel ist Ihr Rock aber zu kurz bzw. Sie noch viel zu jung bzw. beides. ;) Welche Stellen „neuerdings
im MB“ meinen Sie? Den exzellenten Aufsatz P. Steiners über die verlogene Ringparabel nicht. Verwecheln
Sie bitte seine FAQ-artigen Pseudofragen nicht mit dem, was er dann in den Antworten tatsächlich sagt:
>> Sechster Einwand: Ist nicht das Land Israel das dem auserwählten Volk verheißene Land wie es im Alten
Testament heißt? Muss man denn nicht dafür sein, dass diese Verheißung Gottes wieder in Erfüllung
geht? Es wurden bereits oben die historischen Fakten erwähnt, die dazu führten, dass dem auserwählten
Volk das Heilige Land genommen wurde. In diesen historischen Tatsachen sehen wir Katholiken nicht den
Zufall am Werk, sondern Gottes Vorsehung. Wenn aber Gott dem jüdischen Volk das Land genommen hat, kann
Er allein es ihm wiedergeben. << Die FSSPX erteilt in ihrem neuen Juli-MB der Wiederherstellung Israels
durch Menschenhand eine klare Absage. Lassen Sie sich ruhig ganz führen von diesen Hirten: sie sind nicht
unfehlbar, aber durch das Umarmen der hl. Überlieferung sehr gesichert. In Fragen des V.II, Isreals und …
des Rocks! ;)
@ MK28: Ihr „Philosemitismus ist nicht katholisch! Im übrigen wäre bereits die Mehrheit 1947 ohne die
kath. Staaten, die alle pro Israel stimmten, „Alle katholische Staaten“ waren gar nicht Mitglied der UNO,
z.B. nicht Österreich. Zudem war diese Entscheidung gegen das dort wohnende Volk zutiefst unmoralisch.
Hinter dieser Entscheidung der kath. Staaten stand der Vatikan, i.e. Pius XII. Falsch: Hinter der Anerkennung
Israels standen die Freimaurer, welche in den „katholischen Ländern“ beträchtlichen Einfluß besaßen,
letztlich mehr als der Papst. 3. Auch theologisch dürfte gegen einen jüdischen Staat nichts einzuwenden
sein. a) Es ist das von Gott den Juden geschenkte Land, und Gottes Verheißungen währen ewig. Vor- und
nachchristliche Juden sind bestenfalls genetisch miteinander verwandt. Religiös unterscheiden sie sich
stark. Die ersteren bewahrten die hl. Offenbarung, die letzteren verwarfen sie mit dem Talmud, welcher
die Gottessohnschaft Christi dezidiert ausschloß. Was sich heute „Juden“ nennt, sind im Sinne der Hl.
Schrift keine, im Gegenteil sie werden dort „Synagoge des Satans“ genannt. Das neue Volk Israel sind die
Christgläubigen! b) die Sammlung der Juden ist Voraussetzung für ihre Bekehrung, so daß zumindest aus
diesem Grunde die Staatsbildung theologisch gerechtfertigt ist (so neuerdings auch das MB) Das ist ein
Nonsens – egal wer und warum dies behauptet: Es leugnet den Akt der Bekehrung als Einzelentscheidung.
Der Fluch der bösen Tat 1. Die Gründung des Staates Israel wie sein Existenzrecht sind völkerrechtlich
unstreitig – der UNO-Beschluß von 1947 vermittelt Legalität und Legitimität. Abgesehen von der Plustersprache
(„Legalität und Legitimität“) widerspreche ich dem nicht, kalkuliere aber ein, daß die Araber Beschlüssen
der UNO, dieser Kreatur der 2.-Weltkriegs-Koalition, um nicht zu sagen: der USA, solche Rechtskraft nicht
zubilligen mögen – zumal sich Israel keinen Deut um sie schert und sogar Beschlüsse des Sicherheitsrats
mißachtet. Zweitens betrifft diese völkerrechtliche Anerkennung seitens der UNO überhaupt nicht die
nach wie vor bestehenden privatrechtlichen Grundbesitzansprüche der vertriebenen und ermordeten Palästinenser
bzw. ihrer Erben (so im übrigen auch im Falle der ehemaligen deutschen Ostgebiete). 3. Auch theologisch
dürfte gegen einen jüdischen Staat nichts einzuwenden sein. a) Es ist das von Gott den Juden geschenkte
Land, und Gottes Verheißungen währen ewig. Das sehen die Muslime natürlich etwas anders – und mit guten
Gründen. b) die Sammlung der Juden ist Voraussetzung für ihre Bekehrung, so daß zumindest aus diesem
Grunde die Staatsbildung theologisch gerechtfertigt ist Nein, ein Verbrechen kann durch nichts, auch nicht
„theologisch“, gerechtfertigt werden. 4. Wer Israel das Existenzrecht abspricht, … Man sollte nicht
schneller schreiben, als man denken kann! MfG Christoph Heger
Israel War ja zu erwarten, die Revisionistenzunft ist wieder mal beim Tatsachenverdrehen. Halten wir Fakten
dagegen: 1. Die Gründung des Staates Israel wie sein Existenzrecht sind völkerrechtlich unstreitig –
der UNO-Beschluß von 1947 vermittelt Legalität und Legitimität. 2. DerVatikan hat Israel ausdrücklich
anerkannt. Im übrigen wäre bereits die Mehrheit 1947 ohne die kath. Staaten, die alle pro Israel stimmten,
nicht zustande gekommen. Hinter dieser Entscheidung der kath. Staaten stand der Vatikan, i.e. Pius XII.
3. Auch theologisch dürfte gegen einen jüdischen Staat nichts einzuwenden sein. a) Es ist das von Gott
den Juden geschenkte Land, und Gottes Verheißungen währen ewig. b) die Sammlung der Juden ist Voraussetzung
für ihre Bekehrung, so daß zumindest aus diesem Grunde die Staatsbildung theologisch gerechtfertigt
ist (so neuerdings auch das MB) 4. Wer Israel das Existenzrecht abspricht, ist vieles, u.a. ein Antisemit.
Wer als Deutscher das tut, ist obendrein noch ahistorisch.
@Graf von Galen – Selbst wenn man aus theologischen Gründen, einen anderen sehe ich nicht und eigentlich
auch erst dann, wenn die Juden Jesus als ihren Messias anerkennen, den Juden Israel als Erbbesitz zugesteht –
Hier geht es nicht um „Erbbesitz“, auch wenn die UNO in ihrem Teilungsplan ausdrücklich Juden und Arabern
gleiches Recht an dem Land zugesprochen hat. Fakt ist, auch wenn einige das offenbar nicht wahrhaben wollen,
daß Israel existiert, es ist schlicht da. Wenn ich das nicht anerkennen will, wie das etwa Hamas oder
Hezbollah tun, dann muß ich eben versuchen, den Staat zu beseitigen (im Sinne der „Beseitigung“ von rund
4 Millionen Israelis…), darf mich dann aber auch nicht beklagen, wenn man sich israelischerseits dagegen
zu Wehr setzt. – Nach meiner Meinung hätten die Israelis den Palästinensern eine angemessene Entschädigung
zu zahlen und müßten diesen außerdem die Möglichkeit geben, woanders z.B. im Phlisterland (Gaza) oder
in Jordanien ein selbstbestimmtes Leben zu führen. – Meinen Sie nicht, daß die Jordanier da auch noch
ein Wörtchen mitzureden hätten?
@Heger Sie geben sich so informiert und gebildet und wissen nicht, dass der Schlachtruf vom „Ins Meer
werfen“ bereits bei Gründung des Staates Israel im palästinensichs-aravischen Lager erscholl, später
erneut bei der Bildung der antiisraelischen Allianz vor dem 6-Tage-Krieg und jüngst erst wieder als Provokation
Ahmadinedschads? Israel hat die letzten 50 Jahre nur überlebt, weil es diese Aussagen sehr, sehr ernst
genommen hat, und weil es in der Lage war, ein äußerst modernes und schlagkräftiges Militär aufzubauen.
Angesichts mancher Aktionen kann man wohl sagen, dass Israel seine Lektion *zu* gut gelernt hat, aber
das wäre vermutlich jeder anderen Nation ähnlich gegangen. Erinnern wir uns: Im 6-Tage-Krieg war das
strategische Ziel, das Westjordanland und die Golanhöhen zu erobern, da ansonsten von hier aus die meisten
Gebiete unter feindliches Artilleriefeuer genommen werden konnten. Der Gazastreifen ist ein Dorn im weichen
Bauch Israels, und dass die Gefahr, die von dort ausgeht, nicht nur fiktiv, sondern tragisch real ist,
zeigen die von dort abgefeuerten Raketen (wenngleich diese eigentlich größere Knallkörper sind – aber
eben doch lebensgefährlich). Irgendwann muss man Fakten auch einmal akzeptieren, wenn man Frieden will –
die Palästinenser müssen das genauso, wie deutsche und polnische Zwangsumsiedler das mussten. Die Zeit
heilt die Wunden – stetige Rachefeldzüge halten sie offen. Für welche der beiden Varianten votieren
Sie als Christ?
Heiliges Land ? Wer ist denn hier der Eroberer und wer der, der die Eroberung erleidet ? Selbst wenn man
aus theologischen Gründen, einen anderen sehe ich nicht und eigentlich auch erst dann, wenn die Juden
Jesus als ihren Messias anerkennen, den Juden Israel als Erbbesitz zugesteht, so gibt es diesen doch nicht
das Recht, den Palästinensern das Land, Leben, Gut und Würde zu rauben. Nach meiner Meinung hätten
die Israelis den Palästinensern eine angemessene Entschädigung zu zahlen und müßten diesen außerdem
die Möglichkeit geben, woanders z.B. im Phlisterland (Gaza) oder in Jordanien ein selbstbestimmtes Leben
zu führen. Die derzeitige destruktive der Politik der Israelis verschlimmert die Situation doch nur.
Zudem kann es eine Einigung über den Tempelberg erst dann geben, wenn beide Völker ihre falschen Religionen
aufgegeben und sich zum Christentum bekehrt haben, da sowohl für den Islam als auch für das Judentum
der Berg Sion unverzichtbar ist.
Kann man etwas anderes sein, als „Anti-Antisemit“? Dankeschön für das Kompliment, ich sei unsäglich
dumm und unsäglich frech. Aus dem Munde eines Hamas-Sympathisanten, der offenbar Bombenanschläge auf
einen vollbesetzten Bus, in dem sich kein einziger Militärangehöriger befindet, ebenso als Akte des
Widerstandes ansieht, wie Raketenangriffe auf Kindergärten (dabei derartige Gewalt vermutlich immer nur
von der angenehm sicheren Warte des heimischen Sofas gesehen hat), werte ich das als Auszeichnung. In
der Tat haben bereits 1948 etwa Anhänger des Großmuftis von Jerusalem die Auffassung vertreten, es sei
im höchsten Maße frech von den Juden, sich nicht einfach umbringen zu lassen.
@Tacitus: Der Fluch der bösen Tat Ich hatte geschrieben: Betreffend die Forderung, daß die Palästinenser
zunächst „das Existenzrecht Israels vollumfänglich anerkannt“ haben müßten: Da müßten die ja dümmer
sein, als die Polizei erlaubt, wenn sie den Israelis noch ohne Gegenleistung den Rechtstitel auf ihre
Beute hinterherschmeißen würden! Darauf Tacitus (= lateinisch: verschwiegen. Ach hätte er doch geschwiegen!):
Bedarf es da noch eines Kommentars? Sicherlich nicht des unglaublich dümmlichen: Wie bereits gesagt gibt
es eben auch in Kontinentaleuropa etliche Anhänger des „Werft die Juden ins Meer“-Gedankens. Ob es solche
gibt, weiß ich nicht. Jedenfalls ist der Trick, dem Hinweis, daß es ein wertvolles diplomatisches Pfand
der Palästinenser gegenüber einem übermächtigen und brutalen Gegner ist, daß letzterer genau diese
„vollumfängliche Anerkennung“ haben will, die Absicht zu unterstellen, man wolle jemanden „ins Meer werfen“,
nicht nur unsäglich dumm, sondern eben auch unsäglich frech. Aber diese sich dumm stellende Frechheit
ist man von den „Anti-Anti-Semiten“ längst gewohnt. MfG Christoph Heger
Israelhaß heute – Betreffend die Forderung, daß die Palästinenser zunächst „das Existenzrecht Israels
vollumfänglich anerkannt“ haben müßten: Da müßten die ja dümmer sein, als die Polizei erlaubt –
Bedarf es da noch eines Kommentars? Wie bereits gesagt gibt es eben auch in Kontinentaleuropa etliche
Anhänger des „Werft die Juden ins Meer“-Gedankens. Wie dumm, daß sie das nicht so ohne weiteres mit
sich machen lassen. Vermutlich sehnen sich manche nach einer guten alten Zeit zurück, in der das noch
möglich war… Ich frage mich inzwischen doch, ob mein Hinweis auf den Stürmer wirklich überpointiert
war.
@Tacitus: Der Fluch der bösen Tat Antisemitismus ist eine andere Geschichte – dieser ist immer noch sehr
lebendig; Wenn den Schönrednern der israelischen Politik nichts mehr Sachliches einfällt, fällt ihnen
„Antisemitismus“ ein. Als ob sich noch jemand davon ins Bockshorn jagen ließe! und bei Äußerungen wie
„israelische Landnahme“ frage ich mich ernstlich, was da eigentlich dahinter steht. Tacitus hat Recht,
ich hätte zutreffender „israelischer Landraub“ sagen müssen. Betreffend die Forderung, daß die Palästinenser
zunächst „das Existenzrecht Israels vollumfänglich anerkannt“ haben müßten: Da müßten die ja dümmer
sein, als die Polizei erlaubt, wenn sie den Israelis noch ohne Gegenleistung den Rechtstitel auf ihre
Beute hinterherschmeißen würden! MfG Christoph Heger
@blueberry Der Teilungsplan der UNO – dem damals die Juden zustimmten, die Araber hingegen nicht – ist
inzwischen mehr als 50 Jahre alt; wollte man ihn im Nachhinein durchsetzen, müßte man mehrere 100.000
Israelis zwangsweise umsiedeln. Der Teilungsplan ist nie offiziell anerkannt worden; allgemein geht man
von folgendem Rechtskonstrukt aus: Die Unabhängigkeitserklärung erfolgte auf der Basis des Teilungsplans,
dann wurde der Staat anerkannt, der Krieg begann und endete mit den Waffenstillstandslinien von 1948/49.
Diese sind die einzigen, mit denen man wenigstens größenordnungsmäßig sinnvoll operieren kann. Vielleicht
sollte man zu Leon de Winter doch erwähnen, daß er in keiner wie auch immer gearteten Funktion für
die israelische Regierung oder eine israelische Behörde spricht; er vertritt eine extreme Randmeinung,
die für Israel keineswegs repräsentativ ist. Daß die Palästinenser ein „Volk“ sind, wird heute keiner
mehr abstreiten wollen. Daß die Herausbildung der palästinensischen Identität erst nach 1967 erfolgte,
ist ebenso unbestritten. Gleiches gilt für den Mythos der schon seit alter Zeit in Palästina lebenden
Palästinenser. Persönlich finde ich diese Fragen reichlich irrelevant – auch wenn man den Begriff „Volk“
ebenso wie ein „Recht auf Land“ ausschließen will, haben die Menschen ein Recht auf ein Leben in Frieden
und Freiheit.
@ Tacitus Ich habe mit meinem Hinweis auf die von der Weltgemeinschaft anerkannten Grenzen den Teilungsplan
der UNO gemeint. Das dieser Verlauf der Grenzen heute unrealistisch ist, ist richtig. Umso unverständlicher
ist es aber auch dass trotzdem keine Einigung möglich sein soll. Inwiefern die Möglichkeit eines Transfers
heute diskutiert wird oder nicht kann ich nicht genau sagen. Fakt ist aber dass ich vor kurzem einen Artikel
von Leon de Winter gelesen habe in dem dieser den Versuch unternimmt den Palästinensern den Charakter
eines Volks abzusprechen und sie als lose Ansammlung von Stämmen zu klassifizieren versucht die sich
illegitimerweise gegen ihre Vertreibung wehren würden, wo sie sich ja genauso gut in Jordanien oder Syrien
niederlassen könnten.
@blueberry – Bezüglich des Existenzrechts der Palästinenser (warum setzen Sie das in Klammern?) gibt
es natürlich innerhalb der politischen Landschaft Stimmen die offen oder verdeckt die Möglichkeit eines
„Transfers“ in Betracht ziehen. – Ich habe das deswegen in Anführungszeichen gesetzt, weil es als Terminus
in der Diskussion so nicht gefügt vorkommt, da es nie in Frage gestellt worden ist; ich wollte keine
Wertung damit zum Ausdruck bringen. Transfer ist ein alter Hut und ungefähr so aktuell wie der Teilungsplan
der UNO; tatsächlich ist das nach 1967 diskutiert worden, und bis 1969 hätte es vielleicht auch ein
Zeitfenster hierfür gegeben, heutzutage wäre ein solcher Schritt aber aus einer ganzen Reihe von Gründen
völlig undenkbar. – Auch ist es nun mal eine Tatsache dass zwischen den von der Weltgemeinschaft anerkannten
Grenzen und dem de facto Grenzverlauf heute meilenweite Unterschiede bestehen – Hier scheint ein weitverbreitetes
Mißverständnis vorzuliegen: Israel hat im eigentlichen Sinne keine „anerkannten Grenzen“; die sogenannten
„Grenzen von 1948“ sind Waffenstillstandslinien, die heute zum Teil jeglichen Bezug zur Realität verloren
haben (was nicht eine Annexion auf kaltem Weg durch die – an sich sinnvolle – Mauer rechtfertigen soll;
es ist schlicht ein Faktum).
@ Tacitus Ich bin nicht der Ansicht dass Terroraktionen gegen Zivilisten einen Akt des Widerstands darstellen.
Ich meinte das nur in Bezug auf die Entführung eines Soldaten. Bezüglich des Existenzrechts der Palästinenser
(warum setzen Sie das in Klammern?) gibt es natürlich innerhalb der politischen Landschaft Stimmen die
offen oder verdeckt die Möglichkeit eines „Transfers“ in Betracht ziehen. Auch ist es nun mal eine Tatsache
dass zwischen den von der Weltgemeinschaft anerkannten Grenzen und dem de facto Grenzverlauf heute meilenweite
Unterschiede bestehen und die israelische Regierung Ereignisse wie den Mauerbau nutzt um noch ein bisschen
mehr Land abzuzwacken, gleichzeitig werden die arabischen Viertel Ostjerusalems durch den Mauerbau teilweise
vom restlichen Jerusalem abgetrennt. Ich finde schon dass die Palästinenser das Recht haben sich dagegen
zu wehren. Die PLO hat ja die Forderungen die Sie heute stellen schon lange erfüllt, nämlich die Anerkennung
Israels. Praktisch gebracht hats gar nichts. Erst hat man Arafat belagert und für nicht verhandlungswürdig
erklärt, dann hat man Abu Mazen ignoriert und nun hat man die Hamas am Hals. Jetzt kommt wiederrum die
Forderung die Hamas müsse erstmal Israel anerkennen und dann könne man sich einigen. Warum hat man sich
nicht schon mit der PLO geeinigt, die Israel schließlich anerkannt hat? Welche Medien (außer kreuz.net
) erklären denn Terrorangriffe zu Akten des Widerstands? Israel scheint von Europa auch nicht viel zu
halten?!
@sulpicius – Es starben bisher 39 Palästinenser; Die Mehrzahl sind Zivilisten und Kinder – Was für ein
Unsinn. Die Mehrzahl der toten Palästinenser sind Angehörige einer der bewaffneten Gruppen; die Hamas
erklärt ja selbst ohne Unterlaß, daß im erfolgreichen Abwehrkampf ihre Kämpfer den Märtyrertod sterben.
Übrigens, wie halten wir es denn mit den Kassam-Raketen, die immer noch auf Israel niederregnen? „Legitimer
Widerstand“? Warum feuere ich eigentlich eine Rakete auf eine zivile Siedlung, wenn ich genausogut militärische
Ziele in den Blick nehmen könnte?
palaestina.org Präsident Mahmoud Abbas rief gestern die Internationale Gemeinschaft auf, ihrerseits alles
zu tun, um „die israelischen Aggressionen gegen das palästinensische Volk, besonders im Gazastreifen“,
zu stoppen. Auf der gestrigen Pressekonferenz in Gaza verurteilte der Präsident das Eindringen des israelischen
Militärs in den Gazastreifen scharf. Ebenso verurteilte er den Tod von 35 Palästinensern im Gazastreifen
und der Westbank, die Zerstörung von palästinensischen Regierungsinstitutionen, Straßen, Brücken sowie
der Elektrizitätsversorgung. „Der Grenzübergang Rafah zu Ägypten ist geschlossen; In Folge dessen sitzen
Tausende Palästinenser an der Grenze fest,“ so der Präsident. Insbesondere betonte er, dass „schon vor
dem Vorfall mit dem israelischen Soldaten, die Israelis planten, den Gazastreifen anzugreifen. Und das
zu einem Zeitpunkt als wir gerade im Begriff waren, eine endgültige Einigung hinsichtlich eines Waffenstillstandes
zu erreichen. Wenn diese Aggressionen fortgesetzt werden, dann wird nicht nur die Regierung, sondern die
gesamte palästinensische Autorität zerstört werden“, gab der Präsident zu denken. In der folgenden
Nacht griff das israelische Militär den Gazastreifen an und zerstörte die lebensnotwendige Infrastruktur,
Straßen und Brücken, des Weiteren das palästinensische Innenministerium und 64 Regierungsmitglieder
wurden festgenommen. Es starben bisher 39 Palästinenser; Die Mehrzahl sind Zivilisten und Kinder. Mehr
als 120 Palästinenser mussten aufgrund ihrer…
@Dorothea – Gleichzeitig müßten Sie sich selbst bemühen Klischées (Stürmer, Antisemit, Israel ins
Meer werfen) zu vermeiden – Hinsichtlich des Stürmers gebe ich Ihnen insoweit Recht, als das überpointiert
war. Antisemitismus ist eine andere Geschichte – dieser ist immer noch sehr lebendig; und bei Äußerungen
wie „israelische Landnahme“ frage ich mich ernstlich, was da eigentlich dahinter steht. Und „Juden ins
Meer treiben“ ist keine Wendung von mir, sondern eine gängige, immer wieder benutzte Formulierung der
Hamas- und Hezbollah-Führung. Arafat hat sie auch schon benutzt. – Von welchem Terror von Hamas sprechen
Sie – Muß ich das jetzt ironisch auffassen, oder wie??? Liegen der 17. April oder der 30. März schon
so lange zurück? War das Leben von Eliahu Asheri nichts wert (ich frage mal nicht, ob es kreuz.nez eine
Meldung wert war…)?
@blueberry Nun mal langsam. Das „Existenzrecht der Palästinenser“ stellt niemand in Frage. Der – traurige –
Unterschied zwischen israelischen Militäroperationen und palästinensischen Terroraktionen besteht darin,
daß letztere explizit die israelische Zivilbevölkerung zu legitimen Zielen erklären; für die Hamas
ist der Kampf dann beendet, wenn „die Juden ins Meer getrieben sind“, eine Position übrigens, von der
ich bezweifle, daß sie bei der palästinensischen Bevölkerung wirklich mehrheitsfähig ist. Die aktuelle
Militäroperation ist in der Tat mehr als unglücklich und zu kritisieren, da sind wir uns wahrscheinlich
einig. Auf der anderen Seite steht allerdings die israelische Erfahrung, daß nach einem Nachgeben und
einem erneuten Wiederaufnehmen des Raketenbeschusses durch Hamas/Hezbollah keine vergleichbaren kritischen
Reaktionen aus dem Ausland kommen – stattdessen prägt, von Ausnahmen abgesehen, ein menschenverachtendes
Geseiere, das Terrorangriffe auf Diskotheken und Restaurants zum „Widerstand“ deklariert, die Diskussion.
Daß das in Israel nicht gerade Begeisterungsstürme hervorruft, dürfte verständlich sein. Übrigens –
Druck auf Israel ausüben, meinetwegen. Dann aber bitte auch Druck auf die Palästinenser. Kein Verherrlichen
des „Märtyrertodes“ mehr durch das u.a. mit EU-Mitteln finanzierte PA-TV, keine Märchen mehr über Juden,
die kleine Kinder fressen.
@ bonjour a) wer ist denn nun wieder Pius Staff? b) Quantitäten = Qualitäten? Nein. Es waren z w ö
l f Apostel! Ergebnis? Na also. Es bleibt dabei. Manche haben ihre Zukunft schon hinter sich – andere
haben ihre Vergangenheit noch vor sich. Ich habe da keine Angst.
Pius Staff weltweit (Stand April) Bischöfe: 4 Priester: 463 Seminaristen: 173 bei den Seminaristen ist
bis zur Priesterweihe mit über 50 % Ausfall zu rechnen.
Auch die Pius-Leute werden bald keine großen Zuwachsraten mehr haben. Sieht man doch jetzt schon. Auch
da werden bald die Leute aus der Anfangszeit in Pension gehen bzw. ziemlich alt sein oder sterben. Dann
gibt’s eben nicht mehr nur die Neuzugänge, wo es immer mehr wurde, sondern dann gibt’s auch die „Abgänge“.
Dann wird man froh sein, überhaupt den einmal erreichten Stand halbwegs halten zu können.
@ babylon He, langsam, nicht so schnell! Das Durchschnittsalter der Priester der Amtskirche mag hoch sein –
dasjenige der Priester der FSSPX liegt irgendwo knapp über dreißig! So mancher hat seine Zukunft schon
hinter sich (Gotthard z.B.), und andere haben ihre Vergangenheit noch vor sich. Letzteres gilt sicher
nicht für Ihre antikirchliche Haltung. W i r sind nicht nur noch da, wir sind auch noch stark.
Die beiden Spanienmeldungen stehen in einem gewissen Kontrast zueinander. Die Jubelorgien in Valencia
sind doch nur noch die letzten Zuckungen eines im Sterben liegenden Körpers (Kirche), siehe heillose
Überalterung des Klerus. Klöster quasi als Altersheime.
@ Tacitus Die von der PLO regierte Palästinensische Autorität hat aber schon vor Jahren Israel anerkannt.
Die Hamas wurde schließlich erst vor kurzem gewählt. Das hat Sharon aber nicht davon abgehalten Arafat
über zwei Jahre hinweg zu belagern. Die Vermutung dass rechten Kreisen in Israel eine Palästinenser
Regierung die nicht verhandeln will, lieber ist als eine die verhandeln will drängt sich da schon auf.
Auch ist es nun mal so dass die besetzten Gebiete eben gerade das sind: besetzt. Umgekehrt müsste auch
Israel mal das Existenzrecht der Palästinenser anerkennen. Wenn ich mir da aber manche Artikel bspw.
von so zynischen Menschen wie Leon de Winter durchlese, dann kann ich von einer solchen Anerkennung nicht
viel erkennen. Der Rückzug Sharons aus dem Gazastreifen und die Koalition aus Avoda und Kadima hatte
in mir die Hoffnug geweckt dass nun ein ähnlicher Aufbruch möglich sei wie seinerzeit bei Rabin (der
schließlich von Rechtsradikalen umgebracht wurde und zwar nach einer regelrechten Hetzkampagne an der
sich nicht zuletzt der Likud und Bibi Netanyahu beteiligt hatten), leider ist das nun offensichtlich nicht
so. Natürlich muss Hamas die Osloer Verträge anerkennen. Das gleiche gilt aber auch für Isael. Und
zu verlangen man müsse immer nur Druck auf die Palästinenser machen, während eine rechte Regierung
wieder ein Stückchen mehr Land einsackt, kanns ja wohl auch nicht sein. Meiner Ansicht nach sollte man
auch mal Druck auf Israel ausüben.
@Dorothea Ich verachte keineswegs die palästinensischen Opfer, ganz im Gegenteil. Nochmal – jeder zu
Schaden gekommener Zivilist ist genau einer zuviel; bei bewaffneten Kämpfern hält sich mein Mitleid
dagegen in Grenzen. Wer sich mit einer AK-47 vor einen Panzer stellt, geht bewußt ein Risiko ein. Mir
geht es um Ausgewogenheit – dazu gehört, daß man über Terrorakte der Hamas ebenso berichtet wie über
den Terror, dem die Palästinenser tagtäglich eben von den radikalen Gruppen ausgesetzt sind. Natürlich
bin ich – wie wohl jeder vernünftige Mensch – für eine Zweistaatenlösung, allerdings sollte man zu
bedenken geben, daß diese solange kaum eine Chance auf Realisierung hat, solange die „Laßt uns die Juden
ins Meer treiben“-Propaganda gebetsmühlenartig nachgebetet wird, und zwar, wie man an manchen Äußerungen
hier ja sehr schön sieht, auch im Westen. Der Weg aus dem Dilemma, wenn es denn einen geben sollte, kann
nur aus einem Dialog zwischen Israel und der palästinensischen Führung bestehen. Nachdem diese das Existenzrecht
Israels vollumfänglich anerkannt hat. Solange palästinensische Gruppen (beileibe nicht alle Palästinenser,
das können Sie mir glauben!!) aber weiter dem Wahn eines bewaffneten Kampfes gegen Israel erliegen –
und dafür teilweise auch noch von dümmlich-arroganten Antisemiten im Westen Beifall bekommen, die diese,
die palästinensische Gesellschaft im Kern zerstörende Gewalt geifernd als erfolgreichen „Widerstand“
bejubeln –, solange wird es keinen Frieden geben.
@Tacitus: Der Fluch der bösen Tat Weder ist mein „Unwissen … grenzenlos, noch können Sie mich mit
„Alternativen“ Ihres Schwarz-Weiß-Denkens ins Bockshorn jagen. Daß Israel in größtem Ausmaß Grundbesitz
seinen rechtmäßigen Eigentümern geraubt hat und dies heute noch tut, sollte auch denen augenscheinlich
sein, die das auszusprechen am liebsten als „Volksverhetzung“ nach dem neuen Inquisitionsparagraphen 130
Strafgesetzbuch pönalisieren möchten. MfG Christoph Heger
@Dorothea Ich will gar nichts vom Tisch wischen. Natürlich ist jedes unschuldige Opfer eines zu viel.
Ich habe lediglich auf eine ausgeprägte Einseitigkeit in der Berichterstattung hingewiesen, die ich bedenklich
finde, zumal Bemerkungen wie die von Herrn Heger deutlich zeigen, daß entweder das Unwissen auf mancher
Seite grenzenlos ist (was ich gerne annehmen möchte, da es die deutlich angenehmere Alternative ist),
oder aber in gewissen Kreisen die Stürmer-Abos offenbar immer noch nicht abgelaufen sind.
Sie sind mir eine rechte Christin! Christin: Ohne Orientierung auf die höhere Instanz Gottes würde das
Chaos überhand nehmenJe weniger „Gott“ desto mehr ist der Mensch verantwortlich,… Wollen Sie wirklich
jedem Katholiken einreden, dass nicht er selbst für sein tun und lassen verantwortlich ist, sondern Gott?
Welcher Teufel reitet Sie, dass Sie sich erlauben einen derartigen unsinn zu verbreiten. Jeder Mensch,
egal ob katholisch, buddhistisch oder dem Islam zugehörig, ob Agnostiker oder Atheist, ist für seine
Taten und Unterlassungen verantwortlich. Nur die Katholiken wollen wieder mal alles auf den „lieben Gott“
abschieben. BTW, auch ohne römisch-katholisches Moraldiktat geht es in der Welt nicht absolut chaotisch
zu. In Japan lebt aman auch ganz gesittet zusammen.
Ohne Orientierung auf die höhere Instanz Gottes würde das Chaos überhand nehmen Je weniger „Gott“ desto
mehr ist der Mensch verantwortlich,je weniger Gott,desto mehr sind die Ordnungen der Schöpfung in Gefahr
aus dem Gleichgewicht zu geraten,Naturordnungen,Familien zerbrechen wie U-Bahntunnel ,Ehen scheitern.Kinder
werden heimatlos,orientierungslos.Je weniger Gott ins Leben miteinbezogen wird und das Leben dieser höheren
INstanz des Himmels unterstellt wird desto schwerer liegt die Verantwortung in des Menschen Hände die
Stelle Gottes einnehmen zu müssen.
@Tacitus: Der Fluch der bösen Tat alles Land, das Israel 1948 besetzt habe, gehöre den Palästinensern.
Dieser Ansicht ist auch kaum zu widersprechen. Daß Israel die Früchte seines ersten Verbrechens, nämlich
seiner Landnahme, nur mit weiteren Verbrechen sich erhalten kann, ist nicht überraschend. MfG Christoph
Heger
@Durchschnittsalter 68 Gibt es nicht auf gleicher Seite einen hämischen kreuz.net-Artikel darüber, wie
schlecht es der evangelischen Kirche in Deutschland geht? Gut, dass die Katholische Kirche in Deutschland
und Spanien so glänzend da steht.
Die Bedeutung der Familie im katholischen Sinn: Seine HEiligkeit: „Ich will die zentrale Rolle hervorheben,
welche die auf der Ehe aufbauende Familie für Kirche und Gesellschaft hat. Sie ist eine nach dem Plan
Gottes unersetzliche Institution.“ Vielleicht sollte irgend jemand, der dem Stellvertreter Christi nahesteht,
ihm sagen, dass diese Familienstruktur, die von den Kirchenbeamten als so absolut notwendig hingestellt
wird, relativ jung in der Geschichte des Menschen ist. Die „katholische Familie“ ist maximal zweitasuend
Jahre alt. Uns gibt es hier schon sehr viel länger! Es ging früher sehr sehr lange ohne die „heilige“
Familie. Warum sollte es in Zukunft nicht auch ohne sie gehen? Was ist eigentlich der Grund für diese
vollkommen masslose und überzogene Überhöhung der Familie; möglichst der Grossfamilie römisch-katholischen
Bekenntnisses? Glauben die Kirchenbeamten, dass im Patriarchat, mit der befehlsmässigen Weitergabe des
Glaubens, das Heil für die Kirche liegt? Ich bin überzeugt, dass die grosse Chance für die sancta ecclesia
in der Überzeugungsarbeit durch Vorbild liegt. Das ist zwar sehr viel anstrengender und man müsste auf
liebgewonnene Verabsolutierungen verzichten. Auf Dauer ist es aber sehr viel wirkungsvoller und haltbarer,
als befohlener Glaube.
Zum Geleit… …dah heutige Evangelium. EVANGELIUM Markus 6, 1b-6 In jener Zeit kam Jesus in seine Heimatstadt;
seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten,
staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und
was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und
der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen
Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen
wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun;
nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben.
Und Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte dort.
Nette Propaganda Manchmal fragt man sich, wer eigentlich so einen Mist verzapft? Heute hat Muhammad Deif,
Chef des militärischen Arms der Hamas, in einem Interview bekräftigt, alles Land, das Israel 1948 besetzt
habe, gehöre den Palästinensern. Davon lese ich nichts, was merkwürdig ist, denn er wurde von Al Jazeera
interviewt, und kreuz.net scheint sich in Fragen Israel betreffend ja auf einem vergleichbaren Niveau
zu bewegen. Von den 17 Kassam-Raketen, die am Freitag auf Israel abgefeuert wurden, übrigens ebensowenig.